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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVR Mega8 PortD doppelt benutzen


Autor: Gunter (Gast)
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Hi,

ich programmiere den Mega8 in Pascal und benutzte dazu den AVRco von 
E-Lab
(die Mega8-Spezialversion von www.embedit.de ).

Bei dieser Umgebung bleibt für ein LCDisplay faktisch nur Port D.

Da ich für mein nächstes Projekt (zur Kommunikation mit einem PC) jedoch 
auch den
UART brauche (PD 0/1), meine Fragen:
hat hier jemand pos. oder neg. Erfahrungen bzgl. einer solchen 
Doppelnutzung ?

Wenn ich das Manual richtig verstehe, brauche ich nur RXEN/TXEN in UCSRB
entsprechend zu setzten (enable bei ser. Kommunikation, disable bei 
LCD-Ausgabe).

PC-seitig wird das Ganze letztlich wohl nicht in meine Verantwortung 
fallen. Deshalb
sollte es auf dieser Seite möglichst einfach sein. Also möglichst keine 
Try-and-Error
oder Timeout Geschichten.
Vielleicht wäre es deshalb auch ganz sinnvoll, mit freien Ports einen 
RTS/CTS Handshake
vorzusehen (klar, mit Pegelwandlung). Oder DSR/DTR ? Hat da jemand 
Erfahrung ?


Schöne Grüße
Gunter

p.s.:
falls es hilft - es geht ganz grob um Folgendes:
der User kann auf dem LCD (und einem weiteren Device) Texte (aus dem 
EEPROM)
anzeigen lassen. Diese Texte sollen von einem PC aus ggf. editiert 
werden können.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Die Uart-Pins kannst Du nicht doppelt nutzen. Aber Du kannst ein LCD mit 
nur 3 Drähten ansteuern:

http://www.mikrocontroller.net/forum/read-4-23408.html


Peter

Autor: Gunter (Gast)
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Hi Peter,

Danke für Deine Antwort !
>Aber Du kannst ein LCD mit nur 3 Drähten ansteuern
da ich gerne den AVRco benutzen möchte, versuche ich mit der 7-Draht 
Lösung (und den vorgefertigten Routinen) weiter zu kommen.

anyway:
>Die Uart-Pins kannst Du nicht doppelt nutzen
ich vermute, Du meinst, weil sonst der V24-"Partner" auch alle 
LCD-Ausgaben mitkriegt ?
Die Gefahr besteht jedoch nicht - ich muß doch etwas weiter ins Detail 
gehen.
Da ich min. 2 ser. Verbindungen brauche (1*PC, 1*externes Display), 
werde ich entweder sowas wie MAX232 mit Enable (wenn's das gibt) oder 
TriState-Buffer einsetzen.
Somit stelle ich sicher, daß an der ser. SS nur dann Signale anliegen, 
wenn diese auch gemeint ist.

Ansonsten ist mein Nachtrag (trotz zweimaligem Versuch) nicht im Forum 
angekommen:
es handelt sich um ein Text-LCD und Port D0..3 sind die Datenleitungen 
(4-Bit-Mode). Ein Toggle der Steuerleitungen des LCD kann also nicht 
norkommen.

Any Ideas, wie unter WIN32 ein "leichtes" Ansteuern der ser. SS 
ermöglicht werden kann (RTS/CTS und/oder DTR/DSR) ?

Gruß
Gunter

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Du kannst auf allen Pins des LCD beliebige Signale anlegen, solange der 
E-pin auf Low ist. Nur bei E = 1 muüssen alle andern stabil sein. 
Deshalb funktioniert meine 74HC164-Lösung auch.

Das Umschalten der UART stelle ich mir nicht einfach vor. du must ja 
irgendwie sicherstellen, daß nicht einer sendet, der garnicht 
durchgeschaltet ist. D.h. die TX-Leitung kann man umschalten, aber die 
RX-Leitung kann Probleme machen.

Ich würde daher eine UART ständig anschließen, und die langsamere in 
Software machen.


Was ist an dem "AVRco" denn so kompliziert, daß es sich nicht mit meinen 
Routinen verträgt ?
Man muß doch auch fremden Code einbinden können.



Peter

Autor: crazy horse (Gast)
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Software-UART - geht, aber man muß höllisch mit dem Timing aufpassen, 
über den Daumen gepeilt ist bei 9600Baud Schluss, Programmierung ist bei 
Duplex-Verkehr schon recht kompliziert, ob es mit einer Hochsprache 
überhaupt etwas wird???
Aber ne andere Lösung: Maxim hat ein UART mit SPI-Schnittstelle 
(MAX31xx) im Programm, astrein das Teil.

Autor: mikki merten (Gast)
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Sinnvollerweise sollte man für diese Aufgabe einen MEGA161/162 
einsetzen. Dieser hat dann 2 Hardware UARTs und ausreichen I/O. Diese 
Lösung dürfte in der Summe die preiswerter und eleganter sein. 
Allerdings liegen natürlich beim Pascal Compiler ca. 450 Euro 
Preisdifferenz. Für ein Hobbyprojekt schon ganz schön heftig.

Autor: Gunter (Gast)
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Hi,

>Du kannst auf allen Pins des LCD beliebige Signale anlegen, solange der E-pin auf 
Low ist.
OK. So hatte ich's auch verstanden. Danke für die Bestätigung.

> Das Umschalten der UART ..., daß nicht einer sendet, der garnicht 
durchgeschaltet ist.
yep ! Genau deshalb meine 2. Frage, ob es hier vielleicht jemand gibt, 
der unter Win32 (NT/2000)
schon mal mit der ser.SS kommuniziert hat und mir sagen kann, ob es da 
vielleicht sowas wie
eine Standard-Library / DLL (?) gibt und/oder ob praktisch immer ein 
Handshake unterstützt wird.
Vielleicht sollte ich deshalb mal einen neuen Thread mit entspr. Titel 
aufmachen.

>Ich würde daher eine UART ständig anschließen, und die langsamere in Software 
machen.
wär mir schon lieber, wenn ich mich um das dazu notwendige Timing 
drücken könnte ....
Ob das ext. Display überhaupt sendet, weiß ich gar nicht. Wenn, kann's 
nicht viel sein.
Vielleicht "ACK" oder so. Werde ich mir am Montag mal ansehen. Würde die 
Sache bestimmt
einfacher machen, wenn ich nur den XMit umschalten müßte.

> Was ist an dem "AVRco" denn so kompliziert, daß es sich nicht mit meinen 
Routinen verträgt ?
> Man muß doch auch fremden Code einbinden können.
Klar geht das. Aber wie gesagt - ich versuche bei diesem Projekt 
möglichst wenig "Baustellen"
zu haben und soweit möglich mit den schon getesteten Modulen 
auszukommen.

Aber ich werde Deine 3-Draht Lösung sicher mal probieren
Nur möchte ich dann den (im Sinne des "AVRco") "sauberen" Weg gehen und 
einen speziellen
"Device Treiber" schreiben. Das wird dann schon etwas aufwändiger. 
Alleine schon, daß ich nur
im Header der Source die Taktfrequenz angebe und sich das Timing des 
LCD-Treibers dann
anpaßt. So macht's die mitgelieferte 7-Draht Lösung und so komfortabel 
stelle ich mir auch meinen
User-defined Device Treiber vor ...

Gunter

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"... im Header der Source die Taktfrequenz angebe ..."

Wenn Du Dir meine Sourcen ansiehst, steht da irgendwo

.equ    xtal            = 1200000       ;1.2MHz

Und alle Delayzeiten werden damit automatisch berechnet.

Allerdings funktioniert das nicht für jede Frequenz. Wenn Du z.B. einen 
ATTINY26 mit 16MHz nimmst, dürfte der Delaywert nicht mehr in ein 8Bit 
Register passen.
Die Delayroutine müßte man dann für 16Bit Werte aufbohren.

Etwas Handarbeit ist also immer nötig.
Eine Universalbibliothek, die sich immer auch an die extremsten 
Anforderungen anpaßt, ist bei Hardwarezugriffen nie möglich.


Deshalb nehme ich nie vorgefertigte Bibliotheken als Black-Box, sondern 
höchstens solche, die im Quelltext vorliegen.
D.h. ich kann prüfen, ob sie mit der geänderten Pinbelegung, AVR-Typ, 
Taktfrequenz usw. auch klarkommen und gegebenenfalls selbst Hand 
anlegen.


Besonders wichtig ist das, wenn Bibliotheksfunktionen einen Timer 
mitbenutzen wollen.
Man kann ja im Timerinterrupt mehrere Funktionen aufrufen. Aber nur, 
wenn man auch kontrollieren kann, daß die sich nicht gegenseitig auf die 
Füße treten.


Peter

Autor: Gunter (Gast)
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Hi,

@crazy horse
"..MAX31xx.."
Danke. Werde ich nächste Woche (habe dann wieder einen DSL-Zugang) mal 
stöbern.

@mikki
"Allerdings liegen natürlich beim Pascal Compiler ca. 450 Euro 
Preisdifferenz. Für ein Hobbyprojekt schon ganz schön heftig"
das hast Du aber sehr "vorsichtig" formuliert ;-)
Für mich sind 450 Euro nicht heftig - das ist ein K.O.-Kriterium.
'ne non-Profit-Version, analog Eagle, wäre da wirklich wünschenswert.

Gunter

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