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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AT91RM9200 mit Display


Autor: Günther Schmidt (Gast)
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Hallöle,

Ich brauche etwas ganz ähnliches wie das hier:
http://elmicro.com/de/armeva.html. Allerdings gefällt mir die
Zusammenstellung und der Preis nicht.

Also ich habe folgendes vor: Mit dem Gerät soll Text und Bilder auf ein
Farbdisplay ausgegeben werden. Dazu wäre es prima, wenn man Logfiles per
ethernet auslesen kann und wenn man das Bild noch ausdrucken könnte
(daher gefält mir die Zusammenstellung nicht, da kein USB-Host). Das
ganze am liebsten mit einem embedded Linux.

Nun ist meine Frage: Wie bekomme ich da ein Display dran und wie mache
ich das dem Linux begreifbar? Wenn das nämlich klappt, könnte ich mit
SDL oder sonstwas schön einfach die ganze Anzeigerei machen. In der
Wahl des Displays bin ich frei, sollte nur nicht so teuer sein und
320x200 sollten genügen.

Hab noch nie ein grafisches Display benutzt, daher bin ich etwas ratlos
und auch etwas ängstlich wegen des Aufwandes.

Danke schonmal,

Günther

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Wenn du den Preis auf oben genannter Seite schon scheust, dann solltest
du mit Selbstbau gar nicht erst anfangen.

Bei mir ist so ein Teil in der Pipeline (sobald ich Semesterferien
habe), und ich werde alleine für die Platine schon um die 100 Euro
zahlen müssen (dürfen). Bei diesen Taktfrequenzen kommt man um ne
4-Layer Karte nicht herum.
Dazu dann noch die ganzen anderen Geschichten wie Ethernet-Phy,
Controller, MagJak, Grafikcontroller und nicht zu vergessen den SDRAM
und den Flash. Macht wohl auch nochmal was um die 100 Euro.
Und dann hast du immer noch kein Display. Die sind, gerade wenn es
Farbe sein soll, nicht gerade billig.

ARM-Boards mit dem AT91RM9200 bekommst du aber auch schon billiger. Ich
glaube, die fangen bei knapp 100 Euro an. Ob die dann aber noch nen
Grafikcontroller onboard haben, wage ich zu bezweifeln. Und ohne wirst
du nicht auskommen.

Google mal nach S1D13804 oder ähnlichem. Seiko/Epson stellt für seine
Grafik-Controller auch Treiber für Linux dafür bereit.

Und von SDL würde ich dir in dieser Hinsicht auch abraten. Setze lieber
auf Qt-Embedded, das wurde für Embedded-Systeme geschrieben und ist
entsprechend Resourcenschonender. Für SDL brauchst du nämlich noch nen
X-Server, der richtig Resourcen braucht, während Qt-Embedded den schon
mitbringt. Allerdings etwas anders aufgebaut und weniger
speicherfressend.

Im übrigen steht in der Beschreibung zum Board folgendes: 2x USB Host
Anschluß
Hätte mich auch gewundert, wenn nicht, da der AT91RM9200 den schon
mitbringt.

Autor: Günther Schmidt (Gast)
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Danke für deine Antwort. Also das eigentliche Board, wofür es dort auch
so ein Mini-Datenblatt gibt, hat kein USB-Host. Die führen das über die
Steckerleiste raus. Die richtigen Anschlüsse sind dann auf dieser
Unterkarte, wo sich dann auch der Grafikcontroller befindet. Allerdings
nutzt mir das gar nichts, weil ich ja kein Graustufendisplay mit 160x240
Punkten benutzen will.

Aber bezüglich der Kosten und auch der Entwicklungszeit könntest du
Recht haben. Wie schließt man denn diese Epson-Grafikcontroller an? Da
steht unter CPU Interface auch nur StrongARM. Bin ein wenig confused.
Ich dachte ich kann da ein Display über SPI anschließen und gut. Tja,
naiv halt. Vielleicht könnt ich ne neue Unterkarte entwerfen, die
meinen Ansprüchen genügt.

Günther

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Guck dich mal nach anderen Evaluation-Boards um. Gibts ja mittlerweile
wie Sand am Meer.

Den Controller kannst du eigentlich 1:1 an den Bus hängen, der
unterstützt auch generische 8- und 16-bit Busse. Kannst dir auch mal
das Schematic vom Atmel Eva-Board angucken. Kannst du auf deren Seite
downloaden. Die haben auch nen S1D13804 darauf verbaut.

Ansonsten würde ich mal die ganzen Display-Distris abklappern und
nachfragen, ob die nicht vielleicht ein Display in deiner Wunschgröße
evtl. sogar mit nem SPI-Interface haben (was ich sehr zu bezweiflen
wage, da in diesem Falle auf dem Display ein richtiger Grafikchip
sitzen müsste, der die Daten noch aufrechnet und dann ausgibt. Aber wer
weiß, was es mittlerweile alles gibt.).

Soweit ich weiß, brauchst du für den USB-Host auch nichts weiter als
nen USB-Stecker und evtl. noch den ein oder anderen Widerstand. Das
also zu dem Board dazuzubauen, sollte nicht wirklich ein Problem sein.

Autor: Günther Schmidt (Gast)
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Du bist aber wirklich sehr schnell und hilfsbereit. Vielen Dank.

Na wenn das so einfach ist, werde ich mich danach mal umtun. Den
Schaltplan zum EVA-Board habe ich mir angeschaut. Ich weiß ja nicht, ob
ich das einfach "abkupfern" darf. Auf jeden Fall ist das EVA-Board
erheblich zu groß, also von den Abmaßen. Ich habe nur 6cm Platz in der
einen Richtung, deutlich mehr in der anderen.

Das mit dem SPI war eher sone fixe Idee, mir ist das im Prinzip egal,
wie es angeschlossen wird, hauptsache ich kann mittels Linux drauf
malen.

Das ARM-Modul hat eben schon Ethernet und den Cardreader onboard, dazu
kommen mir die Abmaße sehr entgegen. Wenn es natürlich ein Board gäbe,
wo auch noch der USB-Host und Ethernet mit nem Stecker drauf wären
würde ich das bevorzugen, da die Huckepackplatine entfällt.

Übrigens wirft google bei S1D13804 keine Ergebnisse aus. Finde ich auch
nicht auf dem EVA-Board. Ich finde allerdings auch nirgend sonst
irgendeinen Grafikchip. Auf dem EVA-Board ist das LCD nur mit D[0..7]
angeschlossen. Wird das jetzt auf das ARM-Modul durchgeschleift? Da
gibt es nämlich auch keinen Grafikchip. Komisch.

Günther

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Sorry, mein Fehler.
Sollte S1D13806 heißen, nicht 804.
Infos dazu gibts hier:

http://www.erd.epson.com/vdc/html/legacy_13xxx.htm

Falls wir nicht vom selben Board sprechen:

http://atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc6103.pdf

Das werde ich teilweise auch als Vorlage für mein eigenes Board
benutzen. Modifiziert, mit ein paar Zusätzen und ein paar verworfenenen
Teilen...

>>Ich weiß ja nicht, ob ich das einfach "abkupfern" darf.

Na ja, man kann solche Controller meist nur auf einem Weg anschließen.
Deshalb wird, kann und darf dir da keiner nen Strick drauß drehen.

Autor: Günther Schmidt (guenther)
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Ach ja, nein das Board meinte ich nicht. Danke nochmal.

Kennst du noch zufällig eine Aufstellungen mit Display-Distributoren?
Die Suche bei Google führt in erster Linie zu TFT-Monitoren und
Fernsehern. Alles viel zu groß und zu teuer.

Günther

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Na ja, Glyn vertreibt z.B. Displays in den Größenordnungen, wie du sie
suchst. Wäre jetzt auch meine erste Anlaufadresse.

Sonst fällt mir auf Anhieb keiner ein, obwohl es noch einige mehr in
der Richtung gibt. Aber ich bin sicher, die können dir die anderen User
dieses Forums nennen. ;-)

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Es gibt zu LCD-Displays die "LCD-Discussions" bei eio.com, die auch
LCD-Restposten anbieten:
http://www.eio.com/public/lcd/
http://graphic-lcd-lcds.shopeio.com/inventory/cata...

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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farbige LCD aber eher unter "Panel-LCDs"
http://lcd-panels-lcds.shopeio.com/inventory/catal...

Autor: Günther Schmidt (guenther)
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Danke, Leute.

Ihr seid Spitze. Wenn es hier Sternchen gäbe hättet ihr welche
bekommen.

Günther

Autor: Günther Schmidt (guenther)
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Gibt es bei Glyn auch irgendwo Preise? Das sieht ja alles ganz nett aus:
http://www.glyn.de/content.asp?lid=1&font_flg=0&sd...
Aber ohne Preise?

Autor: Frank Erdrich (erdi-soft)
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Einfach mal anrufen oder eine Mail schicken.
Die sind super nett und behandeln auch privat kaufende Kunden wie
Menschen...
Die schicken dir dann auch gerne ein Datenblatt zu.

Irgendwie macht mich das 4. Display im 3,5" Format etwas stutzig.
Auflösung von 320 x 440 Pixel? Falls du anrufen solltest, könntest du
dann mal nach nem Datenblatt für dieses Display anfragen oder zumindest
nachfragen, ob die Pixelangabe stimmt?
Es gibt ja die krummsten Werte, aber sowas hab ich noch nicht gesehen.

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