www.mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Kurzwellen-Transceiver ohne Lizenz?


Autor: Schorsch (Gast)
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Hallo,

darf man als Person ohne Amateurfunklizenz einen KW-Transceiver besitzen 
und in Betrieb nehmen, wenn man sich dabei ausschließlich auf den 
Empfang beschränkt, d. h. den Sendeteil nicht benutzt?

Vielen Dank.

Schorsch

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Tipp:
das läuft unter
  swl
(short wave listener)
mit
  trx

Schaue gf. bei
www.darc.de
oder
www.finkamateur.de
nach.
Da könnte etwas sein.


Autor: Tom (Gast)
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Soll wohl www.funkamateur.de heißen.

Autor: Schorsch (Gast)
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Gibt's hier keine Funkamateure, die die Frage beantworten können?

Autor: Netbird (Gast)
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Funkamateure schon, aber mit den Bestimmungen ist das so eine Sache: 
Haben sich ständig verändert.

Auskunft - gesetzesmäßig gesehen - gibt die amtliche Stelle: 
Bundesnetzagentur, früher RegTP.

Entscheidend ist m.E. das Telekommunikationsgesetz. Funkamateuren räumt 
das Amateurfunkgesetz ausdrücklich weitere Möglichkeiten ein, aber das 
trifft auf Dich nicht zu.

Autor: Netbird (Gast)
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Zusatz: Wie schon oben gepostet wurde, gibt der DARC Auskunft 
(=Deutscher Amateur Radio Club). Da diesem Club auch SWLs (=Short Wave 
Listeners) angehören, wissen diese Menschen Bescheid.

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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fink...
  sollte funk...
heißen - sorry, auch wenn ein
  fink
akustisch sendet & schön anzuhören ist, ;-)

Autor: Carsten (Gast)
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Hallo,

soweit ich weiß darf man ein solches Gerät als "Normalbürger" besitzen 
(früher war das anders). Zum Betrieb nur als Empfänger kann ich leider 
nichts sagen. Wenn du aber das Senden unterbinden kannst (Endstufen 
Stromversorgung kappen o.ä.) sollte es da wohl keine Probleme geben. Und 
wo kein Kläger da kein Richter - d.h. wenn du das Teil wirklich nur zum 
hören benutzt, dann wird dich da auch niemand drankriegen.

73

Autor: Schorsch (Gast)
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Bekloppt...

Fakt 1: AFU hören ist legal.
Fakt 2: Der Besitz von AFU-Geräten ist jedermann gestattet.

§ 2 Abs. 3 AFuG

Eine Amateurfunkstelle ist eine Funkstelle, die aus einer oder mehreren 
Sendefunkanlagen UND Empfanksfunkanlagen und der zu ihrem Betrieb 
erforderlichen Zusatzeinrichtungen besteht und die auf mindestens einer 
der im Frequenznutzungsplan für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen 
Frequenzen betrieben werden kann.

§ 3 Abs. 3 AFuG

Eine Amateurfunkstelle darf erst nach der Zulassung zur Teilnahme am 
Amateurfunkdienst [...] betrieben werden.

------------

Mein Transceiver erfüllt somit § 2, und deren Inbetriebnahme ist nach § 
3 ohne Lizenz grundsätzlich nicht gestattet :(

Somit ist klar, dass ich so schnell wie möglich diese Amateurfunkprüfung 
machen werde. Wollte das schon vor 10 Jahren machen nur habe ich mich 
vor dem Morsen gefürchtet. Dies benötigt man ja nicht mehr.


Autor: Schwarzfunker (Gast)
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No Problem at all!#

Als Empfänger sollte das kein Problem darstellen solange Du den Sender 
nicht in Betrieb nimmst!
Am besten den Sender, wie oben beschrieben, Still legen lassen.
Alternativ aber gleich die Lizens machen (Klasse E)---dürfte Heut zutage 
kein Problem mehr darstellen, selbst 8 Jährige können das ....siehe DARC 
der Jüngste Funkamateur!

vy 73! Blacky

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Wenn du technisch den TRX umbaust - es sollte hier
ein aufschrauben & verhindern der Sendemöglichkeit reichen -
dann ist er als Empfänger anzusehen - du kannst ja nicht
mehr senden.
Wie groß der genaue aufwand ist = ?
Falls die Mikrophonbuchse ab ist und andere
sendereinschaltvarianten eliminiert wurden,
dann sollte das ggf. reichen.
Frag bei RegTP nach, die sind auch im Internet - glaube ich.


Wenn du aber nur hören möchtest,
und du in der nähe eines
Amateurfunkers bist - frag den.
1. Oft haben die ein altes gerät zum empfangen
2. kannst du da mal zu OV-Abend gehen
3. geben die ggf. Tipps
4. ...  qsl karten
ich habe da noch nie jemanden getroffen, der einem
die Tür vor dem Kopf geschlagen hat, :-).
Nun, keine Zeit haben kann sein.

Schau doch mal beim DARC nach, richtung ortsvereine und da den OVV
("chef") suchen




Es gibt aber auch hörer, die sich auf Rundfunksender spezialisieren.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Du darfst einen Transceiver beliebig als Empfänger benutzen.  Es liegt
rein in deiner Verantwortung sicherzustellen, dass niemand Unbefugtes
damit sendet.

Amateurfunk (und CB-Funk) gelten als öffentlicher Funk, denen
jedermann und jederfrau zuhören darf.  Damit darf auch jeder mit einem
x-beliebigen Empfänger (vom Detektor angefangen :) Empfangsversuche
unternehmen.  Letztlich ist das ja sogar der Sinn des Afu:
Experimentieren mit Funk.

Du darfst übrigens problemlos auch andere für die Öffentlichkeit
bestimmte Aussendungen empfangen.  Wettersatelliten und Wetterfaxe
(aus dem Flugfunk- und Seefunkbereich) sind auch recht beliebt.  Wenn
du aus Versehen etwas empfangen hast, was nicht für dich und nicht für
die Öffentlichkeit bestimmt ist, darfst du niemanden davon in Kenntnis
setzen, mehr auch nicht.  Du musst also nicht etwa zur nächsten BNetzA
(so heißen die mittlerweile, RegTP war vorgestern...) laufen und dich
selbst anzeigen. ;-)

Autor: Schorsch (Gast)
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> Du darfst einen Transceiver beliebig als Empfänger benutzen.  Es liegt
> rein in deiner Verantwortung sicherzustellen, dass niemand Unbefugtes
> damit sendet.

Ja, aber nur wenn ich eine Amateurfunklizenz habe. Sonst würde es direkt 
gegen o. g. Paragraphen verstoßen. So sehe ich das zumindest...

Autor: och nö (Gast)
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Sorry im Vorraus, is halt meine Meinung:

Ich wollte auch schon ne AFu-lizenz machen, ABER:

- dieses Spiesbürgertum
- diese Schrebergartengesetzte
- und dieses Briefmarken(QSL-Karten)-Sammeln

nerven gewaltig und halten mich von der Lizenz fern

Ein Prof. unserer FH versucht Leute für den AFu zu begeistern, nur 
leider mit den falschen Mittel z.B. einem Fieldday.
Einfach tol, der (Prof) hockt in der Funkbudde(vergammelter Bauwagen) 
und sammelt Briefmarken(QSL-Karten) und der Rest steht sich die Beine in 
den Bauch.
Funkversuche mit Ausbildungskennung -> nervige AFu-Nutzer die einen 
Annörgeln und Maulen, toll.


Das einzig interessante sind die Storys von illegalen aktivitäten von 
bekannten (Baustellenampeln,alte Funktelefone, lustiges Zeug halt)

Wie gesagt Sorry, Aber AFu nervt gewaltig

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Sorry, aber Afu ist etwas mehr:

- qsl-karte  ist kein MUS  (briefmarken sind unüblich)
- man kann:
  diplome sammeln
  einfach nur mal sprachen sprechen (hat mir bei franz. geholfen)
  technik: aufbauen, das ist erlaubt
    antennen
    schaltungen div. art
    digi. & analog tech.
  eme machen
u.s.w.


Wenn Afu nervt, dann liegt es ggf. an der sicht der Dinge.

Der Ama-funker entscheidet selbst, was er macht - nicht andere, ;-)

Obwohl:
  der fh prof. ist schon bemerkenswert &
  die studies, die dass mitmachen
Kann einem ja leid tun

Nur so:
  ich habe mal von einer beschwerde eines japaners gehört,
  der hat eine verbindung zwischen d.-land und lateinamerika verfolgt
Er konnte nichts verstehen - die haben Plattdeutsch geredet, ;-))

(einen OM kannte ich, da liegt man auch beim hochdeutsch nach 1 Minuten
vor lachen unterm Tisch, ;-)

Autor: och nö (Gast)
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Ok
die Technik is fein
das sprechen von Sprachen auch
ebenso das kennenlernen von gleichgesinnten

aber für irgend so ein komisches diplom oder ne ausgefallene qsl-karten 
urlaub auf irgend son nen felsen im atlantik machen und mehrere t€ dafür 
ausgeben, ne wirklich nicht.

ganz zu schweigen von den (Schrebergarten)Gesetzen.
Tue dies so, Tu jenes so, bla bla bla , ne wirklich nicht.

und dann auch noch diese freiwillige (is klar) Mitgliedschaft beim darc, 
ne echt keine lust

Autor: Schorsch (Gast)
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> aber für irgend so ein komisches diplom oder ne ausgefallene qsl-karten
> urlaub auf irgend son nen felsen im atlantik machen und mehrere t€ dafür
> ausgeben, ne wirklich nicht.

Naja, andere geben mehrere tausend Euro für einen Urlaub in Domrep aus, 
liegen den ganzen Tag am Strand, fressen sich voll und saufen einen 
Cocktail nach dem anderen. Muß jeder für sich entscheiden, was er 
persönlich möchte.

Ich persönlich finde es eigentlich nicht so nervig. Wenn es dieses 
Gesetz nicht gäbe, dann würde vermutlich zwischen 2 und 30 MHz das pure 
Chaos herrschen, zur Zeit beschränkt sich das zum Glück auf den Bereich 
zwischen 3,6MHz und 3,7MHz :)




Autor: Christian (Guest) (Gast)
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>die Technik is fein
>das sprechen von Sprachen auch
>ebenso das kennenlernen von gleichgesinnten

freiwillig

>aber für irgend so ein komisches diplom oder ne ausgefallene qsl-karten
>urlaub auf irgend son nen felsen im atlantik machen und mehrere t€ dafür
>ausgeben, ne wirklich nicht.

freiwillig, also las es

>ganz zu schweigen von den (Schrebergarten)Gesetzen.
>Tue dies so, Tu jenes so, bla bla bla , ne wirklich nicht.

verstehe ich nicht.
Amafunk hat regeln: kein politik, etc.
Frequenzbereiche , ...
und das macht auch (oft) sinn


>und dann auch noch diese freiwillige (is klar) Mitgliedschaft beim darc,
>ne echt keine lust

macht nur sinn, wenn du qsl-karten verschickts -
ansonsten sehe ich da wenig sinn drin.
die cqdl lohnt eh nicht


In summa:
  du bist herr des verfahrens
 - nur eine prüfung + die Gebühr an die RegTP mußt du bestehen/zahlen
der rest ist freiwillig!

wenn du im QSO sagst:
no qsl
dann ist es nett
ansonsten schicken die oft qsl-karten und freuen sich NICHT,
wenn keine return kommt, hist. gewachsen (aber kein muss)


nice time
c.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Schorsch wrote:

>> Du darfst einen Transceiver beliebig als Empfänger benutzen.  Es liegt
>> rein in deiner Verantwortung sicherzustellen, dass niemand Unbefugtes
>> damit sendet.

> Ja, aber nur wenn ich eine Amateurfunklizenz habe.

NEIN!

Sorry fürs Rumschreien.  Besitzen darfst du mittlerweile ziemlich
alles.  Es gibt ja Leute, die in ihrer Freizeit mit abgewrackten
Panzern rumfahren... solange sie das nicht auf der Straße tun (und
solange sie keine scharfe Munition dabei haben ;-), hat da kein Gesetz
was dran auszusetzen.  Genauso ist es mit Sendern, du kannst dir zu
Hause die Bude damit vollstapeln.  Lediglich betreiben darfst du nur
die Sender, für die du in irgendeiner Form eine Genehmigung besitzt.
Teilweise bekommst du diese Genehmigung in Form einer
Allgemeinzuteilung, z. B. bei der Fernbedienung deines Autos.  Wenn du
an dieser was rumbasteln willst, musst du jedoch sicherstellen, dass
alle einschlägigen Bestimmungen anschließend noch eingehalten werden.
Welche das sind, darum musst du dich bereits selbst kümmern.

Bei Afu ist es ähnlich.  Du darfst dir gern einen Transceiver zu Hause
hinstellen.  Damit senden darfst du aber nur, wenn du die
entsprechende Genehmigung hast (oder wenn jemand anders mit der
Genehmigung dabei ist, der dich im Rahmen eines Ausbildungsrufzeichens
beaufsichtigt).  Den Empfängerteil da drin darfst du auf den
Amateurfunkbändern sowie auf anderen öffentlichen Bändern (Rundfunk,
CB-Funk) nach Herzenslust benutzen.  Andererseits darf wiederum selbst
ein Funkamateur den Senderteil eben nur auf Amateurfunkfrequenzen
nutzen.  Wenn er ihn auf 27,12 MHz in Betrieb nimmt (selbst wenn er
dabei die Leistungsgrenzen für CB einhält), begeht er eine
Ordnungswidrigkeit.  Nichtsdestotrotz darf der Sender potenziell
überall senden können, da hat keiner was dagegen, es ist halt rein
der Betreiber verantwortlich.  Hat in der Praxis durchaus was für
sich: gerade erst wieder sind uns ein paar Kilohertz mehr zur
Verfügung gestellt worden: die Rundfunksender ziehen sich allmählich
aus dem 41-m-Band zurück, sodass die Obergrenze des 40-m-Bandes auf
7200 kHz hochgesetzt worden ist.  Praktisch, wenn da nicht ein
Gerätehersteller so übereifrig war, oberhalb 7100 kHz den Sender
totzuschalten.

Bei der derzeitigen Gesetzgebungslage kann ich die Bemerkung über die
,,Schrebergartengesetze'' nicht mehr verstehen.  Sieht mir eher wie
ein Troll aus, der zwar von nix Ahnung hat, aber unbedingt irgendwas
anzumerken müssen meint...

Autor: alex (Gast)
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hallo zusammen was würde denn passieren wenn ich auf mit einem freund 
auf den amateufunk frequenzen funke mit hand gurken wir haben beide 
keine lizenz ?

Autor: Jupp (Gast)
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Kommt auf die Handgurke und die Sendeleistung an. Generell scheint da 
aber nicht mehr viel zu passieren, denn wenn ich mir angucke, was da 
abends/nachts auf 3666 kHz los ist...die haben von Funkdiziplin noch nie 
was gehört und machen da Party ohne Ende.

Autor: Thomas S. (Gast)
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@ och nö

es muss sich ja absolut niemand mit Afu beschäftigen.
Lass es doch einfach.
Es gibt ne ganze Reihe von Dingen, die es ohne den Afu nie oder 
zumindest sehr spät erst gegeben hätte. Alles ab Kurzwelle galt im 
letzten Jahrhundert noch als völlig unbrauchbar , also wurde es den 
Funkamateuren gegeben.

vy 73 de DF1PO

Autor: Netbird (Gast)
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> wenn ich auf mit einem freund auf den amateufunk frequenzen funke

Das würde schnell auffallen, weil Ihr mit Sicherheit an der fehlenden 
Betriebstechnik auffallen würdet. Handfunke bedeutet vermutlich auch 
höhere Frequenz und da kann man wunderbar peilen ...

Wie wäre es, Lizenz zu machen? Das bringt den unschätzbaren Vorteil, 
dass du danach viel mehr Ahnung von HF hast und viele Dinge ganz legal 
ausprobieren darfst. Amateurfunk hat viele Seiten! Viele Fragen, die man 
hier im Forum liest, zeigen, dass die Kenntnis von Funk/ Radio/ 
drahtlosen Anwendungen nur gering ist und das in einer Welt, die 
zunehmend ebendiese Anwendungen einsetzt.
Es lohnt sich daher, einen tieferen Einblick zu haben!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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alex wrote:

> hallo zusammen was würde denn passieren ...

Du begehst eine Ordnungswidrigkeit und riskierst damit zuerst einmal
eine Ordnungsstrafe.  Klingt harmlos, aber die mögliche Obergrenze für
diese Strafe habe ich im vier- oder gar fünfstelligen Bereich in
Erinnerung.  Hinzu kommt, dass dir die Einsatzkosten der
entsprechenden Mitarbeiter der BNetzA auferlegt werden, die auch ganz
erklecklich sein dürften.

Wie groß die Gefahr ist, dass dir sowas passiert, hängt in erster
Linie davon ab, welche Art Störung du mit deinem Schwarzfunken
verursachst bzw. wer sich wie davon gestört fühlt.  Insofern ist ein
Afu-Band vermutlich eine der ungünstigsten Entscheidungen, die du
treffen kannst: die Afu-Bänder werden von vergleichsweise vielen
Leuten gewissermaßen als Nebenbei-Effekt überwacht, und wenn du den
dergestalt legitimen Nutzern zu sehr auf den Kranz gehst, brauchen sie
mit einer Information an die BNetzA nicht lange zögern.  Andere
Frequenzbereiche sind u. U. weniger stark überwacht -- aber riskieren
würde ich es persönlich nicht.

Mittlerweile gibt es ja hinreichend viele Möglichkeiten, sich völlig
legal mit anderen Leuten beliebig über Funk auszutauschen.  Da du mir
auch kaum aus Lust am Selbstbau des Senders zu handeln scheinst (das
wäre eine gute Motivation für richtigen Amateurfunk), kannst du doch
einfach eine der x-beliebigen käuflichen Quatschen nehmen und deinen
Bedürfnissen auf 27,12 MHz (CB), 149 MHz (Freenet) oder 446 MHz (PMR)
frönen.

Autor: Jupp (Gast)
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>die Afu-Bänder werden von vergleichsweise vielen
>Leuten gewissermaßen als Nebenbei-Effekt überwacht

Dann sollten die das mal als Hauptbeschäftigung machen, dann würde auf 
80m auch wieder Funkdisziplin herrschen.

Also so genau scheinen die nicht zu gucken, oder darf man als 
Funkamateur jetzt auch Musikträger in den Äter stellen?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Jupp wrote:

>>die Afu-Bänder werden von vergleichsweise vielen
>>Leuten gewissermaßen als Nebenbei-Effekt überwacht

> Dann sollten die das mal als Hauptbeschäftigung machen,

Willst du sie dafür bezahlen? ;-)

> dann würde auf 80m auch wieder Funkdisziplin herrschen.

So?

> Also so genau scheinen die nicht zu gucken, oder darf man als
> Funkamateur jetzt auch Musikträger in den Äter stellen?

Mein VFO-Knopf hört im Allgemeinen bei 3600 kHz auf, sich zu
drehen. ;-)  Habe also keine Ahnung, auf was du da anspielst.

Dass es überall sowohl Trottel als auch Volltrottel gibt, die sich
nicht an gängige Normen halten wollen oder können, ist ja nichts
Neues.  Davon wimmelt es nicht nur in der Luft, sondern erst recht
beispielsweise auf der Strasse.  Andererseits sind das zumindest keine
Schwarzfunker, sondern wohl eher Verstöße gegen die
Amateurfunkgesetzgebung.

Musikaussendungen sind übrigens nicht per se verboten.  Seit der
allgemeinen Novellierung der Afu-Gesetzgebung sind die
Benutzungsrichtlinien recht liberal geworden und verbieten im Gesetz
über den Amateurfunk nur noch gewerblich-wirtschaftliche Nutzung (also
Missbrauch als Betriebsfunk) sowie gewerbliche Erbringung von
Telekommunikations-Dienstleistungen.  Die Verordnung zum Gesetz über
den Amateurfunk untersagt zusätzlich u. a. "das Aussenden von [...]
rundfunkähnlichen Darbietungen".  Darunter fällt möglicherweise das
von dir beschriebene Verhalten.

Ich kann mich auch an Diskussionen erinnern, bei dem es in der Tat
bereits zu hoheitlichen Gegenreaktionen auf rundfunkähnliche
Aussendungen gekommen ist.  Nach dem, was ich darüber gelesen habe,
hätte aber der entsprechende Funkamateur wahrscheinlich eher eine
psychologische Betreuung nötig... aber die wiederum bräuchten auch
einige der Leute, die so auf unseren Straßen umher fahren.

Autor: Florian (Gast)
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Um mich in die Diskussion einzuklinken:

Ich hatte mir selbst einmal vorgenommen, die Amateurfunklizenz zu 
erwerben. Im Prinzip hatte ich das als Einstieg in die HF-Technik 
betrachtet, da man mit Mikrocontrollern meistens wenig mit analogen 
Verschaltungen zu tun hat. Im Laufe meiner Beschäftigung mit diesem 
Thema kam ich irgendwann zu dem Punkt, mich zu fragen, wofür die Lizenz 
eigentlich nützlich ist. Ich wohne zur Miete und darf noch nicht einmal 
eine Satellitenschüssel aufhängen. Das engt die Möglichkeiten doch ein 
wenig auf bestimmte Frequenzbereiche ein. Außerdem habe ich mir mal ein 
wenig das angehört, was ich mit meinem Handscanner im 2m und 
70cm-Bereich empfangen konnte. Die Diskussionen, die teilweise in lange 
Monologe ausarteten erinnerten mich ein wenig an das, was man so vor 
Jahren im CB empfangen konnte (bevor bestimmte Kulturkreise mit ihren 
Hall- und Echomikrofonen fremdländische Konversation betrieben [bitte 
nicht als Wertung misvertehen]). Ein Teil der Prüfung besteht aus dem 
bloßen Auswendiglernen von Vorschriften und gebräuchlichen Abkürzugen, 
die sich vermutlich ständig ändern bzw. erweitern. Gerade dieser Teil 
hat mich dann dazu bewogen, das Ganze lieber sein zu lassen, da dieser 
Teil aus meiner Sicht sinnlos ist. Es würde auch reichen, eine einzige 
Vorschrift einzuführen, die darauf hinweist, dass man sich an die 
jeweils gültigen Frequenznutzungspläne zu halten hat. Der letzte Punkt 
war dann noch die jährliche Gebühr, die ich mangels entsprechender 
Nutzungsmöglichkeiten dann auch quasi sinnlos bezahlen würde. Für mich 
hat sich das Thema erst einmal erledigt, allerdings bleibt die Frage, 
welchen Stellenwert der Amateurfunk heutzutage in Zeiten des Internets 
überhaupt noch hat.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Florian wrote:

> ... Ich wohne zur Miete und darf noch nicht einmal
> eine Satellitenschüssel aufhängen.

Naja, das Aufhängen einer Sat-Schüssel darf dir der Vermieter
verwehren, wenn du auf andere Weise (z. B. Kabel) an die dir
,,zustehende'' Information herankommst.  Bei Afu sieht die Situation
anders aus, ein Vermieter darf dir zumindest vom Grundsatz her die
Antennengenehmigung nicht unbegründet verweigern, da du in gewisser
Weise ein Recht auf Ausübung deines Hobbies hast.

Natürlich sind Recht haben und Recht bekommen zwei verschiedene Dinge.
Ich lebe im Moment auch mit 'ner Unter-Dach-Behelfsantenne und mache
Afu eigentlich nur im Urlaub, weil ich dort sowohl genügend Zeit dafür
habe als auch in der Regel gute Antennenbedingungen.  Hier werden wir
nicht mehr lange wohnen bleiben, da lohnen sich keine aufwändigen
Montagearbeiten im Dachbereich -- auch wenn ich mich prinzipiell bei
der Wohnungswahl beim Vermieter versichert habe, dass er gewillt ist,
einer Afu-Antenne zuzustimmen.  (Ist städtischer Wohnraum, und die
Gesellschaft hat sogar einen vernünftig etablierten Prozess für eine
Afu-Antennegenehmigung.)

> Außerdem habe ich mir mal ein wenig das angehört, was ich mit meinem
> Handscanner im 2m und 70cm-Bereich empfangen konnte.

Naja, das als repräsentativ für den gesamten Amateurfunk anzusehen,
ist sehr zweifelhaft.  Ist wahrscheinlich ungefähr so, wie von der
Beobachtung einer Imbissbude mit billigem Bierausschank und dem
entsprechenden Publikum auf die generelle Gaststättensituation im
ganzen Lande zu schließen. ;-)  VHF/UHF-FM-Betrieb ist in der Tat eher
eine Quasselrunde (genau wie 80-m-SSB und auch 40-m-SSB, das ja schon
genannt worden ist).  Afu hat aber -- wenn es dich denn interessiert
-- deutlich mehr als das zu bieten, und auch eine breitere Palette als
CB (schon auf Grund des viel breiter gefächerten Frequenzspektrums).

> Ein Teil der Prüfung besteht aus dem bloßen Auswendiglernen von
> Vorschriften und gebräuchlichen Abkürzugen,

Naja, die sind aber (zu einem großen Teil) auch tatsächlich in
Benutzung.  Du lernst also nicht allzu umsonst hier.

> die sich vermutlich ständig ändern bzw. erweitern.

In den letzten 50 Jahren nicht sehr viel.  Vieles davon hat sich in
der Anfangszeit des Amateurfunk (also in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts) etabliert und ist seither einfach weiter so in
Benutzung, auch teilweise der ursprüngliche Sinn gar nicht mehr
transparent ist.  Ein Beispiel ist CW als Synonym für Morsetelegrafie,
wobei die Abkürzung ja ursprünglich zur Unterscheidung gegenüber
Knallfunkensendern gedacht war (die eben kein kontinuierliches Signal
erzeugt haben).

> Gerade dieser Teil hat mich dann dazu bewogen, das Ganze lieber sein
> zu lassen, da dieser Teil aus meiner Sicht sinnlos ist.

Ist er nicht.  In CW und RTTY werden naturgemäß mehr Abkürzungen
benutzt als bei fone, keine Frage.  Die Prüfung (zumindest die
,große', also nicht nur Klasse E) macht aber keinen Unterschied, da du
hinterher die Genehmigung für beliebigen Amateurfunk erhälst.  Das ist
so, wie du in diesem Lande einen Führerschein auch nur erhälst, wenn
du mit einem Schaltgetriebe fahren kannst, selbst wenn du danach nur
noch Automatik zu fahren gedenkst.

> Es würde auch reichen, eine einzige Vorschrift einzuführen, die
> darauf hinweist, dass man sich an die jeweils gültigen
> Frequenznutzungspläne zu halten hat.

Nun, du darfst als Funkamateur Geräte selbst bauen (ohne gleich eine
komplette EN-kompatible Zertifizierung durchziehen zu müssen),
folglich gibt es halt auch Fragen zu Technik.  Der rechtliche Teil ist
in den letzten Jahren doch deutlich liberaler geworden im Vergleich zu
früher.

> ..., allerdings bleibt die Frage, welchen Stellenwert der
> Amateurfunk heutzutage in Zeiten des Internets überhaupt noch hat.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?  Beides sind völlig
verschiedene Dinge (genauso wie GSM-Mobiltelefone).

Autor: Florian (Gast)
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> Naja, das als repräsentativ für den gesamten Amateurfunk anzusehen,
> ist sehr zweifelhaft. Afu hat aber -- wenn es dich denn interessiert
> -- deutlich mehr als das zu bieten...

Amateurfunk auf die Gespräche im 2m-Band zu reduzieren, war nicht meine 
Absicht. Vielmehr war das aber so ziemlich das Einzige, was ich hier 
ohne größeren Aufwand (also meterweise Draht auf dem Dachboden spannen, 
ein langes Kabel 4 Etagen weit nach unten zu ziehen und die 
Sendeleistung (sofern ich eine Lizenz hätte) soweit zu reduzieren, dass 
der Nachbar, der auf dem Dachboden wohnt, ungestört fernsehen und Radio 
hören kann) empfangen kann. Ich würde es nicht so interessant finden, 
mit dem Auto auf irgendeinen Hügel zu fahren (ich wohne in einer 
Großstadt) und erst einmal kiloweise Equipment aufbauen zu müssen, um in 
den Genuss von 'wahrem' Amateurfunk zu kommen.

Ich würde es eher als persönliche Weiterbildung betrachten und es soll 
schließlich Spaß machen. Das sehe ich eben nicht, wenn ich mir 
Gesetzestexte einprägen muss, obwohl man im konkreten Bedarfsfall 
jederzeit nachschlagen könnte oder mir das Morsen im hohen Tempo 
beibrigen muss, damit ich im Ausland mittels automatischer 
Morseeinrichtung morsen darf.

> In CW und RTTY werden naturgemäß mehr Abkürzungen
> benutzt als bei fone, keine Frage.

Nun ja, die Abkürzungen lernt man wahrscheinlich besser dadurch, dass 
sie benutzt werden, so ähnlich wie sich das ja auch im Internet 
etabliert hat.

> Die Prüfung (zumindest die ,große', also nicht nur Klasse E) macht aber
> keinen Unterschied, da du hinterher die Genehmigung für beliebigen
> Amateurfunk erhälst.

Interessant wäre für mich sowieso nur Klasse A gewesen, da für mich wie 
gesagt die Technik im Vordergrund steht. Und wenn, dann hätte ich quasi 
auch 'alles' können gewollt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu 
sein (s. Thema mit dem Morsen weiter oben).

> Was hat das eine mit dem anderen zu tun?  Beides sind völlig
> verschiedene Dinge (genauso wie GSM-Mobiltelefone).

Das Internet ist zumindest auch ein Medium, mit dem ich (nicht nur unter 
bestimmten Umständen) weltweit kommunizieren kann und die Möglichkeit 
habe, Gleichgesinnte kennenzulernen. Dazu kommt, dass ich das alles von 
meinem Schreibtisch oder meiner Couch aus kann und die Verdrahtung, 
sowie der finanzielle Aufwand hält sich eher in Grenzen. Gut, man 
braucht keinen Befähigungsschein dafür (auch wenn man das manchmal doch 
einführen sollte, wenn ich daran denke, wie viele ungesicherte WLANs 
hier sind) und der Ausschuss ist auch größer, aber die Möglichkeiten 
wären doch auch dort prinzipiell gegeben.

Klar hat vermutlich jeder seine eigenen Beweggründe, Amateurfunk zu 
betreiben und manche freuen sich wahrscheinlich sehr, wenn sie es nachts 
im Winter draußen geschafft haben, eine bidirektionale Kommunikation mit 
dem außer-europäischen Ausland aufzubauen, aber das wäre für nicht der 
Reiz an der Geschichte. Ich würde es eher interessant finden, hier zu 
Hause meine Dinge mit selbstgebauten Sendern steuern zu können oder 
einen kleinen DCF-Sender zu bauen, um meine Schaltungen zu testen etc.

Autor: Schorsch (Gast)
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Morsen braucht man ja zum Glück nicht mehr und die Gesetze sind zwar 
nervig, aber da muß man halt durch. Ist wie an der Uni, die dir auch 
vieles beibringen will, dass dich nicht interessiert und von dem du 
weißt, dass du es nie wieder brauchen wirst. Nur bekommst du deinen 
Abschluß nicht ohne den einen oder anderen Schein, also Augen zu und 
durch.

Mich persönlich reizt die Technik sehr und die Möglichkeit, mit 
selbstgebauten Geräten weltumspannenden Funkverkehr zu betreiben, ist 
sehr reizvoll.

>Das Internet ist zumindest auch ein Medium, mit dem ich (nicht nur
>unter bestimmten Umständen) weltweit kommunizieren kann und die
>Möglichkeit habe, Gleichgesinnte kennenzulernen.

Das ist das, was mich ein wenig bedrückt. Ich finde es irgendwie sehr 
spannend, nachts vor dem Empfänger zu sitzen und Nachrichten aus 
Arentinien zu hören. Dank des Internets und der damit verbundenen 
Kosteneinsparung schalten immer mehr internationale Rundfunkanstalten 
ihre Sender ab. Die nächste Station wird Radio Budapest sein, wobei das 
jetzt ein schlechtes Beispiel ist, da dort eher politische Gründe eine 
Rolle spielen. Aber schau dir an, wieviele Rundfunkdienste vor 10 Jahren 
aktiv waren, und wieviele es heute sind. Erschreckend!

Internet ist einfach langweilig und ganz ohne Reiz und ich sehe es nur 
als Informationsquelle.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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nicht lesenswert
Ja, Internet hatte Anfang der 1990er Jahre in der Tat viel von dem
Pioniergeist, der zuvor vielen Funkamateuren eigen war.  Das hat
sich mit der Kommerzialisierung des Internets (ohne dass ich diese,
vom Spam abgesehen, prinzipiell schlecht finde) aber gelegt.  Ich
bin sicher nicht der einzige Funkamateur, der seither doch auch wieder
zum Funk zurück gefunden hat.  Internet ist mittlerweile wie Telefon,
auch dieses hat ja über Jahre hinweg gut parallel zum Afu existieren
können.  (Da gibt's sogar eine eigene Q-Gruppe dafür: QSUF <call>,
"Ich kann <call> über Telefon erreichen." :)

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