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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Änderung einer Schaltung mit µC (PIC 16F874)


Autor: Andreas Mühling (Gast)
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Hallo NG.

Ich habe hier:
http://www.ucapps.de/floorboard/floorboard.pdf

eine Schaltung entdeckt, die genau das tut, was ich brauche (soll ein
MIDI Controller werden - ist aber für meine Fragen nebensächlich) -
wenn man kleine Änderungen vornimmt.
Der Controller funktioniert so, dass man eine Anzahl an Fußschaltern
(normally open, momentary) hat, und wenn man einen davon drückt, wird
über den TX Pin eine MIDI Program-Change Nachricht versandt. Dazu soll
angezeigt werden, welches "Programm" grade aktiv ist (dazu das
Display).

Leider reicht mein Wissen über Elektronik nicht aus, um zu entscheiden,
ob das so funktioniert, wie ich mir das denke. Dehalb meine Frage an
euch, ob das Sinn macht, wenn ich die Schaltung wie folgt ändere (die
Software entsprechend zu modifizieren ist kein Problem):

1) Anstelle des Displays will ich einzelne LEDs:
Dazu sollte es ja ausreichen, einfach (mit dem entsprechenden Wert für
den Vorwiderstand), eine LED an einen PIN anzuschließen, und der
steuert diese dann direkt an (wird wohl nur mit low-current LEDs gehen,
muss ich nochmal in die Datenblätters des PICs schauen.

2) Weniger Taster.
Ich brauche nur 4-5 Taster und auch die Veränderung der Zehnerstelle,
wie sie original vorgesehen ist brauche ich nicht. Was ich aber nicht
verstehe, ist, warum die Switches am RB Port anders angeschlossen sind
als am RD Port (dort liegt der Pin auf Vdd, wenn der Schalter offen
ist).
Ich würde einfach 4-5 Schalter so an den RB-Port anschließen, wie es
dort auch gemacht ist, alles andere Weglassen (muss man den RD Port
trotzdem auf Vdd legen, auch wen er gar nicht benutzt wird?)

-Fällt euch sonst irgendwas auf, was man so besser nicht machen
sollte?

Ich hoffe euch ist das nicht zu blöd, aber ich will nicht unbedingt den
µC im Trial-And-Error Verfahren zerschießen...

Danke schonmal.

MfG,
Andy M.

Autor: Dieter Werner (Gast)
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Bei fast allen PICs lässt sich durch ein Steuerbit an den RB Portpins
ein interner Widerstand aktivieren, ganz ähnlich wie es in dem Plan an
den RD Ports zu sehen ist. Einfach mal im Datenblatt die Beschreibung
von Port RB durchlesen.

Den RD Port kann man dann für die Ansteuerung von LEDs benutzen oder
einfach unbeschaltet lassen.

Autor: Schoasch (Gast)
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Hi

Prinzipiell sollte die veränderung überhaupt kein Problem sein.

Du kannst auch normale LEDs an den PIC hängen, denn normal schaft so
ein PIC 25mA pro PIN.

Die Taster kannst du auch einfach weg lassen. Wenn du das programm
nicht umschreiben willst, dann solltest du die Pull-Up Widerständen an
RD lassen. Veränderst du sowieso das Programm, so kannst du sie
entfernen, nur solltest du dann das TRIS-Register für PORTD auf
0(Ausgänge) setzen, denn sonst können Querströme fließen.

Aber irgendwie finde ich, dass der PIC dann reichlich überdimensioniert
ist ;-)

mfg SChoasch

PS: In welcher Sprache liegt das Source-file vor?

Autor: Andreas Mühling (Gast)
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Danke schonmal für die 2 Antworten bisher.

Das Sourcefile?
Hab noch gar nicht geschaut, ich denke Assembler.

Ist aber eigentlich egal. Vermutlich werde ich einfach das Programm
ganz neu schreiben, wohl auch in Assembler.

Das mit den Pull-Up Widerständen hab ich jetzt begriffen, und es sieht
tatsächlich so aus, als könnte jeder Pin 25mA liefern, da kann ich dann
auch ne normale LED anschließen.

Allerdings bin ich grade am überlegen, ob ich nicht einfach ein
fertiges Conroller-Board mit einem AtMega168 drauf kaufen soll.
Das hätte den Vorteil dass ich nichts selbst löten muss und für die
Programmierung nur ein Kabel zusätzlich brauche. Und die USART für den
MIDI Anschluss hat der auch.

Das einzige Kriterium, dass ich nicht beurteilen kann ist die
Robustheit des Ganzen.
Es muss hinterher viel aushalten, da es Teil meines Bühnenequipments
wird (also Feuchte Luft, schnelle Temperatur-Änderungen, Stöße, ...).

Gibt es da vielleicht einen Unterschied zwischen dem AtMega und einem
PIC - man liest ja öfters, dass die PICs sehr robust und
"unkaputtbar" wären - bezieht sich das nur auf Verdrahtungsfehler und
sowas?

Wenn du sagst "der PIC ist reichlich überdimensioniert", was wäre
denn dein Alternativ-Vorschlag (nur ein anderes Modell?, oder was ganz
anderes?)

MfG,
Andy M.

Autor: Schoasch (Gast)
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Wie es bezülich robustheit bei den PICs in der hinsicht aussieht, weis
ich leider nicht, wobei es sicherlich interessant wäre. Da ist es wohl
am besten, wenn du auf www.fernando-heitor.de einen Thread startest.
Hier wird das ganze wohl eher in einen Glaubenskrieg ausarten.

Welchen PIC du nehmen solltest, hängt jetzt davon ab was du jetzt alles
genau brauchst. Zähl mal alles bitte auf(und auch deine Bezugsquelle).

Für die Programmierung brauchst du bei den PICs auch nur 1 Kabel:
http://www.olimex.com/dev/images/pic-pg1-sch.gif

Kannst du µC Programmieren(PICs und AVRs?)?

Autor: Andreas Mühling (Gast)
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µC Programmierung ist kein Thema, hab ich schon öfters als
Auftragsarbeit gemacht (bin auch Informatiker).
Zwar bisher weder Pic noch AVR, aber da sehe ich wirklich keine
Probleme. Zumal das Programm in diesem Falle ja sehr einfach aufgebaut
ist.

Was ich alles brauche:
5 digitale Eingänge für die Schalter
5 digitale Ausgänge für die LEDs
USART für MIDI (ginge evtl. auch anders, aber so wärs am leichtesten,
da ich auf schon funktionierenden Code zurückgreifen kann)

Programm:
Sobald ein Schalter gedrückt wurde die entsprechende LED anschalten
(und die bisher leuchtende ausschalten) und eine entsprechende MIDI
Program Change Nachricht senden.

Das wars (obwohl es, für spätere Erweiterungen evtl. nicht verkehrt
wäre, wenn noch 1-2 digitale I/O Pins übrig wären).

Bezugsquelle (für die Teile war gemeint?):
Naja, nix spezielles, Reichelt, Conrad, Bürklin.
Ich kann mir halt für 180 Euro auch einen fertigen Fußschalter kaufen,
aber in der Preisklasse sind die alle noch wenig robust, und ein
entsprechend "unzerstörbares" Gehäuse habe ich hier schon, daher
meine ich müßte ich mit Selbstbau billiger und besser wegkommen.
Ob die Teile jetzt 20 oder 30 Euro kosten wäre mir da erstmal nicht so
wichtig.

Bei
www.robotikhardware.de
kann man z.B. ein Atmel Controller-Board bestellen, das sieht ganz
vernünftig aus. Würde ich die PIC Schaltung nachbauen, so würde ich sie
wohl frei auf einer Lochrasterplatine verdrahten.


Werde dann evtl. mal in dem verlinkten Forum zwecks Robustheit
nachfragen, aber vielleicht hat ja hier auch schon jemand entsprechende
Erfahrung sammeln können.

MfG,
Andy M.

Autor: Schoasch (Gast)
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Naja wenns nicht so wichtig ist, dann nimm doch einfach den PIC der
vorgeschlagen ist. Bei Reichelt kostet dieser 6.35Euro. Ich hab halt
nur gemeint, dass es vl auch ein günstiger PIC tun würd. Reserven
hättest du dann aber auch reichlich ;-).

Zur Robustheit: Also alle mein PICs arbeiten bis jetzt eigentlich sehr
zuverlässig und funktionieren auch sehr gut. Meine PICs sind zb in
einer Fernbediung im Auto, wo es im winter ziemlich kalt ist und im
Sommer halt ziemlich heiß. Ein anderer ist in einem Holzgehäuse welches
an der Hausmauer angschraubt ist. Dort hats so im Winter manchmal etwa
-25Grad. Im Sommer kanns dort aber zeimlich heiss werden, da das ganze
auf einer schwarzen Wand befässtigt ist. Die Luftfeuchtigkeit hat ihm
bis jetzt auch noch nichts getan.
gg Und so halten sie auch einiges aus... meine Mutter hat sich mal
einen PIC in ihre Schuhe getretten und ist einen Tag(oder vl auch mehr)
damit herumgegangen.... der kleine Kerl hats, bis auf ein paar
abschürfungen, überlebt :D.

Autor: Andreas Mühling (Gast)
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Na das klingt doch nicht schlecht.

Sofern nicht noch irgendwelche weiteren Hinweise kommen, werde ich dann
wohl einfach beim PIC bleiben.


Andy M.

Autor: Andreas Mühling (Gast)
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Eine Frage hätte ich noch zur Eingangs verlinkten Schaltung:
Der Eingang für 9V bezieht sich meiner Meinung nach auf Gleichstrom, da
in der ebenfalls vorhandenen Stückliste ein ganz normales
Steckernetzteil für 9V angegeben ist (das Gleichstrom liefert).
Was soll dann der Gleichrichter noch da?

Macht der Sinn, wenn man tatsächlich mit 9V Gleichstrom arbeitet?

MfG,
Andy M.

Autor: Matthias (Gast)
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Der Gleichrichter arbeitet hier als einfacher Verpolschutz, das heißt es
ist egal an welchem Eingang du Minus und Plus anlegst / wie dein
Steckernetzteil gepolt ist.

Autor: Andreas Mühling (Gast)
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Ahh.
Gut zu wissen...
:-)

Danke!

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