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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Unterschied SDRAM und SRAM


Autor: Jakob (Gast)
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Hallo,

wann verwendet man SDRAM und wann SRAM bzw. was sind die Unterschiede 
zwischen diesen beiden flüchtigen Speichern?

Gibt es SDRAM in großeren Größen als SRAM? Sind sie schneller getaktet 
etc.

Jakob

Autor: Franko Phil (sgssn)
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Hallo

das SRAM ist ein Statisches RAM. Das SRAM brauht keinen Refresh.
Das SDRAM ist ein Synchrones DRAM, braucht also einen Refresh. Das 
Synchron bezieht sich meines Wissens auf den Ablauf von ROW- und 
Column-Adress beim Adressieren. Durch den geänderten Ablauf ist es 
schneller als ein "normales" DRAM.

Gerhard

Autor: Falk (Gast)
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@ Jakob (Gast)

>wann verwendet man SDRAM und wann SRAM bzw. was sind die Unterschiede

Wenn der uC/Controller/CPU ein interface für SDRAM hat nimmt man SDRAM, 
wenn er ein Interface für SRAM hat SRAM. ;-)

SRAM ist eher was für kleine Controller (AVR/8051), SDRAM für grössere 
(ARM, PowerQUICK, etc.)

>zwischen diesen beiden flüchtigen Speichern?

SRAM: Static RAM. Den kann man ewig nicht ansteuern, der behält trotzdem 
seine Daten (solange Spannung anliegt). Die Steuerung ist asynchron mit 
drei Signalen RD (read), WR(write) und CS(chip select).

SDRAM: Synchronous Dynamic RAM; Dynamisch heisst, dass der RAM alle paar 
Mikrosekunden (5..20) einen Refreshbefehl vom Controller braucht, damit 
er seine Daten nicht verliert. Synchronous (synchron) heisst, dass er 
ein synchrones Speicherinterface hat, wo alle Aktionen synchron zu einem 
Takt erfolgen.

>Column-Adress beim Adressieren. Durch den geänderten Ablauf ist es
>schneller als ein "normales" DRAM.

Naja, nciht ganz. Durch das synchrone Speicherinterface wird die 
Ansteuerung vereinfacht und beschleunigt. Die Entwicklung im IC-Bereich 
haben ihr übriges dazugetan.

MfG
Falk

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Hinzuzufügen wäre noch, daß dynamische Speicher i.d.R. einen 
gemultiplexten Adressbus haben und eine Adresse sequentiell in zwei 
Hälften angelegt wird, mit entsprechenden Taktsignalen gesteuert. Je 
nach Art des Zugriffs kann auch die eine Hälfte für mehrere 
aufeinanderfolgende Zugriffe nur einmal angelegt werden, was 
verständlicherweise die Zugriffsgeschwindigkeit erhöht.

SRAMs haben i.d.R. keinen gemultiplexten Adressbus, sondern reichen 
ihren Adressbus 1:1 durch. Ein 1 MBit-DRAM hat wegen des gemultiplexten 
Adressbusses nur 10 Adressleitungen, während ein 1 MBit-SRAM 20 
Adressleitungen hat, was unweigerlich ein größeres Gehäuse mit mehr Pins 
erfordert. Bei den heutzutage üblichen (S)DRAM-Speicherkapazitäten kommt 
das noch deutlicher zum Tragen.

Autor: Freudi (Gast)
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bei SDRAMs muss auch genau auf die gleichen Längen etc. aufpassen, damit 
das timing stimmt, welches im datasheet angegeben ist... also 
längenausgleich bei den leiterbahnen etc.

Für FR4-Material kann man da eine 0.6*c geschwindigkeit annehmen 
multipliziert mit dem abstand (time) zwischen den einzelnen signalen (s 
= t * v) und man weiß wie genau es sein muss...

freudi

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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Es ist ja richtig, das dynamisches RAM refreshed werden muss. Aber 
warum?
Vielleicht sollte man hier mal erklären, das statishes RAM aus einem 
Fip-Flop besteht, welches entweder in dem einen (0) oder anderm (1) 
Zustand verbleiben kann. Bei dynamischen RAM´s handelt es sich um einen 
sehr kleinen Kondensator, der entweder entladen (0) oder geladen (1) 
ist. Da Kondensatoren leider die schlechte Eigenschaft haben die Ladung 
auszugleichen, muss die Information wieder auf Vordermann gebracht 
(refreshed) werden, bevor sie verloren ist, entweder voll entladen oder 
voll laden. Statische RAM´s brauchen mehr Transistoren, also mehr Platz 
für eine Speicherzelle, dafür ist die Ansteuerung leichter.

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