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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Calliope mini: ein Board für die jungen Maker der digitalen Welt


Autor: Marco Genise (kaffeedoktor)
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Mit dem BBC micro:bit als Vorbild hat sich die Organisation hinter dem Calliope mini das Ziel gesetzt einen Mini-Computer zu entwickeln, der fest in den Schulalltag ab der dritten Klasse integriert werden soll. Hierzu werden neben dem Mini-Computer auch spezielle Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte und Unterrichtsmaterialien für den Einsatz in der Grundschule entwickelt.

Der Calliope mini ist mit zahlreichen Funktionen ausgestattet, die ihn nicht nur für den Einsatz in Schulen interessant macht: ein 5x5 LED-Raster, eine RGB-LED, zwei Taster, Lautsprecher, Mikrofon, Kompass, Beschleunigungs- und Drehratensensor (Bosch BMX055) und Motortreiber (Texas Instruments DRV8837). Als Kommunikationsschnittstellen stehen USB und Bluetooth zur Verfügung. Der zentrale Mikrocontroller ist ein Bluetooth low energy SoC mit einen ARM Cortex M0-Kern, 16kB RAM und 256kB Flash (Nordic NRF51822). I2C-, UART- und SPI-Schnittstellen des Mikrocontrollers sind auf dem Board zugänglich. Zwei Grove-Connectoren ermöglichen den einfachen Anschluss von weiteren Sensoren und Aktoren. Ein weiterer Mikrocontroller (NXP MKL26Z) wird als Interface-Prozessor für den USB-Port genutzt und ermöglicht das Programmieren des Boards über den Browser.

Im Januar wurde eine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich beendet, welche die Produktion von Unterrichtsmaterialien und Boards für Pilotschulen ermöglichen soll. Ab April 2017 soll es den Calliope mini dann für jedermann zu kaufen geben.


: Bearbeitet durch Admin
Autor: Lutz H. (luhe)
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Wo existiert so etwas wie ein Schaltplan und technische Informationen?

Autor: Operator S. (smkr)
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Aus: https://calliope.cc/mission

> Unsere Mission ist es, jedem Schulkind in Deutschland ab der 3. Klasse
> einen spielerischen Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen.

Kann man eigentlich nur unterstützen!

> Wir wollen aber nicht nur Schüler/innen, sondern auch Lehrer/innen
> und das Bildungs-System erreichen, um langfristig [...]

Bleibt zu hoffen dass es nicht an zweitem Teil scheitert. MINT Fächer 
werden ja schon vermehrt gestrichen, Kunst und andere dafür ausgebaut.

Autor: berliner (Gast)
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>MINT Fächer werden ja schon vermehrt gestrichen, Kunst und andere dafür 
ausgebaut.

MINT Fächer sind ja auch schwer, da könnte so ein Kind unter 
Leistungsdruck geraten. Und das können die garnicht ab. Manche sind doch 
schon nach der 9. Klasse ausgebrannt..

Autor: Pete K. (pete77)
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Cortex-M0 und Sensoren in der Grundschule programmieren? Wow, das hätte 
ich früher auch gerne gekonnt ;-)

Autor: Philipp K. (philipp_k59)
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Naja früher tippte man mit 8 oder 10 Jahren Assembler aus Hextabellen 
einer Zeitschrift in den C64 :D

Das wird alles zu Modern für Kinder.. denen müsste man ein Handy 
schenken und dann zusammen in den nächsten Matsch schmeissen.

Autor: Der Andere (Gast)
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Zitat: "das Ziel gesetzt einen Mini-Computer zu entwickeln, der fest in 
den Schulalltag ab der dritten Klasse integriert werden soll."

Ab der 3. Klasse? Heisst das die Kids sollen schon "proggen" lernen, 
bevor sie das Wort "Programmieren" richtig lesen und schreiben können?

Programmieren erfordert ein gehöriges Maß an Abstraktionsvermögen. Es 
hibt vieleicht einzelne 9-jährige, die das schon besitzen, aber die 
breite Masse ist damit völlig überfordert.

Autor: S. R. (svenska)
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Naja, für ein einfaches Zahlenraten muss man nicht so sehr abstrahieren 
können. Außerdem kann es gut sein, dass sich das Abstraktionsvermögen 
mit dem Bedarf entwickelt, da wäre so ein "ich hab schonmal 
programmiert" eine gute Grundlage für die Zukunft.

Und zu guter Letzt gilt: Wissen hilft gegen Angst.

Autor: Der Andere (Gast)
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S. R. schrieb:
> Und zu guter Letzt gilt: Wissen hilft gegen Angst.

Ja, aber Überfordern fördert Ablehnung.

Autor: Michael O. (michael_o)
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Das Original von der BBC gefällt mir besser ist einfach etwas Handlicher 
und für 17€ schon im Handel erhältlich.


mfG
Michael

Autor: Huggle (Gast)
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> ein Board für die jungen Maker der digitalen Welt

Das ist ziemlich plumpe Werbung.

Allein die Liste der Unterstützer*1 lässt schon Übles vermuten. Statt 
den jungen heranwachsenden Menschen so was wie digital Unabhängigkeit 
und Kompetenz zu vermitteln, werden Sie in den Rachen des 
allgegenwärtigen Datensammler Google und zum Einheitsbetriebssystem 
Windows geführt.

Bei diesem ganzen Projekt geht es ums Geschäft und um nichts anderes.

*1

https://calliope.cc/partner

Autor: S. R. (svenska)
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>> Und zu guter Letzt gilt: Wissen hilft gegen Angst.
> Ja, aber Überfordern fördert Ablehnung.

Hmm, weiß nicht. In dem Alter hab ich (mit viel Hilfe) ein Zahlenraten 
in BASIC gebaut und mich ganz doll gefreut. Dann hatte ich keine Ideen 
und habe das Programmieren wieder gelassen. :-)

Ich denke, wenn man sich auf ein paar wenige Stunden beschränkt und am 
Ende etwas Schönes bei rauskommt, überfordert man nicht unbedingt. Aber 
dann sollte auch gut sein, da stimme ich dir zu.

Nachtrag: Nachdem ich auf die Webseite geschaut habe, stimme ich meinem 
Vorposter zu. Das läuft nicht auf "2 Stunden lang Spielen" raus und ist 
daher zum Scheitern verurteilt.

: Bearbeitet durch User
Autor: aSma>> (Gast)
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Marco G. schrieb:
> Calliope mini: ein Board für die jungen Maker der digitalen Welt

Ich bin einfach zu alt dafür. Also lass stecken! oder, kannst behalten! 
Ja, so in der Art gehen die Lebra Witze.

Autor: Michael Ohlhorst (Gast)
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Wobei sich vielleicht ein brauchbarer Kompass draus bauen lässt.


mfg
Michael

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Der Andere schrieb:
> Programmieren erfordert ein gehöriges Maß an Abstraktionsvermögen. Es
> hibt vieleicht einzelne 9-jährige, die das schon besitzen, aber die
> breite Masse ist damit völlig überfordert.

wenn das Teil Logo
https://de.wikipedia.org/wiki/Logo_(Programmiersprache)
kann, sollte es schon Sinn machen.
Gab es auch für den C64...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: ... (Gast)
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Schöne Idee. Ich fände es gut, wenn so technische Sachen öfter in 
Schulen angeboten werden. Deutschland lebt von guten Ingenieuren und so 
könnte man die Kinder für Technik begeistern.

Leider gibt es nur noch sehr wenig Lehrer und die Lehrerinnen bieten 
lieber Kochen, Basteln, Filzen und Stricken als AG an. Zumindest ist das 
so bei den Schulen, in die meine Kinder gehen. Und das ist sehr schade.

Aber dritte Klasse? Mein Sohn ist sehr technikbegeistert und grad in der 
zweiten Klasse. Da ist Lego Technik und dann Mindstorms passender. Ich 
würde die Zielgruppe eher ab 12 oder 13 Jahre sehen.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Marco G. schrieb:
> Im Januar wurde eine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich beendet, welche
> die Produktion von Unterrichtsmaterialien und Boards für Pilotschulen
> ermöglichen soll.

Wenn ich das lese und dazu die Liste der Projektpartner sehe, frage ich 
mich, ob es manchem der namenhaften Projektpartner bei ernsthaftem 
Unterstützungswillen nicht gut gestanden hätte, die angestrebte Summe 
von 60k einfach aus der "Portokasse" beizutragen.

Autor: Theor (Gast)
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Ich sehe das, in dem Zusammenhang mit der Maxime "Mehr Technik" ebenso 
skeptisch wie einige Andere hier, wenn auch aus anderen Gründen.

Die Welt und die Menschen werden ohnehin bisher lediglich als Problem 
des Gedächtnisses und der Fertigkeiten dargestellt und so gut wie gar 
nicht als solches der Wahrnehmung, der menschlichen Bedürfnisse und der 
inneren Kräfte und wie sie sich veräusserlichen. (Was mir schon als Kind 
besonders in dem Fach Geschichte [heute nennt sich das 
Geographie-Politik-Geschichte] aufgefallen ist, in dem die tieferen 
Gründe für Ereignisse selten betrachtet wurden und auch das 
Zusammenwirken mehrerer Faktoren).
Aber wir sehen auch heute, was es bedeutet, wenn man sagt: "Wer die 
Geschichte nicht kennt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen". 
http://www.heute.de/lehrer-klagen-geschichte-versc...

Der Aspekt der Manipulation der Welt mittels formalisierter Methoden ist 
eine Qualität, die zusätzlich die Wahrnehmung in die Richtung einer 
mechanistischen Welt (siehe 
https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanistisches_Welt...) 
verzerrt und im Grunde überkommen ist, aber immer noch im Interesse der 
"ständig wachsenden" Wirtschaft liegt.
Ein ganzheitlicher oder systemischer Ansatz kommt der Wirklichkeit 
wesentlich näher und beinhaltet auch die menschlichen Eigenschaften; und 
noch allgemeiner die des Lebendigen.
Wer sich jemals selbst dabei beobachtet hat, wie er die Lösung 
persönlicher Probleme in Assembler formuliert hat, wird wissen, was ich 
meine.

Ein Ameisenkasten oder besser Naturbeobachtungen wären da im Kinderalter 
meiner Ansicht nach viel angebrachter. Später dann, wenn die 
Selbstbeobachtung etwas differenzierter wird, auch Beobachtungen von und 
"Experimente" mit sozialem Verhalten. Und frühestens dann technische 
Fertigkeiten, die zu hohen Abstraktionen führen. Wenn überhaupt: Die 
Praxis zeigt ja, dass nur ein geringer Prozentsatz sich zu solchen 
Themen langfristig hingezogen fühlt, wenn ihm die Wahl bleibt, die 
Beschäftigung mit der Psyche aber für so gut wie jeden irgendwann einmal 
zur Notwendigkeit; und dann ohne jede noch so geringe Vorbildung.

Autor: F. Fo (foldi)
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Philipp K. schrieb:
> Naja früher tippte man mit 8 oder 10 Jahren Assembler aus Hextabellen

Wie warst du denn drauf?

Autor: F. Fo (foldi)
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Theor schrieb:
> Ein Ameisenkasten oder besser Naturbeobachtungen wären da im Kinderalter
> meiner Ansicht nach viel angebrachter.

Ganz genau!
Und als kleiner Hinweis: die Heegeringe veranstalten so was für Kinder.
Immer wieder gibt es solche Tage der "offenen Tür".

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