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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Anekdoten aus der Bewerbungspraxis - Teil 1


Autor: Ingenieur (Gast)
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Ich befinde mich gerade wieder mal in der Bewerbungsphase und habe das 
dringende Bedürfnis, mir die eine oder andere Katastrophe von der Seele 
zu schreiben, die sich in diesem Zusammenhang so abgespielt hat, denn es 
ist bisweilen erschreckend, woran eine Einstellung im Einzelfall 
scheitert und warum man angeblich nicht ins Team passt. Wer mag, kann ja 
unter derselben Überschrift weitere Teile ins Forum einstellen, dann 
haben wenigstens die anderen  Leser hier etwas zu Lachen.

Ich fange mal mit 2 Fällen an, über die ich so richtig nicht Lachen 
kann:

1) Vor etwa 6 Wochen hatte ich nach erfolgreicher Vermittlung durch 
einen Personalberater ein erfolgreiches Telefongespräch mit einem 
Teamleiter für Elektronik, der sehr interessiert war. Nach insgesamt 
50min Gespräch wurde er weggerufen und wir vertagten auf 2 Tage später. 
Da er aber Kunden hatte, konnte er die Woche nicht und das 2. Gespräch 
kam erst später per Telefonkonferenz (andere Standort) zustande. Diesmal 
war auch sein Abteilungsleiter dabei, wir diskutierten wieder rund 1h am 
Telefon über die Aufgaben und die Tätigkeiten der kommenden Jahre. Dann 
zog ich mich vereinbarungsgemäss zurück und überliess die 
Telefonkonferenz dem Verittler und den beiden Verantwortlichen. Es wurde 
sehr großes Interesse bekundet und ein persönliches Gespräch terminiert. 
3 Tage vorher ruft der Personalheini an, er brauche Referenzen. Davon 
war wochenlang keine Rede! Ein Problem wäre es nicht gewesen, hätte er 
das früher gesagt. Leider waren die genannten Referenzgeber auf 
Dienstreise und würden erst 2 Wo später eintreffen. Das wollte der 
Personalheini mit Hinweis auf sein internes Qualitätsmanagement und 
seine "Vorgabe" nicht akzeptieren und dropte in Absprache mit den 
dortigen Verantwortlichen den Termin, da "die Zeit für das 
Bewerbungsgespräch vorloren ist, wenn hinterher die Referenz eventuell 
nicht kommt". Da der Kunde jetzt angeblich auf die Zeit drängt, wurde 
ein andere vorgezogen.

Geht's noch ????? - Die Sache lief wie gesagt 3 Wochen und dann hat der 
Kunde plötzlich keine Zeit mehr?

Habe beim Kunden dann rückfragen können und man bestätigte mir, daß der 
Personalheini doch tatsächlich formuliert hat, bei mir gäbe es 
"unsichere Referenzen".

Autor: Blaubär (Gast)
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Ich hatte mal einen ahnungslosen Spacko vor mir, der wissen wollte, ob 
ich HTML kann. "Haben sie schon einmal eine Website programmiert?"... 
Höhöhööhö.... so ein ahnungsloser Vollidiot...

Autor: Thomas (Gast)
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Ich kann HTML, aber keine Webseite programmieren...

Autor: Ingenieur (Gast)
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Jetzt wird mein schöner Thread wieder von Blaubär vollgemüllt!

Autor: nico26plus1 (Gast)
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Ich hatte mich mal bei 'ner Firma für Automatisierungs- und 
Steuerungstechnik beworben. Stellenausschreibung auf ihrer Homepage war 
in diesem Bereich auch angesiedelt und passte recht gut auf mein Profil. 
Ich komme also zum Vorstellungsgespräch und werde dann mit den Worten 
begrüsst: "Mit der Automatisierungstechnik gehts zur Zeit bergab, wir 
sind daher dabei uns umzuorientieren und suchen daher jemanden für den 
Top-Level-Telefonsupport für UNIX-Workstations" kopfschüttel

Erstaunlicherweise war das kein Einzelfall, wo ich zu einen 
Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, wo die zu besetzende Stelle nicht 
im entferntesten zu meiner Qualifikation passte.

Eine andere Firma wollte das doch ausnutzen, indem sie mir ein Praktikum 
zum reinschnuppern verkaufen wollten, nachdem im Gespräch klar wurde, 
dass der Job nicht meinen Vorstellungen entsprach. Ich sollte mich dafür 
zudem auch wieder an 'ner Uni einschreiben... ne ne ne... gut, dass ich 
dafür von Norddeutschland nach Nürnberg hätte ziehen müssen, was unter 
dem Strich mir finanziell Einbußen gebracht hätte. Anderenfalls hätte 
ich vielleicht diesen Schwachsinn sogar mitgemacht. Immerhin war ich zum 
damaligen Zeitpunkt über zwei Jahre mit dem Studium fertig und immer 
noch ohne festen Job...





Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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Meine Geschichte, ist allerdings etwa ein Jahr her.

Hab mich auf eine Stelle bei einem Dienstleister beworben als 
Hardwareentwickler. Eine Stunde nach dem ich meine Unterlagen gemailt 
hatte (es war Montag) kam auch auch schon ein Anruf, ob ich denn am 
Dienstag gleich mal zu einem Vorstellungsgespräch in den süddeutschen 
Raum kommen könnte. Da wäre ein Kunde, der ganz ganz dringend jemand 
braucht und wenn alles gut läuft, könnte ich evtl. auch schon diese 
Woche anfangen. Leider hatte ich an besagtem Dienstag keine Zeit und wir 
vereinbarten den Donnerstag. Ich halt mal 400km mit der Bahn in den 
Süden gefahren (besitze kein Auto), knapp 5 Stunden Fahrt. Dort 
angekommen traf ich mich mit dem Dienstleister und wir fuhren zu dem 
Kunden. Dieser war von mir auch recht angetan aber er stellt klar, dass 
Arbeitsbeginn frühstens in 6 Wochen sein könnte (soviel zum Thema "ganz 
ganz dringend"). Im laufe des Gesprächs, nachdem sich zwei 
Abteilungsleiter meine Diplomarbeit angesehen haten, bekundeten diese 
doch Zweifel, da ich eindeutig überqualifiziert sei und dass die Stelle 
normalerweise nur von FH-Leuten besetzt würde.

Toll dachte ich mir, dafür 400km fahren und 100 Euro Fahrkosten 
ausgeben. Hätten die auch gleich sagen können, schließlich hatten die ja 
alle unterlagen. Zumindest hat der Dienstleister nachträglich gesagt, er 
habe alle Unterlagen weiter gegeben.

Nach dem Gespräch gings nochmal zum Dienstleister und der sagte mir 
dann,  das wir sehr gute Karten hätten und spätestens in einer Woche 
bekäme ich die Entscheidung. Wir haben uns dann noch übers Gehalt 
unterhalten und das war gelinde gesagt lächerlich. Dafür muß man 
eindeutig nicht studieren.

Naja nach einer Woche hatte ich immer noch keine Rückmeldung und ich 
rief an. Der Dienstleister meinte, es wäre noch keine Entscheidung beim 
Kunden gefallen und er würde sich einfach melden. Gleichzeitig betonte 
er nochmal, dass ich mich auf keinen Fall bei dem Kunden melden sollte.

Nach drei Wochen rief ich dann nochmals an und bekam die Absage.


Bei dieser Sache ist mir doch aufgefallen, dass Dienstleister die 
Bewerber dem Kunden gerne als Experten verkaufen. Da reicht nur eine 
kleine studienbegleitende Nebentätigkeit und man ist sofort der Held. 
Sehr gefährlich, denn richtige Berufserfahrung ist was völlig anderes 
als wenn man neben dem Studium mal bisschen gelötet hat.

Alles sehr seltsam und ich kann jedem nur raten, die Erstbewerbung 
zunächst nicht einem Dienstleister zu schicken.

Autor: rille (Gast)
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Wenn Du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, muessen Dir die 
Fahrtkosten erstattet werden - es sei denn, vorher wurde etwas anderes 
vereinbart, was dann aber sehr merkwürdig wäre.

Autor: F.K. (Gast)
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In den Verträgen der DL steht meist genaus das drin "Bewerbungskosten 
werden nicht erstattet".

Diese Sachen sind sehr weit verbreitet: Lebensläufe nicht gelesen, keine 
Zeit fürs Gespräch, Stelle nicht genau süezifiziet etc. Die Firmen gehen 
sehr schlampig mit den Bewerbern um und wohlen immer möglichst bequem 
viele Leute einladen, damit sie schön gut aussuchen können. In Zeiten, 
wo man viele hatte, ging das auch. Jetzt merken manche, daß das nicht 
funktioniert und viele jammern, daß sie keine Bewerbungen kriegen - 
dabei haben sie sich den Ruf selber versaut!

Mein Reinfall:

Vor knapp 3 Jahren war ich bei einer Firma im hessischen Darmstadt, die 
sich mit Mechatronik befasst und die sehr viel Auftragsentwicklung 
macht, vor allem in medizinischer Technik. Ich bin aufgrund der 
winterlichen Temperaturen und der Lage der Firma in Bahnhofsnähe auch 3h 
mit der Bahn angefahren, um mich dort vorzustellen. Schon bei der 
Bewerbung gab es die erste Irritationen, da sie Bewerbungen angeblich 
eigentlich nur über eine Personalberatung aus Bad Homburg machen und ich 
mich dorthin wenden soll, obwohl sie selber 4 Stellen auf der Webseite 
hatten. Nach einem Telefonat mit der Beratungsfirma war es dann aber 
kein Problem und wir haben uns getroffen und detailliert über alles 
ausgetauscht. Er hat dann alle Dokumente weitergereicht.

Bei Treff in Darmstadt ging es dann richtig los: Erstmal war die Adresse 
falsch ausgedruckt, dann musste ich fast ein halbe Stunde warten, bis 
einer Zeit hatte. Als wir dann endlich Platz genommen hatten, musste ich 
mit dem Rücken zur Tür sitzen und jedesmal aufstehen, wenn einer 
reinkam. Zuerst sollte ich haarklein meinen Lebenslauf erzählen, weil 
der Entwicklungsleiter angeblich noch keine Zeit hatte, ihn zu lesen. 
Dann wollte der Teamleiter für Software, der sonst keinen Tonausgebracht 
hatte, plötzlich wissen, welche Controller ich kenne, obwohl das 
ausdrücklich im Lebenslauf drinsteht. Schließlich wollten sie noch 
wissen, für welche Position ich mich bewerbe, obwohl das mit dem 
Personalberater, der ebenfalls neben mir sass und keinen Ton 
rausbrachte, im Detail abgestimmt war: Es war die 
Hardwareentwickungstelle- die gingen aber von der 
Softwareentwicklungsstelle aus, da die HW-Stelle schon bsetz war. Da sie 
kein Anschreiben von mir hatten aus dem das hervor hätte gehen können 
(es lief ja alles über den Personaler) und sie nun aber keine Zeit mehr 
hatten, war das Gespräch schon in 35min beendet. Auf der Webseite waren 
aber später immer noch Hardware- und Projektleiterpositionen, quasi als 
Lockmittel, aufgeführt. Habe mich dann ein halbes Jahr später nochmal 
anonym als Hardwareentwickler (der immer noch ausgeschrieben war) direkt 
beworben und wurde wieder zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Der 
Anruf bei dem Personalberater ergab aber, daß sie inzwischen einen Inder 
eingestellt hatten und doch wieder einen Softwareentwickler suchen. Ich 
habe dann den Entwicklungsleiter damit konfrontiert und er hat 
abgelehnt. Auf einer Recruitingmesse bei Ingenieurkarriere.DE, wo die 
immer herumhängen, habe ich mich dann wieder anonym mit einem Entwickler 
dort unterhalten und er hat mir erklärt, daß die Stellen dort nur 
Dummies sind, damit immer genug Bewerber da seien.


Autor: annabell9 (Gast)
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>da ich eindeutig überqualifiziert sei und dass die Stelle
>normalerweise nur von FH-Leuten besetzt würde.
Mit deiner Einstellung geschieht es dir ganz recht

>denn richtige Berufserfahrung ist was völlig anderes
>als wenn man neben dem Studium mal bisschen gelötet hat.
Die können sich dann wenigstens ein Auto leisten im Gegensatz zu dir

Autor: Jim (Gast)
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@annabell9

Sehe ich genauso.


Viele meiner Arbeitskollegen sind FH-Ings und die sind mit Sicherheit 
nicht schlechter!

Mit so einer Einstellung wirst du es nicht weit bringen und das ist auch 
gut so.

Autor: Kuddel (Gast)
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@annabel
Wieso, kann man 400 km mit dem Auto umsonst fahren? In deinem Dorf mag 
man ohne Auto vielleicht nicht leben können, aber z.B. in Hamburg ist 
ein Auto echt Blödsinn.

Der Überqualifizierungssatz kam übrigens vom Abteilungsleiter, nicht von 
"Aufreger"

Gruß
Kuddel

Autor: icke (Gast)
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>Im laufe des Gesprächs, nachdem sich zwei
>Abteilungsleiter meine Diplomarbeit angesehen haten, bekundeten diese
>doch Zweifel, da ich eindeutig überqualifiziert sei und dass die Stelle
>normalerweise nur von FH-Leuten besetzt würde.

Könnt ihr nicht richtig lesen?
Ist ja nicht die Meinung vom Aufreger deluxe.
Sondern die der zwei Abteilungsleiter...

Autor: icke (Gast)
Datum:

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Ach, der  Kuddel war schneller...

Aber, bei meinem Arbeitgeber sieht es z.Zeit auch sehr schlimm aus.
Alte Ingenieure werden entsorgt (Vorruhestand, Abfindungen),
und neue, junge, eingestellt. Für weniger Lohn, versteht sich ja, 
klar...
Und x-mal befristet für ein Jahr.
Viele externe Ings. haben wir auch.
Es wimmelt nur so von Werksstudenten.

Wenn mal ein Techniker gebraucht wird, wird ein Ingenieur gesucht.
Sind ja viele auf dem Arbeitsmarkt frei verfügbar.
(Raum Berlin/Brandenburg)
Für einen einfachen Facharbeiterjob wird ein Techniker gesucht.
So billig wie nur geht. Natürlich befristet.
(Wie funktioniert da die Famillienplanung,
es sind nur junge MA gefragt?)

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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> Die können sich dann wenigstens ein Auto leisten im Gegensatz zu dir

Was man sich leisten kann und tut, sind zwei verschiedene Dinge. Ich 
besitze nachwievor kein Auto.

Autor: HenrikJ (Gast)
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Als Ing von der Uni kann für nen "FH-Job" durchaus "über"qualifiziet 
sein.

Wenn die die DiplArbeit angelesen haben und das allerhand theoretischer 
Kram war, ist man bei ner eher praktischeren, wo was rauskommen soll, 
was man anfassen kann, halt überqualifiziert. Das ist jetzt keine Kritik 
oder so.

Ich hätte keine Lust auf den arg theoretischen Kram. Schade finde ich 
nur, dass die Ings von der Uni mehr Gehalt kriegen. Aber das steht ja 
hier nicht zur Diskussion. Insofern nehm ich den Aufreger mal in Schutz. 
Und arrogant hat er das ja nu nicht gesagt.

Bei der Sache mit dem Auto stimm ich übrigens auch zu. Obwohl ich auch 
mit der Augenbraue zucken würde, wenn mein Bewerber keine Karre hat. 
Auch in Hamburg.

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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> Bei der Sache mit dem Auto stimm ich übrigens auch zu. Obwohl ich
> auch mit der Augenbraue zucken würde, wenn mein Bewerber keine Karre
> hat

Mal eine Gegenfrage, hat denn jeder Hochschulabsolvent ein Auto?

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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[OT]
Ist es nicht scheissegal, ob jemand mit dem Auto zur Arbeit kommt oder 
mit dem Bus/der Bahn?
Vor allem dem Arbeitgeber sollte es egal sein, solange der Mitarbeiter 
pünktlich in der Firma ist.
Ich finde es sehr angenehm, mich morgens nicht mit diversen tausend 
anderen durch den Stau zu quälen, um dann die gleiche Zeit in die Firma 
zu brauchen wie mit dem Bus.
[/OT]

Kurz vor Ende des Studiums gab es einen Aushang in unserer FH, dass ein 
Hardware-Entwickler gesucht wird (auch "um 2 Ecken"; 
Personaldienstleister).
Weil das doch sehr interessant für mich war, hab ich mich da auch 
beworben und wurde auch eingeladen. Dann sind wir (Personaler und ich) 
ein paar Tage später in die Ziel-Firma zwecks Vorstellungsgespräch 
gefahren.
Da stellte sich dann heraus, dass die den Hardware-Entwickler schon 
eingestellt hatten, dafür aber einen Kabelplan-Maler suchten.
Davon hatte ich aber keine Ahnung (und auch nicht wirklich viel 
Interesse dran).

Was ich während meiner Bewerbungsphase festgestellt habe, und jetzt 
immer noch feststelle: Viele Ingenieur-Dienstleister haben sehr viele 
Dummy-Anzeigen im Angebot. Das ist aber inzwischen gängige Praxis...

Autor: Smörre (Gast)
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Personaldienstleister bzw. Consulter sind in aller Regel nur 
Adressenverschieber - wenn es sich vermeiden läßt verzichte ich auf eine 
Bewerbung an solche Adressen.
Wenn Sie eine Leistung in Bezug auf ein höheres Gehalt erbringen können, 
dann ist es ja noch okay - dazu sind aber nicht in der Lage.
Meistens dann doch nur Sklavenlohn und gleichzeitig hohe Anforderungen - 
sorry, wenn ich über die verfüge, dann kann ich mich auch gleich bei 
einer ordentlichen Firma bewerben und muß meine Zeit nicht verschwenden.
Wenn man dann noch hört, daß die Zeit drängt und jemand anders den Job 
hat, spätestens dann weiß man, daß der sogenannte Fachkräftemangel 
nichts weiter als eine Lügengebäude ist.

Autor: Kola (Gast)
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Ich saß mal im Vorstellungsgespräch, und der Personalchef hat mir 
plötzlich so ein Tintenklecksbild vorgehalten und gefragt, was ich sehen 
würde. Ich war völlig überrascht, solche Bilder werden normalerweise 
beim Idiotentest gezeigt. Ich habe dann halt gesagt, dass ich ein Blatt 
Papier mit einem Tintenfleck sehe.
Das war im Hochsommer, im Zimmer war ein Tisch mit Getränken aufgebaut, 
aber der Personaler hat mir nichts angeboten. Am Ende des Gesprächs, als 
er mich zur Tür bringen wollte, hat er sich noch 10 min mit einem 
Mitarbeiter unterhalten, und ich stand dabei wie bestellt und nicht 
abgeholt.
Damals hab ich sowas mit mir machen lassen, aber heute würde ich bei dem 
Tintenklecksbild sagen: "Kann ich bitte meine Bewerbungsunterlagen 
zurück haben, diese Arbeitsstelle gefällt mir nicht".

Autor: dschedsche (Gast)
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@aufreger: tjaja die dienstleister, da hast du vollkommen recht!

ich hab mich nach dem studium auch bei einem dienstleister beworben und 
wurde prompt zu einem vorstellungsgespräch eingeladen. vor mir saßen 
dann ein personalfuzzi und zwei flaschen wasser. die zwei flaschen 
wasser hatten evtl. mehr ahnung von elektronik als der kerl.
er fragte mich im laufe des gespräches natürlich nach der diplomarbeit. 
ich fing also an meine arbeit kurz aber aussagekräftig zu präsentieren. 
zwischendurch hat er mir so blöde fragen gestellt, dass ich gemerkt habe 
"dieser typ rafft gar nix"!
ab da hab ich nur noch sinnlosen (elektrotechnischen) scheiß erzählt und 
er hat es nicht einmal gemerkt.
am ende des gespräches stellte sich raus, dass er ganz dringend jemanden 
für einen auftrag bei einem automobilzulieferanten in stuttgart braucht. 
DRINGEND!!! ob ich überhaupt im geringsten ahnung habe oder nicht wusste 
er dabei gar nicht. wahrscheinlich war ihm das wohl auch absolut egal, 
da er mit mir zu einem vorstellungsgespräch zum auftraggeber gefahren 
wäre und die schon gemerkt hätten ob ich brauchbar bin oder nicht.
als ich meine gehaltsvorstellung äußerte fing er doch tatsächlich an zu 
lachen. daraufhin hab ich ihn nach seinen vorstellungen gefragt...tja, 
da hab ich gelacht und ihm gesagt das ich andere stellenangebote bzw. 
vorstellungsgespräche hatte, bei denen meine gehaltsvorstellung durchaus 
akzeptiert wurde. zwischen tür und angel sagte er mir dann, dass er sich 
eine zusammenarbeit mit mir gut vorstellen könne. ich vertröstete ihn 
auf eine woche, da ich auf die entscheidung eines anderen unternehmens 
warte.
aber nein, gleich zwei tage später ruft er an und drängelt förmlich am 
telefon eine entscheidung zu fällen, ob ich denn schon neuigkeiten vom 
anderen arbeitgeber hätte, sein kunde in stuttgart braucht dringend 
jemand. sein auftrag ging ihm wohl flöten.

naja, das ich dort nicht unterkommen wollte ist wohl klar.

ach ja! das gespräch wurde übrigens beendet da der nächste bewerber vor 
der tür stand. ein komillitone! :-)

Autor: tex (Gast)
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Die Sklavenmärkte funktionieren seit Jahrtausenden nach dem gleichen 
Prinzip, nur dass sich inzwischen statt den Kauf und Verkauf, so wie mit 
anderen Wirtschaftsgütern auch, inziwschen das Leasing durchgesetzt hat. 
Somit belastet der Sklave nicht das Investitionsvolumen sondern nur das 
Monatsbudged.
Es ist schlicht und ergreifend eine legale Form, die geltende 
Gesetzgebung zu unterwandern, gleichzeitig wirtschaftliche Risiken für 
die Firma zu minimieren, den Gewinn zu mehren und die sozialen 
Verplichtungen abzuschütteln. Extrem effizient. Außerdem hat es den 
Vorteil das z.B. kranke Sklaven schnell ersetzt werden können.
Aus der Sicht des Sklaven ist es eine unzumutbare Sauerei, aus der Sicht 
des Unternehmers eine gewinnbringende und lohnende Investition.
Das Zugeständnis an den modernen Sklaven des neuen Jahrtausends ist es, 
dass er selbst entscheiden darf, ob der sich zu Markte trägt.
Wer nach einen gut bezahlten, nicht zu aufreibenden, schönen Job sucht 
in dem er von Stundenlönen ziwschen 50 und 100 Euro träumen kann, ist da 
falsch aufgehoben.
Wer nach einem Sprungbrett sucht und gelernt hat dass man heute besser 
nicht länger als 5 jahre bei einer Firma bleibt, der kann auf diesem Weg 
viel lernen, Kontakte knüpfen, sich selbst verbessern und den richtigen 
Job finden.
Und allen jungen Berufseinsteigern kann ich aus meiner Praxis eines 
sagen.
Als ich nach dem Studium mit der Arbeit angefangen habe, kannte ich eine 
Menge Leute, die um die 100DM / Stunde verdienten, sich dafür nicht 
aufreiben mussten und da wollte ich auch hin.
Heute sitzen die Meisten davon beim Arbeitsamt oder in Jobs mit 
Stundenlöhnen um die 12 bis 19 Euro. Wie gesagt, wir reden von Ings und 
Docs mit vielen Jahren Berufspraxis nicht von Putzfrauen.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Ich kriege es nicht zusammen, daß es Ingenieure gibt, die für 19,- 
arbeiten sollen oder arbeitslos sind. Was können die denn (nicht)?

Die Stundensätze bei den Dienstleistern sind zwar nicht üppig, aber 40,- 
sollten es doch sein! Ich habe immer so meine 50,- die Stunde und 
aufreiben tu' ich mich schonmal deshalb nicht, weil meine Chefs solche 
sind, wie im Beispiel oben und i.d.R. wenig Ahnung haben und daher auf 
mich angewiesen sind. Sonst packt es von denen ja keiner !!!!

Autor: AB (Gast)
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@ Ingenieur
50€ die Stunde  35 Stunden die Woche  52 Wochen in Jahr...
= 91000€

Wie viel Berufserfahrung? Welche Firma?

Bin grade beim Bewerben und habe auch bei paar Personalvermittlern 
vorbei gesehen. Ist in meinen Augen ganz Interessant um Routine zu 
bekommen, mehr auch nicht..

Welche Firma zahlt schon heute noch über 90k€ im Jahr?

Autor: Ingenieur (Gast)
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a) Deine Rechung stimmt nicht, weil man nicht voll durcharbeiten kann. 
Jedenfalls kann man so nicht rechnen. Du must schon Krankheit, Urlaub 
und Feiertage abziehen, die die Festen bezahlt bekommen. Zieh mal 25% 
ab, dann hast du in etwa das, was man nicht mehr so viel mehr, als man 
als Angestellter hat.

Lies auch mal das : Beitrag "Personaldienstleister" (Beitrag 
vom 11.11.06 . 22.26)

b) Ich habe etwa 10 Jahre Erfahrung in diversen Branchen. Firmen sind 
unterschiedlich, die Tarife gehen bis 55,- für längerfristige 
Projektverträge in Elektronik, Software momentan etwa 5-10% höher! 
Gearbeitet wird meist 40h die Woche während des gesamten Raumes. Freie 
Tage und Urlaub arbeitet man vor /nach. - daher sind es real 45h. 
Richtigen, echten Urlaub macht man dann im projektfreien Zeitraum, den 
es aber aufgrund der vielen Anfragen derzeit nicht gibt. Ich könnte im 
Moment 3 Jobs machen und wenn ich den Stundensatz von weniger als 50,- 
akzepzieren würde, währen es wohl 10-20 Anfragen die Woche!

c) Echte 90k im Jahr für Fest kriegen z.B. sehr erfahrene Teamleiter in 
Grossfirmen, oder gute Entwicklungsleiter in mittleren Firmen. Typische 
Entwicklungsleiter in Kleinfirmen liegen eher bei 80.000, was in 
Topfirmen auch die Senior-Ingenieure erhalten. Billigteamleiter bei 
Bosch, Siemens und Konsorten mit nur 3 Jahren BE liegen da aber eher bei 
70 und weniger. (zurecht!)

Autor: Geringverdiener? (Gast)
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Mhm, weniger als 3 Berufsjahre und 70Tsd. Euro und weniger? Also 60 
Tsd.???
Aber nicht als Ingenieur. Da musst du dich eher mit 35-50 
auseinandersetzen.
Aber interessant, was andere angeblich immer so verdienen. Als Berater 
ist das sicherlich drin, allerdings bei 60h Arbeitszeit pro woche.
Jeder, der mal bei einer Betriebsversammlung war und die Aufschlüsselung 
der Gehälter gesehen hat, der weiss, dass selbst bei Siemens der Anteil 
derjeniger, die im ÜT-Bereich liegen, in den "älteren" Semestern (zu 95% 
40 Jahre und älter) zu finden ist. und was ist ÜT? das sind heute mind. 
6100€*12=73000.
Und die Leutchen mit 25-30Jahren liegen im Bereich 35-50Tsd.
Grüße

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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> Ich habe etwa 10 Jahre Erfahrung in diversen Branchen.

Eben das ist der Punkt!

> Aber nicht als Ingenieur. Da musst du dich eher mit 35-50
> auseinandersetzen.

So ist es. Und die Dienstleister haben auch keinen Grund, wesentlich 
mehr zu bezahlen, denn der nächste Bewerber steht garantiert vor der 
Tür.

Autor: Ex-Siemens-Angestellter (Gast)
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Ich sehe hier keinen Widerspruch! Wenn jemand 10 Jahre hat, sind die 
genannten Stundensätze und Jahresendgehälter auch vollkommen ok. Denn 
dann arbeitet er auch effizient, kennt die Normen und Prozesse, kann 
sich im natinalen und internationalen Umfeld und Bespechungen bewegen 
und Durchsetzen.

Ein Grünspund aber mit nur 3 Jahren Betriebserfahrung (wohlgemerkt 
Betriebserfahrung) kennt nur die internen Abläufe und hat ansonsten 
wenig Breite. So einer läuft bei jeder Verhandlung voll auf Grundeis - 
besonders, wenn es um den Schutz internen Knowhows, der Abwälzung von 
Problempunkten in andere Bereiche und um die Abgrenzung gegen andere 
Abteilungen geht. Die Gratwanderung zwsichen Zuarbeiten und Blocken im 
Bezug auf Abteilungsleistungen, rechtlichen Abgrenzungen, 
Knowhowsicherung , Nutzbarmachung von Normen etc ist nicht von einem 
3-Jährigen zu leisten.

Aber selbst einer der "Leutchen mit 25-30Jahren" hat schon locker 20% 
mehr Wertigkeit, als ein Anfänger. Bei dem sind 45.000-50.000 korrekt. 
60.000 sind für einen Teamleiter mit 3 Jahren BE aber eher zu wenig, als 
zu viel. Ich hatte bei 6 Jahren Berufs- und 3 Jahren Betriebserfahrung 
am Ende knapp 70. Jetzt sind es über 75.000 (bin dennoch 100% 
Entwickler). Unsere Teamleiter sind überwiegend Ende 30, mindestens 5 
Jahre in der Firma, kennen alle Prozesse und Abläufe. Dort liegen die 
Gehälter über 80.000, wenn sie aus eigenen Reihen kommen und bei o.g. 
75.000, wenn sie anderswoher herwechseln.

Autor: rolfi (Gast)
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Na dann bestätige ich doch gleich mal meinen heute verhandelten 
Stundensatz von 54,50 für das anstehende Projekt bei einen 
Mikroelektronikersteller in Österreich.

[einer, der nicht mehr für Teamleiter mit 3 Jahren BE arbeiten möchte 
und schon garnicht für billig]

Autor: panzer (Gast)
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Ich hatte mich vor ca. 18 Monate bei einer Personalberatung am Standort 
X für einen Job bei einem ihrer Klienten per Email beworben. Ich wohne 
am Standort Y. X und Y liegen ca. 500km voneinander entfernt.
Unlängst bekomme ich die Aufforderung, mir meine Unterlagen im Büro in X 
wieder abzuholen. Ich fragte nach, ob denn die Fahrtkosten übernommen 
werden.
Leider wollte die Beratung das nicht tun, schade, schade. Ich wäre doch 
glatt durch die halbe Republik gefahren, um mir die Email wieder 
abzuholen.

Frohes Schaffen,
panzer

Autor: unsichtbarer WM-Rahul (Gast)
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Naja, andere Leute bekommen einen zerschnittenen und mit Tesa geklebten 
Lebenslauf zurückgeschickt...

Autor: Jorge (Gast)
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Mein Senf (spielt aber keine Rolle)

der ideale Bewerber hat nix auf dem Kasten genauso wie der Chef und die 
anderen. Das Geld wird grundsätzlich nur geschnorrt.

Der ideale Karrierist sieht so aus (konkrete Beispiele können 
nachgewiesen werden):

Idealerweise grinst er ganz breit, wenn es etwas von anderen zu erfahren 
gibt und er zieht eine Flunsch wenn er etwas beitragen soll. So einer 
bekommt das beste Gehalt und keinerlei Probleme. Wenn jemand kritisiert 
droht er mit Ausstieg.

Beispielsweise stellt er auch dumme Fragen in Internetforen (so wie die 
hier). Wie jedermann weiss gibt es aber keine dummen Fragen, sondern nur 
dumme Antworten. Genauso gibt es auch keine schlechten Schüler oder 
Mitarbeiter.

Ich würde so jemandem keinen Tipp geben (statement).


Viele Grüsse von Jorge (genervt)







Autor: Kritiker (Gast)
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Du scheinst mir echt genervt. Der optimale Mitarbeiter ist dagegen 
entspannt, kann sich auf die Situation am Arbeitsort optimal einstellen 
und mault nicht rum, auch wenn es objektiv was zu maulen gibt. Wer das 
kann, macht Karriere. Technisches und fachliches Knowhow sind eher 
weniger wichtig. Und am Ende kriegt sowieso derjenige den Job, der dem 
Chef symphatisch ist und der macht auch Karriere. Ist genauso wie mit 
den Türstehern!

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