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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP DSP für Aktivlautsprecher?


Autor: Rainer (Gast)
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Hallo zusammen!

Da ich gerade mein letztes Projekt vervollständigt habe, würde ich
dieses nun gerne erweitern. Bis jetzt besteht es aus einer ClassD
Endstufe, die über einen digitalen Eingang angesteuert wird. Nach
langem "rumtüfteln" klingt die Endstufe nach meinem Empfinden auch im
Vergleich mit teuren Fertiggeräten wirklich gut und ich würde damit
gerne ein Aktivmodul für meine Lautsprecher aufbauen. Da die Endstufe
sowieso digital gespeist wird, würde ich gerne als Frequenzweiche einen
DSP verwenden. Ich habe leider noch nie was mit DSP gemacht und habe
deshalb einige Fragen:
1) Wie lange muss man sich mit dem Thema DSP
auseinandersetzen/einarbeiten , bis man verschiedene Filter verwenden
kann?

2) Wäre es möglich nicht nur die Frequenztrennung sondern auch noch
eine Art EQ mit einzubinden?

3) Hab ich es richtig verstanden, dass eine digitale Frequenzweiche
keine Phasenverschiebung wie analoge Netzwerke verursacht?

4) In welcher Leistungs- bzw. Preisklasse würde sich ein DSP befinden,
der ausreicht um diese Filter für 3 Chassis zur Verfügung zu stellen.

Ich hätte noch eine Frage, die aber nicht ganz dazu gehört:
Wäre es möglich das System so aufzubauen, dass auch SACD Signale
verarbeitet werden können? Wird SACD auch über SPDIF übertragen und
kann es durch einen normalen SPDIF Wandler (wie ich ihn bis jetzt zur
ansteuerung der Endstufe benutze) "decodiert" werden?

MfG Rainer

Autor: Michael (Gast)
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Schau dir doch mal den TAS3103 an, der hat 3 Kanäle und ist sehr einfach
zu programmieren. Hat aber nur IIR Filter, -> konstane
Durchlaufverzögerung ist nur sehr schwer zu realisieren.

Mfg Michael

Autor: Rainer (Gast)
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Den TAS3103 hatte ich mir schon angeschaut, da ich ihn in einem anderen
Beitrag gesehen hab. Von der Funktion her wäre er eigentlich sehr gut
geeignet, aber ich habe hier im Forum was über FFT gelesen, mit dem man
einzelne schmale Frequenzbänder aus dem Frequenzspektrum
"ausschneiden" kann und verändern kann. Sehe ich das richtig? Wenn ja
wäre das vielleicht auch geschickt, denn dann könnte man die kleinsten
Fehler des Lautsprechers und das Filters am Ausgang des Verstärkers
ausgleichen, was bestimmt auch ganz nett wäre*g*

Soetwas wäre mit dem TAS3103 wohl eher nicht drin. Aber mal so algemein
zu diesem DSP. Taugt der was oder ist das eher ein low-level DSP?
Klanglich wird es bei meiner Anwendung ja wohl kaum große Unterschiede
geben, oder?

Gruß Rainer

Autor: Johannes (Gast)
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"Bis jetzt besteht es aus einer ClassD
Endstufe, die über einen digitalen Eingang angesteuert wird. Nach
langem "rumtüfteln" klingt die Endstufe nach meinem Empfinden auch
im
Vergleich mit teuren Fertiggeräten wirklich gut und ich würde damit
gerne ein Aktivmodul für meine Lautsprecher aufbauen."


Die Endstufe würde mich auch interessieren.
Kannst Du da mal die Schaltpläne posten?

Autor: TheMason (Gast)
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@rainer

also den TAS3103 kann man problemlos verwenden. der ist auch kein
low-cost dsp. und für Aktivlautsprecher ist der ideal geeignet. Selbst
wenn der "nur" IIR Filter hat (dafür aber 48 stück). Die anderen
"Gimmicks" sind auch nicht zu verachten : Dynamikeinheit, Bass/Treble
selbstredend, Loudness, Dither, Delay und ein Spectrum Analyzer/VU.
Mit dem Teil kann man schon ne menge machen.
Der taugt was :-))

Gruß
Rene

Autor: Lucio Bandini (Gast)
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Hallo Rene

Kann man dazu irgendwo eine einsatzfähige Applikation finden?

Danke

Lucio

Autor: Holger (Gast)
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Mit FIR-Filtern ist eine getrennte Bearbeitung von Amplituden- und
Phasengang möglich. Für einen Einstieg in die Materie würde ich aber
erst einmal bei IIR bleiben.

Wenn du mit deinem DSP DSD (das Audioformat der SACD) direkt
verarbeiten kannst solltest du dich schnellstens bei Sony bewerben, das
können die nämlich nichtmal selbst ;-).
Zur Bearbeitung muss das DSD-Signal entweder in Multibit-DSD oder
gleich PCM gewandelt werden. Das führt zwar ihr gesamtes System ad
absurdum, aber psssssst. Immerhin ist's ein recht zuverlässiger
Kopierschutz. :-/

Übertragen wird es entweder über SDIF-3 oder AES50, beides
Schnittstellen, die du an einem Consumergerät niemals finden wirst.

Autor: Thomas (Gast)
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Weil einige hier immer wieder darauf rumreiten:
Was interessiert mich bei Audio- (also Frequenzbereich-) Signalen eine
konstante Gruppenlaufzeit?

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