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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Gleichrichter, Dioden oder SCR für 50VAC/50A


Autor: Michael S. (mst)
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Hallo,

ich such eine möglichst elegante Möglichkeit aus 50VAC/50A eine
DC-Spannung zu machen die ich dann nachher auf 50V/50A Linear
stabiliesieren möchte. Hat sich jemand schonmal in diesen
Leistungsklassen bewegt?

Einfach Überschlagsrechnung (Worst-Case):
     Spannung nach Gleichrichtung und Siebung 50VAC * 1,41 = 70V;
     Spannungsabfall am Linearteil: 70V - 50V = 20V;
     Verlustleistung am Linearteil 20V * 50A = 1000W !!! amkopfkratz

Ein altes Linear-NT welches ich mal ausgeschlachtet habe hatte einen
aktiven Gleichrichter mit SCR's (Silicon Controlled Rectifier);
Hat sowas schonmal jemand gebaut, oder noch besser aktiv im Einsatz?

Gruß Micha,

Autor: Benedikt (Gast)
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Ich habe ein 10V 100A Netzteil von HP, das mit einem Triac primärseitig
vorgeregelt wird.

Selbstbau ist nicht ganz einfach, denn 50A * 2V macht auch noch
mindestens 100W Verlustleistung im Thyristor. Außerdem werden da
Induktivitäten geschaltet, was bei solchen Strömen auch nicht ohne ist.

Autor: Michael S. (mst)
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@Benedikt:
Also wenn es nur darum geht 100W Verlustleistung wegzubekommen, da mach
ich mir keine Sorgen... Bei meinem 24V /80A Netzteil muss ich bei
Vollast ein wenig mehr als 400W Wärme an den Leistungstranistoren
wegbringen.

Hab da ein Kühltunnel mit 10 x 10 cm. Vorne und hinten ein Lüfter
drauf. Geht seit Jahre einwandfrei! :) Nur halt das es gerade jetzt im
Sommer unnötig abwäre erzeugt die eigentlich nicht sein muss!

Deshalb nun meine Überlegungen zum Neunen NT 50V/50A... den 1kW
Wärmeentwicklung muss nicht sein!

Gruß Micha,

Autor: Thomas S. (Gast)
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Wie wärs mit nem Schaltregler ?
bei ca. 90%-95% Wirkungsgrad dürfte das noch handhabbar sein.

Thomas

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo!

Also zu deiner Berechnung :

Im Lastfall ergibt die gleichgerichtete Spannung ca. 55...58V (je
nachdem wie dein Trafo ausgelegt ist).

somit bleiben am linearteil 250 .. 400 W Verlust.
immer noch ein schöner brocken aber handhabbar.

Ideal wäre eine primärseitige Triac-Vorregelung um die Verluste im
linearteil zu begrenzen.
Allerdings bringt das im endeffekt auch nicht die welt da du für einen
saubere regelung mindestens 2-3 V mehr als die ausgangsspannung
brauchst. ergibt somit 100 .. 150 W Verlust

zur triac-vorregelung: Vor vielen vielen jahren war im Elektor mal so
ein Netzteil-projekt drin. (kann auch sein das es im elrad war)

mfg,
stefan

Autor: Michael S. (mst)
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@Thomas:
Das Netzteil soll später für eine HF-Endstufe eingesetzt werden.
Für genau diesen Einsatzfall habe ich schon schlechte Erfahrungen mit
Schaltnetzteilen gemacht. Ein MRF150 hab ich mir vor einigen Jahren in
die ewigen Jagtgründe geschickt! :( Sicher gibt es Schaltnetzteile
welche HF-Fest und auch gute Lastausregelung haben, aber für den
Eigenbau ist das sicher ein harten Brocken...

@Stefan:
Der (Ringkern)-Trafo welchen ich hier schon habe, bringt laut
Typenschild 47,8V bei 45A, deshalb war meine "worst-case" Rechnung
auch mit 50V/50A angestellt... Was das Teil im Leerlauf bingt habe ich
noch garnicht gemessen.

Also die von dir angesprochenen max. 400W Wärme würde ich mir zutrauen
bedenkenlos zu "verheizen" und auch wegzubringen... Aber nahezu 1kW
wird heftig... :-)



Hat hier jemand zufällig diesen besagten Elektor/Elrad und könnte mir
mit dem Artikel unter die Arme greifen?
Oder gibts irgendwo eine Übersicht der bisher erschienen Artikel, das
man sich einen bestimmen irgendwoher besorgen könnte? Beim Verlag
direkt vielleicht?

Gruß&Dank für die besherigen Antworten Micha,

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo Michael!

Also wenn 47,8 V bei 45 A draufsteht dann bekommst du als
Gleichspannung unter Last ca. 52 .. 55 V
Somit erübrigt sich eigentlich die triac-vorregelung
( Der faktor 1,41 gilt nur für den Leerlauffall, unter Last kannst du
mit ca. 1,1 ... 1.15 rechnen, je nachdem wie steif dein Trafo ist)

weiters musst du berücksichtigen das du sehr hohe Kondensatorladeströme
hast und somit muss der Trafo mehr als deine DC-Ausgangsleistung bringen
(ca. Faktor 1,3) muss,
für 50v/50A (2500 W) benötigst du also ca 3250 VA Trafoleistung.

Für kurzzeitbetrieb (2 ... 4 Stunden) oder teillastbetrieb ist dein
trafo sicher ausreichend, für dauerbetrieb allerdings nicht.

mfg,
stefan

Autor: Michael S. (mst)
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Hallo Stefan,

ok, erstmal vielen dank für die ausführungen.

Ich denke ich werde das ganze jetzt mit einem Brückegleichrichter
aufbauen und dann mal in der Realität messen!

Die Theorie ist ja recht schön und gut, aber die praxis sieht
eigentlich immer anders aus... :-)

Hat jemand ne Idee wie ich 50V/50A mal ne Zeit lang belasten könnte
ohne das mir alles abbrennt? 10l Eimer mit Salzwasser vielleicht? :)

Gruß Micha,

Autor: Klaus (Gast)
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Belastung mit Bilux- oder H4 Glühlampen, jeweils 4 in Reihe.

Das ganze brauchst Du dann ca. 10 mal.  Macht auch schön hell.
Aber ordentlich aufbauen, keine Freiluftverdrahtung sondern
Halteböcke.
Sollte nicht umkippen können.
Nur auf gefliestem --unbrennbaren-- Fußboden betreiben.

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo Michael!

Also meine Werte beziehen sich auf die Praxis
(Baue des öfteren Netzteile), und bin bis jetzt sehr gut damit
zurechtgekommen.

Ein test ist aber nie schlecht, da die Werte auf den Trafos nicht immer
der Realität entsprechen. ( Toleranzen  von +- 5% bei
Trafonennspannungen sind zulässig. Hast also im schlechtesten Fall nur
45.5 V~)

mfg,
stefan

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