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Forum: Platinen länger gelagerte Pb-freie Platine


Autor: Wulf-rüdiger Göpfert (wgoepf)
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Die industriell hergestellten Pb-freien Platinen mit Lötstoplack usw 
löten sich prima, wenn sie neu sind. Aus diesem
Grund sollen sie bis zum Verarbeiten gut verpackt bleiben.
Nun hatte ich von einem Versandhändler doppelseitige Platinen bekommen, 
die unverpackt waren und wahrscheinlich schon länger
lagerten.
Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Selbst mit Flußmittel gibt es noch Probleme.
Welche "Tricks" gibt es, um die Lötbarkeit zu verbessern (Radiergummi, 
Glasfaserpinsel o.ä.?)

Autor: Andreas Haimberger (Gast)
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> Die industriell hergestellten Pb-freien Platinen mit Lötstoplack usw
> löten sich prima, wenn sie neu sind.

In diesem Fall meinst du fertig geätzte und verzinnte Platinen?

> Nun hatte ich von einem Versandhändler doppelseitige Platinen bekommen,
> die unverpackt waren und wahrscheinlich schon länger
> lagerten.

Wie das, schon länger lagerten? Waren das jetzt auch fertig geätzte 
Platinen oder sprichst du hier von unbeschichtetem Basismaterial? Und 
wieso länger lagerten? Wenn du eine Platine fertigen lässt, wird die ja 
normalerweise innerhalb von ein-zwei Wochen geliefert, oder lässt du die 
ein paar Monate nach der Bestellung "nachreifen"? Oder sprichst du 
eventuell von fertig geätzten Platinen aus Bausätzen?

Wenn es sich aber um unbeschichtetes Basismaterial handelt, das du 
selber weiterverarbeitest, sollte man natürlich als erstes immer das 
blanke Kupfer reinigen ("Poliblock" oder was ähnliches).

Bei fotobeschichtetem Basismaterial kann höchstens der Lack altern und 
unbrauchbar werden, die Kupferfläche drunter sollte auf alle Fälle 
sauber und gut lötbar sein.

> Welche "Tricks" gibt es, um die Lötbarkeit zu verbessern

Um welche Oberfläche handelt es sich denn? Reines Kupfer, chemisch Zinn, 
HAL (heissluftverzinnt)?

Im schlimmsten Fall hilft immer der Glasfaserstift oder Skalpell oder 
ähnliches, mit dem die korrodierte Oberfläche bis auf das blanke Kupfer 
weggekratzt wird. Das ist aber natürlich nur eine Notlösung. Wenn ich 
eine komplette fertige Platine hätte, bei der die Pads so korrodiert 
sind, dass sie sich nicht mehr löten lassen, würde ich sie vermutlich 
wegwerfen und neu machen (lassen). Angenommen, ich habe eine fertig 
geätzte Europakarte mit sagen wir 500 Pads, die alle aufkratzen, damit 
sie lötbar werden? Würde ich mir nicht antun.

Wie auch immer, sollte die unlötbare Platine wirklich eine fertig 
geätzte sein, dann ist selbstverständlich eine Reklamation beim 
Leiterplattenfertiger angesagt. Bei nicht mehr lötbarem 
(fotobeschichtetem) Basismaterial ebenfalls, nur halt diesmal beim 
Händler, der sowas liefert..

Wenn du die Platine selber beschichtet und geätzt hast, musst du dich 
aber  auch selber bei der Nase nehmen, möglicherweise irgend was falsch 
gemacht?

Andy

Autor: Wulf-rüdiger Göpfert (wgoepf)
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Danke für die ausführliche Antwort.
Ja, es handelt sich um fertig geätzte Platinen.
Die Pads sind eben wahrscheinlich schon soweit korrodiert,daß sie sich 
nur schwer löten lassen.

Autor: Dieter Werner (Gast)
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Manche Leiterplatten Hersteller bieten einen Service namens 
"Aufarbeitung" oder so ähnlich an mit dem länger gelagerte bleifreie 
Platinen wieder lötbar gemacht werden. Soll allerdings nur einmal 
durchführbar sein.

Leider kenn ich mich damit nicht näher aus, da wir alle Platinen bei 
einem Lohnbestücker beziehen.

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