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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Allgemeine Elektronik-Fragen


Autor: Stefan Heindel (Gast)
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Hallo, Forum. Ich habe mal ein paar Fragen an euch.

1. Was ist genau ein Latch-Up..?
Also nach dem was ich herausgefunden habe, erzeugt Überspannung an einem 
Digital-IC einen Latch-Up, dass heisst das IC bekommt einen Kurzschluss. 
Irgendwo habe ich gelesen: " Wenn das IC einen Latch-Up hat, zündet ein 
interner Thyristor...", was sich sehr nach einer gewollten Absicht 
anhört. In irgendwelchen Datenblättern oder AppNotes habe ich jedoch 
gelesen, dass es eher ein lästiger konstruktionsbedingter Nebeneffekt 
ist.
Was mache ich wenn ein IC einen Latch-Up hat? Ich hatte mal einen 1200er 
AVR und der wurde danach so heiß dass das Steckbrett drunter geschmolzen 
ist.

2. Ich muss mit dem AVR eine Spannung messen. Um die Anzeige träger zu 
machen, habe ich mir überlegt zwischen den Spannungsteiler (47k-10k) und 
dem AVR-Portpin noch einen 100k Widerstand in Reihe zu schalten und 
zwischen AVR-Portpin und Masse einen Elko mit ca. 2,2 µF zu schalten, 
der sich dann langsam auf- und entlädt. Kann man das so bauen?

3. Wieviel Strom halten die interen "Clamping-Dioden" vom AVR aus? Gibt 
es da Richtwerte?

4. Ich muss mit meinem AVR ein 12V Signal schalten, es muss so gut wie 
kein Strom fließen. Im Moment habe ich einen einfachen Schalttransistor 
genommen (2N3904), der mit einem 33k Widerstand vom Portpin zur Basis 
geschaltet worden ist. Emitter liegt auf Masse, Collector ist über einen 
100k Widerstand auf +12V angeschlossen. Kann den 2N3904 nicht mehr 
weiterverwenden, da ich das ganze jetzt in SMD aufbauen will. Kennt 
jemand einen Feld-Wald-Wiesen-Transistor oder FET, der diese Aufgabe 
erfüllen könnte...? Ein BC547 funktionierte komischerweise nicht.

Fragen über Fragen....
Danke schon mal im Vorraus für Eure Antworten!

Stefan

Autor: HDW (Gast)
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also mal zum heiß werden. ich habe zwar keine Ahnung von AVR, aber ich 
habe mal einen pic falsch ins steckbrett eingesteckt und deshalb wird 
der andauernd extrem heiß.
Du musst eigentlich nur darauf achten, dass stablisierte 5v aus dem 7805 
auf den AVR kommen. und natürlich nicht verpolen.

zu dem transistor: vielleicht war der Transistor defekt.
12V und max. 200mA kann der locker schalten.
ob der widerstand zu groß ist? eher ist der transistor defekt.

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

1. Deine Kenntnisse zum LAtch-Up sind richtig. Wenn in den Port eines 
Controllers zu viel Strom hineinfließt zündet ein parasitärer (der 
entsteht durch den Aufbau  Tyristor und schließt Vcc und GND kurz. Wenn 
das Auftritt hilft nur noch trennen der Betriebsspannung da der Tyrister 
erst löscht wenn der Haltestrom unterschritten wird oder er durchbrennt. 
Lebt der IC nach erneutem Anschalten noch kannst du ihn zu Hobbyzwecken 
weiterverwenden. Verkaufen würd ich sowas dann nicht mehr.

2. Im Prinzip könntest du. Je nachdem wie deine Quelle aussieht. Sowas 
macht man aber im Allgemeinen durch aufsummieren mehrer (2,4,8,16, alg. 
2^n) Werte. Nach dem Aufsumieren schiebt man dann das Ergebnis um 
log2(Wertezahl) nach rechts und erhält damit einen Mittelwert.

3. Der Latch-Up (der ja mit den Clamping-Dioden zusammenhängt) tritt bei 
etwa 100mA Gate-Strom auf. Die Hersteller gehen dann auf Nummer sicher 
und geben 10mA maximalen Strom an. Und du solltest auch noch auf Nummer 
sicher gehen und 1mA nicht überschreiten.

4. BC817

Matthias

Autor: HDW (Gast)
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warum soll das mit dem BC 817 besser gehen?

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

"...da ich das ganze jetzt in SMD aufbauen will..."

Und der BC817 ist halt der FWW-NPN-Transistor im SOT23

Matthias

Autor: HDW (Gast)
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Ach so.

Autor: Günter König (Gast)
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Hi Stefan,
zu Frage 4: ist der Arbeitswiderstand in deiner Anwendung mit 100KOhm 
nicht etwas hoch gewählt?
Ersetze den doch durch 2,2KOhm und den Basiswiderstand kannst du ruhig 
mit 1KOhm bemessen. Der Transistor wird ja sowieso nur als Schalter 
benutzt.

Ist der BC817 nicht die SMD Ausführung vom BC517? Das ist doch ein 
Darlington NPN Transistor.


Gruß,
Günter

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

Nope.
Zitat Datenblatt BC817:
"NPN general purpose transistor"

Matthias

Autor: Stefan Heindel (Gast)
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Erst mal danke für die Antworten!

@Günther König

Die Schaltung ist (Auto-)Batteriebetrieben. Das Display kann über ein 
12V Signal ein- und ausgeschaltet werden. Damit der Controller das 
Display autonom anschalten kann, muss der Pullup Widerstand an Dauerplus 
hängen. Ich möchte den Stromverbrauch halt so gering wie möglich halten, 
denn auch bei einem ausgeschalteten Auto ist ja quasi die Batterie über 
den Widerstand "kurzgeschlossen", und ein 100k Widerstand reicht gerade 
noch aus, um das Display einzuschalten. Das wichtigste Kriterium für den 
Transistor ist eigentlich auch nicht wieviel Strom er leiten kann, 
sondern wie hoch der "Isolationswiderstand" ist, denn bei 
"ausgeschalteter" Basis ist das Display ja an, der Widerstand vom 
Transistor müsste im Megaohm-Bereich liegen, damit man noch genug 
Ausgangsspannug für das Display hat.
Sorry, ich kann mich da nicht wirklich gut ausdrücken, da auch einfache 
Transistorschaltungen für mich ein rotes Tuch sind und ich durch die 
Datenblätter von Transistoren eh nicht durchblicke.

Gruss Stefan

Autor: Stefan Heindel (Gast)
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Sind die BC 846/847/848.... kompatibel mit den BC 546/547/548?
Also das eine nur im TO-92, das andere nur im SMD-Package?

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