Datum: 30.05.2007 22:38
Grüezi, ich habe kommende Woche ein Bewerbungsgespräch bei einem grossen Elektrokonzern in der Schweiz (>30000 Angestellte). Um nun bei den Gehaltsvorstellungen nicht ganz daneben zu liegen wollte ich unsere Schwyzer hier mal fragen was denn so die regulären Einstiegsgehälter fuer Elektrotechnik Ingenieure sind. Mal kurz zu mir, ich habe mein FH ETechnik - Studium mit Schwerpunkt Technische Informatik vor ein paar Monaten beendet. So neben dem Studium habe ich hobbymaessig mit Mikrocontrollern gearbeitet und einige freiberufliche Projekte (Softwareentwicklung, etc.) erfolgreich durchgezogen. In der Systemprogrammierung unter Linux bin ich auch recht fit und ich denke dass ich im Großen und Ganzen nicht unbedingt auf den Kopf gefallen bin(ne gute Portion Selbstvertrauen ist auch dabei :-)). Ich habe natürlich schon gegoogelt und bin auf recht interessante Zahlen gestossen; monster.ch und andere geben da so 80.000 CHF (ca. 48000 Euro) Einstiegsgehalt an. Ist das Gehalt realistisch, eher niedrig, mittelmaessig oder hoch? Die Lebenshaltungskosten sind in der Schweiz ja doch wesentlich hoeher als in Deutschland, waere nett wenn mir da ein "erfahrener Hase" ein paar Worte zu sagen würde. Danke Tom
Datum: 31.05.2007 02:19
Hallo Tom, mal das hier lesen: http://www.hallo-schweiz.de/CH_16_Geld.htm#geh Zitat aus o.g. Link:
Bei der Höhe des Gehaltes, sollte man nicht den Fehler begehen, die Schweizer Franken in EUR bzw. umgekehrt umzurechnen. D. h. man sollte von vornherein als Gehalt (unserer persönlichen Einschätzung nach) etwa das doppelte in CHF bekommen, was man z. B. in Deutschland in EUR erwarten würde (Beispiel: EUR-Gehalt: 40.000 EUR => kalkuliertes CHF-Gehalt: 80.000 CHF). Diese 2:1 - Rechnung ist unserer Meinung nach realistischer als jegliche Umrechnerei. (Achtung: kann je nach Branche, Berufszweig, Qualifikation etc. natürlich auch ganz anders ausfallen ... und sollte deshalb nicht als verbindlich gesehen werden - ist, wie schon gesagt, ein rein persönlicher Eindruck aus unserer Anfangszeit hier!) Wenn man erst einmal in der Schweiz lebt, weiss man auch schnell, warum. |
Das dieser Seite angeschlossene Forum "Hallo Schweiz" ist SEHR empfehlenswert: http://www.hallo-schweiz.de/forum/ Wenn Du das (besonders das Forum) alles "durchgeackert" hast, sollten (fast) keine Fragen mehr offen sein! Gruss aus der Scheiz Schweizermacher
Datum: 31.05.2007 02:20
Scheiz = Schweiz
Datum: 31.05.2007 04:42
Wenn man von der Schule kommt, sollte das Gehalt noch nicht so wichtig sein. Es gibt noch unendlich viel zu lernen, und wenn man zuviel verdienen will, setzt man sich und das Unternehmen einem grossen Stress aus, die Kohle auch wieder reinzubringen. Die Toleranz gegenueber Patzern ist bei tieferem Lohn groesser als wenn man am Limit laeuft. Das gilt speziell fuer kleinere Firmen. Mein Chef kam mal zu mir und meinte, er koenne mein Gehalt noch 18 Monate bezahlen. Das Projekt kam nicht vom Fleck und der Verkauf davon auch nicht. Dann weiss man, was das heisst. Bei grossen Firmen muss man sich solche Sorgen weniger machen. Die haben in der Regel eine Liste was sie bezahlen. Der Verhandlungsspielraum wird gegen Null gehen, da Schulabgaenger keinerlei Spaezialwissen vorweisen koennen. Da muss man dann die Leistung anpassen. Wenn der Lohn eher an der unteren Seite ist, muss man sich mit Ueberstunden etwas zurueckhalten. Wenn der Lohn eher am oberen Ende ist, kann man auch mal eine Mappe ins Wochenende mitnehmen.
Datum: 31.05.2007 08:12
>Wenn man von der Schule kommt, sollte das Gehalt noch nicht so wichtig >sein. Stimmt schon, nur sollte man sich trotzdem nicht unter Wert verkaufen. Denn in erster Linie arbeitest du ja für dich und die Realisierung deiner Träume und nich dafür, dass deine Firma gute Arbeit zu Billigstlohn bekommt.
Datum: 31.05.2007 08:15
ABB? Ich habe selbst letzten Winter mit der FH hier in der Schweiz abgeschlossen und es sind ein paar meiner Kollegen zu ABB gegangen. Die kriegten alle knapp 80'000, ist also durchaus realistisch. Der Verhandlungsspielraum wird bei so grossen Firmen aber tatsächlich nicht hoch sein. Ich hab als Wunschgehalt immer 78'000 angegeben und bekomme nun auch etwas in dieser Gegend (Region Zürich). Sonst liegen 80'000 wohl schon oberhalb des Durchschnittes für Anfänger, aber noch im Rahmen. Ps. Schwyzer wären nur die Einwohner des Kantons Schwyz, die Gesamtheit wären Schweizer. Nur für den fall, dass das kein absichtlicher Verschreiber war :-)
Datum: 31.05.2007 09:33
schon mal vielen Dank fuer die ganzen Infos, ich werde Euch Ende nächster Woche mal sagen wie's gelaufen ist. @Oliver: bzgl. Schwyzer -> danke, man lernt nie aus :-) Tom
Datum: 31.05.2007 09:55
Hallo zusammen Hm, macht mich jetzt doch recht stuzig dieser Thread. Ich bin Elektroniker und mache im Moment das Abend Tech mit 100% arbeiten nebenbei. Bin 28zig. Ich verdiene im Moment keinen FH Lohn also rein Elektroniker, wurde also noch nichts angepasst und ich verdiene jetzt schon so viel wie oben geschrieben, also +/- 80'000 für 12 Monate. Je nachdem noch Bonus. Greets
Datum: 31.05.2007 10:06
je nach region in der CH wirst du, Tommy, so zwischen 75-80'000 CHF bekommen. also beim bewerbungsgespräch kannste ruhig 80'000 sagen, und wenn du's bekommst, kannste glücklich sein; wenn nicht, sei nicht enttäuscht. @ reflection: ich denke, das ist unüblich aber sei froh drum ;)
Datum: 31.05.2007 10:34
>Ich verdiene im Moment keinen FH Lohn also rein Elektroniker, wurde also >noch nichts angepasst und ich verdiene jetzt schon so viel wie oben >geschrieben, also +/- 80'000 für 12 Monate. Was bekommt denn ein erfahrener Ingenieur mit 5Jahren Berufserfahrung ? (Hardware, Microcontroller, Systemdesign)
Datum: 31.05.2007 10:45
5J BE: kann man so nicht sagen. hängt von zu vielem ab: kleine/grosse firma, selbständigkeit, neue/alte firma, tätigkeitsbereich der firma, leitungsfunktion, erfahrung, bereit zu reisen oder viel ausserhalb der 8:00-17:00 zu arbeiten und und und...
Datum: 31.05.2007 11:01
Grüezi, welches Gehalt kann ein erfahrener Entwickler erwarten oder verhandeln (6 Jahre Erfahrung im Bereich Halbleiter, FPGA, µC)? Abschluss: Diplom Elektrotechnik, Universität. Gehalt in D: ca. 60000-65000 Euro. Nach der angegebenen Formel käme ich auf ein avisiertes Gehalt von 120000 CHF. Ist das realistisch, wird soviel gezahlt (Raum Zürich)? Vielen Dank für hilfreiche Hinweise! panzer
Datum: 31.05.2007 12:21
für 6J BE gilt das gleiche wie für 5J BE ;) ...lesen, dann posten ^^
Datum: 31.05.2007 13:14
>welches Gehalt kann ein erfahrener Entwickler erwarten >oder verhandeln (6 Jahre Erfahrung im Bereich Halbleiter, FPGA, µC)? >Abschluss: Diplom Elektrotechnik, Universität. >Gehalt in D: ca. 60000-65000 Euro. Ebenfalls Universität, 8 Jahre BE, auch HL, FPGA, uc und EMV - letztes Angebot auf Festanstellung waren 72600,- und 6% plus nach einem halben Jahr. Ich denke aber nicht, daß man in der Schweiz das Doppelte verdienen wird oder muss. Die Lebenshaltung ist mit 1/3 des Gehaltes abgegolten.
Datum: 31.05.2007 14:10
@Magnetikus Mein lieber Magnetikus, du schreibst: > Ich denke aber nicht, daß man in der Schweiz das Doppelte verdienen wird > oder muss. Die Lebenshaltung ist mit 1/3 des Gehaltes abgegolten. Du verstehst die, weiter oben von mir angegebene, Formel nicht:
|EUR-Brutto| * 2 = |CHF-Brutto| |
Bei einem Umrechnungskurs von 1,00 EUR = 1,60 CHF ergibt sich in dem o.g. Beispiel:
40000 EUR * 2 = 80000 CHF |
ein (auf EUR) rückgerechnetes (Schweizer-)Zielgehalt von 50000 EUR.
Also mitnichten ein doppelt so hohes Gehalt wie in Deutschland!
Die o.g. Formel dient lediglich zur groben Abschätzung eines
erforderlichen Schweizer-Zielgehaltes bei dem es dem Migranten möglich
ist, seinen bisher gewohnten deutschen Lebensstandard
grössenordungsmässig in der Schweiz beibehalten zu können.
Der errechnete Wert korreliert nicht zwangsläufig mit marktüblich
gezahlten Salären in der Schweiz.
Die besagte Formel berücksichtigt bereits die erheblich niedrigere
Steuerbelastung und die min. 30-40% höheren Lenenshaltungskosten.
Magnetikus schreibt weiter:
> ... Die Lebenshaltung ist mit 1/3 des Gehaltes abgegolten.
Auch hier täuschst Du Dich gewaltig: Das mag für Deutschland gelten,
doch hier in der Schweiz fressen alleine die Mietkosten im Schnitt ca.
40-50% des verbleibenden Netto-Salärs. 'Wein', 'Weib' und 'Gesang'
kommen dann noch extra! (und gefuttert hat Du dann auch noch nix!)
Du siehst: auch hier wachsen die Bäume nicht in den Himmel und die
gebratenen Tauben fliegen einem auch nicht so einfach in den Mund.
Zudem arbeiten wir hier i.d.R. 42.5 Stunden/Wochen bei 20 Tagen Urlaub
und einer gesetzl. Kündigungsfrist von 1 Monat im 1.Jahr, 2 Monaten im
2.-9.Jahr und 3 Monaten ab dem 10. Dienstjahr! (Vertraglich können
bessere Regelungen vereinbart werden)
Grüsse aus der Schweiz
Schweizermacher
Datum: 31.05.2007 14:54
> Zudem arbeiten wir hier i.d.R. 42.5 Stunden/Wochen bei 20 Tagen Urlaub > und einer gesetzl. Kündigungsfrist von 1 Monat im 1.Jahr, 2 Monaten im > 2.-9.Jahr und 3 Monaten ab dem 10. Dienstjahr! (Vertraglich können > bessere Regelungen vereinbart werden) Mit, den um ca. 20-30% niedrigen Steuersätzen, auch ein 'Paradies' für Unternehmer.
Datum: 31.05.2007 16:31
On die Lebenskosten wirklich 50% ausmachen, hängt ja wohl vom Gehalt ab: der Wohnpreis ist ja konstant! Wenn man gut genug verdient (und nur dann käme Schweiz infrage) kann die Wohnung vielleicht nur 30% ausmachen. (5000 Euro Brutto und 2500 euro netto)Für 750,,- kann man sicher auch in der Schweiz wohnen. Das gleiche gilt fürs Essen. Machen wir doch mal folgendes: Deutschl Schweiz Gehalt 3000 3300 Steuern 1200 990 Essen 400 600 Wohnung 500 800 Verbl. 900 910 Deutschl Schweiz Gehalt 5000 5000 Steuern 2000 1500 Essen 400 600 Wohnung 500 800 Verbl. 2100 2100 Deutschl Schweiz Gehalt 7000 6720 Steuern 2800 2016 Essen 400 600 Wohnung 500 800 Verbl. 3300 3304 Was sagst ihr jetzt ?
Datum: 31.05.2007 19:41
nett, deine aufstellung ;) ist zwar nen rechten brochen, aber es gibt da noch grosse unterschiede bei: strom, wasser, auto(!!!), haushalt, ausgang, kommunikationswesen (handy, TV, i-net etc), ÖV(!), krankenkasse usw... zieh mal pauschal 1000.-- ab, dann reden wir weiter. siehe auch: Beitrag "Arbeiten in der Schweiz"
Datum: 01.06.2007 11:32
@all Da sich hier einige Herrschaften völlig falsche Vorstellungen vom hiesigen Preisniveau machen und von, aus der Luft gegriffenen, Annahmen ausgehen, habe ich mir mal die Mühe gemacht "Butter bei die Fische" zu tun! Preisvergleich (Grund-)Nahrungsmittel und Körperpflege Deutschland -> Schweiz (2007) --------------------------------------------------------------------------
Deutschland Schweiz Preisdifferenz
Euro Euro CHF DE-->CH in %
----- ------------ -------------
Butter 1kg 3.00 8.59 13.75 186.5%
Eier 10 Stk. 0.80 1.75 2.80 118.8%
Milch 1L 0.55 1.06 1.70 93.2%
Sonnenblumenöl 1L 0.89 2.06 3.30 131.7%
Toastbrot 1kg 0.80 2.81 4.50 251.6%
Knäckebrot 100g 0.14 0.78 1.25 458.0%
Brot (Discounter) 1kg 0.90 2.50 4.00 177.8%
Rind (Hack) 1kg 4.38 10.94 17.50 149.7%
Rind (Gulasch/Voresssen)1kg 7.58 17.81 28.50 135.0%
Rind (Hüftsteaks) 1kg 11.99 36.56 58.50 204.9%
Schwein Kotelett 1Kg 5.70 15.00 24.00 163.2%
Schwein Filet 1kg 9.99 31.91 51.05 219.4%
Putenschnitzel 1kg 5.38 14.41 23.05 167.8%
Bananen (bio) 1kg 1.50 3.34 5.35 122.9%
Orangen 1kg 1.49 2.00 3.20 34.2%
Äpfel 1kg 0.85 2.50 4.00 194.1%
Dose Ravioli 1kg 1.10 2.84 4.55 158.5%
Dose Erbsen & Karotten 1kg 1.39 2.94 4.70 111.3%
Dose Tomaten gehackt 1L 0.82 1.41 2.25 71.5%
Reis 1kg 1.00 1.38 2.20 37.5%
Mehl (405er) 1kg 0.35 1.06 1.70 203.6%
Nudeln (Spagh.) 1kg 0.58 0.75 1.20 29.3%
Kartoffeln 1kg 0.50 1.38 2.20 175.0%
Cornflakes 1kg 1.99 4.38 7.00 119.8%
OrangenLimo (noname) 1L 0.26 0.75 1.20 188.5%
Mineralwasser (noname) 1L 0.13 0.41 0.65 212.5%
Apfelschorle 1L 0.37 1.00 1.60 170.3%
Kartoffel-Chips 100g 0.30 1.11 1.78 270.8%
Tüte Haribo Mix 300g 0.85 2.16 3.45 153.7%
Erdnüsse gesalzen 100g 0.23 0.49 0.79 114.7%
Vollwaschmittel 1kg 1.73 1.28 2.05 -25.9% ???
GeschirrTabs 5in1 1 Stk. 0.07 0.28 0.45 301.8%
Allzweckreiniger 1L 0.50 2.06 3.30 312.5%
Seife (noname) 100g 0.17 0.28 0.45 65.4%
Zahnpasta (noname) 100ml 0.34 0.70 1.12 105.9%
Schampoo 1L 2.30 11.25 18.00 389.1%
Rasierschaum 1L 3.30 8.13 13.00 146.2%
Tempos (noname) 30 x 10 1.45 4.34 6.95 199.6%
Damenbinden (noname) 1 Stk. 0.03 0.09 0.15 212.5%
Kondome (noname) 1 Stk. 0.25 0.34 0.55 37.5%
Bemerkungen:
Preise Deutschland: Mittel von Lidl/Aldi/Norma/Schlecker/Plus/Penny/Netto
Preise Schweiz: Mittel von Migros/Coop (zusammen ca. 70% Marktanteil)
NoName-Produkte: zu einigen deutschen NN-Produkten gibt es hier keine
vergleichbaren Hausmarken
Frischfleisch: in CH generell die deutlich bessere Qualität!
(you get what you payed for!)
Eier: Verbot von Käfighaltung, niedrigste Qualität: Bodenhaltung Import)
Wechselkurs: 1.00 CHF = 0.63 EUR
Referenz Deutschland: http://www.koever.com/aldi/preislisteAS/index.php3
http://de01.shop.schlecker.com/
Referenz Schweiz: http://www.le-shop.ch/leshop/Main.do?currentMenu=SHOP_SUPERMARKET#/de/Supermarkt
Stand: Q2/2007 (c) Schweizermacher
|
Und was lernen wir daraus? Kommt nicht als Inschingiöhr in die Schweiz, sondern als Knäckebrot- und Schampooverkäufer! Grüsse aus der Schweiz Schweizermacher
Datum: 01.06.2007 13:14
Was Butter in der Schweiz kostet, weiß ich jetzt. Aber was kosten Fische? :-)
Datum: 01.06.2007 14:46
Nach Deiner Liste dürfte man in der Schweiz nur Waschen **lol***. Ist schon happig, was die da haben wollen. Ich glaube ich schmuggle das Zeugs in doppelter Verbrauchsmenge ein und verkauf es auf dem Berner Markt. Mir fällt aber auf, daß du die deutschen Preise etwas knapp angesetzt hast bzw von Billigwaren ausgegangen bist (?)- einige reale Beispiele: Name Tabelle Mein Wert Butter 1kg 3.00 5.98 ( 2x 500g) Eier 10 Stk. 0.80 1.95 (Q-Eier) Milch 1L 0.55 0.69 Sonnenblumenöl 1L 0.89 1.19 Toastbrot 1kg 0.80 1.98 (2 x 500g golden) Putenschnitzel 1kg 5.38 8.90 Bananen (bio) 1kg 1.50 1.99 Reis 1kg 1.00 1.95 Mineralwasser (noname) 1L 0.13 0.39 Kartoffel-Chips 100g 0.30 0.59 (1,59 / 250g) GeschirrTabs 5in1 1 Stk. 0.07 0.18 Schampoo 1L 2.30 8.00 (1,99 / 250g) ---------------------- Deine Aussage ändert sich natürlich dadurch nicht, die Schweiz ist rund doppelt so teuer. Aber "warum" möchte ich nun wissen ?
Datum: 01.06.2007 15:21
@Inschinär: Ja, Du hast recht: ich habe mich bei den DE-Preisen vorwiegend an Discounterware der 'üblichen Verdächtigen' gehalten. Begründung: - Situation CH - Zweifellos bestimmt das Duo Migros/Coop mit fast 70% CH-Marktanteil (gerechnet nach Denner-Übernahme durch Migros) das Preisgefüge in der Schweiz massgeblich und ist flächendeckend verfügbar. Aldi-Suisse hat momentan weder die Verkaufsfläche noch den entsprechenden Marktanteil um nachhaltig (=direkt) preisbestimmend wirken zu können. - Situation DE - Es muste also für die DE-Preise ein Marktsegment gesucht werden, das eine ähnliche Markt- und Flächenabdeckung repräsentiert. Daher die Gruppe "Lidl/Aldi/Norma/Schlecker/Plus/Penny/Netto" Rechnet man nun noch den Bereich der sog. Grau- oder Weissware der traditionellen Grossverteiler (REWE/METRO und Konsorten) hinzu, kommt man auch hier auf einen Marktanteil von gegen 70%. - DE-Produkt vs. CH-Produkt - Verglichen wurde das DE-Discounterprodukt jeweils gegen die Hausmarke, resp. die Billiglinie (M-Budget/Prix Garantie) der erwähnten CH-Grossverteiler. Bei Produkten, bei denen keine CH-Haus- oder Billigline existiert, wurde das günstigste Markenprodukt angesetzt. Nur so war ein (halbwegs stimmiger) Vergleich möglich. Aber auch hier gilt: "Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich!" Nachsatz: Auf den Vergleich von Genussmitteln wie Kaffe, Tee, Tabak, Bier und Spirituosen habe ich bewusst verzichtet. Kondome reichen! Grüsse aus der Schweiz Schweizermacher
Datum: 01.06.2007 15:27
> Aber "warum" möchte ich nun wissen ?
In der Schweiz sind die Verbraucherpreise ehrliche Preise, d.h., die
Herstellungskosten gehen 1:1 in den Verbraucherpreis ein.
Ganz anders in Deutschland und der EU: Hier wird die Landwirtschaft
staatlich subventioniert und hochindustriell betrieben.
Datum: 01.06.2007 18:11
37° wrote: >> Aber "warum" möchte ich nun wissen ? > > In der Schweiz sind die Verbraucherpreise ehrliche Preise, d.h., die > Herstellungskosten gehen 1:1 in den Verbraucherpreis ein. > > Ganz anders in Deutschland und der EU: Hier wird die Landwirtschaft > staatlich subventioniert und hochindustriell betrieben. Das ist schlicht flasch. Schweizer Landwirte erhalten sogar mehr Subventionen als ihre deutschen Kollegen. Das geht sogar soweit das im deutsch/schweizer Grenzgebiet Schweizer Landwirte deutsche Felder zu Preisen pachten die kein Deutscher Landwirt bezahlen kann. Matthias
Datum: 01.06.2007 19:11
Also ich analysiere mal die Tabelle, die der Schweizermacher da eingestellt hat. Außer Vollwaschmittel ist in der Schweiz also alles mehr als doppelt so teuer wie in "good old germany". Ergo kommt man mit einem Gehalt, was nur doppelt so hoch ist wie in Deutschland nicht so gut über die runden. Ich kann z.B. nicht nur von Vollwaschmittel leben. In der Tabelle sind auch nur Lebensmittel enthalten. Die Mieten sollen in der Schweiz auch um etliches höher sein als in Deutschland. Ich will in zwei Jahren ja auch hier weg, aber die Schweiz ist mir nicht ganz geheuer.
Datum: 01.06.2007 19:14
>... Schweizer Landwirte deutsche Felder zu Preisen pachten, > die kein Deutscher Landwirt bezahlen kann. ... wobei die Schweizer Landwirte dem Schweizer Flächenstilllegungsplan unterliegen, selbst wenn sie Felder in Deutschland haben. Damit kriegen sie u.U. an Stilllegungsausgleich, mehr hinzu, als sie für die Pacht bezahlen.
Datum: 02.06.2007 00:07
>Außer Vollwaschmittel ist in der Schweiz also alles >mehr als doppelt so teuer wie in "good old germany". >Ergo kommt man mit einem Gehalt, was nur doppelt >so hoch ist wie in Deutschland nicht so gut über die runden. Du gibts daoch nicht Dein ganzes Gehalt fürs Essen und die Miete aus. Nehmen wir mal 60%, dann müssen nur dies 60% verdoppelt werden, wären also 40 + 60x2 = 160%. Sagen wir mal 180% mehr Netto reichen aus, für ein Plus. Wenn man in Deutschland viel verdient und hoch in der Steuer ist, braucht man brutto undgefähr das Doppelte, macht 200% brutto. IN der Schweiz sind es wegen der geringeren Steuern nur 160%. Zusammen braucht man in der Schweiz also 160x180% = 300% brutto. Das ist FAktor 1,5 mal mehr als in D. Frage aller Fragen: Sind hochbezahlte Jobs um 50% höher dotiert ?
Datum: 02.06.2007 00:07
Tommy: Hast du die Möglichkeit, auf Grund der Entfernung zum Arbeitsplatz als Grenzgänger zu arbeiten, d.h. in Deutschland wohnen? Da könnte das Gehalt tatsächlich was hermachen. Die deutschen Arbeitskräfte in Luxemburg machen das in der Regel so. Ansonsten: In Luxemburg vs. Schweiz kann man zwar auch nicht wohnen, das ist zu klein und zu teuer dazu. Die Immobilienpreise. Dafür ist man aber nach 30 km in einem Nachbarland, egal von welchem Ort aus, sei es Deutschland, Frankreich oder Belgien. Aber die Verbraucherpreise: Die haben Euro, und die Tankstellenshops, alles Supermärkte, haben auch an allen Sonn- und Feiertagen deutsche Preise, ausgenommen Sprit, und der ist auf Grund der Steuer billiger als in den umliegenden Staaten.
Datum: 02.06.2007 00:17
@Suggel: du sagst, dass man mit dem "freien" geld (das nicht in die lebensunterhaltskosten fliessen) mehr anfangen kann. deine rechnung ist insofern richtig, dass in der CH mehr geld frei wird nach allen wichtigen abzügen. doch allerspätestens dann, wenn du mit deinem freien geld, im ausgang ein bier trinken gehst, weisste, dass dir das nichts mehr bringt - und zwar ganz einfach darum, weil das bier auch doppelt so teuer ist ;) auswärts essen sogar noch mehr :(
Datum: 02.06.2007 00:36
Nochmal Preise: Als Hobby-Koch: Wieso bekomme ich an meiner Tanke in Luxemburg außer billigem Sprit eigentlich Kilo-Packungen Gewürze (Basilikum, Oregano, Estragon, Curry, Paprika, usw,) für 2 Euro, wobei ich für den selben Preis in Deutschland nur ein kleines Tütchen mit z.B. 20 Gramm bekomme?
Datum: 02.06.2007 03:45
Das weiss ich nicht. Wenn dem aber so ist, dann kaufe Dir die Kilos, führe sie in die Schweiz ein und verkaufe sie dort. Von der Differenz kannst Du dir einen Lamborghini leisten, den Du wiederum in L preiswert betanken kannst.
Datum: 02.06.2007 19:38
König von Deutschland: >Das weiss ich nicht. Wenn dem aber so ist, dann kaufe Dir die Kilos, >führe sie in die Schweiz ein und verkaufe sie dort. Von der Differenz >kannst Du dir einen Lamborghini leisten, den Du wiederum in L preiswert >betanken kannst. Den Heizöl-Lamborghini habe ich doch schon:-)
Datum: 03.06.2007 17:16
@Suggel Ach so, ich hatte nicht bedacht, das dass Steuersystem in der Schweiz ein anderes ist. Auch das Umlagesystem, wie es hier praktiziert wird gibt es dort so nicht. Das Umlagessystem ist natürlich für den Allerwertesten. Alle Kosten die in diesem Sozialstaat anfallen werden auf die Arbeitnehmer abgewälzt. Das soll zumindet in der Schweiz anders sein. Weiterer Vorteil in der Schweiz: Die halten sich aus allem heraus, d.h. die sind irgendwie "neutral". Die mischen sich nie in irgendewelche Kriege ein und mischen auch nicht in der EU mit, diesem Bürokratatenstadl. OK, ich nehme es zurück, das mir die Schweiz nicht ganz geheuer ist.
Datum: 03.06.2007 19:10
Wir haben leider auch in der Schweiz das Umlageverfahren. Politiker geben Geld aus, und der Steuerzahler darf bezahlen. Wir haben in den letzten 15 Jahren auch einen Satz von Sozialhilfebezuegern angelegt. Wir haben nur einen Vorteil. Naemlich, dass wir nicht eine ganze Palette G8 Mitgliedern durchfuettern muessen. Schwer zu glauben, aber Moechtgerne-Weltwirtschaftsfuehrer lassen sich von anderen aushalten.
Datum: 04.06.2007 00:47
Dann ist es umso wichtiger, daß die Typen in Rostock eine vor den LAtz kriegen. Autonome vor!
Datum: 04.06.2007 09:19
..Noch ein Toor.
Datum: 26.06.2007 11:03
Hallo Leute, ich habe ja versprochen zu berichten wie es lief ... also 5 Bewerbungen in die Schweiz verschickt, zu 4 Firmen zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Man kann problemlos 80.000 CHF verlangen wenn man weiss wovon man technisch spricht und auch schon Projekterfahrung hat. Bei dem Angebot bei dem ich zugesagt habe liegt mein Gehalt weit höher als 80.000 CHF, von der Arbeit her liegt mir die Aufgabe und die Kollegen scheinen recht nett zu sein. So denn danke fuer die Tips. Tommy
Datum: 26.06.2007 11:08
Hallo Tommy Welche Firma hast Du ausgesucht? Oder wenn Du das lieber nicht sagen willst: in welcher Region ist sie zu Hause?
Datum: 26.06.2007 11:21
Firmenname möchte ich nicht sagen, aber in der Gegend von Basel. Ciao Tommy
Datum: 26.06.2007 11:54
Tommy, Gratulation. Du bleibst in D wohnen ? Dann wirst Du nach deutschen Steuersaetzen abgerissen. Du ziehst nach CH ? Dann wirst du mit den schweizer Presien abgerissen.
Datum: 26.06.2007 19:24
Wieviel ist es denn mehr, als in D?
Datum: 26.06.2007 21:12
1000 Euro fuer eine Wohnung ist untere Grenze. Es sind jeweils die Details die's ausmachen. Immerhin, mit den 80k muss man nicht darben, reicht fuer ne Familie.
Datum: 26.06.2007 22:04
Das Problem has folgende Lösung: Werde Grenzgänger! Region Basel, d.h. am besten wohnst du in Deutschland, das wäre dann der landkreis Waldshut, oder Landkreis Lörrrach. Ich selber komme aus Waldshut. Seit neuestem kannst du auf Antrag die deutsche Krankenversicherung behalten. Steuer bezahlst du als grenzgänger meines Wissens in der schweiz 4,3% - was du allerdings auf den Deutschen Steuersatz anrechnen kannst. effektiv bvezahlst du also was steuern angeht nicht mehr als in deutschland. Der Lohn in der Schweiz ist deutlich höher, als in Deutschland. die Altersvorsorge ist einiges besser (3-Säulen Prinzip) - spielt allerdings nur eine Rolle,. wenn du Längerfristig in CH arbeiten willst. Wenn du in Waldshut oder In Lörrach wohnst, da gibts 3-4 Zimmer schon Unterhalb 800 Euro warm - je nachdem, ob Zentral in der Stadt, oder ein wenig auserhalb. (Ich empfehle "Hotzenwald") - die Gegend ist echt schön. Einkaufen natürlich in Deutschland. Für die lohnüberweisung CH > DE (Du brauchst ein schweizer Konto - was aber problemlos zu bekommen ist, wobei du aber die Kontoführungskosten gut vergleichen solltest) empfehle ich den Gehaltsservice diverser Banken, um die hohen Gebühren zur Überweisung aus dem Ausland zu umgehen) Ich garantiere dir, Die Arbeitsathmospäre in der CH ist mindestens genausogut wie in DE. Der einzig wirkliche Nachteil: Weniger Urlaub, mehr Stunden pro Woche. (Alle Angaben ohne Gewähr.. wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten - schnellschreibstil)
Datum: 27.06.2007 00:39
nop(); : Ich werde erst mal in die Schweiz ziehen Tscho: Danke für die Tips, ich werde aber erstmal in die Schweiz ziehen, bliebe ich in D, müsste ich jeden Tag mind. 35 Minuten einfach mit dem Auto fahren und dann ist die Mietpreis - Differenz fast weg. Ich habe mich für die Schweiz entschieden, da ich das Gefühl habe, dort noch etwas selbstbestimmter als in Deutschland leben zu können. Es steht nicht überall gleich der Staat an erster Stelle. Klar ist aber, dass natuerlich auch der Schweizer Staat von was leben muss und da bin ich der Meinung, dass wenn ich in der Schweiz mein Geld verdiene (und das ist ja nicht gerade wenig), es dort auch ausgeben kann. Auf die Masse der Bevölkerung betrachtet kann ein System nur funktionieren wenn nicht alle versuchen es zu unterwandern. Man sieht in Deutschland recht gut zu was das führt, aber das ist ein anderes Thema, damit bin ich persönlich durch. Bitte nicht falsch verstehen, die Grenzgängermethode ist sicher nett und danke für die Tips. Tommy
Datum: 27.06.2007 01:36
Tommy, willkommwn. Wenn ich meine Stunde (ein Weg) nach Zuerich pendle, dann weil's mir auf'm Land besser gefaellt. Es gibt ein gewisses Gefaelle von Stadt zu Land. Auf'm Land sind die Mieten guenstiger, dafuer die Preise hoeher. Die Krankenkassen in der Stadt sind teurer, viel teurer. Steuerlich sind die Staedte im Mittelfeld. Die Steuern sind am tiefsten in kleinen kompakten Gemeinden(wenig, kompakte Infrastruktur), dann kommen die Staedte mit den Sozialfaellen und dann am teuersten sind die grossflaechigen Landgemeinden(grosse Infrastruktur, wenig zahlende Einwohner). Es gibt kleine, kompakte Gemeinden, wo sich die Millionaere tummeln, dort ist das Land und das Wohnen sehr teuer, dafuer holt man das bei passendem Einkommen nach weniger Jahren wieder rein, da der Steuersatz viel tiefer ist. Da die Gemeindepolitik, die Gemeindegesetze macht, kommen da normale Leute gar nicht rein. Die Bauordnung ist so abgefasst, dass die Ausnuetzungsziffer tief ist und die Abstaende von Haus zu Strase gross sind. Gleichzeitig ist eine Hoehenbeschraenkung auf 2 Stockwerke, und so wird da nie ein Mehrparteien-Mietshaus gebaut werden. Das bisschen Infrastruktur ist schnell bezahlt und daher ist der Steuersatz tief. Auf der anderen Seite die Staedte, fest in der Hand der Arbeiterpartei, die sozialen Wohnungsbau bevorzugen, Dort konzentrieren sich die Sozialfaelle, und die waehlen natuerlich die Arbeiterpartei. Die extensive Infrastruktur behaust viele, die nicht bezahlen koennen, und daher ist der Steuersatz hoch. Dann gibts noch die tiefe Landschaft, ein paar Bauernhoefe auf hunderten Quadrratkilometern, die paar Strassen kosten fuer die wenigen Leute so viel, dass die Steuern exorbitant hoch sind. Das trifft zB fuer den Kanton Jura zu. Seit sie sich vor ein paar Jahrzehnten vom Kanton Bern geloest haben, ein eigener Kanton, mit eigener Verwaltung geworden sind, bezahlen die dermassen viel Steuern, dass es nicht mehr lustig ist. Dafuer duerfen sie nun alles kantonale selbst bestimmen. Tja, was man nicht alles fuer die Freiheit tut. Infrastuktur gibt's dort dann nicht. Kein Tram, vielleich ein Bus am Tag. Kleine Nachfrage, wenig Subventionierung durch nicht nicht vorhandene Steuergelder. Du siehst, man kann sich's Einrichten. Einheitlich ist gar nichts.
Datum: 27.06.2007 21:08
naja einfach so beträge jonglieren ist grundsätzlich falsch... in Zürich oder balsel muss man z.b. minimum 10-15% mehr haben, um sich das gleicht leisten zu können wie irgendwo aufm Land...
Datum: 27.06.2007 21:35
Halo Tscho , da habe ich eine Rückfrage:
>Der einzig wirkliche Nachteil: Weniger Urlaub, mehr Stunden pro Woche.
Wie soll man das lesen? Hat man dann mehr Gehald für mehr Arbeit oder
was?
Wie hoch ist das Relativgehalt, ist die Frage.
?
Ist das bei Dir dieses Waldshut-Tingen, von dem man immer liest ?
Datum: 27.06.2007 22:58
In Deutschland 500 bis 1000 EUR Brutto In der Schweiz 2000 bis 3000 Sfr Arbeitszeit Schweiz: 42 bis 46 Stunden pro woche (Ohne Überstunbden) Arbeitszeit Deutschland: 38-40 Stunden Wobei es immer darauf ankomt, ob Grosser Konzern, oder Mittelstand - der Mittelstand ist meistens besser. Das sind so die Durchschnittswerte für Praktikanten, Elektrotechnik Diplom, 2.Praxissemester (Eigene Erfahrung, sowie Angaben anderer Studenten) Über Gehälter von fertigen Beruflern kann ich nichts exaktes sagen, aber es ist auch unter berücksichtigung der längeren Arbeitszeit merklich höher. Ob das Waldshut-Tiengen bei mir ist? Da sag ich mal nix dazu. Wo Waldshut-Tiengen liegt? Schnapp dir einfach ne Landkarte.
Datum: 28.06.2007 06:57
Ich arbeite auch in der Schweiz als Entwicklungsingenieur in einem Betrieb mit Weltweit über 3000 Mitarbeitern. Meine Arbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche plus 2 Stunden Vorholzeit pro Woche für Überbrückungstage. Die Arbeitszeit ist im Gesamtarbeitsvertrag der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (dem viele grosse CH-Firmen angehören) festgelegt. >Arbeitszeit Schweiz: 42 bis 46 Stunden pro woche (Ohne Überstunbden) Ich hab noch nie von jemandem gehört, der 46 Stunden in der Woche arbeiten muss, ohne dabei Überstunden zu machen. Üblich sind 40-42 Stunden. >Der einzig wirkliche Nachteil: Weniger Urlaub, mehr Stunden pro Woche. Ich weiss ja nicht, wieviel Urlaub in Deutschland üblich sind, aber im Gesamtarbeitsvertrag sind die Urlaubstage folgendermassen festgelegt: -nach 20. Altersjahr: 25 Tage -nach 40. Altersjahr: 27 Tage -nach 50. Altersjahr: 30 Tage -zwischen 17 und 20 Jahren: zwischen 35 und 25 Tagen Ich studiere grad noch nebenbei Elektronik und Regelungstechnik an einer FH und mir hat man gesagt, der durchschnittliche Einstiegslohn sei so ca. 78'000 SFr. bei 13 Monatslöhnen. Also bist Du mit Deinen 80'000 sicher über dem Durchschnitt.
Datum: 01.07.2007 12:14
Wichtig auch, dass man die Preise net zu sehr unterbietet, da sind die schweizer Kollegen gar net gut drauf zu sprechen ....
Datum: 10.08.2007 09:46
Ich sehe, man kann sich nicht beklagen in Europa...
Kleiner Exkurs nach Japan:
Gehalt nach Einstieg (Nach Uni/FH Abschluss): Umgerechntet 2200CHF/mt
(brutton ca. = netto - quellensteuer)
1 Zi-Wohnung bis ins 30. Lebensalter wird bezahlt (man bezahlt pauschal
lediglich 80CHF/mt - Rest wird uebernommen inkl. Nebenkosten).
Man bekommt pro Tag total 3CHF zusaetzlich fuers Mittagessen+Znacht
Aber: Ueberstunden pro Tag: 2-3h (nebst den 8h regulaere Arbeitszeit)
Ueberstunden werden auzbezahlt.
Ferien: 1 Wo Januar (fix)
1 Wo "Goldene Woche" im Mai (fix)
1 Wo Sommer im August (fix)
Nebst diesen Tagen darf man 20Tg Urlabstage nehmen. Firmenregel: Man
darf keine Urlaubstage vor und nach diesen fixen Ferienwochen
nehmen.....
Und: Ferien muessen bewilligt werden. Es wird normalerweise nicht
erlaubt, mehr als 3d nacheinander zu nehmen (ausser man rebelliert und
kaempft auf das Recht fuer 1 Woche Urlaub - man muss aber dann als
Konsequenz mit einer Nicht-promotion oder Shitty-Jobs rechnen). Die
meisten machen somit nur ein verlaengertes Wochenende.
Wird man krank: Urlaubstage werden abgezogen.
Appropos Kranksein: Man bezahlt 31% der Artztrechnung (Rest geht an die
Krankenkasse)
Guenstig Essen: man kann mit 3CHF schon satt werden - ausserdem:
Wasser/tee ist gratis!
Aber: Fruechte sind auserordentlich teuer: 1.1CHF fuer EINEN Apfel.
CHF 15 CHF fuer eine Wassermelone.
Also, ich wuerde es mal so zusammenfassen:
=> Weniger Einkommen - dafuer aber auch weniger Ausgaben
(vor allem weil a: viel uebernommen wird und b: Sachen weniger kosten)
Aber Arbeiten tut man halt oder etwas mehr.
Trotzdem: Man kann also in Japan wie auch in Europa 800CHF pro Monat
sparen, wenn man will.
Uebrigens: In Mexiko:
Lohn: nur etwa 1700CHF/mt
Arbeitsstunden: 10h-Tag ist normal (8h regulaer) Ueberstunden ausbezahlt
(aber nur zu 100%)
Samstags und Sonntagsarbeit: Kommt mal vor (Wird zwar ausbezahlt, aber
nur auch hier nur zu 100%)
Urlaub: unter 20d pro Jahr
Miete: Muss man selbst tragen (kann schon mal auf 500CHF/Mt kommen
(Kalt))
Ich wuensche euch dann angenehme Lohnverhandlungen.
Datum: 19.08.2007 23:49
Hallo Leute, Ich muss auch ein Vorstellungsgespräch in kürze in der Schweiz führen im Bereich Vertrieb, die Fa. ist bereits oben schon mal erwähnt. Ich bringe persönlich 2 Jahre Vertriebserfahrung als TU-Ingenieur. Nun meine Frage kann ich auf 80000 CHF als Gehalt meinen Wunsch äussern? Zum anderen kleine Frage, ist das Leben ausserhalb Zürich günstiger??
Datum: 20.08.2007 08:06
>Zum anderen kleine Frage, ist das Leben ausserhalb Zürich günstiger??
Allerdings!
Datum: 20.08.2007 12:49
Zum anderen kleine Frage, ist das Leben ausserhalb Zürich günstiger?? Es lohnt sich auch 1 Stunde/weg mit der SBahn nach Zuerich zu fahren.
Datum: 20.08.2007 23:42
Hallo Leute, Ich glaube ich würde auch die Möglichkeit haben an der Grenze Deutschland/Schweiz zu wohnen (also in D) und in der Schweiz zu arbeiten!! Dann wäre ich eventuell einige Sorgen weniger.... Aber wie sieht Ihr den Einstellungsgehalt???
Datum: 20.08.2007 23:51
Einen Wunsch kann man sicher aeussern. Die Firma wird sicher auch ihre Vorstellungen haben. Sie werden's dir sicher sagen, was sie etwa sehen. Dazu kommt, dass man auch bringen muss. Ein teurer mitarbeiter muss auch mehr bringen. Dann ist eine Probezeit, und dann wird entschieden ob du dein Geld wert bist. Das wird natuerlich dauernd auch verfolgt. Bingt der mitarbeiter die Leistung fuer seinen Lohn. Wenn dann mal redimensioniert werden muss, fliegen diewelche die zu teuer sind eher raus. Nur mal um zu zeigen, dass man bei einem ja zu 80k noch nicht unbedingt gewonnen hat.
Datum: 21.08.2007 08:11
>Aber wie sieht Ihr den Einstellungsgehalt???
Meins Du das Einstiegsgehalt? Was bist Du denn von Beruf?
Datum: 21.08.2007 10:15
Echt krass Mann, frueher gehoerte zu einem Hochschulstudium noch ein perfektes Deutsch. Geht alles'n Bach runter.
Datum: 22.08.2007 23:55
Sorry, hatte mich verschrieben, natürlich "das" Einstellungsgehalt.... Ich habe bis dato international technischen Vertrieb gemacht!!!
Datum: 26.02.2008 21:14
Hi Schweizermacher, ich habe eine sehr gute Stelle in der Schweiz gefunden. Ich wollte dich bloß fragen, ob die von dir erwähnte Formel auch für Berufserfahrenen gilt? Parameters: Alter: 31 BE: 8 Jahre als SW Entwickler Firma: International, 7000 Mitarbeiter Was ich mir vorgestellt habe ist, um die 128.000 CHF. Das würde entsprechend deiner Formel 64.000 EUR entsprechen. Wäre dieser Betrag als Ausgangspunkt für die weitere Verhandlung angemessen? ciao Mitulatbati > |EUR-Brutto| * 2 = |CHF-Brutto|[/c] > Bei einem Umrechnungskurs von 1,00 EUR = 1,60 CHF ergibt sich in dem > o.g. Beispiel: >
40000 EUR * 2 = 80000 CHF |
> ein (auf EUR) rückgerechnetes (Schweizer-)Zielgehalt von 50000 EUR.
Datum: 26.02.2008 23:00
Kurz zu den oben geposteten lebensmittelpreisen... fact ist, dass lebensmittel in Deutschland billiger sind, doch der vergleich oben ist wohl ne krasse übertreibung. erstens vergleichst du die billigesten angebote aus deutschland mit angeboten mittlerer labels in der schweiz. ????? wiso das? 2tens sind die preise fürs mittlere segment das du genommen hast auch noch noch falsch... (ich wohne in der schweiz und kaufe hier demnach auch ein :-) ein kilo butter kostet ganz sicher nicht über 13.- weiss nicht von wo du diese zahnlen hast, aber die sind total falsch... effektiv verglichen ist vor allem fleich ind er schweiz massiv teurer, da sinds sicher um die 50% (was teilweise mit strengeren vorschriften punkto tierschutz, etc zu tun hat....) Milchprodukte sind auch überdurchschnittlich teurer, hätt mal gesagt etwa 30% teurer als in Deutschland (doch im unterschied zu D sind diese hier (noch?) nicht am steigen... allgemein kann von 20% teureren lebensmitteln ausgegangn werden. einige sachen sind gar billiger (z.b. Unterhaltungselektronik, Autos (mit vergleichbarer Ausstattung) 80'000 für einen berufseinsteiger ist in der umgebung der städte zürich/basel oder genf durchaus drin. Es gibt jedoch auch in der schweiz teils massive unterschiede, was lebenshaltungskosten und löhne betrift (20% vom höchsten (die genannten städte, zum tiefsten tessin)
Datum: 26.02.2008 23:14
Mit den 8 Jahren als SW-Entwickler kriegst du momentan auch in D 65k-70k, wenn du eine gute Ausbildung hast. (Fh 1,0, oder Uni 2.0). In der Schweiz würde ich 140-140k verlangen. Ein Wort zum Schweizermacher: Deine Tabelle krankt an vielen Stellen, z.B. das Toastbrot Golden Toast ist hier in der Schweiz gerade 25% teuer, als in Deutschland. Auch die Milch bekommst Du in Deutschland nicht für 0,59, jedenfalls nicht die, die hier 2,- Franken kostet! Ein Liter Landliebe hat es dort zu 1,19.
Datum: 27.02.2008 08:24
Moin, also unter 120k würde ich nicht in die Schweiz gehen. Um die 130k sollten schon passen. Von einer grooossen 3-buchstabigen Firma wurden mir mal knapp 100k angeboten :-( (8 Jahre Berufserfahrung Hard/Software). Viel Spass beim Pokern!