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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Netzfrequenz mit Controller synchronisieren


Autor: Joachim (Gast)
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Hallo,

um mir eine digitale Phasenanschnittsteuerung zu bauen, müsste ich mich 
anhand der Netzfrequenz und deren Phasenlage orientieren, also dem 
Controller die Nulldurchgänge mitteilen. Ich habe mir das wie folgt 
überlegt:

Ein OP als Komparator vergleicht permanent die Netzspannung mit einer 
konstanten Spannung und gibt am Ausgang ein Rechtecksignal aus, mit der 
exakten Netzfrequenz und Phasenlage.
Der Vergleichswert bereitet mir Probleme. Im Anhang habe ich mal eine 
Prinzipschaltung (ich hoffe, man kiann die einigermaßen erkennen), 
jedoch würde diese nicht funktionieren, da die OP Eingänge keine 
gemeinsame Masse haben.

Irgendwelche Vorschläge ?

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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Viel zu kompliziert.
In einer AppNote von Atmel ist beschrieben, wie man das machen kann. 
Dort wird einfach ein 1MR-Widerstand in die Leitung gehängt und geht 
dann direkt auf den Controllereingang, der intern durch Clamping-Dioden 
gesichert ist. Wenn du dem nicht traust, kannst du auch extern noch eine 
Z-Diode oder zwei normale Dioden anschliessen. Kommt halt auch auf den 
verwendeten Controller an.

Autor: Christian Nöding (phoenix)
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AHHRGH: GALVANISCHE KOPPLUNG ZWISCHEN NETZ UND SCHALTUNG - VORSICHT!

Hallo erstmal,

bitte benutzt für solche Zwecke Optokoppler. Ihr tut euch und anderen 
einen Gefallen. Es mag zwar auch über galvanisch gekoppelte Wege sicher 
gehen, aber bei Selbstbaulösungen sind galvanisch ENTkoppelte Varianten 
deutlich sicherer.


Hendrik Hölscher z.B. nutzt für seinen Dimmer eine sicherere Variante 
mit Optokoppler: 
(http://www.hoelscher-hi.de/hendrik/light/dmxdimmer.htm). Diese habe ich 
adaptiert und sie funktioniert einwandfrei. Man bekommt ein schönes 
Signal, dessen abfallende Flanke sehr steil ist und die man dann prima 
zum Auswerten über einen Interrupt nutzen kann.


Herr Hölscher bietet Software für DMX-Dimmer an, die leider nicht 
OpenSource sind. Eine abgespecktere (aber nicht minder mächtige) 
OpenSource Dimmerversion biete ich hier an: (www.pcdimmer.de)


Viel Spaß,
Christian! :)

Autor: Joachim (Gast)
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Ich betreibe den MEGA8. Wo finde ich die AppNote von Atmel ?

Autor: Joachim (Gast)
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Da ich eh eine Spannungsversorgung für den MC brauche, habe ich mir 
überlegt, einen Trafo einzubauen. Die kleine Sekundärspannung kann ich 
dann direkt auf einen Optokoppler schalten und somit die Phasenlage der 
positiven Halbwelle mit high und die der negativer mit low detektieren.
Im MC würde ich dann dieses Rechtecksignal auf einen externen 
Interrupteingang schicken, der nach steigender und fallender Flange 
einen entsprechenden Timer auslöst, welcher wiederum über einen Triak 
die Phase anschneidet.

Theoretisch sollte das fuktionieren, allerdings bin ich mir nicht 
sicher, ob der Trafo die Netzphase verschiebt.

Autor: MSc (Gast)
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Hi,

Phase verschiebt sich aber da der Trafo eine Induktivität darstellt. Im 
theoretischen Idealfall um PI/2 .

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Der ideale Trafo verschiebt keine Phase. Allerdings enthält das 
Ersatzschaltbild eines realen Trafos zwei Serieninduktivitäten.

Autor: Uwe (Gast)
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Hi!
Da die Spannung ohne nenneswerte Last am Trafo gemessen wird kommt es zu 
keiner Phasenverschiebung(nahe Nulldurchgang).
Mit der obigen Schaltung lässt sich aber nur der Nulldurchgang der 
positiven Halbwelle erfassen. Zwischen Gleichrichter und Ladeelko eine 
weitere Diode und das Gleichrichtersignal über 10K auf den Analogkomp 
des uC. Gegen GND eine 0,7V Diode in Flussrichtung. Eine 2.Diode aber 
diesmal Shottky(0,2V) an den 2. Eingang deines Analogkomp und mit 10K 
von deinen 5V vorspannen. Mache ich jedenfalls immer so und es geht 1A.

Viel Erfolg, Uwe

Autor: Uwe (Gast)
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Mist, was vergessen. Am Gleichrichter nochmal 10K gegen GND sonst geht 
das Signal nicht sauber auf 0

MFG Uwe

Autor: Joachim (Gast)
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Ich habe jetzt mal eine Schaltung aufgebaut nach dem Prinzip von oben, 
nur dass ich direkt vom Netz über einen geeigneten Widerstand auf den OK 
gehe.
Außerdem ist noch eine Diode in Sperrichtung vorgeschaltet, dabit die 
negative halbwelle abgeleitet wird. Ich erhalte somit ein sauberes 
Rechtecksignal auf der Sekunderseite mit 5V Pegel. High heist hiebei 
pos. Halbwelle und Low die negative. Wenn ich damit auf einen ext. 
Interrupt am MC gehe und diesen auf steigende und fallende Flanken 
triggere, dann kann ich damit einen geeigneten Timer loslaufen 
lassen.....

Irgendwelche Einwände ? Das einzige was mich stört ist, dass ich an dem 
Widerstand zwischen Netz und OK 2,3 W verbrate.

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