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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik µC-Auswahl für Einsteiger-Projekt


Autor: gernot86 (Gast)
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Hallo,

bisher habe ich im studium (derzeit 3. semester elektrotechnik) schon
ein wenig mit 8051-µCs gearbeitet, allerdings nicht privat und somit
hab ich keine ahnung, was da preis/leistungsmäßig für den einstieg gut
ist... ich bräuchte nen µC, bei dem folgende eigenschaften wichtig
wären:

- mind. 2 I/O-Ports (brauche 9 oder mehr I/O-Pins)
- Counter/Timer (2 wären gut, 1 reicht aber auch)
- möglichst viele interrupts (geht auch ohne aber wär leichter zu
programmieren)
- 9V-Block muss als spannungsversorgung reichen
- am besten im paket mit platine zum beschreiben
- preislich sollten µC und platine zusammen möglichst preiswert sein

könnte mir da jemand was passendes empfehlen? hab mal irgendwo hier im
forum gelesen, dass Atmel AVR ganz gut sein sollen für einsteiger aber
welches modell und stimmt das überhaupt so? freue mich über jede
antwort ;) also danke schonmal im voraus

Gruß, Gernot

Autor: Sonic (Gast)
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Über die Firma kann man streiten, je nachdem auf welchen Typ man sich
'eigeschossen' hat. Ich programmiere hauptsächlich die ATMEL AVR's
in C und ASM, bin bisher mehr als zufrieden. Platinen gibt's meines
Wissens im Web zu finden, ist aber meiner Meinung nach einfacher, diese
der jeweiligen Anwendung anzupassen. Die AVRs haben alles was nötig ist
'onboard' und lassen sich im Zielsystem per ISP mit dem AVRISP (39€)
leicht programmieren. Bei ATMEL auf der HP gibt's 'ne Übersicht,
welcher AVR was hat. Ich denke für Deine Zwecke wäre ein ATmega8 ideal.

Autor: mr.chip (Gast)
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Hallo

Ich kann dir die AVRs nur empfehlen. Brauchen nur eine minimale
Aussenbeschaltung, es gibt einfache Anleitungen für Parallelport-ISPs
und die Dinger sind einfach zu programmieren - einerseits, weil
AVR-Assembler sehr logisch aufgebaut ist, andererseits wegen der
Verfügbarkeit des sehr guten AVR-GCC. Zudem sind die Geräte in DIPs
verfügbar, haben genug Power, werden von zahllosen gut dokumentierten
Projekten verwendet und sind günstig und überall zu bekommen.

Gruss

Michael

Autor: Karl-j. B. (matrixman)
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ich benütze auch avr von atmel! würde ich dir auch empfehlen!

hier kannst du allgemeines über avr finden

http://atmel.com/products/avr/

und hier hast du alle avr im vergleich zueinander da kannst du ganz
leicht den finden wo du brauchst (mega8 find ich auch ideal für dich)

http://atmel.com/dyn/products/param_table.asp?fami...

mfg Karl

Autor: Peter Dannegger (peda)
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http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-25968.html#new

Vorteil:
leicht selbst aufzubauen, kein Programmiergerät nötig (geht ja direkt
über die UART).


Peter

Autor: gernot86 (Gast)
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oh vielen dank für die vielen und schnellen antworten ;)

hab mir grad mal im datenblatt die eigenschaften vom atmel mega8
angeguckt und der scheint echt ganz gut zu passen... tutorial um das
programm auf den µC zu schreiben gibts ja auch hab ich gesehen... d.h.
ich brauch dann also nur den mega8 und beschaltung... aber für die
programmierung per uart bestimmt auch noch n kleines board oder?

Autor: Sonic (Gast)
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Mann, das gute Tutorial hier habt ihr vergessen:
http://www.mikrocontroller.net/tutorial/

Autor: DerElektrischeReiter (Gast)
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Hier im Forum sind viele AVR-Fans. Das musst Du wissen, wenn Du hier die
Diskussion um einen CPU-Typen anstößt.

Deine Anforderungen alleine sind kein gutes Auswahlkriterium, denn es
sind keine besonderen Features gefragt. Ich meine: Fast alle MCUs sind
dafür geeignet - nicht nur AVR ;-). Ein Vergleich von populären
Architekturen ist auf dieser Site:
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_PIC_51-Vergleich.

Entscheidender ist was Du in deinem Projekt erreichen willst. Wenn's
vorrangig um's Lernen geht ist es sicher eine gute Idee mit einem MCU
zu starten, bei dem Du bereits Grundwissen angesammelt hast. Du kommst
damit auch schneller ans Ziel, als wenn Du mit einer vollkommen neuen
Plattform startest. Als Basis könnte dann Peter's (PeDa) Demoboard
herhalten. Da Du im Studium bereits mit '51ern Kontakt hast, sind
sicher auch Freunde zum Erfahrungsaustausch und auch zum Weiterhelfen
nicht weit. Gerade bei Einsteigerproblemen ist es schön wenn einem
geholfen wird. Das Forum hier ist da keine echte Alternative. Es
reagiert auf Probleme von Rookies oft wenig aerodynamisch.

Mit Blick in die Zukunft führt kein Weg an ARM vorbei. Zusammen mit
einem Demoboad z.B. von Olimex und mit einem JTAG-Adapter ist der
Einstieg auch leicht zu bewerkstelligen. Gerade die ARMs haben Platz
für größere Projekte. Da ARMs von mehreren Herstellern  kommen bist DU
auch nicht auf einen Hersteller und dessen Willkür bei der
Produktabkündigung festgelegt. In diesem Punkt soll gerade ATMEL nicht
so zimperlich sein.

cu

Autor: mr.chip (Gast)
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> Hier im Forum sind viele AVR-Fans. Das musst Du wissen, wenn Du hier
> die Diskussion um einen CPU-Typen anstößt.

Hehe...das stimmt, ja. Um ganz ehrlich zu sein: Andere Prozessoren
kenne ich nur vom Hörensagen. Bisher hatte ich aber auch nie das
Bedürfnis, etwas anderes auszuprobieren - ich bin schlicht und einfach
völlig zufrieden mit den AVRs. Und ich behaupte jetzt mal, dass die
AVRs in der Kategorie der kleinen Controller den state-of-the-art
definieren. Man darf mir gerne widersprechen ;-)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@DerElektrischeReiter

"Mit Blick in die Zukunft führt kein Weg an ARM vorbei."

Das ist Quatsch mit Soße.

Die 8051/AVR haben ihr Anwendungsgebiet und die ARM ein völlig
anderes.

Es ist allein schon eine erhebliche Kostenfrage, ob ich ne
Steuerplatine in einer Kaffemaschine einseitig mit nem DIP machen kann
oder 4-lagig mit nem BGA machen muß.

Also immer schön auf dem Teppich bleiben.

Die 8-Bitter sind für Steuerungsaufgaben unschlagbar einfach und
unkompliziert, d.h. man spart auch bei der Softwareentwicklung viel
Zeit.


Die ARM sind nur dazu gut, wenn man den Benutzer bei jedem Einschalten
erstmal unnötig mit langweiligen Animationen auf nem Grafikdisplay
ärgern will.


Peter

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@gernot86,

"...aber für die programmierung per uart bestimmt auch noch n kleines
board oder?"


Der Bootloader über die UART ist nur in den entsprechenden 8051-ern
drin.

Die AVRs brauchen dagegen ein extra Programmierboard.

Einfache Versionen benutzen den LPT-Port (echter LPT, kein USB-Adapter
!), haben aber auf einigen PCs und Betriebssystemen so ihre
Schwierigkeiten. Nennt sich auch STK200-Programmer.

Kugelsichere Versionen sind das STK500 oder der AN910-Programmer, der
eine kostet, der andere muß einmalig programmiert werden.


Peter

Autor: Johnny (Gast)
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Ich klinke mich nun auch noch in den Controller Strein ein um Dich noch
total zu verwirren; Der MSP430 von TI ist auch ein guter Controller um
erste Erfahrungen zu sammeln. Es gibt sehr günstige Hardware, er ist
einfach zu programmieren und es gibt ebenfalls einen kostenlosen GCC.

Selbst begann ich mit einem H8 von Renesas (damals noch Hitachi), diese
können zwar "alles" und sind super, jedoch ist man als Anfänger damit
zimelich schnell überfordert. Ein Mitgrund liegt auch im rel.
schlechten Englisch in den Manuals.

Falls Dir bereits grössere, sehr umfangreiche Projekte mit grafischen
LCD's vorschweben, dann würde ich ebenfalls die ARM Schiene in
Betracht ziehen.
Die AT91SAM Serie von Atmel scheint mir hierfür sehr geeignet zu sein.

Viel Glück beim Start
Johnny

Autor: Stefan (Gast)
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> DerElektrischeReiter:
> Hier im Forum sind viele AVR-Fans. Das musst Du wissen, wenn Du
> hier die Diskussion um einen CPU-Typen anstößt.

Korrekt.

Bei der Auswahl eines µC im Hobby-Bereich oder als Lernsystem in der
Ausbildung ist die Nutzergemeinde ('Community') IMHO ein bedeutender
Punkt.

Frickelt man lieber mit seinem Exoten-µC zuhause alleine vor sich hin
(Erster ;-) oder will man lieber auf eine Vielzahl von Projekten oder
Helfer bei Problemchen zurückgreifen...

Autor: Olaf (Gast)
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Also ich finde ja der R8C ist der ideale Controller und nur wenn man den
programmiert kommt man in den Himmel. :-)

Man muss entscheiden zwischen privaten Vorlieben wo jeder nehmen kann
was er will, oder einem potentiellen <BG> ET-Ingenieur der spaeter
einen Controller nach bestimmten Vorgaben auszuwaehlen hat ganz egal
was dabei letzlich fuer eine Familie herauskommen soll.
So haben z.B die MCS51 den grossen Vorteil das sie von mehreren Firmen

pinkompatibel hergestellt werden. Andere Controller sind dafuer
besonders energiesparend, wieder andere sind besonders billig.

Olaf

p.s: Ausserdem wuerde ich erwarten das jeder der schonmal einen
Controller programmiert hat, nach spaetestens einen Tag jeden
beliebigen anderen programmieren kann, auch wenn man dafuer sicher die
erste Woche stets das DAtenblatt aufgeschlagen auf dem Tisch hat.

Autor: mike (Gast)
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Also ich finde die PIC´s aus der 18F Familie sehr gut, man findet auch
im Netz unzählige Seiten und Source-Code dazu...

Aber wie schon oft gesagt, ich will keine Grundsatzdebatte auslösen,
jeder hat seine Vorlieben!

Mike

Autor: gernot86 (Gast)
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ok jetzt bin ich allerdings etwas verwirrt... aber ich hab jetzt mal
wenigstens nen überblick, was so in bratracht käme und werd mich mal im
bekanntenkreis auch etwas umhören, wer mir was empfehlen kann... also
danke nochmal an alle

und jetzt diskutiert mal ruhig weiter, is interessant ;)

Autor: schudi (Gast)
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Hallo,

wenn du schon mit 8051 er gearbeitet hast, kann ich dir zum Einstieg
den AT89LP2052 wärmstens empfehlen. Ist ein pinkompatibler Nachfolger
des Klassikers AT89C2051, aber durch den neuen 1 Cycle-Core mit max. 20
MHZ = 20 MIPS schnell wie eine Rakete. Ich habe mir vor ein paar Tagen
einen Programmer, Controller und ein Eval-Board gekauft. Tolle Sache!
Schau mal hier vorbei: http://www.gms2000.de/minimikro/index.htm
Da findest du sehr preiswert alles was du brauchst, incl. einer
email-Adresse, bei der dir auch mit Sonderwünschen weitergeholfen wird.
Soll jetzt keine Werbung sein und ich bekomme auch keine Provision, aber
ich habe gute Erfahrungen gemacht.
Eine hervorragende Einführung in die Programmierung von 8051 ern
findest du hier:
http://www.erikbuchmann.de/
und hier:
http://batronix.de/

Grüsse

Autor: DerElektrischeReiter (Gast)
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@Peter Dannegger:
Setzte Du noch 4bitter ein z.B. MARC4? Für Kaffeemaschinen oder
Taschenlampen sind die Dinger geradezu ideal. Da braucht's kein 8bit
;-)

Mit "Mit Blick in die Zukunft führt kein Weg an ARM vorbei." habe ich
gemeint, das in Zukunft die ARM-Architektur weiter an Bedeutung gewinnen
wird. ARM hat meiner Meinung nach gute Chancen zum Pentium der
Mikrokontroller zu werden.

Ganz klar, so wie 4bitter heute noch eigesetzt werden, werden auch in
einigen Jahren 8bitter noch eine Daseinsberechtigung haben. Es wird
aber auch so sein, das sich der preisliche Abstand zwischen den 8- und
32bittern weiter verringert. Damit dringen die ARMs auch in typische
Bereiche der 8bitter ein. Wie sich die Zukunft entwickeln wird, und mit
welche Anteilen '51, PIC und Co in einigen Jahren noch am Markt sind,
kann ich (leider) nicht sagen. Da jedoch die Zukunft bunt und animiert
ist, sieht der Markt für 32bitter aber rosig aus.

cu

Autor: mr.chip (Gast)
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Hallo

Wenn du dich nicht entscheiden kann, dann rate ich dir nochmals etwas
nachdrücklicher zu den AVRs. Es mögen alle anderen Controller auch ihre
grossen und guten Vorteile haben, aber beim AVR sind die Vorteile sehr
ausgewogen: Er ist ein flinker 8-Bitter, er ist sehr einfach
handzuhaben (DIP, einfacher Programmer, einfach zu Programmieren,
einfach zu bekommen, es gibt AVR-GCC) und es gibt eine grosse Community
sowie zahllose Projekte im Internet. Du wirst also bei keiner
Eigenschaft einen Fehlgriff machen, wenn du dich für AVR entscheidest.


Jedenfalls dann, wenn du mit der Leistung der 8-Bitter zufrieden bist.
Wenn nicht, dann musst du sowieso eine Klasse höher, teurer und
komplizierter einsteigen (ARM). Aber in nen AVR passt viel, z.B.
einfache Bilderkennung oder S/W-Videospielkonsole wären da zwei meiner
letzten Projekte. ;-)

Gruss

Michael

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