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Forum: Haus & Smart Home Aktives OpenSource Projekt?


Autor: Timo Engelmann (Gast)
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Hallo Zusammen,

hab nun einige Zeit im Netz geschaut und es gibt ja einige
Projekte zum Thema Hausvernetzung.
Leider hab ich im Netz noch nicht wirklich das gefunden
was zu meinen Vorstellungen passt - aber vermutlich bin ich
nur blind.

Kurz zu meinen Vorstellungen:

Ich hab vor in 4-6 Jahren zu bauen bzw. etwas gebrauchtes zu
renovieren und würde gerne eine Vernetzung (mit)entwickeln
und dann im Haus integrieren.

Mein Ziel ist es alle Module in UP-Dosen zu verbauen.
Nur ungern möchte ich zentrale Elemente im Verteilerschrank
(wenn dann max. nur die Aktoren).

Als Medium scheint mir im wesentlichen CAN geeignet zu sein,
relativ einfach, kostengünstig, sicher, multi-master-fähig.
Eventl. noch ein Funkgateway für spezielle Fälle.

Jeder Knoten sollte über CAN flashbar sein um nicht immer
die Taster usw. aus bauen zu müßen.

Die Grundfunktionen (z.B.: Licht an/aus/dimmen) sollten
ohne zentralen Rechner ablaufen.
Komplexere Dinge sind aber durchaus auch über einen
zentralen Rechner denkbar.

Der Preis pro Knoten sollte natürlich so klein wie nur möglich sein.
Da wäre es natürlich sehr schön wenn mehrere sich zusammen tun
und man Massenbestellungen tätigt. Ich denke vor allem die Platine,
der µC und der CAN-Contrl. sind die Preistreiber.

Ausserdem würde ich gerne was das Protokoll angeht einen
offenen Standard verwenden um eventl. meine selbst entwickelte
Knoten mit denen von anderen zu mischen.

Nun meine Frage:
Gibt es ein aktives OpenSource(HW+SW) Projekt, das in etwa
die oben angegebenen Vorstellungen entspricht und das
auch aktiv ist? Wenn ja würde ich mich gerne (mit meiner
beschränkten Zeit) einbringen.
Kurz zu meinem Background: Ich bin gelernter Elektroniker
und seit 5 Jahren bei einem großen Automobilzulieferer als
Dipl.-Informatiker bei der Entwicklung von Inertial
Sensorik tätig.


Viele Grüße
Timo Engelmann

Autor: Martin Steppuhn (Gast)
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Hallo Timo,

>hab nun einige Zeit im Netz geschaut und es gibt ja einige
>Projekte zum Thema Hausvernetzung.
>Leider hab ich im Netz noch nicht wirklich das gefunden
>was zu meinen Vorstellungen passt - aber vermutlich bin ich
>nur blind.

Meine Erfahrungen hierzu sind ähnlich.

>Ich hab vor in 4-6 Jahren zu bauen bzw. etwas gebrauchtes zu
>renovieren und würde gerne eine Vernetzung (mit)entwickeln
>und dann im Haus integrieren.

Bei mir sind es eher 4-6 Monate.

>Mein Ziel ist es alle Module in UP-Dosen zu verbauen.
>Nur ungern möchte ich zentrale Elemente im Verteilerschrank
>(wenn dann max. nur die Aktoren).

Das war auch meine erste Idee. Ich habe sogar eine Platine angefangen
(PIC18 mit CAN) die in jede Dose sollte.
Als ich dann allerdings die Baupläne hatte und die Taster und Kabel
eingezeichnet habe bin ich immer mehr von der Idee abgekommen jeder
Schaltereinheit eine Elektronik zu verpassen. Der Aufwand für
2..3 Inputs einen CAN Bus fähigen uC zu verwenden + Schaltregler, ...
schien mir einfach nicht der richtige Weg zu sein.

Meine Realisierung sieht jetzt folgendermaßen aus:

- 2-4 Schaltschränke über CAN vernetzt
- Die Aktoren sind 24V Ausgänge und schalten über Koppelrelais die
Lasten
- Von jeder Schaltergruppe geht es sternförmig (8x Steuerleitung) in
den nächsten
  Schaltschrank
- Für die IOs habe ich ein CAN-Bus fähiges 8xIn + 8xOut 24V Modul
entwickelt
- Die Steuerung selbst übernimmt eine Möller Easy Control EC4P (müsste
die Tage geliefert werden)
  Die Programmierung erfolgt mit CoDeSys und das Modul hat CANopen, MMC
Karteninterface, Display,
  (Ethernet) und ist preislich so, daß ich da nicht selber anfange das
Rad neu zu erfinden.

Ich will auf jeden Fall einen offenen Bus haben über den ich dann
beliebige
Koppelungen durführen kann (Web, WLAN, ...). Aber deshalb muß ich nicht
den Bus
bis in jede Schaltergruppe legen, wenn keine 10m entfernt ein
Schaltschrank ist.
Der Unterschied einem uC einen weiteren Eingang zu verpassen ist
deutlich geringer
als ein komplettes CAN Modul zu spendieren. Im "Nahfeld" Schalter und
Kabel (SPS) und
alle 8/16 IOs ein Bus, frei nach der Devise: "The Best Of Both
Worlds"

Gruß, Martin

Autor: Timo Engelmann (Gast)
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Hallo Martin,

danke für Deine Antwort. Ja, ich bin mir
auch nicht sicher... Aber ich erinnere mich da an mein
Elternhaus. Mein Vater hat da in den 70igern alle
im Haus vorhandenen Schalter bzw. Taster mit Schwachstromleitung
in einen riesigen Verteiler gelegt und dort dann Eltakos
geschaltet. Da kommen etliche Kabel an...

Ich würde gern den Weg gehen, nur dort
ein Knoten einzubauen, wo ich ihn Funktionell benötige.
D.h. zunächst wird die gesamte Installation so geplant wie
konventionell üblich, außer dass zusätzlich ein Bus
verlegt wird. Will ich nun im Wohnzimmer eine besondere Funktion,
z.B. per Doppeltklick auf ein bestimmtes Lichtniveau
stellen, dann baue ich an den Schaltstellen ein Modul ein.
An dem Schalter, der die Zuleitung zum Licht hat kommt noch
eine Sandwichplatine als Leistungsteil hinzu. Auf die Weise
müsste ich zunächst nur das investieren, was üblich ist
(+ Busleitung und + doppelt tiefe UP-Dosen).

Die zwei größten Probleme die ich sehe sind:

a) sehr geringer Platz in den UP Dosen, da die Innenwände
ja auch nicht sehr dick sind. Für die Taster kein Problem,
bei den Aktoren wird's da wohl schon ziemlich eng.

b) Abnahme der elektrischen Anlage und Brandschutz.
Da ich vorhab ein Holzrahmenhaus zu bauen ist die Gefahr wenn
da was in der UP-Dose heiß wird natürlich etwas höher.

Diesbezüglich ist deine Lösung eindeutig die Besser.
Die Trennung zwischen Eigenbau (Sensorik/Bus/...) und
der Starkstromseite durch kommerzielle Produkte hat
natürlich auch seinen Vorteil.

Grüße Timo

Autor: Christian Illy (alloc)
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Hi Timo,

wir (zur Zeit leider nur 5 mehr oder weniger aktive Entwickler) sind an
einem Hausbus-Projekt. Das ganze befindet sich noch in der Anfangsphase,
ich habe gerade erst den CAN-USB-Adapter fertig gestellt (HW-seite)
damit man überhaupt mal was mit CAN testen kann :D

Das Projekt heisst iSysBus (zu finden unter iSysBus.org bzw
wahrscheinlich immer noch unter iSysBus.org/joomla, die HP ist leider
atm nciht immer zu erreichen, da da einiges bzgl Server getan wird).

Die Grundstruktur sieht vor, dass man bei Schaltergruppen UP-Module hat
(zZt hat das 8 Eingänge für Schalter und 8 LED-Ausgänge). Für den
Leistungsteil hat man dann Aktor-Module in
Schaltschränken/Unterverteilern(/vllt mal später Schaltmodule für
leere UP-Dosen). Diese steuern entweder externe Relais an oder (muss
früher oder später wohl so gemacht werden, weil Relaismodule sehr teuer
sind im vergleich zu Printrelais) sie haben interne Printrelais.
Desweiteren können natürlich beliebige andere Knoten im Bus sein, zB
wird an einer kompletten Heizungssteuerung gearbeitet.
Für den Betrieb soll eigentlich generell kein PC benötigt werden, nur
zur Einrichtung und optional für eine Visualisierungssoftware. Alles
läuft dezentral über die Knoten ab.

Bootloader über CAN sind natürlich auch geplant, auch ein
eigenständiger CAN-Ethernet-Knoten, so dass man nicht unbedingt immer
einen Rechner braucht, der direkten Zugriff hat.

Software und Hardware sollen natürlich OpenSource sein, eine genaue
Lizenz haben wir aber bis jetzt nocht gefunden (die bekannten sind ja
leider nur Software, ala GPL, MPL und so). Für das CAN-Protokoll haben
wir ein eigenes Protokoll in Entwicklung, da wir kein vernünftiges
Protokoll finden konnten für unsere Zwecke (CANopen ist doch schon
ziemlich oversized und auch nicht gerade ideal für einen Hausbus
IMHO).

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Ansonsten sind wir
auch im IRC zu erreichen (euirc.net, Channel #iSysBus-devel).

Grüße, Chris

Autor: Ben (Gast)
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Hi,

unser Projekt ist OpenSource und verwendet den CAN-Bus sowie
bidirektionale Funkmodule:

http://hap.netmb.net

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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Hallo Timo,

ich hab auch ein Holzhaus gebaut (massives Blockhaus) und hab mir im
Vorfeld sehr viele Gedanken über Hausautomatisierung gemacht und z.B.
auch beim ISysBus angeheuert. Ich setzte aber wegen dem Holz doch mehr
auf Funk, denn in den Blockwänden ist ne Elektroinstallation immer mit
Aufwand verbunden und sehr unflexibel - schlitzen und wieder
zuschmieren geht halt nicht. Ist bei Ständerwerk auch nicht viel
besser. Un beim Holzhaus bietet sich das halt an!
Letztendlich bin ich bei einem wartungsfreiem (da ohne Batterie)
Funksystem gelanded - siehe entsprechende Threads hier und beim Isysbus
Forum oder http://www.enocean.de .

Mein Ansatz ist aber erstmal zentral. Alle geschalteten, gedimmten oder
PWM Verbraucher werden zentral gezogen. Dann gibt es mehrere
Funkempfänger für verschiedene Aufgaben, die in einer separaten
Unterverteilung (aus Kunststoff) im Treppenhaus liegen. Diese
Unterverteilung wird aus dem Schaltschrank mit 12V versorgt und ist
über nen I2C Bus mit Aktormodulen im Schaltschrank verbunden. Die
Busanbindung der Schaltaktoren hat den Vorteil, dass man die zentralen
Empfänger auswechseln kann, oder im laufenden Betrieb die Software
ändern kann. Beim SW Neustart werden alle am I2C Bus befindlichen
Aktoren abgefragt, um die aktuellen Schaltzustände zu bekommen.
Weiterhin ist man flexibel und kann später noch andere drahtgebundene
Steuermodule bauen, die dann auch die Aktoren ansteuern können.

Mein Prototyp (1 Funksteuermodul + 1 Aktormodul) für die Lichtsteuerung
läuft nun schon einen Monat ohne grössere Probleme. Hab nun den Keller
und das Erdgeschoss "erleuchtet". Am entferntesten Punkt im
Erdgeschoss hab ich hin und wieder Probleme mit der Stahlbetondecke. Da
muss aber kein Schalter hin und der Prototyp hat bisher noch keine
richtige Antenne - nur nen 8cm langes Drahtstück. Aber ist ja nur der
Prototyp - wird in der nächsten Version alles besser ;-)

Weitere Funk-Steuermodule sind auch geplant - für die WP-Heizung und
kontrollierte Lüftung, für die Alarmanlage etc. Die Sensoren dafür
werden auch per wartungsfreiem Funk angebunden - also sich z.B. per
Solarzelle oder Piezokristall mit Energie versorgen. Trotzdem werd ich
auch noch eine CAN Anbindung realisieren, um flexibel zu sein und das
ganze System über meinen Server zu überwachen und fernzusteuern und
ggf. extern entwickelte CAN Knoten anzubinden.

Wenn ich mal wieder Zeit hab, werd ich auch ne kleine Projekt Homepage
dazu einrichten - so wie die geilen Seiten zum HAP (Ein Beitrag hoch).

Aber erstmal muss ich in die Hütte - noch 2 Monate...

Gruss
  Mario

Autor: Timo Engelmann (Gast)
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Hallo Zusammen,

zunächst danke für die Infos - das gibt sehr viel Material um sich
grundlegende Gedanken zu machen!

@Christian:
===========
> Das ganze befindet sich noch in der Anfangsphase,
> ich habe gerade erst den CAN-USB-Adapter fertig gestellt
> (HW-seite) damit man überhaupt mal was mit CAN testen kann :D

Da hab ich zum einen Privat einen USB-CAN Dongle von Peak,
zum anderen beruflich die Möglichkeit einen CANalyzer zu
nutzen. Allerdings ist für den späteren Betrieb ein eigenständiges
Interface sehr sinnvoll.

Schreib mal wenn die Projekthomepage wieder aktiv ist.
Wäre sehr an weiteren Infos zu Eurem Projekt interessiert!

@Ben
====
Euer HAP Projekt ist ja schon super Professionell!
Danke für den Hinweis!
Vor allem die PC Software ist schon sehr beeindruckend.
Auch Eure Controlunit entspricht dem was ich mir vorstelle.
Kannst Du mir sagen, wie groß euer Team ist?
Und was ich bisher nicht gefunden habe ist eine Protokollbeschreibung.
Ich denke das ist der Drehpunkt für die Integration eigener
Komponenten.


@Mario
======
Hast Du Dir ein Passivhaus gebaut?
Wenn ja, wohnst Du im Süddeutschen Raum?
Wäre an Infos sehr interessiert - zwar erst in ein paar
Jahren, aber dann sind Erfahrungswerte natürlich um so
interessanter.

> denn in den Blockwänden ist ne Elektroinstallation immer
> mit Aufwand verbunden und sehr unflexibel - schlitzen und
> wieder zuschmieren geht halt nicht. Ist bei Ständerwerk auch
> nicht viel besser.

Ich hoffe schon dass es besser geht, da ich ein Ausbauhaus
kaufen will, welches ab Werk nur einseitig geschlossene
Wände hat hoffe ich schon, dass ich da meine Leitungen gut
unterbringen kann. Ich werde ziemlich viel Eigenleistung
erbringen können bzw. wollen und da wäre die gesamte
Installation einer der großen Gewerke die ich selbst
machen kann - d.h. ich bin auf offene Wände angewiesen.
Funk will ich nur da einsetzen wo es unbedingt notwendig ist.

Aber die http://www.enocean.de Homepage kannte ich schon.
Ich denke es ist ein sehr gutes System um das Eigene zu erweitern.

Die Sensorik (Taster, usw) machen mir eh nicht soviel
Bauchschmerzen. Ich hab mal eine Elektronik wie die
von HAP nur ohne EEPROM und mit kleinerem Mikrocontroller
preislich überschlagen und komme mit Platine bei kleinen
Stückzahlen auch ca. 15 Euro / Stück. Das wäre ich bereit
für einen Taster bzw. Tastergruppe zu zahlen.
Die Verkabelung ist dank des Busses und der Möglichkeit bei
CAN mit niedrigen Baud Raten und geringer Treiberstärke auch
Stichleitungen zu fahren kein großes Problem. Man legt einen
Strang von Raum zu Raum und im Raum von einer UP-Verteilerdose
zu den einzelnen Schaltern.

Viel mehr problematisch erscheint mir die Aktuatorik.
Hier sind eben die Fragen der Sicherheit und der Größe offen.

Ich hab zwar einen UP Dimmermodul gefunden.
(z.B. bei Con*** Suchwort "RHUN DIMMERMODUL") aber das
reagiert nur auf Tastendruck, d.h. die Steuerung weiß nicht
wie hell es ist. Eventl. gibt es auf diesem Plante ein UP
taugliches Modul, welches DMX, 0-10V oder eine andere
geeignete Schnittstelle hat. Für Hinweise wäre ich dankbar.
Ein kommerzielles Produkt hätte meiner Meinung nach
eben den Vorteil, dass man mit der Abnahme des Gebäudes
(hat da jemand Erfahrung?) und auch im Fall der Fälle
mit der Versicherung keine Probleme hat. Zumindest
wenn das Modul abfackelt kann man auf den Hersteller zu gehen.
(ob das dann funktioniert sei mal dahingestellt...)

Zum Schalten wäre ein einfaches Relais für UP-Dosen
möglich, auch wenn mir ein elektronisches Relais
lieber wäre (allein wegen dem Geräusch...).

Die dezentrale Lösung hätte nicht nur den Vorteil, das man
Kabel und Platz im Verteiler spart, auch eine konventionelle
Beschaltung mit Tastern und Stromstoßschalter wäre mit der
gleichen Verkablung möglich, da ich ja über die Busleitung
bei geschickter Verkabelung statt Bus auch die Schaltspannung
der Stromstoßschalter führen könnte.
So wäre eine konventionelle Beschaltung z.B. im WC möglich,
in dem man den Raum vom Bus trennt und die Busleitung zum
Taster nutzt um das Stromstoßrelais zu schalten.

Eventl. könnte man für die Abnahme auch alles auf diese Weise
konventionell verkabeln und nach der Abnahme nach und
nach dann auch Bus- und Dimmermodule wechseln.

Soweit mal.
Ich sehe schon, es ist sinnvoll sich da recht frühzeitig zu
kümmern - 5 Jahre sind da sehr entspannt :-)


Grüße Timo

Autor: Ben (Gast)
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Hi,

@Timo:

unser "Team" besteht aus zwei Mann. Wir haben 2004 mit dem Projekt
angefangen und sind jetzt bei der dritten Revision (dabei wird es auch
bleiben). Die Doku für das Protkoll habe ich wieder von der Site
entfernt, da es nicht vollständig ist und ständig Veränderungen
unterliegt. Bei Bedarf kann ich Dir aber mal eine Version zuschicken.
Allerdings ist das ganze recht cryptisch, da es aus Sicht des
Mikrocontollers geschrieben ist. Die Java und Web-Gui abstrahiert das
ganze nochmal ein ganzen Stück...

cu,
ben

Autor: Ben (Gast)
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@Timo:

als Nachtrag bezüglich der Aktoren:

Das wird ein Problem werden, die Dinger in eine UP zu packen. Eine
Dimmerstufe mit Snubber und Drossel benötigt schon reichlich Platz, mit
einem Relais sieht es auch nicht viel besser aus. Es gibt zwar
UP-Aktoren, aber der Preis dafür (und die Einschränkungen die sowas mit
sich bringt) ist utopisch.

Wir hatten ursprünglich auch geplant, UP-Aktoren zu bauen, sind aber
dann wieder davon abgekommen (aus o.g. Gründen).

Aus unserer Sicht führt IMHO kein Weg an einer zentralen Platzierung
der  Komponenten herum (insbesondere beim Neubau lässt sich das schön
realisieren). So wird es auch mein Kollege nächstes Jahr machen.

Aber von der Technik her, spricht nichts dagegen ein UP
Dimmer/Switch-Modul für unser System zu bauen. Die Control-Unit ist ja
bereits für eine UP-Montage ausgelegt.

cu,
ben

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@Timo

mein Haus hat KfW60 Standard - würde aber mit ner Pellets Heizung sogar
KfW40 erreichen - also fast Passivhaus. Pelletsheizungen sind aber
Scheisse - haben einen Wirkungsgrad unter 30% und fressen zusätzlich
noch Strom und jede Menge Platz. Weil der Primärenergieträger aber Holz
ist, wird per festgelegtem Faktor dein Endenergiebedarf im EnEV schön
gerechnet. Über deine Betriebskosten sagt der EnEV aber so gut wie nix.
Und die sind bei Pelletsheizungen auch nicht besser als bei ner
Gastherme. Also haben wir uns für eine WW-Wärmepumpe entschieden, die
durch ne thermische Solaranlage und eine KWL mit Wärmerückgewinnung
unterstützt wird. Damit kommen wir auf etwa 300-400€ Betriebskosten pro
Jahr Heizung und Warmwasser fürs ganze Haus (220m²) 1/2 von ner
Gastherme. Zusätzlich gibts natürlich noch nen Kamin!

Vom Ständerwerkhaus oder Holzrahmenbau hab ich mich sehr schnell
verabschiedet. Da braucht man immer ne Dampfsperre, damit die Dämmung
in den Holzrahmen nicht durch Kondenswasser anfängt zu schimmeln.
Letztendlich wohnt man dann in einer Plastiktüte und Luftfeuchtigkeit
von innen muss durch ne KWL raus, sonst schimmelts innen. Naja und wehe
die Dampfsperre wird irgendwann mal undicht (z.B. durch nen Bild an der
Wand).
Ausserdem wollte ich massiv bauen - mein Haus soll mindestens 200 Jahre
stehen. Da gibts heut nicht mehr allzuviele Häuser, die das noch
schaffen. Sind wir also bei nem massiven Blockhaus gelandet - 20cm
dicke Blockbohlen aus nordischer Polarkiefer - sonst nix. Damit ist die
Wand diffusionsoffen, dämmt sehr gut und ist super massiv. Meine Ostwand
im EG wiegt 4,8 Tonnen und damit genausoviel wie alle Kellerwände (aus
Poroton) zusammen. Die 20cm Blockbohlenwand dämmt genauso gut wie die
36,5er Porotonwand mit zusätzlicher 3cm Styrodurdämmung.

Das Haus steht nun schon seit 3 Monaten südlich vom Potsdam. Hab es mit
nem Richtmeister und 2 Helfern innerhalb von 1 Woche selbst gebaut. Es
war schon komplett vorgefertigt und kam in einzelnen Wänden an. Den
Innenausbau bestreite ich mit meiner Freundin auch komplett selbst.
Ohne viel Eigenleistung kannst du solch ein Haus nämlich nicht
bezahlen. Kostet etwa doppelt so viel wie nen vergleichbares Steinhaus.
Ist aber gesünder und sieht zudem noch viel besser aus - ziemlich genau
so:

http://www.fullwood.de/templates/haeuser/63/detail/05.jpg

Nun bin ich grad bei der Elektrik und der Netzwerkverkabelung. Auf nen
extra Buskabel hab ich erstmal verzichtet, weil das mit dem Funk bisher
ganz gut klappt und ich später die doppelt verlegten LAN Kabel immer
noch umwidmen kann. Hab mir auch alle Optionen offen gehalten, indem
ich im Keller einen umlaufenden 170er Kabelkanal unter der Decke
verlegt hab. Da kann ich denn in alle Ständerwerkwände im EG hochbohren
und nachträglich noch Leitungen ziehen. Im DG mach ich das dann über die
Kehlbalkendecke von oben und gehe am Schornstein hoch.

Aber gute Planung ist für ein Haus immer gut. Ich hatte etwa ein halbes
Jahr - das war schon fast zu knapp. Aber nimm dir die Zeit dein Haus
vorher virtuell zu simulieren - z.B. mit Arcon. Das hat uns viel
geholfen. Wir haben das ganze Haus so geplant und auch schon mit den
vorhandenen Möbeln eingerichtet und noch 4 mal umdesigned. Beim letzten
Umdesign hatten wir den Keller schon beauftragt ;-)

@Ben

Ich find euren Ansatz sehr gut. Man merkt, dass da schon einiges an
Praxiserfahrung drinsteckt. Hab mich bei meinem Projekt vor allem an
Eurem orientiert. Ich hab aber nicht sone Probleme mit dem Funk, weil
ich kaum armierte Wände und Decken habe. Zudem sind diese enocean Teile
sehr robust in der Funkübertragung und es klappt bisher super. Mit ner
Funklösung, die zudem noch wartungsfrei ist, ist man auf lange Sicht am
flexibelsten. Blöd ist nur, dass die enocean Teile doch sehr teuer sind
- aber bei meinem Hauspreis fällt das nun auch kaum noch auf :-/

Gruss
  Mario

Autor: Ithamar Garbe (Gast)
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@Timo: Bin zwar ned Christian, aber trotzdem am iSysBus involviert ;)
Der Server läuft wieder, das einzige was noch nicht funktioniert sind
die Umlaute auf Teilen der Webseite sowie des Forums.

Ansonsten gibts aber schon einige Infos zum Projekt, teilweise nur noch
nicht im passenden Layout, da da auch noch dran gearbeitet wird.

Die Webseite ist jetzt unter http://www.isysbus.org zu finden, aber am
besten wäre es, wenn du mal im IRC vorbeischaust, da gibt es momentan
am meisten Informationen zu finden...

Autor: Timo Engelmann (Gast)
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@Mario

Sehr schönes Haus! Und das Wohnklima ist tatsächlich sehr
gut wie ich von einem Nachbarn weiß, der selbst ein Holshaus
hat. Die Anforderung, dass mein Haus mich deutlich länger
überleben soll hab ich allerdings nicht. Wäre zwar nicht
schlecht, aber mir reicht es wenn das gute Stück 70 Jahre
hält, denn da bin ich dann schon nicht mehr da. Allerdings
denk ich wenn ein Haus mal 30 Jahre ohne Probleme steht wird
es bei guter Pflege auch noch deutlich länger stehen.

Zum Thema Dampfsperre hab ich eine andere Info, laut
meiner Schwester (Bautechnikerin) machen einzelne kleine
Löcher keine wirklichen Probleme. Gute Konstruktionen haben
ausserdem eine Installationsschicht und erst dann die
Dampfsperre, das bedeutet ein Aufhängen eines Bildes sollte
kein Problem darstellen.

Aber natürlich hast Du Recht, man lebt in einer "Plastiktüte
und wird durch die Be- und Endlüftung Beatmet...

Ein Holzmassivhaus kommt aber für uns trotzdem nicht in Frage,
da a) meine Frau keine Holzwände innen haben will und b)
ich die Vorteile der einseitgen Beplankung zur Installation
in Eigenleistung einfach sehr vorteilhaft sehe.

Aber das Ganze ist wohl eine Geschmacksfrage. (und OT)

Wobei mich die Funklösung (um wieder zum Thema zu kommen) sehr
interessant finde. Eventl. werde ich die als Teillösung vorsehen.

@Ithamar
Danke für die Infos. Ich werde Euer Projekt mal weiter verfolgen.
Habt Ihr das Protokoll bereits fest - wenn ja wann wird es auf
der Page veröffentlicht?


Grüße Timo

Autor: Christian Illy (alloc)
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Hi Timo,

das Protokoll ist relativ fest. Es gibt noch einige Feinheiten, die
wohl erst beim Entwickeln und Testen der Firmware entschieden werden,
aber im großen und ganzen ist das beschlossen. Ein bisschen was kannst
du schonmal unter
http://devel.antimon.de/hausbus/wiki/index.php/Sof...
lesen. Der Protokoll-Kram ist noch nicht in die neue Seite
eingearbeitet :D

Gruß,
Chris

Autor: Timo Engelmann (Gast)
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Hi Chris,

sieht ja schon echt gut aus.
Kennst Du CAN-TP?
Es wird in der Automobilebranche als Protokoll
zur Diagnose (KWP2000) von Steuergeräten eingesetzt.
Ich denke da kann man sich etwas zur Segmentierung der
Botschaften abschauen.

Grüße Timo

Autor: Christian Illy (alloc)
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Kannte ich noch nicht, nein. Werde mal schauen ob ich dazu was finde,
danke für den Hinweis =)
Wenn du dazu irgendwo gute Addressen für Infos rumliegen hast, als her
damit ;)

Chris

Autor: A. Zimmer (Gast)
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@Mario Schwarz (OT)

Bin durch eine Suchmaschine auf den Beitrag aufmerksam geworden, meine 
Frage hat aber überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, also erstmal sorry 
dass ich hier einfach so reinplatze.

Ich trage mich auch mit dem Gedanken ein Holzhaus von Fullwood zu bauen 
und habe in dem Zusammenhang nach KFW60 gesucht.
Mein Architekt sagt mir, das mit dem KfW60 Standard wird mit diesem 
einschaligen Wandaufbau niemals funktionieren, es ist allerhöchstens 
irgendwie "schöngerechnet". Ich bin jetzt natürlich total verunsichert 
und will mehr wissen. Gibt es da was schriftliches, irgendeine 
Bestätigung oder einen Nachweis wo man (mein Architekt) das mal genau 
nachvollziehen kann?
Ich will einfach keine Werbeversprechen mehr glauben, zumal mir der 
Verkäufer sogar erzählt hat, das ginge auch mit einer ganz normalen 
Gasheizung.

Andreas

Autor: Holger (Gast)
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@A. Zimmer:
Dein Architekt hat Recht.
Lass Dich auch nicht durch Halb- oder Unwahrheiten wie oben genannt 
beirren. Hier kannst Du Dich für den Anfang ganz gut informieren:
http://www.blockhauslexikon.de/





@Timo:
"mein Haus hat KfW60 Standard - würde aber mit ner Pellets Heizung sogar
KfW40 erreichen - also fast Passivhaus."


KFW60, welches nur mit Pellet KFW40 wird, ist weit von einem Passivhaus 
entfernt...


"Pelletsheizungen sind aber Scheisse - haben einen Wirkungsgrad unter 
30% und fressen zusätzlich noch Strom und jede Menge Platz. Weil der 
Primärenergieträger aber Holz ist, wird per festgelegtem Faktor dein 
Endenergiebedarf im EnEV schön gerechnet. Über deine Betriebskosten sagt 
der EnEV aber so gut wie nix."


Betriebskosten sind gar nicht die Zielrichtung der EnEV. Das Augenmerk 
der EnEV liegt auf dem Primärenergiebedarf.


"Und die sind bei Pelletsheizungen auch nicht besser als bei ner
Gastherme. Also haben wir uns für eine WW-Wärmepumpe entschieden, die
durch ne thermische Solaranlage und eine KWL mit Wärmerückgewinnung
unterstützt wird. Damit kommen wir auf etwa 300-400€ Betriebskosten pro
Jahr Heizung und Warmwasser fürs ganze Haus (220m²) 1/2 von ner
Gastherme. Zusätzlich gibts natürlich noch nen Kamin!"


Als ob die thermische Solaranlage sich lohnt. Außer vielleicht pauschal 
in Freiburg ist eine solche Anlage wohl meistens rausgeschmissenes Geld, 
wenn man nicht ökologisch handeln möchte. Im Winter, wenn man die Wärme 
braucht, ist sie nicht da. Und im Sommer, wenn sie eh nicht nötig ist, 
dann hat man sie im Überfluss...
Aber Marketing ist alles, wenn man so auf die Häuser schaut...


"Vom Ständerwerkhaus oder Holzrahmenbau hab ich mich sehr schnell
verabschiedet. Da braucht man immer ne Dampfsperre, damit die Dämmung
in den Holzrahmen nicht durch Kondenswasser anfängt zu schimmeln."


So ein Quatsch. Ein vernünftiger Hersteller/Bauträger benutzt doch gar 
keine Dampfsperre. Diffusionsoffene Bauweise ist doch bei besseren 
Anbietern Standard. Da kommt dann eine Dampfbremse zwischen und gut ist.


"Letztendlich wohnt man dann in einer Plastiktüte und Luftfeuchtigkeit
von innen muss durch ne KWL raus, sonst schimmelts innen. Naja und wehe
die Dampfsperre wird irgendwann mal undicht (z.B. durch nen Bild an der
Wand)."


Undicht kann da auch nix werden. Jedenfalls nicht, wenn der Anbieter was 
taugt.


"Ausserdem wollte ich massiv bauen - mein Haus soll mindestens 200 Jahre
stehen. Da gibts heut nicht mehr allzuviele Häuser, die das noch
schaffen. Sind wir also bei nem massiven Blockhaus gelandet - 20cm
dicke Blockbohlen aus nordischer Polarkiefer - sonst nix. Damit ist die
Wand diffusionsoffen, dämmt sehr gut und ist super massiv. Meine Ostwand
im EG wiegt 4,8 Tonnen und damit genausoviel wie alle Kellerwände (aus
Poroton) zusammen. Die 20cm Blockbohlenwand dämmt genauso gut wie die
36,5er Porotonwand mit zusätzlicher 3cm Styrodurdämmung."


Das ist völliger Unsinn.
Zur Info:
"Holz isoliert recht gut, daher werden bei einschaligen 
Wandkonstruktionen mit Vierkantblockbohle 205 mm schon gute 
Wärmedämmwerte von 0,60 W/m²K erreicht, aber nach der 
Energieeinsparverordnung ist der erforderliche k-Wert normalerweise erst 
mit einer zweischaligen Wandkonstruktion mit Dämmung zu erreichen. Eine 
Wandkonstruktion mit der Vierkantblockbohle 95x170 mm, einer Dämmschicht 
von 120 mm Stärke und einer Blockpaneelabdeckung von 19 mm hat einen 
k-Wert von 0,25 W/m² K. Mit zunehmender Stärke der Blockbohlen wird der 
k-Wert immer günstiger (also < 0,25 W/m²K). Als Nebeneffekt erhöht eine 
zweischalige Wandkonstruktion den Schallschutz und außerdem wird bei den 
Heizkosten kräftig gespart. Siehe auch Wohnblockhäuser, 
Wandkonstruktionen. (Die Bezeichnung 'k-Wert' für den 
Wärmedurchgangskoeffizienten wird durch die europäische Bezeichnung 
'U-Wert' abgelöst.)"

Soviel zur Isolierung. Wie ist denn der U-Wert bei Dir und was für einen 
Wandaufbau hast Du?


"Das Haus steht nun schon seit 3 Monaten südlich vom Potsdam. Hab es mit
nem Richtmeister und 2 Helfern innerhalb von 1 Woche selbst gebaut. Es
war schon komplett vorgefertigt und kam in einzelnen Wänden an. Den
Innenausbau bestreite ich mit meiner Freundin auch komplett selbst.
Ohne viel Eigenleistung kannst du solch ein Haus nämlich nicht
bezahlen. Kostet etwa doppelt so viel wie nen vergleichbares Steinhaus.
Ist aber gesünder und sieht zudem noch viel besser aus - ziemlich genau
so:"


Das mit dem Preis ist ein Gerücht und über das Aussehen kann man 
bekanntlich nicht streiten (mir gefällt so ein Holzhaus sehr gut, für 
meine Freundin wäre das aber nix gewesen).


"Nun bin ich grad bei der Elektrik und der Netzwerkverkabelung. Auf nen
extra Buskabel hab ich erstmal verzichtet, weil das mit dem Funk bisher
ganz gut klappt und ich später die doppelt verlegten LAN Kabel immer
noch umwidmen kann. Hab mir auch alle Optionen offen gehalten, indem
ich im Keller einen umlaufenden 170er Kabelkanal unter der Decke
verlegt hab. Da kann ich denn in alle Ständerwerkwände im EG hochbohren
und nachträglich noch Leitungen ziehen. Im DG mach ich das dann über die
Kehlbalkendecke von oben und gehe am Schornstein hoch."


Oben schreibst Du was von gesund und dann eine Funklösung?
Gebäude-Kabel Cat7 kostet doch nix. Warum nicht gleich überall ne 
Doppeldose hin?


"Ich hab aber nicht sone Probleme mit dem Funk, weil
ich kaum armierte Wände und Decken habe. Zudem sind diese enocean Teile
sehr robust in der Funkübertragung und es klappt bisher super. Mit ner
Funklösung, die zudem noch wartungsfrei ist, ist man auf lange Sicht am
flexibelsten. Blöd ist nur, dass die enocean Teile doch sehr teuer sind
- aber bei meinem Hauspreis fällt das nun auch kaum noch auf :-/"


So teuer sind die Teile doch gar nicht. Meine EIB-Taster waren 
jedenfalls teurer. Allerdings ist die Auswahl recht begrenzt und 
einheitlich mit dem Rest der Installation (Raumtemperaturregler, 
Displays, etc.) wird das auch nicht.An der Stelle würde ich so ein 
Funkgefrickel nicht machen.
Wenn man schon neu baut und dann auch noch so lange plant wie Du, dann 
sollte doch auch eine vernünftige Elektroinstallation drin sein.


Gruss
  Mario

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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<OT

@Holger,

oh - hab lange nicht reingeschaut - und nun erst diesen Thread gelesen.
Muss ich doch Stellung nehmen:

"KFW60, welches nur mit Pellet KFW40 wird, ist weit von einem Passivhaus
entfernt..."

Unser Haus wurde per unabhängigen Gutachter als KfW60 Haus eingestuft 
mit einer Luft WP + Abluftnutzung. Primärenergiebedarf war bei 58KWh/m² 
und Jahr. Beim EnEV wird der Primärenergiebeadarf per Faktor aus dem 
Endenergiebedarf ausgerechnet. Schaust du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/EnEV#Prim.C3.A4renergiefaktor

Der Faktor für die Nutzung von Strom als Primärenergieträger ist 3 - und 
demnach denkbar schlecht. Bei Holz ist er nur 0,2. Das heisst, dass dein 
Primärenergiebedarf bei Holz kleiner ist als dein Endenergiebedarf. 
Deshalb kamen wir bei Berechnung mit einer Pelletsheizung auf sagenhafte 
42KWh/m² und Jahr Primärenergiebedarf, obwohl Pelletsheizungen 
ökologisch zweifelhaft sind und wenn man die gesamte Energiekette 
betrachtet einen schlechten Wirkungsgrad haben. Entschieden haben wir 
uns nun für eine WW Wp mit kontrollierter Wohnraumlüftung + 
Abluftnutzung und 7m² thermische Solaranlage.

"Betriebskosten sind gar nicht die Zielrichtung der EnEV. Das Augenmerk
der EnEV liegt auf dem Primärenergiebedarf."

Niedrige Betriebskosten sind aber die Zielrichtung eines jeden Bauherrn. 
Der EnEV dient auch dazu, weil man mit KfW Standards zinsgünstige 
Kredite bekommt. Wir haben 2/3 unserer Finanzierung über KfW Kredite 
abgedeckt - übrigens auch nochmal durch einen Bankgutachter überprüft.

"Als ob die thermische Solaranlage sich lohnt. Außer vielleicht pauschal
in Freiburg ist eine solche Anlage wohl meistens rausgeschmissenes Geld,
wenn man nicht ökologisch handeln möchte. Im Winter, wenn man die Wärme
braucht, ist sie nicht da. Und im Sommer, wenn sie eh nicht nötig ist,
dann hat man sie im Überfluss...
Aber Marketing ist alles, wenn man so auf die Häuser schaut..."

Naja solche Globalurteile "rausgeschmissenes Geld" sind immer 
gefährlich. Gerade bei thermischen Solaranlagen muss man immer 
differenzieren. Wenn man sie z.B. nur zur Warmwasserbereitung nimmt - 
sind sie wirklich rausgeschmissenes Geld. Aber in Verbindung mit einer 
Wärmepumpe und ner Fussbodenheizung mit ner Vorlauftemperatur unter 30 
Grad bringen sie echt was - gerade in der Übergangszeit. Bei einem 
solchen Tag wie heute (in Berlin) kommen die 28Grad für die FBH locker 
von der Solaranlage - und die WP muss nur noch ein wenig zuheizen... Und 
die Region südlich von Potsdam zählt zu den sonnenreichsten in ganz 
Deutschland - glaubt man gar nicht...

"So ein Quatsch. Ein vernünftiger Hersteller/Bauträger benutzt doch gar
keine Dampfsperre. Diffusionsoffene Bauweise ist doch bei besseren
Anbietern Standard. Da kommt dann eine Dampfbremse zwischen und gut 
ist."

Ne Dampfbremse ist nichts anderes als eine Dampfsperre, die doch nen 
bisschen Diffusion zulässt - weil man hat irgendwann mitgekriegt, dass 
man nicht komplett diffusionsdicht bauen darf. Schaust du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfbremse

Trotzdem ist eine Dampfbremsfolie notwendig bei solchen 
Wandkonstruktionen, sonst schimmelts irgendwann in der Dämmung wegen dem 
innenliegenden Taupunkt. Und tut mir leid ich glaube auch dem besten 
Anbieter nicht, dass seine Dampfbremse wirklich 200Jahre dicht hält. 
Diese ganze Leichbauweise heutzutage ist nur daran geschuldet, das man 
immer billiger bauen will/muss. Solche Häuser werden vielleicht 30 - 
oder 40 Jahre halten - dann brauchst du ne komplett Sanierung oder du 
reist es ab, wenn dass nicht schon nen Sturm vorher weggeblasen hat - 
siehe Amerika... Wird bei uns auch immer stürmischer - globale Erwärmung 
lässt grüssen. Die meisten neuen Häuser, die heute auf den Legowiesen 
der Gemeinden nach dieser Leichtbauweise gebaut werden, sind nicht 
nachhaltig. Massivhaushersteller bezeichnen diese Konstruktionen zu 
recht gerne als Bretterbuden! Wenn schon Ständerwerk, dann richtiges 
Fachwerkhaus.
Und dann die verwendete Dämmung - Mineralwolle ist Sondermüll und somit 
nicht ökologisch und nicht nachhaltig! Sowas will ich nicht in meinen 
Wänden haben auch wenn die ach soo dichte Dampfbremse dazwischen ist:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mineralwolle

Wir nehmen Hanf für die Innenwände und fürs Dach. Das ist ökologisch und 
weil es ein nachwachsender Rohstoff ist auch nachhaltig - und vor allem 
gesund. Ich weiss nicht, ob Ihr Mineralwolle schonmal verarbeitet habt. 
Ich musste sie bisher nur teuer entsorgen, als ich vorher nen Bungalow 
abgerissen hatte.

Nun zum k-Wert. Der ist laut EnEV 0,48 für die Blockwand. Die 
Porotonwand mit 30cm Styrodurdämmung sollte ähnlich liegen - hab sie 
nicht im Kopf. Beim k-Wert spielt auch die Dichtigkeit ein grosse Rolle. 
Bei klassischer Blockbauweise ist die Dichtheit nicht sonderlich. Somit 
glaub ich schon, dass man da mehrschalig bauen muss, um KfW60 zu 
schaffen. Wir haben aber eine vorgefertigte Blockwand als 
Leimholzbalken. Die ist sehr dicht. Werd noch ein Blower Door Test 
machen, um die Dichtheit nachzuweisen - war vorgeschrieben im EnEV.

"Das mit dem Preis ist ein Gerücht und über das Aussehen kann man
bekanntlich nicht streiten (mir gefällt so ein Holzhaus sehr gut, für
meine Freundin wäre das aber nix gewesen)."

Ja der Preis ist ordentlich. Mein Schlüsselfertig Preis wäre 250.000€ 
nur für das Haus - ohne Keller und mit billiger Gastherme. Wir haben nun 
für den Bausatz 120.000€ bezahlt - und für die Montage in Eigenleistung 
nochmal knapp 10.000€. Da ist nun noch kein Dachziegel - kein Keller bei 
und kein Innenausbau und keine Haustechnik...
Ja das Aussehen ist ungewöhnlich. Da wir das erste Blochhaus im Ort 
sind, sind wir nun zu einem Wallfahrtsort geworden. Die Leute machen 
ihren Sonnatgsspaziergang zu uns. Mit solch einer Resonanz haben wir 
echt nicht gerechnet. Und alle sind begeistert - viele auch kritisch. 
Und mindestens 20 Hausführungen von Passanten haben wir schon hinter 
uns. Gegenüber steht ein Neubau aus Poroton - da hat noch keiner nach 
ner Hausführung gefragt. Naja bei den meisten Leuten kommen Holzhäuser 
besser an.

"Oben schreibst Du was von gesund und dann eine Funklösung?
Gebäude-Kabel Cat7 kostet doch nix. Warum nicht gleich überall ne
Doppeldose hin?"

Ja die Funklösung verursacht 100 mal weniger Elektrosmog wie ein 
mechanischer Schalter mit seinem Abrissfunken. Schaust du hier:

http://www.enocean.de/indexdnc6.html

Ja und 350m Cat.7 Kabel ist natürlich verlegt. In jedem Raum ist 
mindestens eine Dose - meistens ne Doppeldose. Ich hab mein 24er 
Patchpanel voll ausgenutzt ;-) Trotzdem ist die wartungsfreie Funklösung 
meine erste Wahl - funktioniert super und ist flexibler als jede 
Kabellösung.

"So teuer sind die Teile doch gar nicht. Meine EIB-Taster waren
jedenfalls teurer. Allerdings ist die Auswahl recht begrenzt und
einheitlich mit dem Rest der Installation (Raumtemperaturregler,
Displays, etc.) wird das auch nicht.An der Stelle würde ich so ein
Funkgefrickel nicht machen.
Wenn man schon neu baut und dann auch noch so lange plant wie Du, dann
sollte doch auch eine vernünftige Elektroinstallation drin sein."

Ja - das ist das Problem von EIB - es ist völlig überteuert und somit 
nicht für vernünftige EFH Bauherrn geeignet. Also wirklich - für nen 
schnöden EIB Taster zahlst du mehr als für sonen High Tech Funkschalter 
- selbst Schuld!

Bei dem Funkgefrickel kann man sehr viel selbst entwickeln - und das tue 
ich auch mit Begeisterung. Und wie überall wird sich auch hier die 
wireless Technologie durchsetzen. Weil es ist Resourcenschonender, 
flexibler, billiger und trotzdem ebenso sicher.

Tja Timo - nun hast du zwei konträre Meinungen zu vielen Themen. So ist 
das aber immer beim Haus Bau - jeder weiss es besser. Man muss nun für 
sich selbst die beste Entscheidungen treffen. Am besten du überzeugst 
dich selbst und redest mit Leuten, die schonmal gebaut haben.

@A. Zimmer

Ja KfW60 sollte auch mit ner Gastherme möglich sein. Die neusten 
Brennwertkessel haben ja schon sehr gute Wirkungsgrade und der 
Primärenergiefaktor für Gas ist mit 1.1 auch nicht sooo schlecht.
Du kannst dir nen unabhängigen EnEV Gutachter holen. Bei mir hat das nen 
Ingenieurbüro gemacht und die KfW hat nachgeprüft. Viele Architekten 
sind da ein wenig vorurteilbelastet...
Ich hab mich auch vorher schlau gemacht bei einem Fullwood Bauherrn. Mir 
gings da aber primär um die Betriebskosten und nicht um KfW60. Der hatte 
ein ähnlich grosses Haus und ne Gastherme - und er kam wohl mit 600€ hin 
im Jahr. Naja das war mir schon zu viel - wir sollten bei 400€ liegen. 
Langfristig will ich sogar autark werden. Grundstück ist gross genug...
Fossile Brennstoffe würd ich persönlich nicht mehr verheizen...

Gruss
  Mario

OT/>

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@Andreas

"Hier kannst Du Dich für den Anfang ganz gut informieren:
http://www.blockhauslexikon.de/"

Ach ja und traue niemals Seiten wo sowas steht:

"sponsored by
Kauwass Oy"

Klar, dass Kauwass (http://www.kauwass.de/) KfW60 nicht schafft mit 
klassischer Technik und einschaliger Wand. Bei klassischer Bauweise hast 
du immer Setzung - somit wird die Wand niemals dicht. Wir haben uns das 
vorher zur Genüge angesehen - selbst beim Weltmarktführer Honka hat man 
uns nur ungläubig angeschaut, als wir nach KfW60 gefragt haben. Also 
schau dir mal zuerst diese Hersteller an und dann komm mal in unser Haus 
- oder in nen Fullwood Musterhaus - und traue nur deinem eigenem 
Empfinden!

Gruss
  Mario

Autor: A. Zimmer (Gast)
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@Mario (oder Holger?)

wenn dann mein Archi recht hat, müsste man es irgendwo nachvollziehen 
können. Hab gestern nochmal mit ihm gequatscht. Wenn der Hersteller 
kfw60 in der Berechnung "nachgewiesen" hat, muss man es auch 
kontrollieren bzw. gegebenenfalls auch beweisen können.
Genau da drum geht's mir im Moment. Ich ärgere mich jetzt tierisch weil 
ich wohl etwas glauben sollte was nicht richtig ist. Also: gibt es 
irgendwo ein Stück Papier wo drauf steht "das haus ist kfw60" und das 
mit Berechnung?
Den würde ich denen dann mal gerne bei meinem nächsten Termin unter die 
Nase halten.

Gruss und schönes Wochenende, Andreas

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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Hallo Andreas,

ja ich hab nen 30Seitiges EnEV Gutachten mit Berechnungen, wo explicit 
der Primärenergiebedarf ausgewiesen ist. Sowas brauchst du für die Bank. 
Kann ich dir ja zukommen lassen. Aber frag doch erstmal bei Fullwood 
nach, ob Sie dir ne Beispiel EnEV zukommen lassen. Machen die bestimmt. 
Wo willst du eigentlich bauen? Wenns in NO Deutschland ist - wäre es 
einfacher dir zu helfen - da kenn ich die Leute von Fullwood.

Die Kennzahlen für die verwendeten Bauteile sind ja gleich. Ich kanns 
dir erst Anfang Dezember schicken, weil ich grad voll im Umzug bin und 
danach in Urlaub fliege.

Gruss
  Mario

Autor: Dirk (Gast)
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Also ich baue auch gerade eine KFW40-Hütte, daher kenne ich mich auch 
damit aus.
Falsch ist, daß man für den KFW60-Kredit bzw. die Bank das Gutachten 
braucht. Es reicht, wenn ein dafür zugelassener (Liste im Internet bei 
der KFW) Architekt oder Gutachter das zweiseitige Formular 
unterschreibt. Natürlich wird er das vorher berechnen. Einreichen muss 
man das aber nicht.


"Unser Haus wurde per unabhängigen Gutachter als KfW60 Haus eingestuft
mit einer Luft WP + Abluftnutzung. Primärenergiebedarf war bei 58KWh/m²
und Jahr. Beim EnEV wird der Primärenergiebeadarf per Faktor aus dem
Endenergiebedarf ausgerechnet. Schaust du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/EnEV#Prim.C3.A4renergiefaktor

Der Faktor für die Nutzung von Strom als Primärenergieträger ist 3 - und
demnach denkbar schlecht. Bei Holz ist er nur 0,2. Das heisst, dass dein
Primärenergiebedarf bei Holz kleiner ist als dein Endenergiebedarf.
Deshalb kamen wir bei Berechnung mit einer Pelletsheizung auf sagenhafte
42KWh/m² und Jahr Primärenergiebedarf, obwohl Pelletsheizungen
ökologisch zweifelhaft sind und wenn man die gesamte Energiekette
betrachtet einen schlechten Wirkungsgrad haben. Entschieden haben wir
uns nun für eine WW Wp mit kontrollierter Wohnraumlüftung +
Abluftnutzung und 7m² thermische Solaranlage."


Was Primärenergiebedarf ist, weiß wohl jeder Bauherr. Interessant ist 
vor allem der Heizenergiebedarf. Der steht zumindest bei mir auch in der 
Berechnung. Wie hoch ist der denn bei Deinem Holzhaus?


"Niedrige Betriebskosten sind aber die Zielrichtung eines jeden 
Bauherrn.
Der EnEV dient auch dazu, weil man mit KfW Standards zinsgünstige
Kredite bekommt. Wir haben 2/3 unserer Finanzierung über KfW Kredite
abgedeckt - übrigens auch nochmal durch einen Bankgutachter überprüft."


Für den "normalen" KFW-Wohneigentumskredit braucht man nix außer ner 
Bank, die das durchreicht. Nur für die 30.000 oder 50.000 KFW60 (je 
nachdem, wann Ihr den beantragt habt) ist das nötig.


"Naja solche Globalurteile "rausgeschmissenes Geld" sind immer
gefährlich. Gerade bei thermischen Solaranlagen muss man immer
differenzieren. Wenn man sie z.B. nur zur Warmwasserbereitung nimmt -
sind sie wirklich rausgeschmissenes Geld. Aber in Verbindung mit einer
Wärmepumpe und ner Fussbodenheizung mit ner Vorlauftemperatur unter 30
Grad bringen sie echt was - gerade in der Übergangszeit. Bei einem
solchen Tag wie heute (in Berlin) kommen die 28Grad für die FBH locker
von der Solaranlage - und die WP muss nur noch ein wenig zuheizen... Und
die Region südlich von Potsdam zählt zu den sonnenreichsten in ganz
Deutschland - glaubt man gar nicht..."


Also ich habe auch so eine Anlage (mit Heizungskopplung). Ich habe die 
vorher sogar ausrechnen lassen. Lohnen tut sich das finanziell nicht. 
Für mich ist in der Tat das ökologische Gewissen der Grund für den Kauf 
gewesen.


"Ne Dampfbremse ist nichts anderes als eine Dampfsperre, die doch nen
bisschen Diffusion zulässt - weil man hat irgendwann mitgekriegt, dass
man nicht komplett diffusionsdicht bauen darf. Schaust du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfbremse

Trotzdem ist eine Dampfbremsfolie notwendig bei solchen
Wandkonstruktionen, sonst schimmelts irgendwann in der Dämmung wegen dem
innenliegenden Taupunkt. Und tut mir leid ich glaube auch dem besten
Anbieter nicht, dass seine Dampfbremse wirklich 200Jahre dicht hält."


Musst Du auch nicht. Es gibt aber genügend unabhängige Studien dazu. Ein 
Fraunhofer Institut bestätigte zum Beispiel eine Haltbarkeit von über 
100 Jahren.
Ist mir aber genaugenommen egal. Mal von historischen Fachwerkhäusern 
abgesehen wird in 100 Jahren sicherlich wohl kaum ein Nachfahre so 
wohnen wollen wie ich. Die sollen die Bude abreißen und sich was nach 
ihrem Geschmack dahin bauen. Das Grundstück ist ein schönes 
Innenstadtgrundstück, welches im Westen in einer Großstadt liegt, die 
allen demographischen Prognosen nach eine gute Zukunft im Gegensatz zu 
den Oststädten hat. Das ist der eigentliche Wert.


"Diese ganze Leichbauweise heutzutage ist nur daran geschuldet, das man
immer billiger bauen will/muss. Solche Häuser werden vielleicht 30 -
oder 40 Jahre halten - dann brauchst du ne komplett Sanierung oder du
reist es ab, wenn dass nicht schon nen Sturm vorher weggeblasen hat -
siehe Amerika... Wird bei uns auch immer stürmischer - globale Erwärmung
lässt grüssen. Die meisten neuen Häuser, die heute auf den Legowiesen
der Gemeinden nach dieser Leichtbauweise gebaut werden, sind nicht
nachhaltig. Massivhaushersteller bezeichnen diese Konstruktionen zu
recht gerne als Bretterbuden! Wenn schon Ständerwerk, dann richtiges
Fachwerkhaus."


Das ist doch kompletter Quark. Amerikaner bauen doch ganz anders als wir 
hier. Überhaupt nicht vergleichbar. Alleine schon die Technik ist ganz 
anders.
Und wo bitteschön sind die Porotonsteine der Massivhaushersteller bitte 
kein Leichtbau? Beton ist stabil. Aber darin wohnen ist schon 
gewöhnungsbedürftig.


"Und dann die verwendete Dämmung - Mineralwolle ist Sondermüll und somit
nicht ökologisch und nicht nachhaltig! Sowas will ich nicht in meinen
Wänden haben auch wenn die ach soo dichte Dampfbremse dazwischen ist:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mineralwolle

Wir nehmen Hanf für die Innenwände und fürs Dach. Das ist ökologisch und
weil es ein nachwachsender Rohstoff ist auch nachhaltig - und vor allem
gesund. Ich weiss nicht, ob Ihr Mineralwolle schonmal verarbeitet habt.
Ich musste sie bisher nur teuer entsorgen, als ich vorher nen Bungalow
abgerissen hatte."


Das ist auch nicht richtig. Da Mineralfaser aus Recyclingstoffen 
gewonnen wird, spricht nichts dagegen. Zudem steckt die ja fest 
verschlossen in der Wand.


"Nun zum k-Wert. Der ist laut EnEV 0,48 für die Blockwand. Die
Porotonwand mit 30cm Styrodurdämmung sollte ähnlich liegen - hab sie
nicht im Kopf. Beim k-Wert spielt auch die Dichtigkeit ein grosse Rolle.
Bei klassischer Blockbauweise ist die Dichtheit nicht sonderlich. Somit
glaub ich schon, dass man da mehrschalig bauen muss, um KfW60 zu
schaffen. Wir haben aber eine vorgefertigte Blockwand als
Leimholzbalken. Die ist sehr dicht. Werd noch ein Blower Door Test
machen, um die Dichtheit nachzuweisen - war vorgeschrieben im EnEV."


Soso, Styrodur und ökologisch und nachhaltig. Irgendwie passt da etwas 
bei Deiner Beschreinung nicht ganz zusammen. Wieso ist der Keller nicht 
anders gedämmmt worden?
Im Übrigen ist in der (weiblich!) EnEV kein BlowerDoor Test 
vorgeschrieben. Den muss man für den KFW-Kredit machen.


"Ja der Preis ist ordentlich. Mein Schlüsselfertig Preis wäre 250.000€
nur für das Haus - ohne Keller und mit billiger Gastherme. Wir haben nun
für den Bausatz 120.000€ bezahlt - und für die Montage in Eigenleistung
nochmal knapp 10.000€. Da ist nun noch kein Dachziegel - kein Keller bei
und kein Innenausbau und keine Haustechnik..."


Das sind aber doch normale Preise für ein Haus. Unser Haus kostet ohne 
Bodenbeläge im Keller und Dachgeschoss und ohne Wandbeläge außer den 
Fliesen im Bad ca. 310.000.


"Ja das Aussehen ist ungewöhnlich. Da wir das erste Blochhaus im Ort
sind, sind wir nun zu einem Wallfahrtsort geworden. Die Leute machen
ihren Sonnatgsspaziergang zu uns. Mit solch einer Resonanz haben wir
echt nicht gerechnet. Und alle sind begeistert - viele auch kritisch.
Und mindestens 20 Hausführungen von Passanten haben wir schon hinter
uns. Gegenüber steht ein Neubau aus Poroton - da hat noch keiner nach
ner Hausführung gefragt. Naja bei den meisten Leuten kommen Holzhäuser
besser an."


Tja, den Krüppel auf dem Jahrmarkt sehen sich aber auch alle Leute an...


"Ja die Funklösung verursacht 100 mal weniger Elektrosmog wie ein
mechanischer Schalter mit seinem Abrissfunken. Schaust du hier:"


Es ging hier doch um ein Bussystem. Das erzeugt noch weniger Strahlung.


"Ja - das ist das Problem von EIB - es ist völlig überteuert und somit
nicht für vernünftige EFH Bauherrn geeignet. Also wirklich - für nen
schnöden EIB Taster zahlst du mehr als für sonen High Tech Funkschalter
- selbst Schuld!"


Ich hab auch EIB. Und die Schalter sind einfach schöner. Zudem 
einheitlich mit den anderen Steuerelementen. Für schöne Dinge gibt man 
doch gerne Geld aus, sei es Schalter, Fliesen, Auto oder Fernseher. So 
what?


"Bei dem Funkgefrickel kann man sehr viel selbst entwickeln - und das 
tue
ich auch mit Begeisterung. Und wie überall wird sich auch hier die
wireless Technologie durchsetzen. Weil es ist Resourcenschonender,
flexibler, billiger und trotzdem ebenso sicher."


Schlichtweg falsch. Funklösungen werden nie mehr als eine Ergänzung 
sein. Dazu sind sie einfach mit zu vielen Nachteilen behaftet. Das sieht 
man doch überall, auch in der Industrie.


"Tja Timo - nun hast du zwei konträre Meinungen zu vielen Themen. So ist
das aber immer beim Haus Bau - jeder weiss es besser. Man muss nun für
sich selbst die beste Entscheidungen treffen. Am besten du überzeugst
dich selbst und redest mit Leuten, die schonmal gebaut haben."


Vor allem solltest Du Dir selber mal überlegen, was Du gerne hättest und 
wie Du leben möchtest. Davon hängt vieles ab.


"Ja KfW60 sollte auch mit ner Gastherme möglich sein. Die neusten
Brennwertkessel haben ja schon sehr gute Wirkungsgrade und der
Primärenergiefaktor für Gas ist mit 1.1 auch nicht sooo schlecht.
Du kannst dir nen unabhängigen EnEV Gutachter holen. Bei mir hat das nen
Ingenieurbüro gemacht und die KfW hat nachgeprüft. Viele Architekten
sind da ein wenig vorurteilbelastet..."


Wieso hat die KfW nachgeprüft? Bei KfW60 machen die das nämlich gar 
nicht. Die wollen nur den ausgefüllten und abgestempelten Wisch haben...
Und natürlich geht das auch mit Gas. Das "Gesamtpaket" muss halt 
stimmen.


"Ich hab mich auch vorher schlau gemacht bei einem Fullwood Bauherrn. 
Mir
gings da aber primär um die Betriebskosten und nicht um KfW60. Der hatte
ein ähnlich grosses Haus und ne Gastherme - und er kam wohl mit 600€ hin
im Jahr. Naja das war mir schon zu viel - wir sollten bei 400€ liegen.
Langfristig will ich sogar autark werden. Grundstück ist gross genug...
Fossile Brennstoffe würd ich persönlich nicht mehr verheizen..."


Autark mit Wärmepumpe? Wo willst Du im Winter den Strom hernehmen, wenn 
nicht mit einem Generator erzeugt?

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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Mmh - wieder viele Aussage mit "Das ist totaler Quatsch" und "völliger 
Quark". Sowas hat man öfters...

Ok werd ich mal wieder kurz Stellung nehmen und gegen Windmühlen 
kämpfen.

- Der EnEV Nachweis ist männlich. :-)
- Heizenergiebedarf Qh ist 11564kWh/a
- EnEV Nachweis schreibt vor - wörtlich:
Luftdichtigkeitsprüfung nach Fertigstellung
Die Überprüfung der Dichtheit erfolgt nach §5 Abs. 1 der EnEV nach 
Fertigstellung des Gebäudes. Es darf der nach DIN EN 13829:20001-2 
gemessene Volumenstrom, bei einer Druckdifferenz von 50Pa, den Wert 3.0 
1/h nicht überschreiten. Der Luftdichtheitsnachweis (Messprotokoll) wird 
diesem Dokument später beigefügt.
Unser Haus soll 1.0 haben - laut Fullwood. Werdens nachprüfen!
- Die durchleitende Bank hat geprüft, um Subventionsbetrug vorzubeugen - 
nicht die KfW - sorry - hab nochmal nachgefragt. Weiterhin hat auch 
Prüfstatiker geprüft - hat den EnEV jedenfalls gekriegt. Prüfstatiker 
ist in unserer "Ostregion" durch Bauamt vorgeschrieben - und kriegt 
ordentlich Geld. :(
- ach und die Amis baun keine Ständerwerkhäuser???? Sieht aber immer 
danach aus, wenn man mal wieder Bilder nach nem Hurrican sieht...
- Prognose zur demographische Entwicklung im Umland zur Hauptstadt ist 
auch sehr gut :-) In Berlin wollte ich nicht mehr leben nach mehrfachen 
Einbrüchen in Wohnung! und Keller und Sachbeschädigungen am Auto. Die 
"neuen Unterschichten" konzentrieren sich halt in den Städten - ok 
zuerst in den strukturzerstörten Oststädten. Kommt aber auch schon im 
Westen.
- Haus soll nachhaltig gebaut - und nicht von jeder Generation neu 
gebaut werden. Wenn die Prognosen stimmen werden die Ressourcen in 
Zukunft zu knapp, als dass sich noch viele überhaupt ein Haus bauen 
können. Die werden schon Probleme haben genug zu Essen zu haben. Wenn 
alle so denken würden - solln sie sich doch was neues bauen - würde es 
wohl keine denkmalgeschützte Bauten mehr geben...
- 310.000€ - ohne Grundstück - das ist fett. Da sind aber die 20.000 für 
EIB schon bei - oder? :-)
- Wireless Technologie wird nie alles ersetzen - aber viel 
zurückdrängen. Handy schlägt Festnetz - WiMAX schlägt DSL :-) Kommt 
drauf an in welchem Bereich. Und unser Leben wird immer mobiler und 
flexibler...
- Ein Bussystem braucht jede Menge Kabel. Ein EIB Bekannter hat 18km 
verlegt und nen mannshohes 19" Rack im Keller! Die Steuerspannungen sind 
gering - aber die Masse der Kabel macht mir bzgl. Abstrahlung trotzdem 
Angst. Und denk nur an die ganzen Leitungsverluste... Ob die Strahlung 
bei EIB geringer ist als bei diesen Piezosendern wage ich auch noch zu 
bezweifeln. Hat noch keiner nachgemessen. Jedenfalls kam es für mich 
nicht in Frage - weil überteuert, nicht offen zum Selbst Entwickeln und 
hoher Stromverbrauch.
- Einen Krüppel auf dem Jahrmarkt schaut man zwar an, aber das meist aus 
sicherem Abstand und möglichst unbeachtet. Tja ich glaub bei dir wollte 
wohl kein Passant durchs Haus rennen - oder?

Also bitte immer vorher nachdenken, wenn man verbale Attacken loslässt 
von wegen: Totaler Quatsch - oder Schlichtweg falsch. Jeder der sowas 
sagt unterstellt dem Anderen Falschaussagen und ernennt sich selbst zum 
Allwissenden. Beim Thema Hausbau kommt das aber immer vor, weil jeder 
irgendwann mal seine Entscheidung getroffen hat und so arrogant ist sie 
in alle Ewigkeit für Richtig zu erachten. Es ist ja auch immer schwer 
sich selbst Fehler einzugestehen - geht mir auch so.

Naja und nun noch die letzte Frage - wie will ich autark werden. Das ist 
eine spannende Frage! Mit der Entscheidung für Strom als einzigen 
Energieträger hab ich mir schonmal die Möglichkeit geschaffen die 
Energie selbst zu produzieren. Gas, Öl oder Pellets kannste nicht selber 
machen - Strom schon. Das Grundstück ist mit 1300qm recht gross - liegt 
Gott sei Dank nicht in der Stadt - wäre dort wohl nicht bezahlbar 
gewesen. Man könnte nun die ganze Fläche mit Solarzellen und Windrädern 
zupflastern. Den Strom speichert man in unterirdischen Luftdrucktanks. 
Oder man benutzt die gerade entdeckte Wasseraufspaltung durch 
Photosynthese (wenn sie denn technisch nachgeahmt werden kann) und macht 
mit Sonnenlicht aus Grundwasser - Wasserstoff und per Brennstoffzelle 
Strom. Oder man verheizt schnell wachsende Biomasse und treibt per 
Dampfmachine nen Generator. Tja - schaun ma mal was die Zukunft so 
bringt. Das grösste Problem ist immer noch die Speicherung vom Strom - 
aber es tut sich grad viel in der Akkutechnik und auch bei den Goldcaps. 
Irgenwann wirds nen direkten Speicher geben.

Auf jeden Fall hat die Anlage den zur Zeit grösst möglichen Wirkungsgrad 
- nimmt also die meiste Energie aus der Umwelt (Sonne & Grundwasser). 
Ach ja und nen Kamin und Holzherd haben wir auch noch. Wenn gar nix 
geht, kann die ganze Hütte auch per Kamin geheizt werden. Brennstoff 
musste dann halt anbauen. Weil dann wird auch Holz knapp sein...

Ok - jeder sollte seine Entscheidung selbst treffen. Aber ich glaube, 
dass der in Zukunft die Nase vorn haben wird, der schon jetzt anfängt 
Ressourcen sparender und nachhaltiger zu leben als der Rest der 
Konsumgesellschaft. Das gilt für jeden einzelnen und auch für die ganze 
Nation.

Schönes WE! Und nun Schluss mit OT Themen.
Reden wir doch lieber wieder über aktive Open Source Projekte zum Thema 
Hausautomatisierung - also nicht über EIB ;-)

 Gruss Mario

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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Ach die Dämmung vergessen:

Mineralfaserdämmung war bis 1996 sogar Krebserregend - gilt nun als 
unbedenklich. Aber nur mal dem Wiki gefolgt:

    * Glaswollfasern

bis zu 70% Altglas Sand Kalkstein 0,5 - 7% Bindemittel z.B. (Bakelit) 
oder (Soda) 0,5% Mineralöl zur Staubbindung

    * Steinwollfasern

Dolomit, Basalt, Diabas, Koks, sowie Recyclingmaterial 0,5 - 7% 
Bindemittel (Bakelit) 0,5% Mineralöl zur Staubbindung

Da gibts mindestens ein Inhaltsstoff, der mir nicht gefällt. Auch wenn 
da nur 0,5% drin sind. Bei 30m³ Dämmstoff, den wir schon ohne 
Aussenwände brauchen sind da 30000 dm³*0,5/100 - schlappe 150l Erdöl 
drin und das nicht etwa in verarbeiteter Form! Auch neue 
Mineralfaserdämmung ist bei uns immer noch Sondermüll.

Ja und Styrodurdämmung haben wir versucht zu ersetzen - gab aber nichts 
- oder haben wir was übersehen? Ok ist nur unter der Bodenplatte und an 
den Kellerwänden. Soll sehr lange halten - sich also nicht im Boden 
zersetzen. Aber ok - wenns nur das ist, was in 50 Jahren zu ersetzen ist 
- gehts auch noch...

Nun ist aber schluß

Gruss
  Mario

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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Sorry muss meine Schnellrechnug von oben etwas revidieren - 150l Erdöl 
haben mich selber schockiert und sind auch völlig falsch. Bin ja vom 
Volumen ausgegangen und die Angaben im Wiki von der Masse. Man muss also 
noch die Dichte berücksichtigen - die soll so bei 30-50kg/m³ liegen.

30m³ = 900kg-1500kg
also 4,5l-7,5l Erdöl bei 0,5%

ok nun ist alles richtig und ich geh wieder schlafen :-O

Autor: Dirk (Gast)
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"- Der EnEV Nachweis ist männlich. :-)"


Korrekt. Du schreibst aber "vom EnEV". Und die EnEV (Energie Einspar 
Verordnung) ist weiblich, also hast Du das falsch geschrieben!



"- Heizenergiebedarf Qh ist 11564kWh/a"


Das ist eben recht viel. Heute Durchschnitt, könnte man sagen.
Ein Passivhaus - Du hast geschrieben, daß Du mit Pellets fast ein 
Passivhaus bekommst - ist ja meilenweit davon entfernt (<15kWh/a, Du 
hast fast 4fach!)


"Unser Haus soll 1.0 haben - laut Fullwood. Werdens nachprüfen!"


Für KfW60 muss das Haus < 1,5 haben. Und in der Tat würde ich mich nur 
mit < 1,0 zufriedenstellen. Mein Haus hat 0,47 gehabt.


"- Die durchleitende Bank hat geprüft, um Subventionsbetrug vorzubeugen 
-
nicht die KfW - sorry - hab nochmal nachgefragt. Weiterhin hat auch
Prüfstatiker geprüft - hat den EnEV jedenfalls gekriegt. Prüfstatiker
ist in unserer "Ostregion" durch Bauamt vorgeschrieben - und kriegt
ordentlich Geld. :("


Hmmm, bei mir brauchte ich nur den ausgefüllten Schrieb vom 
Sachverständigen, damit war die Sache vor dem Bau gegessen (DSL-Bank). 
Bei KfW60 ist das damit sogar abgeschlossen. Aber vielleicht machen das 
ja andere Banken anders.


"- ach und die Amis baun keine Ständerwerkhäuser???? Sieht aber immer
danach aus, wenn man mal wieder Bilder nach nem Hurrican sieht..."


Hmmm, die Russen bauen doch billige Autos, warum bezahlen wir also so 
viel für deutsche Fabrikate? Fahren tun die doch alle.
Tja, so einfach ist das leider nicht. Die Amerikaner haben in der Tat 
eine komplett andere Bauweise. Ich nenne mal ein paar Stichworte wie 
Balloon-Frame, Platform-Frame, Rahmenbau, Skelettbau, Tafelbau.


"- Haus soll nachhaltig gebaut - und nicht von jeder Generation neu
gebaut werden. Wenn die Prognosen stimmen werden die Ressourcen in
Zukunft zu knapp, als dass sich noch viele überhaupt ein Haus bauen
können. Die werden schon Probleme haben genug zu Essen zu haben. Wenn
alle so denken würden - solln sie sich doch was neues bauen - würde es
wohl keine denkmalgeschützte Bauten mehr geben..."


Denkmalschutz wird aus Kulturhistorischen Gründen betrieben. Das sollte 
Dir aber eigentlich klar sein. Zudem sind > 100 Jahre bei den heute 
üblichen Holzständerhäusern wohl ordentlich ausreichend. Bei 
Holzblockhäusern ist die Fertigungsqualität und -sorgfalt übrigens für 
die Lebensdauer noch entscheidender. Sonst fängt da schnell mal was an 
zu faulen.


"- 310.000€ - ohne Grundstück - das ist fett. Da sind aber die 20.000 
für
EIB schon bei - oder? :-)"


Naja, ein bißchen habe ich das schon noch weiter ausgebaut. Die Garage 
kostete auch extra. Aber da meine Freundin sehr ökologisch orientiert 
ist, haben wir auch Sachen, die sich wohl nicht rentieren werden. 
Wärmebedarf ist 0,24kWh/a, wir haben eine Regenwassernutzungsanlage, ein 
thermische Solaranlage, aber auch ein paar Komfortsachen wie einen 
Zentralstaubsauger und auch hübsche Sachen wie Holz-Alu-Fenster.


"- Wireless Technologie wird nie alles ersetzen - aber viel
zurückdrängen. Handy schlägt Festnetz - WiMAX schlägt DSL :-) Kommt
drauf an in welchem Bereich. Und unser Leben wird immer mobiler und
flexibler..."


Letzteres spricht gegen den Hausbau. Wer ein Haus baut, will also gar 
kein so flexibles Leben führen... ;)
Und WiMAX wird DSL mit Sicherheit nicht schlagen.


"- Ein Bussystem braucht jede Menge Kabel. Ein EIB Bekannter hat 18km
verlegt und nen mannshohes 19" Rack im Keller! Die Steuerspannungen sind
gering - aber die Masse der Kabel macht mir bzgl. Abstrahlung trotzdem
Angst. Und denk nur an die ganzen Leitungsverluste... Ob die Strahlung
bei EIB geringer ist als bei diesen Piezosendern wage ich auch noch zu
bezweifeln. Hat noch keiner nachgemessen. Jedenfalls kam es für mich
nicht in Frage - weil überteuert, nicht offen zum Selbst Entwickeln und
hoher Stromverbrauch."


Das muss ich mal klarstellen. Ein Bussystem braucht im Prinzip kaum mehr 
Kabel. EIB kann auch dezentral gestaltet werden.
Aber auch wenn man es zentral gestaltet, so wird das nicht 
unüberschaubar.
Die entsprechenden Lichtauslässe, Rolläden und Motoren müssen halt alle 
in den Keller bzw. HAR geführt werden. Das Buskabel wird aber nicht sehr 
lang.
Was das Selberentwickeln angeht, so bin ich da gerade bei. Ist kein 
größeres Problem als mit anderen Systemen auch. Wieso auch, EIB ist doch 
ein recht einfacher Bus?
Was den Stromverbrauch angeht, so ist der doch sehr gering. Ein 
Bekannter, den ich während des Hausbaus kennengelernt hatte, hat auch 
solche Funkschalter etc. eingebaut. Aber die Fenstersensoren mit den 
sichtbaren Solarzellen haben mich dann doch eindeutig abgeschreckt.


"- Einen Krüppel auf dem Jahrmarkt schaut man zwar an, aber das meist 
aus
sicherem Abstand und möglichst unbeachtet. Tja ich glaub bei dir wollte
wohl kein Passant durchs Haus rennen - oder?"


Doch, weil sich unser Haus architektonisch von den anderen in der Gegend 
absetzt, werden wir darauf angeprochen. Aber Recht ist mir das nicht und 
rein lasse ich auch keinen. Ich bin doch nicht im Zoo.


"Naja und nun noch die letzte Frage - wie will ich autark werden. Das 
ist
eine spannende Frage! Mit der Entscheidung für Strom als einzigen
Energieträger hab ich mir schonmal die Möglichkeit geschaffen die
Energie selbst zu produzieren. Gas, Öl oder Pellets kannste nicht selber
machen - Strom schon. Das Grundstück ist mit 1300qm recht gross - liegt
Gott sei Dank nicht in der Stadt - wäre dort wohl nicht bezahlbar
gewesen. Man könnte nun die ganze Fläche mit Solarzellen und Windrädern
zupflastern. Den Strom speichert man in unterirdischen Luftdrucktanks.
Oder man benutzt die gerade entdeckte Wasseraufspaltung durch
Photosynthese (wenn sie denn technisch nachgeahmt werden kann) und macht
mit Sonnenlicht aus Grundwasser - Wasserstoff und per Brennstoffzelle
Strom. Oder man verheizt schnell wachsende Biomasse und treibt per
Dampfmachine nen Generator. Tja - schaun ma mal was die Zukunft so
bringt. Das grösste Problem ist immer noch die Speicherung vom Strom -
aber es tut sich grad viel in der Akkutechnik und auch bei den Goldcaps.
Irgenwann wirds nen direkten Speicher geben."


Es ist natürlich Geschmackssache, aber den Garten mit irgendwelchen 
Anlagen würde ich mir nicht versauen. Ich hätte an Deiner Stelle mehr 
auf niedrigen Energiebedarf Deines Hauses gesetzt. Dann hätte es ein 
kleiner Grundofen mit Wassertasche in schweren Zeiten auch getan.
Aber eine macht es halt so, der andere so.


"Auf jeden Fall hat die Anlage den zur Zeit grösst möglichen 
Wirkungsgrad
- nimmt also die meiste Energie aus der Umwelt (Sonne & Grundwasser).
Ach ja und nen Kamin und Holzherd haben wir auch noch. Wenn gar nix
geht, kann die ganze Hütte auch per Kamin geheizt werden. Brennstoff
musste dann halt anbauen. Weil dann wird auch Holz knapp sein..."


Hmmm, dann aber vorher noch besser isolieren!


"Ok - jeder sollte seine Entscheidung selbst treffen. Aber ich glaube,
dass der in Zukunft die Nase vorn haben wird, der schon jetzt anfängt
Ressourcen sparender und nachhaltiger zu leben als der Rest der
Konsumgesellschaft. Das gilt für jeden einzelnen und auch für die ganze
Nation."


Deswegen ist es erstaunlich, daß Dein Haus soviel Energie verbraucht. 
Ich habe mich deshalb für gute Dämmung entschieden. Energiebedarf 0,24 
gegenüber 0,53. Über die Lebenszeit des Hauses hole ich dann die an 
anderer Stelle ungünstigere Nachhaltigkeitsbilanz locker wieder rein.

Was mich an Deinen Postings ein bißchen gestört hat, ist, daß Du Dein 
Haus als so ökologisch und nachhaltig dargestellt hast, aber an vielen 
Stellen die Konsequenz fehlt, das auch durchzuziehen, so daß letztlich 
auch nichts ökologisch besseres dabei rauskommt als bei anderen.
Du hast einen recht hohen Energiebedarf (Primär gerade noch KfW60!) und 
der Keller ist absolut unökologisch gedämmt. Das passt halt nicht zu den 
Aussagen. Dein Bau ist generell schon in Ordnung und es ist schön, daß 
es Dir Spaß macht. Ökologisch besonders wertvoll ist er aber definitv 
nicht!

Autor: Unbekannter Nr.6 (Gast)
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Findet ihr nicht, dass euer Thema ein Anderes geworden ist?
Bitte,
das liest doch keiner mehr durch, der sich für einen Hausbus 
interessiert.

Autor: Tien (Gast)
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Hallo Zusammen,

auch wenn der bisherige Thread nur noch eingeschränkt etwas
mit dem Titel zu tun hat hier auch mein Kommentar:

Leider ist auch hier, wie in vielen Threads die endlosen Diskussionen
nach dem Motto "Meine Lösung ist die besser!" ausgebrochen.
Ich finde das schade! Bestimmt haben beide recht und bestimmt
haben beide für sich die beste Lösung gefunden.
Die Wahrheit liegt wohl dazwischen.

Zum Thema Hausbau:
Ich habe am Tag des Passivhauses einen nahegelegenen Passivhausrohbau
besichtigt um mir die Installation der Lüftungsrohre und den Wandaufbau
anzuschauen.
Anwesend war der Bauher und ein Architekt (der im wesentlichen 
Passivhäuser
plant). Es war sehr interessant und hat mich in dem bestätigt, was ich 
mir
bereits vorher überlegt habe.

Aus Kostengründen werden wir sehr viel in Eigenleistung machen müßen.
Für die Erbringung von Eigenleistung ist meiner Meinung nach die
Holzrahmenbauweise ideal, weil ich so sehr schnell und trocken
innen anfangen kann zu arbeiten.

Das geplante Energiekonzpet soll ein Mix werden:
- kombinierte Lüftungs/Warmwasser/Heizungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  und Schichtspeicher.
- Solaranlage mit Anschluss an die Warmwasser/Lüftungs/Heizungsanlage
- Holzofen (Scheitholz) im Wohnzimmer mit Anschluss an die kombinierte
  Warmwasser/Lüftungs/Heizungsanlage
- Vorwärmung der Zuluft über eine Erdwärmeschleife (Luft)
- Fussbodenheizung im Bad, Rest wird nur über die Zuluft geheizt
  bzw. im Wohnzimmer bei Bedarf über den Holzofen.
- Dämmung über Zellulose Einblasdämmung.
- 3fach Verglasung
- Luftdichte Aussenhülle

Das ganze habe ich nun im Rohbau gesehen (konnte mir also den
Wandaufbau und die Installation ansehen). Ausserdem ist es mir möglich
ein seit 4 Jahren stehendes Haus zu besichtigen, was nach dem
gleichen Konzept gebaut wurde. Beides macht mir einen sehr soliden
und angenehmen Eindruck und bietet mir die besten Möglichkeiten
ein Passivhaus zu bauen bei gleichzeitiger sehr hoher Eigenleistung.

Grüße Timo





















Autor: Mario Schwarz (Gast)
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Ich weiss wir sind ja sowas von OT - aber es ist selten, dass man 
Häuslebauer trifft, die sich ähnliche Gedanken gemacht haben und machen 
- auch wenn Sie in vielen Punkten konträr wirken. Man muss sich dann 
immer wieder seinen eigenen Entscheidungen stellen, wenn sie von Anderen 
kritisch betrachtet werden.

Ok ich bin wieder dran:

Das Holzblockhaus ist zwar nicht so gut gedämmt, wie heutzutage möglich, 
verbraucht aber wegen der Erdwärme (Az > 4), KWL und Solarthemie wenig 
Primärenergie. Trotz des schlechten Faktors für unseren 
Primärenergieträger Strom (3fach gegenüber Gas) haben wir immer noch 
KfW60 Standard.
Wie ich schon sehr viel früher gepostet hab - ging es nicht unmittelbar 
um den EnEV Nachweis - der ist nur was für die Bank, sondern um geringe 
Betriebskosten. Und da liegen wir mit 400-500€/Jahr auf 220m² am unteren 
Limit. Das Erreichen von KfW60 war uns wegen der niedrigeren 
Kapitalkosten natürlich auch nicht unwichtig. Unser erster EnEV Nachweis 
war mit Pellets bei 42kWh/m² und Jahr.
Die KfW schreibt nämlich nur Primärenergie und Transmissionswärmeverlust 
der Gebäudehülle vor:

http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Bauen_Wohnen...

Somit würden wir mit einer Holzheizung auch KfW40 schaffen. Der 
Transmissionswärmeverlust ist selbst bei der einschaligen Holzwand nicht 
das Problem. Fullwood hat schon mehrere KfW40 Häuser gebaut - 
wahrscheinlach dann aber mehrschalig mit Dampfbremse, weil ja kaum einer 
ne Pelletsheizung einbaut. Mehrschaliger Wandaufbau und Ständerwerk + 
Dampfbremse kam aus den schon genannten Gründen nicht in Frage.

Das Thema: Noch mehr dämmen, um weniger Energie zu brauchen, wurde auch 
schon mehrfach kritisch betrachtet. Leider wird die oftmals schon 
sinnlose Dämmung durch die EnEV immer weiter forciert. Hier mal eine 
sehr gute, kritische Abhandlung zum Thema, die mir damals auch bei der 
Entscheidungsfindung für eine Massivwand geholfen hat:

http://www.dimagb.de/info/bauphys/pmwdsg.html

Hier wird eigentlich für mich recht nachvollziehbar die Einstufung der 
Dämmeigenschaften von Wänden nach dem k-Wert in Frage gestellt, weil 
weder das Speicherverhalten der Wand, noch der solare Gewinn, oder die 
Sorptions- und Diffusionseigenschaften berücksichtigt werden. Laut 
dieser Studie ist es ein Irrglaube, dass immer mehr Dämmung ökologisch 
ist - siehe Schlußbemerkung.

Unser Primärenergiebedarf ist nur durch den schlechten Faktor von Strom 
so hoch und damit gerade noch KfW60. In Wahrheit braucht das Haus so 
wenig Strom zum Heizen, dass ich ihn auch irgendwann selbst machen 
könnte - und zwar um die 3000kWh/a. Bei 13cent/kWh WP Strom sind das 
dann auch nur um die 400€/a. Was soll daran dann unökologisch sein, wenn 
man 3/4 der Energie aus der Umwelt nimmt, die sonst wieder abgestrahlt 
werden würde? Ok - ich mach den Strom noch nicht selbst - ich arbeite 
aber daran ;-) Mich würde mal dein Energieverbrauch interessieren - 
sollte ja eigentlich noch niedriger liegen?!

Mit der Styrodurdämmung haben wir wirklich überlegt. Man hätte sie 
sparen können, wenn man noch dickere Wände gebaut hätte. Aber alles > 
36,5er war für nen Keller dann wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Naja - 
wenns mal was besseres gibt, buddel ich es wieder aus. Die Hälfte des 
Kellers ist Vollgeschoss, da wir im Hang stehen.

Ach ja und zur Wireless Technik - die nutzbare Bandbreite von Luft ist 
höher als die jedes kabelgebundenen Mediums. Damit ist die erzielbare 
Übertragungsrate nur von der eingesetzten Technik und vor allem dem 
politischen Willen abhängig. Somit glaube ich schon, dass sich Wireless 
Technik langfristig durchsetzt. Der Grundstein ist jedenfalls gelegt. 
Muss ja nicht Funk sein - der wird von vielen abgelehnt. Geht ja auch 
mit Licht...

Und man kann auch flexibel und mobil leben trotz Haus. Man muss halt nur 
an einem günstigen Ort sein Lager aufschlagen - also alle erdenkliche 
Infrastruktur vor Ort haben - mehrere Flughäfen, Autobahnen, und ICE 
Bahnhöfe alles ist in 30min erreichbar. Fehlen nur noch ökologische 
Fortbewegungsmittel. Ok mein Biodieselgefährt ist noch nicht der 
Weisheit letzter Schluss. Hab vor mir mit nem Kumpel nen E-Auto zu bauen 
- Strom kann man ja selber machen ;-)

Schön ist, dass die Disskusion wieder sachlicher geworden ist - und die 
Globalurteile "das ist Schwachsinn" oder "totaler Quatsch" nicht mehr 
vorkommen :-)

@Timo,

Das Heizungskonzept hört sich erstmal gut an. Eine KWL soll wirklich 
enorm was bringen - mehr noch als die Solaranlage. Ich hatte auch erst 
mit nem Erdwärmetauscher für die Zuluft geplant. War aber ganz schön 
teuer und auch kritisch wegen dem anfallenden Kondensat. Mir wurde 
empfohlen das Gefälle zum Keller hin zu machen und das Kondenswasser 
dort per Traps in die Kanalysation zu leiten. Weil eine Versickerung am 
anderen Ende immer Kontakt mit der Zuluft bekommt und somit nicht 
hygienisch einwandfrei ist. Letztendlich hat mein findiger Heizi ne 
bessere Idee gehabt. Die WP arbeitet ja mit nem Grundwasserkreislauf - 
ein Saug- und ein Schluckbrunnen. Das Grundwasser hat immer um die 8-10 
Grad. Damit werden wir dann die Zuluft vorheizen, oder aber im Sommer 
kühlen. Das ist noch effektiver als nen EWT, weil das Grundwasser 
ständig neue Wärme rantransportiert.
Ein wasserführender Kamin ist auch bei uns vorbereitet. Der ersetzt im 
Winter die Solaranlage. Man muss dabei nur darauf aufpassen, dass die 
Abgase nicht soweit runtergekühlt werden, dass der Schornstein nicht 
mehr richtig zieht und verrust. Weiterhin brauchst du bei Kamin und KWL 
entweder einen Raumluft unabhängigen Kamin, oder aber einen 
Unterdruckwächter. Sonst kann dir die KWL unter Umständen die Rauchgase 
in den Wohnraum saugen. Wir haben uns für nen Unterdruckwächter 
entschlossen, weil Raumluft unabhängige Kamine sehr teuer sind - gibt 
laut Schorni wohl nur zwei zugelassene Hersteller in Deutschland, die 
quasi nen Monopol haben.
Von "einblasbarer" Zellulosedämmung hab ich noch nie was gehört. 
Zellulose ist aber allemal besser als Mineralwolle!

Ok und weil dieses Forum so nun überhaupt nicht zu unserem Thema passt - 
verweise ich an dieser Stelle wegen schlechtem Gewissen auf das 
Passende:

http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?inhalt=%...

Das hat mir sehr geholfen. ;-)

Gruss
  Mario

Autor: Dirk (Gast)
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"Das Holzblockhaus ist zwar nicht so gut gedämmt, wie heutzutage 
möglich,
verbraucht aber wegen der Erdwärme (Az > 4), KWL und Solarthemie wenig
Primärenergie. Trotz des schlechten Faktors für unseren
Primärenergieträger Strom (3fach gegenüber Gas) haben wir immer noch
KfW60 Standard."


KfW60, erst recht am oberen Ende, ist heutzutage nur Durchschnitt. Und 
ob Erdwärme oder nicht, sonderlich ökologisch ist das eben nicht.


"Wie ich schon sehr viel früher gepostet hab - ging es nicht unmittelbar
um den EnEV Nachweis - der ist nur was für die Bank, sondern um geringe
Betriebskosten. Und da liegen wir mit 400-500€/Jahr auf 220m² am unteren
Limit. Das Erreichen von KfW60 war uns wegen der niedrigeren
Kapitalkosten natürlich auch nicht unwichtig. Unser erster EnEV Nachweis
war mit Pellets bei 42kWh/m² und Jahr.
Die KfW schreibt nämlich nur Primärenergie und Transmissionswärmeverlust
der Gebäudehülle vor:
http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Bauen_Wohnen...
Somit würden wir mit einer Holzheizung auch KfW40 schaffen. Der"


Hmmm, 42 sind aber nicht 40...


"Das Thema: Noch mehr dämmen, um weniger Energie zu brauchen, wurde auch
schon mehrfach kritisch betrachtet. Leider wird die oftmals schon
sinnlose Dämmung durch die EnEV immer weiter forciert. Hier mal eine
sehr gute, kritische Abhandlung zum Thema, die mir damals auch bei der
Entscheidungsfindung für eine Massivwand geholfen hat:

http://www.dimagb.de/info/bauphys/pmwdsg.html

Hier wird eigentlich für mich recht nachvollziehbar die Einstufung der
Dämmeigenschaften von Wänden nach dem k-Wert in Frage gestellt, weil
weder das Speicherverhalten der Wand, noch der solare Gewinn, oder die
Sorptions- und Diffusionseigenschaften berücksichtigt werden. Laut
dieser Studie ist es ein Irrglaube, dass immer mehr Dämmung ökologisch
ist - siehe Schlußbemerkung."


Bingo! Genau auf diese Quelle habe ich gewartet. Nur, daß das leider 
nicht richtig ist. Siehe z.B. hier:
http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=20...

Glaube keiner Studie, die Du nicht selber gefälscht hast...


"Unser Primärenergiebedarf ist nur durch den schlechten Faktor von Strom
so hoch und damit gerade noch KfW60. In Wahrheit braucht das Haus so
wenig Strom zum Heizen, dass ich ihn auch irgendwann selbst machen
könnte - und zwar um die 3000kWh/a. Bei 13cent/kWh WP Strom sind das
dann auch nur um die 400€/a. Was soll daran dann unökologisch sein, wenn
man 3/4 der Energie aus der Umwelt nimmt, die sonst wieder abgestrahlt
werden würde? Ok - ich mach den Strom noch nicht selbst - ich arbeite
aber daran ;-) Mich würde mal dein Energieverbrauch interessieren -
sollte ja eigentlich noch niedriger liegen?!"


Was daran unökologisch ist?
Daß die Hütte 53kWh/a Wärmeebedarf hat und nicht deutlich weniger.
Ich habe da nur 24kWh/a, aber Timo z.B. hat unter 15. Das ist 
ökologisch.
Zwei Drittel der Energie, die mit dem Strom bei Dir ankommen, sind 
unterwegs verpufft. Das ist unökologisch bei dem Wärmebedarf. Im 
Passivhaus ist das OK.
Interessant, wie die Strompreise sich unterscheiden. Hier kostet der 
Wärmepumpenstrom nur knapp 9 Cent!


"Mit der Styrodurdämmung haben wir wirklich überlegt. Man hätte sie
sparen können, wenn man noch dickere Wände gebaut hätte. Aber alles >
36,5er war für nen Keller dann wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Naja -
wenns mal was besseres gibt, buddel ich es wieder aus. Die Hälfte des
Kellers ist Vollgeschoss, da wir im Hang stehen."


Die Dämmung kritisiere ich nicht. Habe ich auch. Nur ökologisch, wie Du 
sagst, ist Dein Haus so nicht.


"Ach ja und zur Wireless Technik - die nutzbare Bandbreite von Luft ist
höher als die jedes kabelgebundenen Mediums. Damit ist die erzielbare
Übertragungsrate nur von der eingesetzten Technik und vor allem dem
politischen Willen abhängig. Somit glaube ich schon, dass sich Wireless
Technik langfristig durchsetzt. Der Grundstein ist jedenfalls gelegt.
Muss ja nicht Funk sein - der wird von vielen abgelehnt. Geht ja auch
mit Licht..."


Netter Scherz mit dem Licht.
Frequenzen sind so schon kaum zu haben. Hat mit politischem Willen nicht 
so viel zu tun. Ist einfach gewachsene Realität.
Und bei den WiMax-Versteigerungen zur Zeit haben sich auch nur 
drittklassige Firmen beworben. Das Interesse ist also nicht da.


"Und man kann auch flexibel und mobil leben trotz Haus. Man muss halt 
nur
an einem günstigen Ort sein Lager aufschlagen - also alle erdenkliche
Infrastruktur vor Ort haben - mehrere Flughäfen, Autobahnen, und ICE
Bahnhöfe alles ist in 30min erreichbar. Fehlen nur noch ökologische
Fortbewegungsmittel. Ok mein Biodieselgefährt ist noch nicht der
Weisheit letzter Schluss. Hab vor mir mit nem Kumpel nen E-Auto zu bauen
- Strom kann man ja selber machen ;-)"


Naja, 30min ist doch sehr viel. Und ein großer Flughafen reicht doch.
Ich fahre schon seit ein paar Jahren Gas im Auto. Das schont den 
Geldbeutel...


"Schön ist, dass die Disskusion wieder sachlicher geworden ist - und die
Globalurteile "das ist Schwachsinn" oder "totaler Quatsch" nicht mehr
vorkommen :-)"


Wie war das mit "Pelletsheizungen sind aber Scheisse"...?

"Ein wasserführender Kamin ist auch bei uns vorbereitet. Der ersetzt im
Winter die Solaranlage. Man muss dabei nur darauf aufpassen, dass die
Abgase nicht soweit runtergekühlt werden, dass der Schornstein nicht
mehr richtig zieht und verrust. Weiterhin brauchst du bei Kamin und KWL
entweder einen Raumluft unabhängigen Kamin, oder aber einen
Unterdruckwächter. Sonst kann dir die KWL unter Umständen die Rauchgase
in den Wohnraum saugen. Wir haben uns für nen Unterdruckwächter
entschlossen, weil Raumluft unabhängige Kamine sehr teuer sind - gibt
laut Schorni wohl nur zwei zugelassene Hersteller in Deutschland, die
quasi nen Monopol haben."


Das ist falsch. Als ich meinen gekauft haben, hatte ich 10 Hersteller 
zur Auswahl.
Allerdings ist das nicht vorgeschrieben. Es reicht, wenn der Kaminkehrer 
den Ofen abnimmt. Meiner hat auf Anfrage gesagt, daß es reicht, wenn der 
Kaminofen raumluftunabhängig ist. Zertifikate waren ihm egal.
Darum besser vorher mit dem schwarzen Mann reden.
Der Haken bei nicht raumluftunabhängigen Kaminen ist, daß im Betrieb die 
KWL die warme Luft nicht so schön verteilt. Deshalb habe ich mich auch 
dagegen entschieden. Ist aber in der Tat teurer, vor allem, weil man 
auch einen entsprechenden Schornstein braucht, wenn der Kaminofen nicht 
an einer Außenwand steht, wie bei mir.
Im Passivhaus muss man aber sehr mit der Leistung aufpassen. Mit 
Gemütlichkeit eines schönen Kaminfeuers wird es da schwierig. Wenn so 
ein Ofen von 6-9kW die Wärme ins Haus bläst, dann wird es schnell 
heiß...

Autor: Dirk (Gast)
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Noch Interessantes zur angeführten Studie:
http://www.ing-buero-ebel.de/Meier/index.htm

Autor: Unbekannter Nr.6 (Gast)
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Merkwürdig, bzw. bezeichnend, Google hat das Thema hier auch schon 
erkannt, wenn man mal auf die rechte Seite schaut.
Ich finde es schon recht arrogant, wie man dennoch weitermacht, wenn 
eigentlich nur 2 bis 3 Leute sich unterhalten und so ein Thema 
zerstören.
Seid ihr nicht in der Lage ein eigenes passenden Tread auf zumachen?
Ich werde das aktive Hausbusprojekt jedenfalls nicht nach neuen 
Beiträgen durchsuchen.
Sinnlos

Autor: Torben (Gast)
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Auch wenn das ein bißchen wie ein Hahnenkampf daherkommt, so ist das 
Thema doch nicht uninteressant.

Interessant ist insbesondere - vor allem, wenn man sich die ganzen 
Threads über Doktorarbeiten durchliest - wie ein Professorentitel blind 
macht für rationales Denken und offensichtlich viele in blinden Glauben 
verfallen läßt.
Insofern hat ein Doktortitel doch einen nicht zu unterschätzenden Wert: 
Die "gefühlte" Kompetent aus der Sicht anderer steigt doch erheblich!

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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Auf zur nächsten Runde - mal sehen welches Google Ranking wir 
hinbekommen ;-) Wen es nicht interessiert - bitte überspringen ;-)

"KfW60, erst recht am oberen Ende, ist heutzutage nur Durchschnitt. Und
ob Erdwärme oder nicht, sonderlich ökologisch ist das eben nicht."

KfW60 ist für die Bank - Erdwärme und günstige Betriebskosten ist für 
den Bauherrn. Sonderlich ökologisch sind Ständerwerkbauten, mit 
Mineralwolldämmung, Dampfbremsfolie und Fermacell nun auch nicht gerade 
- gesund auf keinen Fall. Zwar verbrauchen sie weniger Energie - aber 
hergestellt und entsorgt muss der Kram auch werden.

"Hmmm, 42 sind aber nicht 40..."

Ja - da war noch keine KWL mit berücksichtigt. Hätten wir damit locker 
geschafft. Übrigens KWL ist auch in unserem jetzigen EnEV Nachweis nicht 
drin.

"Bingo! Genau auf diese Quelle habe ich gewartet. Nur, daß das leider
nicht richtig ist. Siehe z.B. hier:"

Ich kenne den Dissenz über mehrschaligen und monolitischen Wandaufbau 
und die ganze Physik. Ich denke mal beide Seiten haben in bestimmten 
Punkten recht - es ist aber schon zu einem Glaubenskrieg geworden. Die 
Ansichten einer Seite als totalen Quatsch abzutun ist aber nicht der 
richtige Weg. Ich hab mich aus vielen Gründen gegen mehrschaligen 
Wandaufbau und eine Dampfbremse entschieden - brauch ich jetzt hier 
nicht nochmal alle zu nennen. Die 20er Holzblockwand ist dann ein guter 
Kompromiss - und auf jeden Fall ökologischer, gesünder und damit 
nachhaltiger als ne "Plastiktüte".

"Zwei Drittel der Energie, die mit dem Strom bei Dir ankommen, sind
unterwegs verpufft."

Würde das Haus in Norwegen stehen, wäre der eingesetzte Strom zu 99% aus 
regenerativen Quellen auch mit höherem Wirkungsgrad als hier in D. Aber 
man arbeitet ja auch hier daran. Und wie gesagt - 3000kWh/a kriegt man 
auch selber hin. Wie hoch war nochmal dein Jahresverbrauch - stand 
nirgends? 24kWh/a und m² - rechne ich mal auf 200m² = 4800kWh/a. Da du 
ja auch mit fossilem Erdgas fährst, unterstelle ich mal Gas als 
Primärenergieträger - also mal 1.1 = 5280kWh/a. Bitte um Korrektur, wenn 
ich völlig falsch liege... Vom dem CO², was du in die Athmosphäre bläst 
mal ganz abgesehen. Hab ja nen Teil davon im Holzhaus gebunden für die 
nächsten 200Jahre :-)

"Das ist falsch. Als ich meinen gekauft haben, hatte ich 10 Hersteller
zur Auswahl.
Allerdings ist das nicht vorgeschrieben. Es reicht, wenn der Kaminkehrer
den Ofen abnimmt. Meiner hat auf Anfrage gesagt, daß es reicht, wenn der
Kaminofen raumluftunabhängig ist. Zertifikate waren ihm egal.
Darum besser vorher mit dem schwarzen Mann reden."

Nix falsch - Zertifikate haben wohl nur 2 - wie mein schwarzer Mann 
meinte. Es geht dabei wohl um nachgewiesene 50.000 Öffnungen und 
Schließungen der Kamintür - ohne dass sie undicht wird. Stammt alles von 
meinem Schorni, der wie viele andere auch wert darauf legt - der ist 
aber auch nen richtiger "Bedenkenträger".

"Netter Scherz mit dem Licht.
Frequenzen sind so schon kaum zu haben. Hat mit politischem Willen nicht
so viel zu tun. Ist einfach gewachsene Realität.
Und bei den WiMax-Versteigerungen zur Zeit haben sich auch nur
drittklassige Firmen beworben. Das Interesse ist also nicht da."

Weil man bei UMTS gesehen hat, was rauskommt, wenn man die Frequenzen 
versteigert. Ist dann doch der politische Wille - der zählt und 
natürlich die Staatsverschuldung. Andere Länder haben die Frequenzen 
verschenkt.
Mein sujektives Empfinden ist, dass schon jetzt über das Medium Luft 
mehr übertragen wird, als über drahtgebunden Systeme. Das mit dem Licht 
wird in Zukunft auch im Freifeld an Bedeutung gewinnen - Thema 
"Lichttelefonie" und optischer Richtfunk ...
Das Potential ist quasi unerschöpflich - fehlt bloss der politische 
Wille.
Wird aber kommen!

Klaut langsam ganz schön Zeit diese Disskusion. Und Zeit ist ne knappe 
Ressource!

Gruss
  Mario

Autor: marvin (Gast)
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@Mario:
Mich würde mal interessieren, woher Du die Aussage, dass 
Pelletsheizungen einen Wirkungsgrad von weniger als 30% haben, hast 
(nachvollziehbar und belegt).
Wir sind gerade dabei, die Ölheizung rauszuwerfen und die Pelletsheizung 
steht an erster Stelle, weil Gas nicht verfügbar (und ich stelle mir 
keine Bombe in den Garten) und Strom ökologischer Schwachsinn ist, 
solange die Kernfusion nicht funktioniert. Ne neue Ölheizung solls aus 
Umweltgründen eben nicht werden.

Autor: Dirk (Gast)
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"KfW60 ist für die Bank - Erdwärme und günstige Betriebskosten ist für
den Bauherrn. Sonderlich ökologisch sind Ständerwerkbauten, mit
Mineralwolldämmung, Dampfbremsfolie und Fermacell nun auch nicht gerade
- gesund auf keinen Fall. Zwar verbrauchen sie weniger Energie - aber
hergestellt und entsorgt muss der Kram auch werden."


Zum einen muß ich etwas richtigstellen: Bei mir ist selbstverständelich 
keine Dampfbremsfolie verbaut, sondern ein Vlies aus Zellulose.
Die Dämmung ist aus Recyclingglas und Soda. Hierüber kann man sicherlich 
streiten.
Bei Deinem Haus geht es aber um den Wärmebedarf, und der ist bedingt 
durch die Dämmung ziemlich hoch. Oder andersrum, vielleicht einfacher zu 
verstehen: mit einer vernünftigen Dämmung würdest Du nicht so viel mit 
Strom heizen müssen, was unökologisch ist!
Allerdings bezweifel ich stark, daß Häuser mit Dampfbremsfolien ungesund 
sind. Im Gegenteil, mit KWL sind sie sicherlich wesentlich gesünder als 
alle Massivbauten ohne KWL.


""Hmmm, 42 sind aber nicht 40..."

Ja - da war noch keine KWL mit berücksichtigt. Hätten wir damit locker
geschafft. Übrigens KWL ist auch in unserem jetzigen EnEV Nachweis nicht
drin."


Na dann erklär mal, wie man mit den U-Werten auf KfW40 ohne weitere 
Maßnahme kommt.

""Bingo! Genau auf diese Quelle habe ich gewartet. Nur, daß das leider
nicht richtig ist. Siehe z.B. hier:"

Ich kenne den Dissenz über mehrschaligen und monolitischen Wandaufbau
und die ganze Physik. Ich denke mal beide Seiten haben in bestimmten
Punkten recht - es ist aber schon zu einem Glaubenskrieg geworden. Die
Ansichten einer Seite als totalen Quatsch abzutun ist aber nicht der
richtige Weg. Ich hab mich aus vielen Gründen gegen mehrschaligen
Wandaufbau und eine Dampfbremse entschieden - brauch ich jetzt hier
nicht nochmal alle zu nennen. Die 20er Holzblockwand ist dann ein guter
Kompromiss - und auf jeden Fall ökologischer, gesünder und damit
nachhaltiger als ne "Plastiktüte"."


Komisch, daß kaum einer daran glaubt, daß gute Dämmung nichts bringt 
außer einer Handvoll Leute. Zudem sind ja die Fehler der Studie klar 
aufgezeigt.
Ich hab zwar keine "Plastiktüte", aber auch diese sind meiner Meinung 
nach mit einer KWL gleichwertig. Warum auch nicht? Frische Luft kommt 
doch permanent herein!


""Zwei Drittel der Energie, die mit dem Strom bei Dir ankommen, sind
unterwegs verpufft."

Würde das Haus in Norwegen stehen, wäre der eingesetzte Strom zu 99% aus
regenerativen Quellen auch mit höherem Wirkungsgrad als hier in D. Aber
man arbeitet ja auch hier daran. Und wie gesagt - 3000kWh/a kriegt man
auch selber hin. Wie hoch war nochmal dein Jahresverbrauch - stand
nirgends? 24kWh/a und m² - rechne ich mal auf 200m² = 4800kWh/a. Da du
ja auch mit fossilem Erdgas fährst, unterstelle ich mal Gas als
Primärenergieträger - also mal 1.1 = 5280kWh/a. Bitte um Korrektur, wenn
ich völlig falsch liege... Vom dem CO², was du in die Athmosphäre bläst
mal ganz abgesehen. Hab ja nen Teil davon im Holzhaus gebunden für die
nächsten 200Jahre :-)"


Zum einen kommt der eingesetzte Strom hier so gut wie nicht aus 
regenerativen Quellen - weswegen Norwegen egal ist -, zum anderen nutze 
ich auch kein Gas. Ich habe eine Wärmepumpe. Wie kommst Du denn darauf? 
Die beheizte Fläche beträgt 230qm.
Im Übrigen ist natürlich der Rest meines Hauses schon stimmig. Exakte 
Südausrichtung, nur bodentiefe Fenster (die im Norden haben eine 
geringeren Wärmebedarf verhagelt, aber mir war die Optik schon wichtig), 
Waschmaschine und Trockner stehen in einem Abluftraum der KWL, ebenso 
die Server, etc.
CO2 bläst Du als mit Abstand mehr in die Atmosphäre...


"Nix falsch - Zertifikate haben wohl nur 2 - wie mein schwarzer Mann
meinte. Es geht dabei wohl um nachgewiesene 50.000 Öffnungen und
Schließungen der Kamintür - ohne dass sie undicht wird. Stammt alles von
meinem Schorni, der wie viele andere auch wert darauf legt - der ist
aber auch nen richtiger "Bedenkenträger"."


Tja, dann hat Dein Bedenkenträger offensichtlich seinen Job verfehlt:
http://www.bauexpertenforum.de/attachment.php?atta...
Meiner hat mir aber gesagt, daß ich keinen zertifizierten hätte kaufen 
müssen, er hätte auch andere raumluftunabhängige Markengeräte 
abgenommen.


"Weil man bei UMTS gesehen hat, was rauskommt, wenn man die Frequenzen
versteigert. Ist dann doch der politische Wille - der zählt und
natürlich die Staatsverschuldung. Andere Länder haben die Frequenzen
verschenkt."


Jede Versteigerung fängt klein an. Wenn Interesse bestünde, dann wären 
am Anfang mehr Unternehmen dabei.
Nene, die leitungsgebundene Übertragungstechnik wird immer die 
Vorderhand behalten. In diesem Sektor wird ja auch am meisten ausgebaut.

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@marvin

die 30% beschreiben den Gesamtwirkungsgrad und gehen natürlich von allen 
Widrigkeiten bei der Pelletsherstellung aus - also aufwändiges 
Zerkleinern, technische Trocknung etc.. Hab die Zahl mal im Haustechnik 
Forum aufgeschnappt - kann Sie dir aber nicht schwarz auf weiss 
beweisen.

Im Haustechnikforum findest du viele kritische Beiträge zum Thema - wie 
z.B. diesen hier:

http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=52...?

Wir haben uns auch erst für eine Pelletsheizung interessiert. Die 
angegebenden Wirkungsgrade um die 80% haben uns damals auch erstmal 
nicht abgeschreckt. Aber als wir erfahren haben, dass diese Heizung auch 
noch relativ viel Strom verbrauchen, haben wir uns dagegen entschieden. 
Diese Wirkungsgrade beleuchten nämlich meist nicht die Herstellung der 
Pellets und die Stromkosten im Betrieb.

Der uns angebotene Pelletsofen hatte z.B. ein 5KW Heißluftgebläse zum 
Anzünden und noch ein kleineres zum Erhalt des Glutbetts. Für die 
alleinige Warmwasserbereitung im Sommer muss das Glutbett ja gehalten 
werden. Immer wieder neu anzünden ist noch ineffektiver.

Aber mich hat vor allem eine Überlegung vom Pelletsofen abgebracht:

Pellets werden aus Holzabfällen gemacht. Um diese Holzabfälle streiten 
sich aber noch viele andere Industrien - wie z.B. die Spanplatten-, 
Papier- und Zellstoffindustrie. D.h. die Preise für Pellets unterliegen 
einem knallharten Wettbewerb um diese begrenzte Ressource. Pellets 
werden wegen der grossen Nachfrage schon importiert - meist aus 
Scandinavien und wohl auch schon aus Osteuropa. Wie die diese Pellets 
herstellen - möcht ich gar nicht wissen. Böse Zungen behaupten gar, dass 
dort Bäume gefällt, geschreddert und dann zu Pellets gepresst werden.

Also einfach mal in den einschlägigen Foren sich selbst ne Meinung 
bilden...

Gruss
  Mario

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@dirk

"Allerdings bezweifel ich stark, daß Häuser mit Dampfbremsfolien 
ungesund
sind. Im Gegenteil, mit KWL sind sie sicherlich wesentlich gesünder als
alle Massivbauten ohne KWL."

Man ist aber auf ne KWL angewiesen. Und ne KWL birgt auch 
gesundheitliche Risiken. Bei uns ist die KWL reiner Luxus und 
energetisch noch ein Zubrot. Wir haben sie auch vor allem wegen der 
1500l Meerwasser Aquarien meiner Freundin eingebaut. Die verdunsten 
ordentlich Wasser, was raus muss. Währe aber wahrscheinlich gar nicht 
notwendig gewesen, nachdem ich gesehen hab, wie das Holzhaus die 
Feuchtigkeit vom Estrich geschluckt hat. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt 
ne beschlagene Scheibe oder gar Kondenswasser an den Fenstern. Mmh ein 
Zellulose Vlies als Dampfbremse - da ist meines Wissens dann auch nen 
PE-Gewebe drin wegen der Stabilität. Ist aber schon besser als reine 
Kunststofffolie. Haben sowas auch fürs Dach genommen:

http://www.thermo-hanf.de/front_content.php?client...

Mir ist aber klar, dass das nicht ewig dicht hält. Beim Dach kann man 
das aber noch relativ leicht austauschen - aber bei der Wand?


"Na dann erklär mal, wie man mit den U-Werten auf KfW40 ohne weitere
Maßnahme kommt."

Na die KWL würde die Heizlast weiter drücken und somit die 
Primärenergie. Wie gesagt der Transmissionswärmeverlust der Massivwand 
war schon im geforderten Rahmen - man hätte wohl noch mit den Fenstern 
aufpassen müssen.

"Zum einen kommt der eingesetzte Strom hier so gut wie nicht aus
regenerativen Quellen - weswegen Norwegen egal ist -, zum anderen nutze
ich auch kein Gas. Ich habe eine Wärmepumpe. Wie kommst Du denn darauf?"

Ich hab es unterstellt (wer mit Gas fährt...) - du hast es bisher nicht 
erwähnt - genauso wie deinen Jahresenergieverbrauch. Müsste ja wegen der 
super Dämmung noch unter 3000kWh liegen - ist bei dir dann ja auch böser 
Strom... Naja nachprüfen können wir unsere Zahlen und Einbauten auch 
alle nicht. Ich werd aber die WP langfristig per Weblog ins Internet 
stellen. Mein Heizi baut die WP nämlich selber und kauft ne Dimplex 
Universalsteuerung teuer zu. Da bin ich grad am evaluieren, ob ich nicht 
selbst ne Steuerung hinbekomme, die per embedded Webserver ne 
Fernüberwachung ermöglicht. Der Heizi hat jedenfalls Interesse. Aber 
erstmal das neue Büro fertig haben ;-)

"Im Übrigen ist natürlich der Rest meines Hauses schon stimmig. Exakte
Südausrichtung, nur bodentiefe Fenster (die im Norden haben eine
geringeren Wärmebedarf verhagelt, aber mir war die Optik schon wichtig),
Waschmaschine und Trockner stehen in einem Abluftraum der KWL, ebenso
die Server, etc."

Ja - bei mir genauso - Erkerturm mit Südwestausrichtung - voll verglast 
für hohen solaren Gewinn - leider aber auch bodentiefe Fenster im Norden 
- wegen der Optik. Haben wohl auch KfW40 mit verhagelt... Hab mal ein 
Bild aus der Bauphase drangehängt von dem ach so unökologischem Haus, 
was ja soviel CO² verbraucht.
Server und Waschmasch sind auch im Abluftraum - und über den Aquarien 
sind auch extra Abluftschächte. Trockner verbraucht zu viel - wir 
hängens lieber im Garten auf. Regenwassernutzungsanlage ist auch 
verbuddelt, obwohl mir die grad noch Probleme bereitet - die 
anschliessende Versickerung bei Überlauf funktioniert noch nicht 
zufriedenstellend.

"CO2 bläst Du als mit Abstand mehr in die Atmosphäre..."

Das verstehe ich nun wieder überhaupt nicht - allein dein gasbetriebenes 
Auto bläst mehr CO² in die Athmosphäre als meine ganze Hütte. Wie gesagt 
die bindet sogar mehrere Tonnen an CO² über mehr als 100Jahre. Die Masse 
der Massivholzwände ist etwa 25t - dazu kommt noch der Dachstuhl.
Und deinen Stromverbrauch für die Heiztechnik hast du immer nocht nicht 
gepostet - ich würde wetten der ist auch nicht viel geringer. Und die 
Chance den Strom selber zu machen hast du mit nem Stadtgrundstück wohl 
kaum. Naja - dafür gibts aber schon Ökostromanbieter, die vertraglich 
zusichern den Strom zu 100% aus regenerativen Energien zu beziehen. Das 
schlägt dann in den Betriebskosten wieder zu Buche - und die waren mir 
mit am wichtigsten.

Fazit - zwei konträre Konzepte mit gleichem Ziel - beide mit Vor- und 
Nachteilen, die offenbar auch einen Glaubenskrieg zur Folge haben 
können, der mir langsam zu viel Zeit kostet.

Gruss
  Mario

Autor: Thomas K. (thkais)
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Auwei, auwei, hier ists ja OT, mehr OT geht ja nimmer... ;)
Vielleicht sollte man doch überlegen, den Thread von den Admins 
aufteilen zu lassen, bin gerade eben durch Zufall in diese Diskussion 
hineingerutscht...

Mario:
Wir haben seit 5 Jahren eine Pellets-Heizung und sind sehr zufrieden 
damit. Ersetzte damals eine Ölheizung und war für uns die einzige 
Alternative, ein 25 Jahre altes Haus muss man nunmal heizen...
Als Ersatz für eine Ölheizung ist ein Pelletsofen mit Sicherheit die 
ökonomischste Alternative.

Pellets werden nicht mühsam zerkleinert, sondern im Gegenteil gepreßt, 
nämlich aus Abfallholz = Sägespäne.
Getrocknet werden müssen die Pellets nur in Ausnahmefällen, denn das von 
der Holzindustrie verwendete Holz ist bereits trocken.
Zwar sind die Spanplattenpreise in letzter Zeit gestiegen, aber es ist 
nach wie vor genügend Holz da, es muss auf weite Sicht hin kein Baum 
extra für Pellets gefällt werden. Man sollte auch bedenken, dass nicht 
jeder Haushalt mit Pellets befeuert werden kann -  die Nachfrage wird 
also irgendwann gesättigt sein. Ich denke, das frisch gefällte Holz 
extra zu zerkleinern und aufwändig zu trocknen würde auch nicht 
wirtschaftlich möglich sein. Und selbst, wenn es so wäre, dann wäre es 
nicht schlimm, denn das Holz wächst nach - Öl nicht.
Gegenargument: Für Strom / Öl interessieren sich auch viele 
Industriezweige, und dennoch ist (noch) genug da...
Wir haben seit 5 Jahren eine Preissteigerung bei den Pellets von unter 
10%. So schlimm kanns also nicht sein. Und die Österreicher machen uns 
schon seit 20 Jahren vor, dass es möglich ist, mit Pellets zu heizen.

Wir haben (aus Überzeugung) bereits auf Pellets umgerüstet, als hier in 
Deutschland noch kein Run ausgebrochen war und bekamen unsere erste 
Lieferung aus dem 400 km entfernten Straubing. 400km Transport ist viel? 
Na, dann überleg mal, wie weit Öl transportiert werden muss. Heizöl, 
Benzin und andere Produkte müssen auch erst aufwändig raffiniert werden.
Offiziell geht man beim Ministerium für Umwelt bei Pellets von einem 
Ernergieaufwand von ca. 2-3% für Herstellung und Transport aus, während 
es bei Öl 20% sein sollen (ich kann den Link mal raussuchen).

Wenn man Deine Ausführungen liest, verbraucht ein Pelletsofen ja mehr 
Strom als Deine ganze Stomheizung.
Also: Der Zündmechanismus läuft nur -wie der Name schon sagt- während 
des Zündens. 5 KW Heizgebläse? Sorry, da muss ich jetzt aber mal 
herzhaft lachen. Die Firma, die euch das angeboten hat, wollte euch 
keinen Pellets-Ofen sondern einen Elektro-Heizlüfter verkaufen. Unser 
Ofen mit einer Wärmeleistung von 16KW (immerhin nur knapp dreimal so 
viel wie Dein Heizgebläse...) für 300m² beheizte Fläche wird an eine 
normale Steckdose angeschlossen. Ich weiß nun nicht, wieviel der 
Zündmechanismus braucht, aber sicher unter 3,3 KW, weil mehr darf man an 
eine Steckdose nicht anschließen. Ich schätze mal, dass der 
Zündmechanismus bei 300-600W liegt. Bei Interesse hänge ich mal mein EKM 
dran. Die Glut hält bei uns mindestens 12 Stunden vor, wenn also der 
Ofen zweimal pro Tag läuft, dann wird der Zündmechanismus garnicht 
gebraucht. Und den Rest der Laufzeit läuft ein Gebläse - ähnlich wie 
beim Ölbrenner, nur wesentlich leiser. Da dürfte der Strombedarf auch 
nicht höher sein als bei einem üblichen Ölbrenner. Mal so nebenbei: 
Dieser Strom wird ja auch in Wärme umgesetzt, also genutzt ;-)
Aber wir hatten auch Heizungsinstallateure, die von vornherein lieber 
eine Ölheizung verkaufen wollten und uns dann nur halbherzige oder viel 
zu teure Angebote gemacht haben. Zu diesen Stilblüten kann ich gerne 
auch mal was schreiben.

Zu den einschlägigen Foren sage ich da nur eines: Wo viel geschrieben 
wird, wird auch viel Mist geschrieben. Vielleicht sollten die 
Forenschreiber mal jemanden fragen, der eine Pelletsheizung im Keller 
hat und nicht irgendeinen Müll nachplappern.
Ich habe auch schon "gehört", dass man bei Pelletsheizungen täglich den 
Ofen reinigen muss. Wir machen das nur 1-2x im Jahr und tragen 3-4x im 
Jahr den Aschekasten heraus (wir verfeuern 8 Tonnen Holz / Jahr). Soviel 
zum "Wissen" von vielen "Experten".

Für mich persönlich ist das Heizen mit Strom ein absoluter Super-Gau. 
Auch wenn Norwegen 99% seines Stroms aus Wasserkraft bezieht, nutzt uns 
das hier herzlich wenig, hier werden mehr als 50% des Stroms mit 
fossilen Energieträgern erzeugt. Da verpufft Dein im Holzhaus gebundenes 
CO2 recht schnell. Mit Strom heizen ist das unökonomischste, was man 
sich vorstellen kann - dann lieber noch mit Öl oder - wo vorhanden - mit 
Gas.


Hm - jetzt doch mehr Text geworden, als geplant.
Sorry fürs OT.


Autor: Dirk (Gast)
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"Man ist aber auf ne KWL angewiesen. Und ne KWL birgt auch
gesundheitliche Risiken."


Welche denn?


"Bei uns ist die KWL reiner Luxus und energetisch noch ein Zubrot. Wir 
haben sie auch vor allem wegen der 1500l Meerwasser Aquarien meiner 
Freundin eingebaut. Die verdunsten ordentlich Wasser, was raus muss. 
Währe aber wahrscheinlich gar nicht notwendig gewesen, nachdem ich 
gesehen hab, wie das Holzhaus die Feuchtigkeit vom Estrich geschluckt 
hat. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt ne beschlagene Scheibe oder gar 
Kondenswasser an den Fenstern. Mmh ein Zellulose Vlies als Dampfbremse - 
da ist meines Wissens dann auch nen PE-Gewebe drin wegen der Stabilität. 
Ist aber schon besser als reine Kunststofffolie. Haben sowas auch fürs 
Dach genommen:"


Die Feuchtigkeit geht doch nur zu einem Bruchteil durch das Holz. 
Hauptsächlich reguliert es die Feuchtigkeit, indem es je nach 
Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger aufnimmt oder zurückgibt.
Deshalb wärst Du insbesondere wegen der Aquarien nicht um eine KWL 
herumgekommen. Von Luxus kann man da nicht sprechen. Ist eher eine 
Notwendigkeit, wenn man nicht alle drei, vier Stunden die Fenster 
aufreissen will.


"Na die KWL würde die Heizlast weiter drücken und somit die
Primärenergie. Wie gesagt der Transmissionswärmeverlust der Massivwand
war schon im geforderten Rahmen - man hätte wohl noch mit den Fenstern
aufpassen müssen."


Bei dem U-Wert muss aber ziemlich viel an den Fenstern getan werden. 
Anders kommt man sonst nicht hin. Und dann stimmt das Verhältnis von 
sehr guten Fenstern und dem Rest einfach nicht mehr.


"Ich hab es unterstellt (wer mit Gas fährt...) - du hast es bisher nicht
erwähnt - genauso wie deinen Jahresenergieverbrauch. Müsste ja wegen der
super Dämmung noch unter 3000kWh liegen - ist bei dir dann ja auch böser
Strom..."


Gas fahre ich schon lange, da ich oft nach Aachen muss und in Belgien 
kostet der Sprit ziemlich wenig, umgerechnet kosten die Autos dann recht 
wenig gegenüber Diesel/Benzinfahrzeugen...
Den exakten Energiebedarf müßte ich nachsehen, ist aber zwischen 2100 
und 2200kWh.
Was den "bösen" Strom angeht, so habe ich ja nie davon gesprochen, daß 
ich ein so ökologisch wertvolles und nachhaltiges Haus habe. Ich wollte 
nur aufzeigen, daß da bei Dir Anspruch und Wirklichkeit nicht ganz 
übereinstimmen.


"Ja - bei mir genauso - Erkerturm mit Südwestausrichtung - voll verglast
für hohen solaren Gewinn - leider aber auch bodentiefe Fenster im Norden
- wegen der Optik. Haben wohl auch KfW40 mit verhagelt... Hab mal ein
Bild aus der Bauphase drangehängt von dem ach so unökologischem Haus,
was ja soviel CO² verbraucht."


Ganz locker bleiben. Meine Aussage war, daß Du mit einer vernünftigen 
Dämmung wesentlich weniger CO2 verbrauchen würdest.
Ich habe mich auch - entgegen ökologisch Bedenken - im Obergeschoß 
überall für bodentiefe Fenster entschieden, da mir das Licht in den 
Räumen wichtiger war. Insofern behaupte ich auch nicht, daß ich ein 
extrem ökologisches Haus habe.


"Server und Waschmasch sind auch im Abluftraum - und über den Aquarien
sind auch extra Abluftschächte. Trockner verbraucht zu viel - wir
hängens lieber im Garten auf."


Klingt gut, aber ist im Winter und bei Regen leider etwas unpraktisch, 
wenn man die nasse oder steifgefrorene Wäsche aus dem Garten holen muss, 
wenn man sie braucht. Aber ein ordentlicher Trockner hat ja heutzutage 
eine Wärmepumpe und Effizienzklasse A(Blomberg, gibt aber auch 
mittlerweile andere Anbieter), insofern ist das durchaus vertretbar.


"Das verstehe ich nun wieder überhaupt nicht - allein dein 
gasbetriebenes
Auto bläst mehr CO² in die Athmosphäre als meine ganze Hütte."


Was hat denn das Auto mit dem Haus zu tun?


"Und die Chance den Strom selber zu machen hast du mit nem 
Stadtgrundstück wohl kaum. Naja - dafür gibts aber schon 
Ökostromanbieter, die vertraglich
zusichern den Strom zu 100% aus regenerativen Energien zu beziehen. Das
schlägt dann in den Betriebskosten wieder zu Buche - und die waren mir
mit am wichtigsten."


Zum einen gibt es Photovoltaik, zum anderen bietet hier kein 
Ökostromanbieter einen Wärmepumpentarif an. Statt knapp 9Cent würde ich 
dann also ca. 18Cent pro kWh zahlen. Das ist mir dann doch ein bißchen 
zuviel. Gibt es den Ökostrom bei Euch als Wärmepumpenvariante?


"Fazit - zwei konträre Konzepte mit gleichem Ziel - beide mit Vor- und
Nachteilen, die offenbar auch einen Glaubenskrieg zur Folge haben
können, der mir langsam zu viel Zeit kostet."


Ich betreibe keinen Glaubenskrieg. Fakt ist, daß entgegen Deinen 
Behauptungen Du mit einer guten Dämmung ein recht ökologisches Haus 
hättest bauen können, aber Dich dagegen entschieden hast. Ist in 
Ordnung. Aber dann sag das doch auch.
Ich sage nicht, daß meins voll ökologisch ist.

Was mich generell noch interessieren würde, ist, wie das Holz eigentlich 
vor Regen und Insekten geschützt ist. Auch der Abstand zum Boden wäre 
noch interessant, da dort viele Holzhäuser zu faulen beginnen. Auf dem 
Photo sieht man da leider nichts.


Was das Heizen mit Strom angeht, so hat Thomas Kaiser nicht ganz recht.
Dadurch, daß Wärme dem Erdreich bzw. Grundwasser entnommen wird, wird 
der Primärenergiefaktor gegenüber Öl oder Gas wieder ausgegelichen bzw. 
ist sogar leicht besser (Maximal ein Drittel der benötigten Energie wird 
durch den Strom geliefert).
Der Vorteil ist, daß der Strom aus gut gewarteten und kontrollierten 
Kraftwerken mit vernünftigen Filtern kommt, ist ja nicht bei allen 
Hausbesitzern der Fall.
Was in der Tat interessant wäre - aber noch unpraktikabel, da zu groß 
und unausgereift - ist eine Wärmepumpe mit Gasbetrieb. Die wäre für mich 
das NonPlusUltra.

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@Thomas,

ja das nen Pellets Ofen immer noch besser als nen Ölbrenner ist - ist 
unumstritten und auch als Ersatz für ne Ölheizung konzipiert ist. Aber 
trotzdem - mit einer Erdwärme WP kann er bei Effizienz und auch 
Ökobilanz nicht mithalten - vorausgesetzt man macht den Strom 
umweltfreundlich. Das geht auch schon hier in D. - entweder selber 
ökologisch machen, oder nen Ökostromanbieter nehmen. Pellets kann man 
nur schwer selber machen...

Und 8t Pellets pro Jahr ist fett - bei einem Energiegehalt von 4,9KWh/kg 
ist das eine Energiemenge von 8000kg*4,9kWh/kg= 39200kWh pro Jahr. Das 
ist also mehr als 3 mal soviel wie das Holzhaus überhaupt braucht und 
mehr als 10 mal soviel wie die WP letztendlich als Strom braucht, der 
übrigens auch hier in Wärme umgesetzt wird. Da würde ich ja wirklich 
lieber erstmal dämmen - beim Altbau gehts dann nicht anders. Hast du mal 
ne Heizlastberechnung machen lassen? Dann kannst du einfach auch mal den 
Wirkungsgrad deiner Anlage nachprüfen. Selbst bei 90% Wirkungsgrad ist 
die Heizlast noch enorm. Ich würde meinen, der Wirkungsgrad ist 
schlechter - und dann bitte auch mal den Strom nachmessen und mit 
einrechnen.

Weiterhin - Holzabfälle sind eine begrenzte Ressource, um die sich schon 
viele streiten. Die Preise werden über kurz oder lang steigen - so wie 
auch der Preis für fossile Energieträger. Der Preis für Nadelschnittholz 
explodiert jedenfalls schon:

http://www.saegeindustrie.de/news.cfm?ID=357

haben wir beim Holzhaus auch gemerkt. Der Hauptanteil vom Hauspreis war 
die finnische Polarkiefer...

Einzig die CO² Bilanz spricht für Pellets - obwohl die auch nicht ganz 
ausgeglichen ist. Von den anderen Abgasen und Feinstäuben mal ganz 
abgesehen.

Eine WP braucht Strom nur für die Umwälzpumpe und den Kompressor und die 
Steuerung. Es gibt auch schon rein mechanische WP - mit Wind, oder 
Wasserkraft ... Da wird auch noch viel kommen... Jedenfalls ist es am 
effiktivsten die Energie aus der direkten Umgebung zu ziehen, als sie 
ranzutransportieren.

Und Strom kann man aus vielem machen - Pellets nur aus Holzabfällen...

Gruss
  Mario

Autor: Stefan Kleinwort (_sk_)
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@Mario:

tolle Graphik in Deinem Link

http://www.saegeindustrie.de/news.cfm?ID=357

Leider ist die Y-Achsen-Beschriftung kaum zu erkennen. Bei genauem 
Hinsehen kann man folgende Werte rauslesen:

Heimisches Schnittholz:

7-2000: 101
7-2005:  89
7-2006: 105

Da lese ich eher eine Erholung von dem Preisverfall der letzten 4 Jahre 
heraus (gab es d nicht ein paar Stürme, die beim Baumfällen geholfen 
haben?) als einen explosionsartigen Anstieg. Die Sägeindustrie will das 
sicher gerne anders sehen ;-)

Graphiken, deren Y-Achse nicht bei Null starten, sind regelmässig Betrug 
am Betrachter ...

Viele Grüße, Stefan

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@Dirk

"Welche denn?"

Na überall wo es feucht und warm ist, gibt es auch Organismen die sich 
wohl fühlen. Deshalb haben auch die Lüftungsrohre im Allgemeinen eine 
antibakterielle Beschichtung innen und ein Gefälle, damit sich das 
Kondenswasser nirgends sammeln kann. Also man mus schon aufpassen...

"Deshalb wärst Du insbesondere wegen der Aquarien nicht um eine KWL
herumgekommen. Von Luxus kann man da nicht sprechen. Ist eher eine
Notwendigkeit, wenn man nicht alle drei, vier Stunden die Fenster
aufreissen will."

Das bezweifel ich - hab mit eigenen Augen gesehen, wie die Estrich 
Feuchtigkeit rausgegangen ist. In den ersten drei Tagen darfst du ja 
kein Fenster aufmachen. Trotzdem war zu keiner Zeit eine Scheibe 
beschlagen oder irgendwo Kondenswasser zu sehen. Der Heizungsbauer 
meinte, sowas hat er noch nie gesehen - hat wohl der Balken alles 
"weggeatmet"... Gefliest werden konnte somit schon nach 1 Monat ohne das 
die Heizung trockenheizen musste.

"Ganz locker bleiben. Meine Aussage war, daß Du mit einer vernünftigen
Dämmung wesentlich weniger CO2 verbrauchen würdest.
Ich habe mich auch - entgegen ökologisch Bedenken - im Obergeschoß
überall für bodentiefe Fenster entschieden, da mir das Licht in den
Räumen wichtiger war. Insofern behaupte ich auch nicht, daß ich ein
extrem ökologisches Haus habe."

"Ich wollte
nur aufzeigen, daß da bei Dir Anspruch und Wirklichkeit nicht ganz
übereinstimmen."

Der Weg ist ja auch das Ziel. Irgendwann will ich es extrem ökologisch, 
gesund und nachhaltig haben - und gar kein CO² mehr brauchen - trotz der 
"wenigen" Dämmung. Der Anspruch ist da - die Wirklichkeit entwickelt 
sich. Meine Aussage war:

""Ok - jeder sollte seine Entscheidung selbst treffen. Aber ich glaube,
dass der in Zukunft die Nase vorn haben wird, der schon jetzt anfängt
Ressourcen sparender und nachhaltiger zu leben als der Rest der
Konsumgesellschaft. Das gilt für jeden einzelnen und auch für die ganze
Nation.""

"Was mich generell noch interessieren würde, ist, wie das Holz 
eigentlich
vor Regen und Insekten geschützt ist. Auch der Abstand zum Boden wäre
noch interessant, da dort viele Holzhäuser zu faulen beginnen. Auf dem
Photo sieht man da leider nichts."

Der Abstand vom Boden ist mindestens 50cm. Der Regenschutz ist zum Einen 
kostruktiv durch grossen Dachüberstand und zum Anderen durch einen 
hydrophoben Anstrich auf Pflanzenölbasis mit Nanopartikeln für den UV 
Schutz. Diesen Anstrich hätte man aber nicht gebraucht. Man kann solch 
ein Holzhaus auch verwittern lassen - steht bei der Balkendicke eben so 
lange - sieht aber nicht mehr so schön aus. Im verwendeten Kernleimholz 
gibt es für Insekten und Holzwürmer nicht genug Restfeuchte, um 
überleben zu können. Das einzige, was wir bisher bzgl. Insekten 
festgestllt haben sind vor allem Spinnen. Die sehen das Holzhaus als 
Ihren natürlichen Lebensraum an und nisten sich vor allem unter dem 
Dachüberstand und an den Verämmungen ein. Aber die tun dem Holz nix...

"Ich betreibe keinen Glaubenskrieg. Fakt ist, daß entgegen Deinen
Behauptungen Du mit einer guten Dämmung ein recht ökologisches Haus
hättest bauen können, aber Dich dagegen entschieden hast. Ist in
Ordnung. Aber dann sag das doch auch.
Ich sage nicht, daß meins voll ökologisch ist."

Ich sehe meine Dämmung als gut an - und auf jeden Fall ist Holz ein 
ökologischer Baustoff - deshalb ist das Haus schon recht ökologisch und 
nachhaltig und sogar biologisch abbaubar. Das kann man von den 
Leichtbauhäusern mit Dampfbremse und Mineralwolle nicht behaupten.

"Zum einen gibt es Photovoltaik, zum anderen bietet hier kein
Ökostromanbieter einen Wärmepumpentarif an. Statt knapp 9Cent würde ich
dann also ca. 18Cent pro kWh zahlen. Das ist mir dann doch ein bißchen
zuviel. Gibt es den Ökostrom bei Euch als Wärmepumpenvariante?"

Hab ich noch nicht evaluiert. Regionalanbieter gibt es jedenfalls nicht. 
EON - edis bezieht aber einen Teil aus regenerativen Energien. Deshalb 
ist der WP Strom auch vergleichsweise teuer. Die 9cent bei dir kommen 
wohl daher, dass der Atomstrom Anteil recht hoch ist. Im Osten gibts 
Gott sei Dank schon keine Meiler mehr. Bei uns gibt es aber mehrere 
Bürger Solaranlagen Projekte. Da werd ich mich mit engagieren, bevor ich 
selber meinen Garten zubaue. Photovoltaik wird immer günstiger - gerade 
im Osten schiessen die Solarzellenfabriken geradezu aus dem Boden. Und 
Platz haben wir hier inzwischen auch jede Menge ;-)

"Was das Heizen mit Strom angeht, so hat Thomas Kaiser nicht ganz recht.
Dadurch, daß Wärme dem Erdreich bzw. Grundwasser entnommen wird, wird
der Primärenergiefaktor gegenüber Öl oder Gas wieder ausgegelichen bzw.
ist sogar leicht besser (Maximal ein Drittel der benötigten Energie wird
durch den Strom geliefert).
Der Vorteil ist, daß der Strom aus gut gewarteten und kontrollierten
Kraftwerken mit vernünftigen Filtern kommt, ist ja nicht bei allen
Hausbesitzern der Fall.
Was in der Tat interessant wäre - aber noch unpraktikabel, da zu groß
und unausgereift - ist eine Wärmepumpe mit Gasbetrieb. Die wäre für mich
das NonPlusUltra."

Ja das sehe ich auch so - man wir haben eine Gemeinsamkeit gefunden ;-)
Aber Gasantrieb? Nur, wenns Biogas wäre - das könnte ich mir vorstellen. 
Aber wie gesagt - gibt schon rein mechanische WP:

http://www.kgw-schwerin.de/typo36/index.php?id=109

Erdgas wird irgendwann so teuer sein, das es nicht mehr zum 
Endverbraucher verteilt wird. Es wird sich nur noch grosstechnisch 
lohnen, es zu verbrennen. Mal sehen, was aus der globalen CO² Steuer 
wird, die Annan nun vorgeschlagen hat - die verteuert Erdgas dann auch 
nochmal. Weil leider werden die fossilen Energieträger wohl noch so 
lange reichen, bis das Klima endgültig kippt.

Gruss
  Mario

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@Stefan,

spannend sind bei der Kurve nicht die absoluten Zahlen, sondern die 
Steigung (1.Ableitung). Die war noch nie so hoch in den letzen 5 Jahren. 
Es ist beim Holz genauso wie bei fast allen anderen Rohstoffen. Durch 
die ganzen Schwellenländer und vor allem China werden diese Rohstoffe 
immer mehr nachgefragt und die Preise steigen. Bei Metallen ist es wohl 
noch schlimmer.

Und hier ist nochmal ne schnell gegoogelte Kurve zu den Pelletspreisen:

http://www.carmen-ev.de/dt/energie/pellets/pelletpreise.html

Da fängt die Y-Achse bei Null an... Und bitte zum Vergleich noch die aus 
2005 betrachten:

http://www.carmen-ev.de/dt/energie/pellets/pellpreise05.html

Und die hier find ich auch spannend - nen Vergleich zum Erdöl und 
Erdgas:

http://www.carmen-ev.de/dt/energie/pellets/pelloel...

Alles Marktwirtschaft - Angebot und Nachfrage... und reine Holzpellets 
kannste nunmal nur aus Holzabfällen machen. Aber die steigende Nachfrage 
wird auch das Abholzen und Zerschreddern von gesunden Wäldern nach sich 
ziehen - nicht hier in D. - aber es wird schon gemacht und es wird 
zunehmen. Die Marktwirtschaft ist nicht Ressourcen schonend...

Gruss
  Mario

Autor: Johannes (Gast)
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Bei einigen Beiträgen hier gruselt es einem geradezu, insbesondere, wenn 
man liest, daß jemand mit dem Wort "Plastiktüte" Stimmung macht, obwohl 
da ja nix hintersteckt.
Natürlich ist auch eine Kunststofffolie völlig OK in einem Haus und 
überhaupt nicht bedenklich.

Zum Lesen für die Märchengläubigen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Atmende_Wand

Autor: Florian (Gast)
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Interessant, der Link zur atmenden Wand.
Das stellt natürlich Marios Aussage mit der aus dem Estrich verdunsteten 
Feuchtigkeit in einem ganz anderen Licht da. Von innen nach außen kann 
die physikalisch dann ja gar nicht diffundiert sein. Ist also Blödsinn.
Aber ob das mal gut für das Holz ist?

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@Florian

Holz ist trocken - und Estrich auch. Es gab keinerlei Quellung o.ä. 
Spannungen. Bin diese Woche eingezogen mit Sack und Pack - Estrich ist 
grad mal 4 Wochen alt und nun schon komplett verfliest - versuch das mal 
in ner Steinhütte! Heizung hat übrigens gestern erst angeheizt. Ach ja 
und die Aquarien sind auch schon alle drin - nur die KWL geht noch 
nicht. Tja - wo ist bloss das ganze Wasser hin - hmmm???
Meine Klamotten sind jedenfalls trocken :-)

Also bemühen wir mal ein bisschen Physik:

Wasserdampfmoleküle bewegen sich immer von der absolut feuchteren zur 
absolut trockeneren Luft, wobei dazwischenliegende Baustoffe der 
Diffusion  einen Widerstand entgegensetzen. Das ist auch bei Steinwänden 
so. Der so genannte Wasserdampf-Diffusionswiderstand ist bei Massivholz 
40µ. Das heisst - die äqiuvalente Luftschichtdicke mit gleicher 
Wasserdampfdiffusionseigenschaft (Sd) wäre bei einer Wandstärke von 
200mm = 200mm*40 = 8000mm = 8m. Damit zählt eine Massivholzwand laut DIN 
zu einer leicht diffusionshemmenden Wand (0,5m < Sd < 1500m) - aber 
lange nicht zu einer Diffusionssperrenden.
Zum Vergleich: Dampfsperren (http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfsperre) 
haben sd Werte von > 1500m. Und dann stell dir mal die Oberfläche der 
Aussenwände vor bei einem 2 geschossigen Haus mit 9*9m...

Ja und warum baut man eigentlich ne Sauna meist aus Holz???

@Johannes

"Natürlich ist auch eine Kunststofffolie völlig OK in einem Haus und
überhaupt nicht bedenklich."

Klar wenn sie dampfdurchlässig ist und noch nicht zerbröselt... Aber - 
tut mir leid ich kenne keine 100 Jahre alte Kunststofffolie...




Gruss
  Mario

„Ich habe nie verstehen können, warum die Deutschen, die so viel Holz in 
ihren Wäldern haben, sich partout darauf versteifen, Häuser aus Stein zu 
bauen. Jetzt allerdings, wo ich weiß, über welche Mengen von 
Rheumabädern Deutschland verfügt, sehe ich ein, dass die Deutschen in 
feuchten Steinhäusern wohnen müssen. Wo sollen sie sich denn sonst den 
Rheumatismus holen, ohne den ihre Rheumabäder überflüssig wären?"

Mark Twain um 1900

Autor: thkais (Gast)
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Ich lehne mich bei den Pelletspreisen immer noch angenehm zurück - und 
selbst dann, wenns doppelt so teuer ist, wie Öl, kann ich damit leben. 
Wir haben die Heizung zu Zeiten eingebaut, da gab es noch keinen 
Preisvorteil von Pellets, das ist momentan nur ein angenehmer 
Nebeneffekt. Immer noch besser, als das Haus mit Strom zu heizen, das 
ist meine Auffassung von "unökologisch", denn Strom wird in Deutschland 
nicht aus regenerativen Energien produziert - das ist ein Faktum. Und 
selbst dann, wenn man regenerative Energien bemüht, verbläst man einen 
Gutteil des sowieso schlechten Wirkungsgrades von Solar- und 
Windkraftwerken in den Verlusten beim Transport. Und warum nicht den 
eigenen Garten zubauen? Da höre ich ein leises "Windkraftwerke sind toll 
und ökologisch, aber bei mir in der Nähe will ich das nicht haben". Wie 
wäre es denn, wenn in Deiner direkten Nachbarschaft ein kompletter 
Windradpark aufgebaut würde? Nicht, dass Du mich falsch verstehst, ich 
bin durchaus ein Verfechter von regenerativer Energie. Aber keiner will 
die Dinger in seiner Nachbarschaft haben...
Und selbst wenn gesunde Wälder abgeholzt werden - warum sollte man das 
nicht tun, es wächst doch wieder nach? Glaubst Du, das Stückholz für 
Deinen Kamin wird aus "krankem" Holz gemacht? Wenn Bäume erntereif sind, 
werden sie abgeholzt und fertig. Das Öl und die Braunkohle, die wegen 
Deiner Stromheizung aus der Erde geholt wird, ist weg.
Man muss auch mal den ökologischen Rucksack bedenken. Was passiert, wenn 
ein Öltanker havariert? Was würde passieren, würde ein Pelletstanker 
sinken? (Pellets werden nach wie vor vor Ort produziert, da wird nix 
extra abgeholzt. Ich bitte da mal um stichhaltige Beweise für Deine 
Aussagen, nicht das übliche Gerede).
Bei Holzhäusern ist halt die Gefahr da, dass man über den Tisch gezogen 
wird. Wenn da nicht alles fachgerecht gemacht wird, ziehts irgendwann 
durch sämtliche Ritzen - denn Holz arbeitet. Ich stelle natürlich nicht 
in Abrede, dass ein von Fachleuten sauber konstruiertes und aufgebautes 
Haus nicht auch für die nächsten Jahrzehnte dicht sein kann.
Warum hast Du eigentlich in einen trockenen Bau noch Estrich 
eingebracht? Wir haben das Dachgeschoss komplett im Trockenbau 
ausgebaut, weil wir eben kein Wasser mehr einbringen wollten.
By the way: Unser Haus ist bereits isoliert. Vor über 25 Jahren wurde 
mein Vater belächelt, weil er das gesamte Haus in 60mm Mineralwolle 
einpackte, das war zu damaliger Zeit nicht üblich. Woher genau der 
relativ hohe Verbrauch kommt, ist mir rätselhaft, aber er ist stimmig 
mit unserem vorhergehenden Ölverbrauch - es liegt also nicht an der 
Pellets-Heizung.
Mir ist immer noch rätselhaft, woher Du die 5KW Anschlussleistung für 
eine Pelletsheizung nimmst. Unser Ofen hat eine elektrische 
Anschlussleistung von 0,19 KW - laut Anleitung. Das werde ich demnächst 
mal nachmessen.

Autor: Fabian (Gast)
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@Mario:

Jetzt hast Du Dich aber fachlich völlig disqualifiziert.

>Holz ist trocken - und Estrich auch. Es gab keinerlei Quellung o.ä.
Spannungen.


Vielleicht aber Schimmel im Holz.


>Bin diese Woche eingezogen mit Sack und Pack - Estrich ist
grad mal 4 Wochen alt und nun schon komplett verfliest - versuch das mal
in ner Steinhütte!


Sollte kein Problem sein. Für Fliesen darf der Boden ja viel feuchter 
sein als für Parkett oder Kork.


>Tja - wo ist bloss das ganze Wasser hin - hmmm???

Im Holz...


>Also bemühen wir mal ein bisschen Physik:

OK: Du hast einen hydrophoben Anstrich, wie Du selber schreibst. Der 
blockiert das Wasser. Es kann also nicht raus. Also Widerspruch!


>Ja und warum baut man eigentlich ne Sauna meist aus Holz???

Tja, tut "man" leider nicht. Bitte besser informieren. Holzsaunen sind 
nur eine Variante, wahrscheinlich hier im Privatbereich deshalb so 
verbreitet, weil sie so leicht und kostengünstig aufzubauen sind.

Aber schon die Römer bauten ihre Caldarien mit Steinen oder die Japaner 
ihre kamaburos.

Mit Dampfdiffusion hat das jedenfalls nix zu tun.



>Klar wenn sie dampfdurchlässig ist und noch nicht zerbröselt... Aber -
tut mir leid ich kenne keine 100 Jahre alte Kunststofffolie...

Natürlich nicht, nicht mal die Erfindung von PVC ist so lange her...



„Ich habe nie verstehen können, warum die Deutschen, die so viel Holz in
ihren Wäldern haben, sich partout darauf versteifen, Häuser aus Stein zu
bauen. Jetzt allerdings, wo ich weiß, über welche Mengen von
Rheumabädern Deutschland verfügt, sehe ich ein, dass die Deutschen in
feuchten Steinhäusern wohnen müssen. Wo sollen sie sich denn sonst den
Rheumatismus holen, ohne den ihre Rheumabäder überflüssig wären?"

Mark Twain um 1900



Und mit diesem Spruch machst Du Dich erst recht unglaubwürdig.
Daß die Ursache von Rheuma nix mit Feuchtigkeit zu tun hat, weiß 
mittlerweile jeder Grundschüler - außer vielleicht ein paar 
PISA-Geschädigte.
Du scheinst mehr - genau wie der "Plastiktütenspruch" zeigt - auf 
Effekthascherei anstatt auf Fakten aus zu sein -> traurig.

Autor: Fabian (Gast)
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>Immer noch besser, als das Haus mit Strom zu heizen, das
>ist meine Auffassung von "unökologisch", denn Strom wird in Deutschland
>nicht aus regenerativen Energien produziert - das ist ein Faktum.


Leider falsch. Habe gerade Post von meinem Versorgungsunternehmen 
bekommen. Der Energiemix ist:
16% regenerativ
24,1% Kernkraft
59,9% fossile und sonstige Energieträger.

davon:
Regenerativ:
99,6% Wasserkraft
0,4% Photovoltaik


>"Und selbst dann, wenn man regenerative Energien bemüht, verbläst man >einen 
Gutteil des sowieso schlechten Wirkungsgrades von Solar- und
>Windkraftwerken in den Verlusten beim Transport."

Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
1. Wenn Du oben schreibst, daß es unökologisch ist, mit Strom zu heizen, 
so ist das nicht richtig. Entscheiden ist doch der 
Primärenergieverbrauch, also wieviel Energie letztlich verbraucht wird, 
um das Haus warm zu bekommen. Bei einer Wärmepumpe wird höchstens ein 
Drittel der "konventionellen" Energie verbraucht, dafür kommt nur ein 
Drittel der im Kraftwerk eingesetzten Energie als Strom im Haus an. 
Folglich ist die "Stromheizung" mit der Wärmepumpe überhaupt nicht 
schlechter!
2. Der Wirkungsgrad der regenerativen Energien ist zwar bedauerlich, 
aber ökologisch egal. Schaden wird ja nicht mehr angerichtet, nur weil 
ich nicht ganz so viel Sonnenenergie umsetze...


>Und selbst wenn gesunde Wälder abgeholzt werden - warum sollte man das
>nicht tun, es wächst doch wieder nach? Glaubst Du, das Stückholz für
>Deinen Kamin wird aus "krankem" Holz gemacht? Wenn Bäume erntereif sind,
>werden sie abgeholzt und fertig. Das Öl und die Braunkohle, die wegen
>Deiner Stromheizung aus der Erde geholt wird, ist weg.


Genau wie bei z.B. Biodiesel funktioniert das aber nur, wenn eine 
begrenzte Anzahl Verbraucher das nutzt. Ansonsten werden soviel 
Waldflächen benötigt, daß die dann auch da gebraucht werden, wo die 
Bedingungen nicht stimmen. Und dann muss Wasser her, Pestizide, etc.
Massentauglich ist das in Deutschland nicht.


>Man muss auch mal den ökologischen Rucksack bedenken. Was passiert, wenn
>ein Öltanker havariert? Was würde passieren, würde ein Pelletstanker
>sinken? (Pellets werden nach wie vor vor Ort produziert, da wird nix
>extra abgeholzt. Ich bitte da mal um stichhaltige Beweise für Deine
<Aussagen, nicht das übliche Gerede).


Laut http://www.ea-nrw.de/_infopool/info_details.asp?InfoID=629
kommen die Pellets überwiegend aus Österreich.

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@Fabian

also wenn das ganze Wasser im Holz wäre, würde es quellen und es käme zu 
Spannungen, die man auch hören würde. Aber nix! Und Schimmel ist auch 
nur da, wo das Wasser nicht weg kann - tja aber es kann ja weg.

Denn der hydrophobe Aussenanstrich ist natürlich diffusionsoffen vom 
Holz her - würde sonst wohl keiner für nen Holzhaus verwenden! Wir haben 
uns für WoodCare entschieden:

http://www.bruehwilerag.ch/mbWoodCare.htm
http://www.bruehwilerag.ch/prwoodbare.htm

Ist sau teuer - aber wohl das beste am Markt laut Holzhaushersteller.
Also nix Widerspruch - bitte nur was sagen, was man auch begründen kann!


"Und mit diesem Spruch machst Du Dich erst recht unglaubwürdig.
Daß die Ursache von Rheuma nix mit Feuchtigkeit zu tun hat, weiß
mittlerweile jeder Grundschüler - außer vielleicht ein paar
PISA-Geschädigte.
Du scheinst mehr - genau wie der "Plastiktütenspruch" zeigt - auf
Effekthascherei anstatt auf Fakten aus zu sein -> traurig."

Mmh - ist nicht mein Spruch - ist von Mark Twain, der ja bekannt für 
seine Spitzzüngigkeit ist. Ob nun Rheuma vom feuchten Steinhäusern kommt 
- wollte der damit auch nicht begründen... Es ist aber ein guter Spruch, 
um die allgemeine Abneigung der Deutschen gegen Holzhäuser zu 
karitieren. Da gibt es so viele Vorurteile, das es schon traurig ist. 
Leider kann man die vielen Vorurteile meist nur mit solcher 
Effekthascherei bekämpfen - sorry dafür ...

"Tja, tut "man" leider nicht. Bitte besser informieren. Holzsaunen sind
nur eine Variante, wahrscheinlich hier im Privatbereich deshalb so
verbreitet, weil sie so leicht und kostengünstig aufzubauen sind."

Oh oh - bitte informier du dich erstmal besser. Sauna kommt aus dem 
finnischen und bedeutet: "Raum aus Holz" - mehr brauch ich dazu wohl 
nicht mehr zu sagen...

Man - ich raffs einfach nicht - warum gibt es gegenüber Holzbauten 
hierzulande so viele Vorurteile???? Die Skandinavier fassen sich an 
Kopp, wenn die das hören. Da gibts fast nur Holzhäuser und deren Klima 
ist viel extremer...

@thkais

also nee - es zu verteidigen, das gesunde Bäume zu Pellets zerschreddert 
werden - tut mir leid - kann ich überhaupt nicht akzeptieren. Sie 
industriell zu Scheitholz zu verarbeiten ist ja schon - naja... Die 
Energie, die das Trocknen, Zerschreddern und Transportieren verschlingt, 
ist durch nichts zu rechtfertigen - auch nicht durch die Bequemlichkeit 
der Menschen, sich um den Brennstoffnachschub ihrer Heizung nicht selbst 
kümmern zu müssen.
Der Mensch ist von Natur aus masslos und faul - das ist wohl das 
schlimmste Übel. Und - tut mir Leid mein Kamin wird mit Scheitholz aus 
eigener Produktion beheizt. Holzhacken kann nämlich echt Spass machen 
;-) Und Holz hab ich nach dem Holzhausbau erstmal ausreichend und das 
Grundstück ist gross mit vielen Bäumen drauf...

"Aber keiner will die Dinger in seiner Nachbarschaft haben..."

Ja - die Windparks sind mir auch ein Graus - mit Subventionen die 
Landschaft zu verspargeln ist mal wieder die bekannte Masslosigkeit. 
Aber gegen einzelne Windräder an günstigen Stellen, wo sie niemanden 
stören, hab ich nichts einzuwenden. Meine Idee wären schwimmende 
Off-Shore Windanlagen auf den Weltmeeren, die Wasserstoff herstellen. 
Aber mal sehen, was die Zukunft bringt - der Schlüssel liegt vor allem 
in der EINSPARUNG von Primärenergie. Und da liegt man mit Erdwärme und 
Solarthermie ganz vorn.
Und bitteschön - ich hab keine "Stromheizung". Die Wärme wird der Umwelt 
entzogen und nur die mechanische Arbeit, die dafür notwendig ist, wird 
mit Strom erzeugt. Aber - wie gesagt - WP gibts auch schon rein 
mechanisch und den Strom kann man auch selber machen, oder solange nen 
Ökostromanbieter nehmen, wenn man mit der Verspargelung der Landschaft 
leben kann. Da muss ich mich noch entscheiden... Werd mich wohl lieber 
an ner Bürgersolaranlage beteiligen, oder mir selbst eine bauen. Die 
3000kWh werd ich schon irgendwie hinbekommen. Heizi meinte, es sind 
nichtmal 3000kWh.

"Bei Holzhäusern ist halt die Gefahr da, dass man über den Tisch gezogen
wird. Wenn da nicht alles fachgerecht gemacht wird, ziehts irgendwann
durch sämtliche Ritzen - denn Holz arbeitet."

Habs selbst gebaut mit nem Richtmeister - und Ritzen gibts nicht. Da hab 
ich peinlichst drauf geachtet und ich kenne die neuralgischen Punkte und 
kann Sie mein Leben lang überwachen. Nen Blower Door Test muss ich auch 
noch machen. Da zeigts sich, ob ich gut gearbeitet hab.

"Was würde passieren, würde ein Pelletstanker
sinken?"

Es gäbe eine Ölpest wegen dem ganzen auslaufenden Treibstoff!

"Vor über 25 Jahren wurde
mein Vater belächelt, weil er das gesamte Haus in 60mm Mineralwolle
einpackte, das war zu damaliger Zeit nicht üblich."

Oh da sollte er aufpassen - Mineralwolle war bis 1996 krebserregend. 
Also auf absolute Dichtheit achten - da darf nix in die Atemluft 
gelangen!!!!

"Mir ist immer noch rätselhaft, woher Du die 5KW Anschlussleistung für
eine Pelletsheizung nimmst. Unser Ofen hat eine elektrische
Anschlussleistung von 0,19 KW - laut Anleitung. Das werde ich demnächst
mal nachmessen."

Ja bei uns war das nen Pelletsofen von ZWS. Such nun aber nicht nach dem 
Typenblatt. Aber mach das mal - miss mal den Stromverbrauch über ne 
Woche in der Heizperiode und rechne es hoch. Würde mich auch mal 
interessieren, wieviel Energie die Bequemlichkeit kostet...

Gruss
  Mario

Autor: thkais (Gast)
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Bitte überlege mal, was Holz ist - es ist gespeicherte Sonnenenergie, 
eine regenerative Energie. Ich heize also zu 100% mit regenerativer 
Energie - von dem sehr geringen Stromanteil mal abgesehen, aber die paar 
KW erzeugt meine Photovoltaik auf dem Dach auch noch. Bei genauer 
Überlegung ist das Kohle und Öl auch - nur dass das CO2, das durch 
fossile Energieträger freigesetzt wird, nicht in diese Zeit gehört - 
oder vielleicht doch? Manche Klimatheorien gehen davon aus, dass wir 
eigentlich eine Eiszeit haben müssten, die wir erfolgreich verhindert 
hätten. Hurra, verbrennt das Öl, damits schön warm bleibt.
Wenn ich bei mir durch den Wald laufe, können noch ganze Stadtteile mit 
dem Holz beheizt werden, was hier rumliegt und vermodert (und bei diesem 
Verrottungsvorgang ebenso CO2 abgibt). Es ist sogar gut, wenn die 
Pelletspreise steigen, denn dann wird es wirtschaftlich interessant, 
eben dieses liegengebliebene Restholz aus dem Wald zu holen.
Wie ich schon weiter oben schrieb, können nicht alle Haushalte Holz 
verheizen - insofern wird dies schon für eine Begrenzung der Nachfrage 
sorgen, den Rest erledigt der freie Markt, wenn die Holzpreise steigen. 
Momentan will ja jeder mit Holz heizen, weils billiger ist - das hat 
sich dann eben erledigt. Warum wir mit Holz heizen, habe ich weiter oben 
bereits dargelegt.
Mir macht es eher Sorge, dass gesunde Wälder für Ikea-Schränke abgeholzt 
werden. Und erzähl mir hier jetzt nix von Bequemlichkeit - Du lässt Dir 
Deinen Strom ja auch ins Haus transportieren. Dieses Argument 
Deinerseits lasse ich erst dann gelten, wenn Du den Strom für Deine 
Wärmepumpe mit dem Fahrrad erzeugst und Dein Auto stehen lässt. Wer ist 
denn so konsequent?
Ich blase jedes Jahr kein zusätzliches CO2 zum Heizen in die Luft, und 
das zählt für mich. Erzähl mir nix mit den drei Schubkarren Holz, die Du 
hackst. Wenn Du mal keinen Bock auf Holzhacken hast, dann drehst Du 
Deine Wärmepumpe auf und hast einen warmen Hintern - genauso, wie ich 
auch.

Das mit dem Tanker ist nicht Dein Ernst. Abgesehen davon, dass Pellets 
niemals einen so langen Weg tranportiert werden, ist es wohl schon ein 
Unterschied, ob 20 oder 20.000 Tonnen Öl auslaufen. Das zu vergleichen 
ist mehr als lächerlich.
Mineralwolle gesundheitsschädlich? Interessiert mich nicht. Morgen ist 
das Insektizid, mit dem Dein Holz behandelt wurde, auch schädlich, 
obwohl es heute unbedenklich war. Und übermorgen wird festgestellt, dass 
das in den Wärmepumpen verwendete Kältemittel irgendwo durchdiffundiert 
und Alzheimer auslöst.

@Fabian: Im Verhältnis zu den Ölförderorten ist Österreich durchaus "vor 
Ort". Das passt ja: Deutschlands Wälder sind also noch garnicht 
Pelletsmäßig voll erschlossen. Es sind noch Reserven da.

Und die 16% regenerative Energie sind doch wirklich nicht der Rede wert. 
Die 99% von Norwegen werden wir niemals schaffen.

Ich klinke mich hier aus dem OT jetzt aus, solange ihr nachts ruhig 
schlafen könnt, soll mir das alles recht sein. Ich kann es.


Autor: Jim (Gast)
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Eins vorweg: Ich habe mir das gründliche Durchlesen des Threads 
erspart...


>also wenn das ganze Wasser im Holz wäre, würde es quellen
> und es käme zu Spannungen, die man auch hören würde. Aber
> nix! Und Schimmel ist auch
>nur da, wo das Wasser nicht weg kann - tja aber es kann ja weg."


Wenn das ganze Wasser wirklich durch das Holz nach draußen gelangt ist, 
solltest Du Dir in der Tat Gedanken über den Zustand des Holzes 
machen...
Aber keine Sorge, ist es nicht.


>Denn der hydrophobe Aussenanstrich ist natürlich diffusionsoffen vom
>Holz her - würde sonst wohl keiner für nen Holzhaus verwenden! Wir haben
>uns für WoodCare entschieden:
>
>http://www.bruehwilerag.ch/mbWoodCare.htm
>http://www.bruehwilerag.ch/prwoodbare.htm
>
>Ist sau teuer - aber wohl das beste am Markt laut Holzhaushersteller.
>Also nix Widerspruch - bitte nur was sagen, was man auch begründen kann!"


Hmmm, ob das mal ökologisch ist... Und komm bitte nicht mit vom 
Hersteller beauftragten Gutachten...
Mich persönlich würde es stören, daß man die Hütte laut Hersteller 
spätestens alle 5 Jahre wieder komplett neu anpinseln muss. Dann lieber 
Putz oder noch besser Klinker.


>Mmh - ist nicht mein Spruch - ist von Mark Twain, der ja bekannt für
>seine Spitzzüngigkeit ist. Ob nun Rheuma vom feuchten Steinhäusern kommt
>- wollte der damit auch nicht begründen... Es ist aber ein guter Spruch,
>um die allgemeine Abneigung der Deutschen gegen Holzhäuser zu
>karitieren. Da gibt es so viele Vorurteile, das es schon traurig ist."


Was ein sachlich falscher Spruch - egal, ob von Lieschen Müller oder 
Hein Blöd - an dieser Stelle soll, ist mir ehrlich gesagt unklar...
Und was ist karitieren?


>Oh oh - bitte informier du dich erstmal besser. Sauna kommt aus dem
>finnischen und bedeutet: "Raum aus Holz" - mehr brauch ich dazu wohl
>nicht mehr zu sagen..."


Das solltest Du aber. Wie so oft mit eingedeutschten Fremdwörtern ändert 
sich die Bedeutung. Mit Sauna wird in Deutschland jede Art von Dampfbad 
bezeichnet, also auch die römischen und japanischen. Auch in unserem 
Thermalbad ist die "Sauna" aus Stein...
Zudem ging es ja gar nicht um den Begriff, Du wolltest herausstellen, 
daß eine "Sauna" so gut wie immer aus Holz ist, weil nur Holz sich dafür 
eignet. Ist aber in der Tat mitnichten so. Deshalb gibt es ja auch so 
viele Steinsaunen. Die kosten halt nur viel mehr und brauchen auch mehr 
Platz und sind schwieriger und aufwendiger aufzubauen, deshalb findet 
man sie im Privatbereich nur bei den etwas Betuchteren...


>Man - ich raffs einfach nicht - warum gibt es gegenüber Holzbauten
>hierzulande so viele Vorurteile???? Die Skandinavier fassen sich an
>Kopp, wenn die das hören. Da gibts fast nur Holzhäuser und deren Klima
>ist viel extremer..."


Nach meinem oberflächlichem Durchlesen habe ich irgendwie kein Vorurteil 
gefunden. Mir scheint es nur so, daß sich einige zu Recht darüber 
beschweren, daß Du ein (Blockbohlen-)Holzhaus als das einzig Wahre 
herausstellst, zumal Dein Haus auch aus umwelttechnischer Sicht keinen 
Vorteil bietet (Keller, schlechte Dämmung). Keiner hat allgemein etwas 
dagegen. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich war übrigens schon recht oft in Skandinavien, auch ein paar mal am 
Nordcap. Daher kenne ich die Häuser. Die Bauweise dort oben ist im 
Allgemeinen um einiges billiger als hier, zumindest, was die Standards 
angeht. Das Argument ist also schlecht.
Zudem haben die ja auch entsprechend klimagewohntes Holz "um die Ecke", 
was sicherlich zu den günstigen Kosten beiträgt. Steine kosten 
sicherlich viel mehr dort oben.
Aus demselben Grund sind ja diese Kartenhäuser in Amerika auch aus Holz. 
Ist schnell billig zusammengezimmert.


>Habs selbst gebaut mit nem Richtmeister - und Ritzen gibts nicht. Da hab
>ich peinlichst drauf geachtet und ich kenne die neuralgischen Punkte und
>kann Sie mein Leben lang überwachen. Nen Blower Door Test muss ich auch
>noch machen. Da zeigts sich, ob ich gut gearbeitet hab."

Den Test muss doch der Anbieter machen, wenn er ne KFWirgendwas-Hütte 
vertackert! Bloß nix selber bezahlen!
Und ist das nicht lästig, diese neuralgischen Punkte dauernd überwachen 
zu müssen? Die Ritzen kommen übrigens erst mit der Zeit, wenn die Sonne 
ein paar Jahre auf die Hütte gebraten hat. Bei einem einschaligem Aufbau 
ist das immer ein Problem.

Autor: Mario Schwarz (Gast)
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@Jim

dieser OT Thread sollte langsam gemieden werden - bringt eh nur immer 
wieder neue endlose OT Diskussionen. Deshalb nur kurz eine letzte 
Stellungnahme:

Ich habe das Holzhaus niemals als das einzig wahre hingestellt. Ich 
musste meine Lösung nur gegen alle mögliche Kritik und auch Vorurteile 
verteidigen, was ich oft auch mit sehr "effekthascherischen" Argumenten 
machte - hab mich dafür aber schon entschuldigt.

Leider hast du auch wieder viele Vorurteile gegen Holzhäuser 
vorgebracht, man müsse sie zwingend anstreichen - oder sie werden 
undicht, wenn die Sonne draufknallt. Nicht gemerkt? Die anderen habens 
auch alle nicht gemerkt - ist oft so bei Vorurteilen...

Stimmt natürlich alles nicht - Anstreichen ist bei 20cm massiver 
Leimholzwand nur für die Optik - der Hersteller gibt da nix vor und 
undicht wird die Wand von blosser Sonneneinstrahlung auch nicht, zumal 
die Dachüberstände auch immer für Schatten sorgen. Kenne zwei Bauherrn, 
die sind so öko, dass sie die Hütte verwittern lassen. Sieht dann 
erstmal 20 Jahre grau aus - wird dann dunkelbraun bis schwarz. Das sind 
dann die ersten 10mm - also 5% der Wanddicke...
Tja und in Skandinavien sind die Steine teurer - sonen Quatsch. Die 
Holzhaushersteller kaufen das Holz extra in Finnland ein - da sollte 
doch so ein deutscher Steinhäuslebauer auch Steine aus D. nach 
Skandinavien karren können... Und Geld haben die da in Norwegen mehr als 
wir hier... Ach ja - und seit wann muss nen reiner Haushersteller KFW 
Nachweise bringen? Der KFW Standard umfasst das ganze Paket - 
Haus+Technik. Ach ja und schon gar nicht muss er die Dichtheit 
nachweisen, wenn er nichtmal selbst das Haus gebaut hat...
Tja und die neuralgischen Punkte sind wie beim Massivsteinhaus auch die 
Fenster, Türen und das Dach. Sollte man als Häuslebauer immer im Auge 
haben...

Und karitieren -> karikieren - sorry...

Gruss Mario

PS: Das war übrigens mein letzter OT Beitrag - versprochen!

Autor: Andreas (Gast)
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Hallo Timo,
schau doch mal bei www.delzer.de vorbei. Haben viel im Bereich 
Gebäudesteuerung/Energieberatung zu tun. Aber warum ich es hauptsächlich 
erwähne: Das Bürogebäude ist ein Holzhaus weit unter Passivhausstandard 
im süddeutschen Raum und wird mit eigener Steuerung betrieben.
Evtl. hilft es ja bei deiner Planung.
Gruß
Andreas

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