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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Oszilloskop verstellt?


Autor: Philipp (Gast)
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Hallo,

ich habe ein altes Oszilloskop bekommen (SIEMENS OSCILLARZET 10). Nun
hatte ich vor einiger Zeit eine Uhr mit einem Mega8, LCD und Uhrenquarz
bauen wollen. Dazu hatte ich den Mega8 mit internen 1MHz laufen lassen
und den Timer mit dem externen Quarz versorgt (den Quarz hatte ich
zuvor aus einer Uhr/diverse probiert). Leider lief die Uhr damit nicht
allzu genau bereits nach ein paar Stunden waren es mehrer Minuten
abweichung.

zurück zum Scope:

Ich messe gerade an einem der Quarzbeine gegen Masse und komme in
verschiedenen Zeitbereichen immer wieder auf ca. 44KHz. So extrem kann
es aber nicht danebenliegen dann hätte die Uhr viel schneller falsch
gehen müssen. Können die 28pF des Scopes das hervorrufen oder ist das
Scope evtl. verstellt? Wenn das der Fall ist woran könnte man das
testen (soll heißen woher bekomme ich eine Spannung mit definierter
Frequenz)

Vielen Dank schonmal
Gruß Philipp

Autor: thkais (Gast)
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Mit einer Kapazität kann man einen Quarz sehr wohl "verstimmen".
Oftmals werden die Quarze mit entsprechenden Kapazitäten getrimmt.

Autor: Michael Frangenberg (startrekmichi)
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Einen Takt erzeugst du am einfachsten mit nem Quarzoszillator und ner
"Treiberstufe", denn der Oszillator darf nicht belastet werden. Oder
du nimmst einen Atmega/tiny und beschaltest ihn mit einem
Quarzoszillator. Danach lässt du im Programmcode einfach nur in einer
Endlosschleife einen Pin hin und herschalten (toggeln) und hängst dein
Oszilloskop an diesen Pin.

Alternativ dazu hat das Oszilloskop ev sogar ein eigenes Eichsignal.
Bei meinem kommt da vorne so ein kleiner (5mm) Pin raus mit einem
0,5V-Rechtecksignal.

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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Mehr als ein Promille läßt sich kein Quarz verstimmen. Wenn da noch
etwas schwingt, dann sind das wilde Schwingungen, die mit dem Quarz
nichts zu tun haben. Von 32 auf 44kHz das kann nicht richtig sein.
Für ein Oszilloskop ist das auch noch etwas viel, das sollte eigentlich
genauer messen.

Ein 10:1 Tastkopf hat nur 4 pF, und selbst die verstimmen natürlich die
Quarzfrequenz. Die beiden für den AVR-Oszillator von 8 oder 16 MHz
empfohlenen Kondensatoren haben nur 22pF.

Ein 32kHz-Quarz ist ein ganz anderer Schwingungstyp, wie ist der
Oszillator beschaltet ?

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

uberprüf doch mal die Zeitbasis des Scopes. z.B. mit einem fertigen
Quartzoszillator.

Autor: Philipp (Gast)
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Hab den gar nicht weiter beschaltet. Der Quarz hängt einfach an PB6 und
PB7, also da wo der andere Quarze auch ran käme. Habe da keine C's
dran. Der Quarz erzeugt nur den Takt für den Timer der Rest läuft mit
den internen 1 MHz.

Autor: Philipp (Gast)
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Also irgendwie muss ich zu blöd sein oder das Ding verstimmt. Habe jetzt
mal so eine Werbegeschenksuhr aufgemacht. Bin mit einem 1:10 Tastkopf da
an den Quarz und mess wieder 43KHz

Hier mal im Detail vielleicht bin ich ja auch zu blöd heute Abend:

Zeitbereich ist auf 5µs/Div ich zähle bei der Periodendauer 4,6
Kästchen

4,6 * 5E-6s = 23µs

1/23µs = 43,5 1/s

Was kann da falsch laufen? Das Rädchen für die stufenlose Verstellung
der Zeit ist auf Anschlag gedreht (da steht auch dann cal.)

Ich versteh es echt nicht

Autor: Philipp (Gast)
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natürlich 43,5E3 1/s oder halt 43,5 KHz

Autor: Mario Mauerer (Gast)
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miss halt mal an 12V eines Netztrafos.. Da sollten dann je nach
Sichtweise 50Hz oder 100Hz rauskommen, je nach dem ,wie man die Periode
bestimmt...

Autor: Philipp (Gast)
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Hab mal einen Steckernetzteil rausgesucht was AC Ausgang hat. Aber auch
hier stimmt die Messung nicht. Sie ist mit 58Hz wieder zu groß (bzw.
die Zeit zu klein)

Hat jmd eine Idee? Kann man sowas eigentlich kalibrien?

Vielen Dank schonmal
Philipp

Autor: don hendi (Gast)
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Timebase daneben. Schau mal der TIM/DIV Schalter ist meist ein großer
Drehschalter mit Skala und obendrauf in der Mitte ein Poti mit
Raststellung. Wenn das eingerastet ist müsste der Skalenwert stimmen.
Empfehlung: RTFM oder such dir Oszilloskop-tutorial :-)

Wenns dann immer noch nicht stimmt hat die Zeitbasis des Skops einen
Knacks. Dann wirst du um das Servicehandbuch (und evtl. Professionelle
Hilfe, befreundete Fachleute, Service oder Radio-Fernsehtechniker)
nicht drumherumkommen.

Viel Glück und Spaß beim Weitermessen wenns geht,
Hendrik.

Autor: Philipp (Gast)
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Danke, aber ich fürchte dann ist es wohl verstellt. Gibt es ein gutes
Oszilosskop Tutorial aus dem ich Erfahre wie ich es wieder kalibriert
bekomme?

Das Poti mit der Raststellung meinte ich in meinem 3. Posting. Es
rastst zwar nicht (so kenne ich es sonst von anderen Oszilloskopen),
aber am rechten Anschlag steht "cal." und um es in die richtige
Richtung zu bringen müsste ich den Regler noch weiter nach Rechts
drehen können.

Vielen Dank an alle
Philipp

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Moin,

was für ein Oscillarzet ist denn das? Für den 1010 hätte ich 
Schaltungsunterlagen und habe schonmal einen repariert. Der hat auf der 
H-Einheit nen Trimmer, der die "Cal" Position des Potis vorne Kalibiert 
- das kann wohl schonmal daneben liegen - das war bei dem Ding hier 
unter anderem auch so.
Gruß
Andreas

Autor: Das forum taugt nicht in die wurst (Gast)
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Philipp schrieb:
> Gibt es ein gutes
>
> Oszilosskop Tutorial aus dem ich Erfahre wie ich es wieder kalibriert
>
> bekomme?

Lass Dir die Unterlagen von andi84 geben, such in der Zeitbasis den 
Trimmer (Poti intern) und stelle den solange nach bis die Scopeanzeige 
zu deiner Referenzfrequenz paßt.

Sollte der Einstellbereich nicht ausreichen, ist das Scope defekt. Ob 
die Reparatur bei dem Oldie für Dich rentabel ist, mußt Du selber 
entscheiden.

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Moin,

das Poti ganz vorne rechts ist es beim D1010.

Gruß
Andreas Lang

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Also das Poti beim roten F in der roten Raute .-)

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Genau das. R553, das im Bild die Raute berührt und neben dem "CAL" auf 
der Platine steht.

Gruß
Andreas Lang

Autor: Peter R. (pnu)
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Bei dieser Gelegenheit auch den vertikal-Maßstab überprüfen.

Wenn die Hochspannung der Bildröhre größer ist als der Sollwert wird der 
Strahl "hart" und sowohl vertikal- als auch horizontal-Maßstab verändern 
sich.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Peter R. schrieb:
> Bei dieser Gelegenheit auch den vertikal-Maßstab überprüfen.
>
> Wenn die Hochspannung der Bildröhre größer ist als der Sollwert wird der
> Strahl "hart" und sowohl vertikal- als auch horizontal-Maßstab verändern
> sich.


und zwar derart, das "echte 32kHz" als HÖHERE Frequenz "angezeigt" 
werden.

d.h. V- und H-Maßstab "verkleinern" sich beim Fall: Hochspannung der 
Bildröhre größer ist als der Sollwert

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Das stimmt wohl.
@Philipp
Ich scanne nacher mal die Schaltpläne ab und schicke dir ne PM.
Da stehen auch die Spannungen an den Testpunkten drinne.
Folglich wirst du dann wohl auch die Pläne des Y-Teils haben wollen.

Gruß
Andreas

Autor: Christian (Gast)
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Ob Philipp nach fünf Jahren noch mitliest?

Christian

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Ich sehe da eher das Problem, wie  andi84 das schafft und eine PM 
verschickt an ein Gast account .-))

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Örp,

man sollte nach so kurzen Nächten nicht Forenthreads beantworten,
da merkt man sowas irgendwie nicht.
Vor allem, früher gab es doch diesen "ACHTUNG LEICHE" Text.
...
narf

Autor: Andreas W. (drahtigelgriller)
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Moin

@ andi84

hast du evtl auch Pläne für ein "Oscillarzet 10"?

Davon sind mir nämlich kürzlich 2 Stück in die Hände gefallen. Beim 
einen scheint alles zu funktionieren ausser das sich der Strahl nicht 
richtig scharfstellen lässt. Beim anderen geht nur einer von 2 Kanälen 
ebenfalls unscharf.

lg Andi :-)

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Nein,

die habe ich leider nicht, aber ich kann dir wohl die des D1010 zukommen 
lassen, in der hoffnung, das es was hilft.
Ich frage mich wohl, ob es bei damals beiliegenden Schaltplänen probleme 
macht die hier anzuhängen - man weiß ja nie wer da copyright anmeldet 
heutzutage.

Autor: Michael (Gast)
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Bei solch einem uralten Schrott interessiert das bestimmt keinen mehr.

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Moin,

grad gesehen, dass die sich doch "etwas" unterscheiden dürften. Aber im 
Zweifel könnte bei beiden ein Kondensator teil des Problems sein, die 
trocknen gerne aus oder haben Leckströme (ersteres nur Elkos, letzteres 
auch Kerkos). So aus dem Bauch raus könnte man da also mal schaun, wo 
das Fokus-Poti dranhängt, selbiges vermessen und mal die Elkos in der 
Umgebung erneuern.

Beim D1010 sind zwei CA3046 Transistorarrays im Signalweg, an Pin 2 und 
6 von denen hängt über ein paar widerstände das Umschaltsignal.

Ansonsten vom Eingang kommend, sind da tendenziell zwei nahezu idenische 
kanalschaltungen, und irgendwann geht das zusammen richtung Y-Ablenkung 
(das kann man ggf von der Bildröhre aus zurückverfolgen, was X ist, das 
10er sieht auf den Bildern die ich gesehen habe so aus, als sei auch 
hier oben die X-Ablenkung und drunter dann die Y-Preamps und Co, kann 
gut sein, dass die Y-Ablenkendstufe dann hinten hochkant mit drauf ist.
Das Steuersignal für den Kanalwechsel kommt jedenfalls recht sicher von 
der X-Ablenkung - das wäre also auch noch ein anhaltspunkt, wenn da ein 
kabel rüberläuft. Wenn du ein zweites Oszi hast (hast du ja offenbar, 
auch wenn das D10 unscharf ist), solltest du da im Alt/Chop Modus ein 
Rechtecksignal sehen können mit quasi 50% dutyfactor. Das ist im Zweifel 
genau das Umschaltsignal.

Schreib mir mal ne PM, dann bekommst du die Unterlagen fürs 1010 per 
Mail

Gruß
Andreas Lang

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