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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Magnetspulen verlieren Kraft


Autor: Baldwin (Gast)
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Kann mir bitte jemand erklären, warum Magnetspulen (Magnetventile,
Flipperautomaten) mit der Zeit ihre Anzugskraft verlieren.
Danke schön.

Schöne Grüße Baldwin

Autor: ams (Gast)
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Tun sie das? Ich habe davon noch nie etws gehört.

Autor: Lumpi (Gast)
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Ja das tun sie und das nicht schlecht. Magnetventile schalten dann nicht
mehr richtig (Spannung ok !) weil zu wenig mech. Kraft. Mit neuer Spule
geht es dann wieder (g'rad in der Praxis erlebt).
Hast du noch nie Flipper mit nem lahmen Flipperfingern gespielt ?
Der Techniker tauscht dann die Spulen und es geht wieder wie neu.

SG Lumpi

Autor: crazy horse (Gast)
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also an der Spule selbst kann es nicht liegen. Allenfalls am Kern, da
können sich mit der Zeit sicher Veränderungen der mag. Eigenschaften
ergeben.

Autor: Namofor (Gast)
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Vieleicht ändern sich auch die elektrischen Eigenschaften der Spule -
sprich Erhöhung des el. Widerstandes.


SG Namofor

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Also... bei dem Flipperarm kann ich mir vorstellen, dass dort nicht die
Spule / der Elektromagnet die Ursache ist, sondern das Öl, mit dem das
Lager des Flipperarmes geschmiert wird. Wenn das Schmiermittel / das Öl
altersbedingt verharzt, wird die ganze Mechanik träge. Und wer sagt,
dass der Techniker wirklich die Spule erneuert, und nicht einfach das
Lager geölt hat?

Autor: peter dannegger (Gast)
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Klar muß der die komplette Spule wechseln, am Ölen verdient er doch
nix.


Peter

Autor: Magnus Müller (Gast)
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@peter: Natürlich verdient er am Ölen an und für nix... es sei denn, er
beseitigt die eigentliche Ursache (das verharzte Öl) und berechnet dem
Kunden die (teure) Spule. Wenn Du dein stotterndes Auto in die
Werkstatt bringst, die Werkstatt dann den Benzinfilter wechselt und auf
die Rechnung noch neue Zündkerzen, Zündkabel, Verzeilerkappe und was
weiss ich noch alles schreibt, haben die auch nen guten Gewinn gemacht,
oder?

Autor: ??? (Gast)
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also Die Spulen werden bei den Flippern wirklich getauscht!
Durfte ich früher auch selber machen. Dabei tauscht man aber das ganze
Bauteil. Also Die Spule auf einem Kunststoffträger mit Anschlag und
Kern. Mit der Zeit lösen sich die Spulen vom Träger. Der Anschlag wird
"breitgeschlagen" und der Kern verformt sich. Das alles ergibt einen
"Lamen Flipperarm". Der Arm hängt ja am beweglichen Kern. dieser wird
idealerweise Am Anfang des Stromimpulses am schnellsten beschleunigt.
Durch die Masse des Kerns fliegt dieser dann gegen den Anschlag (Das
berümte "Klack"). Wenn die Spule auf dem Träger klappert, ist
schonmal die Anfangsbeschleunigun verschenkt. Der Kern hat eine
Gleitschicht am Umfang und ist vorn plan. Durch das Aufschlagen an den
Anschlag wird die Vorderseite verformt und der Kern kann klemmen oder
schlecht am Anschlag haften. Der Spulenstrom ist wegen der Hitze am
Anfang am größten. Ein verformter Kern hällt nicht richtig am Anschlag
und man kann kein Kugeln mehr festhalten...
Die Gleitschicht kann verschleißen...
Geölt wird da eigentlich nur sparsam. Das Öl bindet nur den Dreck!

Autor: kein Name (Gast)
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Bei Magnetventilen kann das eigentlich nur an den magnetischen
Eigenschaften des Kerns liegen. Ich hab schon Magnetventile gesehen,
die gehen seit 40 Jahren mit mittlerweile wohl etlichen Millionen
Schaltspielen. Das Einzige was noch nicht getauscht wurde sind dabei
die Spulen.

Autor: Ratber (Gast)
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Genauso isses.
Hab auch mal einige Jahre als Automatenmonteur bei nem Aufsteller
gearbeitet.(Hat sogar Spaß gemacht)

Entweder verformt sich der Kern oder auch manchmal das Spulengehäuse.
Wie ??? schon sagte bringt ölen überhaupt nix und sammelt nur schneller
den Dreck.
Das hilft nur um den Flipper über den Abend/Tag zu bringen bevor man am
nächsten oder übernächsten Tag repariert.




@Peter Dannegger/Magnus Müller

>Klar muß der die komplette Spule wechseln, am Ölen verdient er doch
>nix.

>Natürlich verdient er am Ölen an und für nix... es sei denn, er
>beseitigt die eigentliche Ursache (das verharzte Öl) und berechnet
>dem Kunden die (teure) Spule.................


Ein Böser Mensch würde jetzt unterstellen das einige Leute von sich auf
andere schließen und sowas unterstellen aber dazu gehöhre ich ja nicht
also tue ich es auch nicht '-)



Mag sein daß das für einzelfälle zutreffend ist aber in der Regel ist
es so das von Spielhallen mal abgesehen kaum ein Wirt die Geräte sein
eigen nennt und alle Unterhaltungsgeräte genauso wie die
Geldspielgeräte vom Aufsteller hat der für den Service zuständig ist.
Damit hat er mit den Ersatzteikosten nix am Hut.
Spielhallen haben entweder selber jemanden der es macht oder einen
Vertragsmonteur (Meist von einem Aufsteller.Gibt aber auch noch
Einzelgänger) und da würde eine Abzockerei schnell in Ärger und
Vertragsende gipfeln denn in diesem Geschäft gehts nur ums Geld und da
sind einige Leute recht eigen.

Ja und bei den wenigen Kneipen mit eigener Lizenz ist es noch krasser.
Wenn da der Vertragsmonteur (Haben die meisten) zuviel Ersatzteilkosten
auflaufen läst dann gibts da genauso krach.
Meist basteln die Wirte erstmal selber dran rum und nur etwas Dreck in
der Spule kann jeder selber erledigen genauso wie
Kontakte,Gummies,klemmende Bumper usw.

Also Abzocke ist nur ne Randerscheinung genauso wie Kunden die die
Geräte absichtlich beschädigen um neue zu bekommen weils nicht gefällt
oder weil der Kasten gerade mal mehr wirft als sonst.
Da hab ich einiges gesehen von kaputten Tasten ,fingierte Ein- und
Aufbrüchem über Mikrowellenatacken und angeblichen Diebstälen ganzer
Geräte wo das Kreuz noch jungfräulich an der Wand hing bis zu öffnungen
und Plünderungen mit einem Nachschlüssel zum Schlüsseltresor (Tja auch
Automaten mit gezogenem Stecker loggen fröhlich alles mit).

Ok,ok ich höhr ja schon auf,sonst vergess ich noch zur Arbeit zu fahren
gg

Mit Beschiss kommt man nur kurzfrisitg weiter.

Jedenfalls geht es für den Monteur einfacher einwenig Klimpergeld zu
machen.
Zb. mit Hilfsbereitschaft.
(Für neudeutsche Anhänger des Anglizismus: "Sörwis")
Ich bin auch für kleinere Sachen abends noch raus auf die Dörfer und
oft gabs mal den einen oder anderen 10/20er Trinkgeld dafür.

Autor: Ratber (Gast)
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Mein letzter Beitrag bezog sich auf die Antwort von "???"

Autor: Baldwin (Gast)
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Danke für eure interessanten Beiträge.Die Ursache für defekte
Magnetventile dürfte auf eine mechanische Deformation des Eisenkerns
zurückzuführen sein. Bei Flippern läuchtet die Beschreibung von ???
ein.

Schöne Grüße Baldwin

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