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Forum: Compiler & IDEs 8/16-Bit


Autor: Markus (Gast)
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Moin Leute,

ich habe mal wieder ein Problem: Bei meinen gelegentlichen Kontrollen 
der LST-Files habe ich festgestellt, daß der Compiler grundsätzlich alle 
Variablen auf 16-Bit-Breite erweitert. Ich schreibe z.B. eine Funktion, 
in die ein unsigned char übergeben wird und vergleiche dann in der 
Funktion den Parameter mit einer Konstanten (die auch <=255 ist). Dann 
erzeugt der Compiler schon vor dem Aufruf der Sub-Funktion einen 
16-Bit-Wert für den Parameter. Mit diesem führt er dann den Call aus und 
vergleicht dann mit der Konstanten, die er wieder auf 16Bit erweitert. 
Das kostet doch unendlich Speicher und Rechenzeit. Kann man das 
abschalten?
Besonders kompliziert wird das beim Indizieren eines Arrays. Der 
erweitert den Index auf 16Bit und muß dann die anschließende 
Multiplikation (mit der Variablenbreite) und die Addition des Offsets 
mit einem riesen Aufwand durchführen.

Help, Markus

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Es kostet nicht ,,unendlich'', aber ja, es kostet.

Die Benutzung von int ist aber für sowas per C-Standard
vorgeschrieben.  Es gibt eine Kommandozeilenoption -mint8,
damit kannst Du das abschalten, allerdings ist der Compiler
dann nicht mehr nur nicht standardkonform, sondern es erlischen
auch alle Deine Garantieansprüche für die avr-libc. :-)  Sprich,
avr-libc ist nicht hinsichtlich Kompatibilität zu -mint8
getestet oder auch nur begutachtet worden.  Einfache Dinge
können noch funktionieren, aber wir garantieren gar nichts.
<inttypes.h> haben wir kürzlich zumindest mal so geändert, daß
auch bei -mint8 wenigstens die explizit benannten Typen
(int8_t, int16_t usw.) noch korrekt sind.  Kurioserweise gibt
es bei -mint8 keinen 32-Bit Integer Typ, wohl aber noch einen
64-bit Integer (long long int).

Autor: Markus (Gast)
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Hallo Jörg,

das mag ja alles für integers stimmen, aber ich übergebe doch in die 
Funktion einen unsigned char. Und char sowie unsigned char sind doch nur 
8 Bit breit?! Ich habe jetzt auch noch mal etwas rumexperimentiert. Wenn 
ich eine lokale Variable (char oder unsigned char) definiere, dann 
arbeitet er auch nur mit einem Register. Das sieht so aus, als ob er das 
nur bei Funktionsaufrufen erweitert.

M

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Ein char ist in der C-Sprache auch ein Integer Datentyp.

Ja, Funktionsaufrufe werden in der Tat erweitert.  Siehe auch
http://savannah.nongnu.org/download/avr-libc/doc/a...

Außerdem kann man zuweilen mit geschickten Casts verhindern,
daß der Compiler einen Ausdruck erst komplett in einen int
wandelt:
http://savannah.nongnu.org/download/avr-libc/doc/a...

Liest eigentlich auch hin und wieder jemand die FAQ? :-)

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