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Forum: Offtopic Steuern auf Alternative (Wärme)Energien???


Autor: Marco (Gast)
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Seit dem wir einen Ofen haben und somit für unser schlecht isoliertes 
Haus weniger Gas brauchen hatte ich eine Vision.

Diese kam wieder auf, als mein Vater heute über Erdwärme sprach. Er 
überlegt die oder Solarenergie für die Warmwasseraufbereitung (waschen, 
duschen, heizen) zu nutzen.

Der Trend geht z.Zt. immer mehr Richtung alternativer Energiequellen.

Holz muss man kaufen (wenn man nicht grade einen eigenen Wald hat). 
Somit fällt wenigstens Mehrwertsteuer an. Ob der Verkäufer diese abführt 
ist ja nicht Sache des Käufers. Aber der Staat hat zumindest die Chance, 
da mit dran zu verdienen.

Aber Solar- und Erdwärme kann man nicht kaufen. Sie ist da oder auch 
nicht. Wenn sie da ist und man sie nutzt, verdient im Prinzip niemand 
was dran (außer einmalig der Errichter der Anlage und bei Wartungen und 
Reparaturen).

Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer und was man sich sonst noch so an 
Steuern einfallen lassen kann, muss man aber nicht an den Staat zahlen.

Und nun zu meiner Vision:

Wie lange wird das noch gut gehen???

Jeder Liter Öl, jeder m³ Gas, jede kWh Strom, die man nicht für das 
alltägliche warme Wasser aus der Leitung oder für die Heizkörper nutzt, 
ist ein Verlust an Steuereinnahmen.

Und da die Energiekosten im Moment leicht ansteigen, überlegen viele, 
wie man dem aus dem Weg gehen kann. Viele setzen ihre Vorhaben auch in 
die Tat um.

Wie lange wird es wohl noch dauern, bis man aus Erdwärme und 
Solarenergie Steuern zahlen muss?
Die Verluste müssen halt kompensiert werden. Also kann man die 
Verursacher der Verluste zur Kasse bitten und die Einnahmen für etwas 
völlig anderes ausgeben.

KFZ-Steuer ist ja nicht nur für den Strassenbau,
Tabaksteuer geht ja nicht nur an die Krankenkassen,
...

Holzpellets, die damals so gelobt wurden sind, sind im Preis auch schon 
merklich gestiegen.
Die Kostenrechnung Mehrausgabe für Heizung/günstigerer Brennstoff passt 
bald auch nicht mehr.
Da sind allerdings mal keine steuerlichen Abgaben schuld dran, sondern 
das die Nachfrage so sehr gestiegen ist, das man mit der Produktion 
nicht mehr nachkommt.
Hört sich an wie mit Rohöl.

Wie auch immer. Selbst die hochgeschätzen Pellets sind im Gegensatz zur 
Erdwärme vom Lieferanten abhänig. Und dieser bestimmt nunmal den Preis.

Somit bleiben nur noch Erd-, Solar-, und Windernergie als unabhänige 
Lieferanten, auf die mal evtl lieber zurückgreift als auf ein Gasnetz, 
das vom Ölpreis abhänig ist. Und der Staat geht (noch) leer aus.

PS: Ich habe schon vor Jahren gesagt, das man für's Internet GEZ 
bezahlen wird ;)

Autor: crazy horse (Gast)
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tja, an dem "Problem" wird schon fleissig gewerkelt, keine Sorge.
Solange die gegenwärtige Praxis - wenn kein Geld mehr da ist, erfinden 
wir neue oder erhöhen alte Steuern - weitergeführt wird (und ich sehe 
kein Ende), werden die Leutchen versuchen, dem zu entgehen.
Ich mache mir inzwischen einen Sport draus, sowenig wie irgendmöglich 
dem Finanzamt in den Rachen zu schmeissen - sie lernen es sowieso nicht, 
mit fremdem Geld verantwortungsvoll umzugehen.
Im Moment rechnet sich das zwar für mich nicht unbedingt, aber es macht 
Spass:-)
-Auto fährt mit Rapsöl (umgebaut für 2000€),  bei ca. 25.000km im Jahr 
sind das ca. 1200€, die die Geier nicht bekommen.
-Heizung und Warmwasser: Solaranlage + Holzvergaser, ca. 400€ 
Steueranteil, die sinnvollerer Verwendung zukommen
-das war für mich endlich der Punkt, mit dem Rauchen aufzuhören, wollte 
ich zwar schon immer, aber naja...: über 1000€ weniger ans Finanzamt

Rechnet mal aus, was von eurem Einkommen (so es denn noch vorhanden ist) 
direkt oder indirekt wieder eingezogen wird, da wird einem ziemlich 
übel. Das allerschlimmste dabei aber ist, dass es trotzdem nie reicht 
und die Griffe immer dreister werden, als wolle man austesten, wie weit 
man es noch treiben könne. Aber es regt sich so gut wie nichts beim 
deutschen Michel, jammernd zwar, aber tatenlos zieht er weiter seine 
Bahn und wartet ergeben auf die nächste Keule, ganz im christlichen 
Sinne: wird dir auf die eine Wange geschlagen, halte die andere hin.
Ich bin ja mal auf nächstes Jahr gespannt, noch sonnt sich sich die 
ganze Bande im tollen Aufschwung - ich glaube, das wird wieder mal ne 
harte Landung.
Bei den Heuschrecken hat der gute Münti übrigens die schlimmste Plage 
vergessen zu erwähnen: der gegenwärtig existierende Staat als solcher. 
So halbherzig ist das Problem zwar bekannt, da wird im Wahlkampf schon 
mal schlankem Staat und Bürokratieabbau gesprochen, sowas wird 
allerdings schnell vergesssen. Ich höre jedenfalls nichts mehr davon - 
geglaubt habe ich es allerdings sowieso nicht. Und da es offensichtlich 
keiner besser machen kann und/oder will, bleiben nicht viele Wege, 
Deutschland wieder auf die Beine zu stellen....


Autor: Jörg (Gast)
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Gesetzgeber schreibt für jede Heizung 
(öl,gas,solar,erdwärme,strom...)einen Energiezähler vor ,und kann dann 
überall steuern kassieren wo energie benutzt wird.

Autor: Marco (Gast)
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Wo bringe ich den Energiezähler am Holzofen denn an? Was kosten die? Wo 
zeige ich den Verbrauch an? Warum hat mir das beim Kauf keiner gesagt? 
Warum habe ich solche Teile noch nicht gesehen?

PS: Ich wohne in Deutschland.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Es wird genügen, die Raumtemperatur zu ermitteln. Da es für jedes 
Gebäude in absehbarer Zeit einen "Energiepass" geben muss, kann daraus 
nach Daumenpeilung der Energie"verbrauch" auch bei Festbrennstoffen 
ermittelt werden.

Wobei beim Holzofen die Besteuerung gar kein Problem darstellt - 
irgendwo musst Du das Holz ja kaufen, und da wird es besteuert.

Das Verbrennen selbstgeschlagenen Holzes wird dann als "Schwarzbrennen" 
entsprechend verfolgt ...

Autor: Der Allwissende (Gast)
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Das mit dem Energiezähler ist natürlich Blödsinn.

Aber die Holz-Fraktion sollte gut aufpassen. Im Umweltschutzministerium 
arbeiten die schon an "Gegenmaßnahmen". Holzverbrennung ist im 
Augenblick in Privathaushalten der Umweltverschmutzer Nr. 1.
Da wird sich sicherlich bald etwas tun:
http://www.umweltschutz-news.de/123artikel957.html

Autor: Der Allwissende (Gast)
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"Es wird genügen, die Raumtemperatur zu ermitteln. Da es für jedes
Gebäude in absehbarer Zeit einen "Energiepass" geben muss, kann daraus
nach Daumenpeilung der Energie"verbrauch" auch bei Festbrennstoffen
ermittelt werden."


Ist so nicht korrekt.
Kommen wird der "Energieausweis".
Zudem gibt es zwei Formen, den bedarfsorientierten und den 
verbrauchsorientierten.
Ersterer ist eine Rechengröße (mit diversen Durchschnittsannahmen) und 
kann somit weitab der Verbrauchswerte liegen.

Da mein Haus in Kürze einzugsfertig wird und ich für die KFW40-Förderung 
mich mit diesen Themen rumschlagen musste (mit ein bißchen Erfahrung 
kommt ein Architekt schnell auf KFW40, aber einen vernünftigen Verbrauch 
gibt das noch lange nicht... -> darum besser selber informieren), weiß 
ich auch, daß da viel Trickserei im Spiel ist.

Autor: lektrikman1001 (Gast)
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Das wäre doch was für die GEZ, die treiben doch gerne Gelder ein.
Man muß denen nur das ermöglichen (gesetze anpassen), und schon stehen 
die vor der Tür, mit einem Thermometer in der Hand. Und die ganz 
schlauen von den haben sich eine Wärmebildkamera besorgt.

Was für ein Alptraum...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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... und die Wärmebildkameras, die mindestens 5 k€/Stück kosten, die 
müssen ja auch irgendwie finanziert werden.
Dazu wird eine Materialausstattungssteuer erhoben werden ...

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Da aber nur ich das Recht habe, meine Hütte zu filmen, kann ich die 
Leute mit der Wärmebildkamera auch wieder abmahnen...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nein. Das ist präventive thermische Wohnraumüberwachung, die steht schon 
längst im Otto-Katalog.

Autor: Roland (Gast)
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>Aber die Holz-Fraktion sollte gut aufpassen. Im Umweltschutzministerium
arbeiten die schon an "Gegenmaßnahmen". Holzverbrennung ist im
Augenblick in Privathaushalten der Umweltverschmutzer Nr. 1.
Da wird sich sicherlich bald etwas tun:<

Das glaubst du doch nicht wirklich, oder? Man darf nicht vergessen das 
die Bäume nur soviel Kohlendioxid an die Luft abgeben, wie viel sie über 
die Jahre aufgenommen haben und nicht mehr. Von Umweltverschmutzung kann 
also keine Rede sein. Warum man in irgend welchen Ministerien an 
Gegenmassnahmen arbeitet liegt doch auch auf der Hand.

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Feuchtes Holz stinkt aber wie Sau - und umweltfreundlich wird das auch 
nicht sein.

Zum Thema: "ich heiz' meine Bude mit Holz!" kann ich nur sagen: "Back to 
the roots!" Dann sollten die Leute auch wieder anfangen, ihr Gemüse 
(sofern sie sowas überhaupt noch essen...) selber im Garten 
anzupflanzen. Vielleicht noch'n Hausschwein, ne Ziege, ein paat Hühner 
und ne Kuh anschaffen.
Pellet-Öfen haben auf jeden Fall einen besseren Wirkungsgrad als der 
"normaldämliche" Kamin/Ofen.
Früher hatte man wegen der Gemütlichkeit einen Kamin oder Ofen. Heute 
heizen die Leute damit schon ihre Wohnung...

Autor: T.M. (Gast)
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Feuchtes Holz verfeuert man ja auch nicht. Das wird entweder eine 
Zeitlang gelagert oder man nimmt gleich trockenes. Trockenes Holz hat 
bedeutend bessere Abgaswerte als Öl oder Gas und ist in der Beziehung 
wie Roland richtig feststellt, sogar neutral.
Und zu dem "Back to the Roots": Wir haben eine Holzvergaserheizung, in 
der so 50cm Scheite verbrannt werden können. Das Ding ist auch gegenüber 
einem Pelletsofen konkurrenzfähig. Was das mit rückständig zu tun haben 
soll, was du suggerieren willst, ist mir schleierhaft.
Für Leute, die ein Eigenheim haben, ist eine Holzheizung eine gute 
Möglichkeit, 1. Energie und Geld zu sparen und 2. die Umwelt etwas 
weniger zu belasten.

T.M.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Beim Verbrennen von Festbrennstoffen wie Holz oder Kohlebriketts 
entsteht eine Menge Feinstaub - das soll* mehr sein als der vom gesamten 
Kraftverkehr.



*) so stands in "Das Ende der Gemütlichkeit" (DIE ZEIT, 04.05.2006)
Zitat:
Im März veröffentlichte das Umweltbundesamt (UBA) 
die neuesten Zahlen zu diesen »Nebenwirkungen der Behaglichkeit«. 
Danach schleudern allein die Kamine und Holzöfen von Haushalten und
Kleingewerbe 24000 Tonnen gesundheitsschädlichen Feinstaub 
in die Luft – alle Motoren von Pkw, Lkw und Motorrädern zusammen 
bringen es auf »nur« 22700 Tonnen.

  

Autor: Dirk (Gast)
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Eben, Rufus hat Recht.
Die ganzen Holz- und teilweise auch Pellet-öfen sind Feinstaubschleudern 
par excellence.
Auf der Seite vom Bundesministerium gibt es dazu ein PDF, welches auch 
vorschlägt, die Grenzwerte für solche Öfen zu definieren. "Normale" 
Kaminöfen für Stückholzverbennung sollen dann so reglementiert werden, 
daß man die nur noch ein paar mal im Monat anbrennen darf!
Für Pellet- und ähnliche Anlagen gelten dann recht scharfe Grenzwerte.

Zumindest das Märchen von der ach so tollen Umweltfreundlichkeit sollte 
mal jeder schnell hier vergessen, das ist der übliche Industrie-F.U.D.
Jede Gas-Brennwertheizung oder Wärmepumpe ist wesentlich 
umweltfreundlicher.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das ist das übliche Problem beim Vergleichen konkurrierender Systeme. 
Einige Aspekte sprechen klar für das eine, andere wiederum für das 
andere. Die CO2-Bilanz einer Holzheizung steckt jede 
Gas-Brennwertheizung in die Tasche. Und die eines Atomkraftwerkes 
wiederum ...

Befürworter einer bestimmten Technik suchen sich bewusst einen Vergleich 
heraus, bei dem die von ihnen bevorzugte Technik ganz supertoll dasteht 
- Atomkraftwerke werden oft mit ihrem CO2-Ausstoß beworben, das 
Verbrennen nachwachsender Brennstoffe (Holz, Pflanzen, Biomasse) 
wiederum mit dem bilanzmäßig gesehen neutralem CO2-Ausstoß, 
Gas-Heizungen wiederum werden mit Feinstaub beworben ...

Nur ein ganzheitlicher Vergleich würde sinnvoll sein, aber der wird 
tunlichst unterlassen, schließlich will jede Lobby-Klientel ihre 
Schäfchen im Trockenen wissen. Also betreiben manche Betonköpfe der CDU 
und artverwandte weiterhin ihre Hetzpropaganda gegen Windkraftanlagen 
und meinen, Deutschland würde viel "know-how" verlieren, wenn hier nicht 
ganz rasch wieder ein paar Atomkraftwerke aus dem Boden gestampft würden 
...

Ach was, wir müssen alles mit Öl machen. Heizöl verfeuern, SUVs wie den 
Hummer fahren, alles in Plastikfolie verpacken, dann sind "unsere" Jungs 
(also die der US-Army) wenigstens nicht ganz umsonst im Irak über die 
Schippe gesprungen ...

Autor: crazy horse (Gast)
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tja, das ist die Folge von kurzfristig-dämlicher Steuerscheffelei, 
welche das Erdgas ziemlich verteuert hat (ohne natürlich im Gegenzug mit 
den eingenommenen Milliarden was sinnvolles zu tun. Weiss noch jemand, 
was geredet wurde, was mit der Ökosteuer passieren sollte? Nix da, geht 
alles in das grosse leere Fass). Und die neue MwSt wird ein übriges dazu 
tun, Holz bleibt (zumindest vorerst) bei 7%. Zusammen mit dem ohnehin 
dramatisch angestiegenen Energiepreisen kommt so langsam eine Situation 
zu stande, wo die Leute nicht mehr in der Lage sind, alles zu zahlen. 
Ich kenne nicht wenige, die haben eine Gasrechnung von 160-200€/Monat. 
Steuer hat auch was mit steuern zu tun...
Ich lage bei ca. 120€/Monat, jetzt kaufe ich mir Holz für ca. 300€/Jahr, 
einen weiteren Teil schlage ich selbst, basta. Feinstaub hin oder her, 
weiss ich nicht. Sicherlich kann man dagegen technologisch was machen, 
wurde natürlich erst mal wieder nicht bedacht, als es darum ging, Geld 
zu erpressen. Ich halte das Ganze für eine übliche Hexenjagd, wenn der 
Finanzminister wieder mal sieht, wo ihm Geld durch die Lappen geht. Mit 
dem reinen ökologischen Bewusstsein lässt sich doch prima alles 
bemänteln, ebenso wie mit der Terrorismusgefahr. Da werden schwuppdiwupp 
Sachen durch den Bundestag gewunken, dass sich einem eigentlich alle 
Haare sträuben müssten - interessiert keinen mehr.
Die ganze CO2-Hysterie halte ich persönlich für eine bewusste 
Falschinformation, es gibt genügend, wissenschaftlich ernst zu nehmende 
Gegenhypothesen. Die werden allerdings ganz kalt unter den Tisch 
gekehrt, damit lässt sich ja auch kein Emissionshandel aufziehen oder 
Ökosteuer begründen. Dass sich das Klima ändert, ist allerdings 
unbestritten. Aber schaut euch mal die Strahlungsleistung der Sonne in 
den letzten paar 10.000 Jahren an, das korreliert verdammt gut mit Eis- 
und Warmzeiten auf der Erde, völlig ohne die bösen CO2-erzeugenden 
Milliarden von Menschen. Das wird ein Gesummse gemacht um abschmelzendes 
Grönlandeis - Grönland heisst übersetzt Grünland, und dort bauten die 
Wikinger Wein an! Klar wird es für unsere heutige Zivilisation 
erhebliche Einschnitte bedeuten, wenn sich das Klima ändert. Aber auch 
mit CO2-Eindämmung oder gar Stop würde sich daran nichts ändern, dass es 
so kommt, wie es kommen wird. Wer also noch nicht ganz der 
gebetsmühlenartigen Gehirnweichklopferei verfallen ist, sollte sich mal 
selbst ein paar Gedanken machen und recherchieren - das Internet ist 
prima dafür geeignet. Manchmal komme ich mir allerdings vor wie im 
Mittelalter - der Papst/Klerus gibt die "Wahrheit" vor und schickt seine 
Büttel aus, diese durchzusetzen, ist ja schliesslich zum Wohle aller. 
Und zunehmend mehr Klakeure machen mit. Es muss nur oft genug wiederholt 
werden , bis die Kleingeister sich die vorgegebene Meinung zu eigen 
machen.

Autor: Marco (Gast)
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@inoffizieller WM-Rahul
>Zum Thema: "ich heiz' meine Bude mit Holz!" kann ich nur sagen: "Back to
>the roots!"

Roots Rules!

Mal im ernst. Was ist dein Problem? Der Ofen zzgl. Zubehör hat das 
gekostet, was wir an Nachzahlung hatten. Und es war keiner für 199,-€. 
Er war günstig, aber ist ansehnlich und funktioniert.
Sorry, aber ich sehe nicht ein, warum ich mehr bezahlen soll als ich 
muss. Warum soll ich so viel Geld für Erdgas bezahlen, wenn ich mit Holz 
wesentlich billiger davon komme?
Beim Wocheneinkauf wenn die freundliche Dame hinter der Kasse "79,43€" 
zu mir sagt, sage ich doch auch nicht "Machen 'se 120,- von".


Feuchtes Holz im Ofen... Selbst schuld. Muss man ja auch nicht machen. 
Ist genau sowie Frittenfett im Diesel. Oder wie garantierter Ökostrom. 
War hat schon eine eigene Leitung zum Erzeuger? Außer wenn man den Strom 
wirklich selbst erzeugt.
Also kommt alles mögliche an Strom an. Evtl ist sogar welcher aus 
Italien dabei.


>Pellet-Öfen haben auf jeden Fall einen besseren Wirkungsgrad als der
>"normaldämliche" Kamin/Ofen.
>Früher hatte man wegen der Gemütlichkeit einen Kamin oder Ofen. Heute
>heizen die Leute damit schon ihre Wohnung...

Hast du dir schonmal ein Pellet selbst gebaut? Oder hast du eigentlich 
den Eröffnugsbeitrag gelesen?

Erst wenn der letzte Baum gefällt ist und das letzte Schwein 
geschalchtet ist und der letzte See ausgetrocknet ist, werden wir 
merken, das man Pellets nicht in der Garage herstellt.

Dazu habe ich anfangs schon was geschrieben. Und auch ohne BWL-Studium 
weiss man, was damit passiert und wer den Preis macht.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Erst wenn der letzte Baum gefällt ist und das letzte Schwein
> geschalchtet ist und der letzte See ausgetrocknet ist, werden wir
> merken, das man Pellets nicht in der Garage herstellt.

In Deutschland und Österreich haben wir immer noch ein Überproduktion 
von Holz. Wo's momentan mangelt, sind Pelletserzeugungsanlagen. Da wird 
aber mächtig investiert.

Der Trick an Pellets/Holz ist, das ist ein (kurzfristig) nachwachsender 
Rohstoff. Öl wächst nicht nach (zumindest nicht die nächsten Tausend 
Jahre). Es werden momentan große Flächen, vor allem in Österreich, 
aufgeforstet. Der Pelletsmarkt entwickelt sich gerade die letzten Jahre 
rasant.

Klar, momentan ist die Nachfrage groß, und das Angebot klein. Das treibt 
den Preis auch bei Pellets hoch. Aber nicht so hoch wie beim Öl. Und das 
Beste: Es gibt kein Pellets-Monopol. Pellets kann praktisch jeder 
herstellen. Und wenn der Preis hoch ist, lockt das wieder viele die 
daran mitverdienen möchten. Das Angebot wächst, und der Preis 
stabilisiert sich oder fällt. Marktwirtschaft eben, und kein Monopol.

Ein weiterer, volkswirtschaftlicher Vorteil der Pellets ist die 
Wertschöpfungskette, die komplett in der heimischen Wirtschaft liegt. 
Die erwirtschafteten Werte bleiben im eigenem Staat, und nicht bei 
irgendwelchen Ölmultis. So gut wie immer bleiben die wirtschaftlichen 
Vorteile sogar in der ganz lokalen Region.

Die Heizung und Energieträger der Zukunft ist eh sehr vielschichtig. Es 
gibt nicht mehr einen Wärme- bzw. Energieträger, sondern viele 
verschiedene: Wind, Gezeiten, Solar, Holz/Pellets, Biodiesel, Erdwärme 
usw. Z.B. gibt es in Süddeutschland einige Ecken, bei den Erdwärme sehr 
vielversprechend ist. Im Norden Deutschlands sind Windparks sinnvoll. In 
anderen Regionen Deutschlands ist Solartechnik sehr ergiebig usw.

Aber das mit dem Feinstaub bei Pellets hat Methode. Das ist wie mit dem 
Dioxin in Bio-Eiern, mit der Vogelgrippe bei Freiland-Haltung usw. Es 
ist immer die gleiche Masche.

Wie heisst es so schön: Erst wird man ignoriert, dann wird man 
belächelt, dann wird man bekämpft und danach hat man gewonnen.

Die "belächelt-Phase" ist/war bei den Pellets sehr kurz. Es sind in 
bestimmten Regionen inzwischen erstaunlich viele Pelletsanlagen 
installiert. Das ist die letzten 10 Jahre ganz unauffällig über die 
Bühne gegangen, ohne dass die Öffentlichkeit und entsprechende 
Interessengruppe das mitbekommen haben. Und nun wachen alle auf.


Autor: Michael (Gast)
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Das finanzielle Problem mit den Pellet-Anlagen ist, daß die erst ab 8KW 
gefördert werden. Ein vernünftig gedämmtes Haus hat dann aber schon über 
300qm Wohnfläche, damit diese Leistung benötigt wird.
Vor allem in Städten sind solche Grundstücke aber sehr selten, der 
Durchschnitts-Häuslebauer hat zwischen 100 und 180 qm. Trotzdem gehen 
die Heizungen auch bei Neubauten weg wie warme Semmeln.
Da sieht man auch schön, wo solche Förderungen hingehen: Leider nicht in 
vernünftige Dämmungen, sondern in solche Anlagen.
Die Förderung solcher Anlagen sollte umgestellt werden.
Wer ein Haus über sagen wir mal 50kW/h pro Jahr und qm baut, sollte gar 
keine Förderung mehr bekommen. Punkt. Und zwar Wärmebedarf und nicht 
Primärenergiebedarf (den man schönrechnen kann).

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Hast du dir schonmal ein Pellet selbst gebaut?

Nö...

Ich meinte auch keinen Heizofen, der sich wie meine Gasheizung im Keller 
befindet. Ich meinte die Öfen, die man sich wegen der Gemütlichkeit noch 
ins Wohnzimmer baut (und noch eine Gas- oder Ölheizung im Keller hat). 
Weil diese Brennstoffe immer teuerer werden, halten sich manche Leute 
nur noch im Wohnzimmer beim Kamin auf, und der ersetzt die Heizung.

Beim Diesel soll sich der (nachträgliche) Einbau von Feinstaub-Filtern 
ja auch finanziell lohnen...

Autor: tex (Gast)
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Ich werfe mal eine Frage in die Runde.

>> 24000 Tonnen gesundheitsschädlichen Feinstaub
in die Luft – alle Motoren von Pkw, Lkw und Motorrädern zusammen
bringen es auf »nur« 22700 >>

Runden wir es mal auf 46000t ab wo bleibt der ganze Staub?

http://www.wetter-klimawandel.de/global-dimming.php

Autor: Roland (Gast)
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Leute, wo haben wir denn das Problem mit dem Feinstaub? Genau in den 
Städten! Und woher kommt der Feinstaub in den Städten? Genau, 
überwiegend von den Autos und nicht etwa von Holz. Die jenigen die mit 
Holz heizen sind Hausbesitzer und die meissten von denen Wohnen doch am 
Stadtrand oder ausserhalb. Und ausserhalb der Städte ist die Belastung 
mit Feinstaub doch wesentlich geringer, wenn nicht ganz 
vernachlässigbar.

Und jetzt haben wir eh die Regenzeit und das Problem mit dem Feinstaub 
ist somit gegessen.

Autor: Michael (Gast)
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Die ganzen Einfamilienhäuser befinden sich auch in den Speckgürteln der 
Städte. Somit ist es sehr wohl ein großes Problem für die Städte!

Autor: Roland (Gast)
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Es ist hier in Deutschland immer wieder das gleiche Spiel zu beobachten. 
Sobald der Normalbürger eine natürliche und Umweltschonende Möglichkeit 
hat seine Energiekosten zu senken, finden sich dessen Gegner. Und 
erklären dem "blöden" Bürger das es doch Umweltschädlich ist, sogar 
schädlicher als Gas und Öl. Und der Bürger glaubt das natürlich und 
erzählt es in voller Überzeugung seinen Mitmenschen. Und irgend wann 
wird das Heizen mit Holz genau so teuer sein wie mit Gas oder Öl, 
aufgrund höherer Steuern etc. Aber der Bürger wird es für legitim 
empfinden, da es doch so Umweltschädlich sei. Und wer ist der Gewinner?
Die Umwelt --> nein. Der Bürger --> nein. Die Energiekonzerne --> JA.
Soviel dazu...

Autor: Telly (Gast)
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@Roland: Du hast noch einen Gegner vergessen: der Staat!

Der hat immer gleich Muffesausen, wenn im eine Steuerquelle entgeht.

Und Holz läßt sich etwas schlecht besteuern, weil es im Allgemeinen in 
der Gegend rumsteht oder irgendwo rumliegt.

Autor: Michael (Gast)
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@Roland:
Wenn die Leute vernünftig gedämmte Häuser bauen bzw. ihre Altbauten 
vernünftig dämmen würden, dann wäre das kein Problem mehr.
Da ich gerade selber baue und daher auch mit vielen anderen Bauherren 
Kontakt habe, sehe ich oft, daß lieber ein paar Tausender für 
schreckliche Fliesen im Bad ausgegeben werden, die die Leute nach 
spätestens drei Jahren eh nicht mehr mögen und wieder rausreißen, als 
das Geld in bessere Außendämmung und bessere Fenster und Türen zu 
stecken. Genau hier liegt das Problem: Das fehlende Bewußtsein für eine 
vernünftige Bauweise.

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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> als das Geld in bessere Außendämmung und bessere Fenster und Türen zu
> stecken.

Die Kosten für diese Dinge sind sehr viel höher als Platten fürs Bad.

> Genau hier liegt das Problem: Das fehlende Bewußtsein für eine
> vernünftige Bauweise.

Das Bewußtsein ist da, nur nicht das Geld denn vernünftige Bauweise ist 
teuer. Auch wenn sich hohe Investitionen nach 10-15 Jahren amortisieren, 
dass Geld muß erst mal aufgebracht werden und dazu sind viele nicht 
bereit; durchaus verständlich!

Autor: Jorge (Gast)
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Mein Sempf...

Natürlich bin ich gegen Atommüll.

Und gegen Treibhausgase.

Und gegen Feinstaub.

Und gegen Windkraft. Warum ?

Ich habe etwas gegen Windkraft, weil damit den Herstellern dieser tollen 
Maschinen ein Porsche spendiert wird (soweit zumindest meine Vermutung).

Gruss

Jorge

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Ich habe etwas gegen Windkraft, weil damit den Herstellern dieser tollen
>Maschinen ein Porsche spendiert wird (soweit zumindest meine Vermutung).

Zu jeder aufgestellten Windkraft-Anlage bekommt man einen Porsche dazu? 
Dann steige ich auch in die Produktion ein.

Autor: Michael (Gast)
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"> als das Geld in bessere Außendämmung und bessere Fenster und Türen zu
> stecken.

Die Kosten für diese Dinge sind sehr viel höher als Platten fürs Bad."


Das ist totaler Quatsch. Wie gesagt, ich habe gerade selber gebaut. Da 
ich nicht sparen muss, weiss ich, daß eine schicke Innenausstattung 
sogar mehr kostet, als eine vernünftige Dämmung und vernünftige Fenster.
Geh doch einfach mal zu einem Sanitärfachhändler und schau Dir an, was 
es da an Designausstattung gibt.
Von der Küche will ich erst gar nicht reden. Wenn ich dann so diverse 
Bulthaup Küchen sehe, muss ich mich mit meiner Schüller-Küche für 30.000 
Euro schämen.
Aber eben diese Leute haben halt bei der Dämmung allenfalls 
Durchschnitt.


"> Genau hier liegt das Problem: Das fehlende Bewußtsein für eine
> vernünftige Bauweise.

Das Bewußtsein ist da, nur nicht das Geld denn vernünftige Bauweise ist
teuer. Auch wenn sich hohe Investitionen nach 10-15 Jahren amortisieren,
dass Geld muß erst mal aufgebracht werden und dazu sind viele nicht
bereit; durchaus verständlich!"


Das meine ich doch mit Bewußtsein. Weiter als bis abends denken sie eben 
nicht. Ist genauso wie mit Autos.
Wenn man sieht, wie die Hersteller mit jedem Modellwechsel die gleichen 
Fahrzeuge mit immer mehr PS ausstatten, dann liegt das wohl nur daran, 
daß die Karren nachgefragt werden.
Trotzdem immer wieder das Geheule (besonders plakativ in der 
Bildzeitung!) über die hohen Spritpreise. Auch verständlich?

Autor: T.M. (Gast)
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Es gibt aber auch noch Familien, die zB keine 30.000 für ne Küche über 
haben. Die haben eine für ne 10er Stelle weniger. Und vielleicht sogar 
"nur" nen Fertigteilhaus. Die haben auch kein Geld, um das ganze Haus 
mit neuester Wärmedämmung auszustatten. Wenn man Neu baut, mag das das 
ja noch eher drin sein.
Aber wenn man wie zB. wir z.H. nen altes Bauernhaus hat, dann kann man 
sich das gleich aus dem Kopf schlagen. Weil man da laufende Kosten hat, 
wo man froh ist, die überhaupt decken zu können und vielleicht noch Geld 
für paar Verschönerungen übrig zu haben.

T.M.

Autor: Marco (Gast)
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Wenn ich 30.000€ für eine Küche gehabt hätte, hätte ich auch erstmal 
26.500€ für Dämmung ausgegeben und dann doch die jetztige Küche für 
3.500€ gekauft.

Für 30.000€ muss ich über ein Jahr lang arbeiten und darf nichts davon 
ausgeben und der Staat und die Krankenkasse und die Rentenkasse und alle 
anderen dürfen auch nichts davon abbekommen.

Das mit den Steuern ist ja genau das was mich so wurmt.
Die ganzen Steuern auf Gas, Öl usw fallen weg, weil man mit Holz heizt. 
Das Geld fehlt. Also wird ne Holzsteuer erfunden.
Die Schornsteinfeger melden wer einen Holzofen hat und was der für ein 
Jahresverbrauch an Holz angibt. Und dadrauf wird die Steuer fällig.
Wer deutlich weniger sagt, als er verbraucht, da kommt der 
Schornsteinfeger auch seltener zum reinigen. Somit mag es auch sein, das 
die Umweltbelastung höher ist durch die übermäßigen Verunreinigungen der 
Schornsteine und die Gefahr von Bränden evtl größer ist. Aber hauptsache 
die Kasse stimmt erstmal wieder.

Und wie schon richtig gesagt wurde. Die Bäume stehen einfach so rum.
Zum Teil auf privaten Grundstücken. Wie kann der Staat dann ein anrecht 
auf das Eigentum anderer erheben?
Ich selbst habe in meiner Jugend sehr viele Bäume gepflanzt. Zum 
verfeuern sind sie heute immer noch etwas zu klein, aber es geht ums 
Prinzip.
Die Pflanzungen waren immer zum wohl der Allgemeinheit und der Umwelt. 
Ich erhebe keinen Anspruch auf einen dieser Bäume. Aber was ist mit 
Landwirten? Mein Nachbar geht jedes Jahr in seinen Wald und fällt sich 
sein Feuerholz.
Sein Eigentum!
Wird er dafür bald Steuern bezahlen müssen? Wenn ja, ist das rechtens.

Dann muss "man"(Staat) aber auch so konsequent sein und pro m³ 
eingeatmete Luft eine Steuer erheben. Die Luft ist genau so wenig 
Staateigentum wie so einige Bäume. Und verunreinigt wird die Luft 
durch's atmen auch.

Ok, die Bäume stehen aus deutschem Hoheitsgebiet. Die Opposition wird 
zwar gegen eine Holzsteuer stimmt, aber das auch nur, weil sie aus 
Prinzip gegen die Regierung sein muss. Egal welche Partei. Man könnte 
denken, das wäre nur aus Prinzip, weil sie verloren haben.
Halten wir fest, Oppositionisten sind schlechte Verlierer ;)

Was ist mit Erdwärme? Im Prinzip würde eine Bohranzeige und deren 
Zustimmung reichen und ich kann mir die Wärme der Erde holen. Es würde 
noch nicht einmal jemand merken. Außer beim ablesen der Gasuhr, wenn sie 
immer den gleichen Stand hat.

Wenn ich Kanzler wäre, würd ich sagen, das geht so nicht. Der Entzug der 
Wärme löst Klimaveränderungen aus. Wissenschaftler haben da bestimmt 
schon eine Abhandlung drüber in der Schublade. Die lade ich zum Vortrag 
ein und erhebe eine Erdwärmesteuer.
Sinn und Zweck dieser Steuer ist allerdings nur (zumindest das was man 
der Bevölkerung sagt) um den Verbrauch zu kontrollieren und ggf. 
einzuschränken. Der Verwaltungsaufwand muss mit dieser Steuer gedeckt 
werden.

Und dann führe ich eine Steuer für eure verbrauchte Luft ein.

Und was soll man dagegen machen?

Richtig, Deutschland = Demokratie. Ich (also ich nicht, weil ich ja 
grade Kanzler bin) gehe zu meinem Bundestagsabgeordneten, den ich mit 
meiner Stimmt in den Bundesttag gewählt habe und der dort die Meinung 
meines Wahlkreises vertreten muss und sage das ich dagegen bin.
Ich denke mal, die Mehrheit meines Wahlkreises ist dagegen. Weil warum 
unnötig mehr bezahlen?!?. Und wie wird er abstimmen? Im sinne seiner 
Wähler oder der Partei???

Und schon sind ein paar € mehr in der Kasse.

Die Energieversorger haben ja auch ein berechtigtes Interesse, das man 
von ihnen die Energie bezieht. Es gab hier erst einen Beitrag in dem es 
um die Einflussnahme aussenstehender in die Politik geht.
Ich will nichts behaupten, was ich nicht beweisen kann, aber ich weiss 
wie es auf kleineren Ebenen aussieht, die aber auch ganz Deutschland 
betreffen. Da verdient sich die Industrie auch eine leicht gemacht Mark 
dazu.

Früher zu meiner Bundeswehrzeit habe ich den "Benzinmarkt" intensiv 
beobachtet. Auffällig war da, wenn ich am Wochenende nach Hause wollte, 
war Benzin teurer. Heute hab ich einen Diesel, was kümmern mich da die 
Benzinpreise.
Die Preiserhöhungen meines Gaskonzerns kann ich nicht nachvollziehen.

Warum sollte dann nicht jemand, der sich eine Küche für 30.000€ nicht 
leisten kann mal Gedanken machen, wie und wo er Geld sparen kann.
Oder anders ausgedrückt. Ich sehe es irgendwie nicht ein, das ich mein 
Geld Leuten in den Hals werfe, die in der Woche und z.T. am Tag mehr 
verdienen als ich im Jahr!
Und ich sehe es deshlab nicht ein, weil wenn ich mich umschaue sehe ich 
Stellenkürzungen, Entlassungen, rumgejammer das die Lohnnebenkosten ja 
immer noch so hoch sind und wenn ich in die andere Richtung schaue sehe 
ich Rekordgewinne. Was mit den Gewinnen gemacht wird. Naja, wenn 
Manager, Geschäftsführer, Vorstandsvorsitzende genug davon abbekommen 
haben kann man ja Dividenden auszahlen oder die restlichen Mitarbeiter 
einmalig motivieren oder.............

Zum Spruch "Ich heize meine Bude nur noch mit Holz. Gemütlichkeit war 
früher..."
Gemütlich ist es. Es ist auch eine andere Wärme als die der 
Zentralheizung. Und das ganze Haus damit heizen. Schaffe ich auf Grund 
der Verwinkelungen nicht ganz.
Wenn ich unten die Türen offen lasse und das sind sie in der Regel 
sowieso, schon alleine weil meine Tochter keine Lust hat sie zu 
schließen und uns es allgemein zu doof ist bestimmte Türen den ganzen 
Tag über (sofern man Zuhause ist) immer zu öffen und zu schließen, ist 
das UG warm. Selbst das OG wird mit gewärmt ohne das man sich anstrengen 
muss. Ich hätte nicht gedacht, das das soviel ausmacht. Somit wird 
schonmal wirkungsvoll verhindert, das das Haus auskühlt ohne die 
Gasheizung genutzt zu haben.
Im Kinderzimmer wird die Heizung aber trotzdem noch angemacht, weil es 
für das Zimmer nicht reicht. Ist aber kein Problem. Die Anschaffung war 
auch nicht dazu gedacht um das ganze Haus zu heizen.
Wer das jedoch macht oder versucht, hat meine volle Zustimmung und 
Verständnis!

Überall wo es befürworter gibt, gibt es auch Gegner. Das war schon immer 
so und wird sich auch nicht ändern. Und das ist eigentlich auch gut so. 
Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe, die sind pauschal erstmal 
dagegen. Wirklich ernst nehmen kann man die nicht, aber es gibt sie 
trotzdem.
Also ist es verständlich, das es hier zwei Meinungen gibt. Man mag zum 
Teil auch nur ungerne von seiner Meinung abweichen, aber man sollte auch 
mal etwas über den Tellerrand schaun. Man kann sich nicht dagegen 
aussprechen einen Teil des Hauses mit Holz zu heizen und wenn Benzin und 
Autogas auf einmal 3€ kosten rumheilen das der Lebensunterhalt zu teuer 
wird.
Vielleicht muss der Liter Diesel auch erstmal 2,38€ kosten, damit einige 
andere auch wach werden. Dann werden die aber verhöhnt, weil sie die 7km 
zur Arbeit auf einmal mit dem Fahrrad fahren. Und sogar bei Regen.
Aber dann bitte nicht vergessen. In den Radnarben ist Fett. Wieviel 
Liter Grundwasser kann mit einem Trofen Öl verschmutzt werden?
Dann beim Fahrradkauf drauf achten, das alle Kugellager auch gegen 
Regenwasserauswaschungen geschützt sind. Nicht das man beim sparen 
zufällig noch der Umwelt schadet.

Es kann ja heutzutage nicht nur Feinstaub ermittelt werden, sondern auch 
Feinststaub. An dieser Stelle möchte ich einige Leser drauf hinweisen, 
das die Technik immer weiter entwickelt wird. In einiger Zeit kann sogar 
Amfeinstenstaub gemessen werden.
Dann wird auf einmal der Gummiabrieb beim auftreten mit den Schuhen auf 
dem Asphalt (mal ganz von dessen Abrieb abgesehen) zur 
Gesundheitsgefahr.

Wie es in der Wirtschaft immer im Wechsel gute und schlechte Zeiten gab 
und geben wird, wird sich auch das Klima weiterhin ändern. Und nicht 
alles davon ist unsere Schuld. Seit Millionen von Jahren wird nämlich 
schon mit Holz geheizt.

Und Feinstaub gibt es auch schon länger. Er konnte nur noch nicht 
gemessen werden. Vor etwas mehr als 100 Jahren dachten wird auch noch, 
das man von der Erde fällt wenn man sich zu nahe an den Rand begibt!

Eines gestehe ich aber ein. Der Verkaufsslogen das Holz im Gegensatz zu 
Öl ein nachwachsender Rohstoff ist gefällt mir nicht.
Bäume wachsen nicht so schnell, wie man sie verbrannt hat.
Aber Erdwärme kann ich mir nun wirklich nicht leisten.
Wie schon gesagt wurde. Man weiss zwar, das man etwas nicht richtig oder 
nicht 100%ig macht, aber man kann das Geld im ersten Moment nicht 
aufbringen.

PS: Mir geht es hier nicht dadrum mich für Holzöfen und deren maximale 
Wärmeausnutzung auszusprechen, sondern um die steigenden Kosten für 
lebensnotwendiges und um die Gefahr, das Alternativen mit aller Gewalt 
auch verteuert werden könnten ohne das man sich so wirklich dagegen 
wehren kann.

Autor: eda (Gast)
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Hallo, ich wohne in einer GEH-Wohnung. Habe gehört, dass das heizen viel 
teurer als Zentralheizung ist. Ausserdem läuft das wasser auch über Gas. 
Wie kann ich in der Wohnung sparend leben, ohne krank und arm zu werden?

Autor: eidens (Gast)
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Feinstaub.

Leute, ich wohne hier seit 1,5 Jahren neben einem Kerl, der
einen alten Scheitholzkessel als Heizung und für
die Warmwasserbereitung nutzt.

Ich lade gerne alle mal zum richtigen "Durchatmen" ein.
Es ist zum Kotzen! Es stinkt hier immer nach Rauch und
meine Familie und ich haben nun einige Probleme mit
Bronchien etc.

Gesetzte? Grenzwerte? Nix.

Es gibt nur einen Paragraphen, der allgemeine
Beeinträchtigungen von Nachbarsseite regelt.

Autor: JTM (Gast)
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Du hattest eine Vision......!!!! Und sie wird 2008 Wirklichkeit!!!

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Hallo,

@eidens:

Bei uns im Dorf ist es genau so. Bei zwei Nachbarn wird Holz geheizt, 
aber nicht mit einer guten Heizungsanlage, sondern mit sowas billigem 
gebrauchtem, was mit einer Ülheizung gekoppelt ist, wovon die Ölheizung 
aus Armutsgründen abgeschaltet ist. Natürlich stinkt es die ganze Nacht 
und am Tag und nicht nur bei uns sondern auch bei denen Im Haus. Der 
Qualm macht nicht nur zum Schornstein raus, sondern kommt auch irgendwo 
seitlich oder von vorne aus dem Ofen. Aber was will man machen, wenn das 
Geld nicht da ist? Es heizen hier sehr viele mit Holz, aber nicht mal 
das ist bei einigen finanziell drin. Da muss dann halt Stroh oder Abfall 
verbrannt werden (und die Heizung versaut) oder das Holz wird geklaut. 
Wir haben zwar noch eine Ölheizung, aber auch die wird uns zu teuer. Wir 
heizen nur noch Küche und Wohnzimmer auf 16 °C. In den Schlafzimmern 
herrschen ca. 0 °C. Das Bad wird nur geheizt, wenn wir baden. Die 
Heizung war auch manchmal kaputt und hat so noch zusätzlich Geld 
verschlungen. Die Fenster in unserem Haus sind schon sehr schlecht. Der 
Holzrahmen schimmelt und ist schief gezogen und das Glas ist von 
schlechterer Qualität als das von Einwegglasflaschen.
Es ist zwar ein gutes Argument, dass der Kauf von Holz die 
Forstwirtschaft fördert und so mehr Wälder gepflanzt werden, aber 
wieviel Waldfläche braucht man, wenn alle mit Holz heizen? (Pflanzen 
haben höchstens 1% Wirkungsgrad)
Schon mal bedacht wie viel Energie zum Bau der Holzheizung verbraucht 
wurde? Wieviel wird zum Bau einer Solaranlage verbraucht?
Bei so einem Vortrag einer Solarfirma hat uns der Redner erzählt, dass 
im Erzgebirge (wo ich wohne) jemand eine Solaranlage selber aufgebaut 
hat ("Geiz ist geil."), die Folge war, dass er die Solarzellen auf der 
Nordwestseite des Hauses, wo ständig Schatten ist, installiert hat 
(Kompass verkehrt abgelesen?). Natürlich hatte auch er so eine 
kombinierte Anlage (Solar und Holz). Naja nun sind die Solarzellen wohl 
eh verrußt sein...
Noch einen Tip von mir: kauft niemals Röhrenkollektoren. Die sind zwar 
im Labor unter den Testbedingungen sehr effizient (gute thermische 
Isolation), aber in der Praxis einfach zu teuer und sie gehen schneller 
kaputt (empfindliche Glasröhren). Außerdem geben sie ja kaum wärme ab, 
weshalb sie im Winter zufrieren und dann nicht mehr arbeiten.
Ich denke man muss nicht unbedingt auf Holz umsteigen, denn das wird 
bald jeder machen und dann ist Holz sehr teuer, während andere Bioheizöl 
aus Stroh, Tinte aus Bananen und Stadtgas aus Kuhfladen herstellen.

Autor: +-+-+-+- (Gast)
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> Für Leute, die ein Eigenheim haben, ist eine Holzheizung eine gute
> Möglichkeit, 1. Energie und Geld zu sparen und 2. die Umwelt etwas
> weniger zu belasten.

Wo habt ihr das Holz her? Habt ihr eigenen Wald und macht das Holz 
selber? Kauft ihr das vom Förster und hackt und sägt es dann selber 
klein? Wie soll das funktionieren, wenn viele Leute auf Holzheizung 
umsteigen? Soviel so schnell nachwachsenden Wald gibt es zumindest in 
Deutschland nicht.

Autor: +-+-+-+- (Gast)
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> jemand eine Solaranlage selber aufgebaut
> hat ("Geiz ist geil."), die Folge war, dass er die Solarzellen auf der
> Nordwestseite des Hauses, wo ständig Schatten ist,

wer so dämlich ist, ist selber schuld.

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