www.mikrocontroller.net

Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Elektotechnik - Ingenieur / Schweiz Einstiegsgehälter

Autor: Tommy (Gast)
Datum:

Grüezi,

ich habe kommende Woche ein Bewerbungsgespräch bei einem grossen
Elektrokonzern in der Schweiz (>30000 Angestellte). Um nun bei den
Gehaltsvorstellungen nicht ganz daneben zu liegen wollte ich unsere
Schwyzer hier mal fragen was denn so die regulären Einstiegsgehälter
fuer Elektrotechnik Ingenieure sind.
Mal kurz zu mir, ich habe mein FH ETechnik - Studium mit Schwerpunkt
Technische Informatik vor ein paar Monaten beendet. So neben dem Studium
habe ich hobbymaessig mit Mikrocontrollern gearbeitet und einige
freiberufliche Projekte (Softwareentwicklung, etc.) erfolgreich
durchgezogen. In der Systemprogrammierung unter Linux bin ich auch recht
fit und ich denke dass ich im Großen und Ganzen nicht unbedingt auf den
Kopf gefallen bin(ne gute Portion Selbstvertrauen ist auch dabei :-)).
Ich habe natürlich schon gegoogelt und bin auf recht interessante Zahlen
gestossen; monster.ch und andere geben da so 80.000 CHF (ca. 48000 Euro)
Einstiegsgehalt an. Ist das Gehalt realistisch, eher niedrig,
mittelmaessig oder hoch?

Die Lebenshaltungskosten sind in der Schweiz ja doch wesentlich hoeher
als in Deutschland, waere nett wenn mir da ein "erfahrener Hase" ein
paar Worte zu sagen würde.

Danke
Tom
Autor: Schweizermacher (Gast)
Datum:

Hallo Tom,

mal das hier lesen:

http://www.hallo-schweiz.de/CH_16_Geld.htm#geh

Zitat aus o.g. Link:
Bei der Höhe des Gehaltes, sollte man nicht den Fehler begehen, die
Schweizer Franken in EUR bzw. umgekehrt umzurechnen. D. h. man sollte von
vornherein als Gehalt (unserer persönlichen Einschätzung nach) etwa das
doppelte in CHF bekommen, was man z. B. in Deutschland in EUR erwarten
würde (Beispiel: EUR-Gehalt: 40.000 EUR => kalkuliertes CHF-Gehalt: 80.000 CHF).
Diese 2:1 - Rechnung ist unserer Meinung nach realistischer als jegliche Umrechnerei.
(Achtung: kann je nach Branche, Berufszweig, Qualifikation etc. natürlich
auch ganz anders ausfallen ... und sollte deshalb nicht als verbindlich
gesehen werden - ist, wie schon gesagt, ein rein persönlicher Eindruck aus
unserer Anfangszeit hier!)
Wenn man erst einmal in der Schweiz lebt, weiss man auch schnell, warum.

Das dieser Seite angeschlossene Forum "Hallo Schweiz" ist SEHR
empfehlenswert:

http://www.hallo-schweiz.de/forum/

Wenn Du das (besonders das Forum) alles "durchgeackert" hast, sollten
(fast) keine Fragen mehr offen sein!

Gruss aus der Scheiz
Schweizermacher
Autor: Schweizermacher (Gast)
Datum:

Scheiz = Schweiz
Autor: bleifrei (Gast)
Datum:

Wenn man von der Schule kommt, sollte das Gehalt noch nicht so wichtig
sein. Es gibt noch unendlich viel zu lernen, und wenn man zuviel
verdienen will, setzt man sich und das Unternehmen einem grossen Stress
aus, die Kohle auch wieder reinzubringen. Die Toleranz gegenueber
Patzern ist bei tieferem Lohn groesser als wenn man am Limit laeuft. Das
gilt speziell fuer kleinere Firmen. Mein Chef kam mal zu mir und meinte,
er koenne mein Gehalt noch 18 Monate bezahlen. Das Projekt kam nicht vom
Fleck und der Verkauf davon auch nicht. Dann weiss man, was das heisst.

Bei grossen Firmen muss man sich solche Sorgen weniger machen. Die haben
in der Regel eine Liste was sie bezahlen. Der Verhandlungsspielraum wird
gegen Null gehen, da Schulabgaenger keinerlei Spaezialwissen vorweisen
koennen. Da muss man dann die Leistung anpassen. Wenn der Lohn eher an
der unteren Seite ist, muss man sich mit Ueberstunden etwas
zurueckhalten. Wenn der Lohn eher am oberen Ende ist, kann man auch mal
eine Mappe ins Wochenende mitnehmen.
Autor: Jupp (Gast)
Datum:

>Wenn man von der Schule kommt, sollte das Gehalt noch nicht so wichtig
>sein.

Stimmt schon, nur sollte man sich trotzdem nicht unter Wert verkaufen.
Denn in erster Linie arbeitest du ja für dich und die Realisierung
deiner Träume und nich dafür, dass deine Firma gute Arbeit zu
Billigstlohn bekommt.
Autor: Oliver (Gast)
Datum:

ABB? Ich habe selbst letzten Winter mit der FH hier in der Schweiz
abgeschlossen und es sind ein paar meiner Kollegen zu ABB gegangen. Die
kriegten alle knapp 80'000, ist also durchaus realistisch. Der
Verhandlungsspielraum wird bei so grossen Firmen aber tatsächlich nicht
hoch sein. Ich hab als Wunschgehalt immer 78'000 angegeben und bekomme
nun auch etwas in dieser Gegend (Region Zürich).
Sonst liegen 80'000 wohl schon oberhalb des Durchschnittes für Anfänger,
aber noch im Rahmen.

Ps. Schwyzer wären nur die Einwohner des Kantons Schwyz, die Gesamtheit
wären Schweizer. Nur für den fall, dass das kein absichtlicher
Verschreiber war :-)
Autor: Tommy (Gast)
Datum:

schon mal vielen Dank fuer die ganzen Infos, ich werde Euch Ende
nächster Woche mal sagen wie's gelaufen ist.

@Oliver: bzgl. Schwyzer -> danke, man lernt nie aus :-)

Tom
Autor: reflection (Gast)
Datum:

Hallo zusammen

Hm, macht mich jetzt doch recht stuzig dieser Thread.
Ich bin Elektroniker und mache im Moment das Abend Tech mit 100%
arbeiten nebenbei. Bin 28zig. Ich verdiene im Moment keinen FH Lohn also
rein Elektroniker, wurde also noch nichts angepasst und ich verdiene
jetzt schon so viel wie oben geschrieben, also +/- 80'000 für 12 Monate.
Je nachdem noch Bonus.

Greets
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum:

je nach region in der CH wirst du, Tommy, so zwischen 75-80'000 CHF
bekommen. also beim bewerbungsgespräch kannste ruhig 80'000 sagen, und
wenn du's bekommst, kannste glücklich sein; wenn nicht, sei nicht
enttäuscht.

@ reflection: ich denke, das ist unüblich aber sei froh drum ;)
Autor: Jolli (Gast)
Datum:

>Ich verdiene im Moment keinen FH Lohn also rein Elektroniker, wurde also
>noch nichts angepasst und ich verdiene jetzt schon so viel wie oben
>geschrieben, also +/- 80'000 für 12 Monate.

Was bekommt denn ein erfahrener Ingenieur mit 5Jahren Berufserfahrung ?
(Hardware, Microcontroller, Systemdesign)
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum:

5J BE: kann man so nicht sagen. hängt von zu vielem ab: kleine/grosse
firma, selbständigkeit, neue/alte firma, tätigkeitsbereich der firma,
leitungsfunktion, erfahrung, bereit zu reisen oder viel ausserhalb der
8:00-17:00 zu arbeiten und und und...
Autor: panzer (Gast)
Datum:

Grüezi,

welches Gehalt kann ein erfahrener Entwickler erwarten oder verhandeln
(6 Jahre Erfahrung im Bereich Halbleiter, FPGA, µC)?
Abschluss: Diplom Elektrotechnik, Universität.
Gehalt in D: ca. 60000-65000 Euro.

Nach der angegebenen Formel käme ich auf ein avisiertes Gehalt
von 120000 CHF.

Ist das realistisch, wird soviel gezahlt (Raum Zürich)?

Vielen Dank für hilfreiche Hinweise!

panzer
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum:

für 6J BE gilt das gleiche wie für 5J BE ;) ...lesen, dann posten ^^
Autor: Magnetikus (Gast)
Datum:

>welches Gehalt kann ein erfahrener Entwickler erwarten
>oder verhandeln (6 Jahre Erfahrung im Bereich Halbleiter, FPGA, µC)?
>Abschluss: Diplom Elektrotechnik, Universität.
>Gehalt in D: ca. 60000-65000 Euro.

Ebenfalls Universität, 8 Jahre BE, auch HL, FPGA, uc und EMV - letztes
Angebot auf Festanstellung waren 72600,- und 6% plus nach einem halben
Jahr.

Ich denke aber nicht, daß man in der Schweiz das Doppelte verdienen wird
oder muss. Die Lebenshaltung ist mit 1/3 des Gehaltes abgegolten.
Autor: Schweizermacher (Gast)
Datum:

@Magnetikus

Mein lieber Magnetikus, du schreibst:

> Ich denke aber nicht, daß man in der Schweiz das Doppelte verdienen wird
> oder muss. Die Lebenshaltung ist mit 1/3 des Gehaltes abgegolten.


Du verstehst die, weiter oben von mir angegebene, Formel nicht:
|EUR-Brutto| * 2 = |CHF-Brutto|
Bei einem Umrechnungskurs von 1,00 EUR = 1,60 CHF ergibt sich in dem
o.g. Beispiel:
40000 EUR * 2 = 80000 CHF
ein (auf EUR) rückgerechnetes (Schweizer-)Zielgehalt von 50000 EUR.

Also mitnichten ein doppelt so hohes Gehalt wie in Deutschland!

Die o.g. Formel dient lediglich zur groben Abschätzung eines
erforderlichen Schweizer-Zielgehaltes bei dem es dem Migranten möglich
ist, seinen bisher gewohnten deutschen Lebensstandard
grössenordungsmässig in der Schweiz beibehalten zu können.
Der errechnete Wert korreliert nicht zwangsläufig mit marktüblich
gezahlten Salären in der Schweiz.

Die besagte Formel berücksichtigt bereits die erheblich niedrigere
Steuerbelastung und die min. 30-40% höheren Lenenshaltungskosten.


Magnetikus schreibt weiter:
> ... Die Lebenshaltung ist mit 1/3 des Gehaltes abgegolten.

Auch hier täuschst Du Dich gewaltig: Das mag für Deutschland gelten,
doch hier in der Schweiz fressen alleine die Mietkosten im Schnitt ca.
40-50% des verbleibenden Netto-Salärs. 'Wein', 'Weib' und 'Gesang'
kommen dann noch extra! (und gefuttert hat Du dann auch noch nix!)

Du siehst: auch hier wachsen die Bäume nicht in den Himmel und die
gebratenen Tauben fliegen einem auch nicht so einfach in den Mund.

Zudem arbeiten wir hier i.d.R. 42.5 Stunden/Wochen bei 20 Tagen Urlaub
und einer gesetzl. Kündigungsfrist von 1 Monat im 1.Jahr, 2 Monaten im
2.-9.Jahr und 3 Monaten ab dem 10. Dienstjahr! (Vertraglich können
bessere Regelungen vereinbart werden)

Grüsse aus der Schweiz
Schweizermacher
Autor: 37° (Gast)
Datum:

> Zudem arbeiten wir hier i.d.R. 42.5 Stunden/Wochen bei 20 Tagen Urlaub
> und einer gesetzl. Kündigungsfrist von 1 Monat im 1.Jahr, 2 Monaten im
> 2.-9.Jahr und 3 Monaten ab dem 10. Dienstjahr! (Vertraglich können
> bessere Regelungen vereinbart werden)

Mit, den um ca. 20-30% niedrigen Steuersätzen,  auch ein 'Paradies' für
Unternehmer.
Autor: Es lebe Mannheim!!! (Gast)
Datum:

On die Lebenskosten wirklich 50% ausmachen, hängt ja wohl vom Gehalt ab:
der Wohnpreis ist ja konstant! Wenn man gut genug verdient (und nur dann
käme Schweiz infrage) kann die Wohnung vielleicht nur 30% ausmachen.
(5000 Euro Brutto und 2500 euro netto)Für 750,,- kann man sicher auch in
der Schweiz wohnen. Das gleiche gilt fürs Essen.

Machen wir doch mal folgendes:

  Deutschl  Schweiz
Gehalt  3000  3300
Steuern  1200  990
Essen  400  600
Wohnung  500  800
Verbl.  900  910

Deutschl  Schweiz
Gehalt  5000  5000
Steuern  2000  1500
Essen  400  600
Wohnung  500  800
Verbl.  2100  2100

  Deutschl  Schweiz
Gehalt  7000  6720
Steuern  2800  2016
Essen  400  600
Wohnung  500  800
Verbl.  3300  3304

Was sagst ihr jetzt ?






Autor: Master Snowman (snowman)
Datum:

nett, deine aufstellung ;) ist zwar nen rechten brochen, aber es gibt da
noch grosse unterschiede bei: strom, wasser, auto(!!!), haushalt,
ausgang, kommunikationswesen (handy, TV, i-net etc), ÖV(!), krankenkasse
usw... zieh mal pauschal 1000.-- ab, dann reden wir weiter.
siehe auch: Beitrag "Arbeiten in der Schweiz"
Autor: Schweizermacher (Gast)
Datum:

@all

Da sich hier einige Herrschaften völlig falsche Vorstellungen vom
hiesigen Preisniveau machen und von, aus der Luft gegriffenen, Annahmen
ausgehen, habe ich mir mal die Mühe gemacht "Butter bei die Fische" zu
tun!

Preisvergleich (Grund-)Nahrungsmittel und Körperpflege
Deutschland -> Schweiz  (2007)
--------------------------------------------------------------------------
                          Deutschland       Schweiz        Preisdifferenz
                                 Euro       Euro     CHF    DE-->CH in %
                                -----       ------------    -------------
Butter                  1kg      3.00       8.59   13.75     186.5%
Eier                    10 Stk.  0.80       1.75    2.80     118.8%
Milch                   1L       0.55       1.06    1.70      93.2%
Sonnenblumenöl          1L       0.89       2.06    3.30     131.7%

Toastbrot               1kg      0.80       2.81    4.50     251.6%
Knäckebrot              100g     0.14       0.78    1.25     458.0%
Brot (Discounter)       1kg      0.90       2.50    4.00     177.8%

Rind (Hack)             1kg      4.38      10.94   17.50     149.7%
Rind (Gulasch/Voresssen)1kg      7.58      17.81   28.50     135.0%
Rind (Hüftsteaks)       1kg     11.99      36.56   58.50     204.9%
Schwein Kotelett        1Kg      5.70      15.00   24.00     163.2%
Schwein Filet           1kg      9.99      31.91   51.05     219.4%
Putenschnitzel          1kg      5.38      14.41   23.05     167.8%

Bananen (bio)           1kg      1.50       3.34    5.35     122.9%
Orangen                 1kg      1.49       2.00    3.20      34.2%
Äpfel                   1kg      0.85       2.50    4.00     194.1%

Dose Ravioli            1kg      1.10       2.84    4.55     158.5%
Dose Erbsen & Karotten  1kg      1.39       2.94    4.70     111.3%
Dose Tomaten gehackt    1L       0.82       1.41    2.25      71.5%

Reis                    1kg      1.00       1.38    2.20      37.5%
Mehl (405er)            1kg      0.35       1.06    1.70     203.6%
Nudeln (Spagh.)         1kg      0.58       0.75    1.20      29.3%
Kartoffeln              1kg      0.50       1.38    2.20     175.0%
Cornflakes              1kg      1.99       4.38    7.00     119.8%

OrangenLimo (noname)    1L       0.26       0.75    1.20     188.5%
Mineralwasser (noname)  1L       0.13       0.41    0.65     212.5%
Apfelschorle            1L       0.37       1.00    1.60     170.3%
Kartoffel-Chips         100g     0.30       1.11    1.78     270.8%
Tüte Haribo Mix         300g     0.85       2.16    3.45     153.7%
Erdnüsse gesalzen       100g     0.23       0.49    0.79     114.7%

Vollwaschmittel         1kg      1.73       1.28    2.05     -25.9% ???
GeschirrTabs 5in1       1 Stk.   0.07       0.28    0.45     301.8%
Allzweckreiniger        1L       0.50       2.06    3.30     312.5%

Seife (noname)          100g     0.17       0.28    0.45      65.4%
Zahnpasta (noname)      100ml    0.34       0.70    1.12     105.9%
Schampoo                1L       2.30      11.25   18.00     389.1%
Rasierschaum            1L       3.30       8.13   13.00     146.2%
Tempos (noname)         30 x 10  1.45       4.34    6.95     199.6%
Damenbinden (noname)    1 Stk.   0.03       0.09    0.15     212.5%
Kondome (noname)        1 Stk.   0.25       0.34    0.55      37.5%


Bemerkungen:

Preise Deutschland: Mittel von Lidl/Aldi/Norma/Schlecker/Plus/Penny/Netto
Preise Schweiz:  Mittel von Migros/Coop (zusammen ca. 70% Marktanteil)
                                    
NoName-Produkte: zu einigen deutschen NN-Produkten gibt es hier keine
                 vergleichbaren Hausmarken
                                    
Frischfleisch:   in CH generell die deutlich bessere Qualität!
                 (you get what you payed for!)
Eier:            Verbot von Käfighaltung, niedrigste Qualität: Bodenhaltung Import) 
                                    
Wechselkurs:     1.00 CHF = 0.63   EUR
                              
Referenz Deutschland: http://www.koever.com/aldi/preislisteAS/index.php3                        
                    http://de01.shop.schlecker.com/                        
                              
Referenz Schweiz:   http://www.le-shop.ch/leshop/Main.do?currentMenu=SHOP_SUPERMARKET#/de/Supermarkt 

Stand: Q2/2007 (c) Schweizermacher                    


Und was lernen wir daraus?

Kommt nicht als Inschingiöhr in die Schweiz, sondern als Knäckebrot- und
Schampooverkäufer!

Grüsse aus der Schweiz
Schweizermacher
Autor: Florian *.* (haribohunter)
Datum:

Was Butter in der Schweiz kostet, weiß ich jetzt. Aber was kosten
Fische? :-)
Autor: Inschinär (Gast)
Datum:

Nach Deiner Liste dürfte man in der Schweiz nur Waschen **lol***.
Ist schon happig, was die da haben wollen. Ich glaube ich schmuggle das
Zeugs in doppelter Verbrauchsmenge ein und verkauf es auf dem Berner
Markt.

Mir fällt aber auf, daß du die deutschen Preise etwas knapp angesetzt
hast bzw von Billigwaren ausgegangen bist (?)- einige reale Beispiele:

Name                    Tabelle            Mein Wert

Butter                  1kg      3.00       5.98 ( 2x 500g)
Eier                    10 Stk.  0.80       1.95 (Q-Eier)
Milch                   1L       0.55       0.69
Sonnenblumenöl          1L       0.89       1.19
Toastbrot               1kg      0.80       1.98 (2 x 500g golden)
Putenschnitzel          1kg      5.38       8.90
Bananen (bio)           1kg      1.50       1.99
Reis                    1kg      1.00       1.95
Mineralwasser (noname)  1L       0.13       0.39
Kartoffel-Chips         100g     0.30       0.59 (1,59 / 250g)
GeschirrTabs 5in1       1 Stk.   0.07       0.18
Schampoo                1L       2.30       8.00 (1,99 / 250g)

----------------------
Deine Aussage ändert sich natürlich dadurch nicht, die Schweiz ist rund
doppelt so teuer.

Aber "warum" möchte ich nun wissen ?

Autor: Schweizermacher (Gast)
Datum:

@Inschinär:

Ja, Du hast recht: ich habe mich bei den DE-Preisen vorwiegend an
Discounterware der 'üblichen Verdächtigen' gehalten.

Begründung:

- Situation CH -
Zweifellos bestimmt das Duo Migros/Coop mit fast 70% CH-Marktanteil
(gerechnet nach Denner-Übernahme durch Migros) das Preisgefüge in der
Schweiz massgeblich und ist flächendeckend verfügbar.
Aldi-Suisse hat momentan weder die Verkaufsfläche noch den
entsprechenden Marktanteil um nachhaltig (=direkt) preisbestimmend
wirken zu können.

- Situation DE -
Es muste also für die DE-Preise ein Marktsegment gesucht werden, das
eine ähnliche Markt- und Flächenabdeckung repräsentiert. Daher die
Gruppe "Lidl/Aldi/Norma/Schlecker/Plus/Penny/Netto"
Rechnet man nun noch den Bereich der sog. Grau- oder Weissware der
traditionellen Grossverteiler (REWE/METRO und Konsorten) hinzu, kommt
man auch hier auf einen Marktanteil von gegen 70%.

- DE-Produkt vs. CH-Produkt -
Verglichen wurde das DE-Discounterprodukt jeweils gegen die Hausmarke,
resp. die Billiglinie (M-Budget/Prix Garantie) der erwähnten
CH-Grossverteiler. Bei Produkten, bei denen keine CH-Haus- oder
Billigline existiert, wurde das günstigste Markenprodukt angesetzt.

Nur so war ein (halbwegs stimmiger) Vergleich möglich.
Aber auch hier gilt: "Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich!"

Nachsatz:
Auf den Vergleich von Genussmitteln wie Kaffe, Tee, Tabak, Bier und
Spirituosen habe ich bewusst verzichtet. Kondome reichen!

Grüsse aus der Schweiz
Schweizermacher


Autor: 37° (Gast)
Datum:

> Aber "warum" möchte ich nun wissen ?

In der Schweiz sind die Verbraucherpreise ehrliche Preise, d.h., die
Herstellungskosten gehen 1:1 in den Verbraucherpreis ein.


Ganz anders in Deutschland und der EU: Hier wird die Landwirtschaft
staatlich subventioniert und hochindustriell betrieben.
Autor: Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite
Datum:

37° wrote:
>> Aber "warum" möchte ich nun wissen ?
>
> In der Schweiz sind die Verbraucherpreise ehrliche Preise, d.h., die
> Herstellungskosten gehen 1:1 in den Verbraucherpreis ein.
>
> Ganz anders in Deutschland und der EU: Hier wird die Landwirtschaft
> staatlich subventioniert und hochindustriell betrieben.

Das ist schlicht flasch. Schweizer Landwirte erhalten sogar mehr
Subventionen als ihre deutschen Kollegen. Das geht sogar soweit das im
deutsch/schweizer Grenzgebiet Schweizer Landwirte deutsche Felder zu
Preisen pachten die kein Deutscher Landwirt bezahlen kann.

Matthias
Autor: Fallout-Boy (Gast)
Datum:

Also ich analysiere mal die Tabelle, die der Schweizermacher da
eingestellt hat. Außer Vollwaschmittel ist in der Schweiz also alles
mehr als doppelt so teuer wie in "good old germany". Ergo kommt man mit
einem Gehalt, was nur doppelt so hoch ist wie in Deutschland nicht so
gut über die runden. Ich kann  z.B. nicht nur von Vollwaschmittel leben.
In der Tabelle sind auch nur Lebensmittel enthalten. Die Mieten sollen
in der Schweiz auch um etliches höher sein als in Deutschland.

Ich will in zwei Jahren ja auch hier weg, aber die Schweiz ist mir nicht
ganz geheuer.
Autor: Unbekannter (Gast)
Datum:

>... Schweizer Landwirte deutsche Felder zu Preisen pachten,
> die kein Deutscher Landwirt bezahlen kann.

... wobei die Schweizer Landwirte dem Schweizer Flächenstilllegungsplan
unterliegen, selbst wenn sie Felder in Deutschland haben. Damit kriegen
sie u.U. an Stilllegungsausgleich, mehr hinzu, als sie für die Pacht
bezahlen.
Autor: Suggel (Gast)
Datum:

>Außer Vollwaschmittel ist in der Schweiz also alles
>mehr als doppelt so teuer wie in "good old germany".
>Ergo kommt man mit einem Gehalt, was nur doppelt
>so hoch ist wie in Deutschland nicht so gut über die runden.

Du gibts daoch nicht Dein ganzes Gehalt fürs Essen und die Miete aus.
Nehmen wir mal 60%, dann müssen nur dies 60% verdoppelt werden, wären
also 40 + 60x2 = 160%. Sagen wir mal 180% mehr Netto reichen aus, für
ein Plus.

Wenn man in Deutschland viel verdient und hoch in der Steuer ist,
braucht man brutto undgefähr das Doppelte, macht 200% brutto. IN der
Schweiz sind es wegen der geringeren Steuern nur 160%. Zusammen braucht
man in der Schweiz also 160x180% = 300% brutto. Das ist FAktor 1,5 mal
mehr als in D.

Frage aller Fragen: Sind hochbezahlte Jobs um 50% höher dotiert ?
Autor: Graf von Luxembourg (Gast)
Datum:

Tommy:

Hast du die Möglichkeit, auf Grund der Entfernung zum Arbeitsplatz als
Grenzgänger zu arbeiten, d.h. in Deutschland wohnen? Da könnte das
Gehalt tatsächlich was hermachen. Die deutschen Arbeitskräfte in
Luxemburg machen das in der Regel so.

Ansonsten:

In Luxemburg vs. Schweiz kann man zwar auch nicht wohnen, das ist zu
klein und zu teuer dazu. Die Immobilienpreise. Dafür ist man aber nach
30 km in einem Nachbarland, egal von welchem Ort aus, sei es
Deutschland, Frankreich oder Belgien.

Aber die Verbraucherpreise: Die haben Euro, und die Tankstellenshops,
alles Supermärkte, haben auch an allen Sonn- und Feiertagen deutsche
Preise, ausgenommen Sprit, und der ist auf Grund der Steuer billiger als
in den umliegenden Staaten.
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum:

@Suggel: du sagst, dass man mit dem "freien" geld (das nicht in die
lebensunterhaltskosten fliessen) mehr anfangen kann. deine rechnung ist
insofern richtig, dass in der CH mehr geld frei wird nach allen
wichtigen abzügen. doch allerspätestens dann, wenn du mit deinem freien
geld, im ausgang ein bier trinken gehst, weisste, dass dir das nichts
mehr bringt - und zwar ganz einfach darum, weil das bier auch doppelt so
teuer ist ;) auswärts essen sogar noch mehr :(
Autor: Graf von Luxembourg (Gast)
Datum:

Nochmal Preise:

Als Hobby-Koch:

Wieso bekomme ich an meiner Tanke in Luxemburg außer billigem Sprit
eigentlich Kilo-Packungen Gewürze (Basilikum, Oregano, Estragon, Curry,
Paprika, usw,) für 2 Euro, wobei ich für den selben Preis in Deutschland
nur ein kleines Tütchen mit z.B. 20 Gramm bekomme?
Autor: König von Deutschland (Gast)
Datum:

Das weiss ich nicht. Wenn dem aber so ist, dann kaufe Dir die Kilos,
führe sie in die Schweiz ein und verkaufe sie dort. Von der Differenz
kannst Du dir einen Lamborghini leisten, den Du wiederum in L preiswert
betanken kannst.
Autor: Graf von Luxembourg (Gast)
Datum:

König von Deutschland:

>Das weiss ich nicht. Wenn dem aber so ist, dann kaufe Dir die Kilos,
>führe sie in die Schweiz ein und verkaufe sie dort. Von der Differenz
>kannst Du dir einen Lamborghini leisten, den Du wiederum in L preiswert
>betanken kannst.

Den Heizöl-Lamborghini habe ich doch schon:-)
Autor: Fallout-Boy (Gast)
Datum:

@Suggel

Ach so, ich hatte nicht bedacht, das dass Steuersystem  in der Schweiz
ein anderes ist. Auch das Umlagesystem, wie es hier praktiziert  wird
gibt es dort so nicht. Das Umlagessystem ist natürlich für den
Allerwertesten. Alle Kosten die in diesem Sozialstaat anfallen werden
auf die Arbeitnehmer abgewälzt. Das  soll zumindet in der Schweiz anders
sein. Weiterer Vorteil in der Schweiz: Die halten sich aus allem heraus,
d.h. die sind irgendwie "neutral". Die mischen sich nie in irgendewelche
Kriege ein und mischen auch nicht in der EU mit, diesem
Bürokratatenstadl.

OK, ich nehme es zurück, das mir die Schweiz nicht ganz geheuer ist.
Autor: Wetterer (Gast)
Datum:

Wir haben leider auch in der Schweiz das Umlageverfahren. Politiker
geben Geld aus, und der Steuerzahler darf bezahlen. Wir haben in den
letzten 15 Jahren auch einen Satz von Sozialhilfebezuegern angelegt. Wir
haben nur einen Vorteil. Naemlich, dass wir nicht eine ganze Palette G8
Mitgliedern durchfuettern muessen. Schwer zu glauben, aber
Moechtgerne-Weltwirtschaftsfuehrer lassen sich von anderen aushalten.
Autor: G8-Geschädigter (Gast)
Datum:

Dann ist es umso wichtiger, daß die Typen in Rostock eine vor den LAtz
kriegen. Autonome vor!
Autor: Fallout-Boy (Gast)
Datum:

..Noch ein Toor.
Autor: Tommy (Gast)
Datum:

Hallo Leute,

ich habe ja versprochen zu berichten wie es lief ... also 5 Bewerbungen
in die Schweiz verschickt, zu 4 Firmen zum Vorstellungsgespräch
eingeladen worden. Man kann problemlos 80.000 CHF verlangen wenn man
weiss wovon man technisch spricht und auch schon Projekterfahrung hat.
Bei dem Angebot bei dem ich zugesagt habe liegt mein Gehalt weit höher
als 80.000 CHF, von der Arbeit her liegt mir die Aufgabe und die
Kollegen scheinen recht nett zu sein.

So denn danke fuer die Tips.

Tommy
Autor: Patrick (Gast)
Datum:

Hallo Tommy

Welche Firma hast Du ausgesucht? Oder wenn Du das lieber nicht sagen
willst: in welcher Region ist sie zu Hause?
Autor: Tommy (Gast)
Datum:

Firmenname möchte ich nicht sagen, aber in der Gegend von Basel.

Ciao

Tommy
Autor: nop(); (Gast)
Datum:

Tommy, Gratulation. Du bleibst in D wohnen ? Dann wirst Du nach
deutschen Steuersaetzen abgerissen. Du ziehst nach CH ? Dann wirst du
mit den schweizer Presien abgerissen.
Autor: Frager (Gast)
Datum:

Wieviel ist es denn mehr, als in D?
Autor: nop(); (Gast)
Datum:

1000 Euro fuer eine Wohnung ist untere Grenze. Es sind jeweils die
Details die's ausmachen. Immerhin, mit den 80k muss man nicht darben,
reicht fuer ne Familie.
Autor: Tscho (Gast)
Datum:

Das Problem has folgende Lösung:

Werde Grenzgänger!

Region Basel, d.h. am besten wohnst du in Deutschland, das wäre dann der
landkreis Waldshut, oder Landkreis Lörrrach. Ich selber komme aus
Waldshut.

Seit neuestem kannst du auf Antrag die deutsche Krankenversicherung
behalten. Steuer bezahlst du als grenzgänger meines Wissens in der
schweiz 4,3% - was du allerdings auf den Deutschen Steuersatz anrechnen
kannst. effektiv bvezahlst du also was steuern angeht nicht mehr als in
deutschland.

Der Lohn in der Schweiz ist deutlich höher, als in Deutschland. die
Altersvorsorge ist einiges besser (3-Säulen Prinzip) - spielt allerdings
nur eine Rolle,. wenn du Längerfristig in CH arbeiten willst.

Wenn du in Waldshut oder In Lörrach wohnst, da gibts 3-4 Zimmer schon
Unterhalb 800 Euro warm - je nachdem, ob Zentral in der Stadt, oder ein
wenig auserhalb. (Ich empfehle "Hotzenwald") - die Gegend ist echt
schön.

Einkaufen natürlich in Deutschland.


Für die lohnüberweisung CH > DE
   (Du brauchst ein schweizer Konto - was aber problemlos zu bekommen
ist,
   wobei du aber die Kontoführungskosten gut vergleichen solltest)
empfehle ich den Gehaltsservice diverser Banken, um die hohen Gebühren
zur Überweisung aus dem Ausland zu umgehen)

Ich garantiere dir, Die Arbeitsathmospäre in der CH ist mindestens
genausogut wie in DE.

Der einzig wirkliche Nachteil: Weniger Urlaub, mehr Stunden pro Woche.

(Alle Angaben ohne Gewähr.. wer Rechtschreibfehler findet, darf sie
behalten - schnellschreibstil)
Autor: Tommy (Gast)
Datum:

nop(); : Ich werde erst mal in die Schweiz ziehen

Tscho: Danke für die Tips, ich werde aber erstmal in die Schweiz ziehen,
bliebe ich in D, müsste ich jeden Tag mind. 35  Minuten einfach mit dem
Auto fahren und dann ist die Mietpreis - Differenz fast weg. Ich habe
mich für die Schweiz entschieden, da ich das Gefühl habe, dort noch
etwas selbstbestimmter als in Deutschland leben zu können. Es steht
nicht überall gleich der Staat an erster Stelle. Klar ist aber, dass
natuerlich auch der Schweizer Staat von was leben muss und da bin ich
der Meinung, dass wenn ich in der Schweiz mein Geld verdiene (und das
ist ja nicht gerade wenig), es dort auch ausgeben kann. Auf die Masse
der Bevölkerung betrachtet kann ein System nur funktionieren wenn nicht
alle versuchen es zu unterwandern. Man sieht in Deutschland recht gut zu
was das führt, aber das ist ein anderes Thema, damit bin ich persönlich
durch. Bitte nicht falsch verstehen, die Grenzgängermethode ist sicher
nett und danke für die Tips.

Tommy

Autor: nop(); (Gast)
Datum:

Tommy,
willkommwn. Wenn ich meine Stunde (ein Weg) nach Zuerich pendle, dann
weil's mir auf'm Land besser gefaellt. Es gibt ein gewisses Gefaelle von
Stadt zu Land. Auf'm Land sind die Mieten guenstiger, dafuer die Preise
hoeher. Die Krankenkassen in der Stadt sind teurer, viel teurer.
Steuerlich sind die Staedte im Mittelfeld. Die Steuern sind am tiefsten
in kleinen kompakten Gemeinden(wenig, kompakte Infrastruktur), dann
kommen die Staedte mit den Sozialfaellen und dann am teuersten sind die
grossflaechigen Landgemeinden(grosse Infrastruktur, wenig zahlende
Einwohner). Es gibt kleine, kompakte Gemeinden, wo sich die Millionaere
tummeln, dort ist das Land und das Wohnen sehr teuer, dafuer holt man
das bei passendem Einkommen nach weniger Jahren wieder rein, da der
Steuersatz viel tiefer ist. Da die Gemeindepolitik, die Gemeindegesetze
macht, kommen da normale Leute gar nicht rein. Die Bauordnung ist so
abgefasst, dass die Ausnuetzungsziffer tief ist und die Abstaende von
Haus zu Strase gross sind. Gleichzeitig ist eine Hoehenbeschraenkung auf
2 Stockwerke, und so wird da nie ein Mehrparteien-Mietshaus gebaut
werden. Das bisschen Infrastruktur ist schnell bezahlt und daher ist der
Steuersatz tief.
Auf der anderen Seite die Staedte, fest in der Hand der Arbeiterpartei,
die sozialen Wohnungsbau bevorzugen, Dort konzentrieren sich die
Sozialfaelle, und die waehlen natuerlich die Arbeiterpartei. Die
extensive Infrastruktur behaust viele, die nicht bezahlen koennen, und
daher ist der Steuersatz hoch. Dann gibts noch die tiefe Landschaft, ein
paar Bauernhoefe auf hunderten Quadrratkilometern, die paar Strassen
kosten fuer die wenigen Leute so viel, dass die Steuern exorbitant hoch
sind. Das trifft zB fuer den Kanton Jura zu. Seit sie sich vor ein paar
Jahrzehnten vom Kanton Bern geloest haben, ein eigener Kanton, mit
eigener Verwaltung geworden sind, bezahlen die dermassen viel Steuern,
dass es nicht mehr lustig ist. Dafuer duerfen sie nun alles kantonale
selbst bestimmen. Tja, was man nicht alles fuer die Freiheit tut.
Infrastuktur gibt's dort dann nicht. Kein Tram, vielleich ein Bus am
Tag. Kleine Nachfrage, wenig Subventionierung durch nicht nicht
vorhandene Steuergelder.
Du siehst, man kann sich's Einrichten. Einheitlich ist gar nichts.
Autor: Daniel (Gast)
Datum:

naja einfach so beträge jonglieren ist grundsätzlich falsch... in Zürich
oder balsel muss man z.b. minimum 10-15% mehr haben, um sich das gleicht
leisten zu können wie irgendwo aufm Land...
Autor: Frager (Gast)
Datum:

Halo Tscho , da habe ich eine Rückfrage:

>Der einzig wirkliche Nachteil: Weniger Urlaub, mehr Stunden pro Woche.

Wie soll man das lesen? Hat man dann mehr Gehald für mehr Arbeit oder
was?
Wie hoch ist das Relativgehalt, ist die Frage.

?

Ist das bei Dir dieses Waldshut-Tingen, von dem man immer liest ?
Autor: Tscho (Gast)
Datum:

 In Deutschland 500 bis 1000 EUR Brutto
 In der Schweiz 2000 bis 3000 Sfr

 Arbeitszeit Schweiz: 42 bis 46 Stunden pro woche (Ohne Überstunbden)
 Arbeitszeit Deutschland:  38-40 Stunden

Wobei es immer darauf ankomt, ob Grosser Konzern, oder Mittelstand - der
Mittelstand ist meistens besser.

Das sind so die Durchschnittswerte für Praktikanten, Elektrotechnik
Diplom, 2.Praxissemester (Eigene Erfahrung, sowie Angaben anderer
Studenten)

Über Gehälter von fertigen Beruflern kann ich nichts exaktes sagen, aber
es ist auch unter berücksichtigung der längeren Arbeitszeit merklich
höher.

Ob das Waldshut-Tiengen bei mir ist? Da sag ich mal nix dazu. Wo
Waldshut-Tiengen liegt? Schnapp dir einfach ne Landkarte.
Autor: Patrick (Gast)
Datum:

Ich arbeite auch in der Schweiz als Entwicklungsingenieur in einem
Betrieb mit Weltweit über 3000 Mitarbeitern. Meine Arbeitszeit beträgt
40 Stunden pro Woche plus 2 Stunden Vorholzeit pro Woche für
Überbrückungstage.
Die Arbeitszeit ist im Gesamtarbeitsvertrag der Schweizer Maschinen-,
Elektro- und Metallindustrie (dem viele grosse CH-Firmen angehören)
festgelegt.

>Arbeitszeit Schweiz: 42 bis 46 Stunden pro woche (Ohne Überstunbden)
Ich hab noch nie von jemandem gehört, der 46 Stunden in der Woche
arbeiten muss, ohne dabei Überstunden zu machen. Üblich sind 40-42
Stunden.

>Der einzig wirkliche Nachteil: Weniger Urlaub, mehr Stunden pro Woche.
Ich weiss ja nicht, wieviel Urlaub in Deutschland üblich sind, aber im
Gesamtarbeitsvertrag sind die Urlaubstage folgendermassen festgelegt:
-nach 20. Altersjahr: 25 Tage
-nach 40. Altersjahr: 27 Tage
-nach 50. Altersjahr: 30 Tage
-zwischen 17 und 20 Jahren: zwischen 35 und 25 Tagen

Ich studiere grad noch nebenbei Elektronik und Regelungstechnik an einer
FH und mir hat man gesagt, der durchschnittliche Einstiegslohn sei so
ca. 78'000 SFr. bei 13 Monatslöhnen. Also bist Du mit Deinen 80'000
sicher über dem Durchschnitt.
Autor: Der Hubert (Gast)
Datum:

Wichtig auch, dass man die Preise net zu sehr unterbietet, da sind die
schweizer Kollegen gar net gut drauf zu sprechen ....
Autor: Isch doch voll ok (Gast)
Datum:

Ich sehe, man kann sich nicht beklagen in Europa...

Kleiner Exkurs nach Japan:

Gehalt nach Einstieg (Nach Uni/FH Abschluss): Umgerechntet 2200CHF/mt
(brutton ca. = netto - quellensteuer)
1 Zi-Wohnung bis ins 30. Lebensalter wird bezahlt (man bezahlt pauschal
lediglich 80CHF/mt - Rest wird uebernommen inkl. Nebenkosten).
Man bekommt pro Tag total 3CHF zusaetzlich fuers Mittagessen+Znacht

Aber: Ueberstunden pro Tag: 2-3h (nebst den 8h regulaere Arbeitszeit)
Ueberstunden werden auzbezahlt.
Ferien: 1 Wo Januar (fix)
        1 Wo "Goldene Woche" im Mai (fix)
        1 Wo Sommer im August (fix)
Nebst diesen Tagen darf man 20Tg Urlabstage nehmen. Firmenregel: Man
darf keine Urlaubstage vor und nach diesen fixen Ferienwochen
nehmen.....
Und: Ferien muessen bewilligt werden. Es wird normalerweise nicht
erlaubt, mehr als 3d nacheinander zu nehmen (ausser man rebelliert und
kaempft auf das Recht fuer 1 Woche Urlaub - man muss aber dann als
Konsequenz mit einer Nicht-promotion oder Shitty-Jobs rechnen). Die
meisten machen somit nur ein verlaengertes Wochenende.

Wird man krank: Urlaubstage werden abgezogen.
Appropos Kranksein: Man bezahlt 31% der Artztrechnung (Rest geht an die
Krankenkasse)

Guenstig Essen:  man kann mit 3CHF schon satt werden - ausserdem:
Wasser/tee ist gratis!

Aber: Fruechte sind auserordentlich teuer: 1.1CHF fuer EINEN Apfel.
CHF 15 CHF fuer eine Wassermelone.

Also, ich wuerde es mal so zusammenfassen:

=> Weniger Einkommen - dafuer aber auch weniger Ausgaben
(vor allem weil a: viel uebernommen wird und b: Sachen weniger kosten)
Aber Arbeiten tut man halt oder etwas mehr.

Trotzdem: Man kann also in Japan wie auch in Europa 800CHF pro Monat
sparen, wenn man will.


Uebrigens: In Mexiko:
Lohn: nur etwa 1700CHF/mt
Arbeitsstunden: 10h-Tag ist normal (8h regulaer) Ueberstunden ausbezahlt
(aber nur zu 100%)
Samstags und Sonntagsarbeit: Kommt mal vor (Wird zwar ausbezahlt, aber
nur auch hier nur zu 100%)
Urlaub: unter 20d pro Jahr
Miete: Muss man selbst tragen (kann schon mal auf 500CHF/Mt kommen
(Kalt))

Ich wuensche euch dann angenehme Lohnverhandlungen.
Autor: Munzur (Gast)
Datum:

Hallo Leute,

Ich muss auch ein Vorstellungsgespräch in kürze in der Schweiz führen im
Bereich Vertrieb, die Fa. ist bereits oben schon mal erwähnt.
Ich bringe persönlich 2 Jahre Vertriebserfahrung als TU-Ingenieur.
Nun meine Frage kann ich auf 80000 CHF als Gehalt meinen Wunsch äussern?
Zum anderen kleine Frage, ist das Leben ausserhalb Zürich günstiger??
Autor: Patrick (Gast)
Datum:

>Zum anderen kleine Frage, ist das Leben ausserhalb Zürich günstiger??
Allerdings!
Autor: Bronzo (Gast)
Datum:

Zum anderen kleine Frage, ist das Leben ausserhalb Zürich günstiger??

Es lohnt sich auch 1 Stunde/weg mit der SBahn nach Zuerich zu fahren.
Autor: Munzur (Gast)
Datum:

Hallo Leute,

Ich glaube ich würde auch die Möglichkeit haben an der Grenze
Deutschland/Schweiz zu wohnen (also in D) und in der Schweiz zu
arbeiten!!
Dann wäre ich eventuell einige Sorgen weniger....

Aber wie sieht Ihr den Einstellungsgehalt???
Autor: Sabb (Gast)
Datum:

Einen Wunsch kann man sicher aeussern. Die Firma wird sicher auch ihre
Vorstellungen haben. Sie werden's dir sicher sagen, was sie etwa sehen.
Dazu kommt, dass man auch bringen muss. Ein teurer mitarbeiter muss auch
mehr bringen. Dann ist eine Probezeit, und dann wird entschieden ob du
dein Geld wert bist. Das wird natuerlich dauernd auch verfolgt. Bingt
der mitarbeiter die Leistung fuer seinen Lohn. Wenn dann mal
redimensioniert werden muss, fliegen diewelche die zu teuer sind eher
raus. Nur mal um zu zeigen, dass man  bei einem ja zu 80k noch nicht
unbedingt gewonnen hat.
Autor: Patrick (Gast)
Datum:

>Aber wie sieht Ihr den Einstellungsgehalt???
Meins Du das Einstiegsgehalt? Was bist Du denn von Beruf?
Autor: Labberer (Gast)
Datum:

Echt krass Mann, frueher gehoerte zu einem Hochschulstudium noch ein
perfektes Deutsch. Geht alles'n Bach runter.
Autor: Munzur (Gast)
Datum:

Sorry, hatte mich verschrieben, natürlich "das" Einstellungsgehalt....

Ich habe bis dato international technischen Vertrieb gemacht!!!
Autor: Mitulat Bati (mitulatbati)
Datum:

Hi Schweizermacher,

ich habe eine sehr gute Stelle in der Schweiz gefunden. Ich wollte dich
bloß fragen, ob die von dir erwähnte Formel auch für Berufserfahrenen
gilt?

Parameters:
Alter: 31
BE: 8 Jahre als SW Entwickler
Firma: International, 7000 Mitarbeiter

Was ich mir vorgestellt habe ist, um die 128.000 CHF. Das würde
entsprechend deiner Formel 64.000 EUR entsprechen.
Wäre dieser Betrag als Ausgangspunkt für die weitere Verhandlung
angemessen?

ciao
Mitulatbati


> |EUR-Brutto| * 2 = |CHF-Brutto|[/c]
> Bei einem Umrechnungskurs von 1,00 EUR = 1,60 CHF ergibt sich in dem
> o.g. Beispiel:
>
40000 EUR * 2 = 80000 CHF
> ein (auf EUR) rückgerechnetes (Schweizer-)Zielgehalt von 50000 EUR.
Autor: David (Gast)
Datum:

Kurz zu den oben geposteten lebensmittelpreisen...

fact ist, dass lebensmittel in Deutschland billiger sind, doch der
vergleich oben ist wohl ne krasse übertreibung.
erstens vergleichst du die billigesten angebote aus deutschland mit
angeboten mittlerer labels in der schweiz. ????? wiso das?

2tens sind die preise fürs mittlere segment das du genommen hast auch
noch noch falsch... (ich wohne in der schweiz und kaufe hier demnach
auch ein :-)
ein kilo butter kostet ganz sicher nicht über 13.- weiss nicht von wo du
diese zahnlen hast, aber die sind total falsch...

effektiv verglichen ist vor allem fleich ind er schweiz massiv teurer,
da sinds sicher um die 50% (was teilweise mit strengeren vorschriften
punkto tierschutz, etc zu tun hat....) Milchprodukte sind auch
überdurchschnittlich teurer, hätt mal gesagt etwa 30% teurer als in
Deutschland (doch im unterschied zu D sind diese hier (noch?) nicht am
steigen...
allgemein kann von 20% teureren lebensmitteln ausgegangn werden.

einige sachen sind gar billiger (z.b. Unterhaltungselektronik, Autos
(mit vergleichbarer Ausstattung)


80'000 für einen berufseinsteiger ist in der umgebung der städte
zürich/basel oder genf durchaus drin. Es gibt jedoch auch in der schweiz
teils massive unterschiede, was lebenshaltungskosten und löhne betrift
(20% vom höchsten (die genannten städte, zum tiefsten tessin)
Autor: Prügel (Gast)
Datum:

Mit den 8 Jahren als SW-Entwickler kriegst du momentan auch in D
65k-70k, wenn du eine gute Ausbildung hast. (Fh 1,0, oder Uni 2.0). In
der Schweiz würde ich 140-140k verlangen.

Ein Wort zum Schweizermacher:

Deine Tabelle krankt an vielen Stellen, z.B. das Toastbrot Golden Toast
ist hier in der Schweiz gerade 25% teuer, als in Deutschland. Auch die
Milch bekommst Du in Deutschland nicht für 0,59, jedenfalls nicht die,
die hier 2,- Franken kostet! Ein Liter Landliebe hat es dort zu 1,19.
Autor: panzer (Gast)
Datum:

Moin,

also unter 120k würde ich nicht in die Schweiz gehen.
Um die 130k sollten schon passen.
Von einer grooossen 3-buchstabigen Firma wurden mir mal
knapp 100k angeboten :-(  (8 Jahre Berufserfahrung Hard/Software).

Viel Spass beim Pokern!
Autor: Mitulat Bati (mitulatbati)
Datum:

Hi alle,

vielen Dank für die Info!
Ich habe Fachhohschulabschluß, und seit 1999 arbeite ich als
Softwareentwickler / Automatisierungsingenieur. In den letzten Zeiten
habe ich unheimlich viel Vorstellungsgespräche gehabt, das höchste
Angebot war aber 60k EUR - nach 6 Mon. Probezeit, bis dann nur 55k :-(
für 70k würde ich in D bleiben, aber entsprechend meinen Erfahrungen
kann keine mittelständige Firma das leisten. Muss ich mich bei größeren
Firmen bewerben? Übrigens sind meine derzeitige Parameter:

Alter: 31
BE: 8 Jahre als SW Entwickler
Abschluß: FH
Gehalt im Jahr: 50.000
Wochenstunden: 35
BL: Hessen

Wenn ich jetzt wechsele, dann hätte ich finanziell etwas Geiles.
Deswegen hab ich mich in der Schweiz beworben.

Gruß
Mitulatbati
Autor: David (Gast)
Datum:

was mir hier drinnen auffällt, es wird viel von der abschlussnote
geschrieben...

Interessiert das irgendjeamnd, ob einer welcher 8 jahre berufserfahrung
hat ne 1 oder ne 3 in seinem studium hatte??? Also nach meiner
erfahrung, und dem was man in der CH so sagt, absolut nicht!
P.S. ich hatte ne 5 ggg
Autor: Mitulat Bati (mitulatbati)
Datum:

Meine Abschlussnote ist 3, aber das hat bisher keiner Arbeitgeber
interresiert. Bei meiner erster Stelle hat die Firma mein Diplom gar
nicht geseher. Trotzdem waren sie zufrieden mit meiner Leistung. Was ne
Frima braucht ist, vor allem Erfahrung.
Autor: Prügel (Gast)
Datum:

Ja, es interessiert! Vor Allem in der Schweiz!

Wenn Du da eine 1 hast statt einer 3 sind 10% mehr drin.

Aber: Wieso jammerst Du? Du hast 60k Angebot für 35h? Das ist nicht
schlecht für D.
Autor: Mitulat Bati (mitulatbati)
Datum:

Nöööö!!!

Jetzt habe ich 35h / 50k EUR. Die neue Stelle wäre 40h / 60k EUR, und
Überstunden sind schon drin, also die werden nicht bezahlt.
Autor: ex-Ösi Roman (Gast)
Datum:

Dann verschlechterst Du Dich aber, oder ?

Neue Stelle = (Alte Stelle + 3% Teuerung ) * 8/7 = 59k. Verlange
mindestens 62.5. In Anbetracht der Gesamtlage muss das drin sein. Die
Schweizer zahlen generell mehr als die D und besonders die Ö.
Autor: Mitulat Bati (mitulatbati)
Datum:

Zurück zum Thema Schweiz.

Neben der ausführlichen Lebensmittelliste von Schweizermacher möchte ich
wissen, wie das Versicherungssystem in der Schweiz aussieht.

Wenn ich alleine arbeite, meine Frau und Kind sind mitversichert. Ist es
auch so in der Schweiz?

Oder hat jemand einen guten Link, wo dieses Thema abgehandelt wird?
Autor: 6639 (Gast)
Datum:

Ne, die sind nicht mitversichert. An der Arbeitsstelle ist man
automatisch gegen Betriebs- und Nichtbetriebsunfall versichert.
Krankenversicherung und die Familie ist deine Sache. Die Zaehne sind in
der Krankenversicherung nicht dabei.
Autor: Thorsten (Gast)
Datum:

Hallo

Bin Berufseinsteiger als FH-Elektro-Ing. Das anvisierte Unternehmen das
eingeladen hat hat weltweit etwa 2200 Mitarbeiter, davon etwa 1000 an
"meinem" Standort und nochmals knapp 1000 an anderen schweizer
Standorten. Habe somit keine Ing-Berufserfahrung, aber zuvor eine
Berufsausbildung und strebe ein 1er-Diplom an (bin im Sommer fertig).
Kanton wäre Thurgau mit etwa 30 Bahnminuten nach Konstanz.

80k für mich realistisch? Bei jobpilot oder monster Werden die
Einstiegsgehälter jedoch niedriger angesetzt.

Ist es eigentlich auch die Regel in der Schweiz, Fahrtkosten zu
Vorstellungsgesprächen zu übernehmen? In D ist das ja gesetzlich
vorgeschrieben. Wann fragt man am besten danach? Nach der Einladung zum
Gespäch (da kein Wort bez. Kosten) oder im Gespräch?

Gruß,
Thorsten
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum:

wie du zum arbeitsplatz kommst, ist in der CH deine sache. das einzige
was du machen kannst, ist zum lohnverhandlungszeitpunkt nachfragen, was
der lohn alles beinhaltet oder ob es noch goodies dazu gibt wie
ÖV-ermässigung, parkplatz vor der firma, fitnesstudio-rabatt etc.

nachtrag: na, da sieht man, dass selbst jemand gescheiter mit ner 1 zwar
intelligent ist, aber keine ahnung vom job hat - sorry, aber wer sowas
fragt, ...
Autor: Thorsten (Gast)
Datum:

im ersten Absatz gings um die Kosten zum Vorstellungsgespräch! Nicht zum
arbeiten...

Den zweiten versteh ich gar nicht. Bitte mal auf deutsch.
Autor: 3350 (Gast)
Datum:

Die Frage ist durchaus vernuenftig. In D sind die Distanzen anders. In
der Schweiz ist alles Nah, und die Fahrt zur Arbeiststelle nicht der
Rede wert, auch nicht was die Kosten betrifft. Gewisse Firmen
verguenstigen ein GA, andere das Halbtax, die Meisten machen nichts.
Wenn der Poster schon eingeladen wird, sind seine Chance gut, denn nur
die ersten 3 oder so werden eingeladen.
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum:

ich meinte nur, dass jemand der so intelligent ist eine 1 zu erreichen,
sollte eigentlich auch genug intelligent sein, um zu wissen, wann der
richtige zeitpunkt ist, um nach solchen dingen wie ÖV-vergünstigung zu
fragen ;) ..offenbar ist das nicht der fall - und das wollte ich sagen
:(
oder noch deutscher: wenn ich jemand, der so eine (zwar berechtigte)
frage nach ÖV-vergünstigung stellt, aber nicht weiss, wann er danach
fragen soll/kann, würde ich nicht einstellen wegen mangel an
"menschlichem" verstand - und das hat mit der abschlussnote nichts zu
tun!
Autor: Thorsten (Gast)
Datum:

Der Beitrag von 3350 zielt aber auch eher auf das tägliche Pendeln zur
Arbeit und nicht das einmalige, evtl. zweimalige Fahren zum
Vorstellungsgespräch. Immerhin wurde mir angeboten, den Termin zeitlich
am angegebenen Tag verschieben zu können falls ich per Bahn anreise
sollte.
Nur welche 3 (von wem?) werden eingeladen?

Showman: mein "Verstand" sagt mir daß ich die Frage am Ende des
Gesprächs stellen sollte, zusammen mit den anderen
Geld/Sozialleistungen/Urlaub-Fragen (also ganz zuletzt)
Ich bekam nur gestern den Tip, das lieber gleich auf die Einladung zu
machen da das zum guten Ton gehört.
Autor: Master Snowman (snowman)
Datum:

nichts für ungut, dann würde ich in deinem fall einfach abstand von
deinem "ratgeber" halten, denn die lächerliche begründung "zum guten
ton" deutet ganz klar auf verA***!
Autor: 3350 (Gast)
Datum:

Also, in der Schweiz pendelt eigentlich fast jeder. Eine Stunde pro Weg
ist nichts Aussergewoehnliches. Ich wuerde die Frage nach
Kostenuebernahme nicht stellen. Falls eine generelle OeV Verguenstigung
von der Firma angeboten wird, wird am Gespraech erlaeutert werden, wo
die Firma sich vorstellt, und auflistet was nun dabei ist. Nicht das man
das verhandelt, das betrifft alle Angestellten. Ob es eine Kantine hat,
Firmenwagen, und solches Zeug. Das sind dann nichtmonetaere
Lohnbestandteile.
Auf mich als Arbeitgeber wuerde eine Frage nach einmaliger
Bahnkostenerstattung einen Eindruck von enger Sehweise hinterlassen.
Autor: Thorsten (Gast)
Datum:

ja, gut ok.
Was noch nicht geklärt ist, ist meine Frage nach dem Einstiegsgehalt in
meinem OP. Sind die 80k in meinem Fall ein guter Ansatz?
Autor: jörg (Gast)
Datum:

meine frage ist gibt es deutsche die mir über die vbz was sagen können
könnte da anfangen soll ich es machen ?
Autor: David (Gast)
Datum:

@Thorsten
naja es ist schweiz absolut nicht üblich das man die fahrtkosten zum
vorstellungsgespräch erstattet bekommt... Möchtlich das man sie dir
erstattet, da du deutscher bist, aber beim falschen personaler wirst du
mit der frage nach dne fahtkosten einen extrem negativen eindruck
hinterlassen... würd dir davon abraten...

redest du bei 80k von Franken oder Euro? also Euro kanst vergessen...
Franken.. maybe, aber für den Thurgau doch sicher das obere limit...

P.S. Wie ich hier im forum bemerkt habe, ist man in Deutschland stark
auf noten fixiert... nach meiner erfahrung (und jenen von meinem umfeld)
sind die noten eher 2rangig... es ist mehr ein plus wenn du von der
"richtigen" hochschule kommst...
Autor: 3354 (Gast)
Datum:

Als Absolvent kann man hoechstens nach dem Gehalt fragen. Mangels
Spezialwissen kann man nicht verhandeln. Zudem ist das Gehalt nicht
alles. Es gibt Produktionsjobs, wo man von der ersten Sekunde weg
produktiv ist und das dann jeden Tag durchzieht. Und dann gibt es
Entwicklungsjobs wo man jeden Tag  etwas neues probiert, erfolgreich
oder nicht haengt unter anderem auch von der Vorerfahrung ab. Und dann
gibt es jobs bei denen man zuerst mal 3 Monate eingearbeitet wird. Meine
damit, der Bestbezahlte ist nicht unbedingt der Beste. Als als Absolvent
nimmt man was man bekommt. Man kann sich in der Probezeit ja etwas
umhoeren, was fuer einen vergleichbaren Job bezahlt wird. Nicht selten
wird Absolventen im gleichen Absolventenjahrgang in derselben Firma auf
den Euro gleich viel bezahlt wird, und bei vergleichbaren Firmen
zumindest aehnlich viel. Ich hab keine Ahnung was zur Zeit Absolventen
bekommen.
Autor: Anton (Gast)
Datum:

Das Durchschnittseinkommen der FH-Absolventen liegt in der SChweiz über
Fachrichtungen und Abschlussjahrgänge hinweg bei ca. 114.300 Franken
jährlich. Berufseinsteiger rechnen mit ca. 85.000 Franken.

Gehälter der unter 30-jährigen

Agronomie: 85.300 Franken
Architektur/ Bauplanung: 83.200 Franken
Betriebswirtschaft: 88.200 Franken
Chemie/ Life Science: 84.900 Franken
Technik: 85.100 Franken

85.000 Franken sind etwa 54.000 in Euro, also 4.500,- bei 12 Monaten.
Nach Abzug der Steuern (Lohnsteuerrechner Schweiz) bleiben in einem
durchschnittlichen Kanton 3400,- Netto. In Deutschland sind es
mindestens 1000,- weniger.

Quelle:
http://hallo-schweiz.ch/forum/viewtopic.php?f=6&t=...

gez. Anton (nicht aus Tirol)
Autor: Nichtschweizer (Gast)
Datum:

Hätte da mal jemand ein reales Gehalt in Franken samt Beruf und
Tätigkeit?
Autor: Phil R. (philipp-)
Datum:

Was sagt eigentlich das Gewissen, wenn man sich an deutschen Schulen und
Hochschulen ausbilden lässt, das deutsche Gesundheitssystem nutzt und
auch sonst dem Staat einiges an Kosten verursacht und dann in die
Schweiz geht, um dort zu arbeiten und Steuern zu bezahlen?

Mein Vater hat mich aufgezogen, deswegen kümmere ich mich jetzt um ihn.

Der deutsche Staat hat mich ausgebildet, desewegen arbeite ich hier und
zahle hier Steuern.

Was sagt das Gewissen zur Emigration?
Autor: Anton (Gast)
Datum:

Ich kann nur für mich sprechen: Ich arbeite auch nicht in dem Land, das
mich ausgebildet hat. Grund: die Finanzen. Hier kriege ich mehr. Jedem
Land steht es frei, seine Steuerpolitik so zu gestalten, wie es will. In
dem Wort steckt ja z.B. das Tätigkeitswort "steuern" = lenken drin. Wenn
es sich dann so ausgehet, daß man in Land-X mehr verdient, warum nicht?

Nennt man Globalisierung! Die Firmen machen es ja auch so und gehen
dahin, wo es am Billigsten ist, z.B. in Luxemburg. Was zahlen die noch
an Steuern?

Gegenfrage: Warum arbeiten in Bayern so viele Ostdeutsche, Hamburger und
Niedersachsen? Das kleine Land Hamburg hat z.B. den Herrn T.R. die
Schule bzahlt und ihn ausgebildet, dann ist er nach Niedersachsen
gegangen, hat dort studiert und profitieren tun die Münchener, weil er
dort seinen Geschäftsbetrieb hat.
Autor: P. S. (Gast)
Datum:

Philipp L. wrote:
> Was sagt eigentlich das Gewissen, wenn man sich an deutschen Schulen und
> Hochschulen ausbilden lässt, das deutsche Gesundheitssystem nutzt und
> auch sonst dem Staat einiges an Kosten verursacht und dann in die
> Schweiz geht, um dort zu arbeiten und Steuern zu bezahlen?

Das hat sich in den ersten 5 Jahren, in denen ich brav und reichlich
meine Steuern in Deutschland bezahlt habe, abgenutzt.

Zur Gesundheit: Ich war schon immer privat versichert - daher weiss ich,
im Gegensatz zur Mehrheit der Deutschen recht gut, was Gesundheit
kostet. Hast du schonmal den Arbeiter, der in der allgemeinen
Krankenkasse mit der ganzen Familie untrergeschlupft ist, nach seinem
Gewissen gefragt?

> Was sagt das Gewissen zur Emigration?

Wo ist das Gewissen bei der immer staerker werdenen Hatz auf die Gut-
und Besserverdienenden? Wo beim grenzenlosen Umverteilungswahn?

Der Hauptvorteil vom Leben in der Schweiz ist nicht, dass man dort
besser verdienen wuerde - sondern, dass das Verhaeltnis zwischen eigener
Arbeit und eigenem Einkommen noch stimmt und man sich mit dem, was man
erreicht hat, nicht vor Neidern verstecken muss. Meine Altersvorsorge
besteht aus dem, was ich zuruecklege und nicht aus einem schwarzen Loch,
aus dem sich jeder bedient. Hier weiss man einfach noch, was leben und
leben lassen bedeutet.

Und nicht zuletzt: Hier hat's lauter nette Menschen. Sogar auf
Behoerden.
Autor: Andreas (Gast)
Datum:

Hallo,

Ich bin Uni-Absolvent Dipl. Elektrotechniker und wollte gerne in der
Schweiz arbeiten.

ich habe die Unterhaltung hier fleissig verfolgt und habe folgende
Fragen an euch:

ist es überhaupt möglich bei der Einstellung als Absolvent übers Gehalt
zu verhandeln, da man eigentlich ja keine Erfahrung hat? Oder wann ist
der richtige Zeitpunkt übers Gehalt zu verhandeln, nach der Probezeit
oder nach einem Jahr ? Es wurde mir 83200 CHF angeboten, ist es ein
realistischer Gehalt oder ist es für Uni-Absolventen unter dem
Durchschnitt?

Eine andere Frage ist, wenn man nach einer Zeit merkt dass man doch in
einem anderen Gebiet arbeiten möchte, wird die vergangene Zeit als
Erfahrung zählen, oder steht man dort wieder am Anfang?

Ich finde es sehr schwer als Absolvent sich für eine Bestimmte Richtung
und Stelle zu entscheiden. Sollte man dort lieber mehr Bewerbungen an
verschiedene Unternehmen abschicken oder wie sollte man dort vorgehen?
Autor: Gast (Gast)
Datum:

>Der Hauptvorteil vom Leben in der Schweiz ist nicht, dass man dort
>besser verdienen wuerde

Kommt drauf an. Bestimmte Berufsgruppen verdienen dort massig mehr! Das
bessere Netto/Bruttoverhältnis tut sein Übriges.

>Und nicht zuletzt: Hier hat's lauter nette Menschen. Sogar auf
>Behoerden.
Stimmt. Die Schweizer Verwaltungsmenschen sind echte Dienstleister.

>Wo beim grenzenlosen Umverteilungswahn?
Siehe Porscheaktionäre im Vorstand, die sich dumm verdient haben!!!!

>83200 Franken
Sofort unterschreiben!

>wird die vergangene Zeit als Erfahrung zählen,
Naive Frage, ja, klar, wenn Du die gebrauchen kannst im neune Job.
Ausserdem sind 50% des Jobs allgemeine Dinge, die rein formal und nicht
projektbezogen sind - die gelten fürs Hardwareentwickeln, wie fürs
Softwarechreiben.
Autor: Andreas (Gast)
Datum:

Danke für die schnelle Antwort.
Autor: Gast (Gast)
Datum:

Ich finde 83000 sehr viel Geld. Das sind so um die 55 Tausend Euro. Wenn
ich höre,dass hier einige Absolventen mit unter 40 beginnen... die
müssen 7 Jahren im Job arbeiten, um dahinzu kommen!!!!! In der Schweiz
sind die Steuern noch geringer, dass muss sich ja lohnen.
Autor: Patrick (Gast)
Datum:

@Gast (Gast): Wie oft denn noch:

Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.


Ganz heißer Tipp noch: Eventuell, aber wirklich nur vielleicht, steht
das generell höhere Einkommen in einer Verbindung mit dem allgemein
höheren Preisniveau.


MfG

Patrick
Autor: Gast (Gast)
Datum:

Bemüht man einen online-Steuerrechner für einen teuren Kanton, sind die
Steuern immer noch ein Drittel niedriger. Bei den Abgaben zur KV u.ä.
ist es ähnlich. Als Einwanderer zahlt man in der Schweiz zunächst die
Quellensteuer, solange man unter 120.000 Franken liegt.

              Brutto  Netto
Deutschland : 50.000  27.000 (-46%)
Schweiz     : 83.000  59.000 (-28%)

Die errechneten 59.000 sind in Euro 38.000! Es gibt also 11.000 Euro
mehr in der Schweiz = 17000 Franken. Das sind wenigstens 1400 Franken
netto mehr. Soviel teurer ist es dort nicht. Ich bräuchte nach meiner
Rechnung höchstens 1000 Franken mehr, die Hälfte davon für die Wohnung.

Topabgänger haben die Deutschland ungefähr die 50k und die gut 80k wären
dafür angemessen. Wer aber weniger hat, wird verarscht. Dann ab in die
Schweiz! Dort kiegt man für die eingezahlten Rentenbeträge auch noch
etwas mehr raus!!!
Autor: Xxx Yyy (cangir)
Datum:

David wrote:
> @Thorsten
> naja es ist schweiz absolut nicht üblich das man die fahrtkosten zum
> vorstellungsgespräch erstattet bekommt...


Ich habe demnächst auch ein Vorstellungsgespräch in der Schweiz bei
einem großen Konzern. Die haben mir angeboten meine Fahrtkosten und
Hotelübernachtung zu zahlen ohne dass ich danach gefragt hab.
Autor: David (Gast)
Datum:

@Xxx Yyy
die werden dringend leute suchen, und sich daher den deutschen sitten
anpassen, aber ehrlichgesagt, habe ich hier in diesem forum das erste
mal was gehört von fahrtkostenrückerstattung bei einem
bewerbungsgespräch... üblich ist es in der schweiz sicher nicht...
Autor: Xxx Yyy (cangir)
Datum:

Ich zitiere:

"Sollten Sie aufgrund der langen oder umständlichen Anreise eine
Hotelübernachtung wünschen, können wir Ihnen das Hotel BXXXX in XXXXX
empfehlen. Allfällige Reservationen können Sie unter der Telefonnummer
0041 56 XXX XX XX vornehmen.

Die Reise- und Übernachtungskosten erstatten wir Ihnen gegen Vorweisung
der Belege selbstverständlich zurück.


        Wir bitten Sie, das beigefügte Personalblatt sowie das
Spesenabrechnungsformular auszufüllen und zum Gespräch mitzubringen. "
Autor: P. S. (Gast)
Datum:

Wir glauben dir ja schon :-) Ist aber in der Tat sehr ungewoehnlich.
Klingt nach einer guten Verhandlungsposition :-)
Autor: comp (Gast)
Datum:

Hallo


Bei uns haben in letzter Zeit viele Deutsche und Österreicher
angefangen.
Ob die Fahrt bezahlt wurde zum Vorstellungsgespräch wies ich nicht, aber
die ersten 3 Monate wurde das Hotel bezahlt, bis eine Wohnung gefunden
wurde.


Gruss
Autor: Freckel (Gast)
Datum:

Wo seid ihr angesessen? Gibt es nicht genug Schweizer, die das können?
Autor: gast (Gast)
Datum:

Die Ausländer sind billiger! Besonders die Österreicher!
Autor: Mister K. (Gast)
Datum:

>Das allgemeine Preisniveau der Schweiz liegt höher.
Übertreib mal nicht. Ich war schon in der Schweiz. Sicher sind 20% mehr
zu zahlen, aber als Fachkraft mit hohem Gehalt geht relativ weniger in
den Mindestbedarf für Wohnung, Strom etc.. Da bliebt immer noch was
übrig, sonst würden es ja nicht so viele machen und umgekehrt, mehr
Schweiz in Deurschland arbeiten!

>Die Ausländer sind billiger! Besonders die Österreicher!
Die Deutschen auch?

Wie ist das gemeint? Werden Ausländer billiger beschäftigt?
Ich kann mir höchstens vorstellen, dass ausländische Fachkräfte von
ihren eigenen Gehältern ausgehen und dann zu wenig fordern. Das
allerdings wäre fatal.

?
Autor: P. S. (Gast)
Datum:

Mister K. wrote:

> Übertreib mal nicht. Ich war schon in der Schweiz. Sicher sind 20% mehr
> zu zahlen, aber als Fachkraft mit hohem Gehalt geht relativ weniger in
> den Mindestbedarf für Wohnung, Strom etc...

Wenn man in Deutschland nur bei Aldi und Lidl eingekauft hat, ist die
Schweiz natuerlich viel teurer. Ansonsten sind es in erster Linie Miete
und Restaurants, die deutlich teurer sind. Der Rest haelt sich in
Grenzen.

> Da bliebt immer noch was
> übrig, sonst würden es ja nicht so viele machen und umgekehrt, mehr
> Schweiz in Deurschland arbeiten!

Geld ist nicht alles.

> Ich kann mir höchstens vorstellen, dass ausländische Fachkräfte von
> ihren eigenen Gehältern ausgehen und dann zu wenig fordern. Das
> allerdings wäre fatal.

Das passiert den Meissten nur bei der ersten Anstellung. Insofern haelt
sich das Problem in Grenzen.
Autor: comp (Gast)
Datum:

Hallo


Ich denke mal das alle Nationalitäten bei uns den gleichen Lohn
bekommen. Es gibt halt einfach zu wenige Leute, die über dass halbe Jahr
im Ausland arbeiten wollen.

Was sich aber verändert hat bei uns, dass Hilfsarbeiten die am Anfang
Italiener später dann Personen aus ex-Jugoslawien erledigt haben, heute
Personen aus Ost-Deutschland machen. Mir hat einer mal gesagt "Wir sind
eure Polen". Das wird so in etwa stimmen.
Autor: P. S. (Gast)
Datum:

comp wrote:

> Ich denke mal das alle Nationalitäten bei uns den gleichen Lohn
> bekommen. Es gibt halt einfach zu wenige Leute, die über dass halbe Jahr
> im Ausland arbeiten wollen.

Ein Problem mit der Entlohnung gibt es durchaus: Menschen aus Laendern
mit nicht uebertragbaren Aufenthaltsbewilligungen (vornehmlich Inder)
werden gerne von den Bodyleasern ueber den Tisch gezogen. Die koennen
sich kaum wehren, denn wechseln koennen sie praktisch nicht. Da gibt es
teilweise Margen von 70%. Leider unterstuetzen die Behoerden mit ihrer
Praxis der Vergabe der Aufenthaltsbewilligungen diese Ausbeutung. Das
Lohnniveau drueckt das aber nicht: Die Bodyleaser wissen sehr genau,
fuer wie viel sie die Leute verkaufen koennen. Das schadet dem Mythos
bei Arbeitgebern und (einheimischen) Arbeitnehmern, dadurch wuerde viel
gespart und die Loehne gedrueckt, allerdings nicht...
Autor: Gast (Gast)
Datum:

Na, bei den sich hier im Forum umeinand Elektroingenieuren und
Informatikern dürften die Margen eher ei 7% liegen :-).

>Es gibt halt einfach zu wenige Leute, die über dass halbe Jahr
>im Ausland arbeiten wollen.

Das ist bezogen auf die Schweiz auch so ziemlich das schlechteste, was
man machen kann, weil man dann sicher über die 90Tage drüber ist,
abernoch nicht genug Geld in der Schweiz gemacht hat, um insgesamt
steuerlich besser abschneiden zu können.

Schweiz lohnt nur für Selbständige bei D < 90Tage oder aber ganz
hinziehen und deutschen Wohnsitz aufllösen. Dann wird schweizersich
versteuert und der deutsche Fiskus geht leer aus. Dann - UND NUR DANN -
bleibt auch wirklich mehr übrig!
Autor: comp (Gast)
Datum:

Hallo

Alle Deutschen die bei uns Angefangen haben, wohnen jetzt auch in Zürich
oder Umgebung. So viel ich weis gibt es keine Steuerlichen Vorteile in
der Schweiz wenn man nur unter <90 Tage zu Hause ist. Leider...
Autor: Gast (Gast)
Datum:

Die Aussage bezog sich auf Projektarbeit wegen des Vorschlags, "ein
halbes Jahr" ins Ausland zu gehen. Selbständige können sehr
unkompliziert bis zu 90 Arbeitstage in der Schweiz arbeiten, mit
Verlängerung sogar 120 Tage. Das praktisch tatsächlich machbare sind 90
Tage am Jahresende und weitere 90+30 Tage im neuen Jahr. Die
Verlängerung wird i.d.R. akzeptiert, wenn man dem kantonalen Amt für
Wirtschaft bei der Anmeldung (geht übers Internet) gleich mitteilt, dass
nach den 120 Tagen defintiv Schluss ist.

So werden es dann 210 Arbeitstage in der Schweiz (fast ein Bruttozeit!).
Mit etwas Mehrarbeit dort (10%) sind es wie 225 Tage und dann noch 10%
zuhause mit Zwischenauffenthalten alle 4 Wochen (wegen der
Dienstreisenregelung) kommen so fast 250 effekive Arbeitstage = 2000
Stunden in gut 12 Monaten brutto zusammen.

Man muss dann dort keine Sozialleistungen oder Steuern abführen.

Das Problem ist dann einzig, eine Stelle zu kriegen, die einem einen so
hohen Stundensatz abwirft, dass sich die Fahrerei und die Kosten für die
Zusatzwohnung lohnen. Das ist da Problem.

In den meisten Kalkulationen lohnt es sich nicht!
Autor: s. (Gast)
Datum:

Also ich verfolge das Ganze nun schon eine Weile und hab auch schon in
der Schweiz gewohnt, aber was hier für Milchmädchenrechnungen ablaufen,
ist unglaublich.
Der reine Bruttoverdienst ist sicher 30-40% (nach umrechung des
schweizer lohns in €) höher... aber:
1. die schweizer-netto-gehälter sind in keiner weise mit den deutschen
zu vergleichen. ein "normaler" schweizer bekommt seine lohnsteuer nicht
am monatsende vom lohn abgezogen, sondern zahlt seine lohnsteuer am
jahresende. für ausländer wird eine sogenannte quellensteuer am
monatsende verrechnet. Solltet ihr also gehälter vergleichen wollen,
müsst ihr bedenken, mit wem ihr eure gehälter vergleicht.
2. seid ihr für eure krankenversicherung selbst zuständig. diese geht
nicht wie gewohnt vom lohn ab, sondern wird je nach alter berechnet,
dabei spielt das einkommen keine rolle.  aus eigener erfahrung kann ich
sagen, dass man mit monatlichen beiträgen um die 300chf zu rechnen hat.
auserdem hat man immer eine jährliche franchise, dh. bis zu eurer
franchise zahlt ihr erstmal alle arztkosten selbst. ausserdem habt ihr
dazu immernoch einen selbstbehalt von 10% bis zu einer summe von 700chf
jährlich. Zahnarzt wird gar nicht bezahlt. Ein gesunder mensch kann in
der schweiz sicher vom lohn etwas sparen, sobald man aber zum arzt geht,
wirds teuer. ne wurzelbehandlung kann dann locker mal 1500chf kosten.
man sollte sich also bei seinen lohnberechnungen und "wieviel verdiene
ich mehr" bewusst sein, was man für das geld bekommt.
3. von meinem empfinden her, sind die lebenshaltungskosten um 50% höher.
angefangen bei miete, lebensmittel, kino, essen gehen usw...

so wie ich es erlebt habe, hat man sicher ein paar taler mehr am
monatsende übrig, aber nie und nimmer 1000€ oder solche größenordnungen.
Autor: s. (Gast)
Datum:

kleine Ergänzung:
nimmt man noch Familie mit in die Schweiz, muss man mit Kosten für den
Kindergarten von 2000chf rechnen. Ausserdem gibt es keine
Familienversicherung, dh. Kind und Frau müssen extra krankenverichert
werden...
Autor: Franke (Gast)
Datum:

Ich kann als Nichtschweizer da nicht so mitreden, aber nur eines:

300chf für die KV sind wenig! Wenn man in D einigermassen verdient,
zahlt man die Grenzsumme von Betragsatz x Bemessungsgrenze und das sind
über 6500,- im Jahr von denen der AG nicht einmal die Hälfte übernimmt.
Dir bleiben dann mindestens €300,- im Monat. Obwohl das das mit den
Zähnen ist, ist mir das immer noch teurer.

Das zweite, was ich beisteuern kann: Ich kenne eine Reihe von
Ingenieuren, die von Ö und D in die Schweiz fahren zum Arbeitem. Das
sind Erfahrene Leute, die auch vorher gut verdient haben müssen. Einige
wohnen in der Schweiz und leben/zahlen komplett dort - anderen machen
den Grenzgänger und fahren heim, zahlen also Deutsche Steuern und
Krankenkasse. Für beide muss es sich ja lohnen, sonst gingen sie nicht
hin!
Autor: deutschlandverfechter (Gast)
Datum:

hallo,

ich kann nur sagen, dass einstiegsgehälter in Höhe von 80.000
sch.frk/p.a. von denen hier berichtet wird nicht wirklich hoch sind für
einen deutschen ingenieur und angesichts der offensichtlich höheren
ausgaben in der schweiz keineswegs verlockend. im ländle z.B. und das
ist der deutsche südwesten :) kriegt man in der automobilindustrie am
anfang locker seine 55.000 euronen (stand frühjahr 2008; entspricht gut
3000 € im Monat in Steuerkl. III) wenn man sich während des studiums
nicht ganz so dumm angestellt hat, ein paar interessante skills besitzt
und es auch versteht diese den herren gut zu verkaufen. und für 1000
euronen warm/monat kriegste auch noch ne schöne 100qm Wohnung am rande
stuttgarts in der genug platz für frau und kind (164 € Kindergeld!,
gibts sowas in der schweiz?) ist.

zugegebenermaßen muss man sich fragen welche landsgenossen erträglicher
(kleinkarierter :-)) sind: die schwaben oder die schwietzer. letztere
kenn ich vom alltag her leider/zum glück nicht. alternative in
deutschland ist sicherlich noch münchen (schönste stadt deutschlands
;-)) aber: mit 1000 euronen warm ist nicht mehr drin als 80qm. dafür
stimmt aber das inschinhörgehalt mindestens genauso.

und: die schweiz bietet sicherlich in puncto skispass deutlich mehr als
schwaben (münchen ist da schon schwer zu überbieten), wobei ich bereits
beobachten konnte, dass im winter doch recht viele baseler sich am
feldberg getummelt haben(?). liegts an den günstigen preisen in
deutschland?

p.s.: der preisevergleich von schweizermacher ist einfach nur dämmlich.
wenn ich aldipreise mit rewe/käfer-preisen in deutschland vergleiche,
bekomme ich auch preisunterschiede von 100% (und deutlich mehr). der
unterschied ist: hier hat man die wahl, wieviel man in eine gesunde
ernährung investieren will sofern man nicht gerade gerade zu dazu
gezwungen wird bei aldi einzukaufen, wenn man sichs sonst nicht leisten
kann (jeder student z.B. ist froh drum).

grüße an alle schweizer und alle dies noch werden wollen :)
Autor: David (Gast)
Datum:

@Franke
also für die östrreiche grenzgänger lohnt es sich nicht mehr wirklich...
Es gibt zwar traditionel glaub etwa 40-50k grenzgener aus österreich die
in der Schweiz arbeiten, aber die zahl ist stabil bis rückläufig, da die
lohnunterschiede stark abgenommen haben (für schweizer verhältnisse ist
der osten tieflohnland im vergleich zu zürich, und der westen
österreichs hochlohnland für österreichische verhältnisse), der
wechselkurs macht dann noch das seine, auch wenn er in naher zukunft
wieder vorteilhafter sein wird für dir Grenzgänger...
P.S. auch wenn du fix in die Schweiz ziehen würdest, könntest du
dauerhaft bei deiner deutschen KV bleiben, wenn du das möchtest...

@deutschlandverfechter
die schweizer sind da sehr umgänglich, wobei gewisse details beachtet
werden sollten (z.b. als deutscher kannst du kein schweizerdeutsch
sprechen, wirst es nie können, also versuchs bitte nicht... :_) ). Wobei
ich feststelle, dass die deutschen immer unbeliebter werden unter den
verschiedenen ausländergruppen in der schweiz. Ich denke, in 5-10 jahren
werden die deutschen in der schweiz inetwa so biliebt sein wie die polen
oder türken jetzt in deutschland, es geht zumindest aus verschiedenen
gründen klar in diese richtung, wenn auch langsam, aber stetig...

@s.
2000chf für den Kindergarten? muss mal nachfragen, aber wär mir jetzt
wirklich das neueste...
Autor: Berliner (Gast)
Datum:

"im ländle z.B. und das
ist der deutsche südwesten :) kriegt man in der automobilindustrie am
anfang locker seine 55.000 euronen (stand frühjahr 2008; entspricht gut
3000 € im Monat in Steuerkl. III)"

55k Jahresgehalt????? Als Absolvent????? Bitte wach schleunigst aus
deinem Traum auf! Fakt ist das gerade jetzt bei der
Weltwirtschaftskriese 2 oder 3 mal überlegt wird, wem wieviel Geld in
den Arsch geblasen wird. Und da nützt dir auch deine 1er Diplomnote mit
Auszeichnung nix. Auf 55k wirst du 100pro im Leben nicht kommen. Ein
gutes Einstiegsgehalt in Deutschland liegt bei 45k-48k.(im Osten sinds
deutlich weniger) Da solltest du aber schon über Auslandserfahrung
verfügen und perfekt Englisch sprechen können.
Gutes Beispiel: Ein Freund von mir hat sein FH-Diplom mit 1 bestanden...
dann seinen Master in England mit Auszeichnung gemacht und bekam als
Einsteigsgehalt bei Siemens (bei Erlangen) etwa 48k Euro bei 35 Stunden
die Woche. Bitte immer auf dem Teppich bleiben. Das Einstiegsgehalt in
Berlin bei FH-Elektrotechnikabsolventen liegt bei 38k-40k.
Autor: Schweizerfan (Gast)
Datum:

Dein Beispiel aus Erlangen bedarf noch einiger Erklärung:

"FH-Diplom mit 1 bestanden" entspricht Uni mit 2-3! und ist daher nicht
der Massstab für das Maximum. Uniabgänger kriegen locker mehr und
besonders in Erlangen gibt es soviele FH-Abgänger, dass es mich wundert,
dass Siemens überhaupt einen einstellt. Die haben nämlich Masse an
Auswahl.

Die 48k wären also mit 10% zu beaufschlagen, womit man bei 52k landet.
Hochgerechnet auf 40h sind das bei 8/7 sogar 60.000. Das ist sogar sehr
viel würde ich mal sagen. Das Beste, was ich gehört habe, sind 1er
Kandidaten Uni mit 57.500 in stark gesuchten Positionen , aber nicht im
Autobau - auch nicht vor der Krise.

"Master in England mit Auszeichnung" entspricht dann einem
Durchschnittsunimann, sage ich mal :-)
http://www.mikrocontroller.net/attachment/47467/ve...
Autor: Schweizerfan (Gast)
Datum:

Zu früh gesendet: In der Grafik ist mal dargetstellt, was man in DACH
nach 2 Jahren hat und über hat. Man darf nicht nur das Brutto sehen.
Autor: Schweizer (Gast)
Datum:

>>Dein Beispiel aus Erlangen bedarf noch einiger Erklärung:

>>"FH-Diplom mit 1 bestanden" entspricht Uni mit 2-3! und ist daher nicht
>>der Massstab für das Maximum. Uniabgänger kriegen locker mehr und
>>besonders in Erlangen gibt es soviele FH-Abgänger, dass es mich wundert,
>>dass Siemens überhaupt einen einstellt. Die haben nämlich Masse an
>>Auswahl.

Falsch... im technischen bereich zumindest liegen in der schweiz die
anfangsgehälter von uni-absolventen unter jenen von fh-absolventen...
(die uni absolventen holen die fh-absolventen irgenwann ein, aber erst
nach x-jahren...)

Weiter würd ich im bezug auf die schweiz nicht so stark auf die Noten
schauen, ich und mein kollegenkreis haben die erfahrung gemacht, dass
diese eigentlich irrelevant sind...
Autor: Nam Tam (namtam)
Datum:

>@deutschlandverfechter
>die schweizer sind da sehr umgänglich, wobei gewisse details beachtet
>werden sollten (z.b. als deutscher kannst du kein schweizerdeutsch
>sprechen, wirst es nie können, also versuchs bitte nicht... :_) ). Wobei
>ich feststelle, dass die deutschen immer unbeliebter werden unter den
>verschiedenen ausländergruppen in der schweiz.
Das mit der Sprache ist machbar ;) Ich kenne mehr als einen Deutschen,
der sehr gutes Schweizerdeutsch spricht (natürlich mit einem gewissen
Akzent, aber kaum, dass es stören würde)..

Allerdings werden die Deutschen natürlich immer unbeliebter. Zum einen
darum, weil sie als Billigarbeiter gelten und den Schweizern somit "die
Arbeitsplätze wegnehmen", zum anderen weil die Mentalität der Deutschen
derjenigen der Schweizer praktisch entgegengesetzt ist. Mit ein bisschen
Rücksichtnahme beider Seiten ist es aber machbar, gute Beziehungen
aufzubauen :)
Autor: Nittaya (Gast)
Datum:

Wenn ich einen Arbeitsvertrag in der Schweiz erhalte und von Deutschland
in die Schweiz umziehe, ist es dann ueblich, dass der Arbeitgeber die
Umzugskosten und die Maklergebuehren für die Wohnungssuche uebernimmt.
Autor: aha (Gast)
Datum:

>Wenn ich einen Arbeitsvertrag in der Schweiz erhalte und von Deutschland
in die Schweiz umziehe, ist es dann ueblich...

Sonst noch was ?
Kann ich mir kaum vorstellen. Und wenn es so waere, dann waere es
bindend, dann wuerde ich als Arbeitgeber eine langjaehrige Zusage haben
wollen und dann wuerde ich der aufgewendeten Betrag wiederhaben wollen
zB in Form eines reduziertem Monatslohn, aufgeschobener Gehalterhoehung,
usw.

Als Arbeitnehmer wuerde ich lieber die paar Euronen selbst zahlen und
meine Unabhaengigkeit behalten wollen. Ploetzlich entpupt sich der
freundliche Arbeitgeber als ausbeuterischer Sklaventreiber, der massiv
zuwenig bezahlt. Dann ist es besser keinen 5 Jahresvertrag
unterschrieben zu haben.

Zusammenfassend  : Eine beliebig schlechte Idee. Vergiss es.
Autor: P. S. (Gast)
Datum:

Er wollte nicht hoeren, was du glaubst oder wuerdest, sondern was
ueblich ist.

IMO kann man da keine feste Aussage treffen, ich habe schon alles erlebt
- die einen interessiert das gar nicht, andere sorgen fuer Wohnung,
Umzug und Zwischenunterkunft. Zwischendrin gibt es auch welche, die
zahlen nur fuer Leute aus Uebersee, andere nur fuer Kader und beim
naechsten wieder kommt's darauf an, wie die Tante von HR heute drauf
ist.
Autor: aha (Gast)
Datum:

Ich wollte ausdruecken, du gewinnst nichts wenn du etwas in den
Verhandlungen durchdrueckst.
Autor: An (Gast)
Datum:

Die Schweiz stoppt jetzt sowieso die Einwanderung für Deutsche, muss man
sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Würde man das hier mit dem Dreck aus Anatolien genauso machen, ein Nazi
Vergleich wäre gleich zur stelle !
Autor: Gast03 (Gast)
Datum:

Du pöser Nazi du ;)
Autor: Vollprofi (Gast)
Datum:

>Die Schweiz stoppt jetzt sowieso die Einwanderung für Deutsche, muss man
>sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Ist da so? Woher kommt die Info?
Autor: Nam Tam (namtam)
Datum:

An schrieb:
> Die Schweiz stoppt jetzt sowieso die Einwanderung für Deutsche, muss man
> sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
>
> Würde man das hier mit dem Dreck aus Anatolien genauso machen, ein Nazi
> Vergleich wäre gleich zur stelle !
Es geht nicht um die Deutschen, sondern um alle EU-Einwanderer, die
durch die Bilateralen Abkommen eine erleichterte Einwanderung erfuhren.
Da aber alle im Moment in der Krise sind und sich protektionistisch
schützen (siehe Frankreich, als extremes Beispiel), und die
Arbeitslosigkeit in der Schweiz bis zum nächsten Jahr wohl stark
ansteigen wird, möchte man zumindest die Einwanderung etwas stoppen,
damit das Problem nicht verschärft wird. Das hat nichts mit Rassismus zu
tun ;)
Autor: aha (Gast)
Datum:

>Die Schweiz stoppt jetzt sowieso die Einwanderung für Deutsche, muss man
sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Etwas politisches Saebelrasseln ... unwichtig. Ein Vorschlag, der
diskutiert wird. Ja. Reden tun sie gerne.
Autor: dr (Gast)
Datum:

Die Abstimmung soll es Kantonen ermöglichen die freie Zuzugsrelung
zeitweise außerkraft zu setzen.

Aber bereits jetzt im Vorfeld der Abstimmung haben einige Kantone darauf
verzichtet, diese Neuregelung zu nutzen.
Autor: Nam Tam (namtam)
Datum:

dr schrieb:
> Die Abstimmung soll es Kantonen ermöglichen die freie Zuzugsrelung
> zeitweise außerkraft zu setzen.
> Aber bereits jetzt im Vorfeld der Abstimmung haben einige Kantone darauf
> verzichtet, diese Neuregelung zu nutzen.
Sogar praktisch alle Kantone.

aha schrieb:
> >Die Schweiz stoppt jetzt sowieso die Einwanderung für Deutsche, muss man
> >sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
>Etwas politisches Saebelrasseln ... unwichtig. Ein Vorschlag, der
>diskutiert wird. Ja. Reden tun sie gerne.
Wir reden vorab, damit dann hinterher weniger gejammert wird ;) Im
Gegenzug jammern die Deutschen gerne über die Regierung, die über ihren
Kopf wegentscheidet, was wiederum in der Schweiz selten der Fall ist, da
das Volk immer etwas dagegen tun kann.

Es geht ja eigentlich darum, dass die Arbeitsmarktsituation nicht noch
mehr verschärft wird. Wenn die steigenden Arbeitslosenzahlen noch mehr
steigen, nur weil massenweise EU-Bürger weiterhin in die Schweiz
einwandern, hilft das niemandem. In der Schweiz läuft es im Moment
wirtschaftlich auch nicht besser als in jedem anderen europäischen Land.
Da bringt die Einwanderung den wenigsten etwas. Desweiteren verträgt die
Schweiz nur eine bestimmte Zahl an Einwohnern, da sie relativ klein ist
und die Wohnfläche längst nicht ausreicht. Oder warum, denkt ihr, sind
die Mieten im Raum Zürich so enorm hoch? ;)
Autor: Schweizer (Gast)
Datum:

>>Autor: An (Gast)

>>Die Schweiz stoppt jetzt sowieso die Einwanderung für Deutsche, muss man
>>sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

>>Würde man das hier mit dem Dreck aus Anatolien genauso machen, ein Nazi
>>Vergleich wäre gleich zur stelle !

und die deutsche pissen der schweiz auch sonst überall ans bein wenns
geht...
Autor: dr (Gast)
Datum:

>Wir reden vorab, damit dann hinterher weniger gejammert wird ;) Im
>Gegenzug jammern die Deutschen gerne über die Regierung, die über ihren
>Kopf wegentscheidet, was wiederum in der Schweiz selten der Fall ist, da
>das Volk immer etwas dagegen tun kann.

>Es geht ja eigentlich darum, dass die Arbeitsmarktsituation nicht noch
>mehr verschärft wird. Wenn die steigenden Arbeitslosenzahlen noch mehr
>steigen, nur weil massenweise EU-Bürger weiterhin in die Schweiz
>einwandern, hilft das niemandem. In der Schweiz läuft es im Moment
>wirtschaftlich auch nicht besser als in jedem anderen europäischen Land.
>Da bringt die Einwanderung den wenigsten etwas. Desweiteren verträgt die
>Schweiz nur eine bestimmte Zahl an Einwohnern, da sie relativ klein ist
>und die Wohnfläche längst nicht ausreicht. Oder warum, denkt ihr, sind
>die Mieten im Raum Zürich so enorm hoch? ;)

Erstmals, kann man die Mietpreise von Zürich nich auf die gesamte
Schweiz übertragen, genauso wie den Zustand des Arbeitsmarktes.
Jedes Kanton weist eigene Zahlen auf, die doch sehr unterschiedlich
ausfallen.

Zum Anderem bin ich mir sehr wohl bewusst, dass es in der Schweiz eine
praktizierende Volksdemokratie vorherrscht. Übrigens finde ich diesen
Zusand überaus vorteilhaft. Aus jeden Fall besser als der unserige.

Die Tatsache, dass die einzelnen Kantonen, bereits in vorab der
Abstimmung ein Verzicht gemeldet haben, widerspricht nicht der schweizer
Tradition, sondern sagt ehe, dass der Arbeitsmarkt in jeweiligen
Kantonen noch weit davon entfernt ist gesättigt zu sein. Die
gesamtschweizerische Volksabstimmung erlaubt lediglich einen Instrument
zu schafen, dessen Nutztungsart letztendlich den Kantonen überlassen
wird.


Also gibt es kein Widerspruch.
Autor: Paul (Gast)
Datum:

>und die Arbeitslosigkeit in der Schweiz bis zum nächsten Jahr wohl stark
>ansteigen wird, möchte man zumindest die Einwanderung etwas stoppen,
>damit das Problem nicht verschärft wird. Das hat nichts mit Rassismus zu
>tun ;)

Tja, da ist Sachsens Ministerpräsident Tillig anders. Er fordert jetzt
in dieser schwierigen wirtschaftlichen Lage tatsächlich den Zuzug
ausländischer Fachkräfte, weil es in Dtl. doch angeblich an Fachkräften
mangelt.
Autor: Nam Tam (namtam)
Datum:

dr schrieb:
> Erstmals, kann man die Mietpreise von Zürich nich auf die gesamte
> Schweiz übertragen, genauso wie den Zustand des Arbeitsmarktes.
> Jedes Kanton weist eigene Zahlen auf, die doch sehr unterschiedlich
> ausfallen.
>
> Zum Anderem bin ich mir sehr wohl bewusst, dass es in der Schweiz eine
> praktizierende Volksdemokratie vorherrscht. Übrigens finde ich diesen
> Zusand überaus vorteilhaft. Aus jeden Fall besser als der unserige.
>
> Die Tatsache, dass die einzelnen Kantonen, bereits in vorab der
> Abstimmung ein Verzicht gemeldet haben, widerspricht nicht der schweizer
> Tradition, sondern sagt ehe, dass der Arbeitsmarkt in jeweiligen
> Kantonen noch weit davon entfernt ist gesättigt zu sein. Die
> gesamtschweizerische Volksabstimmung erlaubt lediglich einen Instrument
> zu schafen, dessen Nutztungsart letztendlich den Kantonen überlassen
> wird.
> Also gibt es kein Widerspruch.
Die meisten ausländischen Fachkräfte siedeln sich aber in diesen
Ballungsgebieten an ;) Luzern zieht mittlerweile auch nach (durfte ich
leider unlängst am eigenen Leib erfahren), Genf, Basel und Zürich haben
die gleichen Probleme. Kaum eine ausländische Fachkraft wird zu den
mittelständischen Unternehmen in der Zentralschweiz wandern, sondern
eher zu den Grossbetrieben im Raum Zürich/Ostschweiz hingezogen werden.

Nunja, wieso sagt dies ein Kanton? Es kommen gute Steuerzahler in ihre
Kantone, natürlich wird da niemand nein sagen. Auch die Firmen wollen
sich gerne diesen Weg offen halten. Dass dabei aber die inländische
Arbeitnehmerschaft meist vollständig ignoriert wird, interessiert
keinen.
Es ist gut, dass ein solches Instrument geschaffen wird, doch wenn es
dann selbst in notwendigen Fällen aus Angst um die Sympathie der Firmen
nicht angewandt wird, ist es nutzlos.
Autor: Vollprofi (Gast)
Datum:

Bei dem ganzen Thema stellt sich mir immer wieder die Frage, was eine
Fachkraft ist! Sowohl die Schweizer, als auch die Deutschen scheinen
darunter zu leiden, dass in den oberen 5% der technischen Topeliten
Leute fehlen, aber die Politik diesen Umstand nutzt, um auch alle
anderen Fachkräfte als mangelnd zu bezeichnen - wobei natürlich auch die
Fleischereifachverkäufern fällt.

Also holen sich die Schweizerfirmen die billigen Deutschen Monteure, die
Westfirmen die Ossis und die Ossis die Polen.

So kann es ja wohl nicht sein!

Ich kann dazu nur sagen, dass ich keinem Schweizer eine Arbeit wegnehme
oder weggenommen habe, weil ich so abgrundtief elend teuer bin, dass
jeder ortsansässige Schweizer billiger sein muss, weil er ja nur die
Wohnungspreise vorort zahlen muss, während ich vorort Hotel und noch mal
daheim zahle und auch noch Reise anfällt.

Wenn mir die Firma also 1200,- Sfr am Tag gibt, dann tut sie es, weil
sie keinen anderen findet. Vielleicht sind aber die Schweizer
Systemspezis noch teuerer?
Autor: Sämi (Gast)
Datum:

Da die Schweizer verschwiegen sind ihren Lohn betreffend, gibt's diesen
da:
http://www.lohnrechner.ch/
Lohnrechner des Gewerkschaftbundes, beruht auf statistischen
Befragungen.
Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Dann aber bitte gleich von offizieller Stelle:
www.lohnrechner.bfs.admin.ch

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