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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 1.8V Spannung aus Akkus?


Autor: Gerrit (Gast)
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Guten Abend.

Um es vorweg zu sagen: Ich habe von Elektronik nicht besonders viel
Ahnung und der Physikunterricht liegt auch schon ein wenig zurück. Die
folgende Aufgabe ist für Jemanden mit Ahnung bestimmt ein Witz. Auf
jeden Fall hatte ich vor für ein Gerät das 1.8 V von seinem Netzteil
bezieht eine Akkubox zu bauen. Meines Wissens kann ich aus 4 Akkus
(1.2V/2000mAh) folgende Akkus bauen:

- 1.2V/8000mAh (parallel geschaltet)
- 4.8V/2000mAh (in reihe)

Grundsätzlich müßte es dann auch möglich sein 2.4V bei 4000mAh zu
bekommen (was ein guter Kompromiss ist). Soweit ich mich erinnere
müsste doch nun einfach ein Widerstand irgendwo gelötet werden oder
nicht? Das Problem ist nun: Wo und wie groß der Widerstand sein muss.
Ich kenne zwar die Formel zur Widerstandsberechnung aber irgendwie
komme ich auf kein Vernünftiges Ergebniss. Kann mir vielleicht jemand
erklären in welcher Reihenfolge ich die Batterien zusammenlöte und wo
ein Widerstand hin muss?

LG, Gerrit

Autor: Marco S (Gast)
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Akkus parallel ist nicht so pralle. Da kann u.U. ein Akku recht heftig
gegen einen Anderen kämpfen.

Zum Problem: 1.2 Volt deutet auf NiCd oder NiMH hin. Diese mit einem
einfachen Vorwiderstand zu laden, ist nicht zu doll. Eigentlich musst
du nur die verbrauchte Ladung zu ersetzen. Für gewöhnlich schiebt man
dazu einen konstanten Strom in den Akku. Hieraus ergibt sich eine
typische U(t) Kennlinie, welche du zum Abschalten benutzen kannst
(delta-U, CCS, Reflex).

2.4 und 4.8V an 1.8V zu laden geht nicht nur mit einem Vorwiderstand.
Nehmen wir mal an, die Einzelzelle verkraftet einen Dauerladestrom von
C/20, dann ist das 2000mA/20 = 100mA. Weiterhin sei die Akkuspannung
1.55V. Dann berechnet sich der Vorwiderstand zu:
R = (1.8V - 1.55V) / 0.1A = 2.5 Ohm
Aber wer weiss schon, ob die Einzelzelle 1.55V hat?

Gruß Marco

Autor: tobel (Gast)
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@Marco: du hast dich verlesen, es geht nicht um das Laden von Akkus.

@Gerrit:
Der Betrieb eines Gerätes (1,8 V) an 2,4 V ist möglich, aber mit nur
einem Vorwiderstand klappt das nicht.
Die Gefajr das du dabei das Gerät zerstört ist sehr hoch.
Was für ein Gerät ist das?

Gruss tobel

Autor: Frank (Gast)
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je zwei Zellen und eine Diode in Reihe und die Reihenschaltungen
parallel schalten. Als Dioden würd ich Schottky-Typen vorschlagen und
die Spannung dann auf einen LDO-Regler geben um die richtige
Ausgangsspannung zu erreichen. Dann sollten sich sowohl die Akkus als
auch das Gerät wohlfühlen.

bye

Frank

Autor: Gerrit (Gast)
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@Marco
Danke, aber an ein Ladegerät wollte ich mich zum Einstieg nicht gleich
trauen ;)

@tobel
Es ist ein portabler Minidisc Player:
http://minidisc.org/part_Panasonic_SJ-MR200.html

@Frank
Na das klingt doch schon mal gut, auch wenn ich keine Ahnung habe was
ein LD0-Regler ist, aber das weiß ganz sicher das Internet :) Mal sehen
ob ich irgendwelche ähnlichen Schaltungen finde von denen ich meine
Ableiten kann..

LG, Gerrit

Autor: Frank (Gast)
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solche Schaltungen findest du auf diversen Modellbauseiten. Dort wo sich
die Leute Akkupacks selbst bauen werden auch öfter solche Schaltungen
beschrieben. LDO bedeutet Low-Drop-Out und beschreibt einen
Spannungsregler der nur eine geringe Differenz zwischen Eingang und
Ausgang benötigt. Gibts z.B. bei Maxim Max882 wäre so ein Ding aber
auch Linear hat sowas nur fällt mir grad keine Bezeichnung ein.

bye

Frank

Autor: Marco S (Gast)
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Äh, unter Akkubox assoziierte ich bisher einen Akkulader. Nun ja. Der
MD-Player schluckt doch 1.2V Akkus. Warum dann eine Verkomplizierung?
Probieren geht über studieren, sagt der Volksmund. Schalte die Akkus
parallel (1.2V*8000mAh). Wird eine Zelle dabei zu heiß, haut das so
nicht hin (meine 4*1.2V N500-A parallel wurden schon sehr heiß; das hat
sich nach mehreren Ladezyklen jedoch gegeben).

Autor: Winfried (Gast)
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Wenn man sie nahezu leer parallel schaltet und dann immer parallel
lässt, also beim laden wie entladen, sollte das kein Problem sein. Dann
fließen keine großen Ausgleichsströme. Man sollte aber frische Zellen
aus der gleichen Charge verwenden.

Autor: Gerrit (Gast)
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@Marco & Winfried
Dann werde ich das mal ausprobieren, vielleicht läuft er ja mit den
1.2V.

@Frank
Auf Modellbauseiten habe ich schon nachgesehen, dort wurde ich aber
nicht fündig. Alle Modelle nehmen anscheinend eine durch 1.2 teilbare
Voltzahl an. 6,9.6,12,24 habe ich gefunden, kleiner als 2.4V garnichts
:(

Ich melde mich wieder falls das mit den 1.2V nicht hinhaut.

LG & Danke erstmal,

Gerrit

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