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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP Upsampling vor D/A


Autor: antworter (Gast)
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Hallo,

mein kommenden Hobby-Projekt wird ein Sampler/ROMpler sein (simple 
Sample-Wiedergabe).

(Nebeninfo: ARM7 gibt Samples aus DRAM aus)

Da alle Samples 44.1 ksamples/s haben, müßte ich nach der D/A-Wandlung 
einen sehr steilen Filter einsetzen, um F/2 zu "unterbieten" und 
gleichzeitig den Frequenzgang nach oben hin nicht zu stark zu dämpfen.

...jedoch möchte ich weder einen teueren Switched-Capacitor-IC nehmen, 
noch eine platzraubende mehrstufige Op-Amp-Filterstufe aufbauen...

Meine Überlegung war es nun, die tatsächliche D/A-Wandlungsfrequenz zu 
vervielfachen (z.B. auf 88.2 ksamples/s) und die eigentlichen 44.1 
ksamples/s hochzuinterpolieren.

Kennt jemand bestimmte Verfahren, die sich für die Interpolation 
besonders gut eignen (Digitale Filter, Spline-Interpolation etc.) ?



Danke im Voraus !

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Das ist ein guter Ansatz. Für die Interpolation verwendet man i.d.R. 
FIR-Filter, ggf. mit spezieller Struktur (Polyphasenstruktur) um den 
Rechenaufwand zu minimieren. Wenn's sehr schnell gehen muss CIC.

Am besten wäre es natürlich einfach einen Audio-DAC anzuschließen (ist 
z.B. beim AT91SAM möglich).

Autor: antworter (Gast)
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CIC ist ja hochinteressant... Sehr wenig Rechenaufwand um sich einem 
gewünschten Filter (in meinem Fall Tiefpaß) anzunähern...

Danke !

Audio-DAC fällt weg, da ich es als "Studenten-Hobby-Projekt" am liebsten 
mit vorrätigen Bauelementen realisieren möchte :-)

Autor: Audio-Bastler (Gast)
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Hallo zusammen

Das Thema "Antialias-Filter und Oversampling" interessiert mich im 
Moment auch gerade. Ich baue nämlich an einem sehr ähnlichen Projekt: 
Abspielen von wav.-Files ab SD-Speicherkarte.

Bis jetzt habe ich nur 2fach-Oversampling mit linearer Interpolation 
versucht, da mein Mikrocontroller (ATmega32 mit 10 MHz) für alles andere 
wohl zu langsam ist. Als Filter denke ich an ein 4-poliges 
Bessel-Filter.

Als DAC verwende ich momentan den TLC7524C von TI.

Was ist nun ein so genannter Audio-DAC?
Hat dieser das Antialias-Filter bereits eingebaut?

Was versteht man unter CIC?
Ist das ein spezieller Algorithmus resp. ein digitaler Filtertyp?

Danke für alle Infos zum Thema.

Autor: Jorge (Gast)
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Hallo,

ich bin "audiophil".

Deswegen empfehle ich mit Vorsicht:

http://www.audiodesignguide.com/DAC_final/DacFinal.html

Jede dieser Schaltungen, von denen ich einige so oder ähnlich bei mir 
habe klingt gänzlich anders.

Das kennst du wahrscheinlich schon:

http://www.dddac.de/ma_dac22.htm
http://www.dddac.de/


Die Faulkner Schaltung finde ich klanglich sehr interessant. Der 
Nachteil ist ein hoher Stromverbrauch.

Zur Filterung kannst du auch mit analoger Technik verfahren. Ich 
betreibe beispielsweise meinen Verstärker mit einem sehr steilflankigen 
Tiefpass bis 18kHz am Eingang zur Verringerung von 
Intermodulationsverzerrung. Ursprünglich sollte es mal den Pilotton beim 
UKW dämpfen. Ich bin aber dabei geblieben. Hat auch was positives im 
Zusammenhang mit Metallkalotten.

Iss vielleicht pseudowissenschaftlich aber ich stehe nun mal drauf :-()








Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Audio-Bastler wrote:
> Was ist nun ein so genannter Audio-DAC?
> Hat dieser das Antialias-Filter bereits eingebaut?

Ja. Ich verwende zum Beispiel den TLV320AIC23b.

> Was versteht man unter CIC?
> Ist das ein spezieller Algorithmus resp. ein digitaler Filtertyp?

Eine spezielle Struktur mit der sich Filter ohne Multiplikatoren bauen 
lassen. Hat keinen sehr schönen Frequenzgang (muss ggf. mit einem 
FIR-Nachfilter wieder korrigiert werden) und wird hauptsächlich zum 
Dezimieren bei extrem hohen Taktraten eingesetzt weil Multiplizierer da 
sehr aufwendig zu realisieren sind (z.B. im GSM-Empfänger).

Autor: Audio-Bastler (Gast)
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Danke für die Antworten

Ich muss vielleicht sagen, dass die Anforderungen bei meinem Projekt 
etwas anders sind als im Hifi-Bereich. Bei mir soll es einen portablen 
Player geben. Es geht also weniger um einwandfreie Tonqualität (dazu 
benutze ich lieber meine Stereoanlage als was ich selbst baue), also um 
einen kompakten Aufbau und einen geringen Stromverbrauch.

Mein Frage deshalb:

Kennt jemand einen Audio-DAC, der:
- klein ist,
- aber trotzdem gut einlötbar ist (besser kein SMD oder nicht zu klein),
- das Oversampling und Antialiasing-Filter möglichst bereits integriert 
hat
- und auch noch gut erhältlich ist.

Das Tiefpass-Filter von Jorge klingt interessant.
Gibt es bei dieser doch eher tiefen Grenzfrequenz von 18 kHz keine 
Probleme mit dem Phasengang des Filters und den damit verbundenen 
Laufzeitdifferenzen? Handelt es sich um ein Bessel-Filter?

CIC-Filter tönt interessant, geht aber etwas über mein Wissen in DSP 
hinaus. Ich werde mich da vielleicht später mal noch einarbeiten.

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