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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 60V~ 25Hz erzeugen (Telefonklingel)


Autor: Michael (Gast)
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Hallo,

um eine alte Telefonklingel zum Läuten zu bringen, würde ich gerne ein 
25 Hz-Signal erzeugen.

Den genauen Spannungswert der Wechselspannung weiß ich nicht... nach dem 
Lesen diverser Forenbeiträge habe ich Werte zwischen 60-70 Volt in 
Erinnerung, teilweise aber auch darunter bzw. darüber. Auf den genauen 
Wert kommt es also nicht wirklich an, richtig?

Nun zum eigentlichen Problem:
Zur Verfügung steht eine 5V-Gleichspannungsquelle für den Atmel (soll 
später durch Akkus ersetzt werden), die ich auch zur Erzeugung der 
besagten Wechselspannung verwenden möchte.

Ich habe mir zwar ein paar Möglichkeiten überlegt, wie ich weiterkomme, 
aber sehr weit bin ich leider nicht gekommen.

1. Idee:
Am PWM-Ausgang mit Hilfe einer Wertetabelle ein 25 Hz Sinus-Signal 
erzeugen -> glätten -> Impedanzwandlung mit Transistor -> DC-Offset 
filtern -> Hochtransformieren mit einer Spule
Bis zum Impedanzwandler habe ich das schon mal erfolgreich praktiziert, 
um eine Sinusschwingung an einem Lautsprecher auszugeben.
Um den DC-Offset zu filtern, müsste man doch einen Kondensator in Reihe 
schalten, der wie eine Art Hochpass wirkt. Ist das richtig? Wenn ja, 
welche Kapazität kann man als Richtwert nehmen?
(Die Formel Xc = (1 / omega*C) kenne ich zwar schon, aber wie groß soll 
Xc denn nun sein? ...)

2. Idee:
Bis zur Impedanzwandlung wie bei der 1. Idee -> dann Schwingkreis mit 25 
Hz Eigenfrequenz (Spule + Kondensatur) -> führt zu Spannungsüberhöhung? 
(über diesen Effekt weiß ich bisher kaum was ...)

3. Idee:
Schwingreis 25 Hz -> dann Trafo. da kenne ich mich aber auch kaum aus, 
vor allem was die periodische Energiezufuhr betrifft, die der Dämpfung 
entgegenwirkt.

Die Klingel soll übrigens über den Atmel ein- und ausschaltbar sein!

Kann mir jemand helfen? Evtl. auch mit ganz anderen Vorschlägen ;-)

Liebe Grüße,
Michi

: Verschoben durch Moderator
Autor: Otto (Gast)
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Hallo Michael,

normalerweise hängt der "Wecker" des Telefons
über einen 1µF Kondensator an der Amtsleitung.
Wie hoch die "Weckwechselspannung" genau war,
ist mir entfallen.

M. E. sollte es aber reichen, einen kleinen
24V Printtransformator sekundär mit Deinen
5V zu takten und auf der ursprünglichen
Primärwicklung ca. 45V über einen 1µF an
den Wecker zu liefern.

Dies wirst Du aber gut entkopplen müssen,
da ansonsten Dein Controller sicher viele
Sorgen hat.

Gruß Otto

Autor: Currywurst (Gast)
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Wenn du die Induktivität der Spule in der Klingel kennst kannst du einen 
vorgeschalteten Kondensator einen Reihenschwingkreis aufbauen.
Am Eingang reicht dann ein 25Hz Rechteck. Gesetzt den Fall der 
Innenwiderstand ist klein genug kann man dann eine wesentlich kleinere 
Spannung verwenden.

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Michael wrote:
> Hallo,
>
> um eine alte Telefonklingel zum Läuten zu bringen, würde ich gerne ein
> 25 Hz-Signal erzeugen.
>
> Den genauen Spannungswert der Wechselspannung weiß ich nicht... nach dem
> Lesen diverser Forenbeiträge habe ich Werte zwischen 60-70 Volt in
> Erinnerung, teilweise aber auch darunter bzw. darüber. Auf den genauen
> Wert kommt es also nicht wirklich an, richtig?


Hallo Michi,

Aufgrund des wirklich enormen Echos über mein Telefon wurde mir da mal 
eine Variante für die Klingelspannung aus 3.3V zugeschanzt :)

MAX232 in der 3 Volt Version schön über T1in und T2in abwechselnd mit 
dem µC ansteuern.
An T1out und T2out kannst Du dann eine Klingespannung von ca 30V 
abgreifen.
nimm einen Serienkondensator von 2.2µF in Reihe dazu.
OK.. einen W48 habe ich damit noch nicht getestet, aber die anderen 
FETAPP´s mit mechanischer Klingel die getestet habe sind gut laut damit.

Grüße
Björn

Autor: zonendoedel (Gast)
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Moin moin,

> MAX232 in der 3 Volt Version schön über T1in und T2in abwechselnd mit
> dem µC ansteuern.
> An T1out und T2out kannst Du dann eine Klingespannung von ca 30V
> abgreifen.

Übelster IC-Mißbrauch...
Irgendwann wird der Käfer zurückschlagen und dann möcht ich nicht in der 
Nähe sein.

Und wech...

Autor: dennis (Gast)
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Hallo,

ich habe hier einen alten schaltplan einer analog tk von elv. habe mich 
selber mal  mit solchen dingen beschäftigt, der sollte dir eigentlich 
weiterhelfen.

3,5mb

bei interesse mail an mich: ladysbaby@web.de

gruß,
d.

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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zonendoedel wrote:

> Übelster IC-Mißbrauch...
> Irgendwann wird der Käfer zurückschlagen und dann möcht ich nicht in der
> Nähe sein.

Sicher.. ;) der Rauch der das Funktionieren des IC´s garantiert ist aber 
noch drin...

Aber mal Spass beiseite, hast Du einen Vorschlag aus 3V eine 30-40V 
@25Hz Wechselspannung zu erzeugen die nicht übermässig den Akku belastet 
?

Grüße
Björn

Autor: jonny (Gast)
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naja, ich habe mal hier gelesen, dass es wesentlich einfacher ist statt 
der original Klingel eine Vibrationsmotor wie zB im Handy oder für 2 € 
bei Pollin zu nehmen.

Der Klang wenn der Motor zu "schlägt" soll auch ähnlich bis gleich sein.

jonny

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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jonny wrote:
> naja, ich habe mal hier gelesen, dass es wesentlich einfacher ist statt
> der original Klingel eine Vibrationsmotor wie zB im Handy oder für 2 €
> bei Pollin zu nehmen.


Genau so hab ich es ja auch bei meinem Telefon gemacht... ;)

Aber die elektronische Variante wär ja trotzdem mal interessant.

Grüße
Björn

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Warum besorgst du dir nicht ein altes Telefon mit Kurbelinduktor.
Motor dran und schon klingelt es.

MfG Spess

Autor: Michael (Gast)
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Hallo,

erstmal danke für die zahlreichen Antworten und vielen Dank auch für die 
Hilfe!

@Currywurst: Die Induktivität kenne ich leider nicht, ich habe nicht die 
entsprechenden Messgeräte...
@dennis: Danke fürs Angebot! Mail ist raus. :-)

Nachdem ich mir die SparkFun-Seite "High Voltage Ringer" 
(http://www.sparkfun.com/commerce/present.php?p=Hig...) 
nochmal angeschaut hatte, ist mir deren Idee auch ganz sympathisch 
erschienen. Den MC34063A (Step-Up-Konverter) gibts ja bei Reichelt, die 
H-Brücke habe ich dort nicht gefunden.

Stattdessen aber diese Anleitung über H-Brücken: 
http://www.roboternetz.de/wissen/index.php/Getrieb...

Speziell ging es mir da um das Kapitel
>> "Ansteuerung mit MOS-FET" <<

Da verstehe ich aber nicht ganz, wie die Ansteuerung der P-Kanal-Mosfets 
mit Spannungen von 0 V bw. 5 V (Gatterausgänge bzw. Ausgänge des µC) 
funktionieren sollen. Wenn nämlich +Ub = 60 V (oder auch nur 30 V) am 
Source-Pin des P-Kanal-Fets anliegt, und am Gate-Pin eben 0 Volt oder 5 
Volt, dann ist die Gate-Spannung doch immer negativer als Source, 
foglich dürften die IRF-P-Kanal-Mosfets im Schaltbild doch immer 
durchschalten...

... oder
a) habe ich einen Denkfehler drin? Wenn ja, welchen? ;-)
b) schalten die Ausgänge von den Gattern oder vom µC nicht zwischen 
HI/LO sondern zwischen Tri-State/LO um, so dass im Tri-State-Zustand 
durch die Pull-Up-Widerstande R2 und R3 dann am Gate-Pin auch jeweils 
+Ub anliegt?

Kann man die Klingel eigentlich auch mit 25 Hz Rechteck statt Sinus 
ansteuern? Dann bräuchte ich im Prinzip ja keinen PWM mehr, sondern 
einfach zwei Ausgabe-Pins, die ich eben alle 20 ms (halbe Periodendauer 
vom 25 Hz) jeweils umschalte. Würde das gehen?

Vielen Dank auch für die zukünftige Hilfe!

Liebe Grüße,
Michi

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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der 74xx03 ist ein OpenCollector. Der macht "bildlich gesprochen" keinen 
H-Pegel. Diese stellen die beiden 2.2K Widerstände bereit. Der 7403 
macht, glaube ich, max.15Volt mit. Was die anderen Typen an max. 
Spannung am Pullup Widerstand können weiss ich jetzt nicht.
Ist der 7426 auch ein opencollector???

Die H-Brücke würde ich etwas anders in der Ansteuerung gestalten:
die beiden P-Kanal abwechseld für die Richtung umschalten und die beiden 
N-Kanal "diagonal" dazu mit PWM befeuern. Kann man aber auch so, wie in 
der Skizze angegeben machen.
Ich würde mir nur Sorgen im Umschaltmoment machen (fehlende Totzeit).

AxelR.

Autor: Michael (Gast)
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Hallo Axel,

danke für die schnelle Antwort!

Braucht man für eine Klingel überhaupt einen PWM-Ausgang, reicht es 
nicht, ein "simples" 25Hz-Rechtecksignal anzulegen?

Im Prinzip könnte man (ich beziehe mich jetzt auf die Schaltung von 
www.roboternetz.de) doch die Fets des linken und des rechten Teils 
jeweils mit einem Transistor gegen Masse schalten. Wenn man die Basis 
über einen Vorwiderstand an den µC schaltet, dann schaltet der 
Transistor durch und an den beiden Fet-Gates liegt 0V - wenn der 
Transistor nicht durchschaltet (Low am µC-Ausgang) dann liegt an den 
beiden Fet-Gates wegen dem Pull-Up-Widerstand jeweils die 
"Motor"/Klingel-Betriebsspannung an.
Ist das richtig/machbar?

Kann man eigentlich vorher sagen, ob der Umschaltzeitpunkt so unkritisch 
ist, dass die 60V-Spannung vom Step-Up-Regler nicht so weit in die Knie 
geht, dass dies nicht mehr zum Klingeln reicht? Oder kann man das nur 
durch Testen herausfinden?


Und noch eine alternative Möglichkeit?
>> Auf www.sparkfun.com wird die H-Brücke ja durch einen IC umgesetzt, der laut 
Datenblatt bis max. 36 Volt Betriebsspannung geht. Betrieben wird er aber mit ca. 
50-60Volt, je nachdem wie viel der Step-Up-Regler schafft.

Zwar habe ich den selben IC nicht bei Reichelt gefunden, dafür aber 
einen L293 - und der geht auch bis 36 Volt. Stellt sich die Frage, wie 
(un)kritisch es ist, mit der Spannung da bis ca. 60 Volt hochzugehen....

Liebe Grüße,
Michi

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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>Ist das richtig/machbar?

machbar ist vieles.
in dem Schaltbeispiel wird allerdings von steilen Flanken ausgegangen. 
Wenn die Umschaltgeschwindigkeit/Flankensteilheit unzureichend ist, 
leiten beide - der Pkanal und der Nkanal Mosfet - auf einer Seite 
gleichzeitig und Du hast für einen kurzen Moment einen fetten 
Kurzschluss auf deinen 60V.

Autor: Michael (Gast)
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Hi nochmal,

zum Testen habe ich jetzt eine ganz einfache Klingelansteuerung gebaut, 
und zwar:

- 25Hz Rechtecksignal (generiert durch Mega8)
- der steuert einen BUZ11-Mosfet an
- dann gehts über einen alten Trafo, der "umgekehrt" angeschlossen ist 
(die genaue Windungszahl kenne ich gar nicht, ich weiß nur, dass der 
früher mal über einen Brückengleichrichter 9V Ausgang bei primärseitig 
230V hatte)
- dann über einen 3µF Kondensator in Serie die Klingel.

Das klingelt auch schon ganz schön, braucht aber (je nach Spannung) 1 
bis 1,4 Ampere, wenns klingelt - Sogar wenn keine Klingel dran 
angeschlossen ist. Liegt wohl daran, dass ne Rechteckspannung zu nicht 
gerade hoher Effizienz bei Trafos führt - richtig?
Jedenfalls habe ich probiert, ein (geglättetes) PWM-Sinussignal an den 
Trafo zu legen, aber die Glättung hat den Trafo wohl nicht so sonderlich 
interessiert, und rausgekommen ist irgendwas unbrauchbares, 
hochfrequentes.

Was ich als Glättung verwendet habe: PWM-Ausgang -> 68k Widerstand -> 
100nF Kondensator gegen Masse, und das ganze drei Mal hintereinander.
Auf dem Oszi hat das auch ganz glatt ausgeschaut, zumindest in der 
Skalierung, wenn man ca. zweieinhalb ganze Schwingungen sieht.

- Als Verstärker/Entkopplung habe ich bei diesem Test keinen BUZ11, 
sondern einen regulären npn-Transistor verwendet, die Spule zwishcne 
Emitter und Masse.

- Ich hatte das allerdings nicht mit zwei getrennten Netzteilen 
probiert.

- Das PWM-Tastverhältnis ging nicht bis auf 0 runter, 50 war glaube ich 
das Minimum, das ich verwendet habe, damit der Transistor nicht in den 
Sperrbereich kommt.

Danke für eure Hilfe!
mfg
Michi

Autor: Jack Braun (jackbraun)
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>Das klingelt auch schon ganz schön, braucht aber (je nach Spannung) 1
>bis 1,4 Ampere, wenns klingelt - Sogar wenn keine Klingel dran
>angeschlossen ist.

Da hast Du bestimmt was falsch gemacht!

Meine Versuchsanordnung (gestern abend ausprobiert):

Ein 555 erzeugt ein 25Hz Rechteck, der Ausgang des 555 wird über einen
220µF-Elko mit der Sekundärseite des Trafos verbunden.

Primärseitig kommt ein schönes Rechteck an und läßt ein W48 wunderbar
klingeln.

Das alles bei 12V für den 555 und 30mA!

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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>über einen 220µF-Elko

Das ist der springende Punkt.

Du brauchst eine GEGENTAKT Endstufe mit Auskoppelkondensator um den 
Gleichspannungsanteil zu eliminieren, wenn eine H-Brücke zu aufregend 
ist. Die Spule deines Trafos muss nicht ein-und ausgeschaltet werden, 
sondern in der Polarität UMgeschaltet werden, sonst gerät der Kern in 
die Sättigung.

Autor: Jack Braun (jackbraun)
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>Du brauchst eine GEGENTAKT Endstufe mit Auskoppelkondensator um den
>Gleichspannungsanteil zu eliminieren

Und genau diese Endstufe hat der 555 ja schon eingebaut.

Autor: Michael (Gast)
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Hallo,

wegen meines Studiums hatte ich jetzt länger keine Zeit...

Eine Gegentaktendstufe sorgt ja dafür, dass die Spannung nicht zwischen 
+Ubat und 0V, sondern zwischen +Ubat und -Ubat wechselt, dass also die 
Spannung von "Spitze zu Spitze" doppelt so groß ist. Habe ich das soweit 
richtig verstanden?

Das Problem, dass im Trafo ein Gleichstrom-Anteil fließt, wenn man eine 
Rechteckspannung anlegt, hat mit der Gegentaktendstufe doch zunächst 
nichts zu tun (oder?). Dazu ist ja der Entkoppelkondensator nötig, der 
(in der Theorie) nur noch die Spannungsspitzen durchlässt.

Wenn man bei mir jetzt zwischen Mos-Fet und Eingang des Trafos einen 
Kondensator in Reihe schaltet, klingelt's aber nicht mehr. Ich habe das 
sowohl mit einem 1 uF-Folienkondensator als auch mit einem 2200 uF-Elko 
getestet.

Als Zwischenlösung verwende ich jetzt eine Spule mit höherem 
Ohmwiderstand auf der Eingangsseite - das reduziert den Gleichanteil 
zumindest schon mal, und klingeln tut's auch noch. Aber wirklich gelöst 
ist das Gleichanteil-Problem ja dadurch nicht.

Die Frage ist jetzt: Liegt es wirklich an der Gegentaktendstufe des 
NE555, dass das Ganze mit Auskoppelkondensator bei dir (Jack Braun) 
funktioniert und bei mir nicht? Was ich außerdem nicht ganz verstehe: 
Wenn die Polarität durch die Gegentaktendstufe wechselt, darf man dann 
überhaupt einen Elko in Reihe schalten? Elkos darf man ja nur in eine 
Richtung polen.

Kann ich die Entkopplung auch ohne NE555 vornehmen? Irgendwie muss es ja 
gehen, aber so richtig weiter weiß ich auch nicht...

Danke für eure Hilfe!
Michi

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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Es liegt an der Gegentaktendstufe.
Und selbstverständlich darf man einen Elko richtigherum in Reihe zum 
Verbraucher schalten. + an den Ausgang. Der Verbraucher (Trafospule) ist 
gegen 0V geschaltet, der Ausgang des 555 schaltet zwischen 0V und 12V, 
das heißt, über dem Elko liegen entweder 0V oder 12V, verpolt wird er 
nicht. Wird ja bei einfachen Audioendstufen auch so gemacht. Achja, beim 
Analoganschluß ist die Klingelei einfach gelöst, da wird die 
Linienspannung mit 25Hz getaktet. Die Linienspannung ist auf ca. 65V 
bzw. 20mA begrenzt.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: Michael (Gast)
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Hi,

jetzt hab ich es verstanden :-)

Ich hatte den Begriff Gegentaktendstufe fälschlicherweise immer damit in 
Verbindung gebracht, dass wirklich auch die Polarität gewechselt wird, 
wie das ja z.B. bei einer H-Brücke der Fall ist.

Mit Gegentaktendstufe funktioniert die Klingel nun mit unter 100 mA :-)

Danke für eure Hilfe!

Michi

Autor: Michael (Gast)
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Hallo nochmal,

jetzt bräuchte ich, was die Klingel betrifft, doch noch einmal Eure 
Hilfe.

Bei einer Betriebsspannung von 5V funktioniert alles ganz prima, die 
Klingel läutet wie sie soll. Bei einer Spannung ab ca. 4 Volt und 
niedriger rührt sich aber nix mehr, und ich bin etwas ratlos warum. Mein 
Ziel ist es nämlich, die Klingel mit einem Lithium-Ionen-Akku betreiben 
zu können.

Im Anhang habe ich ale ZIP-Datei sowohl den Schaltplan der 
Klingelansteuerung, als auch entsprechende Oszillogramme angefügt, mit 
denen Ihr vielleicht die entscheidenden Infos bekommt, wo mein Fehler 
liegt. Die beiden Mos-Fets steuere ich übrigens einzeln an, um zu 
verhindern, dass es für einen kurzen Moment zu einem Kurzschluss kommen 
könnte.

Die beiden Oszillogramme *-ZwischenBeidenTransistoren.jpg habe ich (wie 
der Name schon sagt) zwischen den beiden Transistoren gegen Masse 
gemessen, die beiden *-AmTrafo.jpg" zwischen Trafo-Eingangswicklung und 
Masse.

Man erkennt, dass die Spannung zwischen beiden Transistoren bereits bei 
5V ein wenig in die Knie geht, aber da reicht's für's Klingeln noch aus. 
Aber warum geht die Spannung bei Ubat = 3,7V so stark in die Knie, dass 
vom Soll (Rechtecksignal) nur noch ganz kurze Spitzen übrig bleiben? 
Geht der P-Kanal-Transistoren in den Strombegrenzungsbereich?

Danke nochmal für eure Hilfe!

Liebe Grüße,
Michi

Autor: Jack Braun (jackbraun)
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Gatespannung wird zu niedrig. Schau Dir mal das Datenblatt der beiden
Fets an.
Wenn Du die Gegentaktendstufe mit BC327/337 aufgebaut hättest, würde
alles auch bei 3,7V funktionieren.

Autor: H. W. (digger72)
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Korrigiert mich, wenn ich danebenliege,
aber ist eine klassische Telefonklingel nicht genauso aufgebaut
wie diese alten Türklingeln, also mit Spule, Klöppel und
Unterbrecher ?
Die kann man auch mit Gleichspannung betreiben.

MfG
Digger

Autor: Jack Braun (jackbraun)
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>aber ist eine klassische Telefonklingel nicht genauso aufgebaut
>wie diese alten Türklingeln, also mit Spule, Klöppel und
>Unterbrecher ?

Nein, wird mit einer Wechselspannung angesteuert.

Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo.
Witzigerweise suche ich heute schon den ganzen Tag das Netz nach einer 
ähnlichen Lösung ab. Allerdings soll bei mir ein altes WK48 als 
Türklingel fungieren. Zur Verfügung stehende Spannung sind 12V DC. Kann 
mir jemand einen Schaltplan zukommen lassen?

Danke
Jürgen

Autor: Michael (Gast)
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Hallo zusammen!

@Jürgen: Bei 12V wäre die Schaltung, wie ich sie im Dateianhang habe, 
sicherlich möglich (auch wenn es bestimmt viel bessere/elegantere 
Möglichkeiten gibt).
Bei dem Anschluss "Klingel" (rechts im Bild) geht's bei mir in die 
Sekundärwicklung eines Trafos, und an der Primärwicklung ist dann direkt 
die Klingel angeschlossen.
Die beiden Leitungen links gehen direkt in zwei Eingänge meines µC 
(hätte ich Vorwiderstände verwenden sollen?). Zwei deshalb, damit ich 
verhindern kann, dass beide Transistoren für einen kurzen Moment 
gleichzeitig durchschalten (=Kurzschluss). Vielleicht geht es auch, wenn 
man beide Transistoren an den gleichen Eingang anschließt, das habe ich 
aber nicht ausprobiert.
Anstatt eines Mikrocontrollers kannst du bestimmt auch einen 
Timerbaustein (z.B. NE555) verwenden - damit kenne ich mich aber bisher 
nicht aus ;-)
Zu den Transistoren: Für den Zweck einer Telefonklingel, wie sie bei mir 
in der Schaltung verwendet wird, sind der BUZ und der IRF zu "groß" ... 
aber ich hatte gerade keine anderen da ;-)

@Jack Braun (und alle anderen, die mir helfen können g): Danke für 
deine Hilfe! Bei bipolaren Transistoren weiß ich nur nie so recht, wie 
ich die Vorwiderstände dimensionieren muss... Da muss ich ja zum einen 
wissen, wie viel Strom die Klingel maximal zieht, dann durch die 
Stromverstärkung der Transistoren teilen, und dann habe ich den 
Basisstrom, der fließen muss. Und dann einfach Rvor = (Ubat - 0,7V 
Basis-Emitter-Diodenspg) / Ibasis ? Oder geht's irgendwie einfacher?

Die von dir vorgeschlagenen BC327 / BC337-Transistoren habe ich leider 
nicht da... brauche ich eigentlich unbedingt zwei komplementäre 
Transistoren, oder geht einfach (salopp gesagt) irgendein NPN und 
irgendein PNP?

Danke für eure Hilfe!
Michi

Autor: Jack Braun (jackbraun)
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> irgendein_ NPN und_irgendein PNP?

Geht auch.

Basis der zwei Transistoren verbinden und über 4k7 ansteuern.
Coll. von npn an +, Coll. pnp an -, Emitter gemeinsam als Ausgang.

Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo und danke schonmal.

Leider verstehe ich hier nur Bahnhof. Meine Kenntnisse beschränken sich 
nur auf's Löten. Ich weiss aus Schulzeiten zwar noch ungefähr was ein 
Widerstand, T´ransostor oder Kondensator ist, aber da reicht leider 
nicht den Schaltplan den ich mir angesehen habe zu verstehen. Da gehen 
zu viele Leitungen ins nichts... auch die Erklärung hat da leider nicht 
viel dran geändert.
Kann mir jemand ein Skizze für meinen Fall am besten mit 
Conrad/Reichelt-Einkaufsliste?

Danke und Grüße
Jürgen

Autor: Jürgen (Gast)
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>Meine Versuchsanordnung (gestern abend ausprobiert):
>
>Ein 555 erzeugt ein 25Hz Rechteck, der Ausgang des 555 wird über einen
>220µF-Elko mit der Sekundärseite des Trafos verbunden.
>
>Primärseitig kommt ein schönes Rechteck an und läßt ein W48 wunderbar
>klingeln.
>
>Das alles bei 12V für den 555 und 30mA!

Ok, ich weiss Neulinge ohne Ahnung sind nicht gern gesehen. Aber 
vielleicht hilft es ja meinen guten willen was zu lernen zu zeigen.
Obiges ist es doch schon, oder?
Also ein NE555 ein Kondensator mit 220µF und ein Trafo. Stellt sich für 
mich die Frage: welcher Trafo und wie verbinde ich alles? der NE555 hat 
ja 8Pinne ...

Autor: Anon Ymous (anonymous)
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@Jürgen
Neulinge (zu denen ich mich auch zähle) sind nicht gerne gesehen, wenn 
sie alles vorgekaut bekommen wollen. Deine kurze Frage zieht eine 
Antwort über mehrere Seiten nach sich, die in dieser Form mit ~10sec 
googlen gefunden werden kann.
Ich persönlich finde den Artikel im elektronik-kompendium ganz gut. Der 
ne555 wird als astabiler Multivibrator betrieben. Pinbelegung ist 
angegeben. Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen, aber mit dem 
Kondensator wird anscheinend nur der Wechselstromanteil ausgekoppelt und 
mit dem Trafo übertragen.

Autor: jürgen (Gast)
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Dessen bin ich mir natürlich bewusst. Aber bitte versteht mich auch. ICh 
möchte ja nur aus nostalgischen Gründen ein altes Telefon als 
Haustürklingel verwenden. Um dies ohne vorkauen zu bewerkstelligen 
reichen nicht einaml mehrere Tage abgesehen von einer Menge 
Übungsmaterial. Daher Frage ich einfach Leute, die das ohne mit der 
Wimper zu zucken hinbekommen. Dafür kann ich in anderen Foren zu anderen 
Themen helfen. Ich bin kein "Nur Nehmer" im Internet, aber ja, in 
manchen Foren zwangsläufig. Aber genau das ist ja das tolle in der 
globalen Welt, dass jeder sein Wissen mit anderen teilen kann. Wiki darf 
ja auch der lesen, der selber nichts reinschreibt und das ist gut so.
Da Jack das ganze ja schonmal ausprobiert hat, bräuchte ich nur die 
Daten des Trafos und ne Skizze.

Grüße
Jürgen

Autor: Michael (Gast)
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Hallo,

ich habe nun ein wenig herumexperimentiert, und jetzt läuft's auch mit 
3,8 Volt. Zum laufen bekommen habe ich das Ganze mit folgender 
Anordnung:

- BC328 (PNP)
- BC338-16 (NPN) (habe ich beim Aufräumen doch noch gefunden ;-)

Ich habe die Transistoren genau umgekehrt verschaltet wie du (Jack) es 
vorgeschlagen hast: Der PNP über den Emitter an die +3,8V, den Kollektor 
mit dem NPN verbinden, und dessen Emitter an GND. Die zwei 
Basisanschlüsse habe ich über zwei 1k-Widerstände an die beiden 
getrennten Ausgänge des µC angeschlossen. Ausgekoppelt habe ich das 
Ganze mit einem 1000 µF
Zusätzlich zu dem ganzen musste ich noch einen anderen Trafo verwenden, 
der (glaube ich) eigentlich für 230 V => 12 V ausgelegt ist. (Das 
Windungsverhältnis des kleinen, zuvor verwendeten, kenne ich leider 
nicht)

4,7k habe ich auch probiert, aber damit klingelt's leider nicht :-( Wenn 
man die Transistoren so verschaltet wie du es vorgeschlagen hast, Jack, 
dann klingelt's wieder erst bei 5V. Ich als relativer Newbie vermute 
mal, dass die Spannungsdifferenz zwischen High und Low am Ausgang 
(zwischen beiden Transistoren) zu gering ist: Am NPN fallen auf der 
Basis-Emitterstrecke 0,7 V ab, und am PNP auch. Oder liege ich falsch?

Bei Reichelt habe ich übrigens folgende Mosfets gefunden:
ZVP 2106 A (P-Kanal)
ZVN 4206 A (N-Kanal)

Beim N-Kanal war die "Gate Threshold Voltage" mit max. 3 V angegeben, 
beim P-Kanal mit 3,5 V. Der Drain-to-Source-Widerstand lag aber bei ca. 
5 Ohm. Ist das ne Alternative?

Danke für Eure Hilfe!

Michi

Autor: Michael (Gast)
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Hallo mal wieder,

ich bräuchte wieder etwas Hilfe mit der Klingelansteuerung.

Beim W48 ist der Ohmwiderstand der Wecker-Spulen, auch wenn man sie in 
Reihe schaltet ca. 600 Ohm - weniger als ein Drittel der Spulen, wie sie 
im aktuellen Telefon verbaut sind.
Das hat zur Folge, dass die Ausgangsspanung am Trafo ein wenig in die 
Knie geht, und es klingelt nicht mehr ganz so laut wie das andere 
Telefon.

Was kann ich dagegen tun? Einen Trafo mit geringerem primärseitigem 
Widerstand verwenden?

Danke für Eure Hilfe!
Michi

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Moin,

siehe hier: Beitrag "Wecker aus Telefon mit 3-5V betreiben"

Die 24V werden hier über einen Step-Up aus den >=3V des AVR erzeugt. Der 
AVR erledingt hierbei die steuerung des StepUp sowie das erzeugen der 
25Hz Wechselspannung. Dadurch bleibt die Schaltung sehr kompakt und 
kommt ohne Trafo aus. Mit der im Beispiel verwendeten Kombination 
SMCC-Spule/BC547 könnte die Spannung etwas in die Kie gehen, wenn der 
Wecker aus dem W48 wirklich so safthungrig ist. Eine der neuen 
SMD-Leistungsdrosseln vom Reichelt und ein FET könnten da abhilfe 
schaffen (mit einem BS170 kommt man schon mit einer SMCC ganz gut auf 
30mA@20V, allerdings ist der Wirkungsgrad dann eher mäßig, es reicht 
allerdings um ein LED-Backlight für ein 10" LCD zu fahren). Vorschlag 
wäre für die Schaltung, den Schalttransistor samt Basiswiderstand durch 
einen BS170 zu tauschen und eine 220-470µH SMD-Drossel zu nehmen (könnte 
mir vorstellen, das das mit einer PIS2416 von Reichelt recht gut gehen 
sollte). Die genauen Werte sind da eher unkritisch.

Autor: Bernhard (Gast)
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Telefonklingeln "müssen" nicht mit 25Hz angesteuert werden,
es geht auch mit 50Hz !!!!

Wenn man ein Kondensator von ca 0.22uF in Reihe zur Klingel schaltet, 
kann man den Wecker auch mit Netzspannung betreiben (220V 50Hz) ein 
kleines Relais
 mit 5V Spule kann dann den Strom ein - aus  schalten.

Autor: thread alt (Gast)
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threat alt

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Bernhard schrieb:
> Telefonklingeln "müssen" nicht mit 25Hz angesteuert werden,
> es geht auch mit 50Hz !!!!

Du hast einen uralten Thread exhumiert. Das machen auch Deine mehrfachen 
Ausrufungszeichen nicht besser.

Außerdem klingt eine mit 50 Hz angesteuerte elektromechanische 
Telephonklingel (also nicht so ein elektronisches Ding, dem ist das 
wurscht) bescheiden, wer einen W48 hat, weiß, was ich meine.

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