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Forum: Platinen Ätzmittel restaurieren


Autor: Jan (Gast)
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Hallo!

Zum Ätzen benutze ich Feinätzkristall (Ammoniumpersulfat?).

Da ich ungerne Sondermüll produziere: Kann man das Kupfer aus dem
Ätzmittel irgendwie wieder herausbekommen (z.B. durch zwei Elektroden),
so dass man das Ätzmittel häufiger gebrauchen kann?


Meine zweite Frage: Gibt es eine Möglichkeit, selbst Lötstopplack auf
Platinen zu bringen? Wenn das geht: Wie siehts aus mit
Bestückungsaufdruck?

Autor: Jens D. (jens) Benutzerseite
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hallo
alles ist moeglich
nur kommt es immer auf den aufwand an

zu 1. ein bekannter haenngt 2 elektroden ins ätzbad (allerdings bei
eisen 3 chlorid) und holt so das kupfer wueder herraus..

zu 2 lötstopplack wird wie die fotoschicht meines wissens nach
belichtet und entwickelt..

bestueckungsdruck soll man mit einem laser drucker und der buegelmehode
erreichen koennen schau mal im wikki nach platinenherstellung mit
laserdrucker

gruss jens

Autor: Alexander S. (Gast)
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Wie sieht es denn bei der Elektolyse von verbrauchtem Natriumpersulfat
aus? Kann man damit eine alte Lösung wieder frisch machen? Hab hier
noch so ca 5 Liter rumstehen von dem Zeugs.

Autor: Michael H. (Gast)
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Ich zitiere das erste Google-Ergebnis

********
Lösungen aus Natriumpersulfat können durch Elektrolyse mit einer
Edelstahlkathode wieder regeneriert werden, wenn außer evtl.
Schwefelsäure keine anderen Beimischungen (wie z. B. Kochsalz) in der
Lösung enthalten sind. Leider ist dies bei vielen Fertig-Ätzmischungen
nicht sichergestellt. Bei der Elektrolyse einer
Natrium-persulfat-Lösung scheidet sich an der Kathode metallisches
Kupfer ab, an der Anode perlt Sauerstoff hoch, der leider meist
winzigste Tröpfchen der ebenfalls beim Regenerieren gebildeten
Schwefelsäure mitreißt. Das riecht nicht nur stechend, sondern
greift auch Metallteile an, die sich in der näheren Umgebung befinden.
Man sollte daher auch das Netzteil für die Elektrolyse in sicherer
Entfernung halten und über lange Kabel anschließen. Als Anode kann man
gut einen oder mehrere Kohlestäbe aus einer
ausgedienten Zink-Kohle-Batterie nehmen, die man aber vorher sehr
gründlich reinigen muß. Das Flächenverhältnis Anode-Kathode sollte etwa
1:1 sein, die Stromdichte bei maximal 1A/dm^2 bei ruhendem Elektrolyten
und max. 2A/dm^2 mit Bewegung durch Lufteinblasung liegen. Die beiden
Elektroden sollten vorher gereinigt und entfettet werden (Spiritus
genügt). Man kann ruhig warten, bis sich eine dickere (im
mm-Bereich)Kupferschicht gebildet hat, die sich dann vom Edelstahl
leicht abziehen läßt. Wer will, darf auch eine Kupferfolie als Kathode
nehmen, das spart dann das Abziehen.
*******

Autor: Henrik K. (henrik)
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Das Ätzmittel benötigt Sauerstoff um funktionieren zu können.
Das Kupfer bekommt man mit Elektrolyse ZUM TEIL wieder raus, aber den
nötigen (chemisch gebundenen) Sauerstoff bekommt man nicht mehr rein.
Das Ätzmittel wird also nach dieser Regeneration nicht besser sein.
Wie der (meiner Meinung nach sehr bedenkliche) Googletext schon schrieb
dürfen keine Stoffe drin sein, die sich leichter zerlegen lassen (z.B.
Salze); da diese sonst zuerst gespalten werden und bei z.B. normalem
Kochsalz entsteht an der einen Elektrode Natrium, das mit dem Wasser
sofort weiter reagiert, und an der anderen Elektrode Chlor (giftig!).
Dein Ätzmittel so wieder "auffrischen" zu können funktioniert nicht,
im besten Fall kannst du Kupfer zurückgewinnen, mehr nicht.
Im schlechtesten Fall entstehen giftige Gase, die nicht nur dein
Werkzeug angreifen.
Überlass die Entsorgung lieber den Fachleuten, das ist umwelttechnisch,
wie finanziell, besser.

Gruss Henrik

Autor: Thomas (Gast)
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Was den Sondermüll betrifft, wäre es das beste die Leiterplatten bei
Profis machen zu lassen (und dann am besten noch in "diesem unseren
Lande"). Es sind ja nicht nur die Chemikalien, sondern auch z.B. der
Epoxyd-Staub, der ja nicht der ultimative Brüller ist.

Gruß THomas

Autor: ¹²³ (Gast)
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> Was den Sondermüll betrifft, wäre es das beste die Leiterplatten
> bei Profis machen zu lassen

LOL, die verkaufen den Sondermüll an osteuropäische oder sogar deutsche
"Entsorger", die wiederrum damit auf die Nordsee fahren. Bei den
asiatischen Herstellern will ich gar nicht wissen, was die damit
machen. Wahrscheinlich kommt es in die Supermärkte als kupferhaltiger
Essig, zu verwenden bei Kupfermangel.

Autor: Anton (Gast)
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Hallo!

Elektrolyse taugt nichts, hab ich schon probiert.
Man findet bie Google eine Seite, die das Aufarbeiten mit Stahlwolle
beschreibt.
In das verbrauchte Ätzmittel wird feine Stahlwolle zugefügt, die mit
Wärmeentwicklung mit dem Ätzmittel reagiert und die giftigen
Kupferionen neutralisiert. Es wird so lange Stahlwolle zugefügt, bis
sie sich nicht mehr auflöst.
Die restliche Flüssigkeit verdunsten lassen, die rostbraunen
Restbestände können dann im Hausmüll entsorgt werden, da nicht mehr
giftig.

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