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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik EEPROM


Autor: Thorsten (Gast)
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Bin neu hier und hätte eine Verständnisfrage zum EEPROM.
Im Datasheet steht das das EEPROM so und soviel mal beschrieben werden
kann.
Aber was genau zählt den jetzt als beschreiben des EEPROMs?
Ist das speichern von Werten ins EEPROM auch schreiben oder nur wenn
ich das EEPROM mit dem Programmer beschreibe?
Wenn das speichern auch schreiben ist könnte man ja nur so und so oft
Werte speichern bevor das EEPROM verreckt.
Kann ich mir ja nicht vorstellen!?

Autor: Winni Gruber (Gast)
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Doch, das ist aber so. Es geht um einen Schreibvorgang. Wer den ausführt
(Programmer oder Mikrocontroller) ist völlig egal.
Aber das ist ein statistischer Wert. Heisst also nicht, dass dein
EEPROM nach 100000 Zyklen die Grätsche macht.
Hast schonmal nachgerechnet, wie oft du darauf schreibst und wieviel
Jahre das Ding dabei theoretisch lebt??

Autor: Thomas B. (Gast)
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Dem EEPROM ist es schnuppe, ob das Programm oder ein Programmer es
beschreibt... Oder anders gesagt, beides ist gleich "schlimm" für die
Lebensdauer.

Autor: lego (Gast)
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spiel mit lego da verreckt auch nix...

Autor: Sebastian Heyn (Gast)
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Was solche kommentare nur sollen!?

Autor: Thorsten (Gast)
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Danke mal.
Eins noch...
Also ist jedes Byte welches ich in EEPROM schreibe 1 Schreibzyklus?
Wenn ich also Messdaten welche angenommen aus 10 Bytes bestehen in
EEPROM ablegen will hab ich schon 10 Zyklen "verbraucht" ?
Wenn ich diese Messung 5 mal am Tag durchführe = 50 Zyklen pro Tag?
Bei 365 Tagen a 50 Zyklen würde das einer Lebensdauer des EEPROM von
knapp 5 Jahren entsprechen.
Ist das so richtig?

Autor: Rahul (Gast)
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Schreibzyklus pro Speicherstelle.
Jede Speicherstelle hat die Möglichkeit ziemlich oft wiederbeschrieben
zu werden. Vielleicht solltest du mal einen Blick auf den Aufbau von
EEPROMs werfen (Wikipedia oder dergl.).

Autor: Winni Gruber (Gast)
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Nein, das stimmt auch nicht ganz. Es geht um die einzelnen Zellen.
Stell es dir einfach so vor, dass jede Zelle eine gewisse
"Lebensdauer" hat. Man kann sie einfach nicht beliebig oft
beschreiben, sie "verschleisst" quasi.
So gesehen, beschreibst du 10 VERSCHIEDENE Zellen, wenn du 10 Bytes
schreibst und das ganze fünf mal am Tag, dass sich nach deiner Rechnung
die Lebensdauer verzehnfachen würde.
Aber wie gesagt, Mach dir darum keine Gedanken. Du kannst das sowieso
nicht vorhersagen, wie lange das Ding lebt, da es sich um einen
statistischen Wert handelt. vgl. Der Zahnriemen deines Autos hält
60000km, was aber nicht heisst, dass er nach 60001km reisst. Er kann
auch 200000km halten. Was viel, viel entscheidender für die Lebendsauer
des Bauteils ist, ist z.B. die Betriebstemperatur. Je wärmer, desto
früher kommt der Tod. Oder wenn du das Teil beim Einlöten zu lange
brätst, das schädigt das Bauteil schon vor.
Versteif dich nicht auf diese Zahl! Ich würde mal frech behaupten, dass
deine Ausfallwahrscheinlichkeit aufgrund einer Krankeit deutlich größer
ist, als die des Chips... oder weisst du, ob du morgen vom Bus
überfahren wirst ;-) ?

Autor: Thorsten (Gast)
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Schön und anschaulich erklärt :-)
Danke mal für eure Antworten.

Autor: arc (Gast)
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Link zum Berechnungstool von Microchip
http://www.microchip.com/stellent/idcplg?IdcServic...

Autor: Winni Gruber (Gast)
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Gern geschehen, Thorsten ;-)
Ich beschäftige mich beruflich unter anderem mit dem Thema
Bauteillebensdauern und Ausfällen und das ist echt ne Wissenschaft für
sich. Um die angegeben Werte richtig deuten zu können, müsstest du
schon die Bedingungen kennen, unter denen sie ermittelt wurden. Ändern
sich die Rahmenbedingungen im Betrieb, dann gelten schon wieder andere
Zahlen! Und so gibt es zig Faktoren, die diese Werte beeinflussen.

Ich weiss ja nicht, was du vorhast. Ich stell beruflich elektronische
Komponenten her, die den widrigsten Bedingungen ausgesetzt sind (EMV,
Klima,...) und ich hab es noch nie erlebt, dass ein EEPROM verrekt ist.
Da gibt es so viele andere Komponenten in einer Schaltung, die viel
früher den Geist aufgeben (Quarze, Kondensatoren). Und um die machst du
dir wahrscheinlich gerade gar keine Gedanken, oder hast du dich auch mit
den MTBF und MTTF- Werten dieser Teile auseinandergesetzt?
Glaub mir, wenn du das machen würdest, dann kämst du recht schnell zu
dem Schluss, dass dein EEPROM ein super Bauteil ist ;-)

(Seh das gerade einfach als eine kleine Zusatzinfo)

Autor: Eckhard (Gast)
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Hallo,

also man kann so ein EEPROM schon kaputt kriegen. Gab mal so ISDN
Telefone von einem großen deutschem Elektrokonzern. Die hatten nen
klienen fehler in der Software und haben dann unter bestimmten
umständen in einer Endlosschleife die konfiguration ins EEPORM
geschrieben. Da war dann anch 10 Minuten Feierabend für das EEPROM.
Man sollte also schon ein wenig sorgsam mit seiner Software sein.

Eckhard

Autor: Winni Gruber (Gast)
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Na ja, aber das ist ja auch nicht das übliche Einsatzgebiet eines
EPROMs, es als "RAM" zu verwenden.
Klar, mit Gewalt kann man ner Kuh den Schwanz rausreissen ;-)

Ich bezog mich natürlich schon darauf, dass es so verwendet wird, wie
Thorsten beschrieben hat. Also ein paarmal am Tag schreiben.
z.B. um beim Ausschalten des Geräts Konfigurationen halten, die beim
Starten wieder geladen werden etc.
Nicht aber um alle 10 ms nen neuen Wert in ne Zelle zu schreiben...

Autor: SIGINT (Gast)
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Für diesen Zweck gibts ja NV-RAMs mit integriertem EEPROM :)

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