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Forum: Platinen Belichten ist schwierig


Autor: E. Reader (Gast)
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Hallo! Ich habe versucht Platinen mit dem Gesichtsbräuner zu belichten,
habe aber ein Problem: entweder ist die Belichtung nicht vollständig,
oder es lösen sich auch die Leiterbahnen im Entwickler ab. Die beste
Zeit ist 90 Sekunden, aber dann bleiben einige Inseln stehen und manche
Leiterbahnen (Eagle Standartbreite vom Autorouter) haben schon
Lücken...
Ich habe Transparentfolien vom Tintenstrahler verwendet und die
Ausdrucke sind eigentlich auch scharf und dicht. Der Abstand zu den
Röhren war 10 cm.

Autor: Jan (Gast)
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Wenn sich Leiterbahnen im Entwickler ablösen, dann solltest du dringend
mal dessen Konzentration überprüfen!

Autor: johnny.m (Gast)
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Je nachdem, was für einen Tintenstrahldrucker Du verwendest, kann es
auch daran liegen. Die neueren Tintenstrahler (meine Erfahrungen
beschränken sich allerdings auf HP) gehen recht sparsam mit der Tinte
um, so dass das Druckbild keine ausreichende UV-Durchlässigkeit
aufweist. Was generell die UV-Undurchlässigkeit der Tinte angeht: Die
ist auch nicht unbedingt optimal. Laserdrucker sind da die bessere
Wahl, zumal man damit auf glatte Folien drucken kann, wodurch die
Streuung des Lichts beim Belichten verringert wird.

Ich habe, als ich noch Leiterplatten selbst geätzt habe, nach dem
Dahinscheiden meines alten Tintenstrahlers, mit dem ich noch brauchbare
Resultate erzielt habe, einen (allerdings etwas aufwändigeren) Trick
angewandt: Layout auf Papier in bester Qualität ausdrucken, mit einem
Laserkopierer auf eine Folie kopieren, und zwar so dunkel wie möglich
(so, dass es grad keine Schatten gibt). Anschließend die Folie mit
Zeichentusche einreiben. Am Toner bleibt die Tusche haften, vom Rest
kann man sie problemlos abwischen. Das ergibt sehr gut brauchbare
Belichtungsvorlagen, vorausgesetzt, der Kopierer ist in Ordnung und
liefert ein geschlossenes Bild...

Autor: E. Reader (Gast)
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Nasse Tusche oder trocknen lassen vorm Verreiben?

Autor: johnny.m (Gast)
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Einreiben natürlich mit der "nassen" Tusche, sonst gehts schlecht. Hab
immer nen dicken Tropfen Tusche auf die Folie gesetzt und dann mit einem
Tuch verteilt. Dann mit einem sauberen und trockenen Tuch noch mal
drübergehen, um die Reste von der Folie zu entfernen. Am Toner bleibt
das eigentlich immer recht gut hängen. Vor dem Sauberwischen kann man
es aber auch kurz antrocknen lassen.

Autor: E. Reader (Gast)
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Ich mach gleich mal los Tusche holen...

Autor: Winfried (Gast)
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Probier's doch auch einfach mal direkt mit Papier anstatt Folie. So
mache ich es immer und es funktioniert problemlos. Die bedruckte Seite
muss direkt auf der Platine liegen, damit es keine Unterlichtung gibt.
Pausklar-Spray brauchte ich nicht. Allerdings etwas längere
Belichtungszeiten.

Sehr feine Leiterzüge kann man auf diese Weise natürlich nicht
hinbekommen. Bis 0.3mm runter geht es aber ganz gut.

Autor: johnny.m (Gast)
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Pausklarspray kannste bei Tintenstrahlern eh vergessen. Da musste schon
ne Kopie machen oder mit nem Laser ausdrucken.

Autor: E. Reader (Gast)
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Ich habe die Tuschemethode an Laserdrucker Folien angewendet. Den
Abstand zum Assitoaster habe ich auf 50 cm vergrößert und die
Belichtungszeit auf 10 min ausgedehnt. Die Entwicklerkonzentration
betrug 15 g/l und ich habe lange 5 min entwickelt. Platinenmaterial war
Conrad Billigzeuch und als Belichtungsrahmen habe ich einen
handelsüblichen Bilderrahmen zweckentfremdet. Im Anhang ist ein Bild
des perfekten Ergebnisses. Damit dürften ca. 150 um Bahnen drin sein,
der Bleistift ist 0.5 mm. Tausend Dank für den guten Tip!

Autor: Browncoat (Gast)
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@E. Reader
Problematisch wirds bei Tintenstrahlern die schwarz aus den anderen
Farben zusammenmischen, dabei entstehen genau solche Szenarien wie du
sie beschreibst. Hatte sieses Problem selbst neulich. Bei meinem ALL in
1 (PSC1210) ist ne Schwarze Patrone drin, garkeine Probleme, TOP
Resultate, bei dem eines Bekannten (Officejet 5615, All in 1) wurde
Schwarz gemixt, die Platine sah hinterher komisch aus, ging aber
eigentlich noch. Teilweise war nicht alles rausgeätzt, an anderen
Stellen wars schon fast weg. Kurioserweise hat der 5615 auch eine
Schwarzpatrone, die wird aber wohl nur für das FAX genutzt, bzw nicht
im Fotomodus.

Selbst mit meinem alten HP500C und Schwarz Patrone hab ich brauchbare
Ergebnisse erhalten.

Also Augen Auf beim Eier...äh Druckerkauf.

Hat eigentlich schonmal die Bügel-Transfer-methode versucht? Bin schon
seit einigen Jahren auf der Suche nach den entsprechenden
Laser-transfer-Folien, in Schreibwarengeschäften werd ich immer ganz
komisch angeschaut wenn ich danach frage, weil die Dinger nichtmal in
deren Katalogen auftauchen.

MfG BC

Autor: Drei Newton (3_newton)
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Öh afaik kann man einfach ne Seite aus dem Reichelt Katalog nehmen. Auf
A4 kleben und einmal leer durchlaufen lassen. Dann drucken. Ging bei
mir, aber mit dem ganzen abweichen etc. mal ich entweder oder belichte
vom Tintenstrahldruck, ist am Ende doch schneller.

3N

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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> Im Anhang ist ein Bild des perfekten Ergebnisses.

An der markierten Stelle wirst du aber bestimmt ein Problem kriegen.

Autor: Läubi (Gast)
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Ich wollte nur drauf hinweisen, das Bilderrahmen (bzw das Glas dadrin)
meistens UV Licht größtenteils blocken daher wohl auch die exorbitant
lange Belichtungszeit.

Autor: Fabian Knapp (Gast)
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Ich habe da einen ganz einfachen Trick:
Ich drucke es einfach 2 mal auf durchsichtige Overheadfolie aus und
klebe diese beiden Versionen dann übereinander. Anschließend belichte
ich so um die 95 - 100 Sekunden und die Ergebnisse sind echt Super,
auch für SMD!

Autor: E. Reader (Gast)
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Das mit der markierten Stelle stimmt, dort hatte ich die Tusche nicht
sauber entfernt. Aber lieber mehr als weniger! Das mit den zwei OHP
Folien klingt gut, wie halte ich die denn zusammen? wellt das nicht?
Gibts eine Alternative zum Bilderrahmen?

Autor: He Ro (Gast)
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> Gibts eine Alternative zum Bilderrahmen?

Alte (defekte) Scanner. Ich hab noch zwei davon hier rumstehen, inkl.
UV-Röhren von Reichelt, Vorschaltgerät, LED-Bargraph und nem Haufen
Krempel, mit dem ich mir ein Belichtungsgerät bauen will. Schon seit
Jahren. Aber weil die Schaltungen auf Streifenleiter immer so viel
schneller zu entwickeln gehen...

MfG, HeRo

Autor: Fabian Knapp (Gast)
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>Das mit den zwei OHP Folien klingt gut, wie halte ich die denn
>zusammen? wellt das nicht?
>Gibts eine Alternative zum Bilderrahmen?

Also das ist wirklich super einfach und da wellt garnix:
Du schneidest das 2 mal ausgedruckte Layout jeweils mit breitem rand
aus und machst dann jeweils neben das Layout auf die Folie mit einem
Prittstift Kleber (also NICHT auf das Layout, sondern in einem Viereck
drumrum) nun einfach das andere genau drüber kleben. Ist ne Sache von
30 Sekunden und klappt echt superklasse!

Autor: E. Reader (Gast)
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Welchen Belichtungsrahmen verwendest Du?

Autor: Läubi (Gast)
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Oder Tesafilm, belichten tu ich mitm alten Scanner klappt klasse.

Autor: Fabian Knapp (Gast)
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benutze auch keinen belichtungsrahmen. rinfach bei ebay nen alten
gesichtsbräuner kaufen und die röhren in einen weinkasten verbauen.
Glas drüber und fertig

Autor: emil (Gast)
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@ Reader:

vielen Dank für deine Beschreibung:

> Den
>Abstand zum Assitoaster habe ich auf 50 cm vergrößert und die
>Belichtungszeit auf 10 min ausgedehnt. Die Entwicklerkonzentration
>betrug 15 g/l und ich habe lange 5 min entwickelt.

Endlich habe auch ich geschafft, ein zufriedenstellendes Ergebnis zu
erzielen, und zwar mit 2x Ausdruck auf Normalpapier (Canon Inkjet i320,
billige Tinte, kein Original, Asdruck 2x schwarz) und dann
Sonnenblümenöl auf der Rückseite des Papiers, bis Layout sichtbar ist,
Bilderrahmen drauf, dann Gesichtsbräuner auf 45cm Abstand, alle 4
Röhren auf max, Belichtungszeit 8-9 min. Entwicklung mit 10g/l NaOH,
ca. 1 min. Material ist Billig-Conrad-Irgendwas (kein Bungard) und ist
ca. 2 Jahre alt! (war im Kühlschrank)

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, SO24 SMD-Gehäuse und 0.3mm LB sind
locker drinn!

Danke danke!

Autor: E. Reader (Gast)
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Hast Du 2 mal aufs gleiche papier gedruckt? Wie hast Du da 0.3 mm
Wiederholbarkeit geschafft?

Autor: emil (Gast)
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Na ja ich war selbst überrascht, versuche zum ersten mal 2x nacheinander
mit einem billigen Inkjet auf Normalpapier zu drucken, habe sogar nicht
sonderlich darauf geachtet, wie ich das Blatt lege, hat trotzdem locker
geklappt (Drucker ist wie gesagt Canon i320, nicht besonderes, altes
Modell, Tinte aus ebay, nicht original, höchste Auflösung eingestellt
etc...)

Leider hat meine Frau die Digicam mitgenommen, kann kein Foto machen,
aber das Ergebnis ist wirklich gut

Autor: emil (Gast)
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früher habe ich nur 1x gedruckt und aus ca. 10cm Entfehrnung ca. 1min
belichtet und das Ergebnis war immer schlecht :((

Die grosse Distanz hilft offensichtlich, das Licht gleichmässig zu
streuen und somit bessere Ergebnisse zu erzielen

Autor: E. Reader (Gast)
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Ich denke auch dass die größere Entfernung hilft. Hat jemand dazu
Erfahrungen? Die Profigeräte sind doch alle auf kurze Entfernung
abgestimmt, die Röhren kleben ja mehr oder weniger direkt an den
Platinen....

Autor: Fabian Knapp (Gast)
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belichte auch aus 10cm entfernung und smd ist kein problem! Ich verstehe
nicht warum manche das so kompliziert mit sonnenblumenöl und co machen
:P einfach ne durchsichtige Folie und fertig

Autor: E. Reader (Gast)
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Lies dir mal den Ursprungsbeitrag durch warum das manche Leute so
machen!

Autor: Winfried (Gast)
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Auch ich belichte aus etwa 8-12 cm Entfernung, einfach Papier ohne Öl,
Pausklar etc. und alles wird bestens. Ich hab einen Belichtungsrahmen
aus 4mm Fensterglas aluverstärkt an den Rändern und mit Klammern beide
Scheiben zusammengehalten. Dazwischen dann die Platine und da Layout.

Ich glaube, die Fensterscheibe schluckt einiges, weshalb ich recht hohe
Belichtungszeiten von 5-10 Minuten habe. Benutze immer Bungard, will gar
nicht erst mit so Billigmist anfangen, wo ich nie weiß, was bei
rauskommt.

Autor: E. Reader (Gast)
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Der Billigmist ist of genausogut wie Bungard wenn man auf den
kantenreinen Auftrag verzichten kann. Ich habe beides benutzt und auch
wenn Bungard etwas glatter geht sind die meisten billigen Hersteller
durchaus brauchbar. Mit was bedruckst Du denn das Papier? Inkjet?
Laser?

Autor: emil (Gast)
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@ Winfried:

also du versuchst gar nicht, das Papier durchsichtig zu machen?

Kannst du denn mit dieser Methode feine Strukturen machen-SMD-
Footprints und so?

Und womit belichtest du - auch Gesichtsbräuner?

Ich dachte mir, dass die kleinen Zellstoff-Partikel im Papier drinnen
das UV Licht ungleichmässig zerstreuen, sodass ohne Aufhellen
(Pausklar, was auch immer) keine feinen LB zu bekommen sind...

Autor: Winfried (Gast)
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Normal drucke ich mit Laser, ich glaube, ich hab das aber auch schonmal
mit Tinte gemacht. Belichten mit Gesichtsbräuner. Bisher hatte ich
recht wenig mit feinen Strukturen gemacht, Leiterzüge bis 0.3 mm waren
kein Problem. Darunter wird es wahrscheinlich problematisch.

Enorm wichtig finde ich, dass das Layout auf die Seite gedruckt ist,
die auch auf der Platine liegt und das der Belichtungsrahmen dieses
wirklich gut andrückt. Sonst gibt es Unterlichtung. Das kann man aber
gut mit experimentieren herausbekommen.

Laserdrucker ist ein Kyocera FS-1010. Papier ist glaube ich nicht so
kritisch, ich nutze in der Regel Xerox 80g Papier. Sollte natürlich
schon ein qualitativ ordentliches Papier sein, ohne Verholzung etc.

Autor: Thomas O. (Gast)
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Bungard hat nebne diesen Hellas-Belichtern auch ein Profigerät welches
auch nen Belichtungsabstand von 90cm hat, denke das hat seinen Grund
wenn man so nah an der Röhre drann ist dann hat man sehr viel Strahlung
die von der Seite kommt also in einem flachen Winkel aufs Layout trifft.

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