www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Suche den VW Golf der µC-Entwicklerboards


Autor: Andreas Dickmann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

ich suche ein weit verbreitetes µC-Entwicklerboard, weil ich mir davon
mehr Support und Erweiterbarkeit verspreche.

--------------- Einleitung, kann überlesen werden -----------

Ich habe heute die Aufgabe bekommen, für das Labor der Berufsakademie
neue µC-Boards zusammenzustellen. Sie sollen Arbeitsmittel der
Vorlesung µC-Technik werden. Ich habe bisher nur die Oberfläche der
Materie angekratzt, hoffe aber ihr könnt mir weiterhelfen
-------------------------------------------------------------

grobe Beschreibung:

- embedded System mit Echtzeit-Betriebssystem
- serielle Schnittstelle
- 16 Bit Befehlssatz
- Display
- Preis ziemlich egal
- (mit LabVIEW programmierbar)
- (µC-Chip von ARM oder Siemens)
- (USB- und Ethernet Schnittstelle)

Einsatzgebiete:

- simple Assemblerprogrammierung oder in C für den Einstieg
(z.B. Drehzahlmessung eines Motors, Display-Ansteuerung)
- komplexere Themen wie: Robotersteuerung, RFID-Antenne erkennt
Gegenstände
- grafische Programmierung mit LabVIEW
- Firmware-Update über das Internet möglich


---------- Zusammenfassung ----------------------------------

Welche Boards kommen der Beschreibung nahe ?
Wie sieht es mit Support und Erweiterbarkeit eurer Vorschläge aus ?

VIELEN DANK schon mal. MfG Andy

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
EBV hat gerade ein Angebot laufen: ARM-Board mit Hitex-Software samt
Compiler mit 32k-Limit statt nur 16k und universellem JTAG-Debugger
sowie einem Gutschein für ermässigte Schulung für insgesamt 125,-

Autor: Andreas Dickmann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hört sich schon mal gut an. Kannst du mir mehr Infos über ?EBV? geben ?

Autor: ajax (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> - (mit LabVIEW programmierbar)

Das klingt vieldeutig.

Willst Du LabView auf den Controller laden ? Dann gibt es nur eine sehr
begrenzte Anzahl von Controllern, die unterstüzt werden. Ausserdem
brauchst Du eine spezielle LabView Toolbox.

Oder willst Du nur mit den Controllern kommunizieren ? Dann kannst Du
jeden nehmen.

Gruss,
ajax

Autor: Andreas Dickmann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ajax:
Ich dachte an die erste Variante.
Welche Toolbox brauche ich dann ?
Welche Controller unterstützen das ?

Autor: ajax (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: ajax (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tja, was soll man dazu bloß sagen.

Das, was Du da beschreibst, ist schon so dermaßen weit weg von der
Mikrokontrollerprogrammierung, da kann man den ganzen Schrunz doch
gleich komplett aufm PC machen.


Der Witz am MC ist doch, man hat gar kein umständliches Betriebssystem,
was die Hardware vor einem versteckt und wo man erstmal 10000
API-Funktionen lernen muß.

Spaß und Lerneffekt gibts nur, wenn man den nackten MC mit ner
Programmdownloadschnittstelle nimmt und nichts weiter.

Da kann man dann sein Programm aufm PC schreiben, compilieren und
runterladen und zugucken, was der MC damit macht.


Wenn man dann noch nen MC mit JTAG nimmt, dann kann man das Zugucken
wörtlich nehmen, d.h. in alle Register usw. reinschauen. Und solange
man reinschaut bleibt der MC auch an der Stelle stehen und tut nichts
weiter.

Sehr schön sind dazu die Boards von Silabs, z.B.:

http://www2.silabs.com/tgwWebApp/public/web_conten...


Die Frage ist also, will man nur nen PC nachbauen oder sollen die Leute
wirklich was lernen.


Peter


P.S.:
Grafische Programmierung ist so ziemlich das schlimmste, was man den
Leuten antun kann. Das ist ja nur Legosteinchen zusammen pappen und
nichts weiter. Und wenn mal das passende Legosteinchen fehlt, ist
Sense.
Danach sind sie definitv unfähig, richtig zu programmieren.

Autor: Alex (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Peter

Ist halt eine Berufsakademie und keine Uni, da besteht etwas mehr
Zeitdruck und somit weniger Zeit, sich mit den ganzen Hintergründen
auseinander zu setzen.

Wenn jemand bei Null anfängt und auf einem MC USB oder Ethernet
umsetzen soll, kann man dafür locker ein Jahr veranschlagen - im
Lehralltag wohl eher nicht realisierbar.

Wenn sie Mikrocontroller wollen dann langt ein AVR aus der
Krabbelkiste, soll es ein PC-Ersatz würde ich einen ARM9-Kern mit Linux
nehmen. Vom didaktischen wäre ein AVR zu bevorzugen.

Autor: Andreas Dickmann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich sprecht mir aus der Seele ! Genau diesem Konflikt stehe ich auch
gegenüber. Habe nochmal mit meinem Dozenten gesprochen:
Wenn das Spagat zwischen

{
4. Semester:
- einfache Assemblerprogrammierung ohne Betriebssystem
- 16Bit Befehlssatz
- Umgang mit Timern, Registern, Interrupts, externem Speicher usw.
}

UND
{

5. Semester:
- komplexe Programmierung wie Robotersteuerung, Blutdruckmessung (hier
Intgrierer und Differenzierer notwendig), RFID-Antennen
- Betriebssystem
- graphische Programmierung mit LabVIEW Embedded Development Module
}

nicht auf einem µC-Board realisierbar ist, dann soll ich nach zwei
Systemen Ausschau halten (einer Low-End-Back-to-the-roots-Version für
Semester4 und einem PC-Ersatz für Semenster 5). Jedoch sollen beide
Chips aus der selben Familie stammen!


NEUE SPEZIFIKATION:

Board 1 für Semester4:
- schlichtes µC-Board
- 8Bit oder 16Bit-Befehlssatz
- Display
- serielle Schnittstelle
- JTAG
- Programmierung mit Keil µVision
- Chip von Familie "XY"


Board 2 für Semester 5 und 6:
- Chip ebenfalls von Familie "XY"
- 32-Bit µC
- Betriebssystem
- Display
- USB + Ethernet-Schnittstelle
- Graphische Programmierung mit LabVIEW möglich



Zwischenfragen:
Was ist notwendig, um auf einem µC ein Betriebssystem laufen zu lassen
?
Ist das auf einem AT91SAM7 schon möglich ?
Hier z.B: http://www.olimex.com/dev/sam7-ex256.html

Mein Budget pro Arbeitsplatz beträgt bis 1000€.
Ihr habt Erfahrung mit der Materie. Inwiefern ist das sinnvoll,
realistisch, notwendig... was ich recherchiere, mache ... ???

Nenn mir Meinungen !!!!!!!!!!!!

Autor: A.K. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ein Betriebssystem setzt mehr Speicher voraus, als in vollintegrierten
Controllern enthalten ist. Benötigt also solche mit externem Flash-ROM
und externem RAM.

Tip: Wenn der Hersteller nicht selber schon von irgendeinem µLinux
schreibt, dann bist du da falsch.

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> - komplexe Programmierung wie Robotersteuerung, Blutdruckmessung
(hier
> Intgrierer und Differenzierer notwendig), RFID-Antennen

Das ist doch alles Pillepalle und mit jedem 8-Bitter nebenbei zu
erschlagen.


> - Betriebssystem

Dann nenn doch mal ne Killeranwendung, die ein BS und 32Bit und
vielleicht noch ne FPU benötigt.
Ich glaub allerdings nicht, daß man im Studium großartige
Monsterapplikation fertig stellen kann.


> - graphische Programmierung mit LabVIEW Embedded Development Module

Mir dreht sich da immer der Magen um, sowas Programmierung zu nennen.
Ich nenne es Spielen mit Legosteinchen.

Wenn irgendwas berechnet werden muß, ist es doch leichter, die Formel
direkt in C hinzuschreiben, als irgendwie grafisch sich einen
abzubrechen.

Soweit ich weiß, spielt Labview ausschließlich mit entsprechender
Labview-Hardware, d.h Du hast da gar keine Wahl in Bezug auf die
Hardware.

Wenn Deine Prämissen aber derartig fest in Stein gemeißelt sind,
kriegst Du vielleicht hier bessere Informationen:

http://www.labview-forum.com/


Peter

Autor: Peter (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Welcher unfaehige Dozent gibt denn so eine Aufgabe einem absolut
ahnungslosen Studenten???

Der Dozent sollte 1000 mal schneller recherchiert haben was am Markt
erhaeltlich ist! So eine Zeitverschwendung!!! Der Dozent verschwendet
nur die Zeit des Studenten und dieser hat laut eigener Angabe ja
sowieso so wenig davon und leidet unter Zeitdruck...

Es waere wohl besser fuer den ahnungslosen Studenten sich mal mit einem
STK500 oder irgendwas in der Richtung zu befassen. Dann wuerde er
wenigstens was lernen dabei und die Zeit waere nicht nur
verschwendet...

@Peter Dannegger:
Ich stimme vollkommen zu! Bilder-Programmierung ist ja wohl das absolut
allerletzte Mittel um MC Programmierung zu lernen!

Was soll das bitte? Es gibt Einplatinenrechner die als passabler PC
Ersatz dienen koennen wenn kein Platz ist. Wozu den armen MC mit sowas
quaelen? So ein Unsinn!!!!

PS: der Student kann nichts dafuer, ist nicht boese gemeint. Aber ich
wuesste doch zu gerne was fuer ein Dozent das ist!!!!! Unfassbar!!!
Darf an einer Berufsakademie denn eigentlich jeder mal unterrichten???

Autor: n/a (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ob es einem nunmal gefällt oder nicht, Fakt ist wohl, dass für
Steuer/Regel-Aufgaben, für die ein kleiner uC vollends ausreichen
würde, immer mehr mittels "Bilder-Programmierung" und "dicker
Rechner" gearbeitet wird.

Ob man das jetzt den Studenten im Studium beibringen oder doch besser
Fähigkeiten für algorithmische Problemlösung vermitteln sollte ist eine
ganz andere Frage.

Autor: Student von Oben (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TADAAAAAA !!!!!
Wieder beschreibt ihr, was ich die ganze Zeit denke ! Ach, hab ich
schon erwähnt, dass ich eigentlich ein ganz anderes Projekt ferner
jeden µCs machen wollte, und jetzt dieses hier bekam.... naja... jetzt
sei es eben so...

TCHA, FÜR WAS ALSO EIN BETRIEBSSYSTEM ????

Für Steuerbefehle aus dem Internet und Online-Updates von einem Server.
Das Stelle ich mir mit einem Betriebssystem, das entsprechende Routinen
bereitstellt, wesentlich einfacher vor.


Los, ich will weitere Meinungen und Statements hören !!!

Morgen revidiere ich vielleicht mal wieder meine SPEZIFIKATION von
oben.

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>> - graphische Programmierung mit LabVIEW Embedded Development Module
>Mir dreht sich da immer der Magen um, sowas Programmierung zu nennen.
>Ich nenne es Spielen mit Legosteinchen.

Welch wahres Wort :-)


>Wenn irgendwas berechnet werden muß, ist es doch leichter,
>die Formel direkt in C hinzuschreiben, als irgendwie grafisch

"C" ist eben sehr schwer zu erlernen. Man muss mindestens einen Monat
lernen, während die "Legosteine" sofort plaziert werden können.


>Fakt ist wohl, dass für Steuer/Regel-Aufgaben, für die ein
>kleiner uC vollends ausreichen würde, immer mehr mittels
>"Bilder-Programmierung" und "dicker Rechner" gearbeitet wird.

Bildchen sind doch sooo schön:-)

Fragt sich halt nur, ob die aufwändigen Systeme, die so erzeugt werden,
auch irgendeiner kaufen und bezahlen will.

Autor: crazy horse (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
morgen bekomme ich mein STK1000, freu:-)
Vielleicht wäre ja der AVR32 das richtige für den Zweck?
Ich werde bei Gelegenheit mal berichten, was der so alles kann. Hat den
schon mal einer in der Hand gehabt?

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Für Steuerbefehle aus dem Internet und Online-Updates von einem
Server.


Schau mal hier:

http://www.ethernut.de/de/index.html


Peter

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.