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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ebay in den USA und der Zoll


Autor: Roland (Gast)
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Hallo Forum,
hat jemand schon erfahrungen mit in den USA erworbenen Artikel? Wie 
läuft das ganze mit der Bezahlung und vor allem wie sieht es mit dem 
Zoll aus? Werden ausländische Rechnungen auch vom Fiskus anerkannt? 
(absetzbar etc) (Ich wohne in D-Land)
MFG
Roland

Autor: Jens (Gast)
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Hallo Roland,

Ich habe schon mehrfach über ebay Sachen aus den USA
gekauft. Die Bezahlung lief meist als Überweisung
(wire transfer) oder selten über Paypal. Das hat
bisher recht gut geklappt. Beim Zoll landet die Sendung
dann sowieso, Du mußt zur Abholung nur eine Rechnung
oder zur Not auch einen ebay-Ausdruck mitbringen aus
dem der Warenwert und die Versandkosten hervorgehen.
Wie es mit dem steuerlichen absetzen aussieht kann
ich Dir nicht sagen, bei mir war bisher alles privat.

Jens

Autor: Düsentrieb (Gast)
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hatte für 5$ gekauft; kam per post, nix zoll usw.

Autor: Jens (Gast)
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@Düsentrieb:

Da gibt es eine Grenze irgendwo bei 20..30 Euro, wenn der Wert
der Ware da drunter bleibt winkt der Zoll die Sendung durch.
Bei 5$ bist Du da mit Sicherheit drunter.

Jens

Autor: Hannes Lux (hannes)
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Düsentrieb wrote:
> hatte für 5$ gekauft; kam per post, nix zoll usw.

Scherzkeks...

Das fällt ja auch noch in den Freibetrag. Ich habe aber international 
bisher auch nur Kleinmengen (im Bereich des Freibetrages) gekauft.

Einfach mal bei Ebay.de etwas umschaun, da gibt es genügend Hinweise und 
auch den direkten Link zum Deutschen Zoll mit den genauen Bestimmungen.

...

Autor: Florian Demski (code-wiz)
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Auf die Sachen kommen Einfuhrumsatzsteuer 19% (?) + Zoll. Der Zoll 
richtet sich nicht nur nach dem Wert, sondern auch danach, was das 
eigentlich ist. Ich habe mal bei eBay ein Logic-Analyzer erstanden und 
durfte zum Zollamt, da der Absender das Ding nicht deklariert hat. Vor 
den Augen des Zollbeamten auspacken, eBay-Rechnung vorlegen. Am Ende 
bekommt man noch ungefähr 10 DIN A4-Seiten mit irgendwelchen Angaben.

Autor: Roland (Gast)
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Hallo,
danke für eure Antworten. Bei mir geht es um ein Digitales Oszilloskop. 
Preis wohl um die 1000€.
@Jens und Florian
Wo musstet ihr des zeug den immer abholen? In einen Zollamt bei euch vor 
ort?

Danke schonmal für eure Antworten.
MFG
Roland

Autor: Jens (Gast)
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@Roland:

Genau, von der Post kam eine Benachrichtigung das die
Sendung bei Zollamt abgeholt werden kann.

Jens

Autor: Emanuel (Gast)
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naja dann wird das osszi halt proforma 19.90 Euro wert sein...

Autor: Der Hubert (Gast)
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>> naja dann wird das osszi halt proforma 19.90 Euro wert sein...

Das ist Betrug und die Strafe trägt IMHO der Empfänger, wenn er denn 
trotzdem an die Ware kommen will ....

Autor: Der Hubert (Gast)
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Und bei der Freigrenze (22€ ??) ist das Porto zu berücksichtigen, denn 
Zollabgaben fallen immer auf den Gesamtpreis an (Ware + Versand).

Autor: Florian Demski (code-wiz)
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Soweit ich weiß, wurde da etwas geändert. Auf die 150 $ Versandkosten 
musste ich zumindest keine Abgaben bezahlen.

Autor: Jens (Gast)
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@ Florian:

Bist Du Dir da sicher? Als ich vor einigen Wochen mal
wieder beim Zoll war galt das aber noch nicht. Und so
richtig kann ich das auch nicht glauben weil sich der
Zoll da ja signifikante Mengen Geld entgehen läßt und
dem Betrug die Tür öffnet. Sonst hätten wir in Zukunft
bestimmt viele teure Sendungen mit einem Warenwert von
151,- und sehr hohen Versandkosten... Freu Dich darüber
das Du vermutlich Glück hattest.

Jens

Autor: Martin (Gast)
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1. Achte auf die richtige Umrechnung Zoll in mm.

2. Was hat das mit Elektronik zu tun? Dann könnte man ja gleich ein 
Forum aufmachen für alles.

PS: Was kann ich denn machen, meine Rosen blühen nicht mehr so schöne?

Autor: Christian U. (z0m3ie)
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>PS: Was kann ich denn machen, meine Rosen blühen nicht mehr so schöne?

viel Mist, aber du scheinst ja auf dem richtigen Weg zu sein...

(Sorry)

Autor: Sascha (Gast)
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Ich hatte vor zwei Jahren zwei 3com Gigabit-Switche für je ca. 2000$ bei 
eBay USA erstanden.

Allerdings hat der Versender die Dinger als Gebrauchtware deklariert und 
ich musste jedenfalls nichts bezahlen. Das Paket wurde weder geöffnet 
noch waren irgendwelche Unterlagen vom Zoll dabei. Nur ein Stempel 
"Zollamtlich behandelt" oder so war auf dem Karton.

Auch wenns OT ist: Ich muss mich jetzt mal über den Zoll auskotzen:

Dagegen musste ich bestellte Ohrhörer (teurere In-Ear-Monitor-Hörer) 
beim Zollamt abholen.
Die ganze Sache hat 4(!) Stunden gedauert. Erstmal zwei Stunden warten, 
weil der Kunde vor mir nicht einsehen wollte, dass man nicht ohne 
weiteres tote Hühner vom Onkel aus Südanatolien einführen darf.

Umsatzsteuer ist klar.
Dann kam der Hammer:
Kopfhörer -> kein Zoll
Ohrhörer -> 2,2% Zoll
In-Ear-Monitor-Hörer -> kein Zoll

Jetzt waren vier Zollbeamte zwei Stunden damit beschäftigt die Ware in 
eine der Kategorien einzuordnen.
Eigentlich sind das ja In-Ear-Monitor-Hörer, aaaaaber...
Auf der Packung steht drauf, dass man die auch fürn iPod benutzen kann.
Das Ergebnis: 2,2% Zoll
Wenn ich nicht einverstanden wäre, dann könnte ich Einspruch einlegen. 
Die Ware wäre dann zum Hauptzollamt Frankfurt zu genauen Deklaration 
geschickt worden. Also weitere 6 Wochen warten.
Da nimmt man die paar Euro Zoll eben in Kauf.


Zwei Mousepads und ein paar Aufkleber aus den USA haben trotz Luftpost 8 
Wochen gebraucht. Die Ware für insgesamt 34$ war davon 6,5 Wochen beim 
Zoll und ich musste 10 Euro Zoll + EuSt zahlen!

Auf der anderen Seite ist mein Logigport inkl. Probes für mehr als 500$ 
einfach am Zoll vorbeigekommen, obwohl alles richtig angegeben war.


Ich habe schon öfters was in den USA bestellt und kann pauschal sagen:

- Kommt die Sendung mit UPS oder Fedex ist die zollamtliche Abfertigung 
kein Problem und dauert nicht lange

- Wird die Ware aus dem Ausland per Brief oder mit einem 
Versandunternehmen verschickt, dass es in Deutschland nicht gibt, ist 
die deutsche Post bzw. DHL für die zollamtl. Abfertigung und den 
Weitertransport zuständig.
Dann kam es bei mir häufiger vor (jedes zweite Mal), dass ich die 
Sendung auf dem Zollamt abholen musste. Dass kann dann auch mal zwei 
oder mehr Wochen dauern.


Von einem Bekannten beim Zoll habe ich erfahren, dass sie immer häufiger 
mit Sendungen aus China zu tun haben, deren Warenwert knapp unter dem 
Freibetrag ist.
Allerdings könnte wohl in den wenigsten Fällen bewiesen werden, dass die 
Wertangabe nicht stimme.

Das ist jetzt auf keinen Fall Aufruf zum Betrag.
Wenn das rauskommt ist möglicherweise dei bezahlte Ware weg.

Ich hatte Mal von einem kleinen Distri aus den USA Bauteile gekauft und 
der hatte Geschenk auf dem Zollschein angekreuzt.
Ich musste beim Zoll betteln, dass die teuren Bauteile nicht 
beschlagnahmt werden. Zum Glück durfte ich die Ware dann noch 
umdeklarieren lassen, Zoll zahlen und die Sachen mitnehmen.

Gerade bei eBay bieten viele kleinere Firmen und Privatleute Ware an. 
Die haben noch nie Zollpapiere ausgefüllt und machen dann oft Fehler.
Wenn ich dort was kaufe, bitte ich den Verkäufer die Zollpapiere genau 
und richtig auszufüllen.
Gerade wenn die Rechnung von aussen nicht zugänglich ist, wird das Paket 
bei der Zollabfertigung geöffnet. Das kostet Zeit.
Wenn die Rechnung von aussen erreichbar ist und die Zollpapiere richtig 
ausgefüllt sind, kommt das Paket (oft) ohne genauere Prüfung durch den 
Zoll.


Ich möchte nicht wissen, was der ganze Zollapparat kostet.
Typisch Deutschland eben.
Aber die Amis sind auch nicht besser: Ich brauchte mal für einen Sensor 
eine Exportlizenz. Die hätte ich bei der amerik. Botschaft beantragen 
müssen.
Angeblich weil der Sensor hauptsächlich militärisch eingesetzt wird.

Ich habe dann den teureren (und besseren wie ich später erfahren habe) 
Sensor aus Deutschland gekauft.

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