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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik selbsterregten Asynchrongenerator wiederbeleben


Autor: David (Gast)
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Hallo!

Ich habe vor einiger Zeit ein kleines 2 kVA Notstromaggregat geschenkt 
bekommen. Nach einem Tag Bastelei läuft sogar der Verbrennungsmotor 
wieder.
Leider kommt aus dem Generator nichts raus. Der Anblick eines großen 
Kondensators im Anschlusskästchen hat mich schon stutzig gemacht, das 
Zerlegen der Maschine brachte dann die Gewissheit : Bäh, 
Kurzschlussläufer. Sollte also eine Asynchronmaschine sein.

Nun die Frage: wie kann man so ein Biest wieder zum Leben erwecken, wenn 
der Restmagnetismus im Rotor verflogen ist? Einfach "irgenwie" 
magnetisieren, z.B. mit dem Labornetzteil eine Wicklung quälen?

Ich bin für jeden Rat dankbar!

Grüße,
David

Autor: Mandrake (Gast)
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Deine Annahme stimmt schon einmal. Würde auch versuchen irgendwie wieder 
eine kleine Magnetisierung hinzubekommen.

Vielleich genügt es den Generator einmal auszubauen und dann kurz als 
Drehstrommotor zu betreiben. Durch das entstehende Drehfeld sollte das 
Teil wieder etwas magnetisiert werden.

Eventuell genügt es aber auch einen starken Dauermagneten (während du 
das ganze Teil laufen lässt) in die Nähe des Generators zu bringen.
Hatte mir das so überlegt:
Wenn der Kurzschlussläufer sich im Feld des Dauermagneten bewegt wird 
eine Spannung im Läufer induziert, der einen Strom hervorruft. Der 
widerum erzeugt ein Magnetfeld das eine Spannung im Stator induziert. 
Jetzt ist es wichtig auch einen Verbraucher am Generator angeschlossen 
zu haben. Am besten recht niederohmig. Es soll ja ein Strom im Stator 
fließen. Würde eine Glühbirne nehmen, die ist ein Kaltleiter. Der 
Widerstand erhöht sich also proportional zur Erwärmung und man bekommt 
im kalten Zustand fast einen Kurzschluss hin.
Durch den Verbraucher (gehe jetzt mal von einer Glühbirne aus) wird also 
ein Strom durch den Stator fließen der am Anfang sehr groß ist. Dieser 
Strom erzeugt seinerseits ein Magnetfeld im Stator, das den Läufer 
durchflutet.
Diese Durchflutung erzeugt im sich drehenden Läufer eine größere 
Induktionsspannung. Und die widerum einen größeren Läuferstrom und damit 
ein größeres Läufermagnetfeld. Die induzierte Statorspannung steigt 
.....

Das System erregt sich also fortlaufend selbst und schaukelt sich hoch 
bis die Glühbirne brennt und den Strom durch ihren Widerstand begrenzt. 
Dann kannst du abschalten und es bleibt ein kleiner Restmagnetismus im 
Läufer zurück. Regeneration komplett -THEORETISCH-

Habe das noch nicht ausprobiert aber theoretisch sollte es 
funktionieren.
Ach was mir noch einfällt: Falls du versucht haben solltest eine 
Leerlaufspannung mit einem Multimeter am Generator zu messen...
Das kann prinzipbedingt nicht funktionieren, da das Multimeter zu 
hochohmig ist um einen genügend hohen Erregerstrom hervorzurufen. Immer 
parallel zu einem Verbraucher messen.

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