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Forum: Platinen Platinen selber ätzen


Autor: Uwe G. (gromit)
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Hallo zusammen

Ich habe heute das erste mal Platinen selber geätzt. Gestützt auf das 
grossartige Wissen hier im Forum und meinen ersten Erfahrungen mit 
unbrauchbaren Sonderlampen (Philips Photocrescenta), möchte ich Euch das 
Ergebnis nicht vorenthalten.

Als Belichter dient ein umgebauter Scanner (was sonst) der mit zwei 
Ersatzröhren für die ISEL-Belichter ausgestattet wurde.

http://www.eclipsnet.ch/pcb/belichter1.jpg
http://www.eclipsnet.ch/pcb/belichter2.jpg

Die Belichtungszeit beträgt 4 Minuten

Als Film kommt eine Laser/Inkjet Klarsichtfolie zum Einsatz (eine Seite 
Laser, die andere Inkjet). Der Drucker, ein Canon Pixma 4300, ist in der 
Lage, Grössen ab 3mil deckend und sauber zu drucken. Ein Test mit einem 
HP-Laserjet 4050 ergab dass dieser nicht mal 5mil schafft, von der 
Deckung ganz zu schweigen.

Geätzt wurde in einer 2l Küvette von Velleman? bei rund 50 Grad. Die 
Bungard-Testplatine war in ca. 9 Minuten fertig.

http://www.eclipsnet.ch/pcb/pcb1.jpg
http://www.eclipsnet.ch/pcb/pcb2.jpg


Gruss
Uwe

Autor: Ludwig Wagner (lordludwig)
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o.O

echt gut gworden fürs "erste mal"

Autor: PeterL (Gast)
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Das erste mal freut man sich noch am meisten :-)

Autor: Uwe G. (gromit)
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Ja, ich habe mich wirklich gefreut. Bis ich alles zusammen hatte, 
Ätzmaterial, Küvette, Belichter etc, sind schon 1-2 Monate vergangen.

Mich hat einfach der hohe Preis geschreckt, der für solch kleine 
Platinen (30 x 60mm) verlangt wird. Es ist natürlich schon ineffizient 
für einen PCB-Hersteller, extra für mich eine einzelne Platine 
herzustellen, auch wenn es im Pool ist. Es geht hier rein ums 
Prototyping. Und mit SMD ist es nochmals einfacher geworden.

Wenn ich da an früher denke, um einen Prozessor zum Laufen zu bringen 
mussten erstmals Prozessor & Ram  & Adresslogik platziert werden. Das 
war dann schon mal das erste Drittel einer Europakarte. Heute mit den 
AVRs ist es echt ein Klacks.

Im übrigen: Die Ansteuerung für die UV-Röhren entstammen aus billigen 
Sparlampen der Marke Unitec (Jumbo Baumarkt)

http://www.eclipsnet.ch/pcb/sparlampe.jpg

Gruss
Uwe

Autor: ecslowhand (Gast)
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Tolles Ergebnis !!!
Welche Folie hat Du denn benutzt?

LG EC

Autor: Schoasch (Gast)
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>Der Drucker, ein Canon Pixma 4300, ist in der
>Lage, Grössen ab 3mil deckend und sauber zu drucken. Ein Test mit einem
>HP-Laserjet 4050 ergab dass dieser nicht mal 5mil schafft, von der
>Deckung ganz zu schweigen

Die schwierigkeit beim ätzen liegt nicht unbedingt in der Schmalheit der 
Leiterbahnen, sondern eher beim Abstand. 5mil sind auch bei mir kein 
Problem.. aber wenn der Leiterbahnabstand schon einmal so gering ist, 
sieht die sache schon ziemlich anderst aus. Probier einmal so etwas zu 
ätzen. Wenn du das kannst, dann tust du dir bei einigen Layouts 
erheblich leichter.

mfg Schoasch

Autor: Uwe G. (gromit)
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Hallo zusammen

Die Folie ist von SIGEL All-in-One-Folie transparent für 
Inkjet/Laser/Kopierer. No. MF 150

Die Folie hat zwei verschiedene Seiten. Eine für Laser, die andere für 
Inkjet. Ich habe versehentlich mal auf die Laserseite gedruckt. Die 
Tinte verschmiert auch noch nach Tagen. Auf der anderen Seite jedoch 
nicht. Sie besitzt ausserdem einen leicht entfernbaren Papierstreifen am 
Kopfrand, damit der Drucker auch den Papieranfang erkennt

Autor: splosh (Gast)
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*****************Hallo zusammen

Ich habe heute das erste mal Platinen selber geätzt. Gestützt auf das
grossartige Wissen hier im Forum und meinen ersten Erfahrungen mit
unbrauchbaren Sonderlampen (Philips Photocrescenta), möchte ich Euch das
Ergebnis nicht vorenthalten.**********************************

Hallo,

die Philips Photocrescenta ist eine Sonderlampe für Vergrößerer in der 
Schwarzweißfotografie, kann also gar nicht funktionieren.

Viele Grüße

Splosh

Autor: Schoasch (Gast)
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Hi

So, nun die versprochen Bilder des Ätzgerätes. Leider ist die Qualität 
der Bilder ziemlich mies, aber besser geht es leider nicht.

Hier ein Bild des Aufbaues mit einer Umrahmung der beiden 
Plastikplatten.

Autor: Schoasch (Gast)
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Und hier nun der SChaumteppich.

mfg Schoasch

Autor: Nando (Gast)
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@Uwe G.
Da hast du ja fast den gleichen Scanner benutzt wie ich:

So sieht mein Belichter aus.

Ansicht von außen:
http://www.250kb.de/u/061218/j/f24a3a2e.jpg

Nach dem Einbau der UV-Röhren:
http://www.250kb.de/u/061218/j/e37bb2fa.jpg

Mit Deckel:
http://www.250kb.de/u/061218/j/69ec7ea5.jpg

Advend, Advend, ein Lichtlein brennt erst eins, dann ...:
http://www.250kb.de/u/061218/j/dd191f48.jpg
http://www.250kb.de/u/061218/j/bc00faec.jpg

Übrigens sah das Teil mal so aus:
http://www.250kb.de/u/061218/j/10de7aea.jpg

Habe sehr gute Belichtungsergebnisse.

Falls die Links nichtmehr funktionieren (siehe Anhang)

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Ja, die alten Scanner sind recht gut für ein Belichtungsgerät zu 
gebrauchen. Ich habe meinem noch einen AVR-Timer mit 7-segm. Anzeige 
gegönnt, mit stufenloser Zeiteinstellung. Dann muß mann nicht immer auf 
die Uhr gucken........  :-)

Autor: Nando (Gast)
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@Mr-400-Volt
Genau daran arbeite ich im Moment auch noch. Leider fehlt mir ein 
bisschen die Zeit dafür. Wenn ich die Zeitsteuerung fertig habe, stelle 
ich mal ein paar Fotos rein.

Autor: Pirol (Gast)
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Hallo Mr-400-Volt,

könntest du mal die AVR - Zeitgeberschaltung oder unterlagen zum nachbau 
mal ins Forum stellen??

Mfg

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Büdde..............

Autor: pirol (Gast)
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hallo vielen dank für die schaltung, gibt es auch das programm so das 
man es nachbauen kann???
Mfg

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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Die Basiswiderstände kannst du ersatzlos streichen.

Autor: Thomas (Gast)
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Hallo,

vielleicht ein paar Anmerkungen; "keine Kritik", aber ich finde es immer 
recht lehrreich, wenn man über Schaltungen diskutiert.

Die Spannungsversorgung - beim 78L05 fehlen die C's 220n zuvor und 100n 
dahinter (geg. Schwingverhalten).
Die Taster würde ich mit 100n geg. Masse und 100k geg. VCC entprellen.
Basiswiderstände könnten gestrichen werden; ich persönlich würde sie 
aber drin lassen.

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Moin, da die Schaltung ursprünglich ein Batterie gespeistes Gerät war, 
sind auch keine C´s am 78L05 verbaut. Die Wdst. an der Basis sind nur 
zur vorsicht da, um den strom zu begrenzen. Mittlerweile ist die 
Schaltung mit einem Netzteil betrieben in einem Scanner eingebaut (mit 
pullup´s an den Tastern), und läuft schon ca. 2 Jahre ohne irgendwelche 
ausfälle.

Anbei ist der Hex-Code zum brennen................

Autor: X. H. (shadow0815)
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Heizt ihr die Röhren immer vor?
Sieht das bei ner gebastelten Timerautomatik dann so aus?

-Vorheizen, wenn fertig gehen Röhren wieder aus
-Rauflegen und starten - Röhren wieder an
-Röhren aus und fertig?

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Also ich handhabe das wie folgt (bezogen auf einen umgebauten Scanner):
Ich stelle eine Zeit ein (bei mir 1min, 40sec), lege das Layout und 
Platine auf den Scanner und drücke Start. Die ergebnisse sind alle sehr 
zufriedenstellend. Leiterbahnbreiten von 0.2mm sind kein Problem. Die 
eingestellte Zeit bleibt im übrigen gespeichert.

Autor: Pirol (Gast)
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Hallo MR-400-Volt,

wollte mich bedanken für die Datei, werde mich jetzt mal im nachbau 
probieren.

Mfg

Autor: Thorsten (Gast)
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Ich heize die Röhren nie vor, sondern lege den ganzen Kram auf den 
Belichter*, stelle 125 Sekunden ein, und aktiviere den Timer und erziele 
so sehr gute Ergebnisse.

*) Mein Belichter besteht aus einem Gesichtsbräuner, den ich waagerecht 
mit den Röhren nach oben auf einen Tisch lege. Direkt darauf kommt eine 
5mm dicke Glasplatte, auf welche die Belichtungsvorlage 
(Transparentpapier) mit der Schrift nach oben gelegt wird. Darauf 
schließlich wird das Basismaterial gelegt und alles mit einem 
Kilogewicht beschwert.

Autor: Mr-400-Volt (Gast)
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Ich wollte mir noch einen zweiten Scanner umbauen, und ihn mittels 
Schanieren auf dem anderen befestigen, für doppelseitige Layout´s. Das 
vorsichtige umdrehen fällt damit weg.    :-)

Autor: Falk (Gast)
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@Thomas

> vielleicht ein paar Anmerkungen; "keine Kritik", aber ich finde es immer
> recht lehrreich, wenn man über Schaltungen diskutiert.

Auch Kritik der Kritik? ;-)

> Die Spannungsversorgung - beim 78L05 fehlen die C's 220n zuvor und 100n
> dahinter (geg. Schwingverhalten).

Sind drin, C3 und C4. Reicht dicke.
Der C am Eingang wird bei Batteriebetrieb nicht benötigt.

> Die Taster würde ich mit 100n geg. Masse und 100k geg. VCC entprellen.

Kann man sich schenken. Braucht kein Mensch. Siehe Artikel "Prellen"

> Basiswiderstände könnten gestrichen werden; ich persönlich würde sie
> aber drin lassen.

Wozu? Weils schön aussieht?

@Mr-400-Volt

> sind auch keine C´s am 78L05 verbaut. Die Wdst. an der Basis sind nur
> zur vorsicht da, um den strom zu begrenzen. Mittlerweile ist die

Einfach unnötig. Die Strombegrenzung kommt durch R1..R8.

> Schaltung mit einem Netzteil betrieben in einem Scanner eingebaut (mit
> pullup´s an den Tastern), und läuft schon ca. 2 Jahre ohne irgendwelche
> ausfälle.

Ist ja auch nicht viel dran zum ausfallen ;-)

Aber ich würde D1 gegen eine 4148 ersetzten. Freilaufdioden sollten 
schon ein wenig schnell sein, die 4007 sind da nicht so doll.

MfG
Falk


Autor: Thorsten (Gast)
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> Ist ja auch nicht viel dran zum ausfallen ;-)

Dafür aber viel Störanfälliges, wenn man nicht aufpasst. Die Zündung der 
UV-Röhren verursacht schon mal gerne hässliche Sachen, die einen AVR 
durcheinander bringen könnten.

Autor: Meik Dittmann (meik)
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Aufreger deluxe wrote:
> Die Basiswiderstände kannst du ersatzlos streichen.

Mit dem R9 an T5 wäre ich da sehr vorsichtig...
Ich belichte übrigens mit einer 10W Schwarzlicht UV Röhre von Pollin. 
Belichtungszeit: 40 min! Das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach aber 
auch sehen lassen.

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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Kleiner Tipp: Die Bohrlöcher sehen rel. groß. Als Zentrierhilfe ist eine 
Bohrlochgröße von 0,5mm besser geeignet.

Autor: Gast (Gast)
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Hallo,

sehr interessant was man hier alles liest, bin Microkontroller anfänger 
und habe auch so ein alter Scaner und paar Sachen übrig und warum nicht 
gleich so ein Geräte bauen oder? so steigt man gleich richtig!
meie Frage an euch bzw. an Uwe G.

wie kann ich es machen bzw. wo finde ich zB. was man genau zum Ätzen 
braucht, wie ist der Prozes, etc etc etc.

wäre sehr nett, so brauche ich nicht Tage lang hier und dort lesen, 
lesen und lesen,

besten Dank

Autor: Torsten (Gast)
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Schau doch mal in den Beitrag.
http://www.wdprivat.de/html/es_fing_alles____.html
Ist recht lang, aber alles haarklein erklärt.
So habe ich angefangen.

Nette Grüße
Torsten

Autor: Gast (Gast)
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Hallo Tosten,

vielen Dank

Gruß

Autor: Meik Dittmann (meik)
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Wolfgang-G wrote:
> Kleiner Tipp: Die Bohrlöcher sehen rel. groß. Als Zentrierhilfe ist eine
> Bohrlochgröße von 0,5mm besser geeignet.

Das sind die von Target vorgegebenen Löcher mit 0,7, 0,8 und 1,0 mm. 
Aber der Tipp ist gut, auch wenn er für mich leider zu spät kommt. Ich 
werde es aber beim nächsten mal so machen. Die 1 mm zu zentrieren ist 
doch etwas Tricky...

Gruß und Dank
Meik

Autor: Moritz (Gast)
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Mich würde noch interessieren, welches Ätzmittel Du verwendet hast.

Viele Grüße,
Moritz

Autor: Meik Dittmann (meik)
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Natriumpersulfat.

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