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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Rastermaß 1,27mm löten?


Autor: Tobias H. (Gast)
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Hi

Wollte gerade meine ersten Versuche starten, mit einem AVR ein LCD 
anzusteuern. Dabei verwende ich das Powertip PC 1602-E von Pollin. Das 
hat ein Flex-Kabel und ich habe eine passende Flexprint-Buchse dafür. 
Dies wollte ich nun anschließen, jedoch ist das Rastermaß des Kabels/der 
Buchse 1,27mm. Da alles andere bei mir 2,54mm hat, wollte ich Kabel 
ranlöten und es auf einer Platine mit 2,54mm anlöten. Doch wie zum 
Teufel bekomme ich Kabel an nur 1,27mm auseinanderliegende Stifte??? Hab 
ich zu unruhige Hände oder gibt es da einen Trick bei? Oder kann man 
irgendwo 1,27mm->2,54mm Adapter für Blöde wie mich kaufen?

Ciao Tobias

Autor: etsmart (Gast)
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http://elm-chan.org/docs/wire/wiring_e.html

Lackdraht, ganz dünn. Ein Ende schon mal verzinnen, drauf halten fertig. 
Anregung beim Link oben. Der hats zwar sonst sicher nix zu tun, aber 
doch ein feines Beispiel was dann doch alles möglich ist ... mit einer 
ruhigen Hand :)

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Der billigste Adapter: Flachbandkabel
Ein Ende abisolieren ohne vorher die Kanel aufzutrennen und anstelle des 
Orginalkabel ans LCD löten.
Ans anderen Ende kommt eine 2 reihige Buchste zum Aufquetschen.

Autor: Tobias H. (Gast)
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ähhm der hat wirklich zu viel Freizeit....

Aber danke, bin morgen wieder in der Schule und hab Zugriff aus unser 
Material. Habe letzte Woche noch gedacht: Kupferlackdraht? Ach ne, 
brauchste nicht, lässte hier. Jetzt nehm ich ihn morgen doch mit nach 
Hause :-)

(nein, kein Klauen, Entwicklungsarbeit zu Hause, alles legal! [bevor 
hier jemand was falsches denkt])

Ciao Tobias

Autor: Tobias H. (Gast)
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>Der billigste Adapter: Flachbandkabel
>Ein Ende abisolieren ohne vorher die Kanel aufzutrennen und anstelle des
>Orginalkabel ans LCD löten.
>Ans anderen Ende kommt eine 2 reihige Buchste zum Aufquetschen.

Auch 'ne Idee - bloß dann hab ich die Feinlötarbeit sogar direkt an der 
Displayplatine und nicht im Notfall nur eine Buchse hinüber...

Autor: Frank Huber (gepard)
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Flachbandkabel müsste für dieses Rastermaß doch wie geschaffen sein. Am 
besten aber vorher an anderen Bauteilen üben, denn sonst verschmort man 
gerne mal die Buchse. Relativ gute Erfahrungen habe ich auch mit 
Fädeldraht gemacht, wobei sich das "relativ" auf einen Pitch von 0,5 mm 
bezieht. (Das bringt dann wirklich keinen Spass mehr ;-) )

Autor: yalu (Gast)
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Die Erfahrung mit 0,5 mm Raster und Fädeldraht habe ich auch schon
gemacht, und das mit einem Standardlötkolben, dessen Spitze zwar
schmal, aber immer noch breit genug war, drei benachbarte Leitungen
gemeinsam in Zinn zu ersäufen. Die Aufgabe stellte ich bei einem
anderen Pollin-Display, aus dem ein 30-adriges Folienkabel herauskam,
für das ich keine Buchse hatte.

Der Trick ist, vorher beide Teile mit ganz wenig Lötzinn zu verzinnen.
Anschließend werden die Drähte einzeln angelötet, wobei die Lötspitze
die Lötstellen kaum berühren darf, um zu verhindern, dass der jeweils
benachbarte, schon angelötete Draht wieder abfällt. Hab für 30
Leitungen insgesamt (mit Zuschneiden und Verzinnen der Drähte) ca. 1
Stunde gebraucht und konnte hinterher meine Hände und Finger kaum noch
bewegen :)

Das Ganze hat sogar funktioniert, aber nach einer halben Stunde der
Freude ging das Netzgerät kaputt (plötzlich 30 V statt 5 V) was
nicht nur das Display, sondern auch die mühselige Arbeit zunichte
machte :((((

@Tobias:

Also du siehst, 1,27 mm sind Kinkerlitzchen, auch mit zittrigen Händen
im Auto auf unbefestigten Wegen :). Vielleicht führst du dir vorher
einen Kasten Bier zu Gemüte (Hopfen soll beruhigend wirken).

Die Idee von Benedikt und Frank, Flachkabel zu nehmen,  ist aber auch
nicht schlecht. Die Gefahr ist, dass beim Abisolieren die einzelnen
Litzen erst mal ausfransen, so dass man sie erst mal mit einer
Pinzette wieder ordnen (am Besten etwas verzwirbeln) muss.
Komfortabler wäre ein Flachkabel mit massiven Drähten (keine Litze),
was aber nicht so leicht zu bekommen ist.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Wenn man die Kabel abisoliert und direkt verzinnt, dann bleiben die 
Drährte meist dort wo sie hingehören. Pollin hat manchmal 
Flachbandkabel. Die haben aber den Nachteil das man hier die normalen 
Buchsen nicht aufquetschen kann, da der Draht zu dick ist und die 
Quetschkontakte verbiegen.

Autor: Olaf (Gast)
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Vielleicht ein Tip. Ich hab auch schonmal Kabel an ICs mit 0.1 oder 
0.2mm Rastermass geloetet. Und zwar an Kupferbahnen wie sie aus so einem 
schwarzen Kleks auf einer LCD-Platine rauskommen. (wollte an den 
seriellen Anschluss des SED1520, aber der Hersteller hatte nur den 
Parallelanschluss an eine Buchsenleiste gefuehrt)

Das ist machbar wenn man nicht benutzte Leiterbahnen abdeckt. Ich hab 
dann rechts und links von der zu loetenden Leiterbahn ein Aufkleber 
aufgeklebt, so dass wirklich nur noch die Loetstelle sichtbar ist.

Das ist wie im OP wo man ja auch nur den Finger an dem man schnibbeln 
will aus einem Loch im Tuch kucken laesst damit man sich nicht vertut. 
:-)

Ausserdem habe ich von meinem Opa noch nen Monokel mit 8x Vergroesserung 
geerbt. Das ist dann zur Kontrolle auch wichtig.

Olaf

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Wenn das Flexkabel vom Pollin-Display ab soll, dann ein Tip von mir: das 
Flexkabel direkt an der Displayplatine vorsichtig hin- und herknicken, 
bis es bricht. Dann die auf dem Display verbliebenen Kontaktsteifen 
einzeln mit dem Lötkolben erwärmen und abstreifen. Beim Versuch, das 
ganze Flexkabel Pin für Pin abzulöten, kann man duch die Zugkräfte 
schnell die Lötflächen am Display ´rausreißen. Herkömmliches 
IDE-Flachbandkabel alter Bauart geht hervorragend an die Displays 
anzulöten, wenn man mit einem Cutter 2mm der Isolierung am Kabelende von 
beiden Seiten einritzt und dann den Isolierungsstreifen abzieht. Dann 
stehen die einzelnen Litzen kerzengerade und können sauber verzinnt 
werden. Nach dem Lötvorgang mach es Sinn, das Flachbandkabel mit 
Heißkleber am Display zu fixieren, um die empfindsamen Kontaktflächen 
mechanisch abzukoppeln.

Autor: Tobias H. (Gast)
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Hi

Danke für die Tips.

Ich muss natürlich sagen, mein Lötkolben ist nur ein Brater für 4,50€ 
und meine Hände wirklich zitterig. Eine Lötstation ist aber schon im 
Budget der Schule eingeplant und wird demnächst wohl da sein.

Den Kupferlackdraht habe ich jetzt vor mir liegen und werde dann nachher 
zu Hause das als erstes ausprobieren. Ich hab noch nie mit "dem Zeug" 
gearbeitet. Muss ich den Lack erst "abschleifen/kratzen", oder schmilzt 
der an den Lötstellen von selber weg?

Ciao Tobias

Autor: Olaf (Gast)
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Der verbrennt von selber. Bei einem Loetkolben fuer 4.50 sogar besonders 
gut weil die keine Temperaturregelung haben und deshalb immer deutlich 
zu heiss sind. Dafuer muss man dann halt oefter eine neue Spitze kaufen. 
.-)

Olaf

Autor: Tobias H. (Gast)
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1 std. Lötarbeit später habe ich eine Flexprint-Buchse geschrottet und 
meine Laune auch wieder auf den Nullpunkt zurückgebracht... hmm... ich 
bin einfach zu blöd dazu ^^

Autor: A.K. (Gast)
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Es gibt lötbaren Lackdraht und nicht lötbaren. In Trafos steckt gern 
letzterer, da geht nichts ohne abkratzen.

Autor: Tobias H. (Gast)
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Also das hier ist einfach irgend so eine Rolle Kupferlackdraht vom Santa 
Klaus Conrad :-)

Autor: A.K. (Gast)
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Dann schau halt mal beim Weihnachtsmann nach, ob er lötbar ist. Ich 
vermute nämlich, dass der beide Sorten im Angebot hat.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Aso mit ´nem Baumarktbrateisen würde ich aber auf gar keinen Fall am 
Display löten, dann kannst Du´s gleich wegwerfen! Über 400°C verbrennt 
sowieso alles, selbst das Lötzinn! Und vor lauter Flußmitteldampf 
dürftest Du auch nicht mehr viel sehen, geschweige denn riechen. Kauf 
mal ´ne Lötstation. Selbst die billigen Regelteile für´n Fuffi sind 
allemal besser als Deine Gurke da!

Autor: Olaf (Gast)
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> meine Laune auch wieder auf den Nullpunkt zurückgebracht...
> hmm... ich bin einfach zu blöd dazu ^^

Loeten ist wie Fahrrad fahren oder schwimmen, wenn man es kann dann kann
ueber die es nicht koennen nur lachen. Aber wenn man es noch nicht kann
dann kommt es einen schwierig vor.

Vielleicht solltest du also erstmal etwas an grobem 2.54mm ueben. :-)

Der entscheidende Punkt ist uebrigens das Timing. Die Zeit die du den 
Loetkolben dran haelst, die Pause bevor du das Zinn zufuehrst, die Zeit 
die  die den Kolben noch dranhaelst wenn das Zinn schon wieder weg ist.
Das muss alles stimmen.

Olaf

Autor: Tobias H. (Gast)
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naja, 2,54mm klappt ja... das Evaluation Kit von Pollin und ähnliche 
Bausätze hab ich auch funktionstücktig zusammen gelötet bekommen. Aber 
bei 1,27mm tu ich mich wirklich schwer...

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