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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik MSP430 vs. AVR: Welches Konzept ist besser?


Autor: MikroMan (Gast)
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Hallo,

ich will anfangen, mich mit Mikrokontrollern zu beschäftigen. Nun
überlege ich, in welches System ich einsteigen soll. Mich interessieren
zunächst die kleinsten Controller in der Größenordnung der ATTiny1x.

Welches System hat welche Vorteile?

Obwohl mir C eher liegt als Assembler, muß ich sagen, daß ich den
AVR-Befehlssatz auf den ersten Blick nicht so umwerfend effizient
finde, besonders, daß man manche Register nicht immediate laden kann
etc..

Sowohl TI als auch Atmel bieten umfangreiche freie Tools an. Das
AVR-Studio4 habe ich zusammen mit WinAVR installiert und sofort zum
Laufen gekriegt. Wie effizient der AVR-GCC ist kann ich noch nicht
beurteilen.

In welches System würdet ihr einsteigen, wenn ihr Anfänger wärt?

Gruß

Autor: Marcus (Gast)
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Hmm, schwierige Frage.

Ich kenne nur AVR und Freescale. Die Freescale Controller und auch
die entsprechende Entwicklungsumgebung (kostet Geld !) sind schon
klasse, für den Hausgebrauch ist AVR-GCC schon prima und funktioniert
auch super - Befehlssatz hin oder her.

Freescale z.B. ist aber schon eine andere Welt was die Zuverlässigkeit
und die Möglichkeiten angeht (PLL Clock, I/O Pins etc.). Hier merkt
man deutlich, daß die auch sehr viel im KFZ Bereich eingesetzt werden,
wo die Zuverlässigkeit sehr wichtig ist.

Gruß, Marcus

Autor: Schoasch (Gast)
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Was willst du denn machen? Davon hängt halt das ganze ab. Ich nehme mal
an, dass für den Einstieg die AVRs etwas einfacher sein dürften.
Wären die PICs nicht auch interessant?

Hast du folgenden Artikel schon durchgelesen:
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_PIC_51-Vergleich

Ein grosser Nachteil an den MSP430 ist der, dass sie nicht 5V
kompatibel sind, was für den Einstieg vl etwas stören kann, da man hier
dann manchmal auf spezielle Bauteile zurückgreifen muss.

Weitere Vorteil der AVRs bzw PICs ist der, dass du nur 2 Widerstände, 1
Kondensator und 1 LED brauchst um dein 1. LEd blinken zu lassen. Und du
das ganze ganz bequem am Steckbrett aufbauen kannst.. und nicht SMD
löten musst.

mfg Schoasch

Autor: Daniel M. (usul27)
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Befehlssätze zu vergleichen macht in dem Bereich aus meiner Sicht
absolut keinen Sinn. Wir reden hier nicht von High-End-CPUs, sondern
von Mikrocontrollern, die für Steuerungen u.ä. benutzt werden. Für
Aufgaben, bei denen ein ATMega mit 16MHz knapp wird, sollte man lieber
gleich eine Nummer grösser wählen (ARM).

Der einzige Vorteil, den ich beim MSP430 sehe ist der Stromverbrauch.
Das kann bei batteriebetriebenen Geräten eine Rolle spielen (muss aber
nicht zwingend), bei Netzbetrieb ist das belanglos.

Frag dich erst mal, was die Aufgabe ist, DANN kann man über den
passenden uC diskutieren...

Autor: Ronny (Gast)
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Der MSP ist sicherlich für konkrete Projekte ´ne prima Sache.Ist
schnell,braucht kaum Strom und kommt ist sehr klein.

Aber genau da ist der Hacken an der Sache,einen MSP lötet man als
Anfänger eben nicht mal fix auf ´ne Lochrasterkarte.

Der AVR hingegen ist nur ein 8 Bit Controller.Dafür ist er aber
trotzdem relativ schnell.Aber das wichtigste:Er ist in DIL Gehäusen zu
haben und kann damit auch in eigene Schaltungen eingebaut werden ohne
gleich eine Platine ätzen zu müssen.AVR ist in der Regel mechanisch
günstiger als MSP,und der Stromverbrauch fällt bei den 1.
bastelversuchen nicht sooo ins Gewicht.

Und wenn man selber was zusammen löten möchte und vielleicht noch auf
das grosse C (Elektronikhändler) angewiesen ist,is 5V kompatible Logik
wie sie die AVRs verwenden eine prima Sache.

Rein Software-technisch sind beide gut zum lernen geeignet,so ganz böse
Fallstricke seh ich da (im Gegensatz z.B zum ARM) nicht.

Autor: mr.chip (Gast)
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Hallo

Ich rate dir, einen AVR zu nehmen. Ein paar Gründe dafür

- kriegst du überall
- zahlreiche, auch leistungsfähige Modelle im DIP-Gehäuse
- einfache Beschaltung: 5 V Stromversorgung + 1 Widerstand + 1
Kondensator
- ist auch softwareseitig einfach handzuhaben, ein ISP zu bauen ist
simpel und es gibt mit dem AVRStudio sowie AVR-GCC und vielen
ISP-Programmen sämtliche Software kostenlos
- ist, besonders im Hobby-Bereich, sehr verbreitet (Du findest zahllose
Anleitungen und Foren im Internet und es gibt viele Projekte mit AVRs)
- keinerlei Fallstricke in der Programmierung aufgrund des Designs
- gut in C programmierbar

Es gäbe sicher noch weitere und einige treffen sicher auch auf den
MSP430 zu. Von der reinen Chip-Leistung her halte ich die beiden für
ungefähr ausgeglichen. Aber hier gilt halt: Der Controller muss nicht
möglichst viel können, sondern das was man braucht. Und zum Einsteigen
ist eine vielfältige On-Chip-Peripherie halt sehr praktisch, da man so
verschiedene Dinge (UART, TWI, SPI, ADC, Timer, Interrupts, ...) auch
selbst mal ausprobieren kann.

Aber ich stimme ganz klar für den AVR. Und nimm nicht einen zu kleinen,
sondern lieber einen Mega8, Mega16 oder Mega32 - denn im Prinzip sind
alle AVRs gleich, nur ist die Peripherie bei den grösseren etwas
vielfältiger, du kannst also alles ausprobieren.

Gruss

Michael

Autor: szimmi (Gast)
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Hiho,
stimme Euch zu, das im Amateurbereich der AVR aufgrund DIL-Gehaeuse und
5V besser geeignet ist.
Habe allerdings beruflich viel mit dem MSP zu tun und bin absolut
begeistert. Insbesondere was Flexibiliaet in der Taktversorgung und der
Pin-Zuordnung angeht. Ausserdem gibt es fuer wenig Geld schon beachtlich
Peripherie. Habe gerade mit dem neuen F2012 zu tun. Kostet keine 80 Cent
und hat 8 10Bit-AD-Kanaele und USI an Bord.
Ausserdem bringen die neuen F2xxx Kalibrierwerte für den DCO mit. Somit
ist 3% Stabilität bei 16 MHz über den gesamten Temperaturbereich
möglich. Braucht man keinen Quarz mehr, auch für Kommunikation nicht.
Bin uebrigens kein TI-Mitarbeiter und bekomme auch keine Provision. Bin
einfach nur ein "kleiner Fan" des Teils :-)

Autor: mr.chip (Gast)
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Hallo

@szimmi: Du sprichst den Amateur- und den Profi-Bereich an. Was sind
eigentlich so die Unterschiede bei der Auswahl? Würde mich echt mal
interessieren, da man immer wieder diese Differenzierungen bei der
Controllerwahl zwischen Amateur- und Profi-Bereich bei der
Controller-Wahl hört.

Gruss

Michael

Autor: arc (Gast)
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Noch ein MSP430-"Fan":
Zur Programmierung ist ebenso wie beim AVR der gcc (mspgcc) verfügbar,
statt eines ISP, ist der günstigste Programmieratapter (z.B. der hier
im Shop bestellbare) auch zugleich ein In Circuit Debugger (man kann
die eigene Software direkt in der Schaltung testen). Zusätzlich haben
die MSPs einen Bootstrap-Loader mit dem das Flash über eine einfache
RS-232 programmiert werden kann.

Die Softwareseite ist er aus meiner Sicht für Anfänger besser geeignet
(C mal aussenvor), da der Befehlssatz einfacher zu verstehen ist
(Orthogonalität, keine unterschiedlichen Zugriffmethoden für die
Peripherie, keine Register mit Sonderfunktionen (ala X,Y,Z), bessere
Addressierungsarten, keine Fallstricke (einheitlicher Zugriff auf
Flash, RAM, Peripherie)). Nachteil der Flexibilität ist, daß bei
gleichem Takt Bit-Bang-IO langsamer ist, als beim AVR (z.B.
Software-SPI/UART-Routinen). Die reine Rechenleistung der MSPs ist
dagegen aufgrund der 16-Bit Architektur in vielen Fällen deutlich
höher.

Von der verfügbaren Peripherie unterscheiden sich die AVRs und MSPs
wenig. Vorteile beim MSP sind z.B. flexiblere USARTs, DA-Wandler und
bessere AD-Wandler. Vorteile beim AVR: Varianten mit USB und
CAN-Schnittstellen verfügbar, externes Speicherinterface

Die Beschaltung ist bei den meisten Varianten ähnlich einfach, da z.B.
die 1xx und 2xx Serien nach einem Reset vom internen RC-Oszillator
starten, die 4xx brauchen dazu einen 32kHz-Uhrenquarz. Zudem lassen
sich die Taktquellen zur Laufzeit umstellen (keine Fuses etc. wie beim
AVR).

Autor: Bernd (Gast)
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Ich bin auch gerade dabei mich mit den MSP’s zu beschäftigen.
Dazu habe ich mir mal IAR Embedded Workbench KickStart besorgt.

Allerdings finde ich den Debugger bzw. Simulator im vergleich zum AVR
Studio ziemlich bescheiden (vielleicht kann ich ihn auch noch nicht
richtig bedienen).

Gibt es einen Simulator aller AVR Studio, wo ich alle
Peripherie-Register (Timer, Uart, Ports usw.) schön übersichtlich
aufgelistet sind, die ich dann ganz einfach per Maus aktiviere
deaktivieren kann?

Gruß

Autor: Ronny (Gast)
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Der MSP ist schon ein prima Baustein,aber für den Heimbastler (Anfänger)
ist nunmal mechanische beherrschbarkeit wichtig.Und da Punkten die AVRs
gewaltig.

Von der Leistung her sind die MSPs den AVRs in einigen Punkten schon
überlegen,schon alleine wegen der 16Bit-Architektur.Aber 8Bitter und
16Bitter is wie Äpfel und Birnen vergleichen.

Und da es hier ursprüglich mal um Eignung für ANfänger ging:

Wenn man ein fertiges Board hat,wo man nich mehr selber löten muss,sind
beide gleich geeignet (meiner Meinung nach).Wenn man die Hardware selber
löten möchte,is AVR aus Beschaffbarkeit der Bauelemente und
Handhabbarkeit zu empfehlen.Mikrocontroller programmieren lernt man mit
beiden prima und RELATIV frustfrei wenn die Hardware erstmal steht.

Autor: hans (Gast)
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wie möchtest du überhaupt programmieren
c oder asempler?

Autor: hans (Gast)
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ich würde das billigere system nehmen
beim msp braucht man zb noch einen 64 sockel usw!

an die leistungsgrenze kommt man normalerweise
bei keinem von beiden

Autor: Schoasch (Gast)
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Wieso sollte man denn beim MSP einen sockel brauchen?! Im Shop gäbe es
ja momentan ein günstige Entwickler Platine für den MSP430. Vl wäre die
ja interessant.

Was mich nur etwas irritiert an diesem Thread ist, dass der Ersteller
noch kein einziges Kommentar abgegeben hat.

Autor: MikroMan (Gast)
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Hallo,

danke für die Beiträge und sorry für die späte Rückmeldung!

Was ich vor habe und warum ich das gefragt habe:
Ich will eine kleine Steuerung bauen. Der Contoller muß sehr kleine
Abmessungen haben. Von daher kam ich auf ATTiny1x. Weiterhin sehe ich
DIL und 5V auch als Vorteile. Mit SMD käme ich aber klar. Der
Stromverbrauch ist unkritisch. Somit spräche vieles für den AVR.

Weil man bei 1KB Flash keinen Platz verschwenden sollte, ist mir die
effizienz des Befehlssatzes und des C-Compilers wichtig. Hier würden
mich die Erfahrungen von MSP430 Anwendern interessieren.

Nach ersten Versuchen mit WinAVR habe ich den Eindruck, daß der aus C
erzeugte Assembler nicht übermäßig kompakt ist. Das ist sicher
unwichtig ab einer Flashgröße von ca. 4KB oder mehr. Das heißt, daß ich
mich bei der Verwendung eines ATTiny 1x nicht vor der Programmierung in
Assembler drücken werden kann.... Auf den ersten Blick stört mich eben
am AVR-Befehlssatz, daß man manche Register nur über den Umweg eines
anderen Registers und nicht immediate laden kann.

Ich sehe beim AVR ATTiny auch eine Schwäche in den Auswahlmöglichkeiten
der Lockbits. So ist es z.B. nicht möglich, das Flash völlig getrennt
vom EEPROM zu schützen und bei geschütztem Flash ein EEPROM schreiben
via ISP ohne Bootloader zu erlauben. Schließlich braucht ein bootloader
auch wieder Platz. Wie ist es da beim MSP430?

Grüße

Autor: Wolfram (Gast)
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Zur C Programmierung mit avr-gcc
Die ersten 2 KB hat man recht schnell voll, ab da geht es dann
wesentlich langsamer mit der Codegröße aufwaerts.
Die Entscheidung für den AtTiny1x halte ich für falsch, wenn du C
nehmen willst. Nimm den Mega8 der ist in SMD auch sehr klein und hat
alles was man gewöhnlicherweise braucht. Wenn es noch billiger werden
muss kannst du immer noch auf kleiner Sachen wechseln, wenn es nötig
ist. Er hat auch eine Bootloaderunterstützung.
Ich verwende den Mega16 der hat auch noch JTAG, das ist ein großer
Vorteil beim Entwickeln. Evt. wird dann auf den Mega8 gewechselt.

Autor: Philipp Burch (not logged in) (Gast)
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@MikroMan:
Du hast nun schon zweimal angesprochen, dass du Probleme mit den
"unteren" Registern bei den AVRs hast. Du weisst aber, dass der MSP
gesamthaft AFAIK nur 16 Registert hat (AVR: 32), von denen vier oder so
bereits verwendet werden?
Von daher entfällt dieses Argument wohl, wenn man davon absieht, dass
die Register beim MSP natürlich 16 Bit breit sind.
Aber wie dem auch sei, schlussendlich musst du selbst wissen, welche
Familie du verwenden willst, es geht bestimmt mit beiden. Von den
Abmessungen her gibt's wohl keinen Unterschied, es gibt beide in den
gleichen Packages. Falls du dich für einen ATtiny entscheidest, würde
ich dir den ATtiny13 empfehlen, das ist ein relativ neuer, geht bis
20MHz und hat USART integriert. Ausserdem kann man ihn per SPI
programmieren.

Autor: Hannes Lux (hannes)
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@MikroMan:
Dein wiederholter Hinweis auf die "minderwertigen" unteren Register
und den "uneffizienten" Befehlssatz zeigt mir, dass du noch nix mit
dem ATTiny12/15 gemacht hast. Du bemängelst da etwas, was absolut kein
Mangel ist. Du hast 32 Register, dia alle direkt miteinander operieren
(addieren, subtrahieren, logisch verknüpfen, vergleichen) können. Dass
davon nur die Häfte mit Konstanten operieren kann, betrachte ich nicht
als Mangel.

@Phillip:
Der Tiny13 hat zwar etwas RAM, aber kein U(S)ART. Er hat auch nur einen
Timer. Daher ziehe ich im allgemeinen (noch) den Tiny15 vor. In meinen
bisherigen Projekten bin ich immer ohne RAM ausgekommen und hatte meist
noch einige obere Register frei...

...

Autor: MikroMan (Gast)
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Stimmt völlig, ich habe damit noch nix gemacht, denn ich bin ja noch auf
der Suche nach einem geeigneten uC.

Wenn ich allerdings sowas sehe:
ldi r16, 0xFF       ;0xFF ins Arbeitsregister r16 laden
out DDRB, r16       ;Inhalt von r16 ins IO-Register DDRB ausgeben

dann frage ich mich natürlich, ob das nicht besser wäre:
out DDRB, 0xFF

Korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege, aber in der "immediate"
Variante könnte man ein ganzes Word sparen. Muß man das im Programm 20
Mal machen, läppert es sich zusammen.

Wenn man nur 512 Words hat muß man ja mit jedem einzelnen geizen oder
nicht?

Autor: Jan M. (mueschel)
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Klar, "besser" wäre das auf den ersten Blick schon - aber:
Man käme mit 16bit-Words nicht mehr aus, um die ganzen Befehle
unterzukriegen. Alleine dieser Befehl würde schon heftig Probleme
bereiten: 8bit für den immediate-Wert, 5bit für die Adresse im unteren
I/O-Bereich; da blieben noch 3bit für den eigentlich Befehl... Aus
diesen Platzgründen gibt es ja auch die Aufteilung in die
"schlechteren" und "besseren" 16 Register.
Man bräuchte dann also Words mit mindestens 24bit Breite, und das ist
dann wirklich ein Nachteil.

Autor: Hannes Lux (hannes)
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> dann frage ich mich natürlich, ob das nicht besser wäre:
> out DDRB, 0xFF

Und du bist sicher, dass du die Architektur des AVRs verstanden hast?
Du kennst also den Unterschied zwischen:
- unteren Registern
- oberen Registern
- Pointer-Registern
- unteren (auch bitweise ansprechbaren) I/O-Registern
- oberen (nur byteweise ansprechbaren) I/O-Registern
- extendet-I/O-Registern (wie SRAM ansprechbar)
- internes SRAM
- externes SRAM (über Speicherinterface)
- EEPROM
- Flash

oder?

Ich kenne zwar den MSP430 nicht, aber ich glaube kaum, dass der einen
Maschinenbefehl (ASM-Befehl) unterstützt, mit dem man (in einem
Maschinenbefehl!!) ohne Umweg über ein Register eine Konstante in den
I/O-Bereich legen kann.

Ich glaube fast, du hast nicht nur mit Tiny-AVRs noch nix gemacht,
sondern du hast bisher noch gar keinen Mikrocontroller in Assembler
programmiert bzw. kennst seine Architektur...

...

Autor: andi (Gast)
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geht beim MSP430 z.B. mit dem Befehl

     mov.b   #0FFh,&P2OUT

braucht aber auch zwei 16bit-Words für diesen Befehl.
P2OUT ist dabei ein 16Bit Adresse.

Autor: MikroMan (Gast)
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@Hannes
>Ich glaube fast, du hast nicht nur mit Tiny-AVRs noch nix gemacht,
>sondern du hast bisher noch gar keinen Mikrocontroller in Assembler
>programmiert bzw. kennst seine Architektur...

Ja, so ist es. Ich habe noch nichts mit uCs und Assembler gemacht und
will damit wie eingangs erwähnt ja jetzt anfangen. Von daher ist es ja
vielleicht verständlich, daß ich noch nicht alles verstehe.

@alle
Und deswegen bin ich Euch allen für die interessanten Beiträge und
Infos, die mich weiterbringen wirklich sehr dankbar.

Nach all den Beiträgen ist mir klar geworden, daß ich mich um sowohl
MSP als auch AVR in Zukunft kümmern werde.

Autor: André Kronfeldt (freakazoid)
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@arc:
> Varianten mit USB und CAN-Schnittstellen verfügbar
USB? Wo? Seit Jahren (okay, Jährchen) warte ich drauf. Konnte
aber bislang nirgends was finden.
(Wollte schon aus Frust zu den PICs konvertieren, aber da ist die
Schwelle wohl doch noch zu hoch gewesen).

Grüße, Freakazoid

Autor: Nobody (Gast)
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Autor: André Kronfeldt (freakazoid)
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Okay, ich hab mich wohl etwas falsch ausgedrückt ;-)
Wo kann man die Dinger kaufen? Hat jemand schon Erfahrung?
Das mit dem 'Finden' bezog sich also auf einen Shop. Trotzdem danke.

Grüße, Freakazoid

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich möchte auch den 8051 nicht unerwähnt lassen, der ist besonders für
Steuerungen optimiert.

Dazu hat er viele Befehle, die auf den SRAM und die Ports direkt
arbeiten.

Man kann sich z.B. bis zu 128 Schleifenzähler nehmen:
DJNZ 0, label
...
DJNZ 127, label

Daneben hat er auch leistungsfähige Bitbefehle, mit denen man
Logikgleichungen direkt umsetzen kann:

P1.0 = P0.2 & P3.4 | !P2.7

MOV C, P0.2
ANL C, P3.4
ORL C, /P2.7
MOV P1.0, C

Deshalb hat er auch 128 Bitspeicher (16 Bytes im SRAM).

Daneben hat er 32 Register (4 Bänke a 8 Register), wovon 8 als
Datenpointer dienen können.

Nur arithmetische Operationen (ADD, SUBB, MUL, DIV) müssen über der
ACCU laufen.
Der Rest (INC, DEC, ANL, ORL, XRL, DJNZ, CJNE) geht auch über Register,
SRAM oder SFRs (IO-Space).



Einen C-Compiler gibt es auch (8kB Demo) bei:

www.wickenhaeuser.de

oder der Profi:

www.keil.com


Nicht zuletzt gibt es beim 8051 die größte Typenvielfalt (etwa 500
Typen und 50 Hersteller).

Ein Beispiel ist der AT89LP4052 von Atmel (20MIPS bei 20MHz):

http://www.atmel.com/dyn/products/product_card.asp...


Und CAN-, MP3-, Ethernet-, USB-8051er gibt es auch schon seit Jahren.


Peter

Autor: Norbert (Gast)
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Wenn ich mich hier mal beteiligen darf, ich bin eigentlich auch der
Mienung, dass es egal ist, mit wlechem Controller machst. Es geht mit
allen.

Dann nochwas zu den MSP430, ich benutze sie recht intensiv,
programmiere aber immer in C. Bisher bin ich ganz zufrieden. Außerdem
hat TI jetzt einen neuen Typen herausgebracht: die MSP430F2xxx Reihe.
Sehr klein, aber auch erstmals im DIP verfügbar.

Autor: TheMason (Gast)
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@mikroman

ich gehöre auch eher zu der msp fraktion und muß sagen das mir der
prozi sehr gut gefällt. was ich wiederum echt mist finde ist das es den
nicht im dil gehäuse gibt und man sich immer adapterplatinen (oder
gleich ne richtig geätzte platine) holen muß.
das problem mit den 3.3V finde ich nicht so kritisch. die meisten 5V
komponenten kann man i.d.r für hobby-lösungen mit einem 3.3k Widerstand
(oder so) anpappen. geht i.d.r. eigentlich immer gut. nur wenns
professionell sein soll kommt man ohne externe pegelwandler nicht aus.

@all die den msp nutzen

gibt es eine offizielle variante die mehr als 8MHz kann ?
wenn ich einfach nun einen anderen quarz (z.b. 12MHZ oder gar 16MHz)
anschließe und die spannung geringfügig erhöhe (z.b. 3.6V) läuft der
dann immer noch stabil oder gibts da probleme ?
würde mich nämlich interessieren noch mehr leistung aus diesem netten
tierchen rauszukitzeln ...

gruß
rene

Autor: SupaChris (Gast)
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Die neuen MSP430F2xxx können doch 16MHz. Leider haben die dann (noch)
nicht so viele I/O.

Autor: MikroMan (Gast)
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@Peter Dannegger
8051 wäre auch interessant, wenn er nur 8 Beinchen 1-2K Flash und etwas
EEPROM hätte. Allerdings habe ich da keinen Typen gefunden. Wenn Du
einen weißt, sags mir bitte. Ansonsten habe ich mir die Philips
P89LPC924/925 angesehen.
C ließe sich für 8051 mit dem freien SDCC (small device c compiler
o.ä.) wohl auch machen. Habs noch nicht ausprobiert.

@TheMason und alle
Ich habe mir hier auf der Home-Seite einige MSP 430F1121
Experimentierplatinen bestellt. Die Entwicklungsumgebung will ich mir
demnächst von der TI Seite holen.

Autor: Norbert (Gast)
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Mit dem Übertakten scheint bei den MSP430 nicht so kritisch zu sein.
Zumindest betreibt TI seine MSPs im Debugger auch mit 12MHz ;-)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@MikroMan,

die P89LPC9xx sind auch alles echte 8051-er, d.h. mit jedem 8051
Assembler oder Compiler zu programmieren.

Sind 3,3V-Typen (5V tolerant).

Allerdings ist der P89LPC924 im TSSOP-20 (0,65mm Pinraster) schwer zu
löten.


Peter

Autor: TheMason (Gast)
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@norbert

auch z.b. ein msp430f149 ?!
das teil benutze ich eigentlich am ehesten und wenn der OHNE großen
aufwand (evtl. sogar ohne die spannung zu erhöhen) schneller betrieben
werden kann wär das echt was feines. hast du das denn auch mal
ausprobiert ?!

gruß
rene

Autor: Norbert (Gast)
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selber ausprobiert habe ich es noch nciht, aber im FET Debugger läufts
ja ;-) Da ist übrigens ein MSP430F1611 drin verbaut. Sollte ja sehr
ähnlich zum MSP430F149 sein.

Autor: arc (Gast)
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@Freakazoid
Die AT90CAN-Varianten sind definitiv verfügbar.
Letzter Stand bei den eigentlich für Mai(?) vorgesehenen USB-Varianten:
41KW

Zu den 8051ern: SiLabs hat einige Interessante von 3mm x 3mm QFN bis
hin zu 100Pinnern und hochauflösenden AD-Wandlern.

http://www.silabs.com/tgwWebApp/appmanager/tgw/tgw...

Eine weitere Architektur mit sehr flexiblen Digital- und Analog-IOs:
Cypress PSoC

http://www.cypress.com/portal/server.pt?space=Comm...

Autor: Erwin Reuss (Gast)
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@Andre Kronfeldt
AT90CAN128 sind in TQFP-64 Gehäusen sehr schlecht zu bekommen. Aus
diesem Grund gibt es bei

www.obd-diag.de

eine kleine Adapterplatine, auf der die QFN-Version aufgelötet ist.
Ich habe angeregt, den Controller auch unprogrammiert anzubieten, wird
sicher in Kürze dort, oder auf meiner Homepage auftauchen.

AT90CAN32, die kleine Version (was den Speicher angeht) gibt es
inzwischen als "Engineering Samples" im TQFP-64-Gehäuse.

AT90USB1287 im TQFP-64 Gehäuse sind lieferbar.


Erwin

Autor: André Kronfeldt (freakazoid)
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Kewl. Beim AT90USBKEY könnt ich schwach werden.
Ist jedenfalls schonmal auf meiner Merkliste ;-)

Danke & Grüße,
Freakazoid

Autor: arc (Gast)
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@Erwin
Darf man erfahren wo die AT90USBs erhältlich sind, bei
Spoerle oder MSC/Gleichmann zumindest nicht.

Autor: Christian Gärtner (christiang)
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@Marcus
Die Freescale Entwicklungsumgebung/Comiler (CodeWarrior) kostet erst ab
32K Codegröße Geld. Die "Special Version" (o.ä.) ist frei.
Als Programmiergerät/Debugger kann man ruhig auf TBDML zurückgreifen.
Dieser Debugger (BDM Schnittstelle) ist einen Freescaleingenieur in
seiner Freizeit entwickelt worden und kostet außer eine Platine und
einer Hand voller Bauteile nichts. Ist im ganzen genauso billig oder
teuer wie die AVR Lösung.
Und Chips kann man in klenen Mengen als Samples bestellen...

Grüße
Christian

Autor: André Kronfeldt (freakazoid)
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@arc:

Vergleich mal die Initialien von Erwin mit seiner eMail-Adresse.
Dann kommt man schnell auf www.er-tronic.de

Grüße, Freakazoid

Autor: arc (Gast)
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Wer lesen kann...
Wundert mich trotzdem, da die "Großen" noch nicht einmal Muster
haben.

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