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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik EMV-Widerstände


Autor: Peter G. (Gast)
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Ich habe eine Frage zu EMV:

Bei schnellen Mikrocontroller-Schaltungen hört man immer wieder, dass
in den Ausgangsport-Leitungen Längswiderstanände (ca. 1kOhm) aus
EMV-Gründen eingebaut werden.

Wie bewirken diese Längswiderstände ? und wie werden diese
dimensioniert ?

Danke.

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, Peter,

Bei 1 kOhm bei 20mA Strom würde die Spannung 20 V abfallen.

Solche Längswiderstände sind üblich in Eingängen, gemeinsam mit
Ableitdionden gegen Vcc und GND.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Philipp (Gast)
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An den Eingängen ist das wohl eher Schutzbeschaltung (also auch gegen
EMV-Störeinstrahlung).

Aber wenn Du weißt, daß über einen Ausgang kein nennenswerter Strom
fließen soll (weil z.B. ein hochohmiger Eingang dranhängt), bedämpft
dort ein Widerstand zusammen mit der ohnehin vorhandenen
Leitungskapazität hohe Frequenzen oder unerwünschte Reflexionen an
falsch abgeschlossenen Leitungen.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Hallo,

also gerade bei "schnellen Schaltungen" ist ein Längswiderstand im
Kiloohmbereich meinem Gefühl nach eher ein Widerspruch. Bei der
Ansteuerung von FET-Gates z.B. ist es üblich ca. 10-100 Ohm in Reihe
vorzusehen.

"Wie bewirken diese Längswiderstände "

Prinzipiell hast Du ja dann ein Widerstand und eine Leitungskapazität -
es entsteht ein Tiefpaß. Der filtert den für Störungen verantwortlichen
hochfrequenten Anteil heraus (eigentlich abgeschwächt).
Dadurch werden aber die Schalt- und Signalanstiegszeiten erhöht - und
das ist nicht gut für hohe Geschwindigkeiten.

Gruß

Wolfgang
www.ibweinmann.de - brushless control

Autor: Ronny (Gast)
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Es geht nicht nur um Leitungs sondern auch um die
Pin-Eingangskapazitäten.Diese müssen umgeladen werden,damit am Eingang
wirklich der Pegel erkannt wird.Ein Längswiderstand bremst diese
Umladung etwas ab,die Flanke wird (noch stärker) verschliffen.

Gar zu steile Flanken führen allerdings zu Störungen,da sie sehr hohe
Frequenzanteile besitzen.Und da kann ein verschleifen der Flanken etwas
abhelfen.Bei hohen Frequenzen sind allerdings abgelutschte Signalflanken
wieder ein Problem.

Autor: Alexander R. (liquidfire)
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Natürlich sollten Längswiderstände nur dann eingesetzt werden, wenn die 
fliessenden Ströme gering sind und es vom Timing her vertretbar ist.
Andernfalls müssen bei EMV-Problemen andere Baueteile (Drosseln, 
Treiber, etc.) verwendet werden.

Ich komme gerade von einer EMV-Messung (Projekt mit ATMega16) und habe 
dort festgestellt, dass Widerstände (2.2K) in nur 3 von 27 Portleitungen 
eine Verbesserung bei den problematischen Frequenzen von deutlich über 
10dB gebracht haben. Die störenden Frequenzen lagen dabei > 100MHz.

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