Datum: 08.08.2006 10:45
Guten Morgen, und zwar möchte ich mal genau wissen wie die Fachkenntnisse eine BA-FH-Ingenieurs und eines FH-Ingenieur sind? Also nach meiner Betrachtung müsste doch ein FH Absolvent viel mehr Fachkenntnisse besitzen als ein BA-Absolvent oder? Um ein BA-Studium beginnen zu können, braucht man doch das allgemeine Abitur oder? Von meinem Bekanntenkreis kann eine Person ein BA-Studium von der Firma aus antreten. Diese Person hat allerdings nur die Fachhochschulreife + Technikerausbildung. Müsste diese Person nicht noch zusätzliche Prüfung (Deutsch, Mathematik, Englisch) ablegen, damit er zugelassen wird in der BA?
Datum: 08.08.2006 12:07
Hallo Neuling, zu den Studienvoraussetzungen kann ich nur sagen, dass man sich das Abitur sowieso irgendwie ergaunern (wahlweise auch tricksen, durchmogeln) kann. Von diesem Standpunkt her ist das Abitur sowieso nicht viel wert. Ich habe selbst an der BA studiert. An der BA hast du 6 Theorie-Semester und die vorlesungsfreie Zeit "darfst" (musst) du im Betrieb verbringen. An der FH studierst du 8 Semester, wovon 2 Semester reine Praxissemester sind. Ergo kommt es irgendwo auf das Selbe heraus. Zum Studium selbst kann ich sagen, dass wir viele Vorlesungen bei FH Profs hatten. Diese Vorlesungen hatten das gleiche Niveau wie die Vorlesungen von BA Profs. Deshalb finde ich es auch gut, dass BA und FH Abschluss zumindest in BW und Bayern gleichgestellt sind.
Datum: 08.08.2006 18:24
Also vor zwei Jahren war definitiv nicht so. Es ist doch gesetzlich so vorgeschrieben, dass man ein allgemeines Abitur braucht. Die BA sieht doch anhand von den Unterlagen wer ein ABI hat und wer nicht bzw. Fachhochschulreife. Hat sich da was verändert?
Datum: 08.08.2006 18:26
FH und BA Studium kann gar nicht gleichgestellt sein, weil ein FH Absolvent einen akademischen Grad macht und ein BA Student nicht. Wieso kommt es auf dasselbe hinaus? 6 Semester BA sind noch lange keine 6 Semester BA. BA Semester sind normalerweise kürzer. Ein BA Studium ist auch nicht so Theorie lastig wie FH. Wenn man die Fachhochschulreife besitzt, kann man natürlich ohne Probleme an einer BA studieren. Weil rein rechtlich gesehen eine FH mehr wert ist, als eine BA. Das Problem bei BA Studenten ist ganz einfach, daß sie zu firmenabhängig sind. Das heißt das meiste Wissen kommt aus der Firma und das ist meistens sehr sehr spezifisch. Das heißt ein Absolvent einer BA muß nicht unbedingt bei einem Firmenwechsel von der anderen Firma anerkannt werden. P.S. Ich will keinen BA Studenten zu nahe treten. Ich ahbe versucht die Sachverhalte so allgemein wie möglich zu halten. Ich selber schreibe gerade Diplom an einem Institut, dass zu einer UNI gehört und mein Praxissemster habe ich in einer Firma mit drei BA Studenten gemacht und selber studiert habe ich auf einer FH.
Datum: 08.08.2006 18:29
Also auf der BA in Karlsruhe bruacht man defintiv ABITUR. Siehe Link: http://www.ba-karlsruhe.de/de/studienbewerber/dual... Wahrscheinlich muss man noch eine Prüfung in Deutsch, Mathematik und Englisch absolvieren.
Datum: 08.08.2006 20:11
"...Mathematik und Englisch..." gehörten bei meinem Fachabi auch zum Prüfungsstoff. Deutsch nicht, aber das braucht eh kein Mensch mehr im Studium wenn man nicht grad ne Rechtschreibschwäche hat.
Datum: 11.08.2006 02:33
>Deshalb finde ich es auch gut, dass BA und FH Abschluss zumindest in >BW und Bayern gleichgestellt sind. HAHAHA! Da hat einer jetzt aber 'nen Spaß gemacht! Du verwechselst da was, BA und FH sind nie und nimmer gleichgestellt. Es gibt nur 3 oder 4 Bundesländer in denen ein BA Anschluss anerkannt ist. In den übrigen Bundesländern und der übrigen Welt ist ein BA Abschluss ein Fragezeichen. BA -> Eher eine Ausbildung. Wen eine Ausbildung unterfordert möge BA studieren. FH und UNI haben heute meistens beide 1 Jahr Praxiszeit vorgesehen. Wobei man an der UNI ein Jahr länger studiert im Technikbereich. Wer mehr Praxis braucht, kann an einer FH/UNI studieren und einen Trainee Vertrag abschließen oder Werksstudent werden. Das ist dann wie BA, nur hat man sein Leben lang etwas von seinem Abschluss, weil einem alle Wege offen stehen.
Datum: 11.08.2006 08:04
Dass hier immer noch solche Vorurteile gegenüber BA haben, die zudem noch auf völlig falschen Tatsachen beruhen. Ich empfehle erstmal den Link: http://www.ba-stuttgart.de/1163.0.html Da werden diese Fragen beantwortet. Und dann überdenkt eure Aussagen wie "ist ja nur wie ne Ausbildung". Das ist völliger Quatsch, selbst ein Techniker hat wesentlich weniger Wissen (von Können und Erfahrung in vielen Bereichen möchte ich jetzt nicht reden, da hat der Techniker durch seine Berufserfahrung natürlich Vorteile - das aber auch gegenüber einem FH- oder Uni-Absolventen). Und wo nehmt ihr das mit der Firmenabhängigkeit her? Dann könnt ihr doch genauso behaupten, dass jemand, der 5 Jahre in der Firma X nach seinem Abschluss gearbeitet hat, nicht mehr wechseln kann. Die Anwendungen unterscheiden sich, aber grad in der Entwicklung werden doch die gleichen Werkzeuge eingesetzt? Matlab, Labview und C (nur um ein paar Beispiele zu nennen)gibts doch überall. Das BA-Diplom ist in BW dem FH-Diplom hochschulrechtlich gleichgestellt, berufsrechtlich sogar europaweit (siehe Link). Mit der Einführung des Bachelors an den Berufsakademien ist dieser ganze Vergleich sowieso hinfällig. Das ständige rumreiten auf diesem Wort "akademisch", das eigentlich jedes mal in so einer Diskussion auftaucht versteh ich eh nicht. Welchen konkreten Vorteil hat man jetzt, wenn man einen akademischen Abschluss hat? In Bayern ist das BA-Diplom übrigens nicht gleichgestellt, der Bachelor erledigt auch hier wieder das Problem. Und es gibt in Bayern sehr viele Firmen, die seit Jahren begeistert BA-Studenten einsetzt. Und ja, man braucht Abitur. Nur weil nach eurer Meinung nach BA weniger Wert ist, heißt das nicht dass eine Fachhochschulreife genügt. Das einzige Problem, dass man dann noch hat sind Leute wie ihr, die solche unbegründeten Vorurteile gegenüber der BA habt. Mich würde auch interessieren woher diese Vorurteile stammen... Zum größten Teil wohl einfach aus Unwissen.
Datum: 11.08.2006 08:07
Während meiner Ausbildung waren da auch 1-2 Leute, die an der WAK (Wirtschaftsakademie) ihre duale Ausbildung gemacht haben. Die waren zwar "höhergestellt" als die Industriekaufleute im gleichen Ausbildungsjahr, machten im Vergleich mit einem FH-Student nicht so viel. Es gibt auch eine gewisse Menge Firmen, die einem das Studium finanzieren, und einen nach dem Studium ansich zu binden...
Datum: 11.08.2006 08:31
Ein BA Studium kann schon von sich aus nicht der Ausbildung eines FH Studiums gleich sein. Einfach aus dem Grund,daß man beim FH Studium 4 Jahre studiert und sechs SEMESTER Theorie hat und bei der BA wird nur 3 Jahre studiert und man hat dort TRIMESTER aber auch 6 davon. Das heißt, daß die Theorie auch weniger ist, weil man weniger Zeit hat. Und wären diese Ausbildungszweige sonst getrennt, wenn sie gleich wären? Ich kenne viele Leute, denen war ein FH Studium zu schwierig, die haben dann BA gemacht und dort auch abgeschlossen. Also erzähl nichts von Unwissen.
Datum: 11.08.2006 08:50
Mit Trimestern hat das nichts zu tun. An der BA studiert man in Semestern. Die Semester sind kürzer, das stimmt. Aber sie sind auch ziemlich vollgepackt, allerdings kann ich da den Vergleich zu ner FH nicht direkt ziehen. Was ich so mitgekriegt habe ist aber, dass sie zur Klausurphase relativ viel Luft haben und nicht 5 Klausuren an 5 aufeinanderfolgenden Tagen schreiben. Klar ist BA praxislastiger wie FH, dadurch kommen vielleicht einige besser klar. Außerdem ist der Aufbau der Vorlesungen etwas "schulischer", was natürlich mehr Mitarbeit fordert. Die BA-Vorlesungen sind Pflichtveranstaltungen. Vielleicht ist das ja der Grund, wieso deine Bekannten an der BA besser klargekommen sind, nicht das Niveau des Stoffes. Viele Dozenten sind übrigens von der FH, die auch die gleichen Vorlesungen (nur zum Teil gekürzt) durchziehen. Das Niveau ist das gleiche.
Datum: 11.08.2006 08:51
Kleine Korrektur: die Semester dauern ca. ein halbes Jahr, die Theoriephasen sind allerdings kürzer wie die Vorlesungszeiten an der FH.
Datum: 11.08.2006 09:03
So jetzt muss ich mich mal wieder melden, da hier doch einige Unwissende umherlaufen. @Diplomand "Einfach aus dem Grund,daß man beim FH Studium 4 Jahre studiert und sechs SEMESTER Theorie hat und bei der BA wird nur 3 Jahre studiert und man hat dort TRIMESTER aber auch 6 davon." Großes Gelächter!!! Ich glaube du solltest einen Nachhilfekurs Mathematik (Grundschulniveau) besuchen. FH 4 Jahre mit 6 Semester Theorie. richitge Aussage BA und Trimester. völlig daneben! Du hast keine Ahnung!! Ich zititere mal mein eigenes posting: "An der BA hast du 6 Theorie-Semester und die vorlesungsfreie Zeit "darfst" (musst) du im Betrieb verbringen." @ Diplomand, Hans Wie Stefan bereits erwähnte, gibt es die Möglichkeit an der BA den Bachelor zu machen. Diese Möglichkeit habe ich persönlich auch genutzt und habe somit einen internationalen anerkannten Abschluss. Was meint ihr zwei was ihr als internationalen Abschluss bekommt? ganz richitg - den Bachelor! Zum Studium selbst: Wir hatten Regelungstechnik bei einem FH Prof. Und richitg wir hatten etwa 3 Wochen weniger Vorlesungszeit. Dennoch hat der Prof bei uns das gleiche Programm durchgezogen wie an der FH (weiß ich von Bekannten) und hat 20% der Prüflinge rausgeprüft (bei der FH waren sogar mehr). Die Quintessenz ist die, dass an die BA eher leistungsorientierte Studenten gehen, die sich auch mal richtig durchbeißen können/müssen und dies dann prozentual gesehen besser können als die Masse von FH Studenten. Eure Argumentation habt ihr wahrscheinlich von den Nazis abgeschaut. Mach eine Gruppe schlechter als deine eigene und unterdrücke diese und schon bist du die Herrenrasse. Ihr seit die absolute Elite!!! @inoffizieller WM-Rahul Ich denke da hast du z.T. schon recht. Dies liegt aber daran, dass der FH Student in der Firma ein komplettes Semester verbringt. Vorher und hinterher hat er Ruhephasen. Der BA Student muss sich durch die Klausuren kämpfen und nachdem die letzte Prüfung absolviert ist montags im Betrieb auf der Matte stehen. Ist die Praxisphase vorbei, gehts wieder ab an die BA. D.h. der Ba-ler steht ständig unter Strom. Ich möchte mich jetzt nicht beschweren, da jeder seinen Weg selbst wählen muss und letztendlich hat man ja auch ein konkretes Ziel in einer absehbaren Zeit vor Augen, was natürlich zeitweise einen Motivationsschub geben kann. Jedoch lass ich mich nicht gern von so super schlauen und selbstherrlichen Typen wie Diplomand und Hans diffamieren. Grüße aus BW und allseits (auch Diplomand und Hans) ein schönes Wochenende
Datum: 11.08.2006 09:03
Der BA Abschluss ist vielleicht in BW auf dem Papier mit dem FH- Diplom gleichgestellt, aber in der Realität sieht es oft anders aus. Du Schreibst es ja selbst das in Zukunft BA-Diplom = Bachelor. Ein FH Diplom ist aber definitiv mehr wert als ein Bachelor. Ich verstehe nicht warum die BAler sich das nicht eingestehen. Ich behaupte ja auch nicht das FH Diplom mit Uni Diplom gleichwertig ist Ich kenne selbst mehrere Leute die E-Technik auf der BA studiert haben. Die so oft gelobten Praxisphasen sind so verstückelt, dass man zum Teil nur ca. 2 Monate im Betreib ist, wenn man sich dann noch in dieser Zeit Urlaub nimmt bleibt nur noch ein Monat übrig. In dieser Zeit kann man kaum ein komplexeres Projekt nachgehen, wie es z.B. an der FH in einem 6 Monatigen Praktikum der Fall ist.
Datum: 11.08.2006 09:17
"An der BA hast du 6 Theorie-Semester Die allerdings nur 13 Wochen dauern. Um es noch mal klar auszudrücken: In der BA wird immer mit dem Praxisbezug geworben, aber in den Praxisphasen lernt man aller höchstens wie man einen Lötkolben anfassen muss, um sich nicht die Finger zu verbrennen (um es mal etwas überspitzt auszudrücken). Konsequent zur Wissensbildung bekommst du während der Praxisphase nichts neues beigebracht.
Datum: 11.08.2006 09:23
Dr. Know: sorry, aber das ist absoluter Blödsinn. Es mag Firmen geben, wo es vielleicht so ist, aber das ist mit Sicherheit nicht die Regel. Es gibt genug BA-Studenten die an ziemlich wichtigen Projekten mitarbeiten. Und da lernt man etwas mehr wie "wie man einen Lötkolben anfassen muss, um sich nicht die Finger zu verbrennen"
Datum: 11.08.2006 09:44
Ihr BAler lässt euch immer so leicht provozieren! Ich habe es ja bewusst etwas übertrieben formuliert. Dann nenn mir doch so ein wichtiges Projekten, dass man als Student in 1 bis 2 Monaten realisieren kann. Diese Zeit wird allein schon für die Einarbeitungszeit benötigt. Und bist du wieder aus deiner Theoriephase kommst ist dieses Projekt schon abgeschlossen. Wenn ihr als BA Studenten so belastbar seit und so gute Abinoten habt, wieso studiert ihr dann nicht auf der Uni? Dann habt ihr den bestmöglichen Abschloss. Nebenbei könnt ihr als Werkstudent arbeiten und habt dadurch mindestens genauso viel Gehalt und Praxisbezug.
Datum: 11.08.2006 09:48
@Magic-Schnitzel: Ich kann aus meiner Erfahrung mit den WAK-Leuten nur sagen, dass die eine anstrengendere "Berufsschule" hatten als die Industriekaufleute, im Betrieb selbst wurden sie ähnlich den "gewerblichen" Azubis behandelt. Hinterher durften die sich IMHO "Betriebswirt BA" nennen (ist inzwischen 10 Jahre her, dass ich meine Ausbildung angefangen habe...) Mit einem BWL-Diplomanden kann man die vermutlich vom theoretischen Stand nicht vergleichen [OT] Persönlich finde ich "kleine" Kaufleute wichtiger: die kümmern sich um ihr Zeug (Ökonom im früheren Sinne; kümmert sich halt um den Haushalt), und macht keine Powerpoint-Präsentationen... [/OT] Übrigens kann man einen Bachelor nicht wirklich gut mit einem Diplomanden vergleichen. Das Bachelor-Studium hat an unserer FH nur 6 Semester ohne Praxissemester. Die Lehrinhalte sind auch etwas "ausgedünnt" im Gegensatz zum Diplom. Zumindest schreiben die andere (einfachere) Klausuren. Mal sehen, wie sich das in nächster Zeit entwickelt.
Datum: 11.08.2006 09:58
Was heißt provozieren? Ich hab dich nicht beschmimpft, deine Darstellung ist halt völlig falsch. Nicht jede Praxisphase dauert nur 1-2 Monate. Gerade die Praxisphasen am Anfang werden etwas gekürzt, da kann man ja noch nicht so viel an größeren Projekten arbeiten. Die gegen Ende hin sind dann etwas länger. Und da kann auch eine mit einem halben Jahr dabei sein. Bei den kurzen Praxisphasen lernt man ja andere Sachen. Wenn man mal ein paar Wochen in der Fertigung und im Kundendienst gearbeitet hat, vergisst man nicht so schnell, dass das, was man da entwickelt ja auch produziert und repariert werden muss. Das scheinen nach vielen Aussagen einige Kollegen von FH und Uni zu vergessen. Außerdem lernt man so die Arbeitswelt und die Organisation so eines Betriebes kennen, als Praktikant steht man da ja etwas außerhalb, weil man ja kein fester Mitarbeiter ist. Ich könnte jetzt natürlich viele Projekte nennen, die Aussage, wie wichtig sie sind kann ich aber nicht rüberbringen. Und vielleicht will nicht jeder gleich an die Uni? Das würde mir viel zu lange dauern, zu viel Theorie bedeuten und so ne Stelle als Werksstudent zu kriegen dürfte auch nicht leichter sein wie ne Stelle als BA-Student.
Datum: 11.08.2006 11:11
@Stefan Nein du hast auch niemanden beleidigt, aber dieser Magic-Schnitzel. Ich will auch keinen beileidigen. Es macht halt jeder seinen Weg, aber derjenige,d er dieses Thread eröffnet hat, liegt ein wenig falsch. Die Bekannten, haben FH abgebrochen, weil der Stoff ihnen zu viel war. Bei sahen die Semester so aus, daß man zwischen Prakita Vorlesungen hatte und wenn man mal nicht an der FH war, haben wir diese Praktika vor- bzw. nachbereitet. Also jede Woche ca. drei Protokolle im Unmfang mindestnes zehn Seiten. Die Ptüfungszeiten sahen bei uns so aus, daß wir innerhalb drei Wochen acht bis zehn Prüfungen hatten. Und es kam auch vor, 5 in einer Woche zu haben. Jede Ausbildung/Studium hat seine Vor- und Nachteile. Ich würde aber keine BA wählen, weil man in der Regel viel zu sehr auf eine Branche ausgerichtet wird. An der FH machst du deine Grundstudium und spezalisierst dich dann. An einer BA erachtest du nur die Grundlagen als wichtig, die du in der Firma benötigst. Das soll kein Vorwurf sein, weil so handelt jeder von Natur aus. @Magic-Schnitzel Ich glaube nicht, daß ich ein Nacchhilfe Kurs Mathe brauche. Ich setze bei den Lesern dieses Threades voraus, daß sie wissen, dass bei einem FH Studium ein Semester Parxissemester ist und ein Semester Diplomsemester. Da sind bei mir ein Jahr,also zwei Semeseter. Bleiben voon vier Jahren Studium drei übrig, die sich in sechs Theorie Semester gliedern. Dein Vergleich mit den Nazis hinkt ein wenig. Wir haben auch niemanden beleidigt, warum mußt du das machen?? Wenn du dich darüber beschwerst, dass du in der vorlesungsfreien Zeit in der Firma arbeiten mußt, warum machst du dann BA?? Die Darstellungen haben nichts mit Selbstherrlich zu tun. Und zu dem Thema internationaler Abschluß. Wenn ich im Ausland jemande sage, ich bin deutscher Diplom-Ingenieur, dann wissen die alle bescheid und werde mit Handkuß genommen. Ein Bachelor Abschluß kann nicht mit nem FH Diplom verglichen. Ich habe an unsere FH die Umstellung auf Bachelor mitbekommen. Da wurde aus drei einzelnen Fächern eines gemacht und andere wurden verkürzt. Da kann man nicht mehr soviel machen, wie beim Diplom.
Datum: 11.08.2006 11:42
Hallo, ich bin selbst "Dipl. Ing. (BA) Informationstechnik" - wenn ich hier den Vergleich sehe das ein FH Absolvent ja 8 Semester hat und ein BA'ler nur 6 Semester mag das zwar stimmen. Die Inhalte sind deswegen aber nicht viel weniger glaube ich - wieviele Vorlesungen hat ein FH Student so am Tag? und wieviele vorlesungsfreie Tage im Monat oder in der Woche oder im Semester? -- weiss ich nicht wäre vielleicht mal interessant zu sehen - wieviel Zeit der 8 Semester wirklich mit Vorlesungen verbracht werden? - ein Semester an der BA hat nur ca. 12 Wochen: Montag-Freitag zwischen zwischen 08:00 Morgens bis Minimum 15:30 (wir hatte z.T. auch bis 17:30 bzw. 19:10 Vorlesungen) - d.h. 4-5 Vorlesungen pro Tag sind üblich. Die Prüfungen fanden bei uns meist in einer Woche statt - d.h. 6 Prüfungen (eine meist mündlich) von Montag - Samstag. Prüfungsdauer 2-4h - um sich auf die Prüfung am nächsten Tag vorzubereiten bleibt da meist nicht viel - also musste man vorher schon alles wissen. Von daher kann ich bei einem BA Studium nicht wirklich von einem Schmalspurstudium entdecken - wer das 6 Semester durchgehalten hat - ist sicherlich kein schlechtere Ing. als einer mit FH Abschluss. Ebenso der Praxisbezug ist für BA Studenten wesentlich tiefgründiger selbst, wenn es nur in einem Betrieb ist - ich erlebe es hier auch immer wieder, das wir FH Praktikanten haben, die ihr 6-Monate Praktikum bei uns machen wollen. Ein Problem dabei ist sie haben meist bis zu diesem Punkt noch nie in Projekten wirklich mitgearbeitet - sie kennen das Problemumfeld nur bedingt - d.h. von den 6-Monaten Praktikum brauchen sie 3 Monate zur Einarbeitung in das generelle Problem, Entwicklertools etc... in der Zeit beschäftigen sie dann meist auch noch einen Dipl. Ing. der Ihnen alles erklärt, einweist etc... Ein BA Student hingegen wächst in die Projekte hinein - und kann spätestens in der 2. Praxisphase schon eigene kleine Projekte/Ausgaben selbst erledigen - wo kein Dipl. Ing. Händchen hält. Ich selbst habe auch in den Theoriephasen - weiter an den Kundenprojekten mitgewirkt, und so nie den Kontakt zur Entwicklung verloren. Damit bin ich aber wohl eher die Ausnahme? Was man allerdings bei einem BA-Studium nicht erwarten darf - auch wenn es so sein sollte - das sich während der Praxisphasen ständig jemand, um den Studenten kümmert, um theoretische Inhalte zu vermitteln - das ist bei "Mittelständlern" nicht so üblich - dort wird gearbeitet - Bildung erfolgt dann nach Feierabend in Eigenleistung. (Bei Grossunternehmen mag das wohl anders sein.) Ich habe mich fürs BA Studium entschieden - weil mir der praktische Bezug gefallen hat, ein doch recht sicherer Arbeitsplatz nach dem Studium (sucht euch mal die Arbeitslosenstatistik raus - wieviele BA Abgänger arbeitssuchend und wieviele FH etc.), und die Dauer des Studiums von nur 3 Jahren - denn nicht jeder kann oder will es sich leisten 8 oder 10 Semester zu studieren. André
Datum: 11.08.2006 14:03
Die Diskussion ist absolut hinfällig. Jeder, der "BA Supertoll!" schreibt, ist selbst noch BA Student. So, und ich sag' euch was, bei uns im Unternehmen haben wir auch BA Absolventen. Qualitätstechnisch kann man eigentlich nicht urteilen, denn damals an der Uni haben sich auch recht viele durchgeschummelt, die im Grunde keine Ahnung von der Materie haben. Aber, was ihr nicht verneinen könnt, in hohe Positionen kommt ein BA'ler definitiv nicht. Er ist zwischen Azubi und Student angesiedelt.
Datum: 11.08.2006 14:09
Naja kommt darauf an - Teamleiter, Abteilungsleiter etc. geht schon - - CEO halt nicht - dafür sind wir zu sehr Praktiker - und können weniger toll nichtssagende Powerpoint Präsentationen abhalten... SCNR Nun Troll ich mich. André
Datum: 11.08.2006 14:25
>dafür sind wir zu sehr Praktiker
"normale" (gewerbliche) KJaufleute sind genauso Praktiker, dafür aber
billger...
Datum: 11.08.2006 14:39
>"normale" (gewerbliche) KJaufleute sind genauso Praktiker, >dafür aber billger... - ich gehe mal davon aus Kaufleute - können keine Leiterplatte herstellen, bestücken, nicht programmieren (ausser vielleicht für Hausfrauen), keine Datenbank administrieren (damit meine ich Oracle etc. nicht Access;) ... geschweige denn nen PC zusammenstecken oder gar nen Fehler finden - dafür brauchts dann schon Leute die etwas mehr wissen als Kaufleute... (die meist nur das Blaue vom Himmel herunter versprechen - ohne zu wissen was sie eigentlich verkaufen*g*) - da hilft es dann auch nicht dass sie billiger sind - das sind polnische Arbeiter auch - sogar noch billiger als Kaufleute...
Datum: 11.08.2006 14:46
Ich meinte das im Zusammenhang mit "Betriebswirten BA"... Für die von angeführten Tätigkeiten kann auch auch entsprechende Facharbeiter nehmen. Dafür braucht man nicht "studieren". Interessanterweise kann ein Bekannter von mir (gelernter Industriekaufmann) einige der von angeführten Sachen ziemlich gut (PC-Zeug, Datenbanken etc.). Und zwar so gut, dass er seine eigene Firma (2Mann-Betrieb) hat.
Datum: 11.08.2006 15:22
Über Betriebswirte an der BA kann ich relativ wenig sagen, da kannst du eventuell recht haben. Im technischen Bereich liegt das BA-Studium definitiv relativ nah an FH dran (zumindest mehr wie einige hier denken). Und ganz ehrlich, ich will auch nicht unbedingt eine Führungskraft werden. Sonst hätte ich ja an der Uni studiert. Ich bin halt eher der Typ, der auf geregelte Arbeitszeiten steht wie auf haufenweise Geld. Und ich arbeite lieber effektiv, als mich um Papierkram zu kümmern. Ok, ich bin noch relativ jung, aber falls sich meine Meinung ändern sollte kann ich immer noch einen Master machen (mit etwas Schwierigkeiten im Moment noch, aber die Berufsakademien wollen auch bald einen Master-Abschluss anbieten). Und nochwas, ich denke die Unterschiede zwischen FH und BA werden mit ein paar Jahren Berufserfahrung kaum noch spürbar sein. Das wichtigste, das ingenieursmäßige Arbeiten, lernt man bei beiden Studiengängen.
Datum: 11.08.2006 15:56
Hallo zusammen, anbei ein Auszug aus einer IBM Studie zum Thema: "Karrieremoeglichkeiten von Absolventen der Berufsakademien, Fachhochschulen und Universitaeten" Link: http://www-05.ibm.com/employment/de/schueler/karri... "Geschlechterverteilung: Unter den Mitarbeitern mit BA-Abschluss ist der Frauenanteil doppelt so hoch wie unter den Vergleichsgruppen. Auch in der Gruppe der Führungskräfte mit BA-Diplom sind doppelt so viele Frauen vertreten wie in der Gruppe der Manager mit Uni-Diplom und fast viermal so viele Frauen wie unter den FH-Absolventen in Führungspositionen. Führungsverantwortung: Rund drei Viertel der Absolventen mit BA-Abschluss, die heute in Führungspositionen sind, wurden vor ihrem 35. Lebensjahr und damit früher zu Führungskräften ernannt als die Vergleichsgruppen. Bei den jungen Topmanagern (Executives) im Alter von 30 - 40 Jahren sind 40 Prozent BA-Absolventen. Gehälter: In der Altersgruppe der 31- bis 40-Jährigen lagen die Gehälter der BA-Absolventen am höchsten, gefolgt von den Uni-Absolventen." Zum Thema "Zugangsvoraussetzung": Zugangsvoraussetzung fuer die Berufsakademien ist die Hochschulreife (Abitur). Ausnahme bilden manche Berufsakademien in den "Neuen Bundeslaendern", dort ist ein Zugang auch mit Fachhochschulreife moeglich. Zum Thema "Anerkennung in den Firmen": BA- Absolventen sind vom Abschluss FH- Absolventen gleichgestellt. Aufgrund ihrer Praxiserfahrung haben BA- Absolventen je nach Taetigkeitsprofil gegenueber den anderen Abgeangern Vorteile. Zum Thema "Stoffumfang": Hier unterscheidet sich BA und FH nahezu nicht. Kleiner Hinweis, ein FH Student hat ca. 4-5 Monate Semesterferien, ein BA Student zwischen 20 und 30 Tagen Urlaub (je nach Unternehmen) Zum Thema "Anerkennung /Gleichstellung der Titel": Das BA- Diplom ist hochgschulrechtlich dem FH- Diplom gleichgestellt. Ich kenne mehrere BA- Absolventen, die nach ihrem BA. Studium an der Universitaet mit einem MAster Studium weitermachen, bzw. auch einige die daran anschliessend promovieren Zum Thema "Praxisphasen": BA- Studenten arbeiten beiuns in der Fa. an Kundenprojekten mit, der Anspruch ist derselbe dem sich auch Abgaenger anderer Hochschulen stellen muessen. zum Thema "Warum BA und nicht UNI": Beide Hochschularten unterscheiden sich wesentlich in dem Punkt: Praxisorientierung / Theoretischer Tiefgang. Wer "spaeter" vorhat im Bereich Grundlagenforschung zu arbeiten, der wird fuer diese Taetigkeit auf jeden Fall an der UNI besser ausgebildet. Wer anwendungsorientiert arbeiten moechte hat Mit einem BA- Studium "die besseren Karten". zum Thema "Warum BA": kuerzes praxisorientiertes Studium (3 Jahre) mit der Moeglichkeit in 2-3 weiteren Jahren den Master zu erlangen, Verguetung - zwischen 700 Euro und 1150 Euro im Monat, "nicht zu verachten", Vertrag mit einer Firam - sprich in der Regel Festanstellung nach dem Studium Soweit einige Anmerkungen viele Gruesse Winfried Speidel
Datum: 11.08.2006 16:23
"...ein FH Student hat ca. 4-5 Monate Semesterferien..." --> 2 Monate & 1 Woche bei uns. Am Ende soll jeder machen was er für richtig hält. Was nun besser / schlechter sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis. Das kommt auch immer auf die Branche und das Unternehmen an. T.M. ============================= http://editthis.info/freefpga =============================
Datum: 11.08.2006 16:34
Noch ein Punkt: es kommt natürlich auch immer auf die Person an. Wer gut ist, wird gut bleiben, egal ob BA oder FH. Wer nix drauf hat, wir genauso unabhängig vom Abschluss kein guter Ingenieur. Dass manche sich in einem System besser durchmogeln können als andere ist natürlich schon klar.
Datum: 11.08.2006 17:02
Diese interne IBM Studie ist aber nicht wirklich repräsentativ. Hier wird ja die BA nahezu über alles andere gestellt und als einzig wahre Studienrichtung angepriesen. Ich freu mich schon wenn endlich der Bachelor und Master überall eingeführt wird, dann hören nämlich diese endlosen Diskussionen auf. Dann ist der BA-Abschluss nichts anderes als ein Bachelor.
Datum: 12.08.2006 12:52
@Dr. know - wenn sie um Bewerber werben, was sollen die auch schlechtes über BA schreiben, somit danke für diesen neutralen Bericht. PS: Wer so selbstbewusst ist, der zeige mir mal Stellenanzeigen wo es nicht heißt "Dipl.Ing.(UNI/FH) gesucht", sondern "Dipl.Ing.(UNI/FH/BA) gesucht". Findet ihr nicht, gibt's nicht, in dem Sinne: Keine Chance!
Datum: 12.08.2006 14:49
Hallo Hans, woher ruehrt "Dein Frust"? Hast Du es "selbst erlebt", dass BA Absolventen keine Chance haben? Ich kann nur gegenteiliges berichten, bei uns in der Firma sind die BA Absolventen sehr gerne gesehen, diese werden in der Regel nach dem Studium alle uebernommen, was doch auch fuer diese Art des Studiums spricht. Ich kann die erwaehnten "Nachteile" des BA Studiums in keinster Weise bestaetigen, mir scheint dass vieles "ein wenig an den Haaren herbeigezogen" ist. VIele Gruesse WInfried
Datum: 12.08.2006 17:36
Also, ein BA-"Studium" (müßte eigentlich Ausbildung heißen) ist doch nur was für Leute, die es auf einer FH oder Uni nicht "gepackt" haben. Auf der BA schaffen sie es dann meistens, vor allem auch, weil dort kaum einer durchfällt. An FH oder Uni sind dagegen Durchfallerquoten von 70% keine Seltenheit!!!! Also BA nur, wenn man glaubt, daß man es an einer FH oder Uni nicht packt!!!
Datum: 12.08.2006 17:38
Apropo, bei uns werden BAler gleich bei der Bewerbung aussortiert (außer für Skalventätigkeiten) Wir nehmen nur "richtige" Ingenieure.
Datum: 12.08.2006 18:16
@ High Potential Durchfallquoten: An der Uni hauen dir die Praktiker ab, an der FH ist das Anfangspublikum zu bunt gemischt, als dass man ernsthaft allen Anfängern eine Chance einräumen würde. Wie kommste also drauf dass die BAler die Reduzierung der Unterrichtszeit auf 20h die Woche an der Uni, das abendliche Biertrinken, am Fluss rumflaggen und Semesterferien genießen nicht auch noch gepackt hätten? Das ist meines Erachtens weniger eine Potentialfrage, sondern mehr der Bezug auf ein schnelles Studium und sofortiges Gehalt. Im Vergleich zur Uni bleibt dafür Therorie unbearbeitet. Und? 90% dafür braucht man eh nur, wenn man in die Forschung will. Alles andere lernt der BAler/FHler auch, was ihm zu seinem Job dann fehlt, lernt er in den ersten Jahren als Ingenieur, während der Uni Student immer noch rumeiert. Im Grunde hat aber Stefan recht: Es kommt auf den Einsatz und das Talent der einzelnen Person an, was letztendlich dabei rauskommt.
Datum: 12.08.2006 21:14
Wenn schon studieren, dann richtig. Ansonsten kann man sich den Aufwand schenken. Es macht wirklich keinen Spaß, als BA-Absolvent um eine Stelle betteln zu müssen.
Datum: 12.08.2006 22:36
Ähm, um mal bei den harten Fakten zu bleiben........BA Absolventen haben am wenigsten Problemen von allen (FH/UNI/BA), einen Job zu bekommen, da kannste jede Statistik nehmen. Schließlich haben sie vom 1. Tag an eine Firma, und die buttert nur ungern 30k Euro in die Person um sie dann auf die Straße zu setzen.
Datum: 13.08.2006 03:16
Genau Besserwissen. Und BA Leute argumentieren so: A weil B und B weil A. Natürlich werden die 100% übernommen, sie wurden ja auf Unternehmenskosten ausgebildet und haben bis dahin nichts produktives geleistet. Das wäre schon selten dämlich jemanden 3 Jahre lang auszubilden um ihn dann auf die Straße zu setzen. Allerdings planen größere Firmen, die es sich leisten können mehrere ins Rennen zu schicken, ganz klar ein, dass nicht alle ans Ziel kommen. Ihr seid alle so große Theoretiker. Woher soll ein Personaler wissen, ob jemand Talent hat oder nicht? Je allgemeiner der Abschluss, desto mehr Stellen kommen in Frage. Schaut euch doch mal um, gesucht wird meistens "Mathematik", "BWL" oder "Naturwissenschaften" oder "Technische Richtungen". Diese häufig zitierte Praxisnähe im Sinne von "Programmieren" oder "Löten" interessiert doch keinen. Zumindest auf höheren Positionen. Wenn man natürlich Systemadministrator oder Programmierer werden will, ist die Praxisnähe ein anderer Aspekt.
Datum: 13.08.2006 12:46
Frage an "High Potential" - Woher hast Du deine Erkenntnisse / Informationen? Hast Du die von Dir beschriebenen Erfahrungen selbst gemacht? Zu "Hans" - Zitat: "haben bis dahin nichts produktives geleistet" Dies kann ich so nicht bestaetigen, die BA Studenten arbeiten waehrend Ihrer Praxisphasen an Kundenprojekten (zu Beginn der Ausbildung sind es natuerlich "kleinere Zuarbeiten", die mit wachsender Erfahrung an Anspruch gewinnen, gegen Ende mit der Diplomarbeit (oder Bachelor Thesis) sind es ingenieursspezifische Aufgaben und Taetigkeiten. Das vielfach zitierte "Loeten" findet allenfalls zu Beginn (in der ersten oder zweite Praxisphase exemplarisch statt). Praxisnaehe bedeutet auch: Zu Wissen wovon man spricht - Diese Erfahrungen sind fuer viele Taetigkeiten von Vorteil (auch wenn Sie nicht mehr "direkt" angewendet werden, z.B. Taetigkeit im Vertrieb, in der Projektierung, Projektleitung,... Viele Gruesse Winfried
Datum: 15.08.2006 14:48
Hallo, bin gerade auf diese Diskussion gestoßen und hab mich halb tot gelacht. BA-Studium ist definitv mit der FH gleichzusetzen. 1. die geringen Durchfallquoten rühren daher, dass die Ausbildungsfirmen eine Selektion betreiben, die and der FH bzw. Uni nicht betrieben wird. Einer mit Abitur 2,4 LK Bio & Deutsch würde niemals eine BA-Stelle E-Technik bekommen, kann aber ohne Probleme an der FH anfangen und durchfallen 2. zum Thema weniger Theorie: Das BA-Semester hat zwar 1-2 Wochen weniger, dafür aber mehr Vorlesungsstunden pro Woche 3. An der BA dozieren häufig externe Professoren von anderen FHs z.B. an der BA-Karlsruhe dozieren im Bereich Elektrotechnik 6 Profs der FH-Karlsruhe und einer der FH Mannheim. Die Klausuren sind auf dem exakt gleichen Niveau wie an der FH. Wo soll jetzt also der Unterschied liegen? Abschluss ist ebenfalls der gleiche mit dem Bachelor of Science (früher Dipl.)
Datum: 15.08.2006 15:38
@Carsten Man kann sich so ein Popel-Studium natürlich auch schönreden (muß man als Absolvent natürlich auch). Fakt ist, aber daß gute Leute natürlich gleich an FH und Uni gehen. Nur diejenigen, die es dort nicht packen, können von mir aus gerne an der BA weitermachen. Daß FH-Profs an der BA Vorlesungen halten, heißt erstmal, daß nur aus Statusgründen nur wenige BA-Profs werden wollen. Daher muß man auf exterene Profs zurückgreifen. Außerdem heißt das natürlich keinesfalls, daß das Niveau das gleiche wäre. Es gibt ja auch Profs, die an der Volkshochschule Kurse geben. Das Nivea ist dann natürlich höchst unterschiedlich (muß es ja auch sein, weil das Niveau der Klientel der BA erheblich unter FH und Uni-Niveau ist). Außerdem sind BA-Absolventen derart firmenspezifisch ausgebildet, daß sie in anderen Firmen erst nach einer jahrelangen Lernphase eingesetzt werden können. FH und Uni-Absolventen sind dagegen universell ausgebildet und vielseitig einsetzbar.
Datum: 15.08.2006 15:50
>Außerdem sind BA-Absolventen derart firmenspezifisch ausgebildet, daß >sie in anderen Firmen erst nach einer jahrelangen Lernphase >eingesetzt >werden können. FH und Uni-Absolventen sind dagegen universell >ausgebildet und vielseitig einsetzbar. Universät hat nicht mit universell zu tun - von wegen "vielseitig einsetzbar" ;) Naja - dafür haben Uni und FH Absolventen so wenig Praxis - dass man Sie als Berufssinsteiger nach dem Abschluss - erstmal aus Ihrer "theoretischen Informatikwelt" meisseln muss - damit Sie ein praktisches Problem auch als solches erkennen und bearbeiten können. (Natürlich können Univ. Absolventen das Problem wesentlich tiefgründiger beschreiben - so dass man das Problem am Ende nicht mehr sieht... Mal vorsichtig ausgedrückt - sicherlich gibt es auch Ausnahmen die unabhängig vom Abschluss - sofort gebrauchsfertig sind. André (Dipl. Ing. (BA) Informationstechnik) - den solche abwertende Diskussionen über BA Studenten ärgern, PS.: wir hatte auch 2 Univ Abbrecher dabei - die haben dann selbst das BA Studium nach der Vordiplomsprüfung beenden dürfen. (Wer glaubt ein BA Studium sei einfacher - soll sich doch mal ein paar Vorlesungstage mit reinsetzen - ob er die letzte Vorlesung dann noch mitbekommt?)
Datum: 15.08.2006 15:53
@Carsten Woher hast du deine Informationen? Hast du auf einer BA oder einer FH studiert? Wäre interessanz zu wissen. Warum müssen eigentlich FH Profs Vorlesungen an BAs machen?? Bei uns an der FH haben die E-Techniker das Fach Mikrocontroller und die WIW Leute genau dasselbe Fach beim selben Professor und diesselbe Stundenzahl. Trotzdem können die WIW Leute defnitiv weniger als die E-Techniker. Wenn an einer BA oder FH dieselbe Stundenzahl von einem FAch gemacht wird ,heißt das noch lange nicht, daß sie gleich gut ausgebildet sind und dasselbe können. Ausnahmsweise muß ich High Potential zustimmen. Eine BA ist Firmenspezifisch. Man behält in der regel nur das Wissen, was man gerade für dieses oder jenes Projekt benötigt. Das Generale am Studium fehlt einfach.
Datum: 15.08.2006 15:56
Dass das Niveau der Klausuren gleich ist, kann man denke ich schon behaupten, wenn man auch etliche Klausuren der FH gesehen und gerechnet hat. >Außerdem sind BA-Absolventen derart firmenspezifisch ausgebildet, daß >sie in anderen Firmen erst nach einer jahrelangen Lernphase >eingesetzt >werden können. FH und Uni-Absolventen sind dagegen universell >ausgebildet und vielseitig einsetzbar. Ein Absolvent der Uni oder FH muss generell eingearbeitet werden. Und ich kenne von den Studenten in Karlsruhe keinen, der davor an der Uni bzw. FH war und dort durchgeflogen ist. Im Gegenteil, an der FH haben einige ihren Abschluss gemacht, die es an der BA nicht geschaft haben. Wieder ander haben das Vordiplom an der Uni mit 1,2 gemacht und sind dann freiwillig an die BA. Aber wenn einer Vorteile darin sieht an der Uni die Dotierungen von MOSFETs auswendig zu lernen - bitte schön!
Datum: 15.08.2006 15:59
@Diplomand ich habe selbst an der BA-Karlsruhe studiert. Die FH Profs müssen keine Vorlesung an der BA halten. Das machen die "freiwillig" für ein paar Euros. Einige sind an der FH im Ruhestand und machen dann als Auslgleich zur vielen Freizeit
Datum: 15.08.2006 16:13
>Die FH Profs müssen keine Vorlesung an der BA halten
Do, müssen sie, weil sich scheinbat niemand anders findet, der für
"ein paar Euros" da arbeiten möchte.
An unserer FH (Kiel9 gibt es die Möglichkeit des betriebsbegleitenden
Studiums. Das scheint sowas wie das BA-Studium zu sein.
Dann haben wir hier noch eine Wirtschaftsakademie (WAK), wo man seinen
Betriebswirt (BA) machen kann. (Darüber hatte ich mich oben schon
ausgelassen).
Es gibt an der WAK aber scheinbar auch Studiengänge, die dann mit einem
Diplom abschliessen. Zumindest habe ich mal jemanden getroffen, der
einen solchen Abschluß hatte.
Über die Qualität eines solchen Abschlusses kann ich nichts sagen (dass
ich schlecht auf Betriebswirtschaftler zu sprechen bin, liegt an was
anderem).
@HP: Wer ist wohl besser: Einer, der sein BA-Studium in einem Rutsch
durchgezogen hat, oder einer, der >20 Semester an der Uni verbringt,
ohne ein Diplom erreicht zu haben?
Es gibt ne Menge Leute, die meinen sie wären "High Potential" und
verbringen ihre Zeit als Student, ohne Prüfungen zu schreiben...
Irgendwie erinnert mich diese Diskussion an die Chile-Diskussion...
Datum: 15.08.2006 16:17
NA siehst du, du kennst eine FH oder UNI gar nicht von innen. Das niveau kann vielleicht mal für ein spezifisches Fach gleich sein. Es macht doch im Endeffekt jeder, wie er meint ab glücklichste zu werden, Aber ich kann nicht verstehen, warum alle BA Studenten, den quatsch den sie tagtäglich von irgendwelchen Profs erzählt bekommen, so sehr verteidigen müssen. Wenn z.B. eine UNI und FH gleich wären, bräcuhste man den UNterschied nicht, wenn eine BA und FH gleich wären, bräuchte man den Unterschied nicht. Ich habe z.B. bei mir m Büro einen Diplomanden einer UNi mit drin sitzen. Wir haben amselben angefangen mit Diplom, ich muß in drei Wochen abgeben und er erst einen Monat später. Dafür muß ich aber wneiger schreiben als er. Das soll zeigen, daß jede Form von Studium ein Vor- und einen Nachteil hat. Ganz grob ausgedrückt, befinden sich BA Studenten genau ziwschen Uni/FH und Facharbeiter. Eigentlich sollen sie Facharbeiter mit wissenschaftlichen Hintergrund sein. Ich bin z.B. auch nicht an eine Uni, weil es mir dort zu dem Zeitpunkt damals zu theoretisch war und eine BA wegen dem Streß vermeiden wollte. Also habe ich an einer FH angefangen. Jetzt fange ich in acht Wochen an einer Uni meine Doktorandenstelle an. Ich möchte in die Forschung gehen und sehr tiefgründig arbeiten. Ihr als BA Absolventen wollte lieber schnell Produkte schaffen. Es muß einfach eine gesunde Mischung geben aus beiden. Firmen müßten ohne Forschungseinrichtungen viel an Grundlagenwissen selber erarbeiten und dafür haben viele gar keine Zeit und nicht das Geld. Es ist wirklich müßig darüber zu diskutieren, ob ein BA oder FH Absolvent besser ist.Die meisten von euch warne bestimmt auch bei der Bundeswehr. da hat man euch auch erzählt, wie toll der Laden doch ist und was man alles lernt in der BW und alles schön geredet wurde und am Ende haben die Meisten festgestellt, daß die Meisten bei der BW total verwirrt sind. Geht einfach manchmal etwas kritischer mit Sachen um, die euch erzählt werden. Ein FH Prof, der Rentner ist und seine Vorlesungen an einer BA erzählt, wird sich wohl kaum vor eine Klasse stellen und denen erzählen, es ist eh schwachsinn was ihr alle ihr macht? Habt ihr so eine Situation schonmal erlebt,also ich nicht. Es wird immer alles schön geredet.
Datum: 15.08.2006 16:25
Also in Baden-Württemberg erfreut sich die BA immer größerer Beliebtheit, warum nur? Dass sie sich ständig verteidigen muss liegt daran, dass die FHs angst haben Studenten zu verlieren. Und dass ich nie eine Uni von innen gesehen habe ist auch schwachsinn. Hab da auch schon einige Vorlesungen mitgemacht, die Uni/FH-Leute aber wohl nie eine an der BA. Nennt doch mal Beispiele, dass die BA-Absolventen weniger drauf haben wie die FH Leute? Die Uni kann man außen vor lassen, da diese vom Konzept her deutlich mehr auf Forschung (Theorie) ausgelegt ist, und man somit Äpfel mit Birnen vergleicht.
Datum: 15.08.2006 16:35
Du vergleichst genauso Birnen mit Äpfeln, wenn du den Vergleich von FH und BA ziehst. Wir haben an der FH viele Fächer grundlegend behandelt, da haben UNI Studenten noch nie was davon gehört. Es behauptet keiner, daß BA Absolventen wneiger daruf haben, der Schwerpunkt liegt gegenüber FH/UNI woanders. Ich habe z.B. mit dem Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik und dem Schwerpunkt Mikroelektronik FPGA-, Mikroprozessor-, Mikrocontroller-, DSP-Programmierung hinter mir. Zusätzlich kam der ganze Krempel mit HW, d.h. Herstellung Leiterplatten, Löten, Kleben, Entwurf von LP, Entwurf von ASICs, Mikrosystemtechnik, Halbleitertechnik, etc. gehabt. Ich glaueb kaum, daß ein BA Student die Zeit hat, sich mit diesen Dingen so intensiv und ausführlich zu beschäftigen wie ich es hatte. Selbst UNI Studenten kennen das in der Form nicht. Die haben sich mehr auf ihr Theorie Vorlesngen verlassen. Wir hatten zu jeder dieser Sachen oben, auch Praktika und ähnliches.
Datum: 15.08.2006 16:47
Es geht mir darum, dass immer wieder behauptet wird, dass der BA-Absolvent ein Techniker mit höherem Gehalt ist. Aber zu deinen Punkten: FPGA: gibts ne Vorlesung µC + µP: gibts mehrere Vorlesungen DSP: Mehrere Vorlesungen zur Theorie und Eine zur Programmierung Leiterplatten: gibts auch. Liegt bei mir daran, dass ich Nachrichtentechnik als Vertiefung hatte. Dass der eine oder andere in einem Gebiet tiefer drin steckt ist völlig normal. Das variiert von BA zu BA genauso wie von FH zu FH bzw. von Prof zu Prof. Was ich will ist, dass die Leute endlich akzeptiern die BA ist ein Studium, heiß übrigens auch UNIVERSITY OF COOPERATIVE EDUCATION Ich werde mit Sicherheit nicht behaupten, dass BA-Absolventen besser sind als andere, sie sind anders, haben aber genauso hart gearbeitet wie die anderen Studenten auch. (Jeder der mal 8-00 - 20:00 ohne größere Pause Vorlesung hatt wird mir da recht geben).
Datum: 15.08.2006 16:55
@Carsten >Ich werde mit Sicherheit nicht behaupten, dass BA-Absolventen besser >sind als andere, sie sind anders, haben aber genauso hart gearbeitet >wie die anderen Studenten auch. (Jeder der mal 8-00 - 20:00 ohne >größere Pause Vorlesung hatt wird mir da recht geben). Deswegen braucht ein BA Student auch nur 6 Semester bis zum Diplom, weil jeden Tag Vorlesungen sind - "Bis Abends" - und es keinen nennenswerten Leerlauf gibt. (so schaffen wir auch das Vorlesungspensum in nur 12 Wochen - der durchschnittlichen Dauer eines Semesters) Ich selbst hatte von Elektroniksachen nicht soviel - da meine Vertiefung auf Informationstechnik lag - d.h. Algorithmen, Softwareentwicklung, Datenbanken, .. Regelungs-, Automationstechnik, Elektronik (allg.), Elektrotechnik etc... André
Datum: 15.08.2006 17:04
Der ursprüngliche Gedanke eines BA Studenten ist aber trotzdem, daß es ein Facharbeiter mit wissenschaftlicher Ausbildung ist? Es ist ein von der Sache en Techniker mit wissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweise. Er ist anders als andere Studiengänge und nicht besser oder schlechter, sondern anders
Datum: 15.08.2006 17:24
> Facharbeiter mit wissenschaftlicher Ausbildung
Stimmt, das sind etwas bessere Facharbeiter, darum hat man die BAs
eingeführt. Facharbeiter mit Schmiere an den Händen und einem komischen
BA-Diplom. Und daß FH-Profs an der BA Vorlesungen halten, ist ja wohl
der Gipfel. Haben denn die überhaupt keinen Stolz. Vermutlich ist ihnen
als Rentner langweilig zu hause und BA-Frischlinge für dumm verkaufen
eine willkommene Abwechslung.
Datum: 15.08.2006 17:25
Frage: Woram erkennt man, daß ein Buch von einem BA-Studenten in der Hand gehalten wurde? An der Schmiere an den Seiten... lol
Datum: 15.08.2006 17:36
Erfahrungen eines BA-Studenten: "ich bin zur Zeit Sudent einer Berufsakademie in Niedersachsen im 4. Semester. Im Laufe der Zeit hat mich das Studium zunehmend frustriert, da die Lehrinhalte auf nur sehr mäßigem Niveau sind und ich nicht das Gefühl habe, dass dieses Studium eine fundierte Ausbildung bietet. " http://www.computerwoche.de/forum/archive/index.ph... Sag ich doch. Schmalspurwissen auf tiefsten Niveau.
Datum: 15.08.2006 17:58
Jaaaa, Niedersachen. Das zählt nicht. Bei der BA muss man ganz klar sagen, dass nur im süddeutschen Raum was dahintersteckt. Aber da dann dafür umso mehr ;) Wir im Kurs haben auch einige Studiumsabbrecher, die sowohl an FH als auch an Uni besser zurecht kommen, da sie den Stoff nicht so unter Zeitdruck lernen müssen. Zum BA-Lehrplan: Hier wird peinlichst genau drauf geachtet (-->allgemeine Bachelor-Abschlüsse), dass alles, was an der FH unterrichtet wird, auch an der BA drankommt. Wir als "bessere Facharbeiter" haben schon den Prof gefragt, warum wir so breit unterrichtet werden, wo es unsere Firmen doch gar nicht für nötig halten... Antwort: Gleicher Abschluss wie FH, gleiche Stoffmenge. Ende.