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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Übertrager für Verstärker (20 MHz)


Autor: Schorsch (Gast)
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Hallo,

ich möchte einen rauscharmen Verstärker bauen und arbeite mich gerade 
etwas in die Theorie und Anwendung von JFETs ein. Hier gibt's ein 
kleines Tutorial dazu:

http://www.qrp.pops.net/fetbias.htm

Schaut euch bitte mal Abbildung 5 an, es ist ein kleiner Verstärker mit 
6dB und 50 Ohm am Ausgang, wobei hier ein Übertrager eingesetzt wird. 
Laut Text besteht dieser aus 15 Windungen primär nud 3 Windungen 
sekundär auf einem FT37-43.

Schön, nur wie zum Henker wickelt man so ein Teil?

Also vorteilhaft ist auf jeden Fall mal, wenn beide Windungen 
gleichphasig gewickelt werden, so hätte man dann keine 180° 
Phasendrehung des Ausgangssignals.

Sollte man nun auf die linke Hälfte des Kerns 15 Windungen wickeln, und 
auf die rechte Hälfte 3 Windungen? Wenn ja, sollten die Windungen auf 
der Sekundärseite so angebracht werden, dass sie den zu Verfügung 
stehenden Wickelraum optimal ausnutzen? Wobei man bei drei Windungen 
nicht wirklich viel ausnutzen kann. Wie sieht es da mit dem Koppelfaktor 
aus, hat jemand Erfahrungswerte?

Dann wäre ja auch denkbar, dass man beide Wicklungen bifilar wickelt. 
Man müßte quasi mit den 15 Windungen anfangen, nach 6 Windungen dann 
einen zweiten Draht dazu nehmen um die 3 Sekundärwindungen 
"einzuarbeiten", schließlich die noch verbleibenden 6 Windungen der 
Primärseite wickeln. Die Kopplung sollte hier doch besser sein, oder? 
Und auch hier die Frage, sollte bei dieser Variante der Wickelraum 
möglichst vollständig ausgefüllt werden? Evtl. sogar einen kleineren 
Ring nehmen?

Viele Fragen aber mir fehlt es da völlig an Wissen und habe lange 
gesucht, aber absolut nichts zu diesem Thema gefunden. Ich hoffe, ihr 
versteht mein Problem.

Kann mir da jemand Tips, Links o. ä. geben?

Wäre sehr nett.

Schorsch

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ein Ringkern sollte eigentlich das Magnetfeld in seinem Inneren 
konzentrieren, sodaß es egal wäre, wo die Wicklungen sitzen. Diese 
Bauform ist auf jeden Fall idealer als Stabkerne oder ähnliches.
Wenn Primär- und Sekundärwicklung sehr dicht aufeinandersitzen gibt es 
kapazitive Kopplungen. (So werden Richtkoppler hergestellt, mit 
definierter induktiver und kapazitiver Kopplung). Das stört hier eher. 
Zu weit auseinander macht vermutlich wieder Streuverluste.
Wenn die Wicklungen einer Luftspule dicht aufeinanderliegen, ist die 
Induktivität höher als bei großem Abstand, so kann man Luftspulen 
abstimmen. Mit Kern dürfte das einen kleineren Einfluß haben.
Das fällt mir momentan zum Thema ein, hab aber keine großen Erfahrungen 
im Spulenwickeln.

Autor: Hallo2 (Gast)
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Hallo Christoph
gruß nach Mannheim

73 es 55

Autor: Schorsch (Gast)
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Gibt es eigentlich so eine Art ungeschriebenes Gesetz, dass Funkamateure 
ihr HF-Wissen nur an Funkamateure weitergeben dürfen?

Hier gibt's doch einige FA und das keiner ne Ahnung hat, was bei solchen 
Übertragern zu beachten ist, wundert mich doch sehr.

Naja, dann ist wohl experimentieren angesagt. Und vielleicht gibt es ja 
bald die Rubrik HF-Technik aber ich bezweifle, dass sich das dann ändern 
wird.

Dir Christoph trotzdem vielen Dank :) Kennst du ein Forum, in welchem 
sich Funkamateure tummeln, wo man Hilfe bekommen könnte?

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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ich meine, www.amateurfunkbasteln.de mal gesehen zu haben und 
"Funkamateur" hat auch eine Webseite.

Das Spulenwickeln scheint mir immer noch mehr eine Erfahrungssache als 
eine Wissenschaft zu sein. Natürlich gibt es Grundlagen und theoretisch 
kann man sie sogar auf dem Rechner simulieren.
Ich dachte beispielsweise anfangs, ein Breitbandübertrager für VHF/UHF 
müsse auf "UHF-Material" gewickelt werden. Völliger Quatsch, unten am 
unteren Frequenzende muß das Ferritmaterial wirken, damit die wenigen 
Windungen, die der Trafo für UHF haben muß, auch am unteren Ende noch 
genug überkoppeln können. Einzige Forderung auf UHF an das Material ist, 
dort keine Dämpfung zu bewirken.

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