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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik PT1000 Schaltung XXX


Autor: Harald (Gast)
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Hallo

Ich habe die angehängt Schaltung mal aus diesem Forum geladen.
Habe sie nun nachgebaut.
Ich betreibe sie mit einem PT1000 und 5V.
Ich habe keine negative Spannung, weil ich der Meinung war das ich
immer eine positive Ausgangsspannung haben sollte.
Der Eingang +in hat bei Raumtemp so ca. 1,8 Volt.
Der Eingang hat immer 2,72 Volt.
Also müßte mir der OP die Differenz verstärken.
Er hat aber immer 0 V.
Habe auch schon gedacht, das ich die Eingänge tauschen sollte (wegen +
und-). Aber ich habe dann immer 4,15 V am Ausgang.
Nehme an das der OP voll durchschaltet und eben den Spannungsabfall von
0,85 V hat. (Ist kein Rail to Rail)
Kann mir einer helfen?

Gruß

Autor: Dieter Werner (dds5)
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Wenn der -in immer 2,72V hat fehlt die Gegenkopplung über die 39k.
Bei 0 am Ausgang müsste -in nämlich 2,39V sein.

Autor: Fuzi (Gast)
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Das ist keine Differenzverstärker Schaltung. Eher ein Komporator
mit Verstärkung..

SG Fuzi

Autor: harald (Gast)
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Hallo

Also kann die Schaltung gar nicht funktionieren.
Oder habe ich das nicht richtig verstanden.
Kann mir einer sagen, wie die Schaltung funktionieren sollte.
Der OP stellt doch seinen Ausgang immer so ein, das am -in ein
virituelle Masse einstellt.
Habe ich mal gelernt oder so ähnlich.
Habe das in der Schule aber nur mit Widerstände berechnet.

Gruß

Autor: Jochim (Gast)
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Simulier die Schaltung mal mittels eines Programms (zB Switcher Cad)

SG Jochik

Autor: Konrad Heisig (Gast)
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Wenn ich das recht verstehe, und die Schaltung die Spannung am
nichtinvertierenden Eingang des OPAMP verstärken soll, dann darf der
invertierende Eingang nicht direkt an die (ja möglichst niederohmige)
künstliche Masse, damit der OPAMP in der Lage ist, die Spannung am
invertierenden Eingang der am Nichtinvertierenden durch ändern der
Ausgangsspannung an zu passen.
Es bedarf also eines zusätzlichen Widerstandes zwischen dem
Spannungsteiler R2+R3 und dem invertieren Eingang und R1. Das
Verhältnis von R1 zu diesem Widerstand bestimmt dann die
Spannungsverstärkung der Schaltung.

Gruß
Konrad

Autor: Uwe Nagel (Gast)
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Das ganze ist ein nichtinvertierender Verstärker mit dieser Funktion:
  Ua=(Ue-2,727)*7,15+2,727

Wenn du bei Zimmertemperatur 1,8V am Plus-Eingang hast, ist es bei dir
ziemlich kalt, der PT1000 oder der 1k-Widerstand stimmt nicht.
Der PT1000 hat etwa R=1000+3,85*T Ohm (T in Grad Celsius).
Bei 25 Grad also etwa 1096Ohm. Aus dem Teiler kommen dann
5V*1096/(1000+1096)  also 2,61V.

Bei einer Spannung von 1,8V am Plus-Eingang geht der Verstärker an den
Anschlag, da sich aus der obigen Formel eine Ausgangsspannung von
-3,9V ergibt. 0V am Ausgang wären also schon ok.
Allerdings sollte sich am Minus Eingang dann eine Spannung von etwa
2,39V ergeben.

Mess deine Teile noch mal nach...

Uwe

Autor: Harald (Gast)
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Hallo

Danke für eure Antworten.
Uwe hatte recht mit den falschen Widerständen.
Als ich mir die PT1000 (gebraucht) besorgte hatte man mir einen PT500
mit drunter gemischt.
Habe den Spannungsteiler mit R4 500 Ohm und PT500 aufgebaut und es
kommt eine Ausgangsspannung.
Jetzt muß ich nur noch die Auswertung mit der Tabelle realisieren.
Hat jemand eine Faustformel für den Temperaturverlauf beim PT500.
So wie die von Uwe für den PT1000.

Autor: Uwe Nagel (Gast)
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Die Kennlinie bei den PTxxx-Widerständen ist doch eigentlich immer
gleich, also R(T)=R0*(1+0,00385*T).
Dabei ist R0 der Widerstand bei 0° Celsius, beim PT500 also 500Ohm.
Genaugenommen ist die Formel eine Näherung, die nur im Bereich 0-100°
gilt. Für andere Temperaturen hab ichs gerade nicht im Kopf, GOOGLE
hilft weiter.

Uwe

Autor: Cheffe (Gast)
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>>Die Kennlinie bei den PTxxx-Widerständen ist doch eigentlich immer
gleich, also R(T)=R0*(1+0,00385*T).

Moin,

es gibt Toleranzklassen bei Ptxxx-Widerständen. Z.B. 1/3 DIN B. Somit
ist die Kennlinie eben nicht gleich. Ich behaupte mal, dass es nicht
einmal zwei Widerstandsthermometer mit exakt identischer Kennlinie
gibt.

Also mal langsam...Beispiel 1/3 DIN Klasse B Pt100:
1. Bei 0°C hat ein solcher Widerstand eine Messunsicherheit von 0,1K.
So können sich zwei Pt100 bei 0°C schon um 0,2K unterscheiden.

2. Widerstandsthermometer haben für bestimmte Temperaturbereiche eine
Toleranzklasse. Bei 20°C beträgt die Abweichung 0,1+20*0,0017K also
0,1034K.

3. Die Kennlinie berechnet sich nach der Callendar-van Dusen Gleichung
mit:
R(t)=R0(1+A*t+b*t^2+c(t-100)*t^3) wobei bei positiven Temperaturen C=0
gesetzt wird.

Es sind also vier Koeffizienten vorhanden: R0, A, B, C

Wer Geld hat,läßt sich einen Pt100 in einem Kalibrierlabor ermitteln.
Dann kann man die Temperatur berechnen.

Gemäß DIN EN 60751 betragen die Koeffizienten für ideale Pt100:
R0=100Ohm
A=3,9083E-3 C^(-1)
B=-5,775E-7 C^(-2)
C=-4,183E-12 C^(-4)

Übrigens hat in der Regel kein Pt100 bei 0°C wirklich 100Ohm!!!



Gruß
Cheffe

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