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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Nach FH TH ja oder nein?!


Autor: Andreas (Gast)
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Hi,

mich würde mal interessieren was ihr dazu denkt.
Ich studiere Elektrotechnik an der FH und werde wahrscheinlich
mit 26 fertig sein. Nun haben wir ja die Möglichkeit danach
noch zur TH zu gehn. Welchen Vorteil hätte ich dadurch?
An Klausuren würde man recht viel anerkannt bekommen sodass
man noch 9 Klausuren + Studienarbeit + Diplomarbeit machen
müßte.
Ich denke aber nicht das das Tätigkeitsfeld später sehr unterschiedlich
sein wird, Gehaltmäßig denke ich das sich da auch durch die zusätzlich
Studienzeit + kommenden Studiengebühren viel machen wird, oder liege
ich da total falsch?
Den einzigen Vorteil den ich wirklich sehe ist das man mit einem
TH Studium promovieren kann.

Bin mal gespannt was Ihr dazu sagt, vielleicht sind ja sogar ein
paar Erfahrungberichte dabei ;)

Gruß,

Andreas

Autor: Neutron (Gast)
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Nach zwei Jahren Berufserfahrung bist du mit Sicherheit auf dem gleichen
Gehaltsniveau wie UNI-Absolventen. Finanziell sehe ich darin keinen
Vorteil. Anders sieht es aus, wenn du in die Bereiche
Grundlagenentwicklung oder Forschung gehen willst. Mit einem UNI-Diplom
oder gar einer Promotion kommst du dort schneller hin und tust dir
wahrscheinlich auch leichter in Bezug auf fachliche Inhalte.

Eine andere Alternative wäre ein MBA-Studium, berufsbegleitend nach
zwei Jahren. Für deine Karriere bestimmt wertvoller, denn viele Firmen
werfen FH- und UNI-Diplom in einen Topf.

Autor: Matthias (Gast)
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Nach FH noch einen Uni-Abschluß draufzusatteln, lohnt sich nur in zwei
Fällen:
1) man möchte anschließend promovieren
2) man studiert ein anderes Fach. Ein Bekannter hatte z.B. zuerst an
der FH E-Technik und anschließend an der Uni Vermessungswesen studiert.

Autor: Matthias (Gast)
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Falls Du tatsächlich promovierst und irgendwann gar Professor wirst,
dann vergiß bitte nicht, wie klein Du mal angefangen hast.
An der Uni Hannover gibt es zwei Sorten von Profs, die ursprünglich mit
Realschule und FH gestartet sind: Die erste Sorte wiederholt in den
Vorlesungen unermüdlich, was für ein toller Hecht sie doch seien, weil
sie sich so hochgearbeitet haben. Die zweite Sorte hat komplett
vergessen, daß sie jemals an der FH gewesen sind und klopfen Sprüche a
la "eigentlich taugen nur promovierte Ings etwas oder die haben
zumindest ihr Diplom mit sehr gut bestanden".

Ex-FH'ler sind komische Leute ....

Autor: Andreas (Gast)
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Danke füre Euren Anworten.
@Matthias ich werde es mir zu herzen nehmen und mich immer dran
erinnern ;) Ein Prof bei uns meinte auch letztens in der
Vorlesung das es den Ing. nicht an selbstbewußtsein fehlt,
ganz im Gegenteil.

Also ich denke das ich später mal in die Entwicklung gehen möchte,
oder vielleicht mich auch selbstständig machen will, da würde einem
eine Dr. natürlich ein paar Vorteile verschaffen, aber ich glaube
das grade der Doktor noch mal ne ziemlich heftige Sache ist verglichen
am Studium.

Aber das war auchschon so ungefähr das was ich mir gedachte habe,
wenn man noch zur TH geht lohnt es sich nur wenn man promovieren
will.

Autor: Timo Krause (Gast)
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Wenn du gut bist kannst du auch mit deinem FH-Abschluss promovieren.

An unserer FH werden je Semester ca 20 Ings fertig. Davon promovieren
in der Regel immer drei Leute.

Vorraussetzung dafür:
Sehr gute Leistungen und einen Prof der sich für einen Engagiert und
kontakte zu einer Firma hat (Bsp Daimler).

Dort kann man dann ca 3 Jahre forschen und danach an eine Uni die
Doktorprüfung absolvieren

Autor: Andreas (Gast)
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Hi,

ja diese möglichkeit gibt es bei uns wohl auch. Allerdings weiß ich
nur
das wenn man nach der FH bei uns an der TH promovieren möchte dies
nur mit einem FH-Diplom mit den durchschnitt von 1,0 möglich ist, und
dies halte ich für mich persönlich für unrealistisch.

Autor: TOM (Gast)
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Hallo

Wie schon gesagt wurde, ist ein FH-Abschluß kein (großes) Hindernis
mehr zu promovieren. Ich habe dieses Jahr mein Dip.-Ing. an der FH
fertig gemacht und promoviere jetzt. Sicherlich sind schon viele
Uni-Profs gegenüber FH-Absolventen nicht gerade positiv eingestellt,
damit muß man leben und sich einen Doktorvater suchen der dieser nicht
von schlechten Vorurteilen geprägt ist.
Ich denke, dass Alter spielt auch eine große Rolle in der Entscheidung.
Ich bin kurz vor meinem FH-Abschluß 24 geworden und hoffe mit 27/28
fertig zu sein. Somit fand ich das für mich ok. Wenn man erst mit 30
"richtig" anfängt, wäre mir das zu spät.
Ich habe es gemacht, weil ich von meiner Abteilung
(DaimlerChrysler-Forschung), bei der ich schon Praktikum,Werksstudent
und Diplomand war ein Angebot auf eine Doktorandestelle bekommen habe.

Gruß

Thomas

Autor: karsten bolsch (Gast)
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cooler typ, ein werksstudent. nicht schlecht. die lieben dich da
bestimmt alle, weil du ja auch dein studium in so jungem alter
abgeschlossen hat, oder??? und jetzt in der forschung, man man man.
leute wie dich brauch die welt nicht.....

Autor: Markus (Gast)
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Hallo Zusammen!
Ich kann Dir dazu nur raten (meine persönliche Meinung).
Vergesse das Vorurteil, dass Uni = Entwicklung bedeutet.
Da ich in regen Kontakt mit vielen damaligen Absolventen stehe, weiss
ich dass alle die Bereiche F&E, Vertrieb und Projektmanagement gleich
groß vertreten sind.
Aus meiner Erfahrung - nur meiner persönlichen - kann ich sagen, dass
die Vergütung über der von FH-Absolventen liegt.
Nach 6 Berufsjahren liegt der Verdienst bei 63Tsd. bis 85Tsd. Euro im
Jahr. Das ist das, was ich persönlich mitbekomme.
Befreundete FH Absolventen leigen bei gleicher Berufserfahrung bei
35Tsd. bis 55 Tsd. Euro.

Was ist eure Erfahrung?

Grüße

Autor: --- (Gast)
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na ja,

kenne einige. Also ist mehr von der Person abhängig als von "UNI"
oder "FH". Und die ganzen Zahlen sind Müll: München oder EX-DDR?
35/42 Stunden Arbeitzeit oder 50+? usw. Ich denke manch einer in
München mit 85Tsd und 50+ Stunden würde lieber in xx für 63Tsd und 40
Stunden arbeiten!

Ich habe den Master nachgeschoben. Ist meiner Meninung nach aber nicht
wie "UNI"

Autor: ben (Gast)
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Uni oder FH ?

Es gibt genau so viele Uni- wie FH-Vollpflaumen (aufs Fachwissen
bezogen). Wenn Dich das (FH) in Deiner Bezeichnung nicht stört und du
ein "Freak" bist, sehe ich keinen Grund, warum Du ein Uni-Studium
nachziehen solltest.

Aber:

Im öffentlichen Dienst wirst Du i.d.R. mit einem Uni-Diplom höher
eingestuft, als mit einem FH-Diplom. Obwohl das der Witz in Tüten
ist...

Autor: Markus (Gast)
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@ Skunk Kai-Nensi

Na dann gehe mal auf die Behörde und schau dich um, Mr. Großkotz!
BAT IV gibt nicht mehr her. Und wenn du einen FH Abschluß hast, bleibst
du da auch erstmal längere Zeit. BAT IIa ist nur UNI Absolventen offen.
Leider musst du auch - im gegensatz zu den Beamten - im öffentlichen
Dienst mit BAT Sozialabgaben leisten.
Meine Freundin 31 Jahre, ledig, ohne Kinder, Bauingenieurin (FH)
Vergütungsgruppe BAT IVa (31 Jahre): 2199€
Ortszuschlag: 502€
Allg. Zulage: 114€
              -----
Monatlich:    2815€ * 12 = 33780€
+ Urlaubsgeld:   255€
JÄHRLICH: 34.035€

So siehts aus.

Ihr neuer Kollege (28 Jahre, Absolvent, UNI-Abschluss) mit BAT IIa
kommt auf: 2411€+565€+114=3090 im Monat + 255€ (U-Geld) = 37335€
Ist er auch 31 erhöht sich das Gehalt auf 39267.

39267-34035= 5232€ Unterschied von FH zu TU

Grüße
Markus

Autor: Gregor Flesch (gflash)
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Hallo,

ich bin vor kurzem mit meinem FH-Diplom in Elektrotechnik fertig
geworden und 25 Jahre alt. Auch ich möchte an einer Uni weiter
studieren und evtl sogar promovieren, allerdings werde ich Maschinenbau
oder Mechatronik machen. Ein weiteres Elektrotechnikstudium, auch wenn
es einen "besseren" Abschluss hat, halte ich für nicht sehr sinnvoll.
Beispielsweise ist füt mich als Automatisierungstechniker ist
Maschinenbau eine gute Wahl, eine andere Möglichkeit wäre BWL.

Autor: Gregor Flesch (gflash)
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Meinte ich doch ;)

Wenn er Elektrotechnik studiert hat und danach nen Master in BWL macht,
IST er doch Wirtschaftsingenieur. Und solche Leute werden gesucht und
sind alles andere als unterbezahlt. Jedenfalls halte ich das für
deutlich besser als nen Dipl.Ing in Etechnik an einer Uni zu machen.

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