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Forum: HF, Funk und Felder Theoretische Antennenfrage


Autor: Martin (Gast)
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Hallo Experten!
Ich habe eine theoretische Frage.
Wenn ich 2 Antennen direkt aneinander stellen würde, welche Dämpfung 
würde man dann (unter Vernachlässigung der Freiraumdämpfung) erhalten?
Wäre der Typ der Antennen in diesem theoretischen Fall egal und ich 
hätte keinerlei Dämpfung durch die Antennen (also verlustlose 
übertragung von einer Antenne zur nächsten)?

Autor: Null (Gast)
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Nein, denn  die Kopplung kann nicht 100% betragen. Die beste Kopplung 
erhaelt man mit 2 verdrillten Draehten, die auf einem Toroidkern 
gewickelt werden. Das Ganze nennt sich dann auch Trafo. Jedes Feld, das 
nicht gemeinsam ist, ist von der Kopplung her gesehen verloren, denn was 
sich ausbreitet kommt nicht mehr zurueck.

Autor: Martin (Gast)
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Darum meinte ich ja auch Theoretisch.
Würde der Antennengewinn dann bei dieser Betrachtung eine Rolle spielen 
oder wäre dieser egal?

Autor: Null (Gast)
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Wie gross ist der Feld-ueberlapp ? Die Rueckwaertsleistung ist eh 
verloren. Das Verhaeltnis von Vorwaets- zu Rueckwaertsleistung is im 
Wesentlichen der Gewinn. Das Beste waeren dann zwei Richtantennen 
gegeneinander. Zb 2 Yagi oder 2 Parabol. Wieviel Leistung geht nun neben 
der Empfangsantenne vorbei ? Das ist eine Frage der Feldverteilung. Dazu 
ist zu vermerken, dass eine Antenne die Umgebung merkt, dh dass 
irgendwelche Dinge im Nahfeld Reflexionen verursachen.

Autor: Martin (Gast)
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Also theoretische Annahme:
2 identische Hornantennen mit je 10dBi direkt gegenüber, 
Freiraumdänpfung also vernachlässigt.
Es wird ein 10dB Signal an eine Antenne angelegt. Wie viel kann ich 
hinter der Empfangsantenne messen?

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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10 dB(m?) abzüglich der Reflexionen am Übergang.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Bei Dipolen: wenn die unendlich nahe beieinander stehen und der 
Empfänger reflexionsfrei ist, dann sehe ich keinen Grund warum sich 
überhaupt ein Feld ausbreiten sollte; ich würde sagen, die Leistung geht 
komplett von der Sende- in die Empfangsantenne.

Ob man das auf komplexere Antennen verallgemeinern kann? Kommt drauf an 
was man unter "aneinander" versteht. Wenn man z.B. zwei Yagis genau im 
gleichen Punkt überlagern würde, sicher; wenn sie mit Abstand 0 
voreinander stehen, dann natürlich nicht, dann müsste man das durch die 
einzelnen Elemente erzeugte Feld konkret berechnen.

Autor: Null (Gast)
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Bringt eine Hornantenne nur 10dB ? Du meinst die Anordnung Horn an Horn 
? Da koennten mit 10dBm am Eingang.schon 0dBm rauskommen. Eine Dichtung 
rein und etwas verschieben um die Interferenxen zu verschieben und man 
hat einen Hohlleiter.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Mit Antennengewinn kann man nur rechnen, wenn man vom Fernfeld ausgeht; 
das trifft hier ja definitiv nicht zu.

Autor: kasperl (Gast)
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Wenn man hier nur ein Nahfeld annimmt, d.h. quasi einen Trafo betreibt, 
dann geht auch keine Energie verloren, da keine Wellenausbreitung 
stattfindet. Wellenausbreitung bedeutet ja, dass im Mittel ein 
Energiefluß aus einer gedachten Umhüllung stattfinden, dass Feld sich 
also vom Sender loslöst - Stichwort Pointing-Vektor.
Im reinen Trafobetrieb ist bei Vernachlässigung der ohmschen und 
weiterer untergeordneter Verluste die Dämpfung bezüglich Sende und 
Empfangsleistung null.

Autor: Null (Gast)
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Das ist richtig, Daempfung gibt es praktisch keine. Interferenzen 
bewirken eine Refelxion am Eingang. Man kann das auch als Fehlanpassung 
ausdruecken.

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