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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf IT-Dienstleister


Autor: Andy S. (andyst)
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Hallo,
ich habe an der FH Physik studiert und arbeite seit mehr als 8 Jahren
als Software-Entwickler. Aufgrund einer betriebsbedingten Kündigung aus
wirtschaftlichen Gründen muß ich mir zur Zeit einen neuen Job suchen.

Meine Kenntnisse: Sehr gute Kenntnisse in C++ und
Windows-Programmierung, aber auch Embedded Programmierung mit
Echtzeitbetriebssystemen. Daneben Kenntnisse in Software Engineering,
Datenbanken etc.

Gerade wird mir von einem einemn IT-Dienstleister ein Job mit einem
Gehalt in Höhe von 45.000 Euro angeboten (all inclusive). Das halte ich
ehrlich gesagt für sehr gering, vor allem für ein Ballungszentrum im
süddeutschen Raum. Außerdem hatte ich schon vor einigen Jahren deutlich
mehr Gehalt (ca. 50-60 k€). Es aber auch klar, daß ein Dienstleister
natürlich nicht so viel bezahlen kann wie die Firma, die einen
ausleiht.

Komischerweise findet man derzeit in den Stellenbörsen fast nur noch
Angebote von Dienstleistern. Was ist mit all den Stellenangeboten in
der Produktentwicklung passiert?

Autor: Andy S. (andyst)
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Nachtrag: Arbeitsort wäre Stuttgart.

Autor: na denn (Gast)
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???? Es zwingt dich ja keiner das anzunehmen , oder...
Brauchst doch nur hier mal zu schauen, wie oft das "billigste" als
das beste angesehen wird. Die anderen können auch und sind dabei noch
"preiswerter"....Solange es niemanden interessiert, daß etwas aus dem
eigenen Land kommt...Bitte...

Nix für ungut

Autor: Realist (Gast)
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Guten Morgen,
das Thema Gehalt auch in meinem Umfeld in letzter Zeit verfolgt und
diskutiert.
Also die .com Pahse mit den Programmieren ist vorbei.
Mit FH Ausbildung wirst du bei größeren Firmen mit Berufserfahrung mit
T5 und 35h eingestellt. Das sind 40-45 Tsd. Euro pro Jahr.
Die 50 Tsd. Euro Marke ist schwer zu knacken!
Grüße

Autor: Patrick (Gast)
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Andy S.
Die Party ist vorbei und jetzt werden die Gehälter 'korrigiert'
Dabei hat der 'Umweg' über externe Dienstleister nicht nur den
Vorteil, dass man seine Workforce flexibel hält, man kann auch das
Lohnniveau senken.

Autor: Andy S. (andyst)
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Oh je, das heißt dann wohl, daß z.B. in Deutschland ein Bandarbeiter mit
Hauptschulabschluß bei VW mit 4-Tage-Woche genauso viel verdient wie ein
Ingenieur. Das soll jetzt nichts gegen körperliche Arbeit sein, aber die
längere Ausbildungszeit sollte doch irgendwie honoriert werden.

In anderen Bereichen sieht es ähnlich aus. Ein Lehrer hat z.B. mit A13
ein Einstiegsgehalt von netto 2.700 Euro. Darüber hinaus hat er
erheblich mehr Freizeit und deutlich mehr Urlaub. Von der hohen
Pension, die ein Angestellter in dieser Größenordnung kaum erreichen
kann, und dem sicheren Arbeitsplatz ganz zu schweigen.

Autor: kein Lehrer (Gast)
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Echt? Dann hab' ich mich bei der Berufswahl wohl vertan. Auch wenn die
Angabe vom Netto bei unbekanntem Familienstand und Kinderzahl
Schwachsinn ist. Oder bezahlen Lehrer keine Lohnsteuer ;-)

Autor: Rahul (Gast)
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Selbst für 3700 Euro Netto möchte ich nicht in der Angst leben müssen,
hinterrücks mit einem Messer angeschnippelt zu werden, bloß weil ein
(dummes / gewalttätiges) Kind eine schlechte Note eingesackt hat.
Übrigens sind solche Dienstleister vom Geld her nicht unbedingt der
Bringer; man aber ein Einkommen, das man sich selber verdient, und dann
hat man auch die Chance vom leihenden Betrieb abgeworben zu werden, wenn
es passt...

Autor: Realist (Gast)
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Ja Andy S.,
das ist wohl wahr, dass manch Bandarbeiter - insbesondere bei VW - bei
4 Tagen mit mehr Kohle heimgehst als du mit 5.
ABER: das waren die ALTEN Verträge. VW hat 25& (fünfundzwanzig!) mehr
Loh und Gehalt gezahlt als Tarif. Dann noch Schichtzulage 25% mind. und
evtl. Sonntag mit 100% Zulage.

Für die Zukunft: lieber 45.000€ mit Hirn-Ausbildung als 800€ und
Hartz4, oder??

Autor: Patrick (Gast)
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@Andy S.,

auch auf dem Arbeitsmarkt herscht das Gesetz von Angebot und Nachfrage.
Eine längere Ausbildung ist somit nicht gleichbedeutend mit mehr Geld
(auch wenn es frustrierend ist). Aber ich vermute mal, dass du dich bei
deiner berufswahl nicht unbedingt vom Geld hast lenken lassen, sondern
von deinen Veranlagungen. 8 Stunden interessante Tätigkeit sind mir
immer lieber als 7 Stunden darauf warten, dass der Tag endlich vorbei
geht.

@Realist,
>Für die Zukunft: lieber 45.000€ mit Hirn-Ausbildung als 800€ und
>Hartz4, oder??
Wenn man in der Lage ist, seine Qualifikationen den aktuellen
Anforderungen anzupassen. Ansonsten wird flux der Arbeitsplatz von
einem Dienstleister aus Ost-Europa übernommen

Autor: Andy S. (andyst)
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@Realist
@Patrick

Ihr habt natürlich Recht, daß es wichtiger ist, eine Arbeit zu machen,
bei der die "Birne" gefordert ist. Nur manchmal fragt man sich schon,
ob das noch alles gerecht zugeht.

Autor: Patrick (Gast)
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ich weiss genau was du meinst, Andy!

Autor: Realist (Gast)
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@ Patrick

Bin ja selbst Ingenieur und habe viel mit Osteuropa zu tun. Nicht alle,
aber die meisten Ingeneiure, die dort tätig sind, haben doch nicht so
das Niveau, das du erwartest. Wir lassen im Osten produzieren,
allerdings sind wir immer 3 Tage im Schnitt die Woche Vor-Ort, um die
gröbsten Schnitzer auszubügeln. (Bringt einem in den Status eines
Vielfliegers mit Lounge-Zutritt am Flughafen ;-) )
Sollte das Niveau steigen, so steigen auch die Gehälter (siehe Polen).

Und noch zu mir: bin 31 Jahre, 7 Jahre Beruftätigkeit, FH Studium
(Masch-Bau), viel im Osten Europas unterwegs (deswegen auch ne Menge
unbezahlter Überstunden) ... und alles für?
47.000€ p.a. (aber viel Spaß bei der Arbeit)
Geld ist wichtig, aber nicht alles!

Autor: Patrick (Gast)
Datum:

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@Realist,

Das Gehalt ist nicht an das Niveau, sondern an die Verfügbarkeit von
Arbeitskräften gekoppelt. Dein Beispiel Polen zeigt es sehr gut. Dort
werden bereits im Ausland Anzeigen geschaltet, die hoch qualifizierte
Polen wieder zurück ins Heimatland locken sollen

Autor: Matthias (Gast)
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@AndyS:

> Oh je, das heißt dann wohl, daß z.B. in Deutschland ein
> Bandarbeiter mit Hauptschulabschluß bei VW mit 4-Tage-Woche genauso
> viel verdient wie ein Ingenieur. Das soll jetzt nichts gegen
> körperliche Arbeit sein, aber die längere Ausbildungszeit sollte
> doch irgendwie honoriert werden.

Du Schlauberger merkst aber auch alles ! Die einzigen, die das nicht
merken, sind die ganzen SPD-Wähler. Naja, die beiden Volksparteien
müssen halt den kleinen Mann beruhigen, schließlich stellt er eine
größere Wählergruppe als Ingenieure und ähnlich gutausgebildete
Personen.

Autor: Theo (Gast)
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Bei diesen Consulter-Typen gibt es nur ein Problem.

Die bezahlen alle unter Tarif und machen ich selbst die Tasche voll
mittels Adressenschieberei. Wenn man bedenkt, das es diese Typen (meist
BWLer) wie "Scheisshausfliegen" im WEB gibt und diese meist nur nen
0815-PC da stehen haben möglicherweise noch mit OpenOffice und ner
Adressdatenbank ist das nichts anderes als Leute-Schieberei.
Ich hatte mal mit einer Firma namens Brunel zu tun. die schickten mir
so eine 0815-Personaltusse auf den Hals die mich beurteilen sollte,
selber aber keine Ahnung hatte. das ganze landte dann in einer
Datenbank auf Abruf...wenn'we mal was ham......

Ausserdem liegen die IT-Gehälter grade mal bei 36.000-41.000 im
schnitt, wenn man denn was bekommen sollte und die 50.000der Marke
erreichen selbst nicht mal viele Leute mit nem >> Dr.Ing << in der
Tasche, sondern nur knapp darunter.

Letztenendes geht es ja auch nicht allein um die Knete, sondern darum
das das Personal auch gepflegt wird und genau das machen diese
Adressenschieber nicht, sondern bedienen sich genauso wie deren
schäbige Auftraggeber immer schön am vollen Faß der blöden Abgänger die
man bequem ausnutzen kann, denn es gibt ja genug davon.

Die Zeiten das Firmen ihr Personal schulen und somit den Dipl. auch mal
auf Lehrgang schicken um "up to date" zu sein, sind längst Legende.
Das erklärt auch warum es wegen des Überangebotes so einfach ist.

Als Bafög 1972 eingeführt wurde war das keine Nächstenliebe damit des
Malochers Sohn auch studieren konnte, sondern ein perfider
doppelseitiger Plan:

a)
Studenten gelten nicht als Arbeitslose.

b)
Nach dem Studium tauchen sie in keiner Arbeitsamts-Statistik auf, denn
sie wurden und werden nach dem Diplom direkt zum Sozi geschickt, wenn
sie wie hier in NRW kam was kriegen.

c)
Das volle finanzielle Risiko der Ausbildung geht zu lasten der
Studenten, denn Bafög können die euch 30 Jahre lang runterziehen, denn
Privatinsolvenz auf Bafög gibt es gaaaanz bewusst nicht.

Jeden Monat mindestens 100 Euro und schwupps euer Netto ist im bereich
eines SchichtMalochers für die nächsten 10 Jahre bis die Knete
abgezahlt ist. Für jeden Verzug brummen die euch satte Zinsen auf, wenn
man z.B. den Job verliert etc.und das nicht sofort schneller als die
Polizei erlaubt anzeigt.

Komisch nur, das jede Discofotze die sich von irgend nem unbekannten
WeekEnd-Stecher 3 Blagen vom späteren Rüttli-Schul-Typ machen lässt, 18
Jahre la paloma auf Steuerzahlers Kosten macht, bei in etwa gleicher
Höhe der gezahlten Personensätze und davon nach diesen ca. 18 Jahren
keinen Cent zurück bezahlt obwohl der Dipl. noch fleissigst Lohnsteuern
blecht, damit solche Tussen einen auf Spaßgesellschaft machen können.

Meine Idee wäre so eine Ingenieurgesellschaft zu gründen, als eine Art
Firma an der jeder Mitarbeiter beteiligt ist und mittels der
Fördermittel, bringt man die Leute technisch auf trab und nimmt dann
als eine Art Genossenschaft Aufträge an, deren Gelder dann wieder allen
zu gute kommen, die in dieser Genossenschaft mitmachen. So kann man z.B.
die Abzocke von Consultern umgehen denn die Pflegen ihre Leute nicht
sondern verheizen sie nur.

Auch diese Flexibilitäs-quake ist nur Augenwischerei, denn es ist ja
nicht mit umziehen allein getan. Neben privaten Verbindungen die
aufgegeben werden müssen, kommt noch ein Umzug hinzu, der auch mal eben
locker 1500 euro oder mehr kostet und dann das Risiko Probezeit, denn
wenn da was schief läuft, sitzt der "flexi-dipl."
dann auf einmal im State-Department oft Timbuktu zweigstelle Stuttgard
oder München, und dann ?

Theo

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