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Forum: PC Hard- und Software Backup-Server einrichten


Autor: Patrick (Gast)
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Hey Leute!

Da ich zuhause einige PC habe und auch mehrere Notebooks verwendet 
werden, würde ich gerne einen "Backupserver" einrichten.
Ziel sollte es sein, dass sämtliche Daten aller PCs regelmäßig (entweder 
automatisch oder manuell) gesichert werden und im Falle eines Defektes 
einfach wiederhergestellte werden können. Am besten wäre da eine 
Software, die ein Image der kompletten Festplatte macht, damit der 
Wiederherstellungsaufwand minimiert werden kann.

Hardwaremäßig sieht der verfügbare "Server" so aus:
AMD Thunderbird 990MHz
Asus Mainboard cuv4xe-100
320 MB Ram
250 GB Backupharddisc
5-10 GB System-Harddisc
Netzwerk: Notebooks per 54Mbit WLAN, PCs per 100Mbit LAN

Softwaremäßig wäre mir eine Windows Lösung am liebsten, da ich noch eine 
alte Lizenz von Win2k habe und auch noch eine für WinXP Pro.
Notfalls würde ich aber auch auf Linux "umrüsten".
Die Backupsoftware sollte nicht immer alle Daten überschreiben, sondern 
wirklich nur neue bzw. geänderte, damit der Zeitaufwand verringert wird.

Könnt ihr mir eine kostenlose Software empfehlen? Oder notfalls auch 
eine kostenpflichtige (bei der es allerdings eine Demo/Shareware Version 
geben sollte - für Testzwecke)?


lg Patrick

Autor: F. Kriewitz (freddy436)
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Ich persönlich habe einen Linux Server, allerdings werden keine 
Wichtigen Daten auf den Clients gespeichert, alles wird in erster Linie 
auf Netzlaufwerken (auf dem Linux Server) gespeichert, dort findet auch 
das Backup per Hardware raid statt. Mit meinem Notebook kann ich mich 
unterwegs per per VPN einwählen und komme so auch an meine Daten ran, 
zusätzlich hält der Notebook aber auch immer eine aktuelle Kopie aller 
Wichtigen Daten + Alle Dateien die in den letzten zwei Monaten 
bearbeitet wurden (Zwecks offline arbeiten).

Auf den Windows Clients laufen keine speziellen Backup Programme oder 
so, die eigentliche Arbeite macht der Linux Server.

Ich möchte nie wieder ohne so einen zentralen Datenspeicher arbeiten, 
aber wenn du dich mit Linux nicht so sehr auskennst würde ich dir eine 
einfache NAS Lösung empfehlen. Das wird stromsparender sein als ein 
zusätzlicher Server/PC.

Backup Software für Windows solltest du ohne Ende finden.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Hallo Patrick,

ich habe hier ein ähnliches Szenario und wickele mein Backup über rsync 
ab.

Prinzipiell geht das bei mir (Linux) so:

Ich schalte meinen Backup-Server "mango" einfach ein. Dieser sucht nach 
dem Hochfahren im Netz nach allen laufenden PCs, prüft die Änderungen 
und überträgt per rsync die seit der letzten Sicherung geänderten 
Dateien.

Dabei sieht die Backup-Platte so aus, dass für jeden PC ein eigenes 
Verzeichnis angelegt wird. In diesem gibt es ein Verzeichnis "current", 
in dem eine vollständige Kopie der letzten Sicherung liegt. Weiterhin 
gibt es für jede der vorhergehenden Sicherungen ein entsprechendes 
Verzeichnis (z.B. "2007-08-31") mit nur den Dateien, die bei der 
nächsten geändert waren (rsync hat extra eine Option dafür).

Um das Ganze extrem sicher zu machen, sind sämtliche Platten 
verschlüsselt (auch die Backup-Platte) und auch die Übertragung über das 
Netz erfolgt verschlüsselt über ssh-Tunnel.
Da ich nicht auf mango das Passwort für die Verschlüsselung eingeben 
möchte, holt sich mango dieses per Anfrage von meinem Bürorechner (der 
läuft meistens), indem es sich bei einem Dämon per ssh nach diesem 
erkundigt.

Nach der Sicherung guckt mango noch, ob er USB-Platten angestöpselt hat 
und gleicht diese (ebenfalls verschlüsselt) mit der "Hauptbackupplatte" 
in mango ab.

Zum Schluß fast er in einer Mail das Geschehen (oder auch Fehler) 
zusammen und schickt mir eine E-Mail. Dann fährt er sich automatisch 
runter.

Die USB-Platte tausche ich wöchentlich mit der im Bankschließfach aus, 
so dass bei Diebstahl/Brand maximal eine Woche Arbeit vernichtet würde.

Eine durchschnittliche Sicherung meiner 80GB-Platte dauert nicht länger 
als 10 Minuten, da die meisten Dateien ja unverändert bleiben (beim 
Anlegen der ersten Kopie dauert es natürlich entsprechend lange).

Hardware mango: oller 333MHz PII Scenic mit 100MBit-Ethernet.

rsync gibt es auch für Windows und ist äußerst robust, ausgereift und 
schnell (bei großen Dateien werden sogar nur die Teile übertragen, die 
wirklich geändert wurden etc.).

Bei Interesse kann ich ja mal mein Skript posten - es ist längst noch 
nicht perfekt, aber sicherlich etwas, worauf man aufbauen kann.

Viele Grüße,
Chris

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Christoph D. wrote:
> Da ich nicht auf mango das Passwort für die Verschlüsselung eingeben
> möchte, holt sich mango dieses per Anfrage von meinem Bürorechner (der
> läuft meistens), indem es sich bei einem Dämon per ssh nach diesem
> erkundigt.

Mit GNUPG könntest du dir das sparen, weil der Backupserver dann zum 
Verschlüsseln nur den Public Key braucht.

Autor: Der Hubert (Gast)
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Wenn Du ein komplettes System spiegeln willst, schau Dir mal Acronis 
Trueimage 10 (Home ??) an. Dort kann man anscheinend sowohl das System 
spiegeln als auch "nur" ein Image zum Zurücksichern anlegen ....

Ohne Gewähr.

Wäre für mich aber eine Alternative zum damaligen Ghost, welches leider 
ohne Verrenkungen (IMHO) keine Images über 2GB anlegen kann.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Andreas Schwarz wrote:
> Christoph D. wrote:
>> Da ich nicht auf mango das Passwort für die Verschlüsselung eingeben
>> möchte, holt sich mango dieses per Anfrage von meinem Bürorechner (der
>> läuft meistens), indem es sich bei einem Dämon per ssh nach diesem
>> erkundigt.
>
> Mit GNUPG könntest du dir das sparen, weil der Backupserver dann zum
> Verschlüsseln nur den Public Key braucht.

Stimmt - danke für den Tipp. Auf das einfachste kommt man natürlich 
nicht :-)

Aber sonst funktioniert das System echt prima und vor allem flott. Und 
man hat im Ernstfall direkt ein lauffähiges Image.
Kann ich jedem nur empfehlen.

Schönen Sonntag noch,
Christoph

Autor: Tippgeber (Gast)
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@Der Hubert:
ghost -auto -span -split=698 -z9

Macht für CDs mundgerechte Häppchen.
Für DVDs wären wohl 4500/3=1500 optimal.

Ich benutze zum Sichern Ghost7 in der DOS-Version.
Als Fileserver werkelt ein Linux+Netwareemulator (marsnwe), was den 
Charme hat, daß die Clients nur einen ODI-Treiber für die Netzwerkkarten 
brauchen.

Autor: André Kronfeldt (freakazoid)
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> Ich schalte meinen Backup-Server "mango" einfach ein. Dieser sucht nach
> dem Hochfahren im Netz nach allen laufenden PCs, prüft die Änderungen
> und überträgt per rsync die seit der letzten Sicherung geänderten
> Dateien.
> Dabei sieht die Backup-Platte so aus, dass für jeden PC ein eigenes
> Verzeichnis angelegt wird. In diesem gibt es ein Verzeichnis "current",
> in dem eine vollständige Kopie der letzten Sicherung liegt. Weiterhin
> gibt es für jede der vorhergehenden Sicherungen ein entsprechendes
> Verzeichnis (z.B. "2007-08-31") mit nur den Dateien, die bei der
> nächsten geändert waren (rsync hat extra eine Option dafür).
Dito. Allerdings heißt mein kleiner 'SoulStorm' und rsync macht 
Hardlinks auf schon vorhandene Dateien innerhalb seiner Backupstruktur 
und kopiert nur neue Dateien. Vorteil: Haufenweise Komplettbackups, die 
fast keinen Platz auf der Platte beanspruchen. Deshalb kann ich auch 
komplette Verzeichnisse löschen (Backups älter als z.B. 1 Monat), ohne 
wichtige Infos zu verlieren.
Zudem ist die Backup-Platte verschlüsselt (sind ja gesammelte Daten 
aller Netzwerkrechner drauf. Ist mir zu sensibel).

Hier mal ein Ausschnitt:
[SNIPP]
CurrentDate=`date +%Y%m%d`
cryptsetup -y create backup_crypted /dev/sda
mount /dev/mapper/backup_crypted /backup
Dir="Freakazoid-$CurrentDate"

rsync -Haxv --exclude 'ExcludeFromBackup/' --exclude 'Recycled/' 
--link-dest=/backup/Freakazoid-latest/ \
/mnt/d \
<blblblb>

rm Freakazoid-latest
ln -vs /backup/$Dir Freakazoid-latest

umount /backup
cryptsetup remove backup_crypted

echo "Ende ;-)"
[SNAPP]

Grüße,
Freakazoid

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Ich verwende rsnapshot, das macht intern rsync mit --link-dest.

Autor: GRB (Gast)
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Ghost kann man in den Kuebel schmeissen. Der will zuerst mal den 
Internet exploren updaten, dann Servicepacks usw. Ist uebrigens extrem 
schwer wieder loszuwerden.
Acronis Trueimage ist eine vernuenftige loesung.

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