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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Leistungsaufnahme am Frequenzumrichter ablesen?


Autor: citystar (Gast)
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Hallo zusammen,

ich habe einen Danfoss VLT Frequenzumrichter an dem ein Getriebemotor 
hängt. Jetzt würde ich gerne die Leistungsaufnahme mir mitschreiben 
lassen (und das Drehmoment). Aber sind die Daten die mir der FU anzeigt 
wirklich die Stromaufnahme des Motors? Irgendwie kommen mir die Daten 
die da rauskommen komisch vor da sie absolut linear Verlaufen wenn ich 
sie über die Frequenz auftrage.

Würde mich freuen wenn da vll. jemand was zu sagen kann!

Danke schonmal im Voraus!

Autor: citystar (Gast)
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Hat keiner eine Antwort darauf?

Autor: waki (Gast)
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Der lineare Verlauf kann schon stimmen. Interessant wäre auf jeden Fall 
deine Last. Es macht schon einen Unterschied ob du eine Pumpe bzw. einen 
Lüfter ansteuerst (mit Getriebemotor eher unwahrscheinlich), eine 
konstantes Lastmoment oder doch zur Geschwindigkeit (Frequenz) 
proportionales Lastmoment hast...
In welchem Frequenzbereich betreibst du deinen Motor? Wie wird der Motor 
angesteuert, U/f oder Vektorregelung?
Motorströme kannst du ja mit einem Multimeter überprüfen, sofern da ein 
Kabel zwischen FU und Motor ist.

Autor: Volker Bosch (Firma: L-E-A) (vobs)
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citystar schrieb:

> Hat keiner eine Antwort darauf?

Nun ja, wenn's so einfach wäre!

Zuerst einmal wäre es sehr nett von Dir zu erwähnen um was für einen 
Motor es sich bei Deinem Getriebemotor handelt. Meine hellseherischen 
Fähigkeiten sagen mir, dass man sowohl Asynchron- also auch 
Synchronmotoren mit Getrieben kuppeln kann. Gerüchteweise auch DC- und 
Universalmotoren, es sollen sogar auch schon Repulsionsmotoren mit 
Getrieben gekuppelt worden sein...

Den Danfoss VLT Frequenzumrichter kenne ich nicht und hab' auch keine 
Lust für Dich das Handbuch zu studieren.


Der Siemens Micromaster 440 zeigt folgende Ströme an:

r0027 Ausgangsstrom: Zeigt den Effektivwert des Motorstroms an

r0029 Geglätteter Strom Isd: Zeigt den flusserzeugenden Stromanteil an

r0030 Geglätteter Strom Isq: Zeigt den drehmomentbildenden Stromanteil 
an

r0067 Begrenzter Ausgangsstrom: Zeigt den begrenzten Ausgangsstrom des 
Umrichters an

r0068 Ungefilteter Ausgangsstrom: Zeigt den ungefilterten Effektivwert 
des Motorstroms

r0069 Phasenströme: Zeigt die Phasenströme an

r0078 Strom Isq: Zeigt den drehmomentbildenden Stromanteil an

r0086 Wirkstrom: Zeigt den Wirkanteil des Motorstroms an


Welchen Strom Dein Umrichter jetzt anzeigt, übersteigt leider meine 
hellseherischen Fähigkeiten.

Aber warum liest Du nicht direkt die abgegebene Leistung aus?

Beim MM440 wäre das:

r0032 Geglättete Wirkleistung: Zeigt die Motorleistung (abgegebene 
Leistung an Motorwelle) an


und nun?

Grüßle,
Volker.

Autor: citystar (Gast)
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waki schrieb:
> Der lineare Verlauf kann schon stimmen. Interessant wäre auf jeden
> Fall
> deine Last. Es macht schon einen Unterschied ob du eine Pumpe bzw. einen
> Lüfter ansteuerst (mit Getriebemotor eher unwahrscheinlich), eine
> konstantes Lastmoment oder doch zur Geschwindigkeit (Frequenz)
> proportionales Lastmoment hast...
> In welchem Frequenzbereich betreibst du deinen Motor? Wie wird der Motor
> angesteuert, U/f oder Vektorregelung?
> Motorströme kannst du ja mit einem Multimeter überprüfen, sofern da ein
> Kabel zwischen FU und Motor ist.

Es handelt sich um einen Asynchron-Motor (Drehstrom Käfigläufer). 
Angesteuert wird über U/f.
Frequenzbereich: 0-50 Hz

Autor: Volker Bosch (Firma: L-E-A) (vobs)
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citystar schrieb:

> Es handelt sich um einen Asynchron-Motor (Drehstrom Käfigläufer).
> Angesteuert wird über U/f.
> Frequenzbereich: 0-50 Hz

...und welchen Strom zeigt der Umrichter jetzt wirklich an? Den Strom, 
den der Umrichter vom Netz aufnimmt oder den, der an den Motor abgegeben 
wird?
Im zweiten Fall wäre dann noch interessant ob es sich um den Wirkstrom 
handelt.

Grüßle,
Volker.

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Im zweiten Fall wäre dann noch interessant ob es sich um den
> Wirkstrom handelt.
Im ersten Fall auch.

Autor: Volker Bosch (Firma: L-E-A) (vobs)
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Elektrofan schrieb:
>> Im zweiten Fall wäre dann noch interessant ob es sich um den
>> Wirkstrom handelt.
> Im ersten Fall auch.

Nun, ich würde jetzt eher von einem Umrichter kleiner Leistung mit 
passivem Netzgleichrichter ausgehen. Die dabei auftretende Verzerrungs- 
oder Oberschwingungsblindleistung sollte vernachlässigbar sein. Aber ich 
gebe Dir recht, das ist eine bloße Vermutung aufgrund der etwas 
spärlichen Informationen.

Die Asynchronmaschine benötigt jedoch zwingend Blindleistung vom 
Umrichter. So dass dort ein nennenswerter Blindstrom auftreten wird.

Grüßle,
Volker.

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