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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AT91SAM7 oder LPC2xxx


Autor: Mark .. (mork)
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Hallo,
ich habe seit einer gewissen Zeit AVRs in Assembler und seit kurzem auch 
in C geproggt, doch so langsam komme ich an ihre Grenzen, insbesondere 
was den RAM angeht. Nun würde ich jetzt gern auf ARMs umsteigen, 
allerdings weiss ich nicht ob es Atmel AT91SAM7 oder Phillips LPC2xxx 
sein soll. Was würdet ihr empfehlen?

MfG Mark

Autor: Daniel (Gast)
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Hallo,

würde mich auch interessieren dieses Thema,

gibt es irgendwo im Netz eine Art Tutorial von den beiden. Auch eine 
Basis-Schaltung die für das Grundverständis wäre gut.

Mfg
Daniel

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Als Anfänger sollte man auf jeden Fall mit einem fertigen Board starten, 
das spart viel Zeit und Ärger.

Ein paar Informationen zu den Unterschieden zwischen LPC2000 und 
AT91SAM7S gibt es im Wiki:
http://www.mikrocontroller.net/articles/AT91SAM
http://www.mikrocontroller.net/articles/LPC2000

Autor: Mark .. (mork)
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Hallo,
Ich habe mir die Links angeschaut und mich für die LPCs entschieden, da 
sie anscheinend leistungsfächiger sind als die Atmels.

Eigentlich wollte ich mir mein eigenes Board zusammenlöten, da die 
fertigen Boards mir zu teuer sind bzw nicht die erforderliche Leistung 
bringen(oder zu viel davon haben->Kosten).

Eine Basisschaltung wäre nicht schlecht
Danke

MfG Mark

Autor: Daniel (Gast)
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Hallo,

ich wäre auch lieber an einem eigenen Board interessiert, dass ich mir 
mehr oder weniger aus anderen zusammen stricke. Da ich mich da dann 
schon selber mit der Hardware auseinandersetzen muss. An Kenntnissen 
sollte es mir nicht mangeln, da ich auch auf AVRs sehr fit bin. Des 
weiteren bestünde bei mir die Möglichkeit am Arbeitsplatz mir einige 
Tipps zu holen. Aber prinzipiell möchte ich es selber schaffen.

Mfg
Daniel

Autor: Erwin Reuss (Gast)
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Auch ich stand vor kurzem vor der Entscheidung, mit welchem Controller 
ich mir meine ARM-Kenntnisse aneignen soll. Ich hatte mich zunächst für 
den AT91SAM7X256 entschieden, weil ich einen CAN-Bus benötige. Als 
C-Compiler habe ich mich für WinArm entschieden.

Außer dem üblichen Blink-Demos ist jedoch nichts sinnvolles 
herausgekommen. Die SAM7-Libraries von WinArm ist meiner Meinung nach zu 
umständlich und die langen Namen kann sich doch kein Mensch merken. 
Außerdem hat das Datenblatt von ATMEL die Note "Mangelhaft" verdient. Es 
kommt lange nicht, an die gewohnte Qualität der AVR-Controller heran.

Irgendwann hab ich dann den ATMEL aufgegeben und mir einen LPC2129 
zugelegt. Zwar ist bei diesem Controller die Hardware - sprich 
Stromversorgung - gegenüber dem ATMEL etwas umständlicher, aber die 
Programmierung war dank des übersichtlicheren Datenblatts und der 
vorhandenen Librarys mit gut zu merkenden Namen recht einfach.

Alles in Allem kann man bei jedem Controller Vor- und Nachteile sehen, 
einfacher zu programmieren ist der LPC allemal. Die Schwächen der 
Stromversorgung beim LPC gleichen der schnellere Flash-Speicher und die 
32-Bit Timer mehr als aus. Auch der Bootloader ist beim LPC einfacher zu 
aktivieren als beim ATMEL. Allerdings ist die Baudrate relativ gering, 
so daß ein Flashen des Speichers doch recht lange dauert. Dies ist 
besonders in der Entwicklungsphase recht mühsam.

Wer noch Vor- und Nachteile aufzählen kann... nur zu.

Den idealen Controller gibt es nicht. Eine Mischung aus beiden wäre das 
Ideal. Natürlich gibt es noch ARM-Controller von anderen Herstellern 
(z.B. von ST), die aber im Hobby-Bereich relativ selten zu finden sind.

Erwin Reuss

Autor: A.K. (Gast)
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Allerdings ist der CAN Controller vom LPC2129 eine geradezu imponierende 
zu nennende Sammlung von Bugs und Designfehlern. Imponierend insofern, 
als Philips sich getraut hat, das Teil so zu verkaufen. Und in der B 
Release nicht einen einzigen Fehler behoben hat.

Autor: Robert Teufel (robert_teufel_nxp)
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@A.K.

Das Errata Sheet is zu lang, keine Diskussion. Der LPC2364/66/68 waere 
evtl. eine Alternative mit den CAN Problemen behoben, nur eine Spannung 
und auch sonst noch ein paar nette neue Eigenschaften.
Jetzt zur Version B des LPC2129. Wenn ein controller Anlaufprobleme 
haben kann, ganz gleich in welchem Prozentsatz, dann muessen diese so 
schnell als moeglich behoben werden (ohne Ruecksicht auf Verluste). 
Deshalb hat sich NXP dafuer entschieden den fast fertigen komplett 
erneuerten LPC2129 nochmals zu verschieben um den korrigierten Typen der 
immer zuverlaessig startet so schnell als moeglich auf den Markt zu 
bringen. Ungluecklicherweise sind Startup Probleme relativ verbreitet, 
so hat neuerdings der SAM7S auch welche als auch der STR9. Das bedeutet, 
wir kochen alle nur mit Wasser.
Die Erratas des CAN lassen fuer >90% der Kunden Spielraum work arounds 
einzusetzen, deshalb sind sie in der Relation weniger kritisch.

A.K. als Philips angefangen hat den LPC2129 zu verkaufen waren nur 
wenige der CAN Probleme bekannt. Soll ein Hersteller den Chip vom Markt 
nehmen wenn mehr Fehler bekannt werden und somit alle existierenden 
Kunden in den Sumpf fahren? Wir arbeiten (immer noch) an der 
Totalrenovierung der LPC21x9 und die werden wohl nach im 2. Quartal '07 
auf den Markt kommen. Sie sind, wie bei NXP ueblich kompatibel zum 
Vorgaengermodell.

Gruss, Robert

Autor: A.K. (Gast)
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Ack zu den Bugs, wenn man das erst später merkt. Sind aber schon so 
heftige Dinger dabei, dass ich mich etwas drüber wundere, wie das durch 
die Tests durchrutschte.

Was ich besonders interessant finde, ist das Interrupt-Design der CAN 
Channels. Bischen kurz gedacht scheint mir. Was beim SJA1000 sinnvoll 
war, erwies sich beim ARM als Falle. Da werden im 229x insgesamt 9 
Interruptquellen für CAN verbraten. Aber weil das CANICR löschend liest, 
müssen sowohl Rx- als auch Tx-Handler letztlich beide Aktivitäten 
erledigen. Mithin eine Interrupt-Source für beide ausgereicht hätte. Der 
9. Interrupt auf einen "grand unified interrupt handler" für alles rund 
um CAN rauslaufen muss. Wenn man den nun sowieso schon hat, kann man ihn 
genauso gut für alle CAN Interrupts nutzen. Womit dann 9 von 16 
möglichen VIC-Vektoren den gleichen Inhalt haben. Und Interrupt-Nesting 
eine eher heikle Nummer wird. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Jedenfalls wäre mehr Nutzen drin gewesen, wenn man einfach bloss den 
SJA1000 reingeklebt hätte. Denn fast alles, was daran verbessert werden 
sollte, wurde zum Schuss in den Ofen.

Autor: Uwe Bonnes (Gast)
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Warunm laeuft es mir bei dem Ausdruck "geproggt" ohne Anfuehrungszeichen 
kalt den Ruecken runter?

Autor: Mark .. (mork)
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@Uwe Bonnes: weil es kein richtiges Deutsch ist ich weiß^^

@alle:

Ich hab da noch eine Frage, und zwar ob es möglich ist, einen 168-pol. 
PC-133 SD-RAM an einen LPC2294 anzuschließen und dann als externen RAM 
zu nutzen?

MfG Mark

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nein bzw. nur mit sehr viel Aufwand, da die LPC22xx-Reihe keinen 
SDRAM-Controller enthält. Der Aufwand bestünde darin, in einem FPGA 
einen SDRAM-Controller zu implementieren, der sich dem LPC22xx gegenüber 
wie ein statisches RAM verhält; wenn ich mich jetzt korrekt erinnere, 
sieht das Speicherinterface des LPC auch nicht die Möglichkeit des 
dynamischen Erzeugen von Waitstates vor, was die ganze Sache 
verkomplizieren dürfte.

Da ist ein ARM7 von OKI wesentlich attraktiver, der ML67Q5000. Den 
verbaut Olimex übrigens auch auf einer Platine: 
http://www.olimex.com/dev/oki5003.html

Der LPC2888 enthält wohl auch einen (S)DRAM-Controller, ist aber dank 
BGA nicht mehr verarbeitbar ...

Autor: Uwe Bonnes (Gast)
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Warum willst Du an einem SAM7 so viel RAM, dass Du SDRAM brauchst? Fuer 
einen LPC mit viel SRAM, schau Dir mal Ulrich Radigs 
(www.ulrichradig.de) LPC22xx Board an. Mit dem LPC2378 und erst recht 
dem LPC2468 sind SRAM Erweiterungen auch moeglich.
Fuer ein Selbstbauprojekt mit SDRAM wuerde ich eher an den Blackfin 
BF532 (blackfin.uclinux.org) denken. Mit den Stamp Board gibt es da auch 
schoene und bezahlbare Demoboards, sowie mit BF1 und Konsorten auch 
Selbstbauprojekte.

Autor: Uwe Bonnes (Gast)
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PS: Die Ankuendigung fuer die LPC24xx Bausteine spricht auch von SDRAM. 
Aber ob man unbedingt ein "Early Adopter" sein will?

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