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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Vorteile von Aktivboxen


Autor: Steffen (Gast)
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Hallo!

Ich habe hier eine Frage, die zwar nicht direkt zu Mikrocontrollern
passt, aber dafür zu Elektronik. Mich interessieren vor allem die
elektischen Vorteile von Aktivboxen, also Boxen, bei denen der
Verstärker integriert ist.

Ich sehe folgende Nachteile:
- für jede Box muss ein Verstärker mit eingebaut werden
- jede Boy benötigt eine eigene Stromversorgung
- die Ansteuerung erfolgt über niedere Pegel

Die Boxen werden ja über Linepegel, also wenige Volt angesteuert. Diese
werden dann in der Box selbst hochverstärkt. Wenn ich nun aber 15 Meter
Anschlusskabel verlege, dann habe ich doch eigentlich den Nachteil,
dass hier Störungen (beispielsweise durch Handys) aufgefangen werden
und diese dann noch hochverstärkt werden.

Vielleicht liege ich auch ganz falsch - aber wo sind, aus elektischer
Sicht gesehen, die Vorteile von Aktivboxen?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Liebe Grüße
Steffen

Autor: Marillion (Gast)
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>Wenn ich nun aber 15 Meter
Anschlusskabel verlege, dann habe ich doch eigentlich den Nachteil,
dass hier Störungen (beispielsweise durch Handys) aufgefangen werden

Bei geschirmten Kabel mit niederohmigen Treiben kein Problem.

Bei externen Amps würde bei langen Leitungen der ohmsche UND induktive
Widerstand des Boxenkabels die Dynamik der Wiedergabe enorm
verschlechtern.

Bei Aktivboxen mit aktiven Frequenzweichen bekommt man eine wesentlich
bessere Trennschärfe zwischen den Frequenzbereichen.

Autor: Gast (Gast)
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Ein Vorteil ist, dass du dir Platz und Verkabelung für den Verstärker
sparst. Du stellst deine Box hin, Signal und Stromversorgung
angestöpselt und los geht's...

Das mit den Störungen siehst du schon richtig, dafür hat man aber
symmetrische Signale erfunden :)

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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andererseits paßt in eine box kein vernünftiger verstärker (is mir bis
jetzt noch nicht begenet). ob das nun jbl eon oder meyer sound upa
heißt: rauskommen tut nix, mies klingts auch meist und im ernstfall
werden sie tierisch heiß. und man kann die statuslampe der endstufe
(clip,protect) fast nie sehen. also fürn bühneneinsatz stehe ich da
mehr auf die konservative lösung...

Autor: Gast (Gast)
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@Klaus
Du hast schon Recht! Das Ganze ist nur bis zu einer bestimmten Leistung
wirklich sinnvoll. Für ne "normale" Monitoranlage reicht's aber
meistens noch aus.
Für Kleinbeschallungen finde ich die Aktivgeschichte aber recht
praktisch (z.B. verschiedene LUCAS von HK).

/* OT
Glaubst du nicht, dass deine Amps etwas unterdimensioniert sind, wenn
die clip und protect-LED so wichtig für dich sind? ;)
*/

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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ne, glaube ich nicht. gerade beim monitor kann schon mal ein clip kommen
(es sei denn, man hat vorher alles dicht komprimiert). oder der sänger
traut sich plötzlich doch mal, richtig reinzuschreien. oder der eine
typ grölt plötzlich in das mikro von dem anderen und beide sind vom
gain und mix her völlig verschieden eingestellt.... ich hab die lampen
lieber im auge, auch wenn sie den ganzen abend nix machen. wenn sie
aber doch mal angehen (v.a. bei einer so kläglich unterdimensionierten
aktiv-gurke), dann isses schlecht, wenn das keiner mitkriegt (ausser
den leuten in der ersten zuschauer-reihe).
stell dir mal vor, die tank-kontroll-leuchte von deinem auto wäre neben
dem tankdeckel. und dann sagt dir einer: wenn du die unbedingt sehen
mußt, is wohl dein tank zu klein...

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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nachtrag: eine "normale" monitoranlage hat lt. meiner dimension
irgendwas zwischen 300 und 800 W pro kanal. da siehts mit aktiv schon
traurig aus....

Autor: Gast (Gast)
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Ganz so sehe ich das nicht. Wenn die Endstufe schon verzerrt, nur weil
mal jemand ins Mikro gröhlt, dann ist meiner Meinung nach die
Verstärkeranlage schon unterdimensioniert... und wenn ein Sänger ins
verkehrte Mikro gröhlt, dann verzerrt höchstens die Gainstufe vom
Mischer, aber der Stage-Amp darf deswegen nicht klippen, sonst ist was
faul.

Autor: Klaus Bröntgen (Gast)
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wo hastn bitte sehr diese weisheiten her? wenn ein monitorweg irgendwo
kurz unterhalb der 0dB-grenze (am input) arbeitet und plötzlich aus
einem der oben genannten günde noch 6 dB mehr verarbeiten muß, dann hat
der amp keine andere chance als zu clippen. son monitormix ist doch eine
sehr dynamische sache. clippen heißt nicht nur "leistung reicht nicht"
sondern auch "input out of range". und wenn das pult nunmal "zuviel"
pegel in den amp-input schickt, dann is halt mal schluß. da is noch
lange nichts faul. der effekt tritt bei einer 200w-endstufe genauso auf
wie einem 2kw-monster. zuviel input ist nunmal zuviel. ganz egal, wie
laut es hinten rauskommt!

Autor: Eric (Gast)
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Hallo Steffen,

aus HiFi-Sicht gibt es zumindest einen entscheidenden Vorteil: Es kann
die passive Frequenzweiche entfallen, falls Hoch-, (Mittel-) und
Tieftöner eigene Endstufen erhalten. In der Regel befindet sich sonst
vor dem Tieftöner eine Induktivität mit einem Widerstand von "sehr
wenigen" Ohm. Jedoch ausreichend, um den besten Dämpfungsfaktor von
konventionellen Endstufen zunichte zu machen. (Egal, wie teuer das
Lautsprecherkabel war :-) Hat zur Folge, dass der Basslautsprecher sich
auf seinen Resonanzfrequenzen einschwingen kann. Reduziert man den
Widerstand der Spule, indem man einen Ferritkern o.Ä. verwendet (und so
mit weniger Draht auskommen kann), kommt es zu Sättigungsproblemen bei
hohen Pegeln, was hörbare Verzerrungen zur Folge hat. Wegen dieser
Probleme (sowie auch der auftretenden Phasenverschiebungen) können nur
Filter 2. oder höchstens 3. Ordnung verwendet werden. Da die
Frequenzbereiche somit nicht wirklich sauber getrennt werden, treten
ausserdem klangliche Probleme im Übergangsbereich (Überlagerung) auf,
die Mittel- und Hochtöner sind auch nicht so belastbar.
Im High-End Bereich werden z.T. sogar digitale Weichen eingesetzt -
ohne Phasenverschiebungen und mit praktisch übergangsfreier Aufteilung
der Frequenzbereiche.

Gruß, Eric

Autor: Mark Struberg (struberg)
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zur PA: meist kommt da kein (ungewolltes!) clippen, da sowieso in jeder
chain ein compressor oder limiter drinnen hängt.

zum Audiophilen: eine wesentlich höhere Dämpfung (wirkt sich auf An-
und Ausschwingverhalten extrem aus) und das Entfallen der passiven
Frequenzweiche (Phasenverschiebung, etc) wurden schon als positive
Faktoren genannt.
Es gibt aber noch viel schönere aktive Systeme: Wenn man zB im Bass ein
paar Wicklungen zum Antriebssatz hinzufügt, dann agieren diese über die
Selbstinduktion wie ein Trafo, wobei die Ausgangswellenform analog der
mechanischen Auslenkung ist, also als Regelglied zur Ist-Wert
Bestimmung fungieren kann. Damit läßt sich ein fast ideales
Schwingverhalten erzielen.

Autor: tf1973 (Gast)
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@Klaus: Also bei den Aktivgeschichten hat sich in den letzten jahren
schon etwas getan in den Leistungen :-)
Wir setzen bei unseren Veranstaltungen u.a. auch in der
Frontbeschallung vollaktive Systeme von Turbosound ein, TQ-425 und
TQ-445. Da ist jede Box mit einem Class-D Verstärker mit 2x800W
bestückt, da kommt man relativ gut zurecht :-D
Und nebenbei bemerkt - das sind Welten zu den HK-Geschichten (leider
auch im Preis...)

Thomas

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