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Forum: Platinen Lötpaste und Konsorten

Autor: Fragensteller (Gast)
Datum: 11.07.2003 04:19

hab gerade noch gesehen, dass bungard metall-masken für siebdruck
herstellt.

jemand schon damit gearbeitet?
Autor: Martin K. (Gast)
Datum: 11.07.2003 09:17

ich stelle mir die Metallmasken selbst her
dazu nehme ich 0,1 mm dickes Messingblech und beschichte es
mit Fotolack, das Ätzen geschieht ganz normal mit Fe(III)Chlorid,
mit dieser Maske kann ich hauchdünn Lötpaste aufbringen
(ich löte IC´s mit bis zu einem Pitchabstand von 0,5 mm)
Autor: Fragensteller (Gast)
Datum: 11.07.2003 12:52

wie verlötest du die IC's?
ich muss für ein Bauteil auf 0,3mm kommen und will mir in den
Semesterferien einen temperaturgesteuerten Ofen mit 2-3 Temperaturzonen
bauen.
Wie ich das machen werde, weiss ich noch nicht konkret, aber nach den
Prüfungen werde ich mir irgendwoher Inspiration holen :)

wie sind die Kanten von deinen Masken? hört sich aber nicht schlecht
an!!!
Autor: Fragensteller (Gast)
Datum: 11.07.2003 13:20

...und woher kann ich Lötpaste mit viel viel (2-3%) Silberanteil
bekommen?
Autor: Martin K. (Gast)
Datum: 12.07.2003 19:46
Angehängte Dateien:

Hallo Fragensteller
die Lötpaste habe ich von Conrad, damit erreiche ich gute
Ergebnisse
im Dateianhang habe ich einen Scan von meiner Maske (Scanner
liefert leider keine optimale Bildqualität)
auf einer Maske habe ich gleich mehrere IC´s, ich benutze sie nicht für
die komplette Platine, sondern nur für die
schwierigsten IC´s wie z.B. MSP430F149,
für einen ATMega128 TQFP64-Gehäuse brauche ich keine Maske, denn dieser
hat einen großen Pinabstand und läßt sich gut mit Lötzinn 0,5 mm löten
ich glaube, deine Angabe mit 0,3 mm bezieht sich auf den
Zwischenraum der Pins, ich meinte mit 0,5 mm wahrscheinlich
das gleiche, weil ich den Abstand zwischen Mittelpunkt Pin
zu Mittelpunkt Pin angegeben habe
der praktische Teil meiner Arbeit sieht so aus:
die Maske lege ich absolut plan auf die Platine bis die SMD-
Pads der Platine und die Schlitze der Maske deckungsgleich sind und
presse die Maske fest mit den Fingern gegen die Platine, dann trage ich
die Lötpaste (Spritze) auf und streiche den Rest mit einer Rasierklinge
weg, wenn ich die
Maske dann vorsichtig abhebe, habe ich genau 0,1 mm dicke
Lötpaste auf den SMD-Pads der Platine
(wenn die Lötpaste mal über einigen SMD-Pads zusammenhängt,
so ist dies nicht weiter schlimm)
dann platziere ich den IC vorsichtig auf den Pads, dies ist
die schwierigste Arbeit, denn der IC kann beim Löten leicht wegrutschen,
eventuell mußt du den IC mit Klebstoff fixieren
wenn du einen Ofen benutzt, so hast du diese Probleme nicht
alle Arbeiten mache ich übrigens unter einer Klapp-Lupe
(dreischenklige Lupe, wie sie Fotografen benutzen)
vielleicht kannst du mir deine Erfahrungen schildern, wenn
das mit dem Ofen klappt
Autor: Fragensteller (Gast)
Datum: 12.07.2003 22:07

darum würde ich mir ja den Ofen bauen wollen...
aufwärmzone - schmelzpunkt - (abkühlzone)
so habe ich mir das vorgestellt und da ich nicht gern fluche bei der
arbeit, werde ich mir den ofen bauen. Wie ich die Platine in den Ofen
fahre weiss ich noch nicht und auch noch nicht, wie ich gleichzeitig die
Bauteile noch kühle, bzw. isoliere... evtl. mit "heissluftdüsen", die
man ausrichten kann - für 200-250° sollte man auch noch Dichtungen
bekommen.
vielleicht mache ich mal ne Betriebsbesichtigung bei einem
professionellen Bestücker...
was meint ihr, welche schwierigkeiten werde ich bekommen?
nach meinen prüfungen werde ich da aber viel zeit haben.

ausserdem möchte ich deshalb eine Lötpaste mit viel Ag-Anteil verwenden,
da ich dann die "Elektronik" auch schonen kann.
Bei mir gehts eigentlich auch nur um 2-3 Bauteile, aber was solls!

...ja, die 0,27mm sind bei mir dann wohl auch 0,5mm, vom Mittelpunkt
gemessen...

die Maske sieht ganz gut aus, was man so erkennen kann...
werde ich auch mit deiner Methode probieren

Ich verstehe immer nicht, warum gleich alle zum PCB-Pool (für mich hört
sich der Name schon wie ein Umweltgift an) gehen. Ich zahle demnächst so
180 Euros für 25 Meter Trockenfilmresist für Lötstoppmasken (naja, Lukas
will noch 2m), da kann ich bestimmt jahrelang damit rumspielen. Eine
Sonderplatine beim PCB-Pool soll ja auch so um den Dreh kosten... Ein
Vollrausch liegt ja heute auch schon in der Grössenordnung! Ich trinke
ja schon länger nichts mehr :-))
Ich will heuer aber mehrere hochwertige Platinen herstellen und auch
bestücken, darum werde ich langfristig wohl günstiger wegkommen. Auch
wenns nur eine Spielerei ist.
Autor: Fragensteller (Gast)
Datum: 13.07.2003 03:42

...den schmarrn mit dem ofen lasse ich sein :-))
Autor: Karsten Fuhrmann (parceval)
Datum: 24.10.2007 19:34

Martin K. wrote:
> ich stelle mir die Metallmasken selbst her
> dazu nehme ich 0,1 mm dickes Messingblech und beschichte es
> mit Fotolack, das Ätzen geschieht ganz normal mit Fe(III)Chlorid,
> mit dieser Maske kann ich hauchdünn Lötpaste aufbringen
> (ich löte IC´s mit bis zu einem Pitchabstand von 0,5 mm)

Wie genau machst du das, beschichtest du beide seiten mit fotolack, und
belichtest dann nur eine? Wird das dann danach genauso geaetzt wie eine
Platine?
Und wo bekommt man solches Messingblech her?

Gruss,
Karsten
Autor: Hellmut Kohlsdorf (hkohlsdorf)
Datum: 29.06.2009 00:07

Habe mit Lötpaste von Conrad 10ccm geholt. Ist etwas schwer die Paste
auszupressen, geht aber mit etwas Geduld. Jetzt zu meiner Frage, meinem
Problem. Wenn ich die Platine mit der Lötpaste und einem smd Widerstand
zum testen in meinen "Pizza-Reflow-Ofen" stecke und die Temperatur mit
dem Messfühler meines Multimeters messe, so zerfliesst die Lötpaste
nicht, fast egal wie hoch ich die Temperatur steigen lasse. Habe es
einmal bis 340 Grad Celsius steigen lassen, ohne Erfolg. ich habe den
Messfüler circa 1 cm über dem Widerstand platziert!

Wenn ich die Lötpaste mit dem Lötkkolben erwärme zerfliesst diese
ruck-zuck.

Was mache ich falsch?
Autor: geb (Gast)
Datum: 29.06.2009 08:46

Hallo Hellmut!

Das verflüssigen der Lötpaste passiert je nach Paste bei 190 bis 220°C.
Die Temperatur 1cm oberhalb der Platine hat nichts mit der Temperatur
auf der Platine zu tun.In professionellen Öfen erfolgt die
Temperaturzufuhr hauptsächlich von unten. Du solltest daher den Fühler
direkt auf die Platine geben.

Grüße Gebhard
Autor: aha (Gast)
Datum: 29.06.2009 09:13

Hmm. Ja. Waerme steigt. Daher sollte man das Ganze schon in einem Ofen
machen. Dann hat man die Temperaturen besser im Griff. Zuerst dauert es
mal eine Weile, bis die Platte warm ist, bevor das Lot fliessen kann.
Autor: Stefan (Gast)
Datum: 29.06.2009 09:37

Kann gut sein, dass die Lotpaste überaltert ist; wenn ich sie bei C im
Ladengeschäft kaufe (3x bisher), eigentlich jedes mal.
Ab einem gewissen Grad der Überalterung schmilzt sie nicht mehr, sondern
sieht anschließend aus, wie ein Lehmboden nach einer länger anhaltenden
Dürreperiode.
Autor: Hellmut Kohlsdorf (hkohlsdorf)
Datum: 29.06.2009 10:13

Erstmal danke an alle für die Antworten! Da die Lötpaste auch bei 340
Grad Celsius, also etwa 120 Grad über der im Datenblatt als
Schmelztemperarur angegebenen 217 Grad Celsius, dürfte der
Temperaturgradient in dem 1 cm Höhenabstand unwahrscheinlich sein! Die
Schilderung von Stefan passt zu dem was ich zu sehen bekomme! 10,- € für
die Katz!
Autor: Karsten Donat (karstendonat)
Datum: 16.08.2009 11:15

Ich hab die gleichen MIESEN Erfahrungen mit Conrad Paste gemacht. Da
hatte sich das Flussmittel schon abgesetzt. Aber beim erstenmal weiß man
ja nicht das das nicht sein darf :-(

Ich nehm Paste von Felder. Geht prima. RS:488-2222
Kostet aber ne Kleinigkeit mehr als bei Conrad.

Wenn du mehr machst lohnt sich ein Dispensor mit Druckluft. Und ne feine
Pinzette wenn mal was an ein 0,5er Pin gepappt werden muss. Oder zum
Bauteile auflegen. Ich bevorzuge die EP 120 bei Reichelt.

Im Ofen erstmal bei 160°C bisschen temperieren lassen. Dann auf 190°C.
Da siehst du schon wie sich die Paste leicht verändert (Lösungsmittel
gehen aus). Dann auf 230°C hochheizen und 30s warten. Die Paste glänzt
dann silbern und fließt. Dann Ofen aus und aufmachen.

Karsten
Autor: Hungluff (Gast)
Datum: 16.08.2009 12:35

Bei Dealextreme gibt es auch sehr günstig eine Lötpaste. Ist aber nicht
bleifrei. Ist mir eh lieber so, da einfacher zu löten.

Link:
http://www.dealextreme.com/details.dx/sku.4711
Autor: Hellmut Kohlsdorf (Gast)
Datum: 17.08.2009 01:37

@karsten: Ich möchte einen Dispenser mit Pruckluft erwerben. Ich werde
diese Woche mal sehen ob ich bei Martin-SMT in Wessling bei München
vorbeischaun darf. Das Problem dabei ist aber nicht nur das Verhalten
der Lötpaste betreffs des Schmelzpunktes, es ist auch das der Dosierung
und Auftragung. Ich nehme gerade als Zielsetzung das Verlöten eines
STM32 mit 100 Pins und einem Pin-Anstand von 0,5 mm. Ich gestehe das ich
schon Probleme mit den Augen, trotz Lupe habe, Lötpaste auf so kleinen
Pads aufzutragen und anschliessend auch das IC ohne die vorher
sorgfältig aufgetragene Lötpaste zu verschmieren.
Mein Gefühl geht dahin den Auftrag der Lötpaste und des ICs mit Hilfe,
entweder mit einem Koordinatentisch und einer Vorrichtung welche einen
Dispenser und eine IC-Pipette halten kann und das ich mit Hilfe einer
geeigneten USB Kamera die ebenfalls an diese selbst zu errichtende
Vorrichtung montiert wird. Das Bild der Kamera würde ich dann auf dem
PC-Schirm ansehen und so die Positionierung durchführen. Was haltet ihr
davon? Übrigens als Lötpaste wurde mir von Martin in Vorgesprächen schon
eine Paste Klasse 6, das ist wohl ein Maß für die Partikelgröße in der
Paste und einer Alu-Spitze empfohlen!
Alternativ tatsächlich eine Art CNC-Tisch zu basteln. Automatische
Positionierung wäre dann im Zusammenspiel mit der Kamera bei der Menge
der ICs die ich so verarbeiten muss ein overkill! ich würde die
Schrittmotoren per Taster fahren.
Autor: Hungluff (Gast)
Datum: 17.08.2009 09:34

Also da würd ich lieber den Vorschlag von weiter oben nachgehen und
einfach neben dem Ätzen der Platine auch gleich noch ein Stück Blech
ätzen.
Ist viel viel einfacher und schneller als das ganze Dosierpumpenzeug.
Autor: Hellmut Kohlsdorf (Gast)
Datum: 17.08.2009 11:48

Hallo Hungluff

Ich habe noch keine Erfahrung mit den Schablonen. Eine kurze Rücksprache
mit Bungard, ich kann den TechSupp dort nur sehr loben, erscheint mir
die Schablonentechnik für die kleinen Strukturen doch arg teuer.
Teuer sind an sich nicht die Schablonenbleche selber, ich würde ein 0,1
mm Silberblech einsetzen, aber der Umstand, dass die
Mindestanlieferungsgröße 280x1000 mm ist und das man ein solches Blech
auch flach lagern muss. Das Problem ist aber auch in den Griff zu
bekommen, wenn man das Blech vorher schneiden lässt.

Bei dem Abstand zwischen 2 Pads von 0,1 mm stellt sich aber die Frage,
wie verhindert man Kurzschlüsse durch die Lötpaste. Der Einsatz einer
Lötstopfolie dürfte durch die hohen Anforderungen an das Präzise
Aufbringen das normale "Hobby-Laminierverfahren" ungeeignet machen,
oder?

Dabei ist das Problem, wie bekomme ich einen STM32 im 100 Pin LQFP
Gehäuse so sauber auf den Pads abgelegt, das ich beim Ablegen die
Lötpaste nicht verschmiere, noch garnicht gelöst. Hier erscheint mir
eine USB-Kamera die eine mechanisch geführte Unterdruck-Pipette mit dem
IC, am PC-Display darstellt und mich befähigt das Bauteil sauber
abzustellen, noch immer die "einfachste" Lösung, oder?

Bin auf weiteres feedback gespannt. Ich denke das Problem trifft uns
"Hobbiesten" immer mehr, da die wirklich interessanten Bauteile immer
mehr nur in immer komplexeren, sprich kleineren und feineren Gehäusen zu
haben sind.
Autor: Stephan Watterott (Firma: Watterott electronic) (welectronic) Benutzerseite
Datum: 17.08.2009 12:41

Warum denn überhaupt mit Lötpaste arbeiten?
Es geht doch viel einfacher: http://www.youtube.com/watch?v=6YU3v_w7x7o
Autor: Hungluff (Gast)
Datum: 17.08.2009 12:56

>>Bei dem Abstand zwischen 2 Pads von 0,1 mm stellt sich aber die Frage,

Bei welchem IC hast du noch 0.1mm zwischen den Pins???
Selbst beim kleinsten pitch QFN den ich kenne (0.45mm pitch) sind da
mehr als 0,1mm zwischen den pins. Wenn du wirklich die Pads so nahe
zusammen hast, sind die Pads zu gross.
Bei den allermeisten PCB herstellern könntest Du die nicht Mal im
normalen Pool herstellen lassen, da die allermeisten 0.15mm
Mindestabstand haben. 0.1 gäbe es nur mit Aufpreis. Aber wie gesagt, ich
habe noch nie ein package gesehen, welches das benötigen würde...

>>einen STM32 im 100 Pin LQFP
>>Warum denn überhaupt mit Lötpaste arbeiten?

Also ein LQFP lässt sich wirklich problemlos mit dem Kolben löten.
Da bist Du mit dem Kolben schneller als mit einer Dosierpumpe...

>>das ich beim Ablegen die Lötpaste nicht verschmiere,

Spielt ja auch keine grosse Rolle, wenn das etwas verschmiert und wenn
der IC nicht 100% perfekt liegt. Da beim Reflow Prozess bedingt durch
die Oberflächenspannung des Lots sich der IC von selbst in die Mitte des
Pads zieht und auch das etwas verwischte Lot wird so noch ans Bein
gezogen..
Autor: Hellmut Kohlsdorf (Gast)
Datum: 17.08.2009 16:38

@Hungluff:
Du verwechselts den Abstand zwischen den Pins, beim LQFP100 sind das 0,5
mm und gemessen von Pin-Mitte zu Pin-Mitte mit dem Abstand zwischen den
Pads, das ist der Abstand zwischen den Rändern benachbarter Pads. Pads
ist die Fläche auf der das Pin gelötet wird.
Betreff des Lötens mit dem Kolben, ich vermute du bist jünger als ich.
Ich habe schon Probleme ohne Lupe zu erkennen wann das IC richtig
ausgerichtet auf den Pads liegt. Soweit ich in Beiträgen gelesen habe
gilt das nur für Pasten mit Blei.

@Stephan: Was ist das für ein Zeug das in dem Video verwendet wird?
Autor: Karsten Donat (karstendonat)
Datum: 17.08.2009 17:56

@ Hellmut
Ich hab nur einen Dispenser wo man die Spritze in der hand hält. Mit
Fußtaster wird dann eine kleine Menge Lot rausgepresst. Kritisch ist der
Druchmesser der Öffnung. Arzt-Kanülen eignen sich meist nicht. Die sind
oft noch zu groß, abgeschrägt und spitz ;-)

Bei meinem Dosierer waren ein paar Spitzen dabei. Bei den ganz dünnen
kommt nichts raus, da sind wohl die Partikel zu groß oder Druck zu
klein. k.A. Ich hab im Moment eine konische Platiksspitze dran.

Bei 0,5 hab ich auch noch Probleme. Mit direktem Dosieren gehts gar
nicht weil die Sitze/ Wurst zu groß ist. Da versuch ich noch mit
Schablonen und dann mit einer echt spitzen Pinzette die Zwischenräume
korrigieren wo es nicht geklappt hat. Oder im Nachhinein etwas Lötzinn
mit der Pinzette ans Pin schmieren und mit Heißluft nachlöten.

CNC macht eigentlich nur für Bestücker Sinn. Bei Prototypen oder Hobby
bringt das nix.

Lötstopfolie ist bei SMD ein Muss. Ich arbeite nie ohne. Aber bei 0,5
ist die weg (da hat ja schon der Drucker Probleme ;-) ). Da aber
zwischen den Pins kein Kupfer mehr ist stört das nicht. Schwierig ist,
dass das Zinn nicht die Pins direkt kurzschließt. Das Problem hab ich
schon öfters beim nachlöten. Hilft auch wieder die spitze Pinzette ;-)

Das gleiche IC Gehäuse hab ich auch grad in der Mache beim UC3.



@ Hungluff

Bei mir ziehts die ICs meist nicht gerade. Ich bekomm allerdings auch
die Lötpaste nicht gleichmäßig auf die Pins. Manche haben mehr, manche
weniger. Mit Lötkolben krieg ich irgendwie immer Brücken und die dann
nur schlecht wieder weg. Vor allem wenn sie hinter die Pins wandern.

Karsten
Autor: Stephan Watterott (Firma: Watterott electronic) (welectronic) Benutzerseite
Datum: 17.08.2009 18:02

Das ist ein Flussmittel (Edsyn FL22)
Autor: Hungluff (Gast)
Datum: 17.08.2009 18:10

>>Du verwechselts den Abstand zwischen den Pins, beim LQFP100 sind das 0,5
>>mm und gemessen von Pin-Mitte zu Pin-Mitte mit dem Abstand zwischen den
>>Pads

Nönö, ich verwechsle das nicht. Aber selbst bei einem 0.5er Pitch hast
du normalerweise mehr als 0.1 Abstand zwischen den Pads (normal ist bei
mir 0.3 pad und 0.2 abstand)!
Mit 0.2 Pad-Abstand kannst du jetzt wirklich jedes package löten.
Zumindest LQFPs.

Ich mach das mit dem Kolben immer so:
Viel viel Flussmittel (mit der richtigen Konsistenz, nicht zu flüssig
aber auch nicht zu fest. Aber eher flüssig als fest)
Dann Bauteil platzieren und mit SMD-Kopf-Brillen-Lupe schauen bis drauf.
Dann etwas Lötzinnn an den Kolben und ein einziges Bein an einer Ecke
berühren. Jetzt ist er schonmal etwas fest. Jetzt nochmals schauen, ob
Platzierung immernoch gut. Falls nicht nochmals versuchen.
Falls ja, dann berühr ich auch noch kurz eine andere Ecke mit dem
Kolben.
Jetzt geh ich mit dem Kolben (immer mit SMD Spitze) auf die einzelnen
Beine und schieb unten dünnen SMD-Lötdraht ans Bein. Ganz wenig. Falls
zuviel kommt streich ich das immer gleich wieder ab. So bin ich relativ
schnell.
Sicherlich gibt es noch viele andere Methoden.
Es gibt ja auch diese speziellen LQFP Lötspitzen. Hab ich mir auch
gekauft, aber hat bei mir nie zufriedenstellend funktioniert. Da
funktioniert's bei mir mit meiner Methode besser.
Das wichtigste ist meiner Meinung nach einfach: "Kein Bleifrei" Lot.
Denn damit wird das ganze viel viel schwerer.
Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum: 18.08.2009 01:47

Dafür braucht man doch ewig. Einfach Flussmittel dran, Ordentlich Zinn
an die Spitze (möglichst klobig) und dann rüber über die Pins. ggf
Kurzschlüsse entfernen, sofern überhaupt welche entstanden sind (Übung).
Autor: Karsten Donat (karstendonat)
Datum: 20.08.2009 11:53

Mittlerweile bin ich auch soweit. Mit genug (richtigem!) Flussmittel und
normalem Lötkolben (0,8mm Spitze) geht das sehr gut. Es ist eine reine
Übungsfrage. Die Videos mit dem rüberziehen helfen da sehr. Am Anfang
muss man eventuell etwas langsamer machen. Brücken kriegt man ganz gut
zum nächsten Pin gewischt und am Ende halt Entlötlitze. Wenns nicht
weitergeht wars zu wenig Flussmittel. Das Edsyn aus der Spritze geht
gut.

Noch ne Frage hab ich, wenn ihr viel SMD Kleinkrahm drauf habt (R,C...)
und das dann per Reflow lötet, bestückt ihr die ICs vorher und nachher?
Gerade R oder C bekommt ich normal nicht an die Massefläche (trotz
Thermals), geht besser mit Reflow.

Problem 1, davor: IC wird Unnötigerweise gegrillt
Problem 2, danach: evtl. weniger Platz oder man muss die Bauteile weiter
wegsetzen

Wie verändert ihr die Padgröße gegenüber der empfohlenen? Also die Pads
nach außen verlängern um überhaupt verlöten zu können? Ich hab viele
Packages wo die Pins fast genau mit dem Pad außen abschließen. Wie weit
geht ihr da noch raus?


Karsten

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