Datum: 22.03.2007 14:24
Tagchen, hier reden viele von FI und allem drum und dran, aber wer von euch hat schon mal eine gewischt bekommen? Ich muss schon sagen, wenn ich an 230 rangehe, dann zwinge ich mich vorm Anfassen gut zu überlegen, wo was anliegt und was ich mit meiner Aktion eventuell kurzschliessen könnte. Und dann greife ich mit einer Hand, wenn es geht, damit notfalls nur ein Finger anbrennt, und nicht mein Herz. Ehrlich gesagt, in Badewanne sitzen und über FI an 230 Volt rangehen, das würde ich mich nicht trauen. Wie hoch ist da Überlebenschance? Grob gerechnet ist doch 300mA 0.5 Sekunde? Was ich mich getraut hab, ist eine 230 V Spannung über 2 10kOhm Widerstände an beiden Seiten an einem Finger zu kosten, und es war noch recht schmerzvoll. Immerhin waren es mikrige 11mA. Was sind eure Erfahrungen? Grüsse
Datum: 22.03.2007 14:55
Ich habe schon öfters einen gewischt bekommen. Als Kind hatte ich so einen Elektronikkasten, da hat man eine 9 V-Batterie gehabt, und dann Schaltungen aufgebaut. Der Strom ist immer nur geflossen, wenn Plus und Minus angeschlossen waren. Mit 10 Jahren wollte ich dann in meinem Zimmer einen Stromkreis mit Glühlampe mit Netzspannung bauen. Also ein Kabel in die Steckdose gesteckt, war allerdings zu kurz. Also wollte ich, während das in der Steckdose steckte, ein weiteres Kabel drandrillen. Peng, hatte ich einen sitzen, im ersten Moment war ich nur erschrocken, aber dann ist mir richtig schwindlig geworden. Das habe ich meinen Eltern nie erzählt, das hätte eine schöne Schelle gegeben!
Datum: 22.03.2007 15:03
mmmh im alter von 9 oder 10 hab ich auch eine gewischt bekommen, hatte da uch so ein expermentier kasten, und bei 9 V hat die lampe geleuchtet, bei 12 V hat sie heller geleucht, und die logische schlussfolgerung das sie dann bei 230 V sehr viel heller leuchtet hat sich als falsch rausgestellt..... war ein rießen schreck aber mehr auch nicht....
Datum: 22.03.2007 15:09
Ich habe ein einziges mal in meinem Leben einen Stromschlag bekommen. Ich war 7 und hatte damals eine Leselampe über meinem Bett. Die ging irgendwann aus und ich kam auf den Trichter, dass es ein Wackelkontakt war. Denn wenn man die Birne feste in die Fassung drücke, ging das Licht wieder an. Nichts leichter als das dachte ich mir und schraubte die Birne raus. Dann nahm ich eine Schere -aus Metall natürlich- und versuchte, dass Kontaktplättchen in der Fassung weiter rauszuziehen. Naja is klar, was passiert ist, ich hab den Netzstecker nicht gezogen und schon lag ich flach :) Ich denke, dieses frühe Erlebnis mit dem Strom hat sich nicht positiv auf mein Leben ausgewirkt. Denn ich glaube, dass ich übertrieben vorsichtig bin bei allem, was mit 230V zu tun hat. Ihr müsstet mal sehen, wie ich mein selbstgebautes Netzteil im Bereich der Netzspannung isoliert habe LOL
Datum: 22.03.2007 15:26
OK, ich habe meine Früheste Geschichte gepostet, jetzt kommt noch mein letzter Unfall: In Südamerika war bei einer Freundin von mir eine Leuchtstoffröhre kaputt. Da konnte ich mal wieder den hilfsbereiten Mann raushängen lassen, und wollte das reparieren. Die Röhre hing direkt unter der Decke, ich bin also auf den Stuhl geklettert. Das Mäd hat dann noch gefragt, ob sie die Sicherung rausmachen soll. Ich natürlich "nein", fasse das Gehäuse der Lampe an, und bekomme einen Schlag (der Lichtschalter war auf "Aus"!). Da habe ich nicht viel von gemerkt, aber es hat mir die Ersatzröhre aus der linken Hand fallen lassen (seit mein Prof gesagt hat, dass man immer mit rechts zuerst anfassen soll, mache ich das auch brav).
Datum: 22.03.2007 15:31
Ich hab schon 2x ein gewischt gekriegt... Einmal an nem SNT was offen war, und etwas lötdraht an dem Ausengehäuse dranhing, ging auch gut bsi ich an das Gehäuse gefasst habe (das ganze stand auf einem recht gut isoliertem Tisch) naja der Lötdraht ist gut Weggeschmolzen, ich nen Schlag und Sicherung weg... Naja das anderemal an nem alten AT Tower rumgeschraubt, und mitm schraubendreher an den Netzschalter der nromal immer mit som dicken Isolierzeug umwickelt ist rangekommen... Einmal hab ich auch ordentlich was von nem Zeilentrafo ausm alten TV abbekommen... durch die isolierung der Zange hindurch mit der ich das Teil abgeknipst habe. Da tat mir auch der Arm noch am nächsten Tag gut weh.
Datum: 22.03.2007 15:39
Hallo, eine kleine Geschichte aus der Röhrenzeit: Ich habe als Schüler einen Röhren- Dipper zur Frequenzmessung gebaut, in einen unten offenen Blechkasten mit Elko zur Anodenspannungspufferung, Höhe cirka 300V. Nach dem Abschalten nahm ich das Gerät in die Hand, bin mit dem kleinen Finger abgerutscht und auf den Elko- Pluspol gekommen. Der über die Hand zum Gehäuse geschlossene Stromkreis verursachte eine Brandstelle am Finger, etwa streichholzkopf-groß, es roch nach verbranntem Horn, wie wenn Pferde beschlagen werden. Muskelreflexe ließen mich das Gerät wegschleudern ... Ich habe dann ca. eine Viertelstunde Erholungszeit gebraucht ... Und das alles "nur" an einem mit 300V aufgeladenen Elko von 50uF! Wenn man bedenkt, dass die Spitzenspannung am Netz ca. 320V beträgt ...! Allerdings ist meines Wissens eine Gleichspannung ein Stück gefährlicher, da im Körper elektrolytische Zersetzungen leichter auftreten. Gruss ..
Datum: 22.03.2007 15:40
Hallo allerseits! Ist zwar nicht 230V aber hat trotzdem gut gezwiebelt: Zubehör: Altes Industrie-"Multimeter" und 2KW-Trafo Ich wollte die Wicklungen durchmessen, da der Trafo aus dem Schrott kam. Also erstmal Ohm-Messung: Ein Finger fixiert Meßspitze an linken Dracht, rechts genauso. Dabei bin ich mit einer Meßspitze des Multimeters vom Wicklungsanschluß abgerutscht - dumm nur das meine Finger noch dran waren. Da lag ich erstmal in der Ecke und hab nach der Keule gesucht die mich getroffen hatte. Am nächsten Tag hab ich mir ein Digitalmultimeter gekauft und den Meßstrom des alten Industrieteils gemessen: 60mA!!!!!!!! Da war also die Keule versteckt!
Datum: 22.03.2007 18:29
>Und das alles "nur" an einem mit 300V aufgeladenen Elko von 50uF! >Wenn man bedenkt, dass die Spitzenspannung am Netz ca. 320V beträgt ...! >Allerdings ist meines Wissens eine Gleichspannung ein Stück >gefährlicher, da im Körper elektrolytische Zersetzungen leichter >auftreten. Das ist so ja nicht ganz richtig. Der Elko zimmert dir einen, danach ist er aber so gut wie entladen, dies kann man aber von der Netzversorgung nicht sagen ;-) Ich weiß zwar nicht, wieviel Ladung meine Kondensatoren bei der Entladung über die menschliche Haut hatten, ich kann nur sagen, dass der Stromfluss bei 230V (bis zum Auslösen des FIs) deutlich schmerzhafter und nachhaltiger war.
Datum: 22.03.2007 18:44
Ich war so 7 bis 10 Jahre alt. Zu der Zeit beschäftigte ich mich mit kleinen Glühbirnen, Schaltern und Spielzeugmotoren. Ich hatte Damenbesuch im gleichen Alter und wollte mal so richtig auf die Kacke hauen. Spielzeugmotor genommen und die Drähte in die Steckdose gesteckt. Es gab einen sehr lauten Knall. Gezuckt habe ich auf jeden Fall, ob es ein Schlag war, ich denke nicht. Das Alles hatte mich zwar total beeindruckt, aber die Dame kalt gelassen. Sie ist jetzt mit jemand anderem verheiratet.
Datum: 22.03.2007 19:16
Mich wird hier wohl keiner von den hier anwesenden schlagen können, alleine schon deshalb weil es ein "Schwachstromforum" ist:-) Ich habe als 10 Jähriger eine Schehre in die Steckdose gesteckt, damals gab es den FI noch nicht und die Sicherung ist durchgebrannt. Dann habe ich mit 12 auf einem Trafohäuschen rumgeklettert, ohne jeglicher Gefahr bewusst zu sein, und habe beim Runterklettern eine Leitung angefasst. Ich weiss nicht wieviel Volt da waren, aber ich bin von von dem Schlag von einem 3 Meter hohem Zaun geschleudert worden. Ich glaube man hat mich bei der Geburt auf mindestens 400V geeicht :-)
Datum: 22.03.2007 19:20
Mit 17 wollte ich eine Sicherung wechseln: "Sollte ich den Netzstecker vorher ziehen? Neeeeee, das kann ich auch ohne....". Darauf folgte ein sehr kurzer recht schmerzhafter Moment. Die Sicherung hatte ich mit Daumen und Zeigefinger gehalten. Der Strom hat meine ganze Hand verkrampfen lassen, wodurch die Sicherung in einem hohen Bogen weggeflogen ist. Weil ich der Meinung war dass man ein Stromschlag von 230V nicht überleben kann, dachte ich: "So ist das jetzt also wenn man tot ist. Hm, garnicht anders als vorher..." Hinterher hatte ich eine Phase von ca. 6 Wochen, in denen ich nicht mal mehr einen Stecker in die Steckdose stecken konnte. Heutzutage habe ich keine Angst mehr vor den 230 Volt, bin aber sehr viel vorsichtiger geworden, wenn ich damit zu tun habe. Das bedeutet in meinem Fall aber auch nicht mehr, als den Netzstecker vorher zu ziehen ;) Gruß, Feadi
Datum: 22.03.2007 19:57
Neubau; ein etwa 1m langes Stück 5x6mm²-Kabel macht Guck aus Wand. Ich wusste, dass die Vorsicherungen nicht drin waren und räumte ein Regal in die Nähe des Kabels - rückwärts. Das Kabel traf mich beim rückwärtslaufen genau am Genick und hatte dabei mittelstark gepiekst (die scharfkantigen Kupferleiter standen etwas über der Isolierung raus). Danach rochs etwas verbrannt. Die anschliessende optische Kontrolle an meinem Hals brachte eine kleine Brandwunde zutage. :-) Übrigens, die Vorsicherungen hatte ich am Vortag bereits fälschlicherweise reingeschraubt. Anderes Mal: Eine angeschlossene Platine mit Relais und 230V-Leiterbahnen in der Hand gehalten (ähnlich wie man ein Tablett trägt). Zuvor natürlich die Spannungsversorgung (230V~-Stecker) gezogen. Ich hatte aber vergessen, dass die Relais darauf 230V von außen bekamen. Naja, umgegriffen, und dabei an die Leiterbahnen gekommen -> Hand sofort verkrampft -> Platine fliegt hoch -> Schwerkraft wirkt -> Platine landet erneut auf der Hand -> Hand krampft wieder und Platine fliegt neben mich. :-)
Datum: 22.03.2007 20:46
Mich hats zum Glück nicht selber getroffen, aber auf meiner letzten Montage im Iran hats da einen einheimischen Elektriker hingehauen. Der gute Mann schraubte an einer Unterverteilung und war da etwas unvorsichtig. Ein Knall und ein Bliz und der Mann lag 5 m weiter. Darauf sind sofort die Sannis gekommen und haben den Mann einkassiert. Naja jeder denkt jetzt wohl Krankenhaus und Untersuchung. Aber weit gefehlt. Der Mann war ca. 3 Stunden später wieder auf der Baustelle. Man konnte zwar das weisse noch in seinen Augen sehen und er war auch nicht ganz zurechnungsfähig, aber so wird da gearbeitet. Diese Sache hat mich ganz schön nachdenklich gemacht und ich bin ganz froh das das hier anders ist. Gruß Olaf
Datum: 22.03.2007 20:48
Ich kann nur dazu raten, beim Basteln nen FI zu haben. Ich habs fast nicht gemerkt, erst als der Lötkolben kalt war. Aber trotzdem nicht absichtlich anfassen ! Ohne FI hatte ich auch Brandblasen (Trafo offen mit Netzleitung: Stecker gezogen, Trafo angefaßt, Finger überbrückte beide Lötösen, Trafo runtergefallen, weil den falschen Stecker gezogen). Geladene Elkos hab ich schon öfter gehabt, immer sehr unangenehm. Ne alte Fernsehbildöhre war noch nach 2 Tagen aufgeladen. 24V-Schütze lassen auch schön zucken, wenn man versucht, sie mit blankem Draht anzuschalten (Induktionsspitze). Bei der Armee: Feldtelefonleitung anfassen und der andere kurbelt kräftig, wer zuerst losläßt zahlt die Runde. Der Trick ist, man muß fest zufassen, der Kurbelinduktor ist hochohmig und die Spannung bricht zusammen. O.k. der richtige Trick ist, Drähte so anfassen, daß sie sich berühren und etwas Zucken simulieren. Wie man jemand hereinlegen kann, der ein bischen von E-Technik versteht: Gleichstromklingel, 2 Drähte an den Unterbrecher anschließen und demjenigen in die Hand drücken. Dann Flachbatterie an die Klingel: "Hab dich nicht so, sind doch nur 4,5V" Peter
Datum: 22.03.2007 20:50
Das mit der Klingel ist gemein aber GUT!!!!
Datum: 22.03.2007 20:53
Mein GET-Prof hatte immer ein paar lockere Sprüche auf der Zunge: Z.B., daß jemand, mit dem er noch vor einem Jahr am Biertresen stand, zwischenzeitlich im Mast abgefackelt ist. Wie auch immer, der Typ war unterhaltsam, und es erheiterte die Vorlesung stets ungemein. Und seine Lieblingsfrage: Warum hat es die Evolution nie geschafft, den Menschen stromresistent zu machen? Antwort: Na, weil jeder, der mit Strom in Berührung kommt, für die Fortpflanzung ausfällt. Gruß Dietmar
Datum: 22.03.2007 20:56
Ist das eigentlich ein Prüfungsfach ? :-)
Datum: 22.03.2007 21:09
Kennt jemand den Typen im Fernsehen, der ne Deckenleuchte abmontieren will die sogar noch leuchtet und dann plötzlich nen Schlag kriegt, darauf die Lampe runterfällt und zerbricht und der Typ noch rumbrüllt:"Da is ja noch Saft drinne!!!" HAHAHA voll geil... kam glaub ich bei TV total
Datum: 22.03.2007 21:32
Nicht mein Stromschlag, aber.....: In der Ausbildung gabs bei uns einen bösartigen Verkäufer, der uns armen Technikern als Kälte 75 in den Nacken gesprüht hat. Sehr schmerzhaft, und Kältespray meist leer wenn man es brauchte. Irgendwann, als mal wieder die Flasche leer war, hat ein ausreichend boshafter Kollege diese genommen, Boden rausgeschnitten, innen an die Behälterwand ne Strippe angelötet, durch die Sprühkappe ein Loch gebohrt und Kupferdraht durchgesteckt, diesen und die Strippe zur Behälterwand an den Ladeelko aus einem Schaltnetzteil angeschlossen. Was er damit tat dürfte klar sein, daß er uns warnte auch... und der Gesichtsausdruck des Verkäufers beim Zugriff für den nächsten Angriff wohl ebenso.
Datum: 22.03.2007 21:34
Zu meiner Zeit als Fernmelde-Azubi 1976, erwarb ich von einem anderen Azubi ein Netzteil mit Selengleichrichter-Batterie, die brachte 350V Gleichspannung. Mit Gleichgesinnten im Lehrlingswohnheim untergebracht, durchkämmten wir abends den Sperrmüll in der Großstadt, sammelten Netz-Elkos aus alten Fernsehern, und brachten es auf eine 10-kg-Persil-Waschmitteltrommel voll von diesen Elkos. Wir schlossen die alle parallel an oben genanntes Netzteil. Beim Kurzschluß, entstanden furchterregende Kracher. Dadurch aufmerksam gemacht, stand eines Abends der Heimleiter auf der Matte und konfiszierte unsere Apparatur. Beim Abtransport, unter seinen Armen blitzte und funkte es nur noch, der Mann zuckte merkwürdig und ist mir sicher bis heute noch böse. Gruß Dietmar
Datum: 22.03.2007 21:38
@gast (Gast) Ist das eigentlich ein Prüfungsfach ? :-) Was bist denn du eigentlich für einer: gast (Gast) gast (Gast) gast (Gast) gast (Gast) oder gast (Gast) ??? Dietmar
Datum: 23.03.2007 01:36
ein mir persönlich bekannter Elektriker war der Meinung, er müsse die Phase mit dem Finger prüfen. Also immer schön mit dem Fingerrücken ans Kabel gegangen, damit die Hand sich dann nicht verkrampfend um das Kabel schließt und so munter Phase von Null unterschieden. Jetzt ist er Frührentner mit Herzrythmustörungen. Unsere Katze ist mal auf die Kommode geklettert und hat an den Lüsterklemmen geknabbert, die für ne Wandlampe aus der Wand kamen. Nachdem der Stromfluß einsetzte verkrampfte das Maul, die Katze hob von der Kommode ab und hing tierisch schreiend nur noch an dem Kabel. Mithilfe eines Tennisschlägers (aus Holz !) hab ich sie dann runtergeschlagen. Paar Tage ist sie gehumpelt und bis zum Ende ihres 19jährigen Lebens fehlte ihr nen Stück Zunge. Gute Nacht Detlef
Datum: 23.03.2007 02:09
Bei alten Fotoaparaten mit Blitz sollte man auch vorsichtig sein, wenn man das Gehäuse öffnet. Da war mein Arm auch für einige Minuten Taub. Weidezäune sind dagegen richtig harmlos.
Datum: 23.03.2007 08:27
Praktikantenzeit: Hier im Werk haben sie einen Motor zum Prüfen auf die Werkbank gelegt und mir gesagt ich solle kurz festhalten, damit er beim Anlaufen net wegdreht. Ich also an das Gehäuse zum Festhalten. Elektriker schaltet ein, ich lasse los, Motor dreht weg. Rüffel vom Elektriker, ich könne nichtmal einen kleinen Motor festhalten. Ich zum Elektriker: Dann halt Du fest und ich schalte ein. Der legt nie wieder eine Phase an Masse.
Datum: 23.03.2007 08:28
Ach so, Masse selbst war net angeschlossen, und Werkbank aus Holz.
Datum: 23.03.2007 08:48
Nicht mir, sondern einem Bekannten ist das vor ca. 15 Jahren passiert. Er arbeitete beim örtlichen Grünamt als Gärtner und war damals beauftrag, hohe Hecken und Bäume im Stadtpark zu schneiden. Eine Stelle verläuft sehr nahe an einer Schienenstrecke, und es war notwenig, dort ebenfalls zu schneiden, damit die Zweige nicht den Bahnverkehr behinderten. Nun, er nam seine Baumschere, die an einer Alustange befestigt war, und fing an zu schneiden. Leider beachtete er nicht die Hochspannungsleitung. Ob er mit ihr jetzt direkt in Berührung kam oder ob es nur zu einem Überschlag kam, kann ich nicht sagen. Es kam zu ernormen Funkenflug und es roch, laut Aussagen seiner Kollegen, nach verbranntem Fleisch. Der Bekannte lag dampfend am Boden. Er wurde sofort mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht, wo ihm eine Hand amputiert werden mußte. Seit dem kann er leider nur noch im Innendienst arbeiten, ist aber ansonsten völlig gesund. Dieser Mann hat unbeschreibliches Glück gehabt.
Datum: 23.03.2007 09:14
Als ich vor zig Jahren mal als Ferienarbeit alte Geräte (Steuerungen, etc.) zerlegt und entsorgt habe hats mich auch erwischt. Wie man so ist, denkt man sich hin und wieder, dass das eine oder andere Teil ja nöch völlig in Ordnung ist und schwupps hängt man's ans Netz um zu sehen ob's noch funktioniert ... naja es hat funktioniert. Irgendwie hatte ich dann doch keine Verwendung für die alte Steuerung und habe somit beschlossen das Ding doch zu zerlegen und zu entsorgen. Dummerweise habe ich vergessen den Netzstecker wieder aus der Dose zu ziehen und auf einmal hatte ich das Gefühl dass mir jemand mit voller Wucht auf beide Schulterblätter haut. Daraufhin kam der obligatorische Schrei und ein Wutanfall meinerseits mit einem lauten Ruf 'Was soll denn die Schei**e Du A****loch'. Ich ging ja immer noch davon aus dass jemand hinter mir steht ... tja nachdem ich mich umdrehte musste ich feststellen, dass da niemand war. Die dummen Gesichter der anderen Angestellten im Raum könnt ihr euch ja vorstellen zumal ich denen nicht verraten habe was der Auslöser meines Schreis war, dass hätte dann richtig Stunk mit dem Betriebsleiter gegeben :-)
Datum: 23.03.2007 09:38
unglaublich aber wahr...ich hab tatsächlich vor einem jahr das erste mal mit 27 Jahren von 230V eine gezogen bekommen. bei der lieben tante die birne an der herdbeleuchtung gewechselt. dafür musste man leider die ganze elektronik für die beleuchtung/belüftung ausbauen. sicherung raus? neeeee das geht ja mal eben so ganz schnell!!! hab mich so erschrocken das ich hochgesprungen bin und mit dem kopf gegen die dunstabzugshaube. das tat aber im endeffekt mehr weh als der stromschlag. nen kollege hat mal gegen nen weidezaun gepisst...uncool!!!
Datum: 23.03.2007 09:40
Ja, ja, die Sache mit dem Strom... Wahrscheinlich ist jedem der mit Strom arbeitet mal das ein oder andere Mallör damit passiert. Was mir persönlich Kummer macht, ist die zum Teil schon herausfordernde Haltung mancher Personen. Da werden im Baumarkt / Ebay elektrische Betriebsmittel gekauft und nach Herzenslust eingebaut. Wahnsinn! In Gesprächen die ich ab und zu mit Kunden führen muss, stelle ich immer wieder fest das viele garnicht wissen das Strom tödlich sei kann. Oft kommt die Aussage: Ja das kribbelt nur ein wenig. Wahh! Völlig unkundig und dann dieser Text! Was mich auch ärgert: Da wird bei uns ein morts Aufwand gemacht mit CENLEC und DIN VDE, halten tut sich dran niemand. Glaube das viele hier mal ein PC-Netzteil zerlegt haben. Ja wo sind denn die Entladewiderstände, die nach DIN VDE innerhalb von 50 sec die Spannung unter der maximal zulässigen Berührungsspannung absenken sollen? Und diese Geräte bekommen hier eine Zulassung. Wenn ich heute eine Kleinserie eines Gerätes bauen will, so werden mir Steine über Steine in den Weg gelegt obwohl ich die VDE durchaus gut kenne. Wahrscheilich ist es dann doch die Macht der großen Zahlen... Und noch was: Wenn man schon bastelt mit 230 V, dann bitte mit Personenschutzautomat 10mA und Finger weg von Trenntrafo! Wenn ihr da an den Aussenleiter kommt, dann passiert zwar nichts. Aber wenn ihr mal zwischen die Leiter kommt, daß kann schnell beim Basten mit Platinen passieren, gibt es kein Schutzorgan was abschaltet. Da bleibt ihr einfach hängen...
Datum: 23.03.2007 10:20
Wo gibts eigentlich noch 10mA-FI zu kaufen? Die sind so gut wie ausgestorben. Nur ganz teure Steckdosenleisten z.B. bei Reichelt haben sowas noch drin. Die schwarz-grünen Schukostecker mit FI von Kopp gehen leider alle nach ein paar Jahren kaputt. Ansonsten gibts nur Standard 30 mA oder 300 mA.
Datum: 23.03.2007 10:40
"Ja wo sind denn die Entladewiderstände, die nach DIN VDE innerhalb von 50 sec die Spannung unter der maximal zulässigen Berührungsspannung absenken sollen? Und diese Geräte bekommen hier eine Zulassung." Ein PC-Netzteil ich für den Betrieb innerhalb eines PCs vorgesehen. Alleine der Ausbau dürfte länger als 50s dauern, daher wird vielleicht dieser Widerstand nicht vorgesehen. Könnte ich mir vorstellen...
Datum: 23.03.2007 10:48
Ich habe mal mit dem Zeigefinger zwischen zwei Phasen (3-Phasen-Netzteil) gelangt. Gerät war zwar vom Netz, die Elkos aber noch geladen. Jaja, hat tierisch weh getan und ich hatte verbrannte Fingerspitze. Ich habe daraus gelernt und es ist nie wieder was passiert :)
Datum: 23.03.2007 11:18
Ja, FIs gibts irgendwie keine mehr mit 10mA, ein mageres Ding bei ebay http://cgi.ebay.de/FI-Schutzadapter-Stecker-FI-sch... Zu teuer? Oder lösen die bei Kriechströmen schon aus? Sind die Menschen Immun gegen Ströme <30mA geworden? :D
Datum: 23.03.2007 11:21
Wir haben beim Bund 'Schweinetreiben' gemacht. Feldtelefon, Kabel blank gemacht, einer war der Treiber, der andere rannte mit dem Telefon hinterher und kurbelte und der 3. war die arme Sau. Das war noch schön :-)
Datum: 23.03.2007 11:56
>Immun gegen Ströme <30mA http://de.wikipedia.org/wiki/Stromschlag : "An der Skelettmuskulatur werden durch Wechselstrom schon ab 10 mA Kontraktionen ausgelöst, die aufgrund der stärkeren Ausbildung der Flexoren zu einem "Festhalten" an der Stromquelle und damit zu einer längeren Einwirkzeit führen können, ab 30-50 mA im Bereich des Brustkorbs eine Kontraktur der Atemmuskulatur und des Zwerchfells und damit einem Atemstillstand für die Dauer des Stromflusses bewirken. Dieser kann auch erfolgen, wenn der Stromfluss das Atemzentrum im Stammhirn in Mitleidenschaft zieht. Wechselstrom kann schon bei einer Stromstärke von 75 mA zum Tode durch Kammerflimmern führen" Ich fürchte auch, dass die zu teuer waren und zu oft ausgelöst hatten. Mit einem Funkgerät neben dem FI läßt sich der genannte "Schukostecker" jedenfalls triggern.
Datum: 23.03.2007 12:05
bei uns ist mal ein älterer herr nach einem ordentlichen saufgelage in nen weidezaun gefallen und um suff darin liegen geblieben. das ende vom lied war, dass er dabei leider gestorben ist. die stromschläge waren auf die dauer wohl nicht so gesund. in der ausbildung gabs die schönen spielchen mit dem 1000V isolationswiderstandmessgerät arbeit elektronikentwicklung: platine mit frequenzumrichter. stecker raus, platine in die hand -> scheiße die zwischenkreiselkos waren wohl doch noch reichlich voll und ich habs mal geschafft beim ausstecken von nem laptopnetzteil vom stecker abzurutschen und an den kontakt zu kommen sofort nachdem er keinen kontakt mit der steckdose mehr hatte, das geht auch ganz gut ab nett war auch der kollege der die krokoklemmen, die an seinem trenntrafo waren um auf die schnelle platinen anzuschließen und testen, zwischendurch dann immer in einer hand hatte und jeden monat mindestens 2 mal nen schlag bekam
Datum: 23.03.2007 12:20
Das mit dem Tod durch Weidezaun kann ich mir nicht so recht vorstellen. Wenn man da drauffällt, dann ist doch der Draht auf dem Boden und der Körper liegt drauf. Der Strom sollte dann eher direkt durch den Boden fließen und nicht mehr durch den Körper. Oder mach ich einen Denkfehler? Ich kann mir das nur bei einen sehr stabilen und gut geerdeten Zaun vorstellen, der an der oberen Grenze der erlaubten Energien liegt und dazu noch eine volle Batterie hat.
Datum: 23.03.2007 12:21
:-) Aufgeladene Elkos zuuuuuufällig rumliegen lassen ... bald ist ja wieder 1. April :-D:-D:-D:-D:-D:-D:-D:-D:-D:-D
Datum: 23.03.2007 12:39
@mec die weidezäune sollen ja nicht nur durch den strom die kühe davon abhalten abzuhauen. normalerweise sind da alle paar meter ordentliche dicke holzpfähle wo der dran fest ist, da is also nix mit auf dem boden, zumal der auch ordentlich gespannt ist. außerdem ist das stacheldraht, so dass der strom dann direkt in den körper fließt mit nahezu keinem übergangs oder hautwiderstand. und alle paar sekunden so nen pitsch über die dauer von mehreren stunden bei nem alten mann (der vieleicht vorher schon nen herzleiden hatte (spekulation)) ich hab hier auf dem lande aber schon nen bullen gesehen der ungedingt an die kuh in der wiese nebenan wollte, der is ganz gemächlich durch nen stacheldraht mit 4 drähten übereinander, von denen 2 mit strom waren. über die straße, durch nen draht mit 3 mal stacheldrat von denen einer mit strom war. auf die kuh rauf und das ganze dann wieder an ner anderen stelle zurück
Datum: 23.03.2007 13:16
>ich hab hier auf dem lande aber schon nen bullen gesehen der ungedingt >an die kuh in der wiese nebenan wollte, der is ganz gemächlich durch nen >stacheldraht mit 4 drähten übereinander, von denen 2 mit strom waren. >über die straße, durch nen draht mit 3 mal stacheldrat von denen einer >mit strom war. auf die kuh rauf und das ganze dann wieder an ner anderen >stelle zurück man muss der spitz gewesen sein :-D
Datum: 23.03.2007 13:20
>und das ganze dann wieder an ner anderen >stelle zurück ..und dumm
Datum: 23.03.2007 13:28
>>und das ganze dann wieder an ner anderen >>stelle zurück >..und dumm aber hat die alte danach direkt stehen lassen und sich aus dem staub gemacht...auch klug
Datum: 23.03.2007 13:53
Hi, jetzt möchte ich auch mal was schreiben^^ Ich habe gestern für meine CNC-Fräse die Elektronik in einem schönen Gehäuse untergebracht. Natürlich auch 230V Spannung für das Netzteil. Dann ab an die Steckdose und alles getestet. Es funktionerte alles, nur wollte ich das Porti für den LCD-Kontrast nen bisschen ändern. Naja jetzt könnt ihr euch denken was passietr ist. 1. Schalter ausgemacht. (Stecker drinn wollt eja nur das poti verstellen...) 2. Porti gedreht. 3. Beim rusziehen der Hand an den falschen kontakt des Netzschalters gekommen. Naja ich wusste garnicht wie das zeiht und wie schnell meine Hand sein kann :). Ich habe noch min. 5 Minuten später gezitter (ich denke wegen dem Schreck) naja dann habe ich erstmal den schönen dicken Schrumpfschlauch gesucht und alle isoliert. jonny
Datum: 23.03.2007 14:42
hi leute, also ich weiß gar nicht wieviel mal ich einen stromschlag bekommen habe, weil es so oft war. mein stromschlag habe ich mit ca. 4 jahren bekommen. damals waren wir zu besuch bei bekannten und deren kinder hatten so einen spielcomputer ohne stecker. ich wollte unbedingt spielen und nahm das kabel in die hand und hab die zwei blangen litzen in die steckdose gesteckt somit wurde ein neuer elektriker getauft. LOL mein rekord war mal 5 stromschläge an einem tag aber ungewollt. aber das lag daran, dass ich an einen schaltschrank rumgefummelt habe wo viele hobbyelektriker(pfuscher) ihr persönliche note hinterlassen haben. sonst würde ich doch kein stromschlag bekommen trotz ausgeschalteten sicherungsautomat. aber zum glück war ich gut gegen erde isoliert. lol gruß P.A.
Datum: 23.03.2007 14:49
Scheinst ja schon richtig süchtig danach zu sein, trägst inzwischen wahrscheinlich schon nen Elektroschocker mit dir rum, falls mal keine Steckdose in der Nähe ist, wo Du Dir Deine tägliche Dosis abholen kannst. ;-)
Datum: 23.03.2007 15:21
Ich habe schon ein totes Reh gesehen, dass sich in einem unter Strom stehenden Weidezaun verfangen hat. Es scheint wirklich so zu sein, dass wohl nach einiger Zeit eine Blutzersetzung oder was weiß ich stattfindet. Also, so abwegig ist die Story mit dem alten, besoffenen Mann nicht.
Datum: 23.03.2007 15:33
Da gabs dock mal die Story von einem Neger, der Honig schlecken wollte und dadurch von einem Volk Killerbienen gejagt wurde. Der ist gerannt und in einen Elektrozaun gefallen, und hat dadurch überlebt (trotz der vielen Stiche). Daraus sind dann die Anti-Schlangenbiss Elektrogeräte geworden. Keine Ahnung, ob das eine Legende ist!
Datum: 23.03.2007 15:45
Heute bin ich E-Technik Ingenieur und das war mein Bildungsweg in Sachen Strom: Klingelknopf, Fuesse in Regenpfuetze, kein Freilauf oder tatsaechlich 220V Kreis: Zack ! Phasenpruefer in Steckdose gesteckt und ueber das Glimmlicht gefreut. Daumen feucht gemacht und ueber helleres Glimmlicht gefreut, kleinen Finger der gleichen Hand ausgestreckt und Erdungskontakt beruehrt: Zack ! Trafo gebastelt, in Betrieb genommen, tut wunderbar, gefreut, noch ein bisschen nachbessern wollen und Stecker ziehen vergessen: Zack ! Externer PC Netzteil Schalter mit Riss in der Isolation, beim Einbau dumm angefasst: Zack ! Neuer Elektroherd an Starkstrom anschliessen wollen, Dokumentation nicht vorhanden, "probieren geht ueber Studieren"-Ansatz: alle Kombinationen durchgemacht, dazw. immer alle Phasen abschalten lassen. Nichts funktioniert, wuetend geworden, Kommando zu Abschalten der Phasen vergessen und den "Scheiss" abschrauben wollen: Zack ! Funkenregen aus dem Kuehlschrank beim Suchen der Ursache einer defekten Beleuchtung und Kupferschmelze beim Anbohren einer 230V Leitung wurden wissentlich unterschlagen. Freund von mir (heute Architekt): "Warum wird der Loetkolben nicht warm ?", Spitze mit der Hand umschlossen und erst vom Strom getrennt worden als er vom Hocker kippte. Seitdem hat er Schweisshaende. Gruss, Juergen
Datum: 23.03.2007 22:19
@Michael Simons: >Was mich auch ärgert: Da wird bei uns ein morts Aufwand gemacht >mit CENLEC und DIN VDE, halten tut sich dran niemand. Wir haben hier in Deutschland nicht das sicherste Stromnetz, auch wenn uns das immer wieder glauben gemacht wird. Die Amis haben 110V, daran stirbt man nicht so schnell wie an 230V, auch wenn das noch keine Schutzkleinspannung ist. Dort führen Hochspannungsleitungen durch die Wohnsiedlungen, wobei jeweils ein Trafo dann nur eine kleinere Häusergruppe speist. Das spart fürs Versorgungsnetz Kupfermaterial, das jedoch innerhalb der Gebäude auf Grund der kleineren Spannung und höherer Ströme erheblich mehr verbraucht wird. Leider ist die in den Häusern verbaute größere Menge wertvolles Kupfer oft verloren, da es bei Bauabrissen nur geringfügig oder gar nicht recycelt werden kann. In den Niederlanden, hat man in Waschräumen schutzgetrennte Trafos für den Rasierer. Das schützt einerseits, aber einen Fön kann man im Waschraum nicht betreiben. Aber ganz so übel sind wir nicht: In Italien sah ich, daß Hochspannungsleitungen mit Stahlgittermasten sogar durch Wohngebiete gezogen sind. Da gibt es auch keine saubere Trennung zwischen Industrie- und Wohngebieten. Zu meiner Zeit als Fernmelde-Monteur, bekam ich manchmal ordentlich einen gewischt, wenn ich bei Regenwetter an einem Schaltkasten (die grauen Kästen, die am Straßenrand stehen) eine Leitungsschaltung für einen Kunden durchführte (60V Gleichspannung im Ruhezustand, und wenn jemand zufällig auf der Leitung anruft, bis 90V Wechselspannung mit 25 Hz). Das zuckte unangenehm, war aber auf Grund der Innenwiderstände von einigen Hundert Ohm nicht bedrohlich. Heute führen die aber auch 220V Datenleitung über das übliche Telefonkabel, Primärmultiplexer für ISDN. Selbst an meinem Arbeitsplatz in der Entwicklung, bekam ich kürzlich ordentlich eine geschossen. Ich hatte Trafo-Parameter zu erstellen. Der FI-Schalter hilft da wenig, da Kunststoffboden, und der Strom zwischen L und N über meine Finger floß. Wie mein weiter oben im Thread genannter alter Prof auch schon sagte: Mitarbeiter aus der Elektro-Branche, haben eine erhöhte Sterberate. Gruß Dietmar
Datum: 23.03.2007 23:24
>>Daraus sind dann die Anti-Schlangenbiss Elektrogeräte geworden. Dazu bitte mehr! Wie funktionieren die ? >... mit der Hand umschlossen und erst vom Strom getrennt worden >als er vom Hocker kippte. Seitdem hat er Schweisshaende. Interessant. Ich weiss nur, daß man Schweisshände mit Strom behandeln kann. ???
Datum: 23.03.2007 23:40
Kann mir wer mal erklären was es mit dem "kalten Lötkolben" auf sich hat der hier schon 2x erwähnt wurde?
Datum: 23.03.2007 23:41
@Zoroaster: Weidezaungerät: Vor der Zeit dieses elektronischen Helfers, brauchte der Bauer noch einen Viehhirten. Weidezäune halte ich nicht für lebensgefährlich. Der Bauer möchte sein Vieh unter allen Umständen gerne behalten und niemals bestrafen. Am Weidezaungerät gibt es einen kurzen Impuls etwa alle 2 Sekunden. Habe da auch drangepackt, das piekst schon etwas unangenehm. Das Prinzip wird einfach sein, nämlich eine geöffnete vorher stromdurchflossene Spule. Vielleicht ist es auf einfache Weise sogar eine KFz-Zündspule, da auch ein Stromschlag der Zündung eines alten Autos ohne elektronische Zündung ähnlich war. Natürlich, wenn ein Hund gerade sein Bein am Zaun hebt, der spürt diese etwas besondere Art von Orgasmus noch ein paar Tage später, und vergißt dies nie mehr. Vielleicht gibt es hier einen Landmaschinen-Konstrukteur, der mal eine Aussage über die Spannung / Energie pro Impuls machen kann? Habe, da auf dem Land aufgewachsen, schon viele dieser Geräte gesehen, die ersten in den 1960-er Jahren, mit einfacher Relaissteuerung, das Gerät tickt laut mit jedem Impuls. Modernere sicher mit Halbleitern, habe aber leider noch nie eine Bedienungsanleitung oder Schaltung und technische Daten gesehen. Seltsam aber auch praktisch war der Betrieb mit einer neben dem Gerät stehenden Autobatterie. Das ist bei den moderneren Geräten aber verschwunden. Gruß Dietmar
Datum: 24.03.2007 16:49
Trotz aller lustigen Geschichten daran denken: Strom ist gefährlich!
Datum: 24.03.2007 17:26
Passt nicht ganz, aber wir hatten mal ein Problem mit einem Fiat Uno. Er wollte nicht anspringen. Also Motorhaube auf, grobe Sichtkontrolle, nochmal starten und er springt an. Hmm, war wohl nur ein kleiner Aussetzer. Mach die Motorhaube zu und schwupps ist der Motor wieder aus. Also Motorhaube wieder auf und gestartet, Wagen läuft. Dann hätte ich allerdings nicht albernerweise an den Kabeln wackeln sollen. Die Zündkabel sahen einwandfrei aus, aber die Isolierung war wohl trotzdem spröde. 4-5 Impulse hab ich ab bekommen bis ich loslassen konnte. Die Schmerzen zogen bis hoch in die Schulter und haben den ganzen Tag angehalten. Ich möchte gar nicht wissen, wie es bei einem großen Auto mit kräftigerer Zündspüle ausgegangen wäre. Bis denn Daniel
Datum: 24.03.2007 19:44
@Daniel: >Passt nicht ganz, aber wir hatten mal ein Problem mit einem >Fiat Uno. Einen Uno hatte ich bis vergangenes Jahr auch, sehr zuverlässiges, wirtschaftliches, reparaturarmes Auto, dort klebte im Motorraum ein großer gelber Aufkleber mit der Aufschrift "Vorsicht! Lebensgefahr!". Elektronische Zündung eben. Bis zum Verkauf mit 15 Jahren lief der aber auch wie geschmiert, das Zündverhalten war niemals wetterabhängig. >Ich möchte gar nicht wissen, wie es bei einem großen Auto >mit kräftigerer Zündspüle ausgegangen wäre. Das war ein großes Auto mit kräftiger Zündspule. Meines Wissens, hat die Größe der Zündelektronik wenig mit der Motorleistung zu tun. Der Zündfunke muß stets eine gewisse Energie haben, unabhängig der Motorleistung. So war es früher wenigstens, vor Einführung der Transistorzündung: Es gab Zündspulen überwiegend von Bosch, und dann nur die Standardspule und die Hochleistungsspule, universell für alle KFz-Typen. Genau so, wie auch viele Autos H4-Licht oder 12V haben. Natürlich, kocht man heute manchmal eine eigene Suppe, um die universelle Austauschbarkeit zu erschweren. Gruß Dietmar
Datum: 24.03.2007 20:46
> Ich möchte gar nicht wissen, wie es bei einem großen Auto mit > kräftigerer Zündspüle ausgegangen wäre. Bei einem großen Auto ist das auch nicht sooo viel schlimmer. Ich hatte das selbe Erlebnis damals bei meinem Chevrolet Malibu (Bj.'78) mit ner 5L V8-Maschine. Das ding hatte einen Zündverteiler mit integrierter Zündspule. Diese Konstruktion hatte in etwa nen Durchmesser von 15cm und war auch ungefähr genauso hoch. Oben drauf stand noch irgendwas von "High Power Ignition", "Danger" und was weiss ich was die Amis da noch drauf schreiben müssen... Da der Motor auf einem Zylinder nicht zündete (fällt bei nem V8 nicht unbedingt so ins Gewicht) steckte ich bei laufendem Motor vorsichtig ein Zündkabel nach dem anderen ab und wieder an, um zu sehen bei welchem Zündkabel sich der Motorlauf nicht verschlechtert (dies wäre dann der "böse" Zylinder). Das hat bei den ersten 3 Zündkabeln auch funktioniert, aber beim 4. hat es mir übelst eine gewischt ;) Gruß, Magnetus
Datum: 24.03.2007 21:48
Kenne auch eine nette Story, machte in der Ausbildung ihre Runde. Wie in jeder Lehre, durfte/musste auch dort irgendwann einmal jeder Stift durch die Abteilungen des Unternehmens. Er war mit einem aus der E-Werkstatt unterwegs, um einen Schaltschrank zu kontrollieren. Da die Kiste aber in einer dunklen Ecke stand und wie üblich die Schaltschrankbeleuchtung im Eimer war, wurde der Stift losgeschickt ne Taschenlampe zu holen. Stift hat sie geholt und kommt in den Raum zurück. Er sieht nur die offene Schaltschranktür und drinne bückend den Mann aus der E-Werkstatt. Der zuckte merkwürdig. Der Stift, der gute, wusste was er machen muss. Er griff sich eine Schaufel mit langen Holzstiehl und schlug zu. Nur zu blöd das der Mann sich nur die Schuhe zugebunden hatte. Dafür hatte er jetzt einen gebrochen Arm. Stromschlag mal anders ;-)
Datum: 25.03.2007 20:22
ich hätte damals auch denjenigen hauen können, der den esd-schraubenzieher zu den "normalen" gelegt hat, und ich das kabel in der lüsterklemme von der lampe lockern wollte
Datum: 25.03.2007 23:18
Erstes mal war mit 10 Jahren. Ich war fasziniert das bei einem Gerät die Glühlampe noch etwas geleuchtet hat als der Stecker schon draußen war. Also einige male probiert und dann auf die Idee gekommen mal kurz nach dem rausziehen an den Stecker zu langen -> ZACK! Dann mit ich glaub 13 Jahren nen alten PC aus alten Teilen zamgeschraubt und an die Kontakte vom fehlenden Netzschalter gekommen als der Stecker drinn war -> ZACK! Dann habe ich vor nicht allzu langer Zeit ne alte Kamera aufgemacht und n bissl drann rumgespielt weil das einzige was noch ging war glimmlampe und Blitz... Ich kann nur sagen der Kondensator für den blitz war gut geladen! Sonst habe ich schon öfter (wenn auch nicht immer unabsichtlich) mein 9V Blockbaterie Weidezaungerät "probiert". Das Ding hat übrigens ne Funkenstrecke von gut 1cm!
Datum: 26.03.2007 08:44
Für die Einen ist der Stromschlag eine Storie wert, für Andere war der Stromschlag das letzte Erlebniss. Wohl dem, der noch erzählen kann.
Datum: 26.03.2007 09:27
Da gabs doch mal eine Geschichte von 2 Polen, die Elektrofischen waren (dabei werden Fische mittels Elektrizität betäubt). Beide saßen im Boot, der eine kam auf die Idee, mal ins Wasser zu pinkeln. =>Tot, fällt ins Wasser. Der andere will helfen, springt ins Wasser => R.I.P
Datum: 26.03.2007 09:51
Das mit dem Pinkeln klappt nicht, da der Strahl tröpfelt. Peter
Datum: 26.03.2007 09:52
Wegen Weidezaungerät. Also, die Teile mit den Autobatterien sind nicht verschwunden. Die sind immer noch 1. Wahl bei Insellösungen. Die Spannung liegt je nach Gerät bei 2-12kV Die Energie liegt bei 'ähh' ich glaub 6 Joule max. Der Strom liegt dann also im niedrigen mA Bereich.
Datum: 26.03.2007 10:18
Es gibt wohl aber auch Geräte die mehr als 100mA raushauen um Grashalme und anderes an den Zaun gewachsenes Zeug abzufackeln. Diese haben dann aber einen sehr kurze Impulsdauer (glaube <1 ms).