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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Unterschiede 1:x NF- und 100V-Übertrager ?


Autor: Neuling (Gast)
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Hallo,
für eine Beschallung in einem Partykeller sollen 100V
Visaton-Deckenlautsprecher eingebaut werden.
Nun muß ich ja den Audioausgang auch auf die 100V bringen.
Es gibt z.B. bei Reichelt nun NF Übertrager mit 1:x Umsetzung und eben
die 100V Visaton-Übertrager.
Meine Frage ist nun, ob ein Print NF Übertrager ausreichen würde den
Audiopegel auf die 100V der Visatonlautsprecher anzuheben, oder ich den
wesentlich teureren Visaton Übertrager nehmen muß ?
Da das mein erstes Projekt ist, wo höhere Spannungen zur Anwendung
kommen wäre mir ein Schaltplan und Sicherheitshinweise SEEEHR
willkommen ;)
So wie ich das sehe sind ja beides einfache Trafos, nur das die 1:x
NF-Überttrager einen fixen Wert haben und daher nur vier Anschlüße und
die Visaton mehrere Abgriffe für unterschiedliche Lautsprecher bzw.
Spannung ?
Irgendwie stehe ich gerade ziemlich auf dem Schlauch, ist aber auch
wieder 33° C in der Bude Schwitz
Vielen Dank für Eure Hilfe,
Dirk

Autor: micha (Gast)
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Hi
Ich hatte in den 70zigern mit 100V Technik zu tun.

Da auch immer Leistung übertragen wird,reicht kein Printtrafo.
Die Visatonübertrager wären da zwingend erforderlich.

Im Web wirst Du bestimmt noch zahlreiche Infos zur 100 V Technik
finden.
micha

Autor: ..... (Gast)
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....es soll ja auch Verstärker mit 100V Ausgang geben...

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

100V-Anlagen sind Spannungsgespeist, das heißt, der Verstärker muß eine
von der Last unabhängige Spannung von 100V für Vollaussteuerung abgeben.
Man kann vermutlich auch heutige Home-NF-Verstärker mit einem Übertrager
im 100V-Betrieb mißbrauchen, sie sind normalerweise so stark
gegengekoppelt, daß die Spannung von der Last unabhängig genug sein
wird. Gilt natürlich alles nur bis zur maximalen Ausgangsleistung.

Für einen normalen Verstärker sieht es letztlich genauso aus, als ob
eben Lautsprecher mit verschiedener Impedanz angeschlossen sind.

Der 100V-Übertrager mup natürlich die komplette Leistung übertragen,
das sind dann bei z.B. 50W schon etwas größere Exemplare.

Die Leistungsberechnungen werden dann "starkstrommäßig" gemacht.
50Watt bei 100V sind 0,5A.
100V/0,5 sind 200 Ohm.
Das wäre dann die Impedanz des bötigen Übertragers auf der 100V-Seite.
Die Verstärkerseite muß der optimalen Impedanz des Verstärkers
entsprechen, meist 4 oder 6 Ohm.
Bei den Lautsprechern ist es dann genauso:
Wenn ein 8W-Chassis an 100V soll also 8W/100V = 0,08A
100V/0,08A = 1250 Ohm
Die 100V-Leitung muß also mit den 1250Ohm-Anschlüssen des Übertrages am
Lautsprecher verbunden werden.

Der Vorteil der 100V-Technik ist vor allen, daß die fließenden Ströme
kleiner sind, damit größere Leitungslängen möglich sind, außerdem
ändert sich die Lautstärke der angeschlossenen Lautsprecher nicht, wenn
man welche dazu oder abschaltet.

Ob das für Deinen Partykeller Sinn macht, musst Du selbst entscheiden.
Du kannst auch die Übertrager in den Lautsprechern abklemmen und die
Chassis so zusammenschalten, daß Du auf die Impedanz Deines Verstärkers
kommst...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: anonymer Rahul (Gast)
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Das System nennt sich auch ELA-Technik.
Guck mal bei Monacor.de, die verteiben auch Zeug in der Richtung.

Autor: Profi (Gast)
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100V-Technik ist ein Relikt aus der Röhrenzeit.
Oder wenn innerhalb eines großen Gebäudes (z.B. Schule, Krankenhaus,
Kirche) Durchsagen oder Alarm verteilt wird.

Für einen Partykeller meines Erachtens fehl am Platze.
Mein Vorschlag: weg mit dem alten Eisen (-kernen).
Lautsprecher direkt an die Endstufe.

Um welche Leistung geht es denn?

Autor: ..... (Gast)
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wenn der Übertrage extra sitzt vgl.
http://www.lautsprechershop.de/pa/index.htm?/pa/dl_visa.htm
....

Autor: Neuling (Gast)
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Sorry das ich mich jetzt erst melde ...
Also die Deckenlautsprecher sind ein Bodenfund und da steht halt 100V
drauf.
Deswegen meine Frage ;)
Soweit ich jetzt die Antworten verstehe ist es für einen Partykeller
NICHT notwendig die 100V Technik zu benutzen.
Momentan brüllt hier eine NoName Kompaktanlage mit kleinen
"Brüllwürfeln" ...
Ich dachte, das wenn ich nun die Visaton (soll ja gute Qualität sein)
benutze einen besseren Klang bekomme.
Nur so wie ich das jetzt verstehe bedeuten die 100V nur das ich auf
größere Leitungslänge = Raumgröße mit einem 100V Verstärker eine
"Hintergrundberieselung" realisieren kann.
Ist das richtig ?
Konkret, wenn ich statt der "Brüllwürfel" nun einen ordentlichen
Dolby-Sourrond Verstärker und passenden CD-Player installiere, bekomme
ich dann mit fünf "normalen" Boxen einen besseren Raumklang ?????
Die Übertrager sind direkt an die Lautsprecher gelötet, ist aber kein
Problem die an "normale" Lautsprecherkabel anzuschließen ;)
Also nun neue Frage:
Die 100V Visaton Deckenlautsprecher ohne Übertrager an "normalen"
Verstärker anschließen oder lieber Subwoofer irgendwo und vier
Lautsprecher in den Ecken aufstellen ?
Vielen Dank für die Infos,
Dirk

Autor: Reinhold Bill (ebill)
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Deckenlautsprecher sind was für Durchsagen udgl., aber nichts für die
Beschallung eines Partykellers! Und wozu Dolby Surround und 4
Lautsprecher in 4 Ecken?? Totaler Quatsch! Diese Surroundnitis ist ja
bald nicht mehr erträglich!

Verwende einen fetten 2-Kanal-Stereoverstärker und ein Paar anständige
Boxen, am besten Standboxen und gut ist es.


eBill

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