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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik µC dreht sich selbst den Strom ab


Autor: Martin (Gast)
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Hallo zusammen,
ich suche nach Möglichkeiten, dass sich der µC nach Beendigung seines 
Programms selbst komplett den Strom abdreht, also die komplette Batterie 
abklemmt.
Das Ganze soll eine Art Eieruhr werden, einen Neigungsschalter hab ich 
schon. Dieser hängt zwischen der Batterie und der Schaltung und sorgt 
dafür, dass die Uhr nur angeht, wenn sie in der "richtigen" Richtung 
steht. Jetzt soll der µC zum Schluss den Strom unterbrechen, und erst 
nach der nächsten 360Grad-Drehung wieder Strom kriegen.
Was die E-Technik anbelangt bin ich nicht sooo bedarft, von daher.... 
habt Nachsicht... ;-)

MfG
Martin

Autor: Andreas W. (Gast)
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Wenn du einen AVR benutzt, dann lass in schlafen gehen und über den 
neigungssensor kannst du ihn über einen externen interruppt aufwecken. 
Der AVR braucht dann strom im µA bereicht, viel weniger geht kaum.
Es sei denn du machst es über relais.

Autor: Martin (Gast)
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ich hab n AVR, aber noch 2 Treiber ULN2803 und UDN2981, die brauchen ja 
auch (wenn auch nicht viel) Strom - und das Ganze hängt an nem 9V-Block, 
und soll möglichst lange leben, zumal im Betrieb 70mA durchgehen.

Autor: Jens P. (jmoney)
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Ich hab da letztens eine Lösung zu genau diesem Problem mit 3 
CMOS-Einzelgattern gesehen. Das letzte Gatter klemmt dem Spannungsregler 
den Strom ab. Die Gatter selbst brauchen sehr wenig im Vergleich zu 
einem Linearregler. Leider hatte ich den Schaltplan nur auf Papier und 
das mittlerweile entsorgt. Müsste man aber im Zweifelsfall wieder 
hinbekommen.
Im Prinzip läuft es darauf hinaus, dass ein ODER anspringt, wenn der 
Taster gedrückt ist. Der Controller legt dann den anderen Eingang des 
ODER auf high. Jetzt kann der Taster wieder unterbrechen und das Gerät 
geht erst wieder aus, wenn der Taster unterbricht UND der Controller den 
Pin auf low legt. Für was die beiden anderen Gatter waren, weiß ich 
grade nicht mehr ;)

Autor: Erik (Gast)
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Nur mal so eine laxe Eingebung von mir...
Das von Andreas W. beschriebene machen:
> Wenn du einen AVR benutzt, dann lass in schlafen gehen und über den
> neigungssensor kannst du ihn über einen externen interruppt aufwecken.
und die Spannungsversorgungen deiner "Peripherie" (ULN2803, UDN298,...) 
per Relais oder MOSFET mit dem µC schalten.

Autor: abc (Gast)
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Würde das nicht auch mit einem npn transistor gehen, den der µC 
ansteuert?

Der Transistor schaltet den minuspol der batterie -> wenn der portpin 
auf null geht, sperrt der transistor. der neigungsschalter würde beim 
start den transistor überbrücken, dann würde der µC gleich den portpin 
auf eins setzten

Autor: Magnus Müller (Gast)
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"Minuspol" (in diesem Falle GND) zu schalten ist keine so gute Idee.

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
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PNP in die +Zuleitung legen, dessen Basis über Vorwiderstand von einem 
NPN nach GND gezogen wird... Einschalten durch Überbrücken der 
CE-Strecke des NPN... das zieht im Ruhezustand nichts... nicht soviel 
Umstände machen...

Autor: abc (Gast)
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warum ist ein npn in der masseleitung nicht so gut??

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
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@abc: Weil der NPN in der GND-Leitung nur funktioniert, wenn der Emitter 
am -Pol der Batterie hängt. Wenn der µC "Null" ausgibt, geht der Emitter 
0,7V unter GND, und der Transistor leitet wieder... der Portpin müsste 
bis -Ubat sperren, aber das tut er nicht, wg. integrierter 
Substratdioden. Deswegen funktioniert das nicht.

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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...wenn ich den OP richtig verstanden habe, wird das Ding in 2 
Positionen hingestellt: Einmal so, dass der Neigungsschalter aus ist 
bzw. so, dass er an ist. Dann hilft das mit dem Oder-Gatter aber nicht 
weiter, da der Schaltereingang ja nicht zurückgesetzt wird.

Ich würde da eher eine Schaltung mit einem P-Kanal MOSFET in der 
Versorgungsspannung vorsehen (so in der Art wie im angehängten Bildchen 
- Achtung: auf die Schnelle aufgemalt und ohne Funktionsgarantie):
Über den Taster und den Kondensator zieht man das Gate des MOSFETs 
kurzzeitig nach Masse und schaltet ihn damit ein. Der µC wacht auf und 
zieht nun seinerseits das Gate nach Masse. Ist der µC fertig, zieht er 
den Pin auf High und schaltet so den MOSFet (und sich selber) aus. Das 
funktioniert aber nur, wenn der µC unbestromt hochohmig genug (nach 
Masse) ist. C1 ist so zu wählen, dass der µC Zeit genug zum Hochfahren 
hat, sein IO-Pin aber nicht überlastet wird, wenn er ihn auf Low zieht 
und damit C1 entlädt. Ggf. halt einen Schutzwiderstand reinknoten.

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
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Stefan, tja, dann müsste am Gate = Portpin aber Vbat anliegen, während 
am µC 0V anliegt... auch hier schlagen wieder die Substratdioden zu. Es 
geht nicht ohne weiteren Transistor dazwischen, wie ich oben 
schrieben... der macht dann den Spannungshub, wenn der µC saftlos ist. 
Es sei denn, man hat einen echten Open-Collector-Output ohne interne 
Diode.

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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Jep, da hab' ich auf die Schnelle die 9V der Batterie vergessen. Also 
noch'n NPN (+ Baisiwiderstand) für den Open-C dazu. In SMD ist dan Ganze 
ja trotzdem nicht sehr groß..

Autor: Seph (Gast)
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Den Saft abdrehen wuerde ich nicht. Aber in den Sleep gehen. Zuerst kann 
man Stromsparen indem man die 9v nicht herunterheizt, sondern einen 
Switcher nimmt. zB einen TPS62056, der zieht noch 12uA. Dann der 
Prozessor, den kann man mit einem 32kHz Quarz im sparmodus laufen 
lassen, dann zieht er auch nur noch ein paar uA. Dann kann man ihn alle 
8sek oder so aus dem sleep holen, auf die paar MHz hochfahren, was 
machen und wieder in den sleep. 70mA sind fuer den Betrieb etwas viel, 
denk ich.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>ich hab n AVR, aber noch 2 Treiber ULN2803 und UDN2981, die brauchen ja
>auch (wenn auch nicht viel) Strom

Wenn die Portpins vor dem Sleep die Basen der Transistoren inaktiv 
schalten, brauchen die ULNs und UDNs nur noch den Kollektor-Ruhestrom 
der einzelnen Transistoren, welcher sich im 2-stelligen nA-Bereich 
bewegt.
Statt des 9V-Blocks ließen sich 4 superkleine NiMH Einzelakkus mit 
160mAh oder so verwenden, dann braucht man nicht mal einen 
Spannungsregler.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ich würde es auch mit einem p-Kanal-FET machen.  Wenn man den AVR
an der Versorgung dran lässt, dann kann man den FET ja mit einem
AVR-Pin schalten.

Da das letztens schon einmal gefragt war, hatte ich mal ein wenig
bei Reichelt geguckt.  Ich war bei einem BSP171 rausgekommen, der
geht bis ca. 3 V herab (eventuell 2 V, wenn man nicht viel Strom
schalten muss).  Hoppla, "zur Zeit nicht lieferbar", da hab' ich
wohl die letzten 10 Stück aufgekauft? ;-)

Einen NiMH-Akku würde ich nicht nehmen, eher 3 x LR3 oder sowas.
Die Selbstentladung von NiCd oder NiMH ist nicht unerheblich.

Autor: Martin (Gast)
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Hallo,

ich habe die Abschaltung der Vcc schon in einem meiner Projekte 
umgesetzt. Es handelt sich dabei zwar um einen ganz anderen Bereich, 
aber das Prinzip ist das gleiche. Ich steuere den Powerdown-Pin den 
Spannungsreglers mit dem µC an.

Zu sehen auf der 2. Seite des Schaltplans auf 
http://martinsuniverse.de/projekte/audiohplayer/au...

Autor: abc (Gast)
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Kann mir jemand erklären wiso diese Schaltung nicht funktionieren würde?
Ich verstehe das leider nicht!

Autor: Thilo M. (Gast)
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Mein Vorschlag im Anhang.
Ein 5V-bistabiles Relais, wird durch einen Tster/Schalter Eingeschaltet 
und durch den µC wieder aus. 'zig-fach gebaut, funktioniert prima!

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
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@abc: Kannst Du die Schaltung in einem virenfreien Format einstellen? 
Ich öffne keine .doc...

Autor: abc (Gast)
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als bitmap hieß es, die datei sei zu groß

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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abc wrote:
> als bitmap hieß es, die datei sei zu groß

Richtig.

Bildformate

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
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Schrieb ich bereits:

T. Cfkat wrote:
> @abc: Weil der NPN in der GND-Leitung nur funktioniert, wenn der Emitter
> am -Pol der Batterie hängt. Wenn der µC "Null" ausgibt, geht der Emitter
> 0,7V unter GND, und der Transistor leitet wieder... der Portpin müsste
> bis -Ubat sperren, aber das tut er nicht, wg. integrierter
> Substratdioden. Deswegen funktioniert das nicht.

Autor: abc (Gast)
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ich kapiers nur nicht

>wenn der Emitter am minuspol der batterie hängt.

tut er doch

Autor: Tcf Kat (tcfkat)
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Oh man, den Rest hast Du auch gelesen? Lies Dich mal in Elektronik 
ein... Nachhilfe mache ich nicht.

Autor: Otto (Gast)
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Oder anders ausgedrückt:
Wenn der uC "Null" ausgibt, ist quasi die Basis mit dem Kollektor 
verbunden und der Transistor verkümmert zur einfachen Diode zwischen 
uC-GND und Minus-Pol.

Autor: Roland Praml (Gast)
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Evtl wär ein Spannungsregler mit inhibit was?

Gruß
Roland

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