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Forum: Platinen Was ist effektiver, schneller Lochrater oder ätzen


Autor: Peter (Gast)
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Hallo

Bisher habe ich meine Platinen auf Lochstreifenraster- bzw.
Lochpunktrasterplatinen aufgebaut. Das ganze ist aber eigentlich eher
nervig und "fummelig". Ist es schneller und effektiver, gleich eine
Platine zu ätzen. Bisher habe ich noch keine Platinen selbst geätzt
usw. Wie macht ihr das?

Gruß

Peter

Autor: Chris (Gast)
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ich denke mal, wenn du eine überschaubare schaltuung mit nur ein paar
bauteilen hast, dann sind lochraster, breadboard und co schneller.
Sobald mehr bauteile kommen wird es tatsächlich etwas fummelig und das
fehlerpotential steigt. Wenn du nur Prototypen hast, dann bleib bei
deiner methode. Bei einigen Hundert Pads würde ich aber ne platine
vorziehen, es sei denn du bist Hardcore-Verdrahter. Platinen sehen
natürlich auch professioneller aus, sehr praktisch für
serienproduktion.

Autor: Thomas Schulte-Derne (Gast)
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Moin,

ich weis ja nicht, in welchem Umfang Du Lochraster/Streifen-Platinen
einsetzt.
Lediglich ein etwas groesseres Projekt habe ich auf Lochraster
aufgebaut, was viel Zeit und Nerven gekostet hat.

Selbst fuer kleinere Schaltungen setzte ich geatzte Platinen ein, weil
das Gesamtergebnis einfach besser ist.
(Ok, eine Testschaltung fuer eine Einschaltverzoegerung habe ich vor
kurzem noch auf Lochraster aufgebaut, und eine SMD-LED-Kette auch)

Weiterhin habe ich fuer SMD einige sehr vorzeigbare Ergebnisse mit
geaetzten Platinen erarbeitet.

Wenn Du ein wenig Zeit in das Lernen mit einem Layoutprg steckst, und
z.B. Platinen nach dem Verfahren aetzt, wie ich es mache, wirst Du nur
noch wenig auf Lochraster zurueckgreifen.

Ein Vorentwurf kannst Du als Anleitung zum Aetzen unter:

http://tschultederne.bei.t-online.de/platinen.html

oder eben Hauptseite

http://tschultederne.bei.t-online.de

und dann im Untermenue Platinen.

Sobald ich etwas mehr Zeit habe und eine neue Kamera, werde ich den
gesamten Bericht ueberarbeiten - die wesentlichen Informationen und
Hinweise sind fuer das Herstellen von Platinen allerdings zu
entnehmen.

Fuer Fragen stehe ich gerne unter Tschultederne@t-online.de zur
Verfuegung

Autor: Peter (Gast)
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Hallo

Vielen Dank schon mal für Antworten!

Mich nervt einfach die etwas fummelige bastelei mit den
Lochrasterplatinen, und so sauber sieht Ergebnis dann meistens auch
nicht aus. Mit Layoutprogramm wie z.B. Eagle habe ich schon mal
gearbeitet, also da sehe ich weniger das Problem. Das einzige wo wor
ich mich scheue ist der richtige Umgang mit den Chemikalien, die man
zum ätzen benötigt.


Thomas

Den Link zu Deiner Seite habe ich schon oft hier im Formu gesehen.

Ich bin kein Chemiker, ist der Umgang mit HCL usw. wie Du es auf Deiner
Seite beschreibst nicht gefählicher als die üblichen Ätzmittel wie
Eisen III Chlorid, oder Natriumpersulfat?

Bei Reichelt habe ich ein Einsteigerset ( ca. 7 Eur) gefunden hat damit
schon jemand erfolgreich Platinen gefertigt?

Autor: Chris (Gast)
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Ich hab mir das set auch mal gekauft. Sind aber nur 2 oder drei kleine
positiv beschichtete Platinen drin, der rest ist unbeschichtet. Um
erste versuche zu machen ist es aber okay für belichtungsreihen etc.
Das Ätzmittel muß aber erwärmt werden. Da kommen dann wieder kosten.

Autor: Thomas Schulte-Derne (Gast)
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Hallo Peter,

Du hast leider recht, dass es mit dem Aetzen mit HCL und H2O2 nicht
ganz ungefaehrlich ist.
Aber es wird auch etwas ueberdramatisiert.
Wichtig ist halt, Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille zu tragen und
am geoffneten Fenster (man kann auch einen Ventilator zum Ablueften
benutzen) arbeitet.

Wenn Du in ganz kleinen Mengen arbeiten willst, ist Natriumpersulphat
(Feinaetzkristall auch ok, nur hat man dort die Schwierigkeit, dass man
nie genau weiss, wann die Loesung "satt" ist.

Ich habe mit Feinaetzkristall auch sehr gute Ergebnisse erzielt, aber
sobald das Zeugs laenger steht, ist es nicht mehr gut zu gebrauchen.
Weiterhin ist mit Feinaetzkristall auch "unteraetzen" leicht
moeglich.
Ebenso ist eine Aetzmachine (ich hatte mir selbst eine gebaut) in jedem
Fall ratsam.

Entsorgt werden muss der Reststoff auch.

Interesanter ist Natriumpersuphat bzgl. Lagerhaltung. Da muss man bei
Salzsaeure und H2O2 etwas sorgfaeltiger sein (Lichtschutz usw.)

Tja, ich koennte noch sehr viel schreiben - aber frag doch einfach,
wenn Du noch was wissen willst, dann kann ich konkreter antworten.

Viel Spas beim Basteln !

Autor: Peter (Gast)
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Hallo Thomas

Vielen Dank für Deine Tipps!

Ich werde mir es mal mit dem Einsteigerset versuchen, und mal sehen was
daraus wird...

Autor: Suschman (Gast)
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Hi

Also ich Ätze mit Eisen3Chlorid in einer kleinen Plastikschale. Das
ätzt auch kalt. Meine Selbstbauküvette war nicht so toll, das wurde mit
der Aquarienheizung nicht richtig war. Also wenns sein muss lieber ne
richtige küvette kaufen. Ist aber immer noch teuer und gibt ne Saurei
durch das geblubber der Pumpe egal wie dicht das zu sein scheint.

Wenn man an Seure kommt und damit anständig umgeht ist das nicht
schlecht. werde das eventuell mal probieren. aber narrensicherer sind
die "braunen brocken" aus der tüte.

Zum belichten nutze ich einen gesichtsbreuner vom Schrott das geht
super (viel hautschädliches UVA, aber platienen lieben das :).
Baustrahler aus dem Baumarkt sollen trotz der hohen Wäre auch noch ganz
passabel sein. Oder eben die Nitraphotlampen zb. von Conrad. halter
leider nur sehr kurz, und das bei dem preis.

Ansonsten, viel glück bei deinen Platienen. Da ich auf Lochraster immer
einen "alles möglichst nahe zusammen" fimmel habe und am ende nur ein
klumpen nicht funkioniernder bauteile raus kommt ätze ich doch lieber,
wenn ich halbwegs weis wie es aussehn soll.

Cu Suschman

Autor: Peter (Gast)
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Hallo

Das Ätzset ist jetzt geliefert worden. Leider liegt dem Set nur eine
Fotobeschichtete Platine bei; da ich schon so was ahnte habe ich gleich
noch weitere Platinen mit bestellt ;-)

In der Anleitung steht, das man während des Ätzen's Schutzhandschuhe
und Schutzbrille tragen sollte. Müssen diese aus einem speziellen
Kunststoff sein, oder reichen auch welche aus dem Baumarkt?

Die Platinen sind ja Fotobeschichtet, lagen aber quasi ungeschützt im
Paket, sollten sie nicht Lichtgeschützt verpackt bwz. gelagert werden?

Gruß

Peter

Autor: ERDI - Soft (Gast)
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Benutze immer Standart-Latexhandschuhe. Nicht das gelbe vom Ei, aber für
kurzes Ätzen brauchbar.

Auf der Fotobeschichteten Seite sollte eigentlich noch eine Schutzfolie
kleben, die du erst kurz vor dem Belichten abziehst. Ansonsten würde
ich die Teile trotz Schutzfolie möglichst dunkel lagern.

Autor: Rainer D (Gast)
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Hallo

@Suschman
hautschädliches UVA?! hab ich das was übersehen?

Ich ätze auch mich NaCl H2O2 und H2O aber ich ziehe dazu nur alte
Kleidung an... die Säure lösung kommt sowieso nicht an meine hand wenn
die Lösung richtig dosiert ist. Zum Rausheben benutze ich ne alte
Platine oder ne geeignete Pinzette. Geht im Winter auch problemlos bei
offenem Fenster - vorrausgesetzt man steckt die Nase nicht in die
Lösung :). Die Lösung hält sich ewig da sich das H2O2 zu Wasser
neutralisiert (+Gase). braucht man eigentlich nur dieses wieder zugeben
und die Suppe ist wieder einsatzfähig. Anmischt wird immer nur soviel
wie gerade benötigt wird.....wir braucht schon einen Liter von dem Zeug
mit dem man einige m² Ätzen kann...

Die anderen Ätzsachen ist ne zu große Sauerei vor allem das Aufwärmen
und für >100 euro für ne Ätzmaschine kann ich viel H2O2 von der
Apotheke kaufen (2-4euro für 300ml)...

Die Versuchsaufbauten mache ich auf nem Steckbrett. Die gibts bei
www.elv.de oder www.conrad.de. Wobei die von Conrad besser sind.

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