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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf messverfahren - Impedanzen


Autor: Franz Grabner (Gast)
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Hallo Leute!

Ich habe eine Frage aufbekommen und weiß nicht was damit gemeint ist.
Könnt ihr mir bitte weiterhelfen?

Folgende Frage:

Welches Messverfahren gibt es mit dem Impedanzen ermittelt werden
können?

Ich weiß nicht was er mit Messverfahren meint. Ich hoffe ihr könnt mir
helfen.

Grüße Franz

Autor: leo9 (Gast)
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ich tippe mal auf die Verschaltung von Ampere- und Voltmeter.
1) Am in Serie mit R und Spannung über beide messen -> Fehler: der
Spannungsabfall im Am
2) Vm parallel zu R und Gesamtstrom messen -> Fehler: der Strom der
durchs Vm geht
-> Am möglichst niederohmig (wenig Spannungsabfall), Vm möglichst
hochohmig (wenig Stromfluß)

grüße leo9

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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Impedanzen sind normalerweise komplexe Widerstände, da hilft ein
Amperemeter und Voltmeter nicht viel. Die Phasenverschiebung zwischen
(Wechsel-)Spannung und Strom ist so nicht meßbar.

Das Ersatzschaltbild der zu messenden Impedanz ist eine Kombination aus
einem ohmschen Widerstand R, einer Kapazität C und/oder einer
Induktivität L.

Es kann eine Serien - oder Parallelschaltung sein, beides ist
ineinander umrechenbar.

Wenn alle drei Elemente R,L und C vorkommen, gibt es Resonanzen, sonst
ist der Frequenzgang irgendeine Tiefpaß-oder Hochpaßkurve, jedenfalls
frequenzabhängig.

Die Impedanz besteht also aus mindestens zwei Zahlenwerten.

Den Gleichstromwiderstand R kann man mit einem Ohmmeter ermitteln (wenn
der Kondensator nicht in Serie liegt).
Die Kapazität oder Induktivität kann man mit entsprechenden Multimetern
direkt anzeigen lassen, die messen das mit Frequenzen im kHz-Bereich.
Der Widerstnd R kann das aber verfälschen.
Oder man mißt die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom bei
Wechselspannung am Oszilloskop, einfachste Möglichkeit ist der
sogenannte "Komponententester", der in manchen Hameg-Oszilloskopen
schon eingebaut ist.
Ich habe mal die erste Seite eines Artikels aus den Anfangstagen von
Elektor angehängt, das ist so ein Komponententester. Die Bauteilewerte
lassen sich nur grob ermitteln, aber es ist die einfachste Möglichkeit
.

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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Ein zweiter Ausschnitt aus demselben Artikel, speziell zu Kapazitäten
und Induktivitäten.
Zur Messung von Impedanzen im Hochfrequenz und Mikrowellenbereich gibt
es teure und präzise Meßinstrumente, die "vektoriellen
Netzwerkanalysatoren" vector network analyzer, oder auch die alte
Methode der HF-Meßleitung, auf der die Welligkeit durch Fehlanpassung
mit einer verschiebbaren Detektordiode sichtbar macht. Aus Position und
Amplitude der stehenden Welle kann man die beiden Impedanzwerte auf der
verwendeten Meßfrequenz errechnen.
Für den Niederfrequenzbereich bis zur Kurzwelle spricht man auch von
"Phasenvoltmeter", wenn ein Meßinstrument Betrag und Phasenlage an
einem Bauelement messen kann. Damit läßt sich dannn ebenfalls die
Impedanz errrechnen.

SO ich hoffe genügend Stichworte für die weitere Suche auf Google und
Wikipedia geliefert zu haben.

73
Christoph

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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Noch ein Zitat. Nachdem die Elrad auf DVD erhältlich ist, einfach dort
nachlesen.
Das Impedanzmessgerät mißt intern mit 1 oder 10 kHz, zur Aufnahme von
Frequenzgängen muß noch ein externer Wobbeloszillator angeschlossen
werden. Hier ist als Beispiel der Realteil ( oder Betrag ? das steht
nicht dran) der Impedanz einer Lautsprecherbox gezeigt.

Autor: Wolfgang Weinmann (Gast)
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Hallo,

ein Lautsprecher ist ja ein R-L-Z-Netzwerk und somit ein komplexer
Widerstand. Und der ohmsche Widerstand ist (idealerweise) somit
konstant und frequenzunabhängig. Der Realteil muß also ein konstanter
Wert über der Frequenz sein.

Die Begriff Impedanz steht für Scheinwiderstand (oder Betrag des
komplexen Widerstandes). Dieser verändert sich durch den
frequenzabhängigen L und C -Komponenten - also durch den variablen
Imaginäranteil.

Gruß

Wolfgang

www.ibweinmann.de

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