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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Präzisions IC Fassung, wofür?


Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Guten Abend allerseits.

Kann mir jemand sagen, wofür diese (vermeintlichen) Präzisions IC 
Fassungen gut sind? Ich habe da immer das Gefühl der IC sitzt nicht 
richtig drin...

Schöne Grüße,
Alex

Autor: Jupp (Gast)
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>Ich habe da immer das Gefühl der IC sitzt nicht
>richtig drin...

Damit könntest du recht haben, denn die Kontaktfähigkeit dieser 
Fassungen nimmt recht schnell mit den Steckzyklen ab. Dafür bieten sie 
aber am Anfang einen deutlich besseren Kontakt hinsichtlich 
Übergangswiderstand.

Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum auf dem STK500 keine 
Präzisionssockel verbaut wurden. Diese leiern einfach zu schnell aus.

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

wenn Du damit die mit den runden Löchern meinst, sind das Beste wo gibt.

Wenn Du die ersten Kontaktprobleme in ausgelutschten Feder-Fassungen 
oder die ersten abgerissenen Füße am IC beim Rausnehmen aus solchen 
hast, glaubst Du es.

Du mußt die ICs in die Präzisionsfassungen auch auch richtig 
reindrücken, die Beine sollten gerade sein und wenn es neue ICs sind, 
die aufgespreizten Beine auf einer ebenen Unterlage erstmal rechtwinklig 
ausrichten.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: A.K. (Gast)
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> Diese leiern einfach zu schnell aus

Dafür wurde mir beim STK500 Angst und Bange beim Versuch, den völlig 
festgeklebten AT90S8515 aus der Fassung zu kriegen. Zumal zwischen 
Sockel und IC nichts zum Aushebeln dazwischen passte. Ich bin daher dazu 
übergegangen, beim STK500 einen ebensolchen Präzisionssockel in den 
Standardsockel zu stecken. Man kriegt den Controller erheblich leichter 
raus. Und wenn er mal ausgeleiert sein sollte, nimmt der nächste seinen 
Platz ein.

Autor: jan (Gast)
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ich benutze auf meinen boards einen präzisionssockel, und setze den ic 
ebenfalls in einen präzisionssockel, also: 2 sockel
kann man leicht raushebeln, wenn was kaputt geht, kann man einfach den 
sockel tauschen, und vorallem kann man wunderbar kondensatoren drunter 
löten..

Autor: A.K. (Gast)
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> vorallem kann man wunderbar kondensatoren drunter löten..

Für die üblichen 100nF Kerkos reicht mir ein Sockel, brauch ich keine 2 
übereinander.

Autor: Ad Da (picant)
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Ich glaube die Präzisionssockel haben auch ein ganz anderes 
Kontaktmaterial, ein edleres (Was das für eine Rolle spielt bei ca. 2 mm 
Kontakt ???). Das ist unter anderem auch ein Grund warum sie ein wenig 
teurer sind. Mir sind die Standardsockel aber auch viel viel lieber. 
Unsinnig teuer sind die Präzisionssockel mit eingebauten Abblockcondi.

Autor: Robin T: (Gast)
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Die Präzisionssockel habe ich glaube 3 Kontakte in dem übrigens 
gedrehten Runden Loch. Ich nehme die Dinger NUR: Die Federdinger hasse 
ich wie die Pest. Ausserdem glaube ich dass nicht die Präzisionssockel 
sonder die Federsockel eher ausleiern.

Autor: Dr.Seltsam (Gast)
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Der einzige wirklich relevante Vorteil von Präzisionssockeln ist, dass 
man damit die Durchkontaktierungen auf selbstgeätze Leiterplatten 
realisieren kann, wobei sich hier einzelne Sockelreihen ab besten 
eignen, da man so auch die ICs direkt nebeneinander plazieren kann. Die 
billigen Federdinger kann man halt einfach nicht von oben anlöten.



Autor: Thomas S. (Gast)
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i.a. sind low-cost Sockel nur zum einmaligen Stecken gebaut, haben auch 
bei verzinnten Kontakten einen sehr geringen Widerstand, leiern aber 
sehr schnell aus. Präzisionssockel können ggf. auch ein paar mal 
gesteckt werden, das KOntaktmaterial ist auch schon mal Gold.

Autor: Golimar (Gast)
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Geiler Thread, oder?

Jeder schreibt was anderes LOL

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Jo, jetzt bin ich genau so klug (oder eben nicht) wie vorher :-)

Vielen Dank für die vielen Meinungen trotzdem!

Autor: jjk (Gast)
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>Kann mir jemand sagen, wofür diese (vermeintlichen) Präzisions IC
>Fassungen gut sind? Ich habe da immer das Gefühl der IC sitzt nicht
>richtig drin...

Na gut,
das sind nicht nur vermeintlich Praezisionssockel ;)
Du moechtest Dir vielleicht mal eine Zeichnung bzw. techn Daten 
anschauen.

Einsatzfaehig bei extr. Temperaturen.
Boden dicht damit kein Zinn eingesaugt werden kann.
Huelse gedreht mit kelchfoermigem mehrfach geschlitztem Kontakteinsatz.

Mehrere Kontaktpunkte statt nur 2.
Kontaktoberflaeche Gold.
Hohe Haltekraft und Kontaktsicherheit.
Korrosionsbestaendig.
Geringer Uebergangswiderstand.....

Reicht das?

Man nimmt sie genau dann wenn diese Merkmale gefordert sind.
Sonst nimm halt Billigsockel.

juergen

Autor: Winfried (Gast)
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Noch ein Aspekt: Es gibt nicht nur normale Federsockel und 
Präzisionssockel. Es gibt Präzisionssockel in allen Schattierungen, von 
sehr gut bis grauenhaft, genauso  bei den normalen Sockeln. Ich sehe 
aber eine Tendenz, dass bei den normalen Sockeln oft totaler Billigmüll 
verkauft wird und bei den Präzisionssockeln qualitativ bessere Ware. 
Meist z.B. vergoldete Kontakte. Ob aber Gold auf Zinn einen besseren 
Kontakt hat, als Zinn auf Zinn, wage ich zu bezweifeln, vielleicht nur 
Marketing.

Vor 20 Jahren hab ich mich ein paar mal mit den normalen 
Federkontaktsockeln rumgeärgert, seither nutze ich nur noch 
Präzisionssockel mit gedrehten Kontakten. Bisher hatte ich damit nie 
Probleme. Natürlich sind auch die nach vielleicht 100 Steckzyklen 
ziemlich ausgeleiert.

Autor: Jupp (Gast)
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>Natürlich sind auch die nach vielleicht 100 Steckzyklen
>ziemlich ausgeleiert.

Nicht AUCH die, sondern NUR dir.

Autor: Muraer (Gast)
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Also ich hab so einen Präzisionssockel auf meinem Programmierboard 
(damit progge ich die Megas). Gemäss Compiler hab ich schon etwa 550 mal 
einen Mega programmiert. Also über 500 Steckzyklen. Das Teil sieht immer 
noch wie neu aus und ist auch nicht "ausgeleiert"

Autor: Robin T: (Gast)
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Ich habe auch einen Präzisionssockel in meinen Brenner 5 von Sprut. Auch 
schon oft gesteckt. alles wunderbar.

Autor: DerWarze (Gast)
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Irgendwie merkwürdig die Diskussion.
Ich käne nie auf die Idee einen Standardsockel egal ob Sinple oder 
Präzision zu nehmen wenn ich 500 mal Stecken will dafür gibt es 
schleslich Nulkraftsockel mit Hebel und da lohnt auch der Mehrpreis. Hab 
mir so einen aufs STK draufgesteckt weil mich die einfachen nervten.
Die IC Sockel sind ja auch nicht dafür gedacht ständig die IC 
rauszuziehen.
In Betreff Übergangswiderstand und Kontaktsicherheit sind die 
Präzisionssockel enfach besser. Bei dem Einfachen kommt es mitunter vor 
das Löttinktur in die Federn sickert und Kontakte verunreinigt das kein 
ordentlicher Kontakt zustandekommt oder das beim Rausziehen mal ein 
IC-Beinchen verhakt und abreisst. Mit Präzisionssockeln passiert so was 
nicht. Analog- (zB Mess und Audio)Schaltungen würd ich nie mit 
Einfachsocken aufbauen.

Autor: yalu (Gast)
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Ich benutze meist Sockel mit gedrehten Beinen (meist die von Reichelt,
vielleicht gibt es anderswo bessere). Sie sind zwar etwa um den Faktor
4 teurer als dijenigen mit Blechkontakten, die absolute Preisdifferenz
beträgt aber meist nur einen Bruchteil des Preises des Bauteils, das
reingesteckt wird.

Ob sie wirklich besser sind, kann ich aus meiner Erfahrung nicht
beurteilen, auf jeden Fall sehen sie edler aus :-)

Meist merkt man nach 10 bis 20 Steckzyklen, dass die Kraft zum Ein-
und Ausstecken der Bauteile deutlich abnimmt. Trotzdem hatte ich auch
nach 100 oder mehr Steckzyklen noch nie Kontaktprobleme. Die hatte ich
allerdings auch bei den Blechkontaktsockeln noch nie.

Beim Thema Nullkraftsockel schlägt bei mir dann doch der Geiz zu,
zumal meine (Hobby-)Schaltungen i. Allg. sowieso nicht für die
Ewigkeit gemacht sind. Den Vorteil dieser Sockel sehe ich vor allem
darin, das das Ein- und vor allem das Ausstecken mit weniger Fummelei
vonstatten geht. Würde ich ein Programmiergerät bauen, um mit diesem
tausende von Bauteilen zu programmieren, dann würde sich der Mehrpreis
sicher lohnen.

Autor: jjk (Gast)
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Kleiner Nachtrag zu meinem ersten Beitrag:

Es wird wohl kaum ein vernuenftiger Mensch auf die Idee kommen etwa 
einen 300 Euro teuren AD Wandler in einen Blechsockel zu stecken.

Mit Praezisionssockel meinte ich auch keine Billigteile sondern zum 
Beispiel Augat Sockel (jetzt Tyco).
Deren Specs lesen sich dann fuer einen 18er DIL-Sockel so:

    * IC SOCKET, DIL 0.3" 18WAY
    * Gehäusetyp:DIL
    * Wege, Zahl der:18
    * Raster, Reihe:7.62mm
    * Auflage, Kontakt:10u Gold

    * Breite/Weite:10.16mm
    * Durchmesser, Leiterplattenbohrung:0.89mm
    * Entflammbarkeit:UL94V-0
    * Höhe über Leiterplatte (max):4.57mm
    * Kapazitätswert:1pF

    * Kontaktausführung:Gedrehte Kontakte
    * Kontaktmaterial, IC-Sockel-:Tin/lead
    * Kraft, Steck-:134gf
    * Kraft, Zieh-:63gf
    * Länge:22.86mm
    * Material:Berylliumbronze

    * Material, Isolation:Thermoplastic polyester
    * Material, Kontakt-:Berylliumkupfer
    * Material, Steckergehäuse-:Brass
    * Nennstrom:3A
    * Raster, Anschluss:2.54mm
    * Spannungsfestigkeit, VAC:1kV
    * Strom, Kontakt max.:3A
    * Temperatur, Betriebs- max.:125°C
    * Temperatur, Betriebs- min.:-55°C
    * Widerstand, Isolations-:5000MR
    * Widerstand, Kontakt-:10mR
    * Zulassungen:UL, CSA


Einzelstueck 2.45 E bei Farnell

juergen

Autor: Power (Gast)
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Ußerdem sind die gedrehten flacher, bei Einsatz in einem 
Alu-Stranggußgehäuse kann's da schon mal eng werden. Wie jjk schon 
schrieb: höhere Temperaturfestigkeit, merkt man sofort wenn man einen IC 
nach Jahren Betriebsdauer und so um die 60°C im Gerät wechseln muss. Die 
billigen zerbröseln dann schnell, außerdem sind die Federkontakte 
verzinnt, was Whiskerwachstum begünstigt.

Autor: condor (Gast)
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Also ich hatte vor ein paar Jahren immer wieder das Problem das sich die 
IC´s einer Schaltung ( anfangs ca.2mal gesteckt ) immer wider aus den 
billig Federsockeln rausdrückten und schlechten kotnackt gaben.
mußte jedesmal wider aufschrauben und den IC wider reindrücken.
dann habe ich die Sockel getaucht und das ding geht bis heute noch ohne 
nachdrücken...

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Es gibt/gab auch noch größere Sockel, z.B. die von Pollin:
http://www.pollin.de/shop/images/article/big/G400023.JPG

Ist das nur eine alte Version der Standardsockel, oder ist das eine Art 
Testsockel ?
Ich nutze die zumindest gerne für Programmiergeräte: Man bekommt leicht 
die ICs rein, auch wenn die Pins noch gespreizt sind, und rausziehen 
kann man die ICs auch ohne Werkzeug. Troztdem sitzen die ICs fest.

Autor: Hannes Lux (hannes)
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Die kenne ich als eine Billigversion des Testsockels. Durch die große 
Bauhöhe und dem damit verbundenen breiten Abstand der Kontakte lassen 
sich ICs sehr gut einstecken. Und die breite Nut unter dem gesteckten IC 
erleichtert das Ausziehen des ICs sehr. Eine wirklich gute Konstruktion, 
natürlich nicht mit Textool-Sockeln vergleichbar (auch nicht im Preis).

...

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