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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Thyristor ansteuern


Autor: Schenja (Gast)
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Hallo,

ich will mir ein Motorregler für ein Reihenschlussmotor bauen.
Die Spannung wird von einer Batterie bezogen (also Gleichspannung)
Den Thyristor will ich von einem µC ansteuern damit wäre der Thyristor 
leitend
jetzt muss ich aber den Thyristor wieder ausschalten also muss ich den 
Strom unterbrechen... und genau da liegt mein Problem, wie muss ich den 
Thyristor beschalten das ich das hinbekomme.
Also bei der langsamer Drehzahl muss die Spannung Impuls förmig kommen.
Also heufiges ein und ausschalten bei der schneller Drehzahl ist der 
Thyristor
ständig offen.
Ich freu mich auf eure Antworten.

MfG

Autor: Otto (Gast)
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Hallo Schenja,

nimm einen "Low-Side-FET" oder z. B. einen BTS282Z

Gruß Otto

Autor: +++ (Gast)
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Man kann Thyristoren nicht so ohne weites ausschalten! Es gibt sog. 
GCTs, GTOs, ..., und MTOs. Das sind spezielle Thyristoren, die man mit 
einer mehr oder weniger komplizierten Treiberschaltung auch abgeschaltet 
werden können.
Bei einigen muß kurzzeitig der gesamte Strom über das Gate abgeleitet 
werden, damit sie sperren (Abschaltverstärkung von 1), bei anderen muß 
sogar mehr als der gesamte Strom durch das Gate abgeleitet werden. 
Letzterer, der sog. "MOS-Turn-Off-Thyristor" hat bereits einen MOS-FET 
mit im Gehäuse, der diese Aufgabe übernimmt. Er (dieser Typ) wäre für 
dich am geeignetsten, da die Treiberschaltung zum Abschalten viel 
unkomplizierter ist als die der anderen beiden. Das sind aber spezielle 
Bauteile, die man m.W. nicht an jeder Ecke kriegt.
Von welchen (Schalt-)Leistungen reden wir hier überhaupt?
Da du von Batterien sprachst (und sicher Akkus meintest), nehme ich an, 
dass wir es mit nicht mehr als 100V zu tun haben. Da ist ein MOS-FET 
einem Thyristor grundsätzlich vorzuziehen. Wenn du willst, kannst du 
auch einen IGBT nehmen.

+++

Autor: JÜrgen Grieshofer (psicommand)
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µC - Treiberstufe - IGBT


IGBT's haben zwar den Nachteil das du sie dauernd ansteuern musst, aber 
wenn du mit PWM drauffährst ist das nicht mal so schlecht ^^

So groß kann der Strom des Reihenschlussmotors (fast=MW-Bereich) gar 
nicht sein, als das der IGBT aussteigen würd.

Autor: MSB (Gast)
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Stimme der IGBT lösung zu, AVR mit mehrfach PWM und Deadtime in HW 
machens auch sehr einfach mit der ansteuerung

Autor: Schenja (Gast)
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Der Motor hat eine Leistung von 1.7KW bei 24V Gleichspannung Nennstrom 
110A
Ich denke die Spitzen werden wesentlich höher sein.
Würde es mit dem IGBT oder mit MOS-FET gehen?
Wo bekomme ich die Teile her?

Autor: gast (Gast)
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Hallo

ich habe eine andere Frage, was ist das für ein Akku, wie lange kann er 
1.7kW liefern.
mfg

Autor: JÜrgen Grieshofer (psicommand)
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Ich hab z.B. auf meiner Alm einen Akkublock mit 24V und 3,3kWh

Ich hab diese: Beitrag "V: Leistungselektronische Bauteile"

noch zuhause liegen... bei bedarf kannst mir mailen... sind 
hlabbrückenmodule (könntest sogar drehrichtung ändern)

Autor: +++ (Gast)
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Da könnte man noch einen starken MOS-FET nehmen, ein IGBT wäre aber wohl 
besser mit einem Controller ansteuerbar(thx to s.o.). IGBTs bekommt man 
einige sogar bei Conrad, möglicherweise aber auch bei Segor (brauche die 
Dinger nie).

Habe solche dicken Motoren bisher nur theoretisch betrachtet, deshalb 
auf die Gefahr, dass ich flasch liege:

Habe das mit deinen Angaben mal durchgerechnet: Dein IGBT sollte 
mindestens 320A schalten können, ebenso die Freilaufdiode.

Im Betrieb ist der Strom mit 110A wesentlich niedriger, da die durch die 
Drehzahl induzierte Spannung der Versorgungsspannung entgegenwirkt.

Soweit mein (Halb-)Wissen dazu.

Viel Erfolg

+++

Autor: +++ (Gast)
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P.S.: Die 320A sind der Einschaltstrom...

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

ist zwar altmodisch, aber es gibt noch die Variante mit einem 
Lösch-Thyristor.

2. Thyristor, A über R an +24V, Die beiden Anoden mit einem paasenden 
Kondensator verbunden. Wenn der Last-Thyristor zündet wird der C mit - 
am Anodenende des Lastthyristors über den R aufgeladen. Wenn jetzt der 
Lösch-Thyristor gezündet wird, liegt dieses C-Enden an GND und an der 
Anode des Last-Thyristors eine negagtive Spannung vom C an. Damit wird 
dessen Strom kurz 0 und er schaltet ab.

Dimensionierungen habe ich keine mehr, aber vielleicht hilft Google ja.

Auf die Schnelle nur diesen Link gefunden:
http://homepages.fh-regensburg.de/~cuh39305/pek/pek11.pdf

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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@Schenja:

> Der Motor hat eine Leistung von 1.7KW bei 24V Gleichspannung Nennstrom
> 110A
> Ich denke die Spitzen werden wesentlich höher sein.
> Würde es mit dem IGBT oder mit MOS-FET gehen?
> Wo bekomme ich die Teile her?

Bei so niedrigen Spannungen sind IGBTs und Thyristoren wegen ihrer hohen 
Sättigungsspannung eher ungeeignet. Selbst preiswerte 
Niederspannungs-MOSFETs im TO220-Gehäuse wie z.B. IRF1405 können schon 
über 150 A schalten. Da kann man auch mal einige parallel schalten, bis 
man mit der Sättigungsspannung weit unter 1 V kommt.

Jörg

Autor: JÜrgen Grieshofer (psicommand)
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Die Hohe Vce stimmt allerdings... sind immerhin ~3V was dann deiner RSM 
wieder Drehzahl abgeht...

-> die Lösung von Jörg ist  ein sehr guter Ansatz...

Autor: Schenja (Gast)
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OK ich danke euch ersmal dises Forum kann man echt gebrauchen
Super Leute hier

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